Anfang des Jahrtausends checkt Rockstar Ray O’Shea für eine Seelenkur im exklusiven Sanatorium Woodlands ein. Er will Frieden mit sich schließen, ringt damit, ein guter Mann zu sein, besonders für Sophie, die Liebe seines Lebens und Mutter seiner Kinder, der als talentierter Künstlerin der Durchbruch nie gelang, während Ray zum Star wurde. Zwanzig Jahre später betritt sein aus der Art geschlagener, ungeliebter Sohn Warren dieselben Flure – mit Rays altem Kur-Tagebuch in der Hand und dem brennenden Wunsch nach Rache. Kein Erbe, keine Entschuldigung hat er erhalten – nur Seiten voller Erinnerungen. Doch je tiefer Warren in die Aufzeichnungen eintaucht, desto mehr verschiebt sich seine Perspektive auf den Vater. Und eine Ahnung, die ihn sein Leben lang verfolgte, wird zur Gewissheit: Ray O’Shea ist nicht sein leiblicher Vater. Und seine Mutter, die einst schillernde Punkmusikerin Sophie, ist nicht das Opfer, für das er sie immer hielt. Die schonungslose Auseinandersetzung eines erfolgsverwöhnten Mannes mit seinem Scheitern als Ehemann und Vater – erzählt in raffinierter Vater-Sohn-Doppelperspektive
So richtig klar ist mir der Grund für diese Selbstmitleidstour eines alternden Rockstars nicht. Das Lektorat hätte sich ebenfalls mehr Mühe geben können. Es hätte ein sehr gutes Buch werden können, aber so ist es nur ein Buch. Schade.