Es ist das Jahr 1904, und Deutschland hat ganz Südwestafrika für sich beansprucht. Da die Herero lieber kämpfen, als ihre angestammten Gebiete aufzugeben, hat General von Trotha erklärt, dass sie alle in die Omaheke-Wüste getrieben werden sollen, um dort zu sterben. Kurz davor, ihren verzweifelten Kampf ums Überleben aufzugeben, findet Jahohora neue Hoffnung durch eine einfache, aber bedeutsame Geste der Freundlichkeit eines jüdischen Arztes, der in der deutschen Armee dient.
ALLEIN IN DER WÜSTE ÜBERLEBEND, SUCHT DIE 12-JÄHRIGE JAHOHORA NACH IHRER FAMILIE, während sie sich vor den deutschen Soldaten versteckt.
Mama Namibia basiert auf der ergreifenden, wahren Geschichte eines unschuldigen Herero-Mädchens, deren Leben das Leid, die Ausdauer und die Widerstandskra der Herero- und Nama-Völker darstellt, als sie sich ihrer größten Prüfung stellen mussten – einem Völkermord, der als Vorbereitung für den Holocaust diente.
– Kuaima Riruako, Oberhäuptling
Herero Traditional Authority
Anmerkung des Autors zum 10. Jahrestag von Mama Namibia Als ich im Jahr 2000 begann, den Völkermord an den Ovaherero/Nama zu erforschen, plante ich eine Doktorarbeit, die die Ereignisse von 1904 bis 1908 in Deutsch-Südwestafrika mit dem Holocaust verband. Bald merkte ich jedoch, dass bereits viele wissenschaftliche Werke existierten und ich kaum Neues beitragen konnte.
Was fehlte, waren Bücher, die die Geschichte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machten. Anfang des 20. Jahrhunderts verherrlichten deutsche Romane die Kolonialzeit, doch „Mama Namibia“ war 2013 der erste Roman, der den Genozid aus Sicht der Herero erzählte.
Auf einer Lesereise durch Namibia erlebte ich die tiefe Resonanz. Menschen kamen mit Tränen in den Augen; ein junger Mann sagte, die Geschichte habe ein lebenslanges Loch in seinem Herzen gefüllt. Auch viele Namibier außerhalb der Herero und Nama wussten nichts vom Völkermord, da er weder in Schulen noch Museen behandelt wurde. Während deutsche Soldaten ein Denkmal hatten, lagen die Gebeine der Herero in einem unmarkierten Gehege. Deutschland hatte bis 2013 zudem die Ereignisse nicht als Völkermord anerkannt.
Seit der Veröffentlichung hat sich viel verändert. Der Roman wurde in Schulen und Universitäten genutzt, in Botswana Teil eines Versöhnungsprogramms, Thema wissenschaftlicher Arbeiten und internationaler Rezensionen. Zwei Jahre später begann Deutschland Verhandlungen mit Namibia, bei denen Politiker „Mama Namibia“ hochhielten, um zu zeigen, dass die Vergangenheit aufgearbeitet werden müsse.
A storyteller by nature, Mari Serebrov combines the investigative skills of a journalist with a passion for history. She has master's degrees in journalism and history from the University of Arkansas and has worked as a journalist for more than 30 years.
In 2013, she was named the literary laureate of the Herero Tribal Authority in recognition of her work Mama Namibia, a historic novel that puts a face to the horrors of the first genocide of the 20th century.