Was wäre, wenn Nettsein kein Charakterzug, sondern ein Überlebensmechanismus ist? In diesem Buch verabschiedet sich Silvi Carlsson von der Rolle der immer braven, verständnisvollen Frau. Was passiert, wenn wir uns erlauben, nicht immer für andere da zu sein und unsere eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen? Radikal, persönlich und politisch schreibt Carlsson über People Pleasing, emotionale Verfügbarkeit und weibliche Sozialisation. Sie zeigt, wie tief der Good-Girl-Komplex in Beziehungen, Karrieren und Körpern wirkt – und was geschieht, wenn wir Männer nicht länger ins Zentrum unseres Denkens stellen.
Good Girl Exit hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Dieses Buch ist so vielmehr als nur ein Ratgeber es lädt dazu ein, die eigenen Überzeugungen, Verhaltensmuster und die Erwartungen, die uns von klein auf vermittelt werden, ehrlich zu hinterfragen.
Silvi Carlsson beschreibt eindrucksvoll, wie viele Frauen unbewusst in der Rolle des "Good Girls" gefangen sind: immer lieb, angepasst, verständnisvoll und darauf bedacht, es allen recht zu machen, oft auf Kosten der eigenen Bedürfnisse. Dabei zeigt sie nicht nur auf, woher diese Muster kommen, sondern gibt auch wertvolle Impulse, wie man sich Schritt für Schritt davonlösen und mehr für sich selbst einstehen kann. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch nicht mit erhobenem Zeigefinger schreibt. Stattdessen regt es zum Nachdenken an, macht Mut und vermittelt das Gefühl, dass Veränderung möglich ist. Viele Passagen haben mich tief berührt, weil ich mich darin wiedergefunden habe.
Für mich ist Good Girl Exit ein Buch, das man nicht nur einmal liest und dann ins Regal stellt. Ich werde immer wieder darin blättern, Kapitel erneut lesen und mich an die vielen wertvollen Gedanken erinnern. Eine absolute Herzensempfehlung und für mich ganz klar 5 Sterne.
Ein unglaublich gut recherchiertes Buch, was mir das Thema auch nochmal näher gebracht hat, obwohl ich ja echt viele Bücher mit ähnlichen Themen lese. Dicke Empfehlung!
Ich habe dieses Buch in 1,5 Tagen verschlungen und bin mit sicher, dass es nicht bei dem einem Mal bleiben wird. Silvi hat mich in meiner aktuellen Gedanken- und Gefühlswelt komplett abgeholt und mir auf radikal liebevolle Weise gezeigt, wie ich in dieser patriarchalen Welt mit mir und anderen zukünftig besser umgehen kann um Stück für Stück wieder zu „mir“ zurückzukehren weil scheiße, hab ich mich vermisst.
Titel: Das Good Girl darf gehen – und das ist gut so.
Kurzmeinung: Silvi Carlsson schreibt, als würde sie mir aus der Seele sprechen. Ein Ratgeber, der nicht belehrt, sondern umarmt. Absolut empfehlenswert!
Silvi Carlsson ist vielen durch ihre sozialen Medien ein Begriff: Auf YouTube und Instagram erreicht sie hunderttausende Follower*innen und klärt in ihrer zugänglichen, provokativ-charmanten Art unter anderem über toxische Beziehungsmuster und gesellschaftliche Dynamiken auf.
„Good Girl Exit – Vom Ende der weiblichen Verfügbarkeit“ ist mein erster Berührungspunkt mit der Autorin. Beim Cover musste ich zweimal hinsehen: Ein brennend rosa Strauß Rosen, der in eine Zeitschrift mit dem Titel „Unprecedented Times“ gewickelt wurde. Dazu große, prägnante Lettern – einfach ein lauter Eyecatcher. Was gut so ist, denn bereits die Leseprobe hat mich überzeugt. Schon auf den ersten Seiten spricht Carlsson ein wichtiges Thema an, nämlich emotionale Verfügbarkeit und weibliche Sozialisation. Und das trifft.
Beim Lesen hätte ich fast (Achtung, Wortwitz!) ein Schleudertrauma vom ständigen Nicken bekommen. Die Ahs und Ohs sind nur so hervorgesprudelt. Denn die Autorin trifft einen Nerv. Oft merken wir gar nicht, dass wir versuchen, durch angepasstes und vor allem stetig erlerntes Verhalten unsere Umwelt glücklich zu machen, um ja nicht als anstrengend oder zickig zu gelten. Das Good Girl entschuldigt sich ständig, sagt, es sei „okay“, obwohl es das nicht ist. Und es fällt ihr leichter, für andere da zu sein, als eigene Grenzen zu wahren. Denn die Angst, zu viel zu sein oder nicht gemocht zu werden, ist viel größer. Und dabei spielt es wirklich keine Rolle, für wen wir das tun – sei es die Eltern, der oder die Partner oder Partnerin oder auf beruflicher Ebene. Immer wieder kann man in die Rolle des Good Girl rutschen.
Carlsson erläutert vieles anhand eigener Erfahrungen und nimmt damit einen Teil der Scham. Ihr leichter, zugänglicher Schreibstil macht schwere Themenkomplexe gut aufnehmbar. Mit Querverweisen zu feministischer Literatur, Essays und Abhandlungen entsteht ein runder, nicht schwergängiger Ratgeber. Die Sprache ist klar, direkt und dabei stets einfühlsam. Im ersten Teil erklärt sie unter anderem die Grundzüge wie Scham, Schuld, Male Gaze, aber auch emotionale und körperliche Verfügbarkeit. Im zweiten Teil zeigt sie Wege, wie man sich aus der weiblichen Verfügbarkeit lösen kann, ohne sich selbst zu verlieren.
Man muss nicht allen Punkten zustimmen. Ich empfand die Lektüre vor allem als Anstoß, meine eigenen Handlungen zu reflektieren.
Zersprengt eure Ketten, verlasst euer eigens erschaffenes Gefängnis und werdet das Good Girl in euch los, das brave, hyperangepasste Mädchen, das allen gerecht werden will, nur sich selbst nicht.
Meine Bewertung: (5 von 5 Sternen) Ich denke, dieses Buch könnte besonders für Leser*innen ein Gewinn sein, die ihre reflexhaften, antrainierten Handlungen hinterfragen möchten. Durchbrecht eure Muster und seid gut zu euch selbst.
Im Buch "Good Girl Exit" geht es darum, wie Frauen schon von kleinauf lernen, brav, angespasst und nett zu sein. Die Autorin beleuchtet in Teil 1 des Buchs unter anderem, wie Schuld und Scham uns organisiert, wie wir in toxische Beziehungen gelangen und warum wir als Good Girls oft gestresst sind und ausbrennen. In Teil 2 lernen wir in mehreren Schritten, der Realität der Männer ins Auge zu blicken, uns auf uns selbst und unser Glück zu konzentrieren und wie erweiterte Beziehungen und Freundinnenschaften funktionieren. Es geht auch darum, was passiert, wenn Frauen sich kollektiv verweigern und nicht mehr in der für Männer gewohnten Weise zur Verfügung stehen.
Ich persönlich finde das Buch ganz toll. Der Schreibstil der Autorin ist autenthisch, ehrlich aber auch sehr empathisch. Ich habe mich in dem Buch oft wiedererkannt und total verstanden sowie gesehen gefühlt. Mir ist beim Lesen bewusst geworden, wie sehr ich mich oft zurückgenommen habe, um es allen Recht zu machen, allen außer mir selbst natürlich. Mir ist auch aufgefallen, wie anstrengend und stressig das für mich ist und wieviel glücklicher ich bin, wenn ich mein Leben so lebe, wie es mir entspricht. Immerhin sind wir Frauen nicht die Feelgood-Managerinnen des Planeten und des Patriarchats, sondern eigenständige Wesen, die ihr Leben entsprechend ihrer Bedürfnisse leben sollten!.
Das Buch hat mich viel zum Nachdenken und zur Selbstreflexion angeregt und ich werde es noch öfter zur Hand nehmen, um darin zu lesen. Ich finde das Buch ganz großartig und kann es wärmstens empfehlen, da soviel Women Empowerment darin steckt.
Dieses Buch hat mich auf eine Weise berührt, mit der ich nicht gerechnet hätte. Good Girl erklärt nicht nur gesellschaftliche Strukturen, sondern macht spürbar, wie tief sich das eigene Selbstbild, in Beziehungen und in die Vorstellung davon einschreiben, wie man sein darf.
Auch wenn ich mich schon mit vielen der behandelten Themen auseinandergesetzt habe, hatte ich beim Lesen immer wieder den Gedanken: "JAA! Genau das!" Nur hatte ich bisher nicht die richtigen Worte dafür. Dank Good Girl habe ich mich und mein Umfeld besser verstanden und endlich mehr Worte dafür finden können. Dafür bin ich der Autorin sehr dankbar.
Die persönlichen Passagen sind für mich genau der Punkt, an dem sichtbar wird, was diese Strukturen tatsächlich mit Menschen machen. Dadurch kommt das Buch einem sehr nah. Es fühlt sich stellenweise fast so an, als würde jemand Gedanken und Gefühle aussprechen, die man selbst lange mit sich herumgetragen, aber nie richtig greifen konnte.
Silvi schreibt klug und reflektiert, gleichzeitig aber ehrlich, verletzlich, wütend und immer wieder humorvoll. Deshalb liest sich dieses Buch trotz der Schwere mancher Themen nicht wie ein trockenes oder anstrengendes Sachbuch. Die Tiefe des Buchs liegt für mich darin, Zusammenhänge sichtbar zu machen, zwischen dem großen gesellschaftlichen Ganzen und den scheinbar kleinen inneren Fragen, ob man gerade zu laut, zu fordernd, zu kompliziert oder einfach "zu viel“ war.
Für mich ist Good Girl ein sehr mutiges und vor allem menschliches Buch, das noch lange nach dem Lesen weiterarbeitet und daher von mir eine absolute Herzensempfehlung.
Ich kenne Silvi Carlsson schon lange von YouTube und schaue ihre Videos sehr gerne und auch da gefällt mir immer wieder, wie die Autorin Dinge in den Kontext einordnet und einfach sehr reflektiert und relatable ist. Deshalb habe ich mich sehr auf das Buch gefreut und ich finde, das Buch ist von der Art ähnlich wie ihre Videos, der Schreibstil ist stellenweise humorvoll, sachlich, wütend, empathisch und sehr facettenreich, wie wir FLINTA*s nuneinmal auch sind. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Mischung aus persönlichen Erfahrungen, gesellschaftlichen Erfahrungen, geschichtlichen Anekdoten, wissenschaftlichen Fakten und psychologischen Einordnungen. Und ich fand auch den Aufbau sehr schlüssig, wir beginnen mit den Hintergründen des Good-Girls und dann geht es dazu über, wie wir uns dieser Rolle Stück für Stück entziehen können, wobei auch noch mal einige hilfreiche Hinweise für mich dabei waren. Persönlich mochte ich im ganzen Buch den Abschnitt über Mutterschaft und Kinderwunsch am liebsten, weil er ein Gefühl beschrieben hat, das ich so auch in mir trage, aber nicht richtig in Worte fassen konnte und das tat einfach gut zu lesen, dass es anderen genauso geht. Insgesamt eine große Empfehlung von mir!
Nach langer Zeit eines der besten Bücher aus dem Genre, welches ich gelesen habe. Es beginnt bereits beim Cover. Ich empfinde es als sehr ausdrucksstark und die Flammen sind ein Zeichen der Wut welche man über das Good Girl Klischee hat. Egal in welcher Lebensphase man sich als Frau befindet, man fühlt sich auf jeden Fall angesprochen. In einigen Punkten konnte ich mich beim Lesen wieder erkennen. Anderes war mir gar nicht richtig bewusst. Und besonders als Mutter findet man sich, gewollt oder nicht, in einer sehr klassischen Rolle wieder. Besonders die umfangreiche Recherche und die vielen Hintergrundinformationen warum sich manches so entwickelt hat, habe ich als extrem interessant empfunden. Das Gelesene regt zum Nachdenken und hoffentlich auch Umdenken an. Man sollte seine Grenzen nochmal neu definieren und dabei immer an sich selbst denken.
Fazit: Ein wirklich gutes Buch, welches ich bereits einigen Frauen im meinem Umfeld empfohlen habe!
Mit war die Autorin bislang noch nicht bekannt. Dennoch hat mich das Thema des Good Girls Exit sehr interessiert.
Das Buch ist übersichtlich aufgebaut und in kurze Kapitel ausgeteilt, die auch unabhängig voneinander gelesen werden können. Der Schreibstil ist gut verständlich, beispielhaft und eingängig.
Es werden viele Hintergründe und erlernte Verhaltensweisen des Good Girls erklärt, warum wir diese verinnerlicht haben und wer sich an diesen Verhaltensweisen bereichert und wem sie nutzt. Hier hätte ich mir jedoch noch mehr Auswege oder Strategien gewünscht, diese Verhaltensweisen anzulegen oder diesem Strudel nach und nach zu entkommen.
Da ich mich schon mehrfach mit dem Thema beschäftigt habe, war nur wenig für mich neu. Dennoch kann man manche Dinge nicht oft genug lesen und es öffnet immer mehr die Augen für die patriarchale Umgebung in der wir leben.
Gut für den Einstieg ins Thema. Der Schreibstil leider nicht meins und etwas schwer zu lesen, mit vielen Englischen begriffen, wo sie nicht notwendig sind.