Der medienwirksamste Wettbewerb des Jahres. Vier Menschen, die alles zu verlieren haben. Und eine Woche, die ihr Leben für immer verändern wird.
Du liebst es doch, wenn andere fallen, oder? Wenn Skandale hochkochen, Konkurrenten aufeinandertreffen und das Internet vor Gerüchten kocht? Aber was, wenn dieser Sturm kein Spiel ist, sondern echte Leben verschlingt? Vier Persönlichkeiten der Buchwelt stehen im Fokus des Literaturpreises des Jahres. Rivalitäten brechen aus, geheime Abmachungen machen die Runde und jede Bewegung könnte sie alles Karriere, Ruf, vielleicht sogar mehr. Während draußen der Applaus tobt, lodert im Hintergrund ein Krieg, der live gestreamt und von Millionen Klicks und Kommentaren befeuert wird. Und du? Du liest das. Du bist Teil davon. Deine Erwartungen, Meinungen und Stille zählen. Denn das Internet liebt Helden … und es liebt, sie zu zerstören.
Ach, Kinder, das war ja mal enttäuschend, dabei hätte "Bookish Game" so gut werden können.
Worum geht's: Man nehme 3 erfolgreiche (BookTok)-Autor:Innen und einen skrupellosen Verleger, zwei Erzfeindinnen und stecke sie Big Brother-Style in eine 24/7 von Kameras überwachte Villa in einem Wettbewerb um das, was in der heutigen Buchwelt am meisten zählt: Garantierte Reichweite und Sichtbarkeit. Die Erzählperspektive wechselt dabei stets zwischen den Charakteren und den Zuschauern. Auch die Charaktere wirkten initial wahnsinnig spannend und boten Potenzial.
Das Ganze war dann locker-flockig zu lesen, ABER die Probleme lagen dann leider doch in der Umsetzung: - Angefangen beim Pathos, der nur so förmlich triefte, den unsäglichen Wiederholungen (wirklich, wenn ich noch einmal die Wörter "Flamme", "Feuer" oder "verbrennen" oder dass jemand "zu echt ist" lesen muss, heule ich) und den ganzen Rechtschreibfehlern und fehlenden Worten.
- Die Charaktere waren inkonsequent in ihren Handlungen und auch sehr eindimensional (z.B. drehten sich alle Gedanken und Handlungen nur um ). Die Zuschauer reagierten auch gar nicht menschlich, sondern eher als wären sie der allwissende Chor in einem altgriechischen Theaterstück.
- Auch der Plot war...mäßig ausgebaut oder überhaupt durchdacht. Es ging recht schleppend voran, es wurde viel mit großen Worten drumherumgeredet, ohne jemals etwas wirklich aufzulösen. Etwas mehr Tiefe und Worldbuilding hätte ich mir dann doch gewünscht, um irgendwie mitfühlen zu können. So wirkte alles dann doch sehr vage und lose. Es wurde auch hier sehr viel wiederholt. Es wurden auch viele Dinge angekündigt, die dann doch nicht passierten oder außerhalb der Erzählung plötzlich passiert sind. Überhaupt: Dafür, dass die Charaktere sich in einem Schreibwettbewerb befanden, wurde überraschend wenig (wenn überhaupt) geschrieben. Es gab gewisse theatralische Enthüllungen, die dann aber nicht weiter ausgebaut oder aufgegriffen wurden. Und die aufgebaute Welt hatte Millionen Plot Holes: Die Geschichte wurde auf einer Plattform live-gestreamt, die an TikTok ähnelte, dann wurde zwischendurch aber doch von Reichweite und Marktanteilen und aufgebauten Scheinwerfern gesprochen, als wäre es eine TV-Übertragung.
Overall, also alles etwas seicht, vor allem im Vergleich zu der dramaturgisch aufgebauschten Sprache. Mit etwas mehr Stringenz in der Erzählung, Hinterfragen des Plots und Cutten von Fluff hätte "Bookish Game" sogar etwas sehr Gutes werden und sogar auch das Mahnmal an die Buchbranche werden können, das es sein wollte. So aber verrannte es sich in genau den Fehlern, die es so groß im Buch selbst anprangerte: dass heutzutage das Marketing, gutes Online-Storytelling, ein schönes Cover und Farbschnitt mehr zählen, als die eigentliche Geschichte oder die Worte darin.
(Kleiner Schmunzler am Rande: Frau Herzog prangert mithilfe ihrer Charaktere fett die Verwendung von KI beim Schreiben von Büchern an, nutzte aber selbst KI beim Erstellen der Illustrationen im Buch :D)
Zuerst möchte ich mal die Gestaltung des Buches wirklich positiv hervorheben. Ich mochte die Aufmachung und die Haptik des Buches sehr . Man merkt richtig, dass sich hier viele Gedanken gemacht und mit viel Liebe das Cover gestaltet wurde.
Das Buch fing auch vielversprechend an. Die Schreibweise gefiel mir und ich war auf die Geschichte gespannt. Doch leider muss ich sagen, dass die Story hier irgendwie nicht an Fahrt aufgenommen hat. Die Protagonisten sind mir nicht nahe gekommen. Man hat zu Beginn erfahren, dass sich alle kannten, die dort in dieses Big Brother- Haus der Literatur (so will ich es mal überspitzt nennen) einzogen. Es wurde erzählt, dass es einen Vorfall gab zwischen 3 der 4 Bewohner . Aber über das ganze Buch ging es dann nicht mehr tiefer…. Was ich toll fand war, dass Zuschauerstimmen aus Live-Streams der Beteiligten aus diesem Haus mit in das Buch eingewoben wurden. Dem voran gestellt wurde immer eine Erzählerstimme, die die “Zuschauer:innen“ bzw. Socialmedia- Nutzer:innen direkt angesprochen hat . Die Aussagen des Buches werden auch während des Lesens klar. Leider hat mir nur die Umsetzung schlussendlich nicht so gut gefallen. Manche Dialoge spielten sich in meinem Kopf wie schlechte Tele-Novela Szenen ab. Zu viel Gefühl für zu wenig Hintergrund mit reichlich Metaphern. Ich hätte mehr über die Figuren noch erfahren müssen, um wirklich mitfühlen zu können. Der angesprochene Vorfall wurde nur sehr oberflächlich beschrieben.
Alles in Allem war ich leider von der Story nicht sehr begeistert. Es kam irgendwie ein wenig platt daher. Schade.
Mit Bookish Game wird der Buchbranche ein Spiegel vorgelegt: Skandale, Geheimnisse und Absprachen. Wir begleiten vier Personen aus der Buchwelt beim Live-Wettbewerb des Jahres – Blair, Vivian, Richard und Lio. Jeder Einzelne hat Ecken und Kanten und Social Media sieht live zu, wie ihre Welten aufeinandertreffen und schließlich auseinanderbrechen.
Ich war unglaublich gespannt auf den Auftakt der Bookish-Reihe und habe mir dementsprechend große Hoffnungen gemacht, dass mich dieses Buch umhauen würde. Leider merkte ich bereits nach etwa 100 Seiten, dass die Handlung nur sehr schleppend vorankommt. Nichtsdestotrotz wollte ich mich davon nicht verunsichern lassen und habe das Buch zu Ende gelesen.
Der Schreibstil ist sehr poetisch und die Gespräche sowie Eskalationen zwischen den Figuren wirken teilweise explosiv. Dennoch wurde ich das Gefühl nicht los, dass sich viele Aussagen ständig wiederholen – nur in andere, schöne Worte verpackt. Die Grundgedanken ziehen sich so über etwa 350 Seiten hinweg immer wieder durch. Dadurch konnte sich für mich leider keine richtige Spannung aufbauen.
Tolle Grundidee, Umsetzung hmm. Die Reihe werde ich daher nicht Weiterlesen.
Heute habe ich Euch ein paar Infos und eine Kurzmeinung zu „Bookish game“ von Isabelle Herzog mitgebracht. Macht Euch gern immer ein eigenes Bild! Neue Bücher von Selfpublishern bewerte ich grundsätzlich nicht mit schlechten Sternen!
💜Zitate💜
«Es war nicht der Sturm selbst, der mich zerriss, sondern das, was danach kam: Die Leere, die sich über alles legte, das Schweigen derer, die vorher laut gewesen waren, die plötzliche Unsichtbarkeit.»
«Es geht nie um Bücher. Es geht immer um Namen, Skandale und Aufmerksamkeit. Davon lebt die Literaturszene. Niemand möchte langweilige Leute.»
»Du redest immer wieder über die Buchwelt, als wäre sie ein Schlachtfeld, auf dem es nur Tote gibt. Ist da wirklich gar nichts anderes? Kein Moment, der dir zeigt, dass es sich lohnt?«
»Ich frage mich, wie das so ist für dich. Ob du eigentlich …« Sie machte eine bedeutungsschwangere Pause, als müsste sie überlegen, ob sie wirklich so direkt sein wollte. »Ob du selbst Teil der queeren Community bist. Oder ob’s nur der Markttrend ist, den du bedienst.«
💜Infos + Kurzmeinung (Klappentext schreibe ich Euch ganz unten hin)💜
- Auftakt der Bookish Reihe - Genre sehe ich als Mischung zwischen New Adult (Aufmachung, Schreibstil) und Gegenwartsliteratur (Idee und Themen) - Romance ist nur Subplot und es gibt keinen Spice (das hat mir beides sehr zugesagt!) - Endet offen und geschlossen (kann man auch als stand-alone lesen) - Casual queerness
Ich verlasse mich darauf, dass wenn Euch die Idee zum Buch gefällt, Ihr Euch eine eigene Meinung bilden werdet. Die Autorin veröffentlicht im Selfpublishing, deshalb gibt es keine negative numerische Bewertung, da ihrem neuen Buch keinesfalls geschadet werden soll.
Die Idee finde ich super, ein Schreibwettbewerb und das Enthüllen von Machenschaften in der Buchbranche, das klang richtig toll. Aber die Umsetzung war leider nicht mein Fall. Der Schreibstil ist ausschweifend und ausladend, es gab wenig Handlung, dafür umso mehr Metaphern und seitenlange Dialoge.
Dem gegenüber steht, dass ich viele schöne Zitate notieren konnte, das bringt so ein Stil auch mit sich. Aber ich wurde insgesamt nicht abgeholt und manchmal ist das einfach so. Ich habe mir das Buch „blind“ gekauft, ohne viel darüber zu wissen („Wettbewerb“ und „Buchwelt“ waren die Stichworte, die mir ausgereicht haben). Ich bereue es auch nicht, weil ich gern Bescheid weiß. Diese Reihe werde ich nicht fortsetzen, obwohl am Ende gute Weichen für die Fortsetzungen gelegt wurden. Das Buch ist dennoch in sich abgeschlossen, hat also eigene Enthüllungen und ein eigenes Ende.
Geschmäcker sind verschieden, vielleicht könnte es für Euch etwas sein!
Klappentext:
Der medienwirksamste Wettbewerb des Jahres. Vier Menschen, die alles zu verlieren haben. Und eine Woche, die ihr Leben für immer verändern wird.
Du liebst es doch, wenn andere fallen, oder? Wenn Skandale hochkochen, Konkurrenten aufeinandertreffen und das Internet vor Gerüchten kocht? Aber was, wenn dieser Sturm kein Spiel ist, sondern echte Leben verschlingt? Vier Persönlichkeiten der Buchwelt stehen im Fokus des Literaturpreises des Jahres. Rivalitäten brechen aus, geheime Abmachungen machen die Runde und jede Bewegung könnte sie alles kosten: Karriere, Ruf, vielleicht sogar mehr. Während draußen der Applaus tobt, lodert im Hintergrund ein Krieg, der live gestreamt und von Millionen Klicks und Kommentaren befeuert wird. Und du? Du liest das. Du bist Teil davon. Deine Erwartungen, Meinungen und Stille zählen. Denn das Internet liebt Helden … und es liebt, sie zu zerstören.
Die Ausgangsidee allein hat mich sofort gepackt! „Der medienwirksamste Wettbewerb des Jahres. Vier Menschen, die alles zu verlieren haben. Und eine Woche, die ihr Leben für immer verändern wird.“
Mit Bookish Game wirft uns die Autorin mitten hinein in das Haifischbecken der Buchwelt, welches vielen aus der Bookbubble erschreckend bekannt vorkommen wird. Wer sich auf diversen Social-Media-Plattformen bewegt, weiß, dass oft ein einziger Satz reichen kann, damit eine Diskussion plötzlich eskaliert. Ein unüberlegtes Wort und schon geht das Drama los. Und genau mit diesem Spannungsfeld spielt dieser Roman.
Im Zentrum stehen vier Figuren! Das sind Blair, Vivian, Lio und Richard. Alle sind Teil der Buchwelt, alle verfolgen ihre ganz eigenen Ziele und alle tragen Geheimnisse mit sich herum. Es ist sehr schnell klar, dass das hier viel mehr ist, als nur ein Wettbewerb. Es geht um Sichtbarkeit, Einfluss, Erfolg und um die Frage, wie viel man bereit ist dafür zu opfern.
Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch man die Figuren sehr intensiv erlebt. Man bekommt Einblicke in ihre Gedanken, Zweifel und Entscheidungen. Dadurch entsteht eine spannende Energie, denn nach und nach merkt man, dass hinter vielen Situationen mehr steckt, als es zunächst scheint. Immer wieder fragt man sich, wem man wirklich trauen kann und welche Rolle jeder Einzelne in diesem Spiel tatsächlich spielt.
Sehr spannend sind außerdem die Zwischenkapitel, in denen Leserinnen und Leser direkt angesprochen werden. Dadurch entsteht ein Gefühl, als würde man selbst Teil des Geschehens sein. Fast so, als wäre man in einer Kommentarspalte auf Social-Media gelandet. Man steht nicht mehr nur außerhalb der Geschichte, sondern fühlt sich plötzlich mitten im Spiel.
Und genau dort trifft das Buch einen Nerv. Vielleicht geht es dir wie mir und du stellst dir die Frage, welche Rolle du selbst eigentlich in diesem System spielst?
Der Blick auf die Buchwelt selbst ist schon etwas Besonderes. Denn es spielt genau dort, wo es unangenehm wird. Es fühlt sich an wie ein Schlag gegen die rosarote Fassade der Bookbubble. Hier geht es um Reichweite, um Gerüchte, die schneller wachsen als Wahrheiten und um den Druck, immer sichtbarer zu werden. Höher, schneller, lauter. Kommt dir das bekannt vor?
Das Buch wühlt auf. Es zeigt, wie schnell aus Begeisterung Konkurrenz werden kann. Wie leicht Diskussionen eskalieren. Wie Worte im Netz eine Dynamik entwickeln, die kaum noch zu kontrollieren ist.
Der medienwirksamste Literaturpreis des Jahres. Vier Menschen, die alles zu verlieren haben. Eine Woche, die ihr Leben für immer verändert. Klingt nach Drama? Oh ja... und wie! Wer sich auf Bookstagram bewegt, weiß: Ein falsches Wort in einer Rezension und plötzlich geht’s rund. Kommentare eskalieren, Meinungen werden persönlich genommen und schnell wird aus einer Diskussion ein digitaler Sturm. Genau in dieses Chaos wirft uns "Bookish Game" von Isabelle Herzog. Und seien wir ehrlich: Wir lieben Drama. Reality-Shows leben davon. Eskalation, Streit, öffentliches Zerlegen. Das Buch hält uns einen Spiegel vor: Wie schnell springen wir selbst auf den Drama-Zug auf? Ein Like hier, ein Kommentar da und schon geht’s los. Bookish Game zeigt auf schonungslose Weise, welchen Preis Sichtbarkeit hat. Erfolgsdruck, Konkurrenz, Selbstzweifel, ständiger Vergleich ... all das, worüber sonst keiner spricht, werden hier knallhart gezeigt. Die Charaktere? Blair, Vivian, Lio und Richard. Vier Persönlichkeiten der Buchwelt, jeder faszinierend auf seine Art, jeder mit Geheimnissen. Sie alle stecken in einem Spiel, bei dem es um mehr geht als eine Auszeichnung. Es geht um Reichweite, Macht und die Angst, alles zu verlieren. Und man erlebt alles hautnah mit. Jede Sekunde kann live verfolgt werden. Jede Bewegung, jedes Zögern, jedes Schweigen. Alles ist Bühne, alles ist Content. Intrigen werden in Echtzeit kommentiert und geteilt. Und was haben die vier zu verbergen? Man fragt sich ständig: Wer hat wen verraten? Wer profitiert? Wer wusste Bescheid und schwieg? Die Dynamiken zwischen den Charakteren sind so greifbar, so intensiv und absolut fesselnd. Isabelle Herzog hat das so großartig umgesetzt. Ich habe jede Seite verschlungen und mich gefühlt, als stünde ich selbst mitten im Spiel. So viel Realität, so viel Wahrheit. Der Schreibstil? Kraftvoll, poetisch und atmosphärisch, ich hätte am liebsten jede Seite markiert. Man liest dieses Buch nicht nur, man fühlt es. Und es zeigt, was Aufmerksamkeit mit Menschen macht und dass Worte im Netz nicht einfach verschwinden. Sie wirken. Und manchmal treffen sie härter, als man denkt. Am Ende bleibt eine Frage: Wie viel ist Aufmerksamkeit wirklich wert? Fesselnd, schonungslos und atmosphärisch – Bookish Game ist ein absolutes Highlight.
Das hier ist kein Buch über Bücher. Das ist ein Machtspiel mit Lesebändchen. Wer heute gefeiert wird, trendet morgen…und übermorgen wird er zerlegt.
Na hallo. Was war das bitte für eine Fahrt? Disclaimer: Drama pur. Und zwar nicht dieses süße „ein bisschen Rivalität“-Drama, sondern full blown Bookbubble-Meltdown. Ein Buch über Bücher, Autor:innen und diese eine Bubble, die sich selbst feiert, während sie sich heimlich zerfleischt? Natürlich bin ich dabei. You know what game is on. Willkommen im Bookish Game. Lio, Blair, Vivian und Richard kämpfen um den Literaturpreis des Jahres..und es fühlt sich weniger nach Feuilleton, mehr nach Endgame an. Jeder Blick ein Move. Jeder Kommentar eine Waffe. Jeder Skandal ein Level-Up. Oder ein endgültiger Absturz. „𝓓𝓾 𝓵𝓲𝓮𝓫𝓼𝓽 𝓮𝓼 𝓭𝓸𝓬𝓱, 𝔀𝓮𝓷𝓷 𝓪𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮 𝓯𝓪𝓵𝓵𝓮𝓷, 𝓸𝓭𝓮𝓻?“ Autsch. Direkt ins Gewissen. Denn ja, wir klicken. Wir kommentieren. Wir spekulieren. Wenn Gerüchte hochkochen und Konkurrent:innen sich öffentlich zerlegen, sind wir live dabei. Aber was, wenn das kein Spiel ist? Wenn echte Existenzen brennen, während wir Popcorn holen? Das Setting ist eine Mischung aus der Bachelor, Big Brother und Haunted House..nur dass das Monster hier der Algorithmus ist. Hinter den Kulissen werden „Lieblingsautor:innen“ strategisch aufgebaut, glattpoliert, ins perfekte Licht gerückt. Andere? Werden als Problemfall markiert, als Skandalnudel, als Magenbitter für die Masse. Schlachtbank der Bookbubble inklusive. Was mich fertiggemacht hat: Dieses leise, eiskalte Gefühl, dass niemand hier unschuldig ist. Geheime Deals. Manipulation. PR-Masken. Und mittendrin wir..das Publikum, das Helden erschafft, nur um sie später genüsslich zu stürzen. Spannend? Extrem. Intrigant? Auf einem anderen Level. Vertrauen? Würde ich niemandem. Not even close. Fazit: kritisch, düster, wild. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern dir den Spiegel vors Gesicht knallt. Und du merkst: Du bist Teil des Spiels.
From a craft perspective, this novel is undeniably well executed. The writing style is confident and stylistically refined, and there is a clear sense of depth in the way the narrative is constructed. The overall presentation of the book is also very appealing and contributes to a high quality reading experience.
For that reason, I was genuinely looking forward to this novel, especially after the extensive announcements on social media. The promise of insights into the publishing world in particular made the premise very intriguing to me. Unfortunately, however, I never fully found my way into the story. Despite several attempts to immerse myself in the narrative, I remained somewhat detached from the plot.
Most importantly, I struggled to develop an emotional connection with the protagonists. From a psychological perspective, identification and emotional resonance with characters are often essential elements for narrative immersion. When that connection does not emerge, even a technically strong novel can feel distant. It is possible that this observational distance was an intentional narrative choice, yet for me, empathy with the characters is a crucial aspect of the reading experience.
My expectations may also have been influenced by the way the book was presented in bookstores. As it was placed in the Dark Romance section at Thalia, I anticipated a somewhat different tone and thematic focus.
That said, I am certain the book will resonate strongly with many readers. In particular, fans of Isabella Herzog’s work will likely appreciate its style and atmosphere. For me personally, however, the reading experience remained restrained.
Mit Bookish Game hält Isabelle Herzog der Buchwelt einen schonungslos ehrlichen Spiegel vor. Zwischen Verlag, Autorinnen und Bloggerinnen entfaltet sich eine Geschichte, die unbequem ist, gesellschaftskritisch und erschreckend nah an der Realität. Als Leser*in fühlt man sich immer wieder ertappt – und genau das macht dieses Buch so wirkungsvoll.
Der Roman zeigt eindrucksvoll, was Social Media bewirken kann: Macht, Manipulation, Abhängigkeit und die gnadenlose Dynamik einer Szene, die nach außen glamourös wirkt, im Inneren jedoch hart und oft verletzend ist. Skandale, Drama und leise, tiefe Momente wechseln sich ab und sorgen für eine intensive emotionale Spannung.
Besonders hervorzuheben ist der poetische und zugleich starke Schreibstil der Autorin. Die Charaktere sind vielschichtig, glaubwürdig und besitzen eine Tiefe, die lange nachwirkt. Man spürt ihre Zweifel, Ängste und inneren Konflikte – nichts wirkt oberflächlich oder konstruiert.
Ein besonderes Stilmittel sind die Kapitel, in denen der Leser direkt angesprochen wird. Diese durchbrechen bewusst die Distanz zur Geschichte, geben ihr zusätzliche Tiefe und laden zum Innehalten ein. Man liest nicht nur, man reflektiert – über sich selbst, über die Buchwelt und über das eigene Verhalten darin.
Bookish Game ist kein bequemes Buch. Es fordert heraus, regt zum Nachdenken an und bleibt im Kopf. Ein mutiger Roman, der zeigt, wie nah Fiktion und Realität beieinanderliegen können – und wie wichtig es ist, genauer hinzusehen.
Ich kann gar nicht sagen, wie sehr dieses Buch der Autorin hier nachwirkt. Es zeigt, welchen Einfluss man als Leser hat und noch einiges mehr…
Wie der Titel sagt, ist es wie ein Game, in dem Lio, Blair, Vivian und Richard in einem Wettbewerb um den begehrten Literaturpreis des Jahres kämpfen.
Der Schreibstil der Autorin hat mich erneut mitgenommen und ich konnte es kaum zur Seite legen. Man kann durch ihn einen besonderen Blick auf die Charaktere erhaschen.
Die sozialen Medien sind hier wie auch im realen Leben mehr als nur präsent. Bookstagram ist, mittlerweile leider auch ein Pulverfass geworden, wo sich ein Kommentar schnell zu einem Shitstorm entwickeln kann.
Jeder der Charaktere hat eine Last mit sich zu tragen, und man würde manche von ihnen auch gerne mal schütteln.
Autoren versuchen, bekannter zu werden, und auch diese müssen Dinge einstecken.
Das Cover passt so gut und ich liebe die Aufmachung.
Fazit
Für mich war es ein Roman, der nachhallt und bei dem man so viele Emotionen erlebt.
Isabelle Herzog hat mit ihrem Buch ,, Bookish Game - Schreib oder stirb ,Darling” einen rassiert!
Ich finde das Buch verkörpert all das Negative in der Buchbranche, die Intrigen,die Sensationsgeilheit, Gossip, Vorurteile, Klicks usw. Es war für mich sehr unbequem, da mein Hobby einige der positiven Dinge in meinem Leben ist und das hier zu lesen ist hart.
Dennoch hat es mich zum Nachdenken gebracht,wie man selbst in der Branche sein möchte.
Klar, Leute, die kein Social Media haben, kriegen die Dramen nicht mit ,aber es geht um die, die es mitbekommen.
Die Figuren sind für mich alle auf ihre Art sehr authentisch geschrieben,aber für mich keine Sympathieträger,aber das müssen sie nicht sein.
Es wird weitergehen, am Sonntag wird es weitere Infos geben von der Autorin.
Ich kann es jedem in der Buch-Bubble empfehlen.
Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an die Autorin.
Ein Spiel. Vier Teilnehmer. Vier Bekannte Gesichter in der Book Bubble. Blair, Best Seller Autorin, Star der Show, Liebling der Herzen. Richard, Verleger und erfolgreicher Unternehmer. Vivian. Autorin mit Herz. Zu viel Vertrauen und dem Verlangen nach Ehrlichkeit. Lio. Unscheinbar, nett und doch hat er es faustdick hinter den Ohren. Diese Vier wurden in eine Villa gesteckt und unter ständige Beobachtung gestellt. Skandale sind da vorprogrammiert.
Mit "Bookish Game" hält Isabelle Herzog der Book Bubble den Spiegel vors Gesicht. Nicht nur einmal habe ich mich ertappt gefühlt.
Die Charaktere mit ihren Geschichten haben mich berührt. Vor allem für Vivian hat mein Herz geschlagen. Aber auch Lio war mir ziemlich von Beginn an sympathisch. Blair hatte mein Mitleid, ja, aber so richtig warm bin ich mit ihr leider nicht geworden. Auch Richard tanzte immer zwischen Sympathie und "Er ist halt da" hin und her. Gerade am Anfang.
Der Schreibstil war sehr schön. Das Gesamte Buch ist wirklich wunderbar formuliert. Das macht es jedoch zu einem Buch, dass man nicht mal so nebenbei lesen sollte. Man muss viel zwischen den Zeilen lesen und genau hinschauen. Auch die Kommentare zwischen den Kapiteln fühlten sich real an. Als wäre es eine richtige Show und man verfolgt online die Meinungen der Fans.
Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht, vielleicht sollten wir nicht jedem Farbschnitt, jeder Special Edition hinterherjagen und mehr die Autor:Innen hinter den Büchern feiern. Wir sollten uns selbst an der Nase nehmen und nicht jedem Gossip glauben schenken und ihn dadurch noch größer machen, als es Notwendig ist. Die Leute hinter den Kulissen sind ebenfalls nur Menschen mit Gefühlen und das sollten wir uns im Kopf behalten. Denn Schlussendlich sind es unsere Entscheidungen, die Menschen wie sie zum Fall bringen oder aufsteigen lassen.