Jump to ratings and reviews
Rate this book

Niemandsstadt: Neuauflage des Jugendbuchs vom SPIEGEL-Bestsellerautoren Tobias Goldfarb | Dystopisches Berlin

Rate this book
Tobias Goldfarbs Jugendbuchdebü preisgekrönt und hochgelobt

Berlin ist eine geteilte Stadt. Auf der einen Seite eine moderne Metropole, auf der anderen Seite eine Welt, in der Regen zurück in den Himmel fällt, Dämonen unter den Gehwegplatten hausen, Häuser ständig verschoben werden und Drachen am Fernsehturm vorbeifliegen. Drüben in der Niemandsstadt ist es gefährlich und unberechenbar, trotzdem fühlt Josefine sich dort wohler als hier. Hier ist sie das verschlossene, ängstliche Mädchen, das wie ein Junge aussieht und von allen nur »Josef« genannt wird. Drüben hat sie eine Aufgabe, die größer ist, als sie zunächst ahnt und von der es abhängt, ob das Träumen noch möglich ist.

Ein herausfordernder, faszinierender Fantasyroman am Zahn der Zeit

Überarbeitete Neuausgabe in neuem Design

»Niemandsstadt ist nicht nur spannend gehaltvoll, sondern auch wegweisend visionär.« (Laudatio Rattenfänger Literaturpreis)




369 pages, Kindle Edition

Published January 27, 2026

4 people are currently reading
67 people want to read

About the author

Tobias Goldfarb

29 books5 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
19 (22%)
4 stars
34 (40%)
3 stars
22 (25%)
2 stars
5 (5%)
1 star
5 (5%)
Displaying 1 - 30 of 32 reviews
Profile Image for Tanja Schöttl.
201 reviews1 follower
February 4, 2026
Komplexer Plot, für ein Jugendbuch durchaus anspruchsvoll. Erinnert ein wenig an "Die unendliche Geschichte". Empfehlenswert!
Profile Image for Weinlachgummi.
1,044 reviews45 followers
April 6, 2020
Zu Beginn konnte ich mir gar nicht so richtig vorstellen, was mich bei Niemandsstadt erwartet. Umso mehr war ich überrascht und auch begeistert von diesem Buch.

Josefine kann die Niemandsstadt betreten, dort gibt es allerlei Wesen, die man sonst nur aus Fantasiegeschichten kennt. Kobolde und Elfen trifft man auf der Straße und auch Dämonen sind keine Seltenheit. Dabei hat der Autor auch ein paar süße Ideen, so laufen die Mülltonen selbständig zum Abfallbeseitigungsfahrzeug und kippen sich hinein.

Josefine, oder auch Fine, Joe, Josef, die gute hat einige Namen, war mir gleich sehr sympathisch. Sie hat eine humorvolle Art die Dinge zu betrachten und sorgte so bei mir öfters für Schmunzeln. Ich mag es, wie sie die Welt sieht und innerhalb der Geschichte agiert. Besonders, wenn man ihr junges Alter bedenkt.

In der Geschichte gibt es aber noch eine weitere Protagonistin, nämlich Eli. Zunächst war sie mir nicht so sympathisch. Dies änderte sich aber schnell, da sie einen nach kurzer Zeit hinter ihre Fassade blicken lässt. Auch sie ist für ihre alter ein äußerst reifer Charakter und sehr vielschichtig. Gerade im Hinblick auf „Influencer" fand ich ihren Charakter richtig gut. Besonders ihre differenzierte Betrachtungsweise mochte ich und natürlich ihr Kämpferherz.

Der Aufbau ist sehr übersichtlich, immer wenn wir von Josefine zu Eli springen wird dies durch einen neuen Teil deutlich gemacht, und die Schriftart ändert sich. Dies mag ein kleines Detail sein, aber jeder der schon mal ein Buch mit mehreren Perspektiven gelesen hat und sich fragte, bei wem bin ich jetzt? Wird so etwas zu schätzen wissen. Wobei die beiden Protagonistinnen hier so gut herausgearbeitet sind, dass keine Verwechslungsgefahr besteht.

Es ist ein bisschen schwierig euch von Niemanstadt vorzuschwärmen, ohne zu viel zu verraten. Aber ich werde es versuchen. Die Geschichte hat eine wunderbare Botschaft und die Idee finde ich richtig gut. Es ist, auch wenn es vielleicht beim ersten Blick auf den Klappentext so erscheint, keine Geschichte, die man so schon 100mal gelesen hat. Und auch wird die eigentliche Geschichte nicht durch eine Liebesgeschichte gemindert. Wie oft verlaufen sich leider grandiose Ideen im Sand, weil die Protagonistin sich nur noch Gedanken darüber macht, wie schön ihre Haut gekribbelt hat, weil er sie berührt hat. Dem war hier zum Glück nicht so und ein Jugendbuch ohne Lovestory ist mal sehr erfrischend. Die Botschaft die in Niemandsstadt vermittelt wird bzw. was es dem Leser begreiflich machen möchte, finde ich richtig gut und auch wichtig.

Niemandsstadt ist ein Plädoyer für mehr Fantasie, für Langeweile und Tagträume, für weniger Smartphones und die daraus resultierende dauerhafte visuelle Bestrahlung. Aktuell, wichtig, humorvoll und unterhaltsam. Mit starken Protagonistinnen, die vielschichtig sind und einigen spannenden Szenen, bei deren lesen man die Luft anhält.
Profile Image for Lavendel KnowsBest.
397 reviews4 followers
May 12, 2020
Josefine liebt ihre Fantasie, denn mit der kann sie alles erschaffen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie eines Tages in einer Parallelwelt landet, in der nichts unmöglich ist. Es gibt Drachen, fliegende Katzen, Fabelwesen und Orte, die ständig ihr Aussehen wechseln. Doch diese Welt ist bedroht, denn etwas zapft ihre Magie an.

Ich bin durch die Leseprobe auf die Geschichte aufmerksam geworden und war von deren Kreativität direkt überrascht. Daher wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Jo, wie unsere Protagonistin auch genannt wird, ist ein spezielles Mädchen, dass eher wie ein Junge ausschaut. Eigentlich hat sie nur ein Freundin in der Schule und die ist ausgerechnet ein social Media Star. Jo kann damit gar nichts anfangen und lebt lieber in ihrer Fantasie: der Niemandsstadt.

Die Niemandsstadt ist eine Version von Berlin in der alles und noch viel mehr möglich ist, denn die Fabelwesen haben Einzug in die Hauptstadt gehalten. Doch diese droht von einem weißen Nichts verschluckt zu werden.

Mir gefiel die Kreativität mit der der Autor seine Stadt errichtete ausgesprochen gut. Das war einfach mal etwas anderes. Bei all der Fantasie schaffte er es für mich allerdings nicht zu 100 Prozent dem Setting Farbe und Leben einzuhauchen.

So hatte ich auch Schwierigkeiten mit Jo, zu der ich als Leserin keine Verbindung fand. Die Geschichte wird auch noch aus der Sicht ihrer Freundin Eli erzählt, die ich als Figur um einiges interessanter fand. Beide Handlungsstränge sind eng miteinander verbunden und laufen schließlich auch zusammen.

Im Falle der Auflösung rund um, was in der Niemandsstadt passiert, hätte ich mir mehr Spannung und Überraschungsmomente gewünscht. Alles ging am Ende recht schnell auf und das war mir zu einfach.

Dank der kurzen Kapitel und des ausgereiften Erzählstils kam ich mit der Geschichte gut voran, doch leider konnte mich das Buch nicht so abholen, wie ich es ursprünglich erwartet hatte. Daher ist Tobias Goldfarbs Niemandsstadt für mich nur im Mittelfeld angesiedelt.
Profile Image for Luise Heide.
323 reviews1 follower
July 29, 2020
Es war ungewöhnlich aber sehr interessant

Meine Meinung zum Cover:
Auch, wenn das Cover sehr schlicht aussieht, zog es mich an. Die Titelschrift sticht sehr raus und trotzdem harmoniert es sehr mit dem Hintergrund. Was es mit den zahlen und den Drachen zu tun hat, erfuhr ich im Inhalt des Buches. Und ich finde, es passt definitiv dazu.
Meine Meinung zum Buch:
Dieses Buch wurde aus zwei Sichtpunkte geschrieben. Aus der Sicht von Josefine und aus der Sicht von Elisabeth wobei ich zugeben muss das mir persönlich der Part mit Eli am meisten interessierte da an den Stellen immer was los war.
Mit Josefine konnte ich nicht wirklich eine große Verbindung aufbauen. Bei ihr fehlten so viele Emotionen. Es war für sie überwiegend alles selbstverständlich gewesen. Auch, wenn sie geträumt hat, war es irgendwie sehr Emotionslos gewesen. Das ist jedenfalls mein Gefühl. Bei Eli gab es definitiv viel mehr Gefühle. Am meisten die Sorge um ihr Freundin Josefine. Mit Eli erlebte ich ein tolles Abenteuer im hier und jetzt beziehungsweise in der Niemandsstadt.
Anfänglich hatte ich meine Probleme gehabt in die Geschichte hereinzukommen da es doch sehr verwirrend war. Doch mit der Zeit kristallisierte sich alles langsam raus und es kam, fahrt in die Geschichte rein. Die letzten 100 Seiten waren dann doch so mega spannend, dass ich nicht aufgehört hatte zu lesen. Und zum Ende verstand ich dann auch alles.
Der Schreibstil des Autors war überwiegend flüssig und trotzdem etwas stockend gewesen. Die Geschichte war in viele Kapitel unterteilt gewesen was wenige Seiten betrug. Manche Kapitel waren aber doch enorm gezogen gewesen das es mein Lesefluss beeinträchtigt hatte.
Mein Fazit:

Es war Anfangs sehr verwirrend, doch zum Ende hin kristallisierte sich alles langsam und wurde noch sehr spannend. Mit Eli hatte ich die größte Verbindung gehabt und ging mit ihr in ein Abenteuer im hier und jetzt beziehungsweise in der Niemandsstadt.
Weitere Rezensionen von Bloggern zu diesem Buch:
The Librarian and her Books - Niemandsstadt
Ich vergebe 4 von 5 Sterne
⭐️⭐️⭐️⭐️
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten. Es hat meine Meinung nicht beeinflusst.
Profile Image for Natalie Hosang.
1,459 reviews22 followers
February 29, 2020
„Niemandsstadt“ von Tobias Goldfarb



Meine Meinung

Es war, als hielte irgendeine unsichtbare Kraft mich davon ab, dieses Buch zu lesen. Unser Weg begann steinig. Während andere diesen Schatz schon in den Händen hielten, wartete ich traurig doch geduldig, dass auch ich endlich diese Geschichte erfahren durfte. Als es dann ankam, schlug mein Buch Herz in rasantem Tempo, ich konnte mich gar nicht mehr beruhigen.

Nun blickte ich auf das Buch, wohlwissend das vorher noch andere auf meiner Leseliste standen, und war wieder traurig. Sollte es erst so lange im Regal stehen bis ich die anderen Werke gelesen hatte? Das ging doch nicht. Es schrie mich an, bettelte endlich aufgeschlagen zu werden. Ich lief an ihm vorbei, schaute schuldbewusst auf sein traumhaft schönes Antlitz, und haderte immer mehr mit mir.

Nun gut, sagte ich mir, nur mal kurz reinlesen hat ja noch niemandem geschadet. Einige Stunden später, ohne Trinken, Essen oder Pause, war urplötzlich und wie aus dem nichts Ende. Nichts mehr da! Keine Seite die noch folgen sollte. Wie war das nur geschehen? War ich in einem Traum? Gefangen und ohne jegliches Zeitgefühl? Nein! Ich war in der „Niemandsstadt“ und ahnte nicht, wie sehr mich diese verändern würde.

Schon mit den ersten Sätzen des Autors merkte ich, das diese Geschichte speziell, besonders und bedeutend sein würde. Der Erzählstil ist einnehmend, intensiv, malerisch, und doch so gänzlich anders als ich sie bisher kannte. Konnte mich Tobias Goldfarb im ersten Abschnitt noch verwirren und mir mehr Rätsel geben als Sherlock Holmes je zu lösen gewagt hätte, änderte sich die Sprache im zweiten Abschnitt drastisch.

Zuvor hatte ich so etwas noch nie erlebt doch faszinierte und begeisterte es mich ungemein. Ich erkannte sogleich die Vielschichtigkeit und seinen großen Ideenreichtum der dieses Buch so einzigartig macht. Von dieser Andersartigkeit ergriffen wurde ich unweigerlich mitgerissen und erlebte eine Story voller Spannung, Fantasie, modernem und märchenhaftem. Ein Werk, dessen Vielfältigkeit nicht gleich zu erahnen ist, dafür aber mit ungeheurer Gewalt auf den Leser einschlägt.

Ich fühlte mich als Leser wie in einer endlosen Spirale aus Rätseln und Geheimnissen die es zu lösen galt. Tobias Goldfarb zog mich in eine Welt, in der Realität und Wirklichkeit so sehr verschwimmen, das es mir manchmal vorkam als befände ich mich in einem Traum. Besonders gefiel mir das der Autor Tobias Goldfarb wichtige Messages an den Leser richtet und diese mit unzähligen Zitaten untermalt.

Dabei geht er auch gerade in Bezug auf Technik und die Gesellschaft sozialkritisch vor und beweist damit, das viele Menschen sich von ersterem zu sehr beeinflussen lassen, obwohl es jeder abstreitet und niemand es wahrhaben will. Doch es ist wahr! Wie sehr lassen wir uns selbst durch das Internet, Handy, oder andere Technologien steuern und beeinflussen? Wo bleibt unser Sinn für Fantasie, Magie und Zauber?

Schon oft habe ich mir diese Frage selbst gestellt und gebe dem Autor recht.

"Die Fantasie ist wie ein Muskel, der verkümmert, wenn man ihn nicht benutzt." (Zitat aus dem Buch)

Diese und andere wichtige Botschaften sind nicht einfach so in diese Geschichte integriert worden. Nur müssen die Menschen, insbesondere wir Erwachsenen, lernen und verstehen. Kinder sind oftmals noch frei von dieser ganzen Technologie, die meiner Meinung nach, uns Menschen zum Rückschritt bewegt. Nicht alles was Gold ist glänzt auch, so nach dem Motto.

Ich habe mir stets geschworen das Kind in meinem Herzen zu bewahren und die Fantasie sowie Magie, den Zauber, nie aus den Augen zu lassen. Doch ich sehe ich schweife ab. Puh, Tobias Goldfarbs Geschichte wirft nicht nur Fragen auf, die aber auch gelöst werden, sondern regt zum nachdenken an.

Zu den beiden Protagonisten Josefine und Eli möchte ich noch sagen, das auch hier eine wundervolle Charakter Zeichnung zu sehen ist. Anfangs etwas undurchschaubar, insbesondere Eli, eroberten beide schnell mein Herz, denn sie sind lebhafte, lebendige, starke und unglaublich facettenreiche Figuren, jene deren Entwicklung einfach atemberaubend ist.


Mein Fazit

„Niemandsstadt“ von Tobias Goldfarb entführt den Leser auf eine Reise, voller Fantasie und Magie, deren Grenzen zur Realität und Wirklichkeit so stark miteinander verschmelzen, dass des Rätsels Lösung nur zu erkennen ist wenn man hinter den Schleier blickt. Mit einer ungemein wichtigen Botschaft wird dieses Buch zu einem literarischen Hochgenuss, der uns klar machen sollte, dass das Leben nicht aus Handy, Tablet oder anderen technologischen Dingen besteht.

Fantasie und Magie müssen bewahrt werden, Träume sind ungemein wichtig.

Tobias Goldfarb beweist mit diesem Buch Ideenreichtum, auf teils skurrile teils abgefahrene Art und Weise, und schafft somit ein spannendes, vor Andersartigkeit strotzendes Werk, das mit nichts zu vergleichen ist aber gerade deshalb nur zu einem Highlight werden konnte.


Meine Bewertung 5/5 Sterne

Profile Image for ReadingIsMyWayToDream.
473 reviews3 followers
March 13, 2020
Das seltsamste Buch, welches ich je gelesen habe. Merkwürdig, verwirrend, spannend und genial zugleich. Mehr erfahrt ihr unten spoilerfrei im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Obwohl das Cover dieses Buches äußerst schlicht gestaltet ist, hat es meinen Blick angezogen. Der Titel sticht massiv hervor und wirkt dabei als würde er leuchten. Den Sinn der Drachen und der Nullen erkennt man erst, wenn man die Geschichte gelesen hat. Beide Elemente treffen den Kern der Geschichte.

Meine Meinung zum Inhalt:
Ich muss zugeben, dass mich die ersten Seiten dieses Buches massiv verwirrt haben. Der gewählte Stil des Autors ist sehr eigen. Die Erzählweise ist einerseits flüssig, wirkt manchmal dennoch leicht stockend. Teilweise gibt es viele ausschweifende Beschreibungen, die sich zogen. Die Kapitel sind die meiste Zeit enorm kurz. Am häufigsten haben sie 2-4 Seiten Länge, selten mehr. Das Geschehen ist in den ersten 100 Seiten wirr. Es brauchte eine Weile, bis ich verstand was es mit dieser Niemandsstadt auf sich und welche Verbindung die Protagonistin Josefine dazu hat.

Josefine ist ebenso eine seltsame Protagonistin. Das Träumen steht bei ihr an erster Stelle und ist das Wichtigste in ihrem Leben. Sie ist eine Außenseiterin, hat keine Freunde und keinen Anschluss zur Welt. Ständig flüchtet sie sich ins Träumen und landet in der Niemandsstadt. Es dauert eine Weile, bis sie versteht, was mit ihr passiert. Verwundert war ich dabei die ganze Zeit, dass sie keine Emotionen zeigt. Alles was damit in Verbindung stand, nahm sie als selbstverständlich wahr. Kein Wundern, keine Freude, kein Garnichts. Außer vielleicht Neugier, wenn sie durch die Stadt „flanierte“. Der Sinneswandel ihrer neuen Freundin Eli (Elisabeth) war für mich die erste Seite nicht nachvollziehbar. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, warum sie sich so verhielt. Am Ende mochte ich sie lieber als Josefine. Meine heimlichen Lieblingsprotagonisten sind Yai und James.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Josefine und Eli erzählt. Spannender fand ich dabei das Geschehen bei Eli, da hier mehr passierte und es Antworten gab. Bei Josefine wurde es für mich erst interessant, als sie mit den Fabelwesen im Stanislaus landete. Ab diesem Zeitpunkt kommt endlich „Feuer“ in ihren Handlungsstrang.

Nach und nach stellte sich heraus, wohin der Autor mit seiner Geschichte wollte. Ebenso trat die grundlegende Botschaft an die heutige Jugend hervor: Durch die viele Technik vergisst sie das Träumen, Denken und Fantasieren. Technik ist nicht alles, es gibt auch noch etwas anderes. Eingeflochten ist diese in die Geschichte sehr gut, da sie ständig mitschwingt und immer stärker wird.

Die letzten 150 Seiten waren dann so spannend, dass ich endlich mitfiebern konnte. Ich freute mich auf das Lesen und war gleichzeitig gespannt, wie es wohl ausgehen wird. Wer der wahre Bösewicht im Geschehen war, wird erst sehr spät klar. Die Idee dahinter hat mich begeistert. Gegen Ende befürchtete ich schon, dass es kein Happy End geben würde. Der Verlauf dorthin war nicht immer logisch. Ist das in diesem Fall notwendig? Nein, denn die Fantasie ist grenzenlos, wenn man zu träumen beginnt. Ich finde, dass dem Autor das Ende der Geschichte sehr gut gelungen ist. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dies ein Einzelband ist. Einerseits ist die Geschichte abgeschlossen, anderseits bietet sie die Möglichkeit, dass sie fortgesetzt wird.

Mein Fazit:
Mit diesem Buch habe ich eins der seltsamsten Bücher gelesen, welches sich jemals auf meiner Leseliste befand. Einerseits war ich verwirrt, anderseits zwang mich die Geschichte zum Weiterlesen. Ich fand sie merkwürdig und gleichzeitig genial. Wusste teilweise nicht, was ich davon halten sollte und wollten dennoch weiterlesen. Die letzten 150 Seiten ließen mich mitfiebern, die Geschichte bekam eine starke Wandlung, die endlich Spannung brachte. Das Finale hat mir am besten gefallen, nicht alles war logisch. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, träumen ist ein zentraler Punkt der Geschichte. Die Botschaft: Vergiss bei all der Technik deine Fantasie und das Träumen nicht.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Profile Image for Melanie Unger.
561 reviews6 followers
March 12, 2020
Niemandsstadt – Tobias Goldfarb
Verlag: Thienmann - Esslinger
Gebundene Ausgabe: 15,00 €
eBook: 11,99 €
ISBN: 978-3-522-20267-1
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2020
Genre: Jugend / Fantasy
Seiten: 370
Inhalt:
In der Niemandsstadt gibt es alles, was man sich in der Wirklichkeit erträumt. Drachen ziehen durch die Wolken, Statuen zwinkern einem freundlich zu. Gleich drei Sonnen wärmen Gesicht und Rücken. Räume entstehen immer dann, wenn man sie braucht. Hier fühlt sich Josefine wohl. Doch diese Stadt, ihre Geschöpfe und ihr Zauber sind in Gefahr. Bedroht von spionierenden Crowbots, von Magie raubenden Maschinen, von einer weiten, weißen Leere. Ausgerechnet Josefine soll eingreifen – aber wie bekämpft man einen Gegner, der nicht existiert?
Mein Fazit:
Zum Cover:
Das Cover finde ich richtig gut gelungen und perfekt zur Geschichte passend. In der Schrift sehen wir den Sternenhimmel und der binäre Code der sich über das Cover zieht ist einfach nur schön. Die Bedeutung des Codes wird im Buch auch erzählt.
Zum Buch:
Josefine hat immer wieder Träume, die so real sind, das sie bald nicht mehr weiß ob sie träumt oder tatsächlich in der Niemandsstadt ist. In der Schule hat sie es auch nicht leicht, alle nennen sie Joseph, weil sie wie ein Junge aussieht. Einzig Elisabeth genannt Eli sucht den Kontakt zu ihr.
Ich hatte ja das wahnsinnige Glück und konnte an der Lesung von Tobias Goldfarb in Berlin teilnehmen. Er sagt selbst, dass Eli eigentlich nur ein Nebencharakter war, bis die junge Dame sich selbstständig gemacht hat und mit zum Hauptcharakter wurde.
Der Schreibstil ist etwas speziell, aber wirklich gut. Definitiv mal etwas anderes. Man rast so durch das Buch und merkt gar nicht, wie man plötzlich am Ende ist. Ich mag die Vermischung von Realität und Fantasy hier sehr.
Gerade in unserem Zeitalter der Technik ist es ein wirklich zeitnahes Buch. Magick die neue App beflügelt alle, außer Josefine. Eli verdient damit ihr Geld, doch als sie immer mehr mit Fein so nennt Eli sie, zeit verbringt, merkt sie das es mehr als nur das gibt.
Die Charaktere sind zauberhaft. Sehr gut herausgearbeitet und Fein und Eli wachsen einen sofort ans Herz. Sie begeben sich auf eine spannende und aufregende Reise. Ich wäre gern dabei gewesen, ganz ehrlich, einmal in eine Welt abtauchen wo der Regen von unten nach oben fällt, wo Märchen und Realität miteinander verschwimmen, das wäre ein Traum.
Die bildliche Darstellung ist auch traumhaft. Ich habe alles direkt miterlebt und wollte diese Welt einfach nicht verlassen. Schade das ich dann schon am Ende war. Ich wäre sehr erfreut, noch einmal von der Niemandsstadt zu lesen. Da gibt es bestimmt noch eine Menge zu erleben.
Das Ende war für mich ein Highlight, das Buch allgemein gehört zu meinen Highlights, gerade weil es anders ist.
Ich kann es nur empfehlen und hoffe das diese Geschichte noch viele tolle Leser finden wird.
Ich gebe hier 5 von 5 Sternen und hoffe ganz still und heimlich, dass da noch was kommen wird.
Profile Image for Tanja.
276 reviews29 followers
March 20, 2020

"Die Fantasie ist wie ein Muskel, der verkümmert, wenn man ihn nicht benutzt." (S. 320)



Meine Meinung

Ich kann sofort sagen, dass mich das Buch wirklich positiv überrascht hat. Ich hätte niemals gedacht, dass es mir doch so gefallen wird. Angefangen bei der Protagonistin Josefine Freund, die am Anfang ein wenig seltsam erscheint. Es liegt einfach daran, dass sie ein junges 16-jähriges Mädchen ist und relativ "einsam". Sie hat keine Freunde, verbringt die meiste Zeit zuhause und das Einzige, was sie noch aufrecht hält, sind ihre Träume und ihre Fantasie, die von Mal zu Mal immer realer wird. Bis sie bemerkt, dass sie tatsächlich in ihrer eigenen Fantasie steckt, die gerettet werden muss.

Und dafür hat sie auch noch Elisabeth, die sich erst seit kurzem mit ihr angefreundet ist, sehr beliebt im Internet ist und eine sehr selbstbewusste und offene Person ist. Doch sie weiß selbst genau, dass das alles nur Schein als Sein ist, sie fühlt sich in Josefines Welt wohl und wird zur Kriegerin.

Die beiden Protagonistinnen sind sehr authentisch und ich bin mir sicher, einige Jugendliche können sich gut in beide hineinversetzen, oder sich wenigstens eine Scheibe von ihnen abschneiden.





Die Handlung hat mir ziemlich gut gefallen, es ist mal etwas anderes, wenn tatsächlich keine Liebe im Vordergrund ist, sondern die Freundschaft und die Stärke dieser. Es ist immer was los, aber nie zu viel oder zu wenig und es gibt viele Wendungen und Überraschungen, die jetzt nicht herausragend sind, aber perfekt zur Geschichte passen. Die Intention bzw. die Message des Autors ist einfach wunderbar und greifbar. Es wird vermittelt, dass die Menschheit bloß nicht aufhören sollte zu fantasieren oder zu träumen, denn man weiß nie, wie stark die Technik die Welt regieren könnte, sollten die Menschen diese Gabe verlieren. Denn das ist das Einzige, was die Maschinen nicht können - träumen.

Die Abhängigkeit von Technik und das Streben nach Beliebtheit im Netz könnte bald ein Problem für uns werden, denn die Technik stirbt nie aus, sie entwickelt sich immer weiter.



Der Schreibstil hat mir auch ziemlich gut gefallen. Es war mal etwas ganz Neues und Besonderes, das Buch so zu lesen, weshalb es auch sehr einfach zu lesen war und perfekt für die Altersgruppe ab 13 Jahren. Hier ist das Besondere, dass die Kapitel meist nicht länger als 3 Seiten sind und jedes Kapitel trägt ein Titelwort, welches im Kapitel immer vor kommt, aber nicht zu viel verrät. So lies es sich auch sehr schnell lesen. Man könnte meinen, dass dann viel zu wenig Inhalt da war, aber so war es keinesfalls.

Es wird außerdem aus Josenfines und Elisabeths Sicht in der Ich-Perspektive in mehreren Teilen geschrieben.



Fazit

Das Buch konnte mich wirklich überzeugen und hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Die Menschheit soll niemals aufhören zu träumen, denn das ist das, was die Maschinen nicht können!


Es bekommt dementsprechend 5 von 5 Krönchen!
Profile Image for Ma.
462 reviews1 follower
March 19, 2020
Das Buch „Niemandsstadt“ ist im Februar 2020 als Hardcover im Thienemann Verlag erschienen. Ich bedanke mich dafür, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen durfte, denn das Cover mit seinen Einsen und Nullen und dem mystischen Schriftzug hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt.
Beim Klappentext wurde es für mich noch spannender, verzahnen sich doch die reale Welt, Fabelwesen und digitale Medien. Protagonistin ist „Josefine“ – „Jo“ – „Josef“ – „Fine“, die neue Medien meidet, jedoch mit der digitalen Selbstinzenierungsqueen ihrer Schule eng befreundet ist. Immer häufiger findet sich Josefine in einer Stadt wieder, die ihrer Heimatstadt zum Verwechseln ähnlich sieht – es jedoch nicht ist. Gebäude befinden sich mit unterschiedlicher Funktion an anderen Stellen und statt Menschen trifft sie auf Fantasygestalten – und auf James.

Meine Meinung:
Die Grundidee des Buches finde ich total faszinierend. Ebenso konnte mich die Erklärung des Buchtitels überzeugen und hat meine Vorliebe für Zahlen und Technik voll und ganz bedient.
Der Schreibstil konnte mich nicht mitreißen und ich habe in jedem Kapitel auf spannende Elemente gehofft. Die Charaktere bleiben mir, selbst für ein Jugendbuch, zu flach und zu stereotyp. Mir haben witzige Dialoge in Jugendsprache gefehlt, so wie originelle Ausdrücke oder Gesten, die zwischen Menschen bestehen, die sich gut kennen und häufig miteinander zu tun haben. Besonders enttäuscht war ich von Josefines Eltern, von denen ich mir bis ganz am Ende kein Bild machen konnte. Gerade Buchhändler stelle ich mir, als passionierte Leserin, als einen total spannenden Beruf vor. Damit ein Geschäft läuft, müssen diese Menschen übergehen vor Kreativität und tollen Ideen, von denen jedoch in der Handlung nichts rüberkommt.
Weder die beste Freundin noch Josefine selbst kommen für mich als die mutigen Protagonistinnen rüber, die sie in ihrem jugendlichen Übermut sein müssten. Ich habe das Gefühl, dass sich beide Charaktere im Verlaufe der Handlung kaum weiterentwickeln und nur Aktionen setzen, die ihrem eigenen Stereotyp folgen.
Daher musste ich mich auch ab der Hälfte regelrecht zum Weiterlesen zwingen, was ich von Fantasybüchern aus diesem Verlag nicht kenne. Offensichtlich gehöre ich jedoch zu einer Randgruppe, der das Buch nicht gefallen hat, da ich bisher nur begeistere Rezensionen darüber gelesen habe. Daher mein Tipp: lies in das Buch rein. Wenn es dich voll und ganz fesselt und fasziniert und du regelrecht in die Niemandsstadt hineingezogen wirst, dann wird dir dieses Buch sicher viele unterhaltsame Lesestunden bringen.

Fazit: Mir fehlt die Identifikationsfigur und der Schreibstil reißt mich nicht mit. Trotz großer Begeisterung für die Grundidee überzeugt mich das Buch nicht.
Profile Image for Maya.
474 reviews
November 7, 2024
4,5 Sterne
Ich muss ganz offen zugeben, dass ich von Niemandsstadt absolut nichts erwartet habe. Es hatte ein hübsches Cover und kurze Kapitel, weshalb ich nicht lange gezögert habe, es aus einem Secondhand-Laden mitzunehmen, aber mit dem Klappentext bin ich irgendwie auch davon ausgegangen, dass es eher ein "übliches" Buch über eine Auserwählte werden würde ... und dann habe ich angefangen wirklich zu lesen und das Buch hat all meine (nicht vorhandenen) Erwartungen komplett über den Haufen geworfen.
Es hat eine ganze Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte reingekommen bin, da durch die sehr kurzen Kapitel, die gerade am Anfang auch viele Zeitsprünge beinhalten, einfach sehr lange nicht so wirklich die Geschichte gesehen habe, sondern alles mehr wie kurze Ausschnitte und Momente einer größeren Sache wirkte, und in der Mitte gab es ein paar Kapitel, wo sich das ganze für mich ein wenig zog, aber abgesehen von diesen beiden Kleinigkeiten war ich eigentlich durchgehend begeistert.
Goldfarb streut in die Geschichte zwischen ernsten Themen genau die richtige Menge an (teils schwarzem) Humor ein, dass ich einfach unglaublich gute Laune beim Lesen bekommen habe und immer weiterlesen wollte, die Geschehnisse sind ein wenig absurd aber für die Welt vollkommen passend, Magie und Realität arbeiten in der Geschichte wirklich wundervoll zusammen, und insgesamt kommen zwischen eher abstrakter Geschichte auch immer wieder ein paar in meinen Augen ziemlich geniale Details zum Vorschein, die das ganze Buch einfach noch einmal angenehmer zu lesen machen.
Teils sind die Figuren vielleicht etwas stereotypisch, oder man hat das Gefühl, aber gleichzeitig sind sie auch erstaunlich tiefgründig, gar nicht so leicht zu durchschauen, und insgesamt hat das Buch mit beim Lesen und auch nach dem Lesen mit einem wirklich zufriedenen Gefühl zurückgelassen. Es werden nicht alle Fragen ganz geklärt, bzw. gibt es ein paar Dinge, die am Ende nicht bis zuletzt aufgelöst werden, aber irgendwie funktioniert das für das Buch auch super gut, und Goldfarb hat genügend tiefe in die restliche Geschichte eingebaut, dass man sich den Rest auf jeden Fall denken kann. (Ob verschiedene Leser da das gleiche denken ist eine andere Frage, denn die einzelnen Geschehnisse kann man zweifellos unterschiedlich auslesen, aber auf jeden Fall hatte ich am Ende nicht das Gefühl, dass alles offen wäre, was mir sehr gut gefallen hat.)
Insgesamt einfach ein echt schönes Buch mit Abenteuer, Magie, Humor, und nicht zu wenig Freundschaft und Zusammenhalt, und ich bin wirklich froh, dass ich mich vom Cover und der Kapitellänge habe überzeugen lassen, das Buch mitzunehmen, denn ich hatte wirklich sehr viel Spaß daran, in die Welten des Buches einzutauchen.
Profile Image for Bücherfarben.
524 reviews6 followers
March 28, 2020
SCHREIBSTIL & LESEFLUSS
Vom Schreibstil her hat mir das Buch sehr gefallen, denn Tobias Goldfarb hat etwas in seinem Stil, dass unheimlich fesselnd ist und das mochte ich, denn ein Buch das nicht fesselt, na wird abgebrochen. Der Autor schreibt richtig einnehmend und sehr detailgetreu und das begeisterte mich sehr. Außerdem war der Schreibstil des Autors sehr angenehm zu lesen und dadurch kam ich sehr gut und schnell durch die Seiten ohne mich überfordert oder sonst irgendwas zu fühlen. Tobias Goldfarb nahm mich auch von Stil her total ein und entführte mich in die Welt der Niemandsstadt, was sehr angenehm war.

CHARAKTERE
Als Protagonistin haben wir hier Josefine, welche mir als Hauptfigur das ein oder andere Mal echt Sorgen bereitet hat. Eigentlich war sie eine mutige und heldenhafte Figur, allerdings war sie mir manchmal, für eine wichtige Figur, etwas zu blass gezeichnet und ich fand keinen Zugang zu ihr. Dementsprechen konnte ich manchmal ihr handeln und ihr tun nicht ganz nachvollziehen. Ansonsten haben wir hier Figuren die zwar alle befriedigend waren, mich jedoch in keiner Weiße gepackt haben oder gar überzeugt, leider. Die Ansätze der Figuren waren echt richtig gut und bestimmt aber mir fehlte die gewissen schärfe bei ihnen.

STORY & HANDLUNG
Die Story und die Handlung waren von der Grundidee her echt genial und hat mir auch echt gefallen, jedoch fand ich die Umsetzung etwas schwammig. Stellenweise habe ich mich gefragt ob das der ernst der Protagonistin ist oder gab es auch Stellen an denen ich die Handlung und die Story nicht ganz begriff und wurde auch hier dann im Dunkeln gelassen, keine Aufklärung, nichts, was ich sehr schade fand, denn alles drum herum war echt gut und super aufgebaut, allerdings reißte es mich nicht mit. Der Storyverlauf hingegen ergab zusammen mit dem Handlungsstrang ein rundes Gesamtbild was überzeugt. Allerdings reicht das nicht aus.

MEIN FAZIT:
Abschließend muss ich sagen, dass Niemandsstadt ein solider Jugendroman ist der mich nicht ganz überzeugen konnte. Der Schreibstil des Autors war interessant, einnehmend und echt locker zu lesen aber ein guter Schreibstil reicht bekanntlich nicht aus. Die Grundidee des Romans war sehr genial und ich mochte diese gerne, allerdings scheiterte es bei der Umsetzung. Von schwammigen Figuren bis hin zu einer Handlung und Story die mich teilweise im unklaren liesen, war es dieses Mal kein Volltreffer. Deshalb vergebe ich 3,5 Punkte. Ob ich eine Leseempfehlung aussprechen kann, dass kann ich nicht sagen, denn Geschmäcker sind verschieden. Auf ein nächstes!
Profile Image for Marcel Haußmann.
768 reviews33 followers
April 8, 2020
Josefine ist eine Außenseiterin, sie versteht die Generation Smartphone nicht und wird in der Schule oft gehänselt. Allerdings besitzt sie eine Gabe von der niemand etwas weiß, sie kann die Niemandsstadt besuchen. Docht ist alles wie im Traum, Drachen fliegen durch die Wolken, es gibt Kobolde und Trolle und alles, was man sich wünscht in Erfüllung. Doch diese Stadt schwebt in großer Gefahr denn sie wird ihrer Magie beraubt und zurückbleibt nur Leere. Kann Josefine die Stadt gegen den unsichtbaren Feind verteidigen?

Der Autor hat mit dieser Geschichte einen ganz eignen Schreibstil abgeliefert, den ich so noch nicht hatte, aber der mir sehr viel Spaß gemacht hat. Zu Beginn ist die Geschichte leicht verwirrend bis man erst mal durchsteigt was es mit der Niemandsstadt auf sich hat und welche Rolle Josefine spielt. Danach wird es aber wirklich spannend und interessant.

Die Story wird wechselnd aus der Sicht von Josefine und ihre Freundin Eli erzählt. Sie sind beste Freundinnen leben aber ganz unterschiedliche Leben. Während Fine eine Träumerin und von ihren Klassenkameraden ausgegrenzt wird, ist Eli beliebt und betreibt einen sehr erfolgreichen Social-Media-Kanal.

Fine als Figur war mir zu distanziert und in der Geschichte nicht neugierig genug. Sie nimmt alles als gegeben hin und hinterfragt nicht wie sie nach Niemandsstadt gekommen ist und was es damit auf sich hat. Eli hingegen hat mir da schon besser gefallen sie war besser ausgearbeitet und vor allem war ihre Handlungsstrang deutlich spannender.

Tobias Goldfarb hat eine ganz tolle Message in der Geschichte untergebracht die wir immer ganz leicht aus den Augen verlieren: Das Leben findet nicht online statt. Klar ist es toll was uns heute alles an Technik zur Verfügung steht und was das Smartphone alles kann, allerdings sollte man nicht vergessen, dass es noch eine Realität gibt, in der er wichtig ist kreativ zu sein, zu träumen und tolle Momente zu erleben.

Niemandsstadt hat mir gut gefallen besonders der Schreibstil und die Idee konnten mich überzeugen. Leider bin ich mit den Protagonisten nicht ganz so warm geworden und gerade die erste Hälfte hatte etwas mehr Spannung haben können. Insgesamt aber eine schöne Fantasy Geschichte die auch besonders jüngere Leser ansprechen dürfte.
3,5 von 5 Sternen
Profile Image for yexxo.
917 reviews28 followers
June 7, 2020
Neu ist die Geschichte nicht wirklich: Ein junger Mensch reist aus der 'normalen' Welt in eine parallel existierende, phantastische Welt - wie beispielsweise auch in 'Un Lon Dun' von China Miéville aus dem Jahre 2008. Dort wie hier gilt es, das Phantastische zu retten, das von einer bösartigen Macht bedroht wird.
Die beiden Protagonistinnen, 15, 16 Jahre jung, sind Freundinnen, aber so verschieden wie Salz und Pfeffer. Während Josefine sich eher zurückzieht und in ihren Träumen verliert, in denen sie nach Niemandsstadt gelangt, lebt Eli voll und Ganz im Hier und Jetzt und vor den Augen ihrer Follower. Doch als Josefine ihre Hilfe braucht, steht Eli ihr zur Seite und stürzt sich voller Kampfesmut in ein Abenteuer, wie sie es sich nie hätte träumen lassen.
Was an dieser Geschichte besonders gut gelungen ist, wie ich finde, ist die unterhaltsame Sprache. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht eines der beiden Mädchen, die sich unmittelbar in einem munter-flapsigen Ton an die Lesenden wenden. Selbstironisch und sich selbst nie zu ernst nehmend schildern sie ihre Erlebnisse und Abenteuer, sodass es bei aller Spannung auch viel zu grinsen gibt. Nebenbei erfährt man zudem viel über den Druck, unter dem manche Teenager stehen bzw. sich ihn selber machen, indem sie sich ständigen Vergleichen und Bewertungen unterwerfen - aber auch, wenn sie sich diesen entziehen wollen.
Zwar sind die Figuren und Dinge der Niemandsstadt bei weitem nicht so phantasievoll wie bei China Miéville in 'Un Lon Dun', dafür jedoch hat der Autor Tobias Goldfarb nicht nur seine beiden Protagonistinnen, sondern ebenso die Existenz der Parallelwelt deutlich komplexer entwickelt, wenn auch mit gelegentlichen Widersprüchen oder Unlogiken. Und das Ende ist im Vergleich zur gesamten Geschichte derart unspektakulär, dass ich es nochmals gelesen habe, da ich dachte, ich hätte etwas übersehen.
Alles in allem ein solider unterhaltsamer Jugend-Fantasy-Roman.
Profile Image for Stefanie.
55 reviews2 followers
March 24, 2020
Wow. Ich bin begeistert von diesem Buch. Es greift ein alltägliches Thema auf: Technik und wie sehr wir uns davon beeinflussen lassen. Ich meine wie viel Zeit verbringen wir täglich am Smartphone beziehungsweise auf Instagram? Und was macht das mit uns? Kann es sein, dass wir unsere eigene Fantasie dadurch zurückstellen oder gar verlieren? Tobias Goldfarb regt sehr zum Nachdenken darüber an.
Ganz bezaubernd ist eine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, Eli und Josefine, kurz Fine (engl. 'Fein'), beschrieben. Beide erscheinen so gegensätzlich und kämpfen für die gleiche Sache. Eine wunderbare Geschichte über den Mut einer Freundschaft.
Am allerbesten haben mir jedoch all die kleine Märchen- und Zauber-Anspielungen gefallen. Der Titel: Niemandsstadt - dabei denke ich an das Niemandsland von Peter Pan.
Der Autor nutzt gekonnt die Momente in der Geschichte aus, um mich zu verzaubern. So macht er aus einem Menschen im Koma ein Schneewittchen, wo man hofft, dass der Apfel im Halse nachrutscht.
Die Kapitel waren wunderbar kurz, so dass ich beim Lesen immer dachte: noch ein Kapitel und die Zeit verflog. Zu Beginn waren die kurzen Kapitel etwas irritierend und ich brauchte etwas um mich einzufinden, aber das geschah schnell und die Verwirrung war ebenso schnell wieder vergessen.
Je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr begriff ich worum es ging.
Ein ganz wundervolles Buch. Eine klare Empfehlung.
Profile Image for Christiane Lempenauer.
222 reviews18 followers
December 30, 2020
Josefine schaltet komplett ab und hat ihre eigene Welt, in der sie eintaucht, voller Magie, sehr fantastisch und besonders. Am Anfang der Geschichte war der Eintritt in das niemandsstadt etwas schwierig, sich alles vorzustellen, aber es lohnt sich drauf einzulassen, es war spannend und ein besonderes Abenteuer. Das mich echt in seinen Bann gezogen hat und nicht mehr losgelassen hat. Dieses Buch hat mich von Anfang bis zum Ende überrascht.

Josefine fand ich sehr besonders, intelligent und ein tolles Mädchen das sehr mutig ist in ihr Welt, sie erzählt uns ihre Geschichte und lässt uns Teilhaben an ihren Abenteuern. Dass es nachher auch noch um Elisabeth ging, fand ich nicht so gelungen sie konnte ich nicht so einschätzen und mich mit ihr nicht so anfreunden, so war es bei ihr nicht so leicht sich auf ihre Geschichte einzulassen . Auch fehlte mir manchmal etwas die Tiefe der Geschichte die Abenteuer waren spannend aber ich hätte manchmal gerne mehr erfahren, wäre noch tiefer eingetaucht in diese andere Welt.

Der Schreib still war etwas anders als ich je gelesen habe und am Anfang ich Probleme mich drauf einzulassen aber danach war es kein Problem mehr.

Die Niemandsstadt war so besonders, anders und spannend und hat mich in ihren Bann gezogen. Hoffe sehr auf einen 2. Teil um wieder einzutauchen und viele alte Freunde wiederzutreffen und neue magische und besondere Abenteuer zu erleben.
160 reviews
February 10, 2022
(Tendenz zu 3,5)

Das Buch war ein Geschenk, weshalb ich absolut keine Ahnung hatte, was für eine Geschichte mich hier erwartet. Anfangs hat es mich wirklich alles begeistert - der Schreibstil, die grundlegende Idee und auch die humorvollen, kurzen Kapitel, die noch nicht ganz sichtbar gemacht haben, worauf das alles hinausläuft.

Alles in allem ist es auch eine schöne Geschichte - stilistisch wirklich toll, ein interessanter kultur-& medienwissenschaftlicher Hintergrund und auch an Metaphern und Bildern steckt da einiges drin.

Dass ich nur 3 Sterne gebe, liegt jedoch hauptsächlich an den Charakteren. Ich hatte die Schwierigkeit, die Protagonisten nicht richtig fassen zu können. Natürlich war klar, wer sie sind und was ihnen wichtig ist, nur konnte ich es nicht richtig "fühlen", sodass auch die Handlung generell von den Charakteren her für mich häufig nicht ganz nachvollziehbar oder logisch schien. Etwas, das für mich bei Büchern das A und O ist.

Es hat sich angefühlt wie Träumen - vielleicht war das auch die Intention. Leider hat mich das häufiger aus der Handlung herausgerissen und dazu geführt, dass es sich nicht so flüssig für mich lesen ließ.

Dennoch eine absolute Empfehlung für jede Person, die gerne etwas Lektüre hat, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig erfrischend kreativ ist.
Profile Image for Sandra.
350 reviews1 follower
March 11, 2020
Das Cover hat mich gleich neugierig gemacht. Wenn man genauer hinsieht sieht man einen Binärcode (also Zahlenreihen mit Nullen und Einsen).

Der Schreibstil von Tobias Goldfarb ist leicht und flüssig. Es ist mir Humor geschrieben, aber auch richtig spannend. Ich war zu Beginn erst irritiert von den doch sehr kurzen Kapiteln, gewöhnte mich aber schnell dran und fand es doch sehr passend. Es ist aus der Ich-Perspektive von Josefine und Elisabeth geschrieben.

Ja Vorurteile sei Dank, Elisabeth mochte ich zu Beginn so gar nicht. Doch als ich sie näher kennen lernte in der Geschichte wurde sie mir immer sympatischer. Ja, sie wurde zu meinem Lieblingscharakter im Buch. Auch Josefine, die andere Protagonistin wirkt authentisch.

Die Niemandsstadt ist eine Art Traumwelt - drüben in einer anderen Ebene. Aber sie ist real. Ich fand die ganze Magie beeindruckend. Es gibt Fabelwesen, wie Drachen. Aber es vermischt sich mit der Technik und künstliche Intelligenz. Dieser Zauber hat auch mich in den Bann gezogen.

Ihr wollt euch auch verzaubern lassen?
Profile Image for Fabelhafte  Bücherwelt .
170 reviews
December 29, 2020
Das Cover ist schlicht und trotzdem besonders. Es ist einzigartig, genauso wie die Niemandsstadt auch.

Diese Geschichte ist ganz anders, als ich es erwartet habe. Sie ist unglaublich, fantasievoll und außergewöhnlich. Von der ersten Seite an war ich gefesselt von diesem wundervollen und bildhaften Schreibstil.

Besonders interessant finde ich die kleinen kreativen Details, mit denen die wundersame Welt der Niemandsstadt beschrieben wird. Auf fast jeder Seite entdeckt man etwas Neues, das noch interessanter, kreativer und unmöglicher ist.

Die Charaktere wurden wundervoll und mit viel Tiefe beschrieben. Vor allen die Hauptcharaktere lernt man richtig kennen und lieben. Niemand ist, wie er anfangs zu sein scheint.

Ich bedanke mich beim Verlag und bei Netgalley.de für das Rezensionsexemplar.

Fazit

Eine wahnsinnig spannende, bewegende und kreative Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt. Ich kann sie nur empfehlen. Eine so fantasievolle und kreative Geschichte habe ich selten gelesen. Einfach hervorragend!
Profile Image for Jessica Bien.
282 reviews1 follower
June 6, 2022
Ich weiß ehrlich nicht was ich hier von halten soll.
So an sich hat die Geschichte auf jeden fall Potenzial.
Aber ich kann nicht sagen das ich irgendwie mit dem Aufbau der Story mitkam und es auch nicht wirklich spannend fand. Es war aber allemal sehr interessant.
Für mich fühlte es sich irgendwie nicht richtig beim Lesen an. Als würde ich was verpasst haben.
Irgendwie kompliziert und dann auch wieder nicht.
Erst haben wir die Sicht von Josefine und dann die von Eli. Und das geht so im Wechsel.
Kurze Kapitel.
Eli lockert es etwas auf, macht es spannender.
Josefine fehlte irgendwie das Quäntchen etwas.
Beim Ende hätte ich vielleicht gerne nochmal einen Einblick in die Niemandsstadt bekommen. Nachdem alles war, was war.
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
April 7, 2021
Niemandsstadt

Jugendbuch

Josef/Fein ist eine Außenseiterin, die in eine Fantasiestadt reisen kann. Ihre beste Freundin ist der Star der Klasse, versiert in Social Media, umschwärmt und doch ganz anders als es sich anhört.

Die Geschichte spielt mit den zunächst stereotyp wirkenden Heldinnen und macht sie vielschichtiger und realer.

Gut und Böse sind ebenfalls nicht von vornherein eindeutig - die Geschichte ist mit Wortspielen und originellen Ideen durchzogen. Unterhaltsam, gut lesbar und trotz der sehr kurzen Kapitel entwickelt sie einen Sog beim Lesen.

#Niemandsstadt #TobiasGoldfarb #KathrinliebtLesen #Rezension #Bookstagram
Profile Image for Susanne Krajan.
1,270 reviews9 followers
Read
March 14, 2020
Nach 100 Seiten abgebrochen, weil der Inhalt leider nicht bei mir ankam.
Profile Image for Merinereads.
421 reviews4 followers
December 27, 2020
Niemandstadt ist ein beeindruckendes Jugendbuch, das gekonnt, tiefgründig und dabei so humorvoll und spannend eine abenteuerliche Geschichte erzählt, die nicht nur aktuell sondern auch super kreativ und einmalig ist.
Mir gefielen besonders die vielen Anspielungen und (versteckten) Hinweise auf andere Bücher und Geschichten, unter anderem Klassiker, wobei Niemandsstadt selbst für mich schon Klassikerpotenzial hat.
Auch die beiden Hauptfiguren fand ich gerade für ein Jugendbuch sehr gelungen: 2 Freundinnen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und miteinander durch dick und dünn gehen. Mit beiden kann man sich als Leser schnell identifizieren, da man schnell viel über sie erfährt und auch im weiteren Verlauf der Geschichte einen offen Einblick in ihre Ziele und Gefühle hat.
Interessant fand ich auch den Teil der Geschichte, der nicht in der Niemandsstadt spielt. Ich bin bestimmt nicht die einzige die sich fragt, was mit den ganzen Auserwählten und vor allem deren Eltern passiert, während sie in anderen Welten ebendiese retten. Auch hierfür hat Niemandsstadt eine Antwort.
Wie bereits oben erwähnt, ist dieses ein Buch das jeder gut lesen kann und auch sollte, denn es vermischt wichtige, aktuelle Themen mit einem magischen Abenteuer für Jugendliche.
573 reviews
May 8, 2020
Dieser fantastische Jugendroman (der jedoch auch Science Fiction Elemente enthält) wird abwechslung aus der Sicht von Josefine und von Elisabeth geschrieben. Der Anfang, ja, der ist wirklich anders und total schräg und da wusste ich echt nicht, worauf ich mich denn hierwohl eingelassen habe. Aber je weiter ich gelesen habe, desto interessanter wurde diese Welt und das Buch für mich. Also: ein Buch, dem man etwas Zeit geben sollte, denn es lohnt sich. Elisabeth macht es dem Leser einfacher, mit ihr warm zu werden, Josefine braucht da etwas länger, aber darum gefiel sie mir so. Träume und Beeinflussung - das sind hier die Hauptthemen. Durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch flott lesen, aber auch gut zwischendurch mal pausieren.
Profile Image for Jacqueline Oestringer.
487 reviews5 followers
March 16, 2020
Ich muss zugeben, dass ich mir unter dieser Ankündigung etwas anderes vorgestellt hatte, jedoch empfand ich das gelesene effektiv nicht als schlechter, sondern eben nur unerwartet.

Wir begleiten zwei komplett unterschiedliche Charaktere auf ihrer doch recht abenteuerlichen Reise.
Zum einen wäre da die tollpatschige und ängstliche Josefine, die von den meisten auf Grund ihrer burschikosen Optik nur „Josef“ genannt wird. Sie hat keine Freunde, wird gemieden, ausgelacht und verbringt ihre Zeit somit lieber in der Niemandsstadt, als sich mit anderen abzugeben. Sie ist lieber in der Natur unterwegs, als sich mit Dingen zu beschäftigen, die andere Teenager normalerweise machen.
Und dann wäre da noch Elisabeth. Sie lebt mehr in den Social Medias, postet Bilder auf „Magick“ und steht mehr auf Fame denn auf alles andere.

Durch einen sehr großen Zufall -hierzu will ich an der Stelle nicht mehr verraten- freunden sich die beiden an und verbringen viel Zeit miteinander. Nichts ahnend, wie groß und gefährlich das Abenteuer werden wird, auf das sie sich gerade einlassen.

Gerade diese beiden Mädchen machten für mich als Leser einen sehr großen Reiz aus. Ein Stück weit geht es hier nach dem Motto „donˋt judge a book by its cover“, was ich generell bei Büchern ab 13 Jahren immer gerne sehe. Und das soll nicht die einzige Message bleiben - doch dazu später mehr.

Und dann wäre da natürlich noch das Setting. Wir befinden uns zum Teil in unserer „normalen“ Welt -liegt ja bekanntlich immer im Auge des Betrachters ;)- und eben der Niemandsstadt. Diese hat Tobias Goldfarb mit viel Einfallsreichtum und Kreativität zum Leben erweckt. Egal ob Drachen, Vampire oder pünktliche U-Bahnen, hier gibt es alles, was man sich vorstellen kann - selbst Magie.
Aber nicht nur die Stadt und deren Einwohner waren gut gemacht, nein! Für mich war es eher die Tatsache, dass man sich nie ganz sicher ist, ob das alles so stimmt. Ist das real, Fantasie, oder ist Josefine gar krank? Man verliert sich als Leser so sehr in beiden Welten, dass man darauf keine wirkliche Antwort geben kann. Das fand ich sehr schön gemacht und schürt damit auch die Neugier.
Aber natürlich begegnen wir in der Geschichte selbst auch vielen Gefahren und Wendungen, so ist Abwechslung und Spannung ohnehin garantiert.

Alles in allem ist „Niemandsstadt“ auf den ersten Blick sehr jugendlich und für die avisierte Altersklasse definitiv geeignet. Jedoch können auch ältere Leser meiner Meinung nach bedenkenlos zugreifen. Zumindest die Träumer unter uns, denn das ist die nächste große Message, die wir Leser mit auf den Weg bekommen:
Langweilt euch, träumt euch weg, lasst den Gedanken und der Fantasie freien Lauf. Manchmal können Technik, Handys, Konsolen auch mal aus bleiben.

Ich hatte wirklich viel Freude beim Lesen, habe viel geschmunzelt, gelacht und mitgefiebert. Ich wünsche euch viel Spaß in der Niemandsstadt und der Geschichte des Froschs ;)
Profile Image for thefatflatcat.
242 reviews13 followers
April 25, 2020
4.0

Psychedelisch ist wahrscheinlich das passendste Wort, um dieses Buch zu beschreiben. Aber in gutem Sinne. Im Zentrum unserer Erzählung steht eine magische Traumwelt und wie es so in Träumen ist, erscheinen Gebäude und Räume Mal da, Mal dort - die Umgebung verändert sich und Dinge ergeben oft keinen Sinn.

Die Essenz des Buches ist die Fantasie, das Träumen und die Kraft der Träume. Der Erfindungsreichtum des Autors kam an einigen Stellen gut zur Geltung - die fliegenden Bücher waren wohl mein persönlicher Favorit.

Schlussendlich gab es doch ein paar Stellen, die Verwirrung bei mir ausgelöst haben und ich bin schon auf die Diskussion in der Buchklubrunde gespannt; hoffentlich verstehe ich dann besser was da manchmal so vor sich gegangen ist. Genossen habe ich das Lesen auf jeden Fall, es hat alle Erwartungen, die der Klappentext geschaffen hatte, erfüllt.
Profile Image for coala.
1,492 reviews6 followers
Review of advance copy received from Netgalley
January 27, 2026
Wenn Fantasie zur letzten Zuflucht wird

Niemandsstadt von Tobias Goldfarb, in seiner neuen Auflage und aktueller den je, entführt seine Leser in ein dystopisch-märchenhaftes Berlin, das gleichzeitig vertraut und völlig fremd wirkt. Zwischen grauem Alltag, digitaler Dauerbeschallung und innerem Rückzug öffnet sich eine zweite Ebene der Wirklichkeit, denn wir erleben eine Stadt, in der Drachen durch den Himmel ziehen, Fabelwesen durch die Straßen streifen und Gedanken buchstäblich Gestalt annehmen. Was zunächst wie ein leises, seltsames Abenteuer beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer Geschichte mit überraschender Tiefe und klarer Haltung.

Dieses Buch verlangt Geduld und belohnt sie. Der Einstieg ist zunächst fragmentarisch und wirkt fast träumerisch. Die Niemandsstadt fühlt sich nicht sofort greifbar an, sondern wächst langsam, Szene für Szene, Idee für Idee. Gerade für die jugendliche Zielgruppe entfaltet das eine besondere Wirkung, denn statt alles vorzukauen, lädt die Geschichte dazu ein, mitzudenken, mitzuspüren und eigene Bilder entstehen zu lassen. Josefine ist keine klassische Heldin. Still, eigenwillig und tief in ihrer Fantasie verankert, steht sie für all jene, die sich nicht laut behaupten, sondern nach innen stark sind. Daneben setzt Eli einen spannenden Kontrast, ist selbstbewusst, sichtbar, scheinbar perfekt angepasst an eine Welt aus Likes und Reichweite. Das Zusammenspiel der beiden Figuren gehört zu den größten Stärken des Buches. Freundschaft, Loyalität und gegenseitiges Verstehen stehen klar im Mittelpunkt udn der Roman ist so erfrischend frei von einer aufgesetzten Liebesgeschichte. Auch die zentrale Botschaft überzeugt: Fantasie als Gegenpol zu Technik, Dauer-Online-Sein und äußerem Leistungsdruck. Diese Message wirkt nie belehrend, sondern schwingt leise mit und entfaltet gerade deshalb ihre Wirkung. Humorvolle, skurrile Ideen, wie selbstständig wandernde Mülltonnen oder wandelbare Ort, lockern dabei die ernsteren Themen auf und machen die Niemandsstadt zu einem Ort, den man trotz aller Bedrohung nicht verlassen möchte.

Ein ungewöhnlicher, mutiger Jugendroman, der sich traut, anders zu sein. Eine Geschichte über das Träumen, über Freundschaft und darüber, wie wichtig es ist, sich die eigene Fantasie nicht nehmen zu lassen. Für Jugendliche, die gerne zwischen Realität und Magie wandern und die leisen Zwischentöne schätzen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine Entdeckung - eigenwillig, aktuell und lange nachwirkend.
Profile Image for Katharina Pansa.
31 reviews1 follower
March 18, 2020
Inhalt:
Magie trifft Technik in diesem phantastischen Roman für Leserinnen und Leser ab 13 Jahren.

In der Niemandsstadt gibt es alles, was man sich in der Wirklichkeit erträumt. Drachen ziehen durch die Wolken, Statuen zwinkern einem freundlich zu. Gleich drei Sonnen wärmen Gesicht und Rücken. Räume entstehen immer dann, wenn man sie braucht. Hier fühlt sich Josefine wohl. Doch diese Stadt, ihre Geschöpfe und ihr Zauber sind in Gefahr. Bedroht von spionierenden Crowbots, von Magie raubenden Maschinen, von einer weiten, weißen Leere. Ausgerechnet Josefine soll eingreifen – aber wie bekämpft man einen Gegner, der nicht existiert?

© Thienemann Esslinger


Meine Meinung:
"Wer träumen möchte, muss seinem Gehirn ein wenig Leerlauf gönnen. Einfach mal blöd aus dem Fenster gucken. Oder im Gras liegen und in die Wolken schauen."

(Zitat aus “Niemandsstadt” von Tobias Goldfarb. S. 197)

“Niemandsstadt” hat mich von der ersten Seite an umgehauen! Eigentlich wollte ich nur mal reinschnuppern und ein paar Seiten lesen. 100 Seiten später musste ich das Buch dann doch zur Seite legen, weil mein Sohn nach mir verlangt hat. Ansonsten hätte ich es in einem Rutsch verschlungen. Das Buch ist ungewöhnlich, außergewöhnlich und besonders! Auf jeden Fall ganz anders als erwartet.

Tobias Goldfarb hat einen ganz speziellen Schreibstil – locker, leicht, aber auch eindringlich. Mit seinen gewählten Worten regt er zum Nachdenken an. Die Wortspielereien sind herrlich!

Die Kapitel sind kurz gehalten, genau wie die Sätze zu Beginn. Die Perspektivenwechsel sind genial gelungen und geben Einblicke in die Gedanken-und Gefühlswelt der beiden Protagonistinnen Eli und Josefine. Dabei ist auch der Erzählstil völlig unterschiedlich. Die Atmosphäre ist voller Spannung, Magie und Fantasie!

Josefine und Eli sind beide auf ihre eigene Art wunderbare Protagonistinnen, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Beide jedoch wunderbar beschrieben und anders als erwartet. Auch die Nebencharaktere kann man sich sehr gut vorstellen.

Die Handlung ist zunächst verwirrend, aber auch spannend, magisch und vorallem voller Fantasie! Ich liebe die Messages, die Tobias Goldfarb so wunderbar in die Geschichte einwebt.


Fazit:
Ein Highlight 2020!! Ein außergewöhnliches und ganz besonderes Buch, welches zum rätseln, mitfiebern und träumen einlädt! Lest diese Geschichte, sie ist wirklich genial!
Profile Image for Memi.
292 reviews
April 7, 2020
Kurz zum Inhalt – Josefine ist eine Einzelgängerin, mit einem besonderen Geheimnis. Sie kann von unserer Welt in die Welt Niemandsstad eintauchen. In dieser Stadt gibt es, soweit sie weiß, keine Menschen. Dafür ganz viele andere Wesen, wie zum Beispiel Drachen, Elfen und viele weitere Fabelwesen. Wenn man sie brauch, tauchen die verschiedensten Gebäude auf und während die Stadt, Josefines Stadt so sehr ähnelt, ist sie doch ganz anders. Doch die Stadt scheint in Gefahr zu sein und es liegt an Josefine, diese zu retten. Schafft sie es?


Nun zu meiner Meinung.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und hatte ne bestimmte Vorstellung, bevor ich mit dem Buch anfing … und das Buch hat alle meine Vorstellungen umgehauen. Es war so ganz anders als ich erwartet habe. Es fing an mit den Kapiteln, welche immer sehr kurz waren und in den es gerade am Anfang ein paar Zeitsprünge gab. Am Anfang haben wir die Story aus der Sicht von Josefine erfahren und sind später dann zwischen ihr und ihrer Freundin hin und her gesprungen.

Was ich sehr interessant fand, war die Tatsache, dass die Schrift sich mit dem Perspektivwechsel auch verändert hat. Die Idee fand ich echt klasse.

Leider bin ich nie wirklich in die Story reingekommen, was zum einen daran lag, dass mir zwischendurch die Emotionen etwas gefehlt haben. Gerade bei Elli hatte ich meine Probleme. Ich weiß nicht warum, aber sie und ich waren nie auf einer Wellenlänge. Josefine hingegen ist mir echt ans Herz gewachsen und es hat mir jedes Mal spaß gemacht, mit ihr in ihre Welt einzutauchen.

Was ich auch gut fand, war die Tatsache, dass der Bösewicht in diesem Fall kein Mensch war. Hier wird gezeigt, was die Technologie noch alles, außer Wunder bewirken kann.


Fazit

Leider hat sich die Story für mich etwas gezogen und es hat immer etwas gedauert, bis ich wieder in die Story eintauchen konnte. Das Buch hat mich leider nicht so gepackt wie ich gehofft hatte, daher gibt es von mir 3 Sterne. Allerdings denke ich, dass die Story viele begeistert Leser finden und so machen zurück in die Welt der Träume führen wird.
Displaying 1 - 30 of 32 reviews