Wenn Gunnar Schwarz eines kann, dann ist es, Spannung in seinen Büchern aufzubauen – so auch in diesem Fall. Geschickt eingefädelt sind die ganzen Details rund um den Fakt, dass die Morde als Unfälle getarnt werden. Was für mich immer wieder die Spannung ein wenig gedämpft hat, waren die vielen Wiederholungen von Dingen oder Tatsachen.
Da es sich um den fünften gemeinsamen Fall für Emma und Alex handelt, sind viele Charaktere natürlich schon bekannt. Dennoch könnte man das Buch auch unabhängig von den vorherigen Bänden lesen. Was ich hier allerdings etwas schade gelöst fand, waren die Ergänzungen zu verschiedenen Charaktereigenschaften. Denn klar, wenn man die Vorbände kennt, sind einem diese bereits bekannt – wenn nicht, ist es schön, wenn sie noch einmal erklärt werden. Aber bitte nicht erst, wenn der Charakter bereits zum dritten Mal in der Geschichte auftaucht; bis dahin hat man sich das dann auch bereits selbst zusammengereimt.
Die Charaktere waren super bunt gemischt und jeder mit seinen speziellen Eigenschaften versehen. Die Ermittler arbeiten sehr gut zusammen, sodass es Spaß macht gemeinsam mit ihnen zu versuchen dem Täter auf die Spur zu kommen.
Was ich auch sehr gelungen fand, waren die verschiedenen Details rund um die Ermittlungsarbeiten und auch die Raffinesse, mit der der Täter vorgegangen ist – und damit auch immer einige Schritte voraus war. Das Täterprofil und die Auflösung des Falles fand ich superinteressant, auch wenn ich damit irgendwie nicht zu 100 % glücklich bin. Dennoch ist es im Ganzen eine gelungene und runde Geschichte, die man auf jeden Fall lesen kann.