In einem kleinen Dorf beobachtet ein junger Mann, wie ein Motorrad von der Straße abkommt. Der Fahrer überlebt den Unfall nicht. Er hat eine kleine Tasche dabei, die der junge Mann an sich nimmt. Er ahnt nicht, was er damit in Gang setzt. In der Mappe waren Fotos, die es in sich haben. Anstatt damit zur Polizei zu gehen, verfolgt er eigene Pläne und gerät in tödliche Gefahr.
Der junge Süleyman ist ein interessanter Charakter. Er lebt am Rand der Legalität und hat so viel erlebt, dass er deutlich reifer als sein Alter wirkt. Unter seiner Coolness hat sich ein nachdenklicher Charakter versteckt. Das hält ihn aber nicht davon ab, immer auf der Suche nach Profit zu sein, egal mit welchem Risiko.
Dagegen wirkt Kommissar Marthaler eher blass. Vielleicht ist er auch von den Ereignissen in seinem Privatleben überfordert, das einen größeren Raum einnimmt als der Fall. Gut, dass mit der Journalistin Anna ein sehr lebendiger Charakter wieder ein Gastspiel bei den Ermittlungen gibt.
Der Fall ist interessant, aber nicht gut ausgearbeitet. Gegen Ende wird es unnötig kompliziert und sehr dramatisch. Für mich gehört Die Sternthaler-Verschwörung zu den schlechteren Teilen der Reihe.