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Zweierlei Antisemitismus: Staatsräson vor universellen Menschenrechten?

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Die seit einiger Zeit in Politik und Medien vorherrschende Auffassung von Antisemitismus sorgt für Konflikte. Wissenschaftlich ist sie umstritten. Manche Kritiker warnen davor, einen »israelbezogenen Antisemitismus« zur Einschränkung von Grundrechten zu benutzen. Georg Auernheimer prüft verschiedene Definitionen und vergewissert sich, was Antisemitismus ausmacht und wie er sich äußert. Der Blick auf den christlichen Antijudaismus der europäischen Feudal­gesellschaft bis hin zum Antisemitismus als Rechtfertigung des Holocaust verdeutlicht, wie tief diese Erbschaft sitzt. Und für die heutige Debatte stellt sich die Frage, wie sich das Verhältnis der Bundesrepublik zu Israel seit der Ära Adenauer entwickelt hat. Wie wandelten sich deutsche Israelbilder parallel zur Geschichte des Nahostkonflikts? Exkurse sind der DDR, jüdischem Leben unter arabischer und osmanischer Herrschaft sowie dem Zionismus gewidmet. Schließlich werden Strategien der Schuldabwehr vor allem mit Blick auf Israel thematisiert. Die Reflexion dieser Zusammenhänge ist für den Autor die Voraussetzung, um den Ressentiments gegen Jüdinnen und Juden sowie antisemitischen Narrativen erfolgreich den Boden zu entziehen.

185 pages, Kindle Edition

Published September 15, 2025

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Profile Image for Jonas.
215 reviews4 followers
November 17, 2025
3,5/5- An sich ein sehr angenehmer Abriss über das Thema Antisemitismus. Ich konnte ein wenig was über die Historie lernen, aber es war persönlich nicht viel Neues dabei, nur der Übergang vom Antijudaismus zum Antisemitismus war mir hierbei neu - der Überblick selber ist aber sehr angenehm zu lesen und vollständig.
Die Jetztzeit war auch gut beschrieben, die Inhalte zum Genozid in Gaza kurz, aber prägnant beschrieben.
Neu war für mich die Sorge Ben Guiron‘s (vor der Staatsgründung), dass die Reichsprogromnacht sein zionistisches Kolonialprojekt gefährden könnte. Auch eine interessante Perspektive auf dieses Ereignis…
Was mir sehr gefehlt hat, war ein Kapitel zum Philosemitismus. Ja, es ist per definitionem kein Antisemitismus, aber trotzdem ein relevanter Inhalt bezüglich jüdischen Menschen und gerade relevant in der deutschen Erinnerungskultur. Es wurde zwar hier und da angerissen, aber ein ganzes Kapitel wäre effektiver gewesen.
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