La Seconda guerra mondiale è finita da poco. Bertil Krass, cresciuto con la madre e la foto di un marinaio che non ha mai conosciuto, fa il corriere in bicicletta a Stoccolma. Da un giorno all’altro decide di lasciare tutto e, in cerca di fortuna, si avventura a nord, dove in un piccolo comune del Norrland trova lavoro in una segheria. Un posto con un’eredità ingombrante, perché nei boschi vicini fino a poco tempo prima c’era un campo di prigionia destinato a comunisti, sindacalisti, anarchici, persone che, in nome della sicurezza del paese, dovevano essere messe a tacere. Una prigione a cielo aperto smantellata in fretta e furia solo dopo la sconfitta della Germania e per cui i responsabili, complici dei nazisti, non hanno mai pagato. Quando in un freddo giorno di gennaio la segheria brucia, l’intera comunità sospetta che ad averle dato fuoco sia stato proprio Bertil. Perché Bertil è un uomo mite e un comunista. Perché Bertil viene da fuori. Perché Bertil, quindi, è il colpevole perfetto. Con il tacito consenso di tutti, comincia una sottile caccia all’uomo, e accanto a Bertil rimane solo Margot, la donna di cui è innamorato. Ma per quanto ancora? Con questo romanzo scritto nel 1977, basato su fatti reali e tuttora modernissimo, Mankell si conferma grande precursore dei tempi e profondo conoscitore dell’animo Il folle è una storia di forte attualità, che smaschera abusi politici e corruzione disegnando personaggi autentici, inermi di fronte al potere, che cercano solo un po’ di felicità. Mettendo in scena ideali e cadute della politica, e soprattutto l’eterna paura dello straniero, ad appena ventinove anni il creatore del commissario Wallander ha dato vita a un romanzo potente, che scuote e commuove.
Henning Mankell was an internationally known Swedish crime writer, children's author and playwright. He was best known for his literary character Kurt Wallander.
Mankell split his time between Sweden and Mozambique. He was married to Eva Bergman, Swedish director and daughter of Ingmar Bergman.
Bertil Kras hat von seinem Leben genug und macht sich auf den Weg in den Norden, um ein neues Leben anzufangen. Er kommt im Marktflecken an, findet Arbeit und verliebt sich. Doch der Schein trügt, seine politischen Ansichten gefallen nicht jedem und schon bald muss er mit verheerenden Gerüchten kämpfen.
Meinung: Ich mag den Schreibstil von Mankell sehr gerne. Auch in diesem Buch ist er gelungen. Es wird langsam Spannung aufgebaut, durch das ganze Buch hinweg hat man als Leser das Gefühl, dass bald etwas Schlimmes passieren wird. Die Spannung bleibt subtil und im Hintergrund, es klingt ständig etwas Bedrohliches mit, das man nicht so recht greifen kann. Weiterhin beschreibt Mankell alles sehr ausführlich und plastisch, sodass man sich super in das Geschehen hineinversetzen kann und sich unmittelbar im Buch befindet.
Zu der Geschichte als solche bin ich zwiegespalten. Einerseits finde ich sie sehr interessant, die Beschreibungen (vor allem die Korruption) haben mich sauer gemacht und ich war voll drin. Andererseits schleppt sich das Geschehen teilweise etwas hin und es passiert nicht so wirklich etwas. Wenn dann aber was passiert, dann wird das Ganze so schnell abgetan.
Auch das Ende konnte mich nicht so richtig überzeugen. Fragen bleiben offen, was ich nicht schlimm fand, aber irgendwie hat das Ende mich unzufrieden zurückgelassen, dabei kann ich nicht so richtig erklären, woran das liegt.
Die Charaktere fand ich allerdings wieder super. Es gibt verschiedene Menschen mit unterschiedlichen politischen Haltungen, Meinungen und Facetten. Ihre Handlungen, Denkweisen und Positionen waren für mich interessant und auch lehrreich.
Das Problem, glaube ich, ist, dass die Einleitung, das erste Kapitel des Buches und auch das Zitat von Georg Seesslen auf dem Buchrücken auf etwas anderes hindeuten und man dadurch am Ende enttäuscht wird, da man etwas gänzlich anderes erwartet hat. Auch der Titel war für mich irreführen und ich kann ihn so im Buch nicht wiederfinden.
Fazit: Ich mag Mankell und bleibe auch bei meiner Meinung. Aber dieses Buch konnte mich leider nicht in Gänze überzeugen.
Bertil Kras taucht aus dem Nichts in einem kleinen schwedischen Marktflecken auf, ein Fremder, dazu noch ein Kommunist. Er findet Arbeit, eine Freundin und bleibt doch ein Außenseiter. Als die unrühmliche Vergangenheit des Ortes in die Zeitung kommt, ein Internierungslager für Kommunisten während des zweiten Weltkrieges, ist schnell ein Verantwortlicher gefunden: der fremde Kommunist hat hier für Unruhe gesorgt, so besagen die Gerüchte. Und als dann noch das Sägewerk, in dem auch Bertil arbeitet, niederbrennt, ist klar: das war das Werk von ebendiesem Fremden, der aus dem Nichts kam und nur Unruhe verbreitet.
Der Verrückte ist eine Wiederentdeckung, geschrieben 1977 und nun erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Mankell zeigt die unrühmliche Vergangenheit des liberalen schwedischen Sozialstaates auf, Sympathisanten mit den Nazis, Verfolgung von Kommunisten, Polizisten, die nicht an der Wahrheit, wohl aber an der Verdrängung interessiert sind. Und in all dem die Hilflosigkeit einer Minderheit und der Einzelnen gegen die Macht der Reichen und Mächtigen. Das ist sprachlich brillant geschrieben, aber nicht immer leicht zu verdauen. Trotz der ruhigen und bedächtigen Erzählart wird Spannung aufgebaut, flacht immer wieder in Momenten der Harmonie und des Glücks ab, um dann erneut und umso stärker anzusteigen. Das Ende lässt einen etwas ratlos und unbefriedigt zurück – wie die wahre Geschichte die hinter dem Roman steht.
Mein Fazit: gute Literatur und schwere Kost. Lesenswert.
To chyba debiut literacki Mankella, dopiero teraz został wydany w języku niemieckim. Bardzo mnie zainteresowała ta pozycja, trudno mi jest znaleźć książkę Mankella której nie znam albo nie przeczytałem. Ucieszyłem się, że natrafiłem na pozycję mi jeszcze nie znaną. Dość obszerna ksiązka. Mankell ją napisał mając może osiemnaście, może dwadzieścia lat. Były to lata 60siąte, okres turbulentny w dziejach Szwecji. Z jednej strony zagrożenie komunizmu, z drugiej strony faszyzm i nazizm a po środku ludzie którzy jakoś próbują stworzyć sobie życie. Co ciekawe książka właśnie opisuje to jak niektóre elity polityczne w czasie drugiej Wojny Światowej wyznawały ideologię nazistowską. MAnkell opisał również w książce to jak niektóre osoby w neutralnej Szwecji były internowane w obozach ze względu na swoje przekonania polityczne. W książce opisane są wydarzenia mające miejsce w czasie drugiej wojny światowej, krótko po niej aż po lata 60siąte. Narracja akurat może nie jest zbyt łatwa, ale jest to na pewno ciekawa ksiązka. Mankell jak zwykle w książce opisuje trudne tematy społeczne i jest wyczulony na tematykę społeczną.
Themes and Ideas The central themes of the work are explored from several different angles. The author presents various perspectives without pushing the reader toward a single conclusion. This approach allows for individual interpretation of the main ideas. Learn more about the underlying concepts by visiting this page. >>> https://script.google.com/macros/s/AK...
I’ve been listening to this as an audio book all year. Having finished. I still can’t quite say what it was about or why. At least: why was there zero logic and zero resolution at the end?
The world of post war Sweden was relatively interesting and there’s a political comment in there, but the story was bleh.
Ein sehr politischer und zeitloser Spannungsroman von Henning Mankell. Dieser Roman spielt in der Zeit von 1940 bis 1952 in Schweden und bringt sehr gut zu Tage, wie es Außenseitern und politisch anders Denkenden in kleinen Dorfgemeinschaften gehen kann.
Ziemlich depressiv gestimmtes Buch von einem jungen Mann, der von Stockholm in den Norden des Landes geht und dort in einem Dorf versucht, Anschluss und Arbeit zu finden. Letztendlich bleibt er aber immer der Fremde, dem man misstraut.
Etwas langatmig, die Story recht eintönig. Spiegelt aber sehr gut wider wie das Leben in einem kleinen schwedischen Dorf in der Nachkriegszeit gewesen sein muss.
Aufarbeitung der schwedischen Neutralitätspolitik nach dem 2. Weltkrieg mit tragischem Schicksal.
Bertil Kras aus Stockholm, Kommunist, versucht sein Glück in einem Marktflecken in Norrland in einem Sägewerk, das jedoch auf verdächtige Art abbrennt. Gleichzeitig versucht eine kommunistische Ortsgruppe, für die Vergangenheit der letzten Kriegsjahre über ein Lager für internierte Kommunisten und andere Oppositionelle im dortigen Wald Vergeltung zu üben. Bertil wird des Brandanschlages ohne einen Beweis verdächtigt, findet keine weitere gesicherte Arbeitsstelle und verzweifelt mit Margot und ihrem Kind Rubinchen an den Gerüchten und Unsicherheiten. Schließlich tobt sich Bertil auf dem dortigen Güterbahnhof aus, indem er die Waggons entgleisen lässt. Obwohl Schweden im 2. Weltkrieg offiziell kein Verbündeter Deutschlands war, hatten es die dortigen Kommunisten nicht leicht, wären sogar im o.g. Lager erschossen worden bei anderem Kriegsausgang. Diese geschichtliche Auseinandersetzung wird subtil thematisiert. In ruhigem Spannungsbogen wird das Dorfleben mit diversen Charakteren beleuchtet im Wandel der Jahreszeiten, mit genauen Schilderungen zu Elchjagd, Angeln und der Preiselbeersuche. Neben dieser Idylle häufen sich rund um das Opfer – nämlich Bertil - in steigendem Maße Ängste, Wutausbrüche, Verdächtigungen bis zu seiner Verzweiflung.
„Der Verrückte“ ist Henning Mankells Erstlingswerk, 1977 verfasst und jetzt ins Deutsche übersetzt. Der Roman hat nichts mit den bekannten Wallender Krimis zu tun, sondern spielt in der Nachkriegszeit und ist hoch aktuell, denn es geht um die Hilflosigkeit einer verfolgten Minderheit gegen die Übermacht der Starken.
Es geht um einen Mann, der von Stockholm aufs Land zieht und versucht in der Dorfgemeinschaft seinen Platz zu finden. Gleichzeitig geht es um einige Dorfbewohner, die während des zweiten Weltkrieges in einer in einem Internierungslager für Kommunisten verschleppt wurden, nach dem Krieg wieder frei gelassen wurden und sich wieder in die Dorfgemeinschaft einfügen, als sei nichts passiert. Bertil findet eine Arbeit in einem Sägewerk, eine Freundin, die ihn liebt, aber er bleibt ein Fremder, dazu noch ein Kommunist. Man spielt ihm übel zu. Es werden Gerüchte gestreut, es wird gelogen und es kommt zu Gewaltakten.
Mit hat das Buch gut gefallen, weil es eine sozialkritische Geschichte ist, und die dunkle Geschichte Schwedens aufdeckt.
Vor allem sprachlich ist der Roman ein Lesegenuss. Meine Leseempfehlung für eine schwere Kost mit 4 von 5 Sternen.