Es ist ein fremder Hauch auf mir? Was soll das heißen – es ist ein fremder Hauch auf mir? Auf mir ist kein fremder Hauch. Gib mal’n Kuß auf Lottchen …« In dem heiter-maliziösen Tucholsky-Lesebuch beichtet Lottchen einen Geliebten, es werden Ratschläge an einen schlechten Redner erteilt oder final die Frage geklärt, wo die Löcher aus dem Käse herkommen. Was man alles eventuell noch mal gebrauchen kann in diesem Leben und wie es anfühlt, mit einer großen Frau liiert zu sein. Und ein Gratisrezept gegen die Grippe gibt es obendrein. Das alles garniert mit kongenialen Illustrationen von Katrin Stangl. »Natürlich war ich da mit einem Mann. Na, soll ich vielleicht mit einer Krankenschwester ins Theater? Lieber Daddy, das war ganz harmlos, vollkommen harmlos …
Kurt Tucholsky was a German-Jewish journalist, satirist and writer. He also wrote under the pseudonyms Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, and Ignaz Wrobel. Born in Berlin-Moabit, he moved to Paris in 1924 and then to Sweden in 1930.
Tucholsky was one of the most important journalists of the Weimar Republic. As a politically engaged journalist and temporary co-editor of the weekly magazine Die Weltbühne he proved himself to be a social critic in the tradition of Heinrich Heine. He was simultaneously a satirist, an author of satirical political revues, a songwriter, and a poet. He saw himself as a left-wing democrat and pacifist and warned against anti-democratic tendencies—above all in politics, the military, and justice—and the threat of National Socialism. His fears were confirmed when the Nazis came to power in 1933: his books were listed on the Nazi's censorship as "Entartete Kunst" ("Degenerate Art") and burned, and he lost his German citizenship.
Liebevolle und ausgewogene Auswahl aus Tucholskys ungezählten aphorismengespickten Glossen, die einem die Bedeutung seines Schreibens einmal mehr vor Augen führt. Vielleicht der genialste Menschenbeobachter und -kenner aller Zeiten. Chapeau!