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Die Einsamkeit Israels: Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung

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„Am Beginn des 21. Jahrhunderts ist die antizionistische Ideologie zu neuem Leben erwacht und weist weit über den Kreis linker Kleingruppen hinaus. Die Existenz von Antisemitismus in der Linken ist heute evident. Angesichts der ausufernden Literatur, die ihn wieder und wieder belegt, kann sein Leugnen heute nur mehr als eine seiner Ausdrucksformen angesehen werden. Im Antizionismus tritt er als eine spezifische Form des Antisemitismus nach Auschwitz auf, der sich aus Mangel an konkreten Haßobjekten gegen den kollektiven Juden, den Staat Israel, richtet. Daß die im Antizionismus angelegten Vernichtungsphantasien nicht Realität geworden sind, verdankt sich einzig und allein der israelischen Staatsgewalt.“

184 pages, Paperback

First published October 13, 2014

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Stephan Grigat

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Profile Image for Marius.
46 reviews18 followers
September 24, 2024
Grigat hofft in Anlehnung an die kritische Theorie in der Regel darauf, dass sich seine Ausführungen nicht bewahrheiten und er nicht Recht behält. Jetzt, 10 Jahre nach Erscheinen des Buchs im Jahr 2014, lässt sich bilanzieren, dass leider vieles von dem, was er zur Lage Israels und Irans geschrieben hat, so oder so ähnlich eingetroffen und nach wie vor aktuell ist.

Der Einstieg ist eine gute Zusammenfassung des Themas, wenn man mit Antisemitismus bereits vertraut ist. Gerade im folgenden geschichtlichen Teil hätte ich mir mehr Quellenverweise gewünscht. Obwohl man bei Grigat von sorgfältiger Arbeit ausgehen kann, wäre es gut zum Nachlesen einiger Details. Die an manchen Stellen spärliche Einbindung von Fußnoten ist wohl darauf zurückzuführen, dass Teile der Kapitel bereits vorher an anderen Stellen veröffentlicht wurden.

Die historische Darstellung ist aufschlussreich, aber besonders interessant wird es, wenn sich Grigat ideologiekritisch äußert und die Kapitel stärker kritisch-gesellschaftstheoretisch geprägt sind. Das ist ab etwa zur Hälfte des Buchs der Fall, unter anderem mit dem Verweis auf Adorno zum israelischen Arbeitsfetisch, der aus Zwang entstand, den z. B. Unterstützer Israels aber zur Rationalisierung des eigenen Arbeitsfetischs nutzen. Diese Stellen hätten noch häufiger vorkommen können.

Der Teil zu Ansichten der israelischen Linken ist hilfreich, um sich in Debatten besser zurecht zu finden. Es folgt ein starkes Kapitel zum Antisemitismus Judith Butlers. Nach dem kürzlich erfolgten ersten direkten Angriff des iranischen Regimes auf Israel lohnt sich auch noch und gerade deshalb ein Blick in das Buch.
Profile Image for BgA Duisburg.
2 reviews1 follower
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October 21, 2015
„Am Beginn des 21. Jahrhunderts ist die antizionistische Ideologie zu neuem Leben erwacht und weist weit über den Kreis linker Kleingruppen hinaus. Die Existenz von Antisemitismus in der Linken ist heute evident. Angesichts der ausufernden Literatur, die ihn wieder und wieder belegt, kann sein Leugnen heute nur mehr als eine seiner Ausdrucksformen angesehen werden. Im Antizionismus tritt er als eine spezifische Form des Antisemitismus nach Auschwitz auf, der sich aus Mangel an konkreten Haßobjekten gegen den kollektiven Juden, den Staat Israel, richtet. Daß die im Antizionismus angelegten Vernichtungsphantasien nicht Realität geworden sind, verdankt sich einzig und allein der israelischen Staatsgewalt.“ Der Autor Stephan Grigat, Politikwissenschaftler, ist Lehrbeauftragter an den Universitäten Wien und Graz. 2007 hat er das Bündnis STOP THE BOMB mitbegründet, als dessen wissenschaftlicher Direktor er arbeitet. Er ist Herausgeber von Postnazismus revisited. Das Nachleben des Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert (2012) und Mitherausgeber von Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur & ihrer europäischen Förderer (2008) sowie Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes & Perspektiven der Freiheitsbewegung (2010).
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