Seit seine Frau Diya Teil seines Lebens ist, ist Tavish der glücklichste Mann der Welt. Seine dunkle Vergangenheit hat er hinter sich gelassen. Doch dann verbrennt sein neues Leben in Neuseeland zusammen mit dem Haus seiner wohlhabenden Schwiegereltern zu Asche. Diya liegt im Koma, der Großteil ihrer Familie ist tot.
Als die Behörden ihn verdächtigen, beginnt Tavish verzweifelt, selbst zu ermitteln. Was ist am Tag des Feuers passiert? Folgen ihm Tod und Leid, egal wohin er geht? Nur eines weiß er Diesmal ist er unschuldig. Doch die perfekte Familie seiner Frau war nie das, was sie zu sein schien. Er ahnt nicht, welche Abgründe die Wahrheit offenbart.
I've been writing as long as I can remember and all of my stories always held a thread of romance (even when I was writing about a prince who could shoot lasers out of his eyes). I love creating unique characters, love giving them happy endings and I even love the voices in my head. There's no other job I would rather be doing. In September 2002, when I got the call that Silhouette Desire wanted to buy my first book, Desert Warrior, it was a dream come true. I hope to continue living the dream until I keel over of old age on my keyboard.
I was born in Fiji and raised in New Zealand. I also spent three years living and working in Japan, during which time I took the chance to travel around Asia. I’m back in New Zealand now, but I’m always plotting new trips. If you’d like to see some of my travel snapshots, have a look at the Travel Diary page (updated every month).
So far, I've worked as a lawyer, a librarian, a candy factory general hand, a bank temp and an English teacher and not necessarily in that order. Some might call that inconsistency but I call it grist for the writer's mill.
Tavish hat sich ein neues Leben aufgebaut. Gemeinsam mit seiner Frau Diya lebt er in Neuseeland, zusammenmit ihrer wohlhabenden Familie. Für ihn ist es mehr als nur ein Neuanfang, denn es ist die Chance, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und endlich anzukommen. Doch dieses scheinbar perfekte Leben endet abrupt in einem Feuer und das gesamte Anwesen der Familie brennt ab, mehrere Menschen sterben, und Diya selbst schwebt schwer verletzt zwischen Leben und Tod. Tavish war ausgerechnet dann nicht anwesend und wird so schnell zum Hauptverdächtigen. Während die Ermittlungen gegen ihn laufen, bleibt Tavish nichts anderes übrig, als selbst nach der Wahrheit zu suchen. Je tiefer er in die Strukturen der Familie eintaucht, desto deutlicher wird, dass hinter der glänzenden Fassade Konflikte, Geheimnisse und alte Verletzungen verborgen liegen…
Nalini Singh ist für mich keine Unbekannte. Kennengelernt habe ich sie vor vielen Jahren durch eine Fantasy Reihe, umso spannender finde ich es, dass sie sich auch im Thriller-Genre bewegt. Was ihre Bücher für mich besonders macht, ist die Tatsache, dass sie sich vom klassischen Einheitsbrei abheben. Geboren auf Fidschi und aufgewachsen in Neuseeland, bringt sie eine Perspektive mit, die frischen Wind in das Genre bringt. Gerade das merkt man auch hier deutlich, sowohl im Setting als auch in den dargestellten zwischenmenschlichen Dynamiken.
Mit Tavish steht hier ein männlicher Protagonist im Mittelpunkt, der von Beginn an zwischen zwei Welten steht. Einerseits der Mann, der sich ein neues, stabiles Leben aufgebaut hat, andererseits jemand, der eine Vergangenheit mit sich trägt, die ihn immer wieder einzuholen droht. Er ist emotional schwer greifbar und jemand, der nicht alles von sich preisgibt. Ich war mir lange nicht ganz sicher, wie viel man ihm wirklich glauben kann. Seine Verzweiflung, seine Suche nach der Wahrheit und sein wachsendes Misstrauen gegenüber seinem Umfeld sind dabei jedoch sehr nachvollziehbar dargestellt und tragen die Geschichte über weite Strecken.
Der Roman arbeitet mit einer Gegenwartslinie rund um Tavish und die Ermittlungen nach dem Brand, die immer wieder durch Einschübe aus der Vergangenheit unterbrochen wird. Diese bestehen aus unterschiedlichen Perspektiven, darunter auch solche mit einem eher dokumentarischen, polizeilichen Blick. Die Verknüpfung dieser Ebenen erschließt sich nicht sofort vollständig. Vielmehr setzt sich das Gesamtbild nach und nach zusammen. Einige Zusammenhänge lassen sich erahnen, andere werden erst im weiteren Verlauf klar.
Die beiden Zeitstränge laufen eher nebeneinander her, als dass sie elegant ineinander übergehen. Die Übergänge wirken stellenweise etwas holprig und nicht ganz fließend, als würde man hier zwei voneinander unabhängige Geschichten lesen. Gleichzeitig ist die Vergangenheitsebene aber essenziell für die Story, denn ohne sie würde ein großer Teil der Tiefe und der späteren Auflösung fehlen.
„Wenn Liebe tötet“ hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Besonders hervorheben möchte ich das Setting, denn die Beschreibungen der Landschaft und der Umgebung sind unglaublich atmosphärisch und tragen stark zur Stimmung des Buches bei. Auch das dargestellte Familiengefüge fand ich sehr interessant. Gerade die kulturellen Unterschiede und die Art, wie Beziehungen und Erwartungen innerhalb dieser Familie gelebt werden, geben der Geschichte eine besondere Note. Positiv ist mir zudem aufgefallen, dass entsprechende Begriffe und Gepflogenheiten verständlich erklärt werden.
Spannungstechnisch konnte mich das Buch ebenfalls überzeugen. Es werden viele Fragen aufgeworfen, Verdachtsmomente verschieben sich immer wieder, und ich war mir lange nicht sicher, in welche Richtung sich alles entwickelt. Meine eigenen Theorien haben sich mehrfach geändert bis zur finalen Auflösung. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich der etwas holprige Wechsel zwischen den Zeitlinien. Insgesamt ändert das aber nichts daran, dass es sich um einen fesselnden, atmosphärisch dichten Thriller handelt, der vor allem durch seine besondere Kulisse und die Figuren im Gedächtnis bleibt.
Nalini Singh kenne ich vor allem aus dem Fantasybereich durch ihre Gestaltwandler‑Reihe, die mich viele Jahre begleitet hat und die ich immer gern gelesen habe. Als ich dann gesehen habe, dass sie einen Thriller geschrieben hat, war ich erst überrascht – und gleichzeitig neugierig, wie sie sich in einem ganz anderen Genre schlägt.
Tavish als Protagonist hat mich von Anfang an beschäftigt. Er bewegt sich in einem Umfeld wohlhabender, älterer Frauen, die später unter seltsamen Umständen sterben, und allein das sorgt schon für ein ungutes Gefühl und Misstrauen. Gleichzeitig bleibt er so undurchsichtig, dass ich nie sicher war, wie viel von dem, was er denkt oder erzählt, wirklich stimmt. Dieses ständige Hin‑ und Her zwischen Zweifel und dem Wunsch, ihn zu verstehen, zieht sich durch das ganze Buch und macht einen großen Teil der Spannung aus.
Die Handlung lebt davon, dass sich der Verdacht immer wieder in eine neue Richtung entwickelt. Kaum glaubt man, einer Spur folgen zu können, tauchen neue Hinweise auf, die alles wieder durcheinanderbringen. Dadurch bleibt die Geschichte in Bewegung und wirkt trotzdem glaubwürdig.
Erzählt wird auf zwei Ebenen: In der Gegenwart steht der Angriff auf die Familie Prasad im Mittelpunkt, während Rückblicke auf frühere Ermittlungen und auf Tavishs Vergangenheit nach und nach weitere Puzzleteile liefern. Diese Einschübe bremsen den Lesefluss zwar manchmal ein wenig, sind aber wichtig, weil sie das Gesamtbild Schritt für Schritt erweitern. Gleichzeitig sind sie so eng mit der Handlung verknüpft, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie man sie anders hätte einbauen können, ohne der Spannung etwas zu nehmen.
Der Twist am Ende hat mich wirklich überrascht. Ich hatte viele Vermutungen, aber auf diese Wendung wäre ich nicht gekommen. Plötzlich wirkt alles anders, und ich musste das Gelesene noch einmal für mich sortieren.
Fazit: "Wenn Liebe tötet" ist für mich ein atmosphärischer Thriller, der vor allem durch seine Figuren und die stetige Unsicherheit rund um Tavish funktioniert. Die Mischung aus Gegenwart und Rückblicken ist nicht immer ganz flüssig, gibt der Geschichte aber genau die Tiefe, die sie braucht. Auch wenn mich Singhs Fantasywelten emotional stärker erreichen, hat mich dieser Thriller gut unterhalten und mit seinem unerwarteten Twist wirklich überrascht.
Das Buch war ein ganz solider Thriller. Auch wenn eine lange Zeit lang nicht viel Spannung aufgebaut wird, sondern durch die ungewöhnliche Erzählstruktur hin- und hergerissen ist, wem man glauben soll. Das hat sich teilweise etwas gezogen, da ich mit den ganzen Namen etwas durcheinandergekommen bin, da neben den eigentlichen Namen auch noch Spitznamen und Kosenamen existieren. Manche ähneln sich auch ziemlich, sodass ich nicht immer alle Personen gleich wiedererkannt habe. Obwohl ich das Buch innerhalb von fünf Tagen beendet habe, habe ich nicht das Gefühl, alle Personen gut voneinander unterscheiden zu können. Die Erzählstruktur war wie gesagt sehr interessant, das hat mir sehr gut gefallen, gerade weil es mal etwas anderes war als bei vielen anderen Thrillern. Gegen Ende wurde es dann aber nochmal richtig spannend, das hat mir dann sehr gut gefallen, weil ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, wirklich von dem Buch gefesselt zu sein. Da kam dann auch ein Plottwist mit dem ich nicht geredet habe. Insgesamt also ganz gut, aber ich weiß nicht, ob ich das Buch jemandem weiterempfehlen würde.
Familiendynamiken und Zweifel Nalini Singh kenne ich durch ihre Fantasybücher. Mir hat ihr Ausflug in den Thriller-Bereich aber sehr gut gefallen. Sie schreibt hier sehr flüssig, auch wenn ich am Anfang des Buches die Rückblicke etwas holprig eingeworfen empfunden habe. Allerdings lebt der Thriller genau dadurch, denn damit werden immer wieder Zweifel gesät und die Familiendynamik beleuchtet und in Frage gestellt, wem man wirklich trauen kann.