Der Reality-Star Roman erschafft sich im Hotel Love eine perfekte Frau, die Androidin Julia. Ihr einziges Roman glücklich zu machen – allerdings kommt alles anders als gedacht
Die Männerpartei ist an der Macht. Frauenrechte werden über Nacht abgeschafft. Propagiert wird die »neue Familie«, bestehend aus einem Mann, einer Roboterfrau und einem künstlich produzierten (menschlichen) Sohn. Der Reality-Star Roman ist besessen von seiner Ex-Freundin Julia und erschafft sich eine Androidin nach Julias Vorbild – perfekt aussehend, gehorsam, dazu programmiert, Roman glücklich zu machen. Anfangs fasziniert, aber zunehmend genervt, erkennt Roman, dass auch die perfekte Julia nie die echte sein wird. Die Androidin versucht herauszufinden, was Roman unter Liebe versteht, und beginnt – in bester Absicht – Romans Verhalten zu spiegeln. Wird Roman jemals glücklich sein?
Mit »Hotel Love« hat Petra Piuk ein beklemmendes Zukunftsszenario erschaffen, in dem Männer und KI die Welt regieren. Ein schonungsloser, bitterböser und dabei höchst unterhaltsamer Roman.
wolle das buch eigentlich gerne mögen, war aber leider kurz vor einem DNF. nichts hat mich abgeholt: die sehr dystopische storyline, der teils ironische schreibstil, die charaktere, die wechselnden schriftarten und -größen, die extrem kurzen kapitel, die zusammenfassungen vor jedem kapitel.
Mal was ganz anderes, aber hat mir gut gefallen. Das Jahr ist 2031 und die Maennerpartei ist an der Macht- Frauen wurden weitestgehend durch Fembots ersetzt und ein Typ versucht, sich einen Fembot nach dem Abbild seiner Ex Freundin zu erschaffen, da diese als Widerstaendige festgehalten wird. Der Roman liest sich zuerst sehr verwirrend, weil er die lesende Person direkt involviert und anspricht, als sei man Teil dieses Universums und dieser Roman, ein “Happy KI-Roman” (Doppeldeutig, da der Hauptcharakter Roman heißt). In einer überzeichneten Version der nahen möglichen, schrecklichen Zukunft zeigt Petra Piuk auf, welche Absurditaet und Gefahr die Zunahme von Frauenhass & einer maennerdominierten Politik mit sich bringt und kritisiert scharf den Wegfall zwischenmenschlicher Bindungen durch KI. Es war eklig, hat sauer gemacht und war oft auch so absurd, dass man Lachen musste- dieses Lachen einem dann aber auch wieder vergangen ist. Vom Aufbau und Stil einfach sehr interessant & nicht vergleichbar mit anderen Büchern, die ich bisher gelesen habe. Große Empfehlung!
Oidaaaa, was war das denn?!?! Also 10/10 in jedem Teil Die Storyline: spooky, viel zu real, hätt manchmal so gern reingeschrien wie akkurat da manches ist Die Charakternamen: Fand die Anspielung der Namen auf einen der bekanntesten Liebesromane echt witzig Die Aufteilung im Buch?? Wie sehr will man die jetzige Zeit in ein Buch packen, einfach mit Werbung und Lesevorschau. Die kurzen Kapitel genau angepasst an die 5 Sekunden Aufmerksamkeitsspanne, die jeder von uns leider nur mehr hat 😭 Und das Ende: hat mich bisschen glücklich gemacht, f you roman ehrlich Der Charakter is so gut gschrieben, ich habe schon lange nicht mehr einen main character so sehr verachtet.
Ich war mir echt nicht sicher ob das jetzt als Dystopie zählt, weil es einfach viel zu realistisch ist. Weiß auch grad nicht ob ichs als Empfehlung geben würde, weil es mich teils so aufgeregt hat.
Trotzdem als Tipp: Vorher die Zusammenfassung auf der Rückseite durchlesen, war bisschen verwirrt am Anfang.
Ich weiß, dass ich das Buch sehr gern gelesen habe. Die Aufteilung des Buches ist mal komplett was anderes - mal abgesehen von der Story! Ich hab schon so viele Bücher mit so vielen verschiedenen Themen gelesen aber noch nie so etwas! (Positiv gemeint)
Es war so spannend und wirklich weglegen konnte ich es echt nicht. Es ist so gruselig aber auch (leider) so realistisch - manchmal ist mir auch echt schlecht geworden.
Aber trotzdem eine klare Empfehlung! Ich würde da echt nur mit dem Vorwissen, dass die „Männerpartei“ da an der Macht ist reingehen und es lesen.
Meiner Meinung nach hat das Buch viel zu wenig Aufmerksamkeit!
Eins der Bücher, die unangenehm zu lesen und doch so wichtig sind. Es fällt mir schwer, das Buch dafür zu kritisieren, dass es so dystopisch war, weil duh 🙄 Aber irgendwie war es eben doch nicht für mich. Am Ende habe ich das Konzept mehr gemocht als die Umsetzung, beziehungsweise das Leseerlebnis. Ich verlasse das Setting und hoffe, nie wieder zu kommen. Einige clevere Momente gab es, die habe ich auch gerne markiert. Aber insgesamt bin ich einfach froh, es jetzt geschafft zu haben 🙃 Es war zwar beeindruckend, wieviele unterschiedliche Formen des Frauenhass untergebracht wurden, das Lesen hat sich aber wie Krankes Gaslighting angefühlt.
Der Roman (haha!) handelt in überspitzter Weise davon, was Frauen drohen könnte, wenn Menners an die Macht kommen und Frauenrechte beschneiden. Parallelen und Anspielungen gibt es hier einige, zum Beispiel die Parole „Love Kanzler“ oder auch die Aussage eines Männerpartei-Trotzwählers: „Hätte ich gewusst, dass sowas passiert, dann hätte ich sie doch gar nicht gewählt“. Woran erinnert uns das gleich?
Jedenfalls verwebt der Roman auf spannende und auch etwas abgespacte Art und Weise feministische Themen mit dem Themenkomplex KI in einem dystopischen Setting, das sich beunruhigenderweise an vielen Stellen nicht so fern anfühlte… Ich konnte es kaum weglegen!
Ich finde es bemerkenswert, wie viele Facetten der Misogynie / des Patriarchats Petra Piuk in diesem Roman untergebracht hat. Die Form ist sehr postmodern und speziell, auf jeden Fall mal etwas anderes. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß mit dem Buch (also nicht immer, ich war kurz davor es anzuschreien), und habe es in nur zwei Tagen gelesen. Empfehlung an alle, die sich für Feminismus interessieren.
In dem Roman trifft das personifizierte "I am not like other Men" auf die Frage, ob Männer Frauen überhaupt um ihrer selbst mögen oder als notwendiges Übel betrachten, ohne das ihre Bedürfnisse nicht befriedigt werden könnten.
Beim Lesen wollte ich das Buch an die Wand schmeißen, weil die Überspitzungen sehr nah an der Realität ansetzen und alleine die Ahnung, dass dieses Szenario vielen in den Kram passen würde, mich rasend gemacht hat.
Eine Dystopie vom Feinsten. Es geht noch weiter als der Report der Magd, bei dem die Frauen enteignet wurden und in feste Rollen gepresst wurden. Hier wurden die Frauen entmachtet, verfolgt und durch neuartige KI Android Frauen ersetzt. Es ist eine Ekelprobe, sich mit "normalen" Frauen einzulassen, da diese stinken und Körperflüssigkeiten aussondern.
Roman baut sich seine perfekte Ehefrau nach dem Bild seiner Exfreundin und versucht nun das Glück zu finden.
Die persönliche Ansprachen und die gezielten Auslassungen machen das Buch so unglaublich interessant. Leider auch etwas zu realistisch, aber dennoch unterhaltsam. Und das Ende fand ich so gut gelungen...
Wir schreiben das Jahr 2031, die Männerpartei ist an der Macht (it’s giving Mojo Dojo Casa House ✨) und Frauen haben jegliche Rechte verloren und dienen höchstens noch zur Unterhaltung im Trash TV. Ehefrauen werden nur noch im Hotel Love erschaffen, frei nach den Wünschen der Männer. Als Roboter-Ehefrau wird ein Primärziel verfolgt: den Mann glücklich zu machen. Roman ist einer dieser Männer. Nachdem seine große Liebe Julia ihn verlassen hat, kreiert er Julia 2.0 — eine 1:1 Kopie seiner Ex, die ihn endlich so lieben soll, wie er seine Julia geliebt hat. Doch was, wenn sich die Technologie, die einem zu seinem Glück verhelfen soll, plötzlich gegen einen wendet? In zwei Erzählsträngen lernen wir nicht nur Roman und die Beziehung zu Julia 2.0 kennen, sondern auch Romans Vergangenheit mit der echten Julia, die sich aus dieser unfassbar toxischen Beziehung befreien konnte.
Petra Piuk hat zugleich eine erschreckende und satirisch-ironische Zukunftsversion erschaffen, die, wäre sie nicht so überspitzt dargestellt, einem wirklich Angst machen könnte. Als Leser:in ist man beinahe Teil des Geschehens, denn der Roman durchbricht auf sehr unterhaltsame Weise die 4. Wand, beispielsweise über Werbepausen oder Live-Fragen des Publikums, die die dystopische Welt und das Ausmaß des technischen Status quo erst so richtig greifbar machen.
Nicht weniger besonders als der Inhalt ist die Erzählweise. Dialoge sind teilweise nicht zu Ende gesprochen und verschwimmen mit Gedanken, die nicht immer zu Ende gedacht werden, mit alten Chatnachrichten und längst vergangenen Gedankenfetzen, die wieder an die Oberfläche kommen. Es erfordert etwas Konzentration, aber tut dem Leseerlebnis meiner Meinung nach gar keinen Abbruch. Eine wirklich wilde Storyline, die auch eine Black Mirror Folge hätte sein können!
Stell dir vor, es ist 2031 und Frauen existieren nur noch als Staffage im Trash-TV oder als maßgeschneiderte Roboter-Ehefrauen im Hotel Love. Genau hier setzt Petra Piuk mit "Hotel Love" an – einer bitterbösen Satire, die so absurd klingt, dass sie schon wieder erschreckend real wirkt.
Im Zentrum steht Roman, der seine Ex-Freundin Julia einfach nicht loslassen kann. Statt zu akzeptieren, dass sie gegangen ist, bestellt er sich kurzerhand eine Julia 2.0 – eine Androidin, die ihn lieben muss. Klingt nach Happy End? Eher nach dystopischem Albtraum. Denn Piuk zeigt in zwei Strängen nicht nur Romans toxische Beziehung zur echten Julia, sondern auch, wie sehr seine Sucht nach Kontrolle ihn selbst ins Verderben stürzt.
Was mich besonders begeistert hat, ist die Erzählweise: mal Werbepausen, mal Chatverläufe, mal Gedankenfetzen – fast wie ein literarisches Channel-Hopping zwischen Netflix, Black Mirror und einer Reality-Show. Es braucht am Anfang etwas Konzentration, aber danach entwickelt es einen unglaublichen Sog.
Die Themen sitzen tief: patriarchale Gewalt, der Verlust von Frauenrechten, die Abhängigkeit von Technologie und die Frage, was Liebe eigentlich ist. Gleichzeitig trifft der schwarze Humor so punktgenau, dass man zwischen Lachen und Schlucken schwankt.
👉 Hotel Love ist keine leichte Kost, aber genau deswegen so stark: schräg, unbequem, sarkastisch – und erschreckend plausibel. Für mich ein echtes Highlight im Genre der Dystopie!
Absolut abgefahren und überragend. Bitterböse und humorvoll aber regt auch zum nachdenken an. Highlight!!
„Es gibt sie, die Glücksmomente. Aber es sind eben nur Glücksmomente, und selbst in den glücklichsten Momenten wurden die angestrebten 100 Prozent nicht erreicht.“
Die Männerpartei ist an der Macht. Frauenrechte wurden über Nacht abgeschafft. Propagiert wird die neue Familie: Mann, Roboterfrau, Kind. Der Realitystar Roman ist besessen von seiner Ex-Freundin Julia und erschafft sich eine Androidin nach ihrem Vorbild. Darauf ausgelegt ihn glücklich zu machen. Doch wird er jemals glücklich sein?
Was war das bitte für ein überragendes und abgefahrenes Buch. Wir haben hier eine sehr bildhafte dystopische Zukunftsversion in der Männer die Macht haben. Roman ist ein absolut narzistischer Charakter und wir springen immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit zu seiner Beziehung zu Julia. Wir lernen diese sehr intensiv kennen und wissen genau, wer der Bösewicht ist. Julia 2.0 will in der Gegenwart nur eins, Roman glücklich zu machen. Doch egal was sie tut, er ist es nicht.
Mich hat die Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen. Ist der Schreibstil anfangs etwas gewöhnungsbedürftig fliegen wir am Ende nur so durch das Buch. Es war bitterböse, humorvoll aber regt auch sehr zum nachdenken an. Ich musste lachen aber auch mal schreien. Das Ende ist einfach nur Wow und so passend.
Frauenrechte gehören der Vergangenheit an, die faschistische Männerpartei regiert und Männer können sich (gegen Geld) die perfekte Frau, in Form einer Androidin, ganz nach ihren Vorstellungen erschaffen. Das ist auch Romans Ziel als er in Hotel Love eincheckt, um die makellose Version seiner Ex-Freundin Julia zu erschaffen und so endlich seine große Liebe zu heiraten…
Mit „Hotel Love“ ist Petra Piuk der Anti-Liebesroman und Zukunftsroman der Stunde gelungen. Themen wie KI, ihre Auswirkungen auf unsere Zukunft, der Aufstieg autoritärer Regime, patriarchale Gewalt und was es bedeutet in all dem ein Mensch zu sein – all diese Themen packt die Autorin eine rasante, herrlich skurrile und dennoch beängstigenden und dystopischen Geschichte.
Der Schreibstil ist großartig – kreativ und voll bitterbösen Humors‘– ich habe die Geschichte in einem Rutsch inhaliert Die Parallelen des Beginns der „Lovestory“ von Julia und Roman zur aktuellen Gegenwart haben mich dabei an der ein oder anderen Stelle erschaudern lassen, dann wieder hat mich der dunkle Humor und die Tragikomik zum Lachen gebracht.
Fazit: Eine mitreißende, bitterböse und originelle Lektüre, die mir unheimlich viel Spaß gemacht hat und die dennoch zum Nachdenken anregt – eine große Leseempfehlung!
In Hotel Love entfaltet Petra Piuk ein düsteres Zukunftsszenario, das sich satirisch mit den Gefahren einer technisierten Gesellschaft auseinandersetzt. Der Reality-Star Roman erschafft sich eine Androidin nach dem Vorbild seiner Ex-Freundin Julia, programmiert, um ihm zu gefallen. Doch die künstliche Perfektion führt zu unerwarteten Konflikten und wirft Fragen zur menschlichen Natur auf.
Piuk gelingt es meisterhaft, Humor und Gesellschaftskritik zu verbinden. Der Roman ist schnell lesbar und regt dennoch zum Nachdenken an. Die Dialoge sind nur leider teils schwer auseinanderzuhalten, was die Lesbarkeit beeinträchtigen kann. Roman hat mich des öfteren zum Wahnsinn getrieben mit seinem toxischen handeln.
Insgesamt bietet Hotel Love eine unterhaltsame und zugleich kritische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen. Für Leser:innen, die sich für die Auswirkungen von Technologie und Geschlechterrollen interessieren, ist dieser Roman eine empfehlenswerte Lektüre.
Definitiv ein Buch. Das mich Dinge fühlen lassen hat und generell war es wild auf eine gute Art
Einerseits hat mich die absurde Schreibweise an Qualityland erinnert, andererseits war die Thematik sau nicht lustig und ging vom Belastungsfaktor mehr in die Richtung Handmaid's Tale. Gleichzeitig ist das Buch ziemlich anders und dadurch besonders. Die Lektüre mag sich in Teilen nach überspitzter Dystopie anfühlen, bis sie dann doch too close to home hittet. Kommt natürlich auch sehr darauf an wie man die Welt selbst erlebt.