Rhea will die Krone Thalmarks. Nicht aus Pflicht, sondern aus Trotz. Sie muss sich – und ihrem toten Großvater – beweisen, dass auch eine Frau an der Spitze des Reiches stehen kann.
Der Schattenagent Leycon hat einen letzten Auftrag: Rhea und ihren Drachen auslöschen. Nicht sein erstes Attentat, das gleich drei Leben kosten wird. Aber ihm ist kein Preis zu hoch, wenn es den Feind schwächt.
Zwischen den beiden: einfache Menschen. Ein Liebespaar. Viele Leben, die für Ziele anderer geopfert werden. Und am Horizont: nicht nur ein Krieg, sondern das letzte Gericht.
„Zeitbrand – Genesis“ von Eryx Vail ist der Auftakt der Zeitbrand-Reihe.
Schon das Cover hat mich sofort angesprochen – es wirkt düster, geheimnisvoll und der farblich abgestimmte Buchschnitt mit dem schuppenähnlichen Muster ist einfach ein Hingucker.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Rhea, eine ehrgeizige Drachenreiterin, die nach der Krone Thalmarks greift. Besonders gefallen haben mir ihre Dialoge mit ihrem Drachen, die voller Witz, Tiefe und manchmal auch bitterer Wahrheiten stecken. Rhea ist eine faszinierende, aber auch schwierige Figur: stark, willensstark und kompromisslos – manchmal so sehr, dass sie buchstäblich über Leichen geht. Das macht sie nicht unbedingt sympathisch, passt aber perfekt in die brutale Welt, die Vail erschaffen hat. Gewalt und Intrigen gehören hier zum Alltag, und wer das Buch liest, sollte sich darauf einstellen.
Leycon, ein Schattenagent, wird damit beauftragt, Rhea zu töten. Auf seinem Weg begegnet er zahlreichen Hindernissen und interessanten Nebenfiguren, die für mich zu den Highlights gehörten – viele von ihnen möchte ich auch in den kommenden Bänden unbedingt wiedersehen.
Die Grundidee hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einigen Kapiteln habe ich ihn als sehr detailreich, atmosphärisch und bildhaft erlebt. Gerade die Beschreibungen lassen die düstere Welt lebendig werden. Auf der anderen Seite haben mich jedoch manche Entscheidungen und Handlungen der Charaktere irritiert oder schwer nachvollziehbar gemacht.
Die Kapitelstruktur ist sehr gelungen: angenehm kurz bis mittel, jedes Kapitel aus einer anderen Perspektive erzählt. Dadurch entsteht ein facettenreiches Bild der Handlung – allerdings hatte ich zeitweise das Gefühl, dass es zu viele Perspektiven und Handlungsstränge auf einmal waren, die zunächst keinen direkten Zusammenhang erkennen ließen. Das hat den Lesefluss für mich etwas gebremst.
Das Ende lässt viele Fragen offen und schließt kaum eine der Handlungsstränge wirklich ab – was einerseits frustrierend, andererseits natürlich auch spannend ist, da man unbedingt weiterlesen möchte.
Wichtig zu erwähnen ist, dass die Geschichte stellenweise sehr brutal ist. Triggerwarnungen sollten deshalb unbedingt beachtet werden.
Fazit: Ein düsterer, atmosphärischer Reihenauftakt mit starken Charakteren, vielen Intrigen und einer faszinierenden Welt. Nicht alles ist leicht zu lesen, und manche Figuren bleiben schwer greifbar, aber gerade das macht den Reiz aus. Ich bin sehr gespannt, wie es in den nächsten Bänden weitergeht
Anhand des Klappentextes habe ich in diesem Buch eine Fantasy mit Drachen und starken, vielschichtigen Charakteren erwartet. So ganz habe ich in dem Buch dann aber nicht gefunden, was mich glücklich macht. Der Klappentext deutet Gewalt an, das Ausmaß der im Buch geschilderten Gewalt hat mich dann aber doch sehr überrascht. Dieses Buch ist kein Einzelband, sondern der Auftakt einer Reihe. Dies erfährt man spätestens am Ende des Buches, wenn noch viele Fragen offen bleiben und die Handlung eigentlich nicht wirklich abgeschlossen ist. Die Handlung selbst wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei stehen die im Klappentext erwähnten Rhea und Leycon nicht zu sehr im Vordergrund, denn auch weitere Charaktere, die namenlos im Klappentext angeteasert werden, kommen in ungefähr gleichem Anteil zu Wort. Hier hätte ich mir ein Personenregister gewünscht, um vor allem am Anfang des Buches einen Überblick über all die verschiedenen Personen und deren Zusammenhänge zu behalten. Im Laufe des Buches gelingt es auch so besser. Rhea und Leycon sind beides Charaktere, die eindimensionaler nicht sein könnten - über den Verlauf des Buches ist keine Charakterentwicklung zu sehen, vielmehr kommt Gier und Gewalt in einem Übermaß zum Vorschein, was erschreckend, aber durch die Eindimensionalität auch mit der Zeit langweilig ist. Aufgrund der vielen Handlungsschauplätze kommt die eigentliche Handlung nur langsam voran, einen zugrundeliegenden roten Faden habe ich teils vermisst. Das ist durch die vielen Perspektiven in der Kürze eines Buches auch eher schwer und wird sich auf Länge der kommenden Bände vermutlich besser aufteilen und entwickeln. Als Person, die sehr gern Drachenfantasy liest, war mir der Fantasy-Anteil hier zu wenig ausgearbeitet. Es gibt sehr wenig Informationen zum Wesen der Magie bzw. zum Worldbuilding allgemein. Immerhin war Drache Firor der sympathischste Charakter im gesamten Buch! Der Schreibstil des Autors hat mir dann trotz der Kritikpunkte durchs Buch getragen. Er liest sich angenehmt und flüssig, die Sprache passt gut zum Setting und schafft gute innere Bilder. Grundsätzlich habe ich dieses Buch besser verstanden, nachdem ich etwas mehr zum Autor recherchiert habe. Ich denke die dem Buch innesteckende Intention zu verstehen, konnte mich jedoch nicht mit dem Buch anfreunden, sodass ich den nachfolgenden Band nicht mehr lesen werde.
Rhea ist eine Drachenreiterin und sie möchte den Thron. Sie möchte beweisen, dass auch eine Frau ein Reich regieren kann. Leycon, ein Schattenagent, hat ein Ziel. Er will Rhea und ihren Drachen ermorden.
Das Buch hat einige Protagonisten. Rhea und Leycon stehen etwas mehr im Vordergrund, aber auch andere Charaktere bekommen viel Raum. Sie hängen alle auf verschiedene Arten miteinander zusammen, noch kennt man aber nicht alle Zusammenhänge. Ich muss sagen, dass es recht interessante Protagonisten sind, ich habe aber nicht wirklich zu jemandem eine Verbindung aufbauen können. Die Handlung hat viel Potential, wurde meiner Meinung nach aber nicht vollends ausgeschöpft. Was mich ziemlich stark gestört hat, ist, dass Leycon und Rhea im Verlauf des Buches kaum ihren Zielen näher kommen. Deswegen hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Geschichte nicht wirklich vorankommt. Ich denke aber, dass in diesem Teil eine gute Basis gelegt wurde, damit die Handlung im nächsten Teil eventuell stärker voranschreitet. Die Welt finde ich spannend. Sie ist mittelalterlich angehaucht und es gibt zwei verfeindete Reiche, zwischen denen es auch zu Angriffen kommt. Zusätzlich leben noch Drachen in dieser Welt und es gibt einen Aspekt bei ihnen, den ich originell finde, nämlich, dass sie regelmäßig Lebensjahre aufnehmen müssen. Das habe ich so noch nirgends gelesen, weshalb mir das gut gefallen hat. Der Schreibstil ist gut und beschreibend, vor allem auf die Welt mit ihren Regeln wird ein großer Fokus gelegt. Dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, finde ich per se nicht schlecht, die vielen Handlungsstränge können aber auch verwirrend sein, insbesondere, da man noch nicht weiß, wie alles und jeder zusammenhängt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Drachen-Fantasy der etwas anderen Art lesen möchte. Die Welt und die Handlung ist komplex und kann in manchen Momenten auch recht brutal sein, weshalb man damit keine Probleme haben sollte, wenn man zu diese Buch greift. Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe, ist es ein guter Auftakt, der Lust auf mehr macht.
❞Damit würde auch seine Erinnerung aus Korlandia getilgt werden, denn ein Mensch stirbt spätestens dann, wenn sich niemand mehr an ihn erinnert.
Erstmal muss ich direkt das erste Kapitel loben. Schaut unbedingt in die Leseprobe rein! Eryx schafft nicht nur eine gemütliche Atmosphäre direkt zum Einstieg, sondern haut auch noch eine Legende über die Ewige Flamme raus, die wiederum mich umhaut (für dieses Wortspiel muss ich mir kurz selbst auf die Schulter klopfen, hehe). Weiter könnte es mit der Zeit für vor allem unerfahrendere brutale-Fantasy-Leser/-innen etwas unangenehm werden. Wie auch in Eryx’ Debüt kommt in “Genesis” der Zeitpunkt, an dem es blutig oder ubehaglich werden könnte. So schlimm ist es aber nicht, denn - ich sag mal so - ich habe schon weitaus Schlimmeres gelesen.
Es geht um mehrere Charaktere, im Mittelpunkt steht aber die Drachenreiterin Rhea, die ihrem toten Grandpa (aber ich glaube eher sich selbst) beweisen will, Königin von Thalmark sein zu können. Außerdem ist da noch Leycon, der die Aufgabe hat, Rhea umzubringen, sich während der Geschichte aber immer mehr selbst in den Dreck reitet. Seine schwangere Frau wird währenddessen auserwählt, Lebensjahre zu opfern, die die werten Drachenreiter/-innen als Magiequelle nutzen (ich mochte diese Idee sehr, also mit den Lebensjahren). Last but not least, haben wir noch ein Liebespaar, das auseinandergerissen wird, weil die Eltern die Lebensjahre des Mädchens verkaufen wollen. Die beiden scheinen eine sehr wichtige Rolle als Symbol zu spielen, im nächsten Teil. Ihr seht es, leicht hat es kein Mensch :/
Rhea war für mich am interessantesten, auch wenn ich sie nicht gemocht habe. Am Anfang habe ich eine typische Heldin erwartet, die für Frauen einsteht, bekommen habe ich eine Frau, die nur für sich selbst einsteht und so machtgeil ist, dass es schon ein bisschen anekelt. Ihr Drache Firor ist aber super :D
Fazit: Trotz der mehreren Sichtweisen, konnte ich mir alle Charaktere gut merken. Das Worldbuilding war überzeugend und die Spannung blieb erhalten. Für mich hat alles gepasst.
Ich hatte große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Nach Seite 78 muss ich leider abbrechen, da mich der Inhalt überhaupt nicht anspricht.
Achtung Spoiler: Der Prolog ist stark religiös geprägt, wobei der Glaube an die „ewige Flamme“ für mich sehr fanatisch und eindimensional dargestellt wirkt und Religion hier eher als reines Macht- und Gewaltinstrument instrumentalisiert wird. Perspektivenwechsel finde ich grundsätzlich spannend und erkenne den strukturellen Sinn, da das Aufeinandertreffen der Protagonisten Rhea und Leycon bis zum sechsten Kapitel noch nicht stattgefunden hat. Problematisch empfinde ich den Umgang mit Gewalt. Die Menge und Intensität der sexualisierten Gewaltszenen ist für mich zu viel und wirkt narrativ nicht notwendig. Die inzestuös konnotierten Fantasien der Protagonistin sowie ihre sexualisierte Reaktion auf die Backpfeife ihres Vaters irritieren mich stark. Man bedenke, dass dies der zweite Eindruck ist, den man als Leser:in von ihr erhält. Spätestens bei der Beschreibung und Sexualisierung eines „Reinigungsrituals“, bei dem ein Dorfbewohner unter der Leitung des männlichen Protagonisten mit Pfählen durchbohrt wird, überwiegt für mich der Schockeffekt deutlich gegenüber inhaltlicher Tiefe. Die bereits genannten Punkte sind auch der Grund, warum es mir schwerfällt, die Charaktere sympathisch zu finden.
Ich hatte durch den Klappentext eine andere Einschätzung bzw. Erwartung des Inhalts und finde, dass dieser nicht ausreichend auf den tatsächlichen Inhalt vorbereitet. Die Triggerwarnung sollte vorab gelesen und ernst genommen werden.
Fazit Für mich setzt der Text sehr stark auf Sexualisierung, Gewalt und Grenzüberschreitungen. Die expliziten Darstellungen von Gewalt und Sexualität empfinde ich eher als übertrieben und haben mir den Einstieg erschwert. Ich habe das Buch abgebrochen und kann es nicht weiterempfehlen.
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Trotz des auffälligen - und wunderschönen - Äußeren handelt es sich hier keineswegs um die gängige Farbschnitt-Drachen-Fantasy, den zwischen den Buchdeckeln geht es gnadenlos brutal, aber gleichzeitig auch anspruchsvoll und komplex zu. Der Autor schafft eine geteilte Welt, auf deren einer Seite Ordnung und Geld herrschen, und auf deren anderer das Wohle aller über dem des Einzelnen steht. Trotzdem versinken beide Hälften in archaischen Riten, mittelalterlichem (Aber-)Glauben und schockierenden Regeln, die sprachlos machen - und das nicht zuletzt auch ob der expliziten Darstellung sowohl von blutigen Kampf- als auch Sex-Szenen. Immer regieren mit der Macht, dem religiösen Wahn, Unterdrückung, Hass und Gier die animalischen und dunkelsten Instinkte des Menschen, und so ist es auch nicht weiter verwunderlich dass die Hauptpersonen zumeist unsympathisch sind. Das Buch wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, und die vielen Charaktere sind anfangs noch verwirrend, doch nach und nach nimmt jeder seinen Platz ein im Kampf Kaerthas gegen Nyssari, die einst von der Ewigen Flamme geteilt wurden. Die erste Hälfte hat mir besonders gut gefallen, in der man anhand eingestreuter Details die Welt kennenlernt und natürlich die Charaktere und ihre Eigenheiten. Die zweite Hälfte verlor sich manchmal zu sehr in expliziten Darstellungen und führte mir zu plötzlich noch weitere Personen ein, deren Bedeutung vorerst nicht ersichtlich ist. Man merkt, dass dies kein Einzelband ist, da selbst am Ende noch fast zu viele Fragen offen bleiben, die sich leider wohl erst in den weiteren Bänden beantworten lassen. Nichtsdestotrotz war ich beeindruckt von der Idee und der, zugegebenermaßen oft kontroversen, ausgefeilten Umsetzung. Fazit: (ab)gehobene Fantasy für starke Nerven, die mich zwar mit vielen Fragen, aber auch großen Erwartungen an und Vorfreude auf den Folgeband zurücklässt.
Nach dem Klappentext hatte ich mir einen typischen Fantasy-Roman erhofft, mit dem man nach einem langen Tag einfach abtauchen kann. Stattdessen wirkte die Handlung auf mich sprunghaft und ohne erkennbaren roten Faden. Szenenwechsel kamen abrupt, ein Spannungsbogen war kaum spürbar und so fiel es mir schwer, wirklich in der Geschichte anzukommen. Auch die Figuren blieben blass. Zwar sollte offensichtlich mit moralisch ambivalenten Charakteren gearbeitet werden, doch ihre Beweggründe, Gefühle und inneren Konflikte blieben so oberflächlich, dass keine Nähe entstand. Gerade das hätte es gebraucht, um Sympathie oder zumindest echtes Interesse aufzubauen.
Das Worldbuilding bot eigentlich spannende Ansätze, zum Beispiel das Konzept eines Bezahlsystems mit Lebensjahren, das mich neugierig gemacht hat. Leider wurde diese Idee – wie auch andere Details der Welt – nur kurz angerissen und nicht weiter ausgearbeitet. Statt einer dichten, lebendigen Welt blieb alles eher blass und ungreifbar. Besonders schwierig empfand ich zudem die vielen brutalen und verstörenden Szenen. Zwar gibt es eine Triggerwarnung, aber die Gewaltdarstellungen wirkten oft plötzlich und ohne tieferen Kontext, sodass sie für mich nicht zum Nachdenken anregten, sondern einfach abschreckend waren.
Auch sprachlich konnte mich das Buch nicht dauerhaft fesseln. Manche Passagen lasen sich flüssig und angenehm, an anderen Stellen wirkten die Sätze jedoch holprig und brachten meinen Lesefluss ins Stocken. Alles in allem bleiben für mich viele ungenutzte Potenziale zurück: interessante Ideen, die nicht vertieft wurden, Figuren ohne Tiefe und eine Brutalität, die eher befremdlich als sinnvoll wirkte. Daher bleibt mein Fazit: „Genesis – Zeitbrand“ konnte mich leider nicht überzeugen und bekommt von mir nur 2 von 5 Sternen.
Das Buch startet mit einem interessanten, klassischen Prolog, der in Predigerform die Grundgestalt der Welt erklärt. Das gefällt mir sehr gut und auch den Schreibstil finde ich toll. Man folgt mehreren Erzählperspektiven, die nach und nach zusammenfinden und zum Schluss bekommt man eine Ahnung, in welche Richtung die Reise der Protagonisten geht.
Das Buch beinhaltet drei große Themen: Zeit, Macht und Geld. Ich finde es total spannend, dass die Magie der Drachen durch menschliche Lebenszeit gespeist wird. Familien verkaufen die Lebenszeit ihrer Kinder, um über die Runden zu kommen. So gibt es beispielsweise junge Mütter mit ihren greisen Kindern. Diese Momente werden sehr beklemmend dargestellt und man fragt dich: Was ist unsere Zeit wert? Und kann alles mit Geld aufgewiegelt werden? Dass zu viel Macht und das Streben danach den Charakter verdient, sieht man an Rhea. Sie ist gnadenlos, empathielos und tut wirklich alles, um ihre Ziel zu erreichen. Mit Firor als Drachen hat sie da einen tollen Gegenpart, der mit viel Sarkasmus aufwarten kann. Ansonsten mochte ich Nuvy sehr. Ich glaube, sie könnte die stärkste Protagonistin im Buch sein.
Was mir nicht so gut gefallen hat und auch der Grund war, warum ich das Buch lange unterbrochen habe, sind die sehr detaillierten Gewaltbeschreibungen, wie Menschen zu Tode kommen. Das war für mich persönlich unnötig grausam und ausgeschmückt und zu viel. Auch das Thema Inzest ist sehr groß im Buch und an der ein oder anderen Stelle sehr verstörend.
Wer darüber aber hinwegsehen kann, hat ein gutes Buch vor sich, das einen mit ein paar gedanklichen Fragen zurücklässt.
Übrigens: Eine Karte hätte ich toll gefunden, um sich in den Ländern zu orientieren.
Ich bin eine unerschrockene Fantasy-Leserin und bin immer offen für, mir unbekannte, Autoren. So hat mich dieses Buch mit seiner tollen Aufmachung sofort interessiert.
Die Handlung ist viel zu vielschichtig um sie hier umreißen zu können, also versuche ich euch ein wenig den Rahmen der Geschichte näher zu bringen. Denn die Kapitel sind in verschiedene Personen unterteilt, wodurch der Leser bei jeder Einblick in die Intensität ihrer Gedanken und ihre Weltanschauung erhält. Wenn man dieses Buch liest, denkt man, es ist eine Spiegelung unserer Welt nur mit magischen Wesen. Machtkämpfe, Intriegen, Brutalität, Gier nach Ruhm und Geld.... Wer sich umblickt, entdeckt das zu Hauf bei uns. Der Autor beschönigt nichts oder zeichnet seine Welt und Charaktere weicher, weil es so angenhemer ist. Nein, in seiner Welt hat alles und jeder Ecken und Kanten. Niemand kann in Gut oder Böse eingeteilt werden, denn nach ihren Maßstäben und persönlichen Ideologien tun sie das Richtige. Er hat den Wahn von Gesellschaften unglaublich gut dargestellt, die alles tun würden, um ihre Überzeugungen und ihren Glauben durchzusetzten.
Die Handlung war anders, als vermutet, aber dennoch umfassend, tiefgreifend, realistisch, vielschichtig und spannend mit starken Charakteren, die alles für ihre Ziele tun. Allerdings müsst ihr euch unbeschönigte Brütalität gefasst machen.
´lisasbuechereck´ verglich dieses Buch mit "Game of Thrones" und tatsächlich würde ich ihr da zustimmen. Es ist keine cozy wohlfühl Lektüre und lässt den Leser mit viel Stoff zum Nachdenken zurück, aber ich kann es euch echt nur empfehlen. :)
Zeitbrand: Genesis ist der spannende Auftakt einer Dark Fantasy Reihe der etwas anderen Art, genau wie ich es von dem Autor erwartet habe. Wie schon in seinem Debüt liegt der Fokus neben der Handlung auch auf politischen Strukturen, moralischen Grauzonen und gesellschaftskritischen Themen. Das Buch scheut sich nicht vor expliziten Inhalten, weshalb ich definitiv empfehle, vorab einen Blick auf die Content-Warnung zu werfen. Der Schreibstil ist flüssig und treibt die Spannung im Buch schnell nach oben. Was mir besonders gefallen hat, war das Magiesystem. Es ist tatsächlich mal etwas Neues und passt perfekt in das düstere Setting. Auch das Worldbuilding ist gut durchdacht und detailreich. Man merkt, wie viel Arbeit der Autor in die Welt gesteckt hat. Ich hoffe aber trotzdem, dass im nächsten Band eine Karte sein wird, dass man sich das alles nochmal besser vorstellen kann. (Außerdem liebe ich Karten…) Allerdings gab es auch Aspekte, die mir das Lesen manchmal etwas schwer gemacht haben: Bei all den Charakteren, die eingeführt werden, habe ich zwischendurch schon mal den Überblick verloren. Und ich konnte eigentlich mit keinem der Personen warm werden. Das habe ich nach Eryx Debüt aber auch hier wieder erwartet. Seine Charaktere sind alle moralisch eher dunkelgrau. Außerdem sind in dem Buch Themen beschrieben, die mir persönlich einfach nicht so gut gefallen, weshalb es sich für mich manchmal etwas gezogen hat beim Lesen, aber das sind schlicht persönliche Präferenzen.
Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der gerne fast paced Dark Fantasy liest und nicht vor expliziten Inhalten und brandaktuellen gesellschaftskritischen Themen zurückschreckt.
Das Cover ist ein echter Blickfang, der Farbschnitt macht’s zum Star. Aber hinter der schönen Fassade wartet keine Wohlfühlgeschichte. Der Einstieg ist wuchtig, fast überladen, aber er zieht rein. Dann kommt Fior, ein Drache mit Profil. Kein Sidekick zum Liebhaben, sondern einer, der beißt und glänzt zugleich.
Das Magiesystem sticht heraus. Lebenszeit als Währung finde ich sehr spannend (kostbarstes Gut) und verleiht dem Titel "Zeitbrand" und dem Sanduhr-Motiv eine tiefere Bedeutung.
Die Welt ist komplex: Zwei verfeindete Reiche, politische Spannungen, gesellschaftliche Unterschiede. Nicht alles wird erklärt, aber genug um neugierig zu bleiben.
Umsetzung: Es ist mein zweites Buch von Eryx und er bleibt sich treu. Er sieht die Welt kritisch, uns Menschen und das wozu wir fähig sind. Das was wir leisten können und auch das, wozu wir bereit sind. Seine Welt ist brutal, ehrlich und leider nicht so weit weg von unserer. Sie fordert uns heraus und es bleibt die Frage: Was nehmen wir mit zurück in unsere Realität?
Der Schreibstil ist angenehm zugänglich diesmal, aber auch authentisch genung (Eryx Syle). Humorvoll wo es passt, brutal wo es nötig ist.
Es ist keine typische Fantasy. Dessen muss man sich klar sein. Hier sollte der Leser sich mit Eryx Vail auseinandersetzen. Mit den Künstler und Denker. Überraschungen garantiert, aber nicht immer angenehm. 3,8/5
Vielversprechender Klappentext, aber enttäuschende Umsetzung
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Die Vorstellung einer düsteren Fantasywelt mit Drachen und komplexen Machtstrukturen klang spannend und ich wollte unbedingt erfahren, wie der Autor diese Ideen umsetzt. Leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugen können.
Die Geschichte beginnt mit einem interessanten Prolog und führt ein Magiesystem sowie religiöse Strukturen ein, die zusammen mit der Idee, Lebensjahre als Währung einzusetzen, durchaus Potenzial bergen. Doch im weiteren Verlauf verliert sich die Handlung in einer Vielzahl von Perspektiven und Figuren, die mir überwiegend unsympathisch und schwer nachvollziehbar erschienen. Besonders problematisch empfand ich den hohen Grad an Brutalität. Folter, Missbrauch und Erniedrigung nehmen in vielen Szenen großen Raum ein und haben mich als Leserin nicht abgeholt. Gleichzeitig wirken manche Passagen überladen, während andere wichtige Aspekte kaum ausgearbeitet werden, was das Lesen mitunter mühsam machte.
Positiv hervorzuheben sind der insgesamt flüssige Schreibstil sowie das ansprechende Coverdesign. Doch die konsequent düstere Tonlage und die fehlende emotionale Bindung ließen mich letztlich enttäuscht zurück. Für Leser:innen, die kompromisslos düstere Fantasy mit verstörenden Elementen suchen, könnte es interessant sein für mich war es jedoch nichts.
Das Buch Zeitbrand: Genesis überzeugt mit seinem wunderschönen Cover und Buchschnitt! Eryx Vails Schreibstil hat mich sofort gefesselt, doch trotzdem habe ich dem Buch nur drei Sterne gegeben, da es meiner Meinung nach sehr stark durchzogen, von Gewalt ist und ich dieses Thema in Büchern leider nicht so gerne mag. Ich kann mir vorstellen, dass diese Inhalte anderen Lesern jedoch sehr gut gefallen könnten. Durch den Klappentext ist mir erst nach dem Lesen des Buches klar geworden, welche Rolle das Thema „Tod und Krieg“ spielt. Auf Instagram habe ich dann das Profil von Eryx Vail gefunden und dort einen Beitrag zu dem Buch gesehen. Bei diesem Beitrag beschreibt der Autor sehr deutlich, was er mit diesem Buch rüberbringen möchte, was mir sehr viel Klarheit gegeben hat. Die Charaktere sind sehr spannend, da aus den Sichten unterschiedlicher Personen berichtet wird, welche alle unterschiedlichen Personengruppen angehören. So wird dem Leser das ganze Ausmaß der Welt von Zeitbrand: Genesis bewusst.
Ich denke, das Buch ist genau das Richtige für Fans von Fantasy und Kämpfen. Außerdem sollte man damit klar kommen, dass immer mal wieder Gewalt und Tod eine Rolle spielen. (das bin ich ehrlich war nicht so mein Ding, weshalb die Bewertung für ein echt gutes Buch so „schlecht“ ausgefallen ist)
Ich fang damit an, was mich begeistern konnte. Ich fand das Cover richtig gut, es passt mit dem Farbschnitt super zu der Geschichte. Es ist düster und die farbliche am Farbschnitt mit den Schuppen anmutend ist so gut. Dann ist der Schreibstil ähnlich düster und atmosphärisch. Ich fand gut rein in die Welt aber die Erklärungen haben es für mich nicht ganz verständlich gemacht. Das Setting und Wordbuilding war dafür umso beeindruckender.
Die Protagonisten waren mir leider viel zu blass und ich habe nicht wirklich eine Verbindung zu ihnen aufbauen können. Die Kapitel waren von der Länge wirklich gut gewählt und werden immer aus der Sicht von einer anderen Figur erzählt. Sie hängen irgendwie alle zusammen, was am Anfang etwas undurchsichtig ist. Was ich gut fand aber auch am Ende blieben für mich viele Fragezeichen.
Das Buch war auch teilweise sehr brutal, deswegen hier bitte lest die Triggerwarnung. Es ist wirklich nicht für Menschen die sensibel reagieren können. Ich muss sagen, ich hatte damit auch meine Probleme.
Ich werde die Reihe wohl nicht weiter verfolgen weil ich keine richtige Bindung aufgebaut habe und somit nicht wissen möchte wie es weitergeht.
Gleich vorweg: Dieses Buch ist keine klassische Fantasy - aber vielleicht gerade deshalb so packend! Hier gibt es keine typischen Helden, denn dieses Buch geht andere Wege - rohe, ungeschönte und zutiefst brutale.
Die Geschichte wird aus der Perspektive mehrerer Charaktere erzählt, die aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen kommen. Jeder von ihnen kämpft für das, woran er glaubt. Für Macht, für den Glauben, für die Liebe. Dabei schrecken sie auch nicht vor grausamen Entscheidungen zurück.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, die Erzählweise sehr lebendig und visuell. Besonders faszinierend und originell fand ich die Idee der Lebenszeit als Währung - das verleiht der Welt nochmal eine ganz besondere Dynamik.
Die Entstehungslegende der Welt ist kreativ und gut durchdacht und liefert nicht nur spannende Hintergrundinformationen, sondern erklärt auch die Unterschiede zwischen der beiden verfeindeten Reichen.
Die Charaktere handeln nachvollziehbar und erschreckend realistisch. Themen wie Machtmissbrauch, Gewalt und die Kluft zwischen Arm und Reich werden schonungslos dargestellt und regen zum Nachdenken an. Im Verlauf der Geschichte kreuzen sich die Wege mancher Figuren, was teilweise zu dramatischen und sehr intensiven Momenten führt. Das Ende lässt noch viele Fragen offen und ich bin gespannt, wie diese heftige Geschichte weitergeht!
Macht, Brutalität, Missbrauch, Kämpfe und Tod - dieses Buch ist nichts für schwache Nerven und schon gar nicht zum Wohlfühlen. Aber durch Authentizität, Spannung und die gesellschaftlichen Parallelen zieht die Geschichte vollkommen in ihren Bann. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die eine starke, originelle und kompromisslose Fantasy suchen.
Das Buch „Zeitbrand: Genesis“ von Eryx Vail, ist ein Buch dass devinitiv anders ist als erwartet wird.
Ich mochte den Schreibstiel sehr gerne, er hat die Gesellschaft schön beschrieben, es ist klar heraus gekommen, dass jeder andere Ansichten hat und seine Standpunkte vertreten und leben möchte.
Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten hat gestimmt, ich finde sie hätten in der Hinsicht aber gerne etwas mutiger sein dürfen. Mir hat auch die Darstellung der Entwicklung gut gefallen, es wurde immer wieder mal was verraten aber nie zu viel auf einmal.
Die Welt war angenehm zum rein finden, sie hatte parallel zu unserer und einen Fantasyanteil, der gut eingewebt wurde.
Ich finde tatsächlich dass das Cover auch unglaublich gut zum Inhalt passt, vor allem wegen den angedeuteten Schuppen.
So, bist du bereit einem Drachen und einer liebe der Gezeiten zu begegnen?
Zeitbrand: Genesis von Eryx Vail ist ein fesselnder, aber anspruchsvoller Auftakt einer düsteren Fantasyreihe. Im Mittelpunkt steht die ehrgeizige Drachenreiterin Rhea, die um die Krone von Thalmarks kämpft und dann noch der Schattenagent Leycon, welcher Rhea vernichten soll. In dieser Welt ist Lebenszeit eine Ressource, die Macht verleiht und Leben kostet. Die Autorin erschafft ein komplexes, politisch aufgeladenes Universum voller Intrigen, Glaubenskonflikte und moralischer Grauzonen. Der Schreibstil ist genau richtig intensiv, bildhaft und oft brutal, wodurch eine beklemmende, aber faszinierende Atmosphäre entsteht. Zwar erfordert die vielschichtige Handlung Konzentration, doch wer tiefgründige, gesellschaftskritische Dark Fantasy schätzt, wird mit Zeitbrand: Genesis reich belohnt.
Der Klappentext hat mich etwas in die Irre geführt, denn ich habe eine klassische, wenn auch düstere Drachengeschichte mit epischem Weltenbau erwartet. Bekommen habe ich aber eine kompromisslos brutale, provokante und sehr düstere Fantasy, die mich teilweise mehr abgestoßen als gefesselt hat.
Die Idee mit den Lebensjahren als Währung fand ich wirklich spannend und auch das Magiesystem sowie die religiösen Strukturen hatten großes Potenzial. Leider konnte mich die Umsetzung nicht abholen.
Das größte Problem für mich waren die vielen Perspektiven und Figuren. Es wurden so viele Charaktere eingeführt, dass ich irgendwann den Überblick verloren habe, und fast alle waren mir zutiefst unsympathisch. Rhea und Leycon sind beide machtbesessen, grausam und für mich nicht nahbar. Maeine hat sich durch ihre Naivität selbst disqualifiziert. Albenrion wirkte auf mich oft naiv bis blind. Einzig Nuvy war für mich ein Lichtblick: stark, realistisch und die einzige Figur, mit der ich mitfühlen konnte.
Die Brutalität war stellenweise schwer auszuhalten – Folter, Erniedrigung, Missbrauch, Erniedrigung von Frauen bis hin zu sehr verstörenden Szenen. Natürlich gehört Härte in Dark Fantasy, aber hier war es mir zu einseitig düster, ohne Lichtmomente, Hoffnung oder kleine Ankerpunkte, die das Ganze erträglicher machen.
Das Buch hat starke Ansätze, einen tollen Schreibstil und eine interessante Grundidee. Für meinen persönlichen Lesegeschmack war es jedoch zu viel Brutalität, zu viele Figuren und zu wenig emotionale Bindung. Ich habe mich mehrfach dabei ertappt, kurz davor zu sein, das Buch abzubrechen.
Fazit: Mutig, provokant und gesellschaftskritisch – aber nicht die Geschichte, die ich mir vom Klappentext erwartet hatte. Für Leser:innen, die kompromisslos düstere Fantasy mit verstörenden Elementen suchen, sicher interessant. Für mich leider nicht das richtige Buch.