ENGLISH
Fictional utopia of a better working world, which currently only exists for the most highly qualified
The fictional story is about the frustrated employee Joe, whose work and personal lives are being revolutionized and improved from scratch by the management methods of the successful entrepreneur Tom. At the core of the whole are the title-giving five life goals, which should be achieved as a good ideal for finding motivation and to increase it too.
Good thought-provoking ideas are packed in neat metaphors. Although the approaches are described, be it methods of leadership, optimization of work processes, business concepts or company development; everything remains superficial. The reality, in this case, consists of employees of a probably infinitely rich company, who are automatically equipped with full vigor and highest worship for the superior. This company does not need to shy any costs and handles the fierce competition with competitors as if it was nothing. To devote the rest of the working time to find the perfect match for the team in the form of new colleagues who are bursting with energy and fully identify themselves with their work.
Also, the underlying approaches remain the same throughout the length of the book and are designed in redundant forms for various problems. The dimension just increases more and more. The idea of doing something that gives pleasure and starting from that, sinking into action and turning the enthusiasm into a career choice and a career and making it a novel has been around for a long time. Only other writers stay closer to reality and avoid extreme pathos and the American ideal of the beloved, infallible supermanager. Moreover, as dangerous slippery ending comes closer, before moralizing sets in together with a pompous finale.
In principle, all the noble ideals that Strelecky describes are already realized in the area of panic-stricken employers looking for employees. They must be able to lure future revenue creators with attractive working conditions and an appealing environment. But the motivation of the real companies doesn’t correspond to the fairy tale ideas of the author.
However, merely the calculation of how much value a highly competent worker could potentially make with potential groundbreaking developments. An investment in contested and rare human material may be expensive, and presumably, the growth in this direction will take on more and more bizarre forms parallel to the divergence of the income gap. The brain drain does not seem to stop and MINT workers are becoming increasingly scarce.
The application and implementation of humane and therefore more efficient concepts in the workplace will always be determined by the cost-benefit calculation. As long as the costs to provide joy, enthusiasm, and ability to identify employees with their work does not pay for itself, no for-profit company will ever begin. It would be a waste of money, to put up a pleasant working environment, less pressure, stress and quota fulfillment and bearable working conditions for interchangeable and thus extortionated, exploited and dependent workers. It is not necessary for profit optimization.
On the contrary, much work is being done and money invested to push the development towards the opposite direction, which is even more precarious for the people and paved with despair and with poverty despite full-time jobs. At the lowest end among unskilled laborers and employees, the most brutal exploitation of starvation wages without unionization and social security.
In research, development, and management, an attractive and supportive working environment with flat hierarchies, flexible working hours, bonuses, friendly cooperation, modern management methods, full benefits and a superior as described in the book. As in education, the environment, education, integration, finance and many other areas, both is well known and practicable to make life bearable and harmonious for all people. Just the shareholder counterposes this possibility.
GERMAN
Fiktionale Utopie einer besseren Arbeitswelt, die momentan so nur für höchst Qualifizierte existiert
Die rein erdachte Handlung dreht sich um den frustrierten Angestellten Joe, dessen Arbeits- und Privatleben von den Managementmethoden des erfolgreichen Unternehmers Tom von Grund auf umgekrempelt und verbessert werden. Kern des ganzen sind die Titel gebenden 5 Lebensziele, die zu erreichen als erstrebenswertes Ideal zu Motivationsfindung und auch deren Steigerung beitragen soll.
Gute Anregungen zum Denken sind, in hübsche Metaphern verpackt, in rauen Mengen enthalten. Wenn auch die Ansätze recht grob gezimmert beschrieben werden. Seien es Methoden der Mitarbeiterführung, Optimierung von Arbeitsprozessen, betriebswirtschaftliche Konzepte oder die Firmenentwicklung, es bleibt alles recht oberflächlich. Die Realität besteht in diesem Fall aus automatisch mit vollem Elan und höchster Verehrung für den Vorgesetzten ausgestatteten Mitarbeitern einer wohl unendlich reichen Firma. Diese braucht keinerlei Kosten zu scheuen und handelt den harten Wettbewerb mit Konkurrenten mal nebenbei zum Frühstück ab. Um sich den Rest der Zeit der Suche nach den perfekt ins Team passenden, vor Freude berstenden neuen Kollegen zu widmen. Der sich noch dazu komplett mit seiner Arbeit identifiziert.
Auch bleiben die zugrunde liegenden Ansätze über die ganze Länge des Buches die gleichen und werden in redundanten Formen auf verschiedene Probleme ausgelegt. Dabei steigert sich die Dimension immer mehr. Die Idee, das zu tun was einem Freude bereitet und davon ausgehend das Versinken im Handeln und die Begeisterung auf die Berufswahl und die Karriere umzumünzen und daraus einen Roman zu machen, gibt es schon lange. Nur bleiben andere Autoren näher an der Realität und meiden extremen Pathos und das amerikanische Ideal des geliebten unfehlbaren Supermanagers. Und ein noch dazu vor Moralin und Schmalz gefährlich schlüpfriges Ende samt pompösen Finale.
Prinzipiell gibt es all die hehren Ideale, die Strelecky beschreibt, bereits im Bereich von durch Fachkräftemangel panisch nach Mitarbeitern suchenden Branchen. Diese müssen es sich leisten, mit attraktiven Arbeitsbedingungen und einem ansprechendem Umfeld zukünftige Umsatzbringer zu ködern. Wobei in keiner Weise die Mentalität des Romanhelden dem freundlichen Verhalten der Konzerne zugrunde liegt. Sondern schlicht die Kalkulation wie viel Wert ein hochkompetenter Arbeiter, der potentiell bahnbrechende Entwicklungen machen könnte, darstellt. Eine Investition in heiß umkämpftes und rares Menschenmaterial darf schon einiges kosten und vermutlich wird die diesbezügliche Entwicklung parallel zum Auseinanderklaffen der Einkommensschere immer bizarrere Formen annehmen. Der Brain-Drain scheint nicht im Abklingen begriffen zu sein und MINTler werden immer rarer.
Die Anwendung und Umsetzung humaner und dadurch Effizienz steigernder Konzepte in der Arbeitswelt werden immer nur von der Kosten-Nutzen Rechnung bestimmt bleiben. Solange die Freude, Begeisterung und Identifikationsmöglichkeit der Mitarbeiter an und mit der Arbeit sich nicht amortisiert, wird kein gewinnorientiertes Unternehmen jemals damit beginnen. Es wäre schlichte Geldverschwendung, austauschbaren und dadurch erpressbaren und abhängigen Arbeitern unter Aufbietung unnötiger Ausgaben ein angenehmes Betriebsklima, weniger Druck, Stress und Quotenerfüllung und erträgliche Arbeitsbedingungen zu bieten.
Es ist zur Gewinnoptimierung nicht notwendig. So wird im Gegenteil daran gearbeitet, die Entwicklung in die konträre, für die Menschen noch prekärere und mit Verzweiflung und trotz Vollarbeit mit Armut gepflasterte Richtung voranzutreiben. Am untersten Ende bei Hilfskräften und einfachen Arbeitern und Angestellten brutalste Ausbeutung zu Hungerlöhnen ohne gewerkschaftliche Organisation und soziale Absicherung.
In der Forschung, Entwicklung und Führungsetage ein ansprechendes und förderndes Arbeitsumfeld mit flachen Hierarchien, flexiblen Arbeitszeiten, Bonuszahlungen, freundlichem Miteinander, modernen Managementmethoden, vollen Sozialleistungen und einem Vorgesetzten wie er im rezensierten Buche steht.
Wie in den Bereichen Bildung, Umwelt, Erziehung, Integration, Finanzen und etlichen anderen ist sowohl bekannt als auch durchführbar, wie das Leben für alle Menschen und erträglich und harmonisch gestaltet werden kann. Dem gegenüber steht nur noch der Shareholder Value.