Cum femeile au scris istorie – și bărbații au cules laurii
Muză, secretară, soție – există multe etichete pentru femeile a căror influență a fost ștearsă din istorie. Femei pentru ale căror realizări bărbații au primit premiile și aplauzele. Femei de știință ale căror contribuții, spre deosebire de cele ale colegilor lor bărbați, nu au fost recunoscute. Autoare care s-au ascuns în spatele unor pseudonime masculine pentru a-și putea publica operele. Sau artiste care au căzut în uitare, în umbra soților lor.
Într-un stil plin de viață și captivant, istoricul Leonie Schöler le spune poveștile și ne arată cine sunt femeile care, din 1848/1849 și până în prezent, au contribuit cu adevărat la progresul societății noastre. În același timp, ea subliniază cât de importantă este discuția despre participare și vizibilitate.
Astfel, un lucru devine clar: în spatele fiecărui bărbat de succes se află o femeie al cărei succes a fost neglijat, uitat sau, și mai grav, furat; în cele mai sumbre cazuri, este o femeie care a fost pedepsită, redusă la tăcere sau chiar înlăturată tocmai pentru geniul ei.
Wusstet ihr, dass nur ca. 17% aller Wikipedia-Biographien Frauen gewidmet sind? Umgekehrt betrachtet bedeutet das, dass ca. 83% der Biographien Männern gewidmet sind, in erster Linie weißen hetero cis Männern.
Und so wurde es uns schon in der Schule beigebracht: Männer sind für die wichtigsten Errungenschaften verantwortlich.
Aber was wir eigentlich daraus lernen: dass wir immer noch (!) in einem patriarchalischen System leben.
Leonie Schöler widmet sich in ihrem Buch Frauen: Denkerinnen, Forscherinnen, Pionierinnen, die ihrer Erfindungen und somit ihrer Erfolge von Männern beklaut wurden.
Warum war das so?
Unverheiratete Frauen bekamen keine Stellen an Universitäten und Forschungslaboren und verheiratet waren sie den Entscheidungen ihrer Männer ausgeliefert: ob sie studieren durften, ob sie arbeiten durften, ob sie ihre Forschungen unter eigenem Namen veröffentlichen durften.
„Beklaute Frauen“ ist ein aufwühlendes und wichtiges Buch über die Rolle der Frau in der Geschichte. Das Buch erzählt am Beispiel von ausgewählten Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Autorinnen, wie ihre Errungenschaften und Leistungen systematisch ausradiert und klein gemacht wurden. Themen sind zum Beispiel Revolutionen, Ausbeutung im Arbeitsverhältnis oder Frauen als Familienangestellte. Warum haben Rosalind Franklin und Lise Meitner keinen Nobelpreis bekommen? Wodurch ist die Geschlechtertrennung bei den Olympischen Spielen entstanden?
Die Historikerin Leonie Schöler zeigt, warum Erinnerungskultur gleichzeitig Identitätspolitik ist und hat mich häufig erschüttert zurückgelassen. Ich habe zuvor noch nie von Feminismus im historischen Kontext gelesen. Gerade zu wissen, was dazu geführt hat, dass Frauen nach und nach Rechte entzogen wurden, hat mich sehr getroffen und aktuelle Entwicklungen nachvollziehbar gemacht.
Auf der anderen Seite ist es unglaublich bestärkend von den vielen starken Frauen zu lesen, dass es sie immer schon gegeben hat und immer geben wird. Gerade das letzte Thema, wie Algorithmen männlich denken und die dazu erwähnten Studien, werde ich definitiv in meine Arbeit einfließen lassen.
Inzwischen habe ich mit vielen Menschen über das Buch gesprochen, habe tolle Gespräche geführt und so viel daraus lernen können, gerade weil das Wissen aus Schulzeiten mitunter veraltet ist. Das umfangreiche Literaturverzeichnis macht es zudem einfach, bestimmte Stellen nachzuschlagen und sich intensiver damit zu beschäftigen. Ich kann das Buch wirklich allen nur ans Herz legen 🤍
"Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält."
Von Albert Einstein, Bertolt Brecht und Karl Marx habt ihr sicher alle schon einmal etwas gehört. Aber wie steht es mit Mileva Marić, Albert Einsteins erster Ehefrau, Studienkollegin und Ideengeberin? Elisabeth Hauptmann, Entdeckerin und Übersetzerin der Vorlage der "Dreigroschenoper"? Eleanor Marx, die unentgeltlich alle Büroarbeiten für Karl Marx übernahm? Das sind nur drei Beispiele der unzähligen beklauten Frauen, derer sich die Historikerin, Journalistin und Moderatorin Leonie Schöler in ihrem gleichnamigen Sachbuch annimmt. Systematisch wurden Frauen in der Geschichtsschreibung unsichtbar gemacht, ihr Einfluss auf Wissenschaft, Kultur und Politik ausradiert - und meist Männern zugeschrieben, die absolut kein Interesse daran hatten, etwas von ihrem Ruhm mit Frauen, Queers, People of Color oder behinderten Menschen zu teilen. Auch das ist eine große Stärke des Buchs: Leonie Schöler legt Wert auf Intersektionalität und schreibt so die Unsichtbarmachung marginalisierter Gruppen nicht fort.
Für mich ist "Beklaute Frauen" eines der besten Sachbücher, das ich bisher gelesen habe. Leonie Schölers Recherche ist umfassend, ihr Schreibstil sehr zugänglich, der Text gut strukturiert und absolut jede Seite im Buch interessant und lesenswert. Ich habe sehr viel gelernt beim Lesen und bin absolut fassungslos und wütend darüber, was in unseren Geschichtsbüchern alles aus- und weggelassen wird. "Beklaute Frauen" ist ein Buch, das alle lesen sollten und ich spreche eine unbedingte Leseempfehlung aus! Falls ihr lieber Hörbücher hört, kann ich euch das Buch auch vorgelesen von Felicity Grist sehr ans Herz lesen.
Da brauche ich gar nicht viel zu sagen. Informativ und dabei gründlich recherchiert, aufrüttelnd, wütend machend, die Stimme für übergangene und vergessene Frauen aus der Vergangenheit die keine eigene hatten. Unverzichtbare Literatur für Feminist:innen.
Ein Sachbuch für die Booktok-Community. Das ist nicht abfällig gemeint, auch wenn ich vieles an dem Buch kritisch sehe. Die Fragestellung ist extrem wichtig und ich habe viel gelernt. Grundlegend ist es Ursprungsproblem der Geschichtsschreibung, die Perspektive des weißen, mitteleuropäischen, bürgerlichen Mannes als Maßstab zu nehmen. Damit einher geht nicht nur die Vernachlässigung aller anderen Perspektiven, sondern auch eine spezifische Betrachtungsweise in Kategorien von „Norm“ und „Abweichung“, wobei im Falle der weiblichen Perspektive die „Abweichung“ 50% der Menschheit betrifft. Die Dominanz der männlichen Perspektive aufzubrechen, marginalisierte Geschichten zu erzählen, Mechanismen der Marginalisierung aufzuzeigen, und das mit einem durchaus intersektionell verstandenen Feminismus-Begriff, ist Anliegen dieses Buches und wird auch weitgehend erfüllt. Schöler erzählt anschaulich, stellt immer wieder Bezüge zur Gegenwart her. Der unterhaltsame, häufig auch persönliche Stil erleichtert den Zugang, erschien mir aber stellenweise etwas arg flapsig. Das beginnt schon mit dem Titel. Das Verb „klauen“ weckt eher die Assoziation von Sandkasten-Streit oder Mutprobe im Supermarkt, wenn es doch eigentlich um sehr viel mehr geht: Die dargestellten Frauen werden bestohlen, übervorteilt, ausgenutzt, übergangen, ignoriert, verleugnet. Warum dann dieser Titel, der das Phänomen doch eigentlich herunterspielt? Anbiederung ein ein jugendliches Lesepublikum durch betonte Flapsigkeit? Mangelnde Sprachsensibilität? Vorgespielte Harmlosigkeit als PR-Strategie? Man weiß es nicht.
Hinzu kommen einige Fehler in diesem eigentlich, wenn es um die Kernfrage geht, recht gründlich recherchierten und befußnoteten Buches: Wenn sie behauptet, Robert Oppenheimer sei ein „aus Deutschland geflohener Physiker“ (S. 200), ist das vielleicht noch eine Nachlässigkeit, die für das Kapitel über Lise Meitner nicht allzu zentral ist. Ärgerlicher wird es dann schon, wenn sie in Bezug auf unsere Gegenwart schreibt: „Frauen, die arbeiten, sind längst nicht mehr die Ausnahme, sondern zur Regel geworden.“ (S. 91) Schreibt sie hier allen Ernstes den Irrtum fort, Frauen hätten vor Einsetzen der Frauenbewegung nur Teekränzchen gegeben? Berufstätige Frauen waren IMMER die Norm, nicht die Ausnahme, in der Vormoderne als „Hausmutter“ oder Angestellte in Haushalt, Landwirtschaft und Handwerksbetrieb, später dann auch in Industrie, Pflege- und Erziehungsberufen. Die nicht-berufstätige Frau war eher die Ausnahme und ein Phänomen der Oberschicht, ja für den Ehemann ein Status-Symbol. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das als Feminismus-Historikerin nicht weiß, aber zumindest die Ausdrucksweise ist hier unpräzise.
Das größte Ärgernis aber war für mich das Gegeneinander-Ausspielen von Universalismus und Identitätspolitik. „Der Universalismus hat zum Grundsatz, dass alle Menschen gleich sind.“ (S. 263) So weit, so richtig, aber dann baut sie den Universalismus zum Strohmann auf, den die Identitätspolitik dann umstoßen kann, indem sie behauptet: „[…] als Blaupause des Menschen und des menschlichen Daseins wurde in der patriarchal geprägten Neuzeit gesellschaftlich fast immer der weiße, gut situierte, cis-heterosexuelle Mann der westlichen Hemisphäre gesetzt.“ (ebd.) Nun ja, ich habe mal gelernt, Maßstab des Universalismus sind die Menschenrechte, die aber von privilegierten Männern so ausgelegt wurden, wie es ihnen genehm war, womit sie letztlich im Gegenteil eine weiße Identitätspolitik betrieben (und auch heute noch betreiben). Der Gegensatz ist also nicht „Universalismus“ gegen „Identitätspolitik“, sondern privilegierte gegen marginalisierte Identität.
Ein weiterer Fehler, der mir auch gegen die Berufsehre geht, ist die durch keine Quelle belegte Behauptung in Bezug auf den deutschen Kolonialismus: „In der Schule wird weiterhin, wenn überhaupt, der wirtschaftliche und politische ‚Wettlauf um Entdeckung und Verteilung der Welt‘ aus der Sicht der Europäer*innen erzählt.“ (S. 267) Das stimmt einfach nicht: Der Ursprung von Rassismus zur Rechtfertigung des Kolonialismus sowie die deutschen Kolonialverbrechen, insbesondere die Perspektiven der Opfer, sind Teil der Lehrpläne und in Schulbüchern enthalten. Auch über ihre Forderung, mehr Literatur marginalisierter Autor*innen gleichberechtigt im Literaturkanon der Schule zu verankern, lässt sich streiten: Sicher ist ein Grund für dessen Zustandekommen die jahrhundertelange Dominanz weißer Männer, doch wenn ein männlicher Autor wie Theodor Fontane Empathie für eine Frau wie Effi Briest weckt, ist das dann nicht genau das, was wir brauchen? Schöler moniert an anderer Stelle, dass vornehmlich Frauen sich für feministische Themen interessieren, aber werden „Frauenthemen“ von Männern bearbeitet, ist es auch wieder nicht recht. Hier steht sich Schöler mit ihrer identitätspolitischen Perspektive selbst auf den Füßen. Wichtig sind in meinen Augen hier nicht die Texte, die wir lesen, sondern die Fragestellungen, die wir an sie richten.
Populärwissenschaftliche Bücher wie dieses stehen auf einem schmalen Grat zwischen didaktischer Reduktion und allzu grober Vereinfachung. Zumeist gelingt Schöler eine nachvollziehbare, anschauliche und auch gewinnbringende Darstellung. Sprachliche Ungenauigkeiten und sachliche Fehler sind da leider etwas ärgerlich, insgesamt habe ich das Buch aber mit Interesse gelesen.
Leonie Schöler berichtet in ihrem Buch "Beklaute Frauen" von den Frauen in der Geschichte, die etwas Wichtiges, Großes oder Kreatives geschafft haben und dann einfach vergessen wurden. Dabei beleuchtet sie, warum und wie die Geschichte von weißen Männern geschrieben wurde. Aber auch gegenwärtige Probleme werden behandelt und zeigen, dass sich was verändert, aber zur Gleichberechtigung ist es noch ein langer Weg.
Boah, hat mich das Buch wütend gemacht. Also gut, für das Buch, weil die Geschichten von den benachteiligten Frauen gut erzählt wurden und die Autorin auch sonst sehr verständlich erklärt, warum der Mensch und seine Geschichte weiß und männlich ist.
Dieses Buch ist eine Hommage an die Stärke, Intelligenz und Entschlossenheit von Frauen, die gegen alle Widerstände ihren Platz in der Geschichte verdient haben. Es ist ein Muss für jeden, der die verborgenen Geschichten der weiblichen Pionierinnen entdecken möchte.
Mir hat es außerdem richtig gut gefallen, dass die Autorin auch andere benachteiligte Menschen erwähnt und aktuelle Probleme mit eingebracht hat.
Da ich das Hörbuch gehört habe, konnte ich die Abbildungen, die laut Beschreibungen enthalten sein sollen, nicht sehen. Das war etwas schade und wer wert darauf legt, sollte sich das Buch zum Selberlesen kaufen.
Dieses Buch ist ganz toll und sehr traurig und aufwühlend. am Anfang und Ende wird erzählt warum es wichtig ist sich mit diesem vergangenen Unrecht zu befassen. Geschichte verläuft nicht linear sie kehrt regelmäßig zurück und die vergangenen Mechanismen wirken noch heute. vielleicht schwächer aber definitiv noch. Da ich selbst Wissenschaftlerin bin hat mich besonders das Kapitel über Wissenschaftlerinnen beschäftigt die um ihre Erkenntnisse gebracht wurden und diffamiert wurden. teilweise von Personen denen sie vertrauten. Nur 1% der britischen Bevölkerung kann 10 weibliche Wissenschaftlerinnen aufzählen 30% kannten nur Marie Curie. ich versuche mit die Namen aus dem Buch aufzuzählen: Rosalind Franklin Lise Meitner Jocelyn Bell Mileva Maric Grace Hopper und viele mehr
dazu weiß ich jetzt viele berühmte Männer deutlich weniger zu schätzen: Picasso Brecht Einstein Marx etc.
Wie viele könnt ihr Aufzählen? Frida Kahlo, Marie Curie und dann wird es vermutlich auch schon knapp oder?
Doch es gab sie, in entscheidenden Momenten der Geschichte haben Frauen einen immensen Beitrag für unser aller Leben geleistet. Doch um die Anerkennung dieser Leistungen wurden sie oftmals beraubt.
Leonie Schöler versucht mit diesem Buch dem ein bisschen entgegenzuwirken und berichtet von unglaublichen Frauen, deren Geschichten untergegangen, vergessen oder unterdrückt wurden …
Wer hierbei jedoch lediglich Geschichtsunterricht erwartet, der täuscht sich. Immer wieder zieht die Autorin parallelen zur Gegenwart, wie ähnliche Muster sich auch heute noch in der Gegenwart wiederholen. So zeigt sie des weiteren auf, wie wichtig geschichtliche Aufarbeitung ist.
Ich habe eine unglaubliche Menge durch dieses extrem gut recherchierte Buch gelernt. Seien es die eigentlichen Geschichten, aber auch die Auswirkungen auf die Gegenwart. Und als weißer Cis-Mann war das Buch für mich auch ein wichtiger Check-In über die Privilegien die ich in dieser Welt habe.
Lediglich eine klarere Trennung zwischen Meinung und Recherche hätte ich mir gewünscht. Der Übergang zu Meinungen, die jedoch sehr gut begründet waren, war mir oftmals zu fließend.
Ich glaube nicht, dass dieses Buch Menschen überzeugen wird, die sich auf einer völlig anderen politischen Seite aufhalten, doch für Menschen die bereits für das Thema Feminismus sensibilisiert sind, ein wirklich großartiges Buch.
Sehr gründlich recherchiert, wie der umfangreiche Anhang beweist, berichtet die Historikerin und Journalistin Leonie Schöler über die systematische Benachteiligung von Frauen in der Geschichte der Wissenschaft, Kunst, Literatur und weiteren Bereichen anhand konkreter Beispiele, deren Namen heute zu Unrecht nur noch den wenigsten bekannt sind. Dabei hatten diese nicht nur mit wesentlich schwierigeren Startvoraussetzungen zu kämpfen, sondern ihre Erfolge und Errungenschaften wurden häufig auch noch Männern in ihrem Umfeld zugeschrieben. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auch auf die historische wie aktuelle Chancenungerechtigkeit für nichtweiße und dem LGBTQIA+Spektrum angehörende Menschen. Anfangs war ich skeptisch, ob Schöler nicht etwas zu viele Ausrufezeichen verwendet. Insgesamt lässt sie viele eigene Gedanken und Erfahrungen in das Buch einfließen. Doch die geschilderten Fälle haben auch mich wütend zurückgelassen. Eine klare Leseempfehlung!
Ein sehr guter Einstieg in die Welt der „beklauten Frauen“. Von Künstlerinnen und Autorinnen über Politikerinnen bis Wissenschaftlerinnen zeigt Leonie Schöler an verschiedenen Portraits eindrucksvoll, wie im Laufe der (jüngere) Geschichte systematisch Frauen Steine in den Weg gelegt wurden und noch immer werden.
Sie geht auch auf queere und bipoc Frauen, sowie nichtbinäre Personen ein, sowie den Mangel in (schulischer) Bildung und verschiedensten Räumen an Diversität und Repräsentation.
Leonie Schöler hat hier ein wunderbares Buch geschrieben, das einen als Frau stolz und wütend zugleich macht und anregt, sich mehr mit verschiedenen Perspektiven und Menschen zu befassen, die Sichtweise anzupassen und anders zu fokussieren, aufmerksamer und sensibler in Bezug auf Repräsentationen zu sein und auch den Mut zu haben, sich auszusprechen und zu zeigen, auch wenn es teils heftigen Gegenwind gibt.
Am Ende können wir alle doch etwas tun, um die Welt besser und inklusiver zu machen, selbst wenn es die eigene Bildung ist.
Bin voll mit Infos. Vielleicht bisschen zu viel, aber daran hab ich selbst schuld. Ich hab es innerhalb von zwei (eher an einem) Tagen gelesen und ich hab das Gefühl, dass das ein Buch ist, was man sich vielleicht etwas aufteilen sollte. 🙃
Mein Fazit ist: antifeministische Haltungen sind in uns allen extrem verankert. Ich selbst hab mich erwischt, wie ich dachte: „Oh, diesen Gedanken hatte ich auch schonmal.“ obwohl der Gedanke komplett absurd und antifeministisch ist. Das ist in Ordnung. Wichtig ist nur, dass wir uns das vor Augen führen und DRINGEND an uns arbeiten. Ich habe von so vielen großartigen Frauen erfahren und Geschichten neu erzählt bekommen. Bin wirklich großer Fan und lege dieses Buch jedem Menschen an Herz! 💗
Ein sehr gut und locker geschriebenes Buch über ein nicht so lockeres Thema: Über unser gesellschafliches System, in dem Männer die Anerkennung bekommen für die Leistung von Frauen. Leider hätte ich anhand des Klappentextes mehr biografische Aufarbeitungen erwartet. Trotzdem ein Buch mit wichtigem Inhalt und wichtigen Fragen.
Zeigt nochmal, wie perfide das Patriarchat ist, wenn es darum geht Frauen ihren Erfolg oder ehrlicherweise einfach nur ihre Existenz zu klauen. mir hat extrem gut gefallen, dass immer wieder auch kapitalistische oder rassistische Logiken angebracht wurden und die einzelnen Geschichten der „beklauten Frauen“ immer wieder als Beispiele für ein grundlegendes System der Unterdrückung verstanden wurden. Die Ausführungen zu heutigem Gender Pay Gap, fehlender Ehrung oder Repräsentation kannte ich so aus aktuellen Diskursen schon und hätte ich hier nicht gebraucht. So kann man das Buch aber definitiv auch an angehende Feminist*innen verschenken. Die Sprache ist schön leicht verständlich und es gibt einen guten Überblick. Ich persönlich hätte mir mehr evtl. längere Ausführungen zu den jeweiligen historischen Parts gewünscht.
Ich habe das Buch an einem Tag quasi in einem Rutsch durchgelesen. Der Autorin gelingt es sehr gut, historische und auch komplex-abstraktere Themen verständlich und gut lesbar rüberzubringen. Ich habe sehr viel mitgenommen und hätte gerne noch viel mehr gelesen. Der letzte Part, wo ein Bogen zu Algorithmen und KI geschlagen wird, passte für mich irgendwie nicht ganz dazu, aber war trotzdem interessant. Auch wenn ich in manchen Punkten vielleicht nicht zu 100% der Meinung der Autorin bin, war es eine bereichernde Lektüre. Schade, dass die Leute, die es wirklich lesen sollten, wahrscheinlich nie lesen würden.
Ich hab mich selber die ganze Zeit über mich geärgert, wie wenig ich mit dem großen Teil der genannten Frauen anfangen konnte, weil ich sie natürlich auch nicht kannte! Diese Tatsache und das Buch hat mich echt WIEDER Mal wütend gemacht über unsere diskriminierende, patriarchalischen, rassistischen, homophoben u.a. gesellschaftlichen Strukturen! Wichtiges Buch! Kleiner Abzug dafür, dass das Buch sehr viele Themen, Geschichten und Bereiche anschneidet aber teilweise für mich eine Dinge nicht ganz in den Kontext gepasst haben oder nur oberflächlich behandelt wurde - ist aber natürlich auch ein unfassbar grossen Thema!
Leider wurden meine Erwartungen an dieses Buch enttäuscht. Hatte mir ein unterhaltsames, aber trotzdem wissenschaftliches Buch erwartet. Jedoch ist Schölers Schreibstil sehr locker und mir persönlich zu belehrend. Die Nuancen haben mir gefehlt und ich hatte den Eindruck, dass sie die Ereignisse überspitzt wiedergibt. Weiters ist besonders beim Schlussplädoyer gefühlt jeder zweite Satz ein Bashing des Hetero-cis Mannes. Oft wirft sie Probleme von Frauen und Minderheiten (LGBTQ-Personen, Migrant:innen etc) in einen Topf. Natürlich gibt es hier Überschneidungspunkte, da all diese Gruppen gewisse gesellschaftliche Nachteile gemein haben. Das alles über einen Kamm zu scheren und so wenig zu differenzieren, finde ich trotzdem nicht förderlich, da somit viele Aspekte nur sehr oberflächlich beleuchtet werden.
Sehr schade, da ich die Thematik irrsinnig spannend und sehr wichtig finde. Für Personen, die in ernsthafterem und differenzierterem Ton anhand vieler konkreter Beispiele mehr über das Thema lesen möchten, dem kann ich das Buch "Invisible Women" von Caroline Criado Perez ans Herz legen.
Ein Sachbuch, was mir gefällt??? Das gab es noch nie! Aber Leonie Schöler schreibt so herzlich, so witzig und spannend und stellt dabei nicht nur die einzelne Biografien sehr interessant dar, sondern zeigt auch darunterliegende Mechanismen der Unsichtbarmachung von weiblichen Erfolgen. Einzig das letzte Kapitel, das die Gegenwart behandelt, hätte meiner Meinung nach nicht sein gemusst, das war viel Wiederholung von basic feministischem Wissen. Insgesamt eine grooooße Leseempfehlung! Danke für die Leihgabe @Bekki :)
Wahnsinnig tolles Sachbuch. Lest die Goodreads Rezension von Elena. Endlich ist Geschichte mal interessant. Ich hab nur so lange für das Buch gebraucht, weil ich mitgeschrieben hab - und das will was heißen!
Ich hatte mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Leider muss ich sagen, dass es mich sehr enttäuscht hat. Gleich zu Beginn macht die Autorin klar, wo sie steht, nämlich auf der Seite der Frauen und anderer Gruppen, die ebenso diskriminiert werden. Das ist ihr gutes Recht. Es nimmt dem Buch und seinem Anliegen aus meiner Sicht jedoch die Kraft, die es entfalten könnte. Männliche Leser können darauf verweisen, dass hier nicht objektiv an das Thema heran gegangen wird. Was dann folgt ist die Beschreibung von vier Frauenschicksalen, die von ihren männlichen Kollegen oder Partnern beraubt wurden. (Ich sage bewust "beraubt" und nicht "beklaut", wie der Titel des Buches. Denn für mich stellen die im Buch geschilderten Taten einen Raub dar. Was den betroffenen Frauen angetan wurde, war auch ein Akt psychischer Gewalt und Unterdrückung. Nicht nur ein Kavaliersdelikt, so ein bißchen "Klauerei". Insbesondere bei Rosalind Franklin, deren Forschungsergebnisse von Watson und Crick als ihre eigenen ausgegeben wurden, aber auch bei Liese Meitner, deren Auszeichnung mit dem Nobelpreis durch Manne Siegbahn verhindert wurde, wird dies deutlich.) Bis auf eine dieser Frauen waren mir alle drei anderen Fälle bekannt. Der größte Teil war also nicht neu. Für eine Leserinnenschaft, die neu in dieses Thema einsteigt, ist dies ok. Aber für Frauen wie mich, die sich mit diesem Thema bereits seit Jahrzehnten beschäftigen, wären weitere Beispiele (die es ja zahlreich gibt) wünschenswert gewesen. Am Ende des Buches findet sich dann ein Plädoyer der Autorin. Dieses ist, wie der Beginn, sehr persönlich gefärbt. Ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, dass diese persönlichen Erfahrungen eine Haupttriebsfeder hinter dem Buch waren/sind. Außerdem schlägt die Autorin in diesem Teil des Buches Lösungen vor, wie die Gesellschaft mit dem Problem umgehen kann, dass männliche Seilschaften die Teilhabe und Sichtbarkeit von Frauen verhindern (wollen). Aber ist Zensur, wie die Autorin sie vorschlägt, wirklich die Antwort auf diese Probleme? Als Frau muss ich sagen: Auf keinen Fall! Psychologie und Geschichte lehren uns, dass so etwas nie gut ging und auch in Zukunft nicht gut gehen kann. Im Gegenteil, wie wir am Beispiel der Präsidentenwahlen in den USA erkennen können, geht dies im wahrsten Sinne des Wortes "nach hinten los". Spätestens seit Wicklung (1974) und den Forschungen von Brehm und Brehm ("Psychological Reactance. A Theory of Freedom and Control", Academic Press, New York 1981) wissen wir, das solche reaktionären Bestrebungen/Aktionen immer genau das Gegenteil von dem auslösen, was sie erzielen wollen. Nicht Reaktion, sondern Aktion bringt die Veränderung, die wir brauchen. Ein viel besserer Weg ist eine starke Frauenbewegung, die klare Standpunkte setzt (wie z.b. der Streik der Frauen 1975 in Island) und durch ihr Vorbild überzeugt (und damit auch eine neue Generation von Frauen beeinflusst, stärkt und unterstützt). Mit patriarchalischen Methoden (denn nichts anderes ist Zensur, sie begann historisch gesehen in der Römischen Kirche, die bekanntlich von Männern dominiert ist, nachdem das im Neuen Testament gelehrte allgemeine Priestertum aller Gläubigen, welches Frauen miteinschloss, eleminiert wurde) auf dieses Problem zu antworten, ist der falsche Weg. Wenn wir diese patriarchalischen (Unterdrückungs-)Mittel nutzen, um teilzuhaben und sichtbar zu werden, sind wir nicht besser. Und auf Dauer überzeugen wir so auch nicht. Ich glaube aber, dass wir als Frauen über vielmehr Stärke und Kreativität verfügen als dass wir uns solcher "Mittel" bedienen müssten. Viele Frauen in aller Welt beweisen das - an jedem neuen Tag. Ihnen wird die Zukunft gehören.
I was looking forward to reading this book. Unfortunately, I have to say that I was very disappointed. Right at the beginning, the author clarifies where she stands, namely on the side of women and other groups who are also discriminated against. That is her right. However, I believe it robs the book and its message of the power it could unfold. Male readers can point out that the topic is not approached objectively here. What then follows is a description of the fates of four women who were robbed by their male colleagues or partners. (I deliberately say ‘robbed’ and not ‘stolen’, like the title of the book. Because for me, the acts described in the book constitute robbery. What was done to the women concerned was also an act of psychological violence and oppression. Not just a trivial offence, a bit of ‘stealing’. This is particularly clear in the case of Rosalind Franklin, whose research results were passed off as their own by Watson and Crick, but also in the case of Liese Meitner, whose Nobel Prize was thwarted by Manne Siegbahn). Apart from one of these women, I was familiar with all three of the other cases. So most of them were not new. For a reader who is new to this topic, this is okay. But for women like me, who have been dealing with this topic for decades, more examples (of which there are many) would have been desirable. At the end of the book, there is a plea by the author which, like the beginning, is very personally coloured. I cannot deny the impression that these personal experiences were/are the main driving force behind the book. In this part of the book, the author also proposes solutions as to how society can deal with the problem of male networks wanting to prevent the participation and visibility of women. But is censorship, as the author suggests, really the answer to these problems? As a woman, I have to say: Not! Psychology and history teach us that this has never gone well and cannot go well in the future. On the contrary, as we can see from the example of the presidential elections in the USA, this literally ‘backfires’. Ever since Wicklung (1974) and the research by Brehm & Brehm ("Psychological Reactance: A Theory of Freedom and Control’, Academic Press, New York, 1981), we know that something like this always triggers exactly the opposite of what it aims to achieve. Action, not reaction, brings the change we need. A much better way is a strong women's movement that sets clear positions (such as the women's strike in Iceland in 1975) and convinces by example (and thus also influences, strengthens and supports a new generation of women). Responding to this problem with patriarchal methods (because that is what censorship is, and historically it began in the Roman Church, which is known to have been dominated by men, after the universal priesthood of all believers, which included women, as taught in the New Testament, was eliminated) is the wrong way to go about it. If we use these patriarchal (oppressive) means to participate and become visible, we are no better. And we won't be convincing in the long run. However, I believe that we as women have much more strength and creativity than we need to use such ‘means’. Many women around the world are proving this - every new day. The future will belong to them.
Das Buch hat sich nicht nur mit den Biografien von beklauten Frauen auseinandergesetzt, sondern auch mit den Strukturen dahinter. Fand es sehr gut herausgearbeitet und geschrieben. Und leider auch traurig und schockierend...
Ich habe das Buch sehr sehr gerne gelesen und habe viel Interesse für das Thema entwickelt. Die Sprache von der Autorin hat unter anderem dazu beigetragen, dass ich den Inhalt aufgesaugt habe. Auch und besonders die historischen Elemente fand ich interessant und nicht zuletzt schockierend. Ich kann das Buch, trotz des Aggressionspotential was man beim Lesen evtl entwickelt, wirklich sehr empfehlen. ♡