Gelesen von Christoph Maria Herbst, Bjarne Mädel, Oliver Wnuk, Diana Staehly, Milena Dreißig und Ralf Husmann.
Bernd Stromberg ist zurück! In einer von Work-Life-Blending, Genderdebatten und Chatbots bestimmten Welt kehrt der selbsternannte »beste Chef der Welt« zurück, um ordentlich aufzuräumen.
»Zehn Jahre nach dem ersten Film fragen mich immer noch so viele Leute nach dem Bernd, dass ich irgendwann auch wissen wollte, was aus ihm geworden ist, in der neuen Arbeitswelt. Und aus den ganzen anderen Graupen. Vielleicht ist Chef ja wie Die neuen Varianten sind angeblich harmloser. Nur eben nicht für alle.«
Ralf Husmann
Christoph Maria Herbst hat für die Verkörperung der Titelfigur in der Serie Stromberg den Deutschen Fernsehpreis, den Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis und siebenmal den Deutschen Comedypreis erhalten. Auch als Hörbuchsprecher ist er natürlich Bernd und sowieso eine Klasse für sich.
Worum geht’s? Büro. Dieser wundersame Ort, an dem erwachsene Menschen sich gegenseitig Cc-en und so tun, als wären Outlook-Einladungen Teil ihres Lebenssinns. Und natürlich die große Frage: Was macht eigentlich einen Chef aus? Bernd Stromberg ist zurück und erklärt die Goes und No-Goes des Büroalltags, das schöne Bürodeutsch und alles, was sonst so zwischen Kaffeeküche und Konferenzraum passiert.
Meine Meinung: Das Hörbuch „Büro ist besser als richtig arbeiten. Stromberg“ ist einfach herrlich. Ralf Husmann und Christian Martin haben eine Welt gebaut, die durch die bekannten Stimmen von Christoph Maria Herbst, Bjarne Mädel, Oliver Wnuk, Diana Staehly und Milena Dreißig sofort wieder lebendig wird. Ich war wieder voll im Capitol-Modus, als wäre die Serie nie zu Ende gegangen.
Die Charaktere sind genauso daneben, grandios und liebenswert wie damals. Ich gebe zu, Berthold „Ernie“ Heisterkamp hatte ich nicht mehr so präsent. Ich wusste noch, dass er gemobbt wurde und immer etwas „anders“ war, aber war er in der Serie auch so offen wie hier? Irgendwie wirkt es heute noch krasser, wie er über seine Gefühle spricht und wie deutlich dabei das Thema Mobbing mitschwingt – zwischen all dem Sarkasmus und den typischen Stromberg-Spitzen.
Das Hörbuch selbst reiht Szenen aneinander, die sich anfühlen, als hätte man die alte Serie nur kurz auf Pause gesetzt. Es ist dieses typische Stromberg-Tempo: mal trocken, mal boshaft, mal so unangenehm ehrlich, dass man denkt, man säße wieder zwischen Drucker und abgeknicktem Gummibaum im Großraumbüro. Jede Szene knüpft an frühere Momente an, ohne sich wie eine bloße Nostalgieshow anzufühlen. Die alten Konflikte brodeln wie eh und je, die Absurditäten des Büroalltags werden genüsslich seziert und immer wieder tauchen Details auf, die Fans sofort wiedererkennen. Dann die Themen: Gendern, Führungskultur, Soft Skills, Mitarbeitermotivation… Stromberg versucht wirklich, seinen Senf zu allem dazuzugeben, und das direkt aus der Tube quer über den Tisch. Dass er wie gewohnt irgendwelche historischen Vergleiche bemüht, die man privat niemals laut aussprechen würde, versteht sich fast von selbst. Und diese Rückbezüge nach Finsterwald, die kleinen Seitenhiebe, die unterschwelligen Spannungen, die altbekannten Macken der Belegschaft – das ganze Universum funktioniert sofort wieder.
Ein echtes Highlight sind Strombergs Texte im Intranet und seine E-Mails. Da steckt so viel Wortwitz, Selbstüberschätzung und passiv-aggressive Bürolyrik drin – genial. Und spätestens beim Deutsch-Büro/Büro-Deutsch-Debakel am Ende hatte ich wieder dieses typische Stromberg-Gefühl: ein Mix aus Lachen, Kopfschütteln und dem dumpfen Verdacht, dass man vieles davon leider schon genau so erlebt hat. Nicht nur für Fans von The Office und Stromberg ein absoluter Hörgenuss!
Fazit: „Büro ist besser als richtig arbeiten. Stromberg“ von Ralf Husmann und Christian Martin ist ein Volltreffer für alle, die die Serie geliebt haben, aber auch für alle, die ihr eigenes Büro manchmal nur mit einer dicken Schicht Ironie ertragen. Perfekt gesprochen, genial inszeniert, auf den Punkt beobachtet und mit so viel verstecktem Witz gespickt, dass ein zweites Hören fast Pflicht ist. Ein Hörbuch, das zeigt: Büro kann anstrengend sein, klar – aber mit den richtigen Leuten wird’s eben auch verdammt unterhaltsam.
A book that Stromberg fans will probably enjoy. I read it before watching the movie. I personally never made it past season 3 of the show, but I still see Bernd Stromberg as a real cult figure for people young and old. A guy who, in his own way, has shaped how younger and older generations look at office and work culture.
The book reflects that pretty well. Employees talk about different topics, and of course you get Ulf, Tanja and Ernie (his name is Berthold!!!). I laughed a few times, smirked a few times, and finished the whole thing pretty quickly within a week. Very nice.
Now you could ask: why not five stars? Well, let’s not exaggerate. Or, in the words of Bernd:
“Five stars, that’s always a bit of a thing… I’d maybe give that to my coffee machine if it stopped screwing me over with watery dishwater. Four stars are enough. Anything above that is already so slimy you’ll slip on it.”
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Ein Buch, das Fans der Stromberg-Franchise gefallen wird. Ich hab mir das Buch durchgelesen, bevor ich mir den Film anschaue. Ich selber hab es bei der Serie nie über Staffel 3 hinaus geschafft. Trotzdem sehe ich Bernd Stromberg als eine echte Kultfigur für Leute von jung bis alt. Ein Mann, der auf seine Art auch geprägt hat, wie jüngere und ältere Menschen Arbeitskultur sehen.
Und das Buch spiegelt das auch ziemlich gut wider. Mitarbeiter reden über verschiedene Themen, dazu Ulf, Tanja und natürlich Ernie (der heißt Berthold!!!). Ich musste ein paarmal lachen, ein paarmal schmunzeln und hab das Buch ziemlich schnell innerhalb einer Woche durchgelesen. Sehr schön.
Jetzt kann man sich fragen: Warum keine fünf Sterne? Wir wollen ja auch nicht übertreiben. Oder in den Worten von Bernd:
„Fünf Sterne, das ist ja immer so’n Ding… Das gebe ich höchstens meiner Kaffeemaschine, wenn sie mich nicht wieder mit dünnem Spülwasser verarscht. Vier Sterne reichen, alles drüber ist schon so schleimig, da rutscht man aus.“
Ein klassisches Stromberg Buch! Mit den einschlägigen Stimmen, die man sowohl aus der Stromberg Serie, als aus dem Stromberg Film kennt, wird dieses Hörbuch zum Hörerlebnis! Nicht nur liest Christoph Maria Herbst den Stromberg so wie man ihn kennt, auch die Attitüde an den Tag legt, Erinnern sehr an die Serie. Inhaltlich wird auf den Büroalltag, auf Chefs, auf Stärken und Schwächen - natürlich hat Stromberg keine Schwächen - und vieles mehr eingegangen. Auch die üblichen Sticheleien, die man aus dem Stromberg Universum kennt, und das Mobbing und die Unzufriedenheit sind Teil des Hörbuch. Wer Stromberg mag, wird auch dieses Hörbuch mögen.
Danke an NetGalley, Verlag und Autor für die ARC. Die nachfolgenden Worte sind meine eigene subjektive Meinung: Was soll ich sagen. Es ist so wie man sich Stromberg vorstellt. Unangenehm aber auf lustige Art und Weise. Humor stumpf und trocken aber genau das ist das was mich öfter mal zum laut loslachen gebracht hat. Ich glaube ich muss das ganze aber in Maßen genießen, weil ich irgendwann doch genervt war. Und ein, zwei Sachen waren dann doch mehrfach Thema, was bei einem 4h Hörbuch dann doch auffällig ist und ich mir dann irgendwann dachte „hatten wir das nicht schon“ Deswegen 3 Sterne von mir :)
Vielen Dank an Netgalley und Argon Hörbuch Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar. Die Serie habe ich damals nicht verfolgt und auch den Film kenne ich nicht. Das werde ich sicherlich beides nachholen, denn ich habe mich hier köstlich amüsiert. So sehr sogar, dass ich das Hörbuch zweimal hintereinander gehört habe. Bestimmt werde ich es auch ein weiteres Mal hören.
Natürlich ist es nicht jedermanns Humor, aber wenn es das ist, dann ist es richtig gut. Würde 6 Sterne vergeben wenn ich könnte.
Sehr schönes Buch aus dem Stromberg Universum, das leider kaum beworben wurde. Starker Anfang und Ende, das die Brücke zwischen dem ersten und zweiten Film schlagen und daneben noch ein wenig Charakterarbeit leistet.
Klare Empfehlung für das Hörbuch, das die entsprechenden Schauspieler „in Charakter“ eingesprochen haben.