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Niemands Töchter: Roman

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Die längste Liebe des Lebens – eine Geschichte von Müttern und Töchtern

Alma und Isabell sind Niemands Töchter. Alma wächst in den 80er Jahren der Eifel auf, doch das kluge und neugierige Mädchen fühlt sich fremd in seiner Familie, die dort eine Bäckerei führt. Denn um ihre Herkunft wird geschwiegen.  

Viele Jahre später fehlt auch Isabell ihre Mutter schmerzlich. Diese Leerstelle in ihrer Vergangenheit beeinflusst ihre Gegenwart, ihr Fühlen und Denken und ihr eigenes Familienleben.  

Zwischen Polaroids, Lügen und verlorenen Träumen entfaltet sich ein Familiengeheimnis, das die beiden Frauen über Generationen hinweg verbindet und erst Jahrzehnte später ans Licht kommt.  

Ein Roman über das, was wir verlieren, das, was bleibt – und die Kraft, das eigene Glück zu suchen.

Judith Hoerschs Debut erforscht zeitlose Fragen, wie Identität, die Suche nach der eigenen Herkunft und den Einfluss von Familienwunden. 

382 pages, Kindle Edition

Published January 30, 2026

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About the author

Judith Hoersch

6 books1 follower
"Eine Schauspielerin, die singt; eine Sängerin, die schauspielert? Eine Autorin, die spielt? Eine spielende Autorin? Botschafterin für Care. Ein Multitalent mit der Energie eines Wirbelsturms." (source: http://www.judith-hoersch.de)

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1 star
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Displaying 1 - 30 of 37 reviews
Profile Image for Rosa.
679 reviews41 followers
March 3, 2026
Das Hörbuch war richtig toll gelesen, vor allem auch mit den Dialekten. Das Buch hatte irgendwie eine sehr starke Sogwirkung und ich konnte es schwer weglegen. Fand die Geschichte sehr berührend und schön und hab's sehr gerne gehört.
Profile Image for Dunja Brala.
653 reviews58 followers
March 15, 2026
Mutterschaft ist ein ziemlich präsentes Thema in der Literatur. In einer Zeit, in der vieles möglich ist, müssen Frauen sich wieder bewusst werden, dass Mutter werden oder eben keine Mutter sein zu wollen, zukünftig an ihre Grenzen stoßen kann, wenn wir nicht alle dagegen aufgehen. In diesem Buch wird deutlich auf welche Probleme sowohl das eine wie das andere stoßen kann, wenn man Grenzen überschreitet.

Vier Frauen, vier mal Auseinandersetzung mit dem Thema. Von Marie, die von einem Mann schwanger wird, von dem sie gar nicht schwanger werden dürfte und die ein Kind allein auf die Welt bringt, weil sie nicht gelernt hat, sich Hilfe zu holen, über Gabriele, die gerne ein Kind hätte, deren Leben aber leider etwas anderes vorgesehen hat und die dann einen Fehler begeht, der ihr ganzes Leben bestimmt, bis zu Isabell, dir eine Entdeckung macht, die sie zu einer Spurensuche animiert. Und dann ist da noch Alma, die sich irgendwie nicht richtig fühlt in ihrer Familie.

Die Geschichte dieser vier Frauen bekommen wir häppchenweise erzählt. Und das sehr ausführlich, aber immer in kleiner Dosierung. Die Kapitel wechseln im schnellen Rhythmus. Der chronologische Zeitpunkt ist in die Kapitelüberschrift integriert. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich die Verknüpfungen erkennen konnte. Das liegt vor allem daran, dass die Erzählstimmen sich ziemlich gleich anhören und die Schauplätze ähnlich sind. Ein paarmal habe ich darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen. Als aber klar wurde, wie vernetzt alle für Frauen miteinander sind, hat es endlich Klick gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Es war also ein sehr langsamer und manchmal etwas ermüdender Rundumblick auf die einzelnen Schicksale.
Hoersch schreibt leicht verständlich und mit einem großen Blick aufs Detail. Ich hätte mir etwas mehr stilistische Abgrenzung bei den einzelnen Protagonistinnen gewünscht. Zum Ende hin nahm die Geschichte dann fahrt auf, wirken an manchen Stellen aber auch etwas konstruiert.

Insgesamt ein Buch, dass mich nicht restlos begeistern, konnte mir aber trotzdem unterhaltende Lesestunden bereitet hat. Ich empfehle es also allen, die auf der Suche nach einer interessanten Geschichte sind und einen Potpourri vieler Stimmen mit ähnlichem Thema mögen
Profile Image for Merle.
1,608 reviews
January 26, 2026
Vielen Dank an Vorablesen und den Piper Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Niemands Töchter ist das Debüt von Judith Hoersch und im Januar 2026 erschienen. Parallel zu dem gebundenen Buch (mit wunderschönem Cover) ist auch das Hörbuch erschienen, welches die Autorin selber eingesprochen hat – da wäre ich auf jeden Fall gespannt, einmal reinzuhören, da ich Autor*innenlesungen oft sehr intensiv finde.

Das Buch beleuchtet über vier Jahrzehnte die Geschichte von vier Frauen: Alma, Isabell, Marie und Gabriele. Sie sind alle Töchter und (fast alle) Mütter, und auf die ein oder andere Art verbunden. Das Buch ist eher langsam erzählt und es dauert ca. bis zum ersten Drittel, bis die genauen Verknüpfungen zwischen den Perspektiven klarer werden. Es ist schon viel Lesen zwischen den Zeilen nötig, da es auch regelmäßige Zeitsprünge und Perspektivwechsel gibt. Man muss auch wirklich aufmerksam lesen und auf die Daten und Namen achten, weil es da auch auf Details ankommt.

Die zentralen Themen des Buches sind Muttersein und Mutterschaft sowie Fragen nach Identität. Gabriele und Marie sowie Alma und Isabell sind ähnlich alt und ihre Geschichten zeigen einige Parallelen auf, und gleichzeitig zeigt das Buch auch, wie unterschiedlich Lebensentwürfe sein können bei gleichalten Personen. Mehr dazu zu sagen, würde glaube ich spoilern.

Ansonsten fand ich, dass das Buch angenehm zu lesen war. Wobei die einzelnen Stimmen der Frauen sich nicht allzu doll unterschieden haben, sondern es alles eher ähnlich klang. Zudem würde ich das Buch als „leise“ bezeichnen. Es gibt nicht explizit eine vorantreibende „Handlung“ oder ein Ziel, auf das hingearbeitet wird – Die Frauen leben so vor sich hin und ihr Leben wird beschrieben, und es gibt wenig „große“ Krisen, die der Geschichte Schwung verleihen. Das heißt nicht, dass alles im Buch rosarot verläuft, es gibt auch traurige Stellen, aber insgesamt merkt man wenig Erschütterungen bei den Charakteren. Zum Ende hin (auf den letzten 80 Seiten) wird die Handlung es nochmal brisant, die Perspektiven kommen konkreter zusammen und es wird klar, warum das Buch so mit Zeitsprüngen erzählt wurde.

Gleichzeitig fand ich das Leseerlebnis etwas mühselig und nicht sonderlich lohnenswert, weil mich nichts überrascht oder besonders mitgerissen hat. Es ist einfach so vor sich hingeplätschert und ich hätte mir von der Story doch mehr erhofft.

Für ein Debüt möchte ich aber hervorheben, dass der Erzählstil wirklich schon vielversprechend ist, und ich von daher auch offen wäre, ein weiteres Buch der Autorin zu lesen, wenn es etwas mehr fesselnde Handlung gibt. Ich gebe insgesamt 3 von 5 Sternen.
73 reviews
Review of advance copy
January 3, 2026
Gut, dass man einen Menschen lieben kann, ohne ihn auch nur annähernd zu verstehen.

In Niemands Töchter geht es um Mütter und Töchter. Vier Frauen lassen die Leser an ihrer Lebensgeschichte teilhaben. Die Frauen erzählen ihre jeweilige Geschichte zu verschiedenen Zeitpunkten. Bei jeder geht es um das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter.

Bei diesem Buch war ich mir Anfangs etwas unsicher ob ich es wirklich lesen möchte. Die Entscheidung es zu lesen, war definitiv eine gute Entscheidung.

Den Klappentext habe ich als interessant empfunden, nachdem ich dann lediglich den Prolog gelesen hatte war ich sofort interessiert daran zu erfahren wie die Geschichte weiter gehen wird.

Alma ist ein äußerst schwieriges Kind und ich war des öfteren schockiert welches Verhalten sie an den Tag legt. Man hat das Gefühl, dass sie sich dauerhaft gegen ihre eigene Familie auflehnt, obwohl ihre Mutter Gabriele ihr alles ermöglicht was sie ihr ermöglichen kann und Alma von ganzem Herzen liebt und diese das auch immer spüren lässt. Dennoch umgibt Gabriele ein Geheimnis das immer in der Luft schwebt.

Isabell verliert durch einen tragischen Unfall ihre Mutter als sie gerade einmal zehn Jahre alt ist. Sie hatte ein überaus inniges Verhältnis zu ihrer Mutter und hat es durch ihren Verlust sehr schwer im Leben.

Eines Tages kreuzen sich auf ungewöhnliche Art und Weise die Wege von Alma und Isabell.

Im Leben von den vier Frauen geht es um die Verbindung zur eigenen Mutter, wie die Charaktere geformt werden, was vererbt ist, was durch Erziehung und Verhaltensweisen der Mütter an die eigenen Töchter übergeht.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, in einigen Dingen kann sich jeder als Leser wiederfinden. Die jeweiligen Erlebnisse der vier Frauen haben Tiefgang. Alle Protagonisten sind gut ausgearbeitet und vieles ist gut nachvollziehbar. Einiges regt zum Nachdenken an.

Äußerst gut gefallen haben mir hier auch die Länge, bzw die Kürze der Kapitel. Für mich absolut perfekt, es ist nie zuviel und nie zuwenig, sondern genau auf den Punkt.

Einziger Kritikpunkt ist das es sehr verwirrend ist alle Zusammenhänge zu durchblicken. Hier hätte ich mir zu Anfang eine kleine Erkärung gewünscht um zu wissen wie die einzelnen Personen in Verbindung zueinander stehen. Denn so wäre die Geschichte von Anfang an leichter zu verstehen, was dem Lesefluss zu Gute kommen würde. Sich dort selbst reinzufinden trübt den Lesegenuß erstmal ein wenig.
Der Roman ist nicht zum Nebenbei lesen geeignet, man sollte diesem die volle Aufmerksamkeit schenken, da es wichtig ist immer auf das Datum zu achten um zu wissen in welchem Zeitraum man sich gerade befindet.

Mein Fazit
Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern. Ein schöner Roman mit Tiefgang, dem man seine volle Aufmerksamkeit schenken sollte.
Leseempfehlung?
Ja, auf jeden Fall mit gutem Gewissen.
436 reviews4 followers
March 5, 2026
Mit Niemands Töchter legt Judith Hoersch einen Debütroman vor, der leise beginnt – und genau dadurch eine erstaunliche emotionale Wucht entwickelt. Es ist ein Buch über Herkunft, über das Schweigen in Familien und über Frauen, die versuchen zu verstehen, wo sie eigentlich hingehören.
Im Zentrum stehen mehrere Frauenfiguren, deren Leben sich über Generationen hinweg miteinander verknüpfen. Alma wächst in den 1980er-Jahren in der Eifel auf und spürt früh, dass etwas in ihrer Familie nicht ausgesprochen wird. Parallel dazu begleitet man Isabell, die viele Jahre später in Berlin lebt und ebenfalls mit einer schmerzhaften Lücke in ihrer Familiengeschichte ringt. Erst nach und nach entfaltet der Roman das Geflecht aus Beziehungen, Entscheidungen und Geheimnissen, das diese beiden Lebenswege miteinander verbindet.
Besonders eindrucksvoll ist dabei, wie der Roman seine Geschichte erzählt. Die Handlung entwickelt sich nicht geradlinig, sondern in Fragmenten: Erinnerungen, Perspektivwechsel und Zeitsprünge fügen sich Stück für Stück zusammen. Diese Struktur spiegelt das zentrale Thema des Buches wider – das bruchstückhafte Wissen über die eigene Herkunft. Als Leserin tastet man sich gemeinsam mit den Figuren an eine Wahrheit heran, die lange verborgen blieb.
Thematisch bewegt sich der Roman im Spannungsfeld von Familie, Mutterschaft und Identität. Dabei zeigt Hoersch sehr differenziert, wie komplex und widersprüchlich Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern sein können. Neben Liebe und Fürsorge stehen auch Verlust, Schuldgefühle und unerfüllte Wünsche im Raum. Besonders berührend ist, wie der Roman das Weiterwirken vergangener Verletzungen schildert: Nicht laut oder dramatisch, sondern leise und oft erst auf den zweiten Blick spürbar.
Auch sprachlich bleibt die Autorin dieser Zurückhaltung treu. Der Stil ist ruhig, klar und stellenweise fast poetisch, ohne jemals ins Sentimentale zu kippen. Vieles bleibt bewusst angedeutet, sodass zwischen den Zeilen eine eigene Spannung entsteht. Gerade dieses Spiel mit dem Ungesagten verleiht der Geschichte ihre Intensität. Man liest nicht nur, was passiert – man spürt auch, was unausgesprochen im Raum steht.
Das Erzähltempo ist eher gemächlich und verlangt etwas Geduld, besonders zu Beginn. Doch je näher das Ende rückt, desto mehr fügen sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen und entfalten ihre emotionale Wirkung. Die Figuren gewinnen dabei zunehmend an Tiefe, und die lange angedeuteten Geheimnisse erhalten schließlich eine Erklärung.
Für mich ist „Niemands Töchter“ kein klassischer Familienroman und auch kein reines Drama. Es ist vielmehr eine literarische Suche nach Identität – nach den Geschichten, die uns geprägt haben, und nach denen, die nie erzählt wurden.
Ein stiller, nachdenklicher Roman über Familie, Verlust und Zugehörigkeit, der nicht laut auftrumpft, aber lange im Kopf bleibt. ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5)
Profile Image for rebecca_booklover.
211 reviews2 followers
Review of advance copy
January 16, 2026
Kurzweiliger Roman über Mütter und Töchter

In ihrem Roman „Niemands Töchter“ widmet sich Judith Hoersch einem zeitlosen und komplexen Thema: dem Geflecht aus Müttern, Töchtern und der lebenslangen Suche nach Antworten, die über Generationen hinweg verborgen blieben. 

Der Roman beleuchtet die Schicksale von Gabriele, Alma, Isabell und Marie. Über verschiedene Zeitebenen hinweg entspinnt sich eine Geschichte über Familiengeheimnisse und die Frage, wie die Erfahrungen der Mütter das Leben der Töchter prägen. Es ist eine Suche nach Identität und den Wurzeln, die tief in der Vergangenheit vergraben liegen.

Mein Eindruck von diesem eingängig und durchaus bewegend erzählten Roman ist gemischt. Die Geschichte hat zweifellos das Potenzial, ein tiefgründiges und berührendes Werk zu sein, schöpft dieses jedoch leider nicht voll aus.

Zu Beginn braucht die Geschichte zu viel Zeit, um sich zu entwickeln. Die Einführung der vier Protagonistinnen zieht sich in die Länge und wirkt stellenweise langatmig. Im Gegensatz dazu steht das Ende der Erzählung: Hier geht alles ziemlich schnell, wodurch der Schluss gehetzt und wenig ausgereift wirkt.

Die Erzählung erfolgt aus unterschiedlichen Perspektiven und zu verschiedenen Zeitpunkten. Dieser Aufbau hält zwar das Interesse an der Auflösung hoch, schadet jedoch dem Erzählfluss erheblich. Das sprunghafte Wechseln zwischen den Charakteren und Epochen verhindert, dass eine echte emotionale Nähe zu den Figuren entstehen kann – eine Verbindung, die man bei einem so persönlichen Thema eigentlich voraussetzt.

Die Figuren bleiben in ihrer Charakterisierung leider zudem etwas blass und formelhaft. Man hat das Gefühl, sie eher zu beobachten, als mit ihnen zu fühlen. Zudem wirkt das Ende des Romans zu konstruiert und lässt für meinen Geschmack zu viele Fragen offen, was den Gesamteindruck trübt.

Fazit

„Niemands Töchter“ ist ein stimmungsvoller und kurzweiliger Roman über die komplizierten Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern. Trotz des bewegenden Ansatzes fehlt es der Geschichte letztlich an der erhofften emotionalen Wucht. Mehr Fokus auf einzelne Handlungsstränge und eine tiefere Ausarbeitung der Personen hätte dem Buch gutgetan. Ein interessanter Denkanstoß, hinter dessen Möglichkeiten die Umsetzung jedoch zurückbleibt.
Profile Image for j.and.the.boys .
131 reviews1 follower
Review of advance copy received from Publisher
January 17, 2026
. Hast du Lust auf eine tief berührende Geschichte über Mutterschaft, Identität und Herkunft? „Niemands Töchter“ erzählt vom Leben und von Mutterschaft, in all ihren Höhen und Tiefen.
Ruhig erzählt und doch fesselnd! 4,5/5 ⭐️

. Worum geht es hier genau…
„Nirmands Töchter“ erzählt von Alma, die in den Achtzigern in der Eifel aufwächst und sich fremd in ihrer Familie fühlt. Jahre später in Berlin vermisst Isabell ihre Mutter und fühlt eine innere Leere. Als sich ihre Wege schicksalhaft kreuzen, entsteht eine berührende Geschichte über Generationen, Verlust, Sehnsucht und die Kraft, das eigene Glück zu finden, wo man es am wenigsten erwartet.

. In „Niemands Töchter“ folgen wir Alma, Gabriele, Marie und Isabell in verschiedenen Handlungssträngen und Zeiten durch die Geschichte. Wir bewegen uns zwischen Vergangenheit und Gegenwart, von Frau zu Frau und mit jedem Kapitel fügt sich für uns Leser das große Ganze weiter zusammen.
Es ist eine intensive Reise, deren kurze Kapitel und zart poetische Sprache meine Neugier geweckt, sodass ich mit jedem Satz tiefer hineingezogen wurde.

. Hoersch gelingt es, mit feinem Gespür eine berührende Atmosphäre zu erschaffen, in der zwischen den Zeilen eine leise, dunkle Tiefe mitschwingt.

. Die Lebensgeschichten dieser Frauen sind einzigartig und auf eine Weise miteinander verwoben, die ich zu Beginn des Buches nicht erwartet hätte. „Niemands Töchter“ widmet sich den großen Fragen der Mutterschaft… den inneren Kämpfen, dem Zwiespalt und der bedingungslosen Liebe zu einem Kind, ganz gleich, ob es von einem selbst geboren wurde oder nicht. Zugleich erzählt der Roman von der Suche nach Identität, die uns alle irgendwann einholt: Woher komme ich, was trage ich von meiner Mutter in mir und wohin führt mein eigener Weg?

. Die Protagonistinnen wirken sehr realistisch und authentisch, sodass es mir leichtfiel, eine tiefe Verbindung zu ihnen aufzubauen und genau deshalb blieb ich gegen Ende nicht ganz ohne Tränen zurück.

. Eine liebevoll zusammengestellte Playlist am Ende des Buches rundet das Leseerlebnis auf besondere Weise ab.

. Ein leiser, aber unglaublich kraftvoller Roman, den ich euch nur ans Herz legen kann! 🤍
Ach … habe ich eigentlich schon erwähnt, wie wunderschön dieses Cover ist?
38 reviews
February 15, 2026
Wunderschönes Buch

Judith Hoersch’ Roman erzählt die berührende Geschichte von vier Frauen – Marie, Gabriele, Alma und Isabell –, deren Leben auf vielschichtige Weise miteinander verwoben sind. Ausgangspunkt ist Maries Versuch, sich in Berlin ein neues Leben aufzubauen. Ein unerwartetes Ereignis verändert nicht nur ihren Weg, sondern beeinflusst nachhaltig auch das Leben der anderen drei Frauen. Nach und nach entfaltet sich in mehreren Zeitebenen, wie eng ihre Schicksale tatsächlich miteinander verbunden sind.

Der Roman greift große Themen auf: Familie, Mutterschaft, Sehnsucht, Fremdbestimmtheit, Schweigen und generationsübergreifende Traumata. Besonders eindrucksvoll ist, wie Hoersch diese Aspekte in die Handlung einbettet, ohne je belehrend zu wirken. Trotz der Schwere der Themen bleibt der Ton stellenweise leicht, was vor allem dem zugänglichen, atmosphärischen Schreibstil zu verdanken ist. Die Autorin lässt uns tief in die Gefühlswelt der Figuren eintauchen: Almas Schmerz über das diffuse Gefühl, in ihrer Familie nicht wirklich dazuzugehören; Isabells Zweifel, ob sie die Mutter sein kann, die sie sein möchte, und ihre Trauer um die durch einen Unfall verstorbene Mutter; Gabriele, die sich zunehmend von der Rolle als „Mama“ entfernt; und Marie, deren Fotos am Ende zum Schlüssel der Wahrheit werden.

Die Figuren wirken durchweg authentisch, ihre Handlungen und inneren Konflikte sind nachvollziehbar. Positiv fällt auf, dass der Roman zwar nach Ursachen für Verletzungen fragt, aber weitgehend auf einfache Schuldzuweisungen verzichtet. Die Entwicklung der Charaktere über mehrere Jahrzehnte ist stimmig und berührend. Zwar lässt die Spannung zwischendurch etwas nach, doch zum Ende hin gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt und führt zu einer Auflösung, die man zwar erahnen kann, die aber emotional überzeugt.

Abgerundet wird das Buch durch ein stimmiges Cover, passende Musikanspielungen und interessante Nebenfiguren. Ein eindringlicher Roman über Mütter und Töchter, der tief unter die Oberfläche geht und lange nachhallt.
192 reviews
February 22, 2026
„Niemands Töchter“ von Judith Hoersch ist genau die Art von Roman, die mich anspricht: Geschichten auf mehreren Zeitebenen, die sich langsam entfalten und irgendwann berührend ineinandergreifen.
Im Kern geht es um zwei Frauen:
Alma, ein Mädchen, das in den 80ern in der Eifel aufwächst und sich in ihrer eigenen Familie fremd fühlt – vor allem, weil über ihre Herkunft geschwiegen wird. Und Isabell, die 2019 in Berlin lebt und den Verlust ihrer Mutter nie überwunden hat. Beide tragen eine Leerstelle in sich, die ihr Leben, ihr Denken und ihr Gefühl von Zugehörigkeit prägt. Als sich ihre Wege überraschend kreuzen, entsteht eine generationsübergreifende Geschichte über Identität, Familienwunden und die Suche nach dem eigenen Platz.
Zu Beginn war ich von den vielen Perspektiven etwas verwirrt – es dauert, bis man sich sortiert hat. Aber genau diese Vielstimmigkeit habe ich schließlich sehr gemocht. Die verschiedenen Blickwinkel geben der Geschichte Tiefe, selbst wenn man am Anfang ein bisschen Durchhaltevermögen braucht.
Hier und da wirkte einiges auf mich etwas konstruiert, fast zu perfekt aufeinander abgestimmt. Das hat mich zwar kurz aus dem Lesefluss gebracht, ändert aber nichts daran, dass mich das Buch insgesamt emotional erreicht hat.
Ein besonders schöner Aspekt ist die Bildsprache des Romans – mit Polaroids, verlorenen Träumen und dem Gefühl von Nostalgie, das sich durch die gesamte Geschichte zieht. Man merkt, wie sehr hier nicht nur über Familien gesprochen wird, sondern über das Schweigen innerhalb von Familien, das Menschen formt – und wie befreiend es sein kann, wenn die Wahrheit endlich Raum bekommt.
Fazit: Ein berührendes, klug erzähltes Debut, das mich trotz kleiner Schwächen überzeugt hat. Wer Geschichten mit Zeitsprüngen, viel Gefühl und mehreren Perspektiven mag, wird hier viel finden, das lange nachhallt. Für mich kein perfektes, aber ein sehr gutes Buch.
Profile Image for Lena.
85 reviews
January 2, 2026
Was macht eine Frau zur Mutter, zur Tochter, zur Schwester? Der Roman "Niemands Töchter" von Judith Hoersch setzt sich auf wunderschön geschriebene Weise mit dieser Frage auseinander und hat mich dabei nicht nur einmal zum weinen gebracht.

Das Buch hat vier Protagonistinnen Marie, Gabriele, Alma und Isabelle und jede erzählt ihre eigene Geschichte. In der Handlung wird deshalb zwischen den einzelnen POVs und zusätzlich auch noch durch die Zeit gesprungen. Mal vor, Mal zurück, manchmal ein bisschen willkürlich. Hierdurch ist es mir zunächst etwas schwer gefallen und Buch hineinzufinden. Aber je weiter man liest und je mehr man die Frauen kennen (und lieben lernt) desto mehr, habe ich die vielen Sichtweisen genossen. Durch die wirklich ausführlichen Hintergrundgeschichten jeder Person fühlen sich ihre Probleme nachvollziehbar und lebensnah an. Durch die verschiedenen Lebensrealitäten der Figuren werden die feinen Nuancen von menschlichen Beziehungen, Familie und insbesondere Mutterschaft ausführlich dargestellt. Das Buch dreht sich hierbei für große Teile definitiv nicht um die schönsten Seiten des Lebens. Es werden schwere Themen direkt oder impliziert angesprochen. Jedoch hatte ich bei nichts das Gefühl, dass es nur für mehr Dramaturgie eingebaut wurde. Alles trägt zu der Charakterisierung und den Beweggründen der Hauptfiguren bei und lässt "falsches" Handeln nachvollziehbar und realistisch erscheinen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass sich das Ende im Vergleich zur restlichen Handlung etwas zu romantisiert anfühlt. In einer Geschichte in der es so viele Probleme gibt ist es auch ok das nicht alle zu 100% aufgelöst werden. Das ist jedoch wohl eher persönlicher Geschmack und ändert wenig an dem ansonsten durchweg positiven Eindruck.

Eine schönes Buch, ein immer aktuelles Thema und eine absolute Leseempfehlung.
30 reviews
Review of advance copy
December 28, 2025
Judith Hoersch erzählt in "Niemands Töchter" die Geschichte von vier Frauen. Alma wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel mit ihrer Mutter Gabriele auf, fühlt sich in ihrer Familie fremd und lebt mit einem Schweigen über ihre Herkunft. Isabell lebt in Berlin und vermisst ihre Mutter Marie auf eine Weise, die ihr gesamtes Fühlen und Handeln bis in die Gegenwart hinein prägt. Als sich ihre Wege schicksalhaft kreuzen, entfaltet sich eine Geschichte, die über Generationen hinweg von Verlust und der Suche nach Zugehörigkeit erzählt.

Besonders gefallen hat mir die Sprache des Romans. Sie ist poetisch, ruhig und voller Sätze, die zum Innehalten einladen. Ich habe mir beim Lesen einige Zitate notiert (z. B. "Verzeihen und verstehen haben nicht wirklich etwas miteinander zu tun.") Zudem finde ich die Verknüpfung der verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen sehr gelungen. Die oft kurzen Kapitel, die vielen Zeitsprünge und die unterschiedlichen Stimmen der vier Frauen sorgen für ein hohes Tempo und einen durchgehend spannenden Erzählfluss. Die Geschichte nähert sich dabei behutsam den Themen Identität, Mutterschaft und Herkunft und gibt immer wieder entsprechende Denkanstöße. Die Protagonistinnen sind mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet: komplett unterschiedlich in ihren Persönlichkeiten und Lebenswegen, dabei aber stimmig und glaubwürdig in ihren Entwicklungen.

Einziger kleiner Kritikpunkt ist für mich das Zusammentreffen von Alma und Isabell, das (ohne zu viel vorwegzunehmen) etwas konstruiert und von einigen Zufällen getragen wirkt. Dennoch fügt es sich für mich insgesamt passend in die Erzählung ein.

Alles in allem ist "Niemands Töchter" ein sehr berührender, poetischer und leiser Roman. Ein tolles Debüt von Judith Hoersch, das ich sehr gerne weiterempfehle.
Profile Image for Elke Sonne.
562 reviews
Review of advance copy
December 30, 2025
Über Herkunft & Identität

„Niemands Töchter“ ist das Debüt der in Berlin lebenden Drehbuch-und Romanautorin Judith Hoersch.
Im Vordergrund der Handlung stehen Alma, Gabriele, Isabell und Marie. Vier Frauen, von denen jede aus ihrer Sicht über ihr Leben berichtet. Sie leben in unterschiedlichen Jahrzehnten und Handlungsorte sind Berlin und die Eifel. Jede der Frauen hat ihr eigenes Leben und geht ihren eignen Weg. Ihre Leben sind voll von Konflikten.
Alma wächst in den 1980er Jahren bei ihrer Mutter Gabriele in der Eifel auf und Isabell bei ihrer Mutter in Berlin. 40 Jahre später suchen Alma und Marie nach ihrer Herkunft. Beide spüren eine innere Leere, die sie füllen möchten.
Das Buch ist angenehm geschrieben, aber trotzdem nicht unbedingt leicht zu lesen, da durch die vielen Zeitwechsel ein wenig Konzentration erforderlich ist. Dadurch hatte ich zunächst Schwierigkeiten in die Handlung hineinzukommen, da mir die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Lebenswegen fehlten und die Ereignisse nicht chronologisch berichtet werden. Letztendlich ging es aber gar darum, sondern um die Suche nach der eigenen Identität, der Herkunft, den unterschiedlichen Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern und welchen Einfluß diese auf den weiteren Verlauf des Lebens haben.
Die Charaktere werden facettenreich beschrieben. Sie wirken authentisch, da sie nicht perfekt sind, Geheimnisse haben, an sich zweifeln und verletzlich sind. Ihre Entwicklung wird anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Es ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt und deutlich macht, wie sich die Vergangenheit auf die Gegenwart auswirken kann. Ich habe ihn gerne gelesen und er wird mich noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben.
Profile Image for Jenny Mischenko.
19 reviews
January 17, 2026
Mit ihrem Debütroman Niemands Töchter legt Judith Hoersch einen sensiblen und vielschichtigen Familienroman vor, der sich den leisen, aber tiefgreifenden Fragen nach Herkunft, Identität und den unsichtbaren Wunden innerhalb von Familien widmet.

Alma wächst in den 1980er-Jahren in der Eifel auf. Obwohl sie Teil einer scheinbar bodenständigen Familie ist, bleibt ihr Herkunftsgefühl brüchig und über ihre Vergangenheit wird geschwiegen. Jahre später kämpft Isabell mit einer ähnlichen Leerstelle: Das Fehlen ihrer Mutter beeinflusst nicht nur ihre Erinnerung, sondern auch ihr eigenes Familienleben und ihr emotionales Erleben. Zwischen diesen beiden Frauen entfaltet sich ein generationsübergreifendes Geheimnis, welches erst spät ans Licht kommt und zeigt, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.

Über vier Jahrzehnte hinweg baut Hoersch ihre Geschichte auf und intensiviert dabei stetig deren emotionale Tragweite für die Protagonistinnen. Die klare Aufteilung zwischen zwei Müttern und zwei Töchtern hält den Roman stets im Gleichgewicht und erlaubt es der Autorin, immer wieder sprenkelhaft entscheidende Informationen preiszugeben, die Leserinnen und Leser dazu einladen, das Gesamtbild aktiv mitzudenken.

Der Schreibstil ist angenehm, ruhig und zugleich eindringlich. Besonders gelungen sind die feinen Parallelen zu historischen Ereignissen wie dem Mauerfall oder der Jahrtausendwende, die nicht bloß als zeitliche Markierungen dienen, sondern die inneren Umbrüche der Figuren spiegeln. Diese Verknüpfung von persönlicher und gesellschaftlicher Geschichte verleiht dem Roman zusätzliche Tiefe.

Niemands Töchter ist ein Buch über das, was verloren geht, über das, was bleibt, und über die Kraft, sich trotz familiärer Prägungen auf die Suche nach dem eigenen Glück zu machen. Der Roman endet in einem stimmigen, berührenden Abschluss, der das zuvor Entfaltete zusammenführt, ohne seine Ambivalenzen aufzulösen. Ein bemerkenswertes Debüt!
175 reviews
February 3, 2026
Auf der Suche

Mütter und Töchter haben oft Konfliktpotenzial in den Beziehungen zueinander. Doch was, wenn man seine eigene Herkunft nicht kennt? Darum geht es in „Niemands Töchter“.
Judith Hoerschs Roman spielt zu zwei Zeitebenen an zwei verschiedenen Orten. Eifel gegen Berlin. Achtziger gegen 2020er. Und doch sind die Schicksale von Alma, Gabriele, Isabell und Marie miteinander verknüpft.

Alma wächst in den 1980er Jahren bei ihrer Mutter Gabriele in der Eifel auf. Ihre Bezugspersonen sind Oma Heidi und Opa Jupp. Isabell dagegen lebt zu Zeiten des Mauerfalls mit Mutter Marie und Vater Hagen in Berlin. Beide suchen im Berlin der 2020er nach der Wahrheit- und ihrer Identität….

Ich finde den Roman sehr imposant. Hoersch versteht es, ihre Leser mit detaillierten Beschreibungen und bildhafter Sprache in ihren Bann zu ziehen. Der Einstieg war für mich persönlich etwas abrupt, aber ich habe schnell in die Geschichte eingefunden.

Für mich war vor allem die Entwicklung der einzelnen Lebenswege inklusive der sich durchziehenden Konflikte interessant zu lesen. Auch wenn sich der Kontext erst nach und nach ergeben hat, fand ich die einzelnen Erzählstränge sehr anschaulich beschrieben und viele unterschwellige Konflikte werden angedeutet. Was sich durchzieht ist die Unterdrückung der Frauen und ihrer Meinungen. Das finde ich zwar schade, ist aber häufig Realität.
Insgesamt finde ich das Buch tiefgründig und anschaulich. Es hat mir gefallen, wie sich alles nach und nach zusammengefügt hat und wie jede Frau sich am Ende etwas mehr selbst gefunden hat. Ich gebe fünf Sterne für einen leichten Roman, der sich genau wie die Protagonistinnen mit der Zeit entwickelt.
23 reviews
January 30, 2026
Mit "Niemands Töchter" ist Judith Hoersch ein einfühlsamer und tiefgründiger Mutter-Tochter-Roman gelungen. Es geht um Familienwunden, Zugehörigkeit, Identität, um das Schweigen über die Vergangenheit und letzten Endes um die Neubewertung von Familie und Herkunft und um die Versöhnung mit der eigenen Geschichte.

Im Mittelpunkt stehen die vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell, deren Verbindungen zueinander erst nach und nach aufgedeckt werden. Dieses fragmentarische Enthüllen der vier Frauenleben macht das Buch spannend und man kommt als Leser immer mehr dahinter, was in der Vergangenheit passiert ist. So erkennt man als Leser immer mehr Zusammenhänge, die den Figuren selbst zunächst verborgen bleiben, da wichtige Infos über Herkunft und Beziehungen nicht sofort preisgegeben werden. Im Laufe des Romans wird deutlich, wie die Lebenswege miteinander verbunden sind.

Die Figuren sind authentisch. Man erhält Einblicke in die verschiedenen Lebenswelten, Gedanken und Gefühle. Es werden Erinnerungen, Andeutungen und innere Monologe der vier ganz unterschiedlichen Frauen erzählt. Dabei liegt der Fokus auf der inneren Entwicklung der Figuren. Besonders Almas Entwicklung finde ich berührend. Ihre innere Zerrissenheit ist so nachvollziehbar und die Versöhnung mit ihrer Vergangenheit tröstlich.

Der Aufbau mit den wechselnden Zeitebenen und Perspektiven hat mir sehr gefallen, weil sich die Lebensgeschichten der vier Frauen so Stück für Stück erschließen. Mit dieser Erzählweise gelingt es der Autorin, dass man unbedingt weiterlesen möchte, weil immer mehr Geheimnisse und Geschehnisse ans Licht kommen, die alles wie ein Puzzle zusammenfügen.

Lesenswert!
1,342 reviews3 followers
February 26, 2026
Alma ist Niemands Tochter. Sie wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel auf, doch das kluge und neugierige Mädchen fühlt sich fremd in seiner Familie. Denn um seine Herkunft wird geschwiegen. Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort vermisst noch eine Frau ihre Mutter schmerzlich – Isabell, die 2019 in Berlin lebt. Diese Leerstelle hat ihre Vergangenheit geprägt, und beeinflusst noch immer ihre Gegenwart, ihr Fühlen und Denken und ihr eigenes Familienleben. Als sich Almas und Isabells Wege auf schicksalshafte Weise kreuzen, entfaltet sich zwischen Polaroids und verlorenen Träumen eine Geschichte, die die beiden Frauen über Generationen hinweg verbindet.

Ich habe tatsächlich eine ganze Weile gebraucht um richtig in die Geschichte reinzufinden, es sind viele Namen und viele Perspektiven die erzählt werden und man muss sich immer mal orientieren wer denn nun wer ist und aus welcher Zeit diese Person nun kommt. Dennoch haben mich die Geschichten der einzenen Frauen alle in ihren Bann ziehen können, es geht um Mütter die noch zu jung für ein Baby sind, von solchen die gerne Kinder hätten und von Töchtern die nach ihren Müttern suchen. Das alles sind sehr emotionale Themen die in diesem Hörbuch nach und nach wunderbar zusammengeführt werden und die einzelnen Puzzlestücke werden dann am Ende auch alle zusammengefügt.

Die Sprecherin ist die Autorin selbst und sie hat das Hörbuch sehr gut und emotional vorgelesen. Ihre Stimme war auch sehr angenehm. Dennoch hätte ich mir, für ein besseres Hörverständnis welche der Personen denn nun wer ist, mehrere Sprecher gewünscht die jeweils eine Person gelesen hätten. Dann hätte ich schneller die Perspektiven verstanden. Dennoch erhält das Hörbuch für die emotionale Geschichte 4,5 Sterne und eine Empfehlung.
Profile Image for Sophia Kaiser.
77 reviews
February 2, 2026
Alma und Isabell haben eine Gemeinsamkeit: Sie teilen sich eine Leerstelle in ihrem Leben - ihre Mutter. Die eine hat ihre leibliche Mutter nie kennengelernt, die andere hat sie viel zu früh verloren. Sie sind beide Niemands Töchter. Judith Hoerschs Debütroman erzählt ihre Geschichte, beginnt bei den Anfängen und endet genau an dem Punkt, an dem das Leben der beiden Frauen zusammenläuft. Es ist keine laute Erzählung, sondern ein leises Erkunden von Familiendramen, Abgründen, dem Gewicht von Geheimnissen und Entscheidungen, verletzten Gefühlen und Orientierungslosigkeit.
"Niemands Töchter" hat mich trotz des langsamen Erzähltempos direkt in den Bann gezogen und mich durch die knapp 400 Seiten getragen. Obwohl ich Bücher mit Zeitsprüngen und verschiedenen Charakteren oft anstrengend finde, ist dies hier sehr gut gelungen. Man hat das Gefühl, während des Lesens Schicht um Schicht aufzudecken und sich so zum "Kern der Wahrheit" zu bewegen. Und auch wenn es relativ schnell offensichtlich ist, wie die einzelnen Protagonistinnen im Roman in Beziehung zueinander stehen, entdeckt man die ganzen Hintergründe dazu erst später. Judith Hoersch hat vier unglaublich starke Frauenfiguren erschaffen, die mich emotional alle sehr abgeholt haben und mit denen ich mitfühlen konnte. Ein wirklich ganz toller Roman, der definitiv unter meinen Highlights für dieses Jahr sein wird!
161 reviews
Review of advance copy
January 5, 2026
Alma und Isabell sind Halbschwestern, doch sie kennen sich nicht. Alma wächst in einer Pflegefamilie auf, fühlt sich dort jedoch fremd und erfährt erst sehr spät, dass es nicht ihre Ursprungsfamilie ist. In verschiedenen Erzählsträngen und aus der Perspektive der beiden, sowie deren Mutter und Pflegemutter wird die Geschichte aus vielen einzelnen Puzzleteilen Stück für Stück zusammengesetzt. Die zeitlichen Sprünge haben mir gut gefallen und durch die entsprechende Beschreibung in den Kapitelüberschriften sind diese auch für mich gut einzuordnen gewesen. Ich habe die Geschichte sehr gespannt verfolgt und auf das, bereits im Klappentext angeteaserte Zusammentreffen, hingefiebert.

Das Ende war für mich schlüssig und gut, jedoch irgendwie dennoch zu offen. Hier hätte ich mir eine weitere Ausführung gewünscht.

Mir gefällt wie die Geschichte konstruiert ist und die Polaroids als Puzzleteile haben es für mich sehr besonders gemacht. Mich hat die Geschichte aller Protagonistinnen sehr berührt und sie wirkt auch Tage nach dem Beenden des Buches noch nach. Es ist ein sehr einfühlsam geschriebener Roman den ich sehr gerne weiterempfehle. Toll fand ich auch die am Ende des Buches gedruckte Playlist. Sie begleitet das Buch hervorragend. Mir gefällt Isabell Hoerschs Debüt sehr gut und ich bin auf weitere Werke sehr neugierig.

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245 reviews
Review of advance copy
December 28, 2025
Familientraumata

Niemands Töchter ist ein literarisches Werk von Judith Hoersch. Das 384-seitige Buch erzählt die miteinander verwobenen Geschichten von vier Frauen: Alma, Isabell, Marie und Gabriele.

Die Geschichte verwebt mehrere Zeitebenen. Almas und ihrer Mutter Gabrieles Geschichte spielt in den 1980er-Jahren in der Eifel, während Isabells und ihrer Mutter Maries Geschichte in den 2020er-Jahren in Berlin angesiedelt ist. Die Erzählung wechselt zwischen den Perspektiven der vier Hauptfiguren und springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Identität, die Suche nach den eigenen Wurzeln und die Folgen von Familientraumata.

Ich muss zugeben, dass ich anfangs Schwierigkeiten mit der Geschichte hatte. Zunächst konnte ich die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren nicht richtig nachvollziehen, und die häufigen Perspektiv- und Zeitebenenwechsel störten den Lesefluss. Nach einigen Kapiteln gewöhnte ich mich jedoch allmählich an den Schreibstil. Die Sprache der Autorin ist sehr feinfühlig und erzeugt eine melancholische und traurige Atmosphäre. Die Geschichte ist sehr temporeich, aber manche Handlungen wirken zu konstruiert und etwas unrealistisch. Daher würde ich diesem Buch 4 Sterne geben.
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13 reviews
January 16, 2026
Niemands Töchter war mein erstes Buch in diesem Jahr und ganz unverhofft direkt ein wahres Lesehighlight :)

Judith Hoersch erzählt in ihrem Debütroman die Geschichten von vier Frauen, deren Leben auf unterschiedliche Weise miteinander verwoben sind. Wir begleiten Gabriele, die sich nach mehreren Fehlgeburten Anfang der 80er Jahre in Berlin nichts sehnlicher wünscht, als endlich Mutter zu werden; später Alma, ihre Tochter, die sich in ihrer Familie stets ein wenig fremd vorkommt; Marie, die ihre erste große Liebe erlebt, jedoch durch einen Schicksalsschlag aus der Bahn gerissen wird; und später Isabell, Maries Tochter, die als Erwachsene selbst Mutter ist und sich in der Welt etwas verloren fühlt, gequält von der ständigen Sorge um ihr eigenes Kind.

Der Roman taucht tief in die Komplexität der Mutter-Kind-Beziehungen ein, erzählt von Geheimnissen, Identitätssuche und den Unsicherheiten, die in Familien oft unausgesprochen bleiben. Besonders gefällt mir, wie sich im Laufe der Handlung immer mehr Zusammenhänge zwischen den einzelnen Frauen zeigen. Anfangs wirkten die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen auf mich etwas verwirrend. So hatte ich stellenweise das Gefühl, etwas Wichtiges überlesen zu haben. Doch mit jeder weiteren Seite fügen sich die Puzzleteile zusammen. Dieses langsame Offenbaren ist der Autorin wirklich sehr gut gelungen.

Die kurzen Kapitel aus den unterschiedlichen Blickwinkeln sorgen außerdem dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind schön umgesetzt: Erinnerungen werden organisch eingebunden und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Besonders gefreut hat mich die Playlist am Ende des Romans – leider habe ich sie erst spät entdeckt. Sonst hätte ich die Lieder schon viel früher leise im Hintergrund laufen lassen, denn sie hätten die Stimmung der Geschichte sicher wunderbar ergänzt.

Fazit: Ein feinfühliger, eindringlicher Roman über vier Frauen, ihre Verletzlichkeit, ihre Stärke und das Band, das sie verbindet. Eine klare Empfehlung für alle, die Geschichten mit Tiefgang, emotionaler Entwicklung und nahbaren, sympathischen Charakteren lieben.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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47 reviews2 followers
Review of advance copy
January 22, 2026
Eine wahre Lesefreude
In Niemands Töchter erzählt Judith Hoersch die Lebensgeschichte von vier unterschiedlich alten Frauen, deren Leben jeweils auch untereinander miteinander verbunden sind.
Gabriele wünscht sich Anfang der 80-iger Jahre nach mehreren Fehlgeburten nichts so sehr wie endlich Mutter zu werden, circa 40 Jahre später fühlt sich Gabrieles Tochter Alma in ihrer eigenen Familienkonstellation nicht mehr willkommen - das Verhältnis zu ihrer Mutter hat sich grundlegend geändert.
Marie hat den Sommer ihres Lebens und ist voll mit Liebe, erlebt dann jedoch etwas tragisches und findet nicht mehr so ganz den Weg zurück und später ist Maries Tochter Isabell selbst Mutter und ist mittlerweile in ständiger Angst um ihr eigenes Kind.
Der Roman ist in viele kürzere Kapitel unterteilt, die jeweils das Leben einer der vier Frauen behandeln, was eine tolle Abwechslung reingebracht hat.
Die Mutter-Tochter Beziehungen wurden so greifbar und nachvollziehbar erzählt, dass ich richtig in der Geschichte gefangen war und den Roman kaum aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil hat mich auch überzeugt und ich kann kaum glauben, dass dies ein Debüt ist. Freue mich auf alles weitere, was von Judith Hoersch kommt!
59 reviews
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December 31, 2025
Schockierend und packend

Das Buch hat mich von der ersten Seite weg gepackt, wenn auch nicht unbedingt im positiven Sinne. Meiner Meinung nach hätte man hier eine Triggerwarnung verfassen sollen, denn es werden einige heftige und schwere Themen behandelt. Bereits im Klappentext werden die 4 Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell kurz vorgestellt. Erst nach und nach habe ich verstanden in welchem Verhältnis diese Frauen zueinander stehen. Ich habe immer wieder Vermutungen dazu angestellt und wurde nicht immer in meiner Meinung bestätigt. Dieser Aspekt hat das Buch sehr spannend für mich gemacht denn ich wollte immer wissen welches fehlende Puzzlestück mir eine Antwort auf meine Fragen liefert. Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht einer der Frauen geschrieben und noch dazu gibt es viele Sprünge in der Zeit, wodurch es mir nicht leicht viel der Handlung immer flüssig zu folgen.

Fazit: Das Buch war wirklich berührend und spannend zu lesen. Die Fragen, die die Frauen sich stellen tiefgründig. Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt.
Man sollte sich jedoch der schweren Themen bewusst sein, denn inhaltlich ist es wirklich kein leichtes Buch.
18 reviews
January 30, 2026
"Was macht eine Mutter zur Mutter?"

Der Roman Niemand’s Töchter von Judith Hoersch hat mich zu Tränen gerührt. Einfühlsam beschreibt die Autorin die Geschichte von Alma, Gabriele, Marie und Isabell, die Mütter und Töchter sind und deren Verbindung sich im Laufe des Buches noch offenbart. Die Geschichte wir aus den Perspektiven der vier Frauen erzählt und springt zwischen vier Jahrzehnten – von 1981 bis 2020 – immer wieder hin und her, dies erfolgt nicht chronologisch, was mitunter manchmal ein bisschen zu Verwirrung führen kann. Judith Hoersch widmet allen vier Frauen gleich viel Sorgfalt für die Ausarbeitung der Charaktere und schafft es das Gefühlsleben der Protagonistinnen so tief zu beschreiben, dass man mit allen vieren mitfühlt und ihre Perspektive, ihren Schmerz und ihr Erleben nachvollziehen kann. Wie Puzzleteile fügt sich die Geschichte Stück für Stück zusammen und wirft dabei die Fragen auf: Was macht eine Mutter zu einer Mutter? Was bedeutet Mutterschaft? Jede der Protagonistinnen hat darauf ihre eigene Antwort, bringt ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven mit.
Dieses Buch ist eine Leseempfehlung an alle, die Familienromane mit Tiefgang mögen!
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194 reviews1 follower
February 19, 2026
Sehr fesselnd

Niemands Töchter ein sehr emotionaler und fesselnde Roman. Judith Hoersch schafft es nicht nur, eine sehr mitreißende Handlung aufzubauen, sondern auch ihr Schreibstil gefällt mir sehr!
Marie, Tochter einer narzisstischen Frau wird früh schwanger. Der Vater, der neue Freund ihrer Mutter. Die Mutter will davon nichts hören und redet ihr, das Kind abzutreiben. Marie bringt es zur Welt und bringt es zur Welt und bringt es zu einer Neugeborenenstation, wo sie es ablegt und geht. Jahre später, wieder in einer unglücklichen Partnerschaft, bringt sie Isabel zur Welt, der sie alle Wünsche von den Augen abliest. Alma wächst derweil bei der Kinderkrankenschwester Gabriele, die Jena nach Dienst hatte und sich immer ein Kind gewünscht hat, auf. Beide Töchter suchen ganz unterschiedliche Weise nach ihrer Mutter, die eine, als sie erfährt, dass Gabriele nicht ihre richtige Mutter ist, die andere nach dem Tod ihrer Mutter, sucht nach der tatsächlichen Identität ihrer Mutter und versucht, sehr Traurigkeit zu ergründen.
Auch, wenn das Buch sehr dick ist, habe ich es gern gelesen und mich daran erfreut. Ich kann es nur empfehlen!
261 reviews1 follower
February 10, 2026
Schwierige Familienverhältnisse und insbesondere komplizierte Mutter-Tochter Beziehungen sind beliebte Themen in der Literatur. Da kann einen schon mal das Gefühl überkommen, dass die Themen ausgereizt sind und es kein weiteres Buch dazu braucht. Doch dann stolpert man über ein Buch wie dieses und wird eines Besseren belehrt.

In ihrem Roman gibt die Autorin Judith Hoersch Einblick in das Leben von vier Frauen, Gabriele, Marie, Isabell und Alma. Alle vier sind Töchter und drei von ihnen sind ebenfalls Mutter. Das Leben der vier Frauen hängt auf irgendeine Art und Weise zusammen, wobei sich dies erst im Laufe des Romanes herauskristallisiert.
Die Erzählerperspektive wechselt zwischen den vier Frauen hin und her und auch Zeitsprünge gibt es in dem Buch so einige. Mal befindet man sich im Jahr 1981 und dann wieder 2019. Dies mag für manche Leserinnen und Leser eine Herausforderung oder ein Störfaktor sein, ich hatte damit im Großen und Ganzen keine Probleme.

Das Tempo des Buches würde ich als eher langsam und gemächlich bezeichnen. Gerade zu Beginn des Buches lässt sich Judith Hoersch viel Zeit und man hat phasenweise das Gefühl auf der Stelle zu treten. Dieses Gefühl ändert sich dann aber je näher man sich dem Ende des Buches nähert. Dort zieht das Tempo ordentlich an und die Ereignisse überschlagen sich fast.

Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich hierbei meiner Meinung nach nicht um den klassischen Mutter-Tochter-Roman handelt. Judith Hoersch zeigt die verschiedensten Aspekte des Mutterseins auf, die schönen so wie auch die Schattenseiten. Auch dem Thema unerfüllter Kinderwunsch gibt sie Raum. Dabei geht sie sehr feinfühlig vor und überhaupt nicht wertend. Sie zeigt die Ambivalenz in den Muttergefühlen und wie sehr unsere Beziehung zur eigenen Mutter unser Verhältnis zu unseren Kindern beeinflusst.

Spannend fand ich, dass es sich bei diesem Hörbuch um eine Autorenlesung handelt. Damit habe ich bis dato sehr durchwachsene Erfahrungen gemacht und ziehe normalerweise professionelle und ausgebildete Sprecherinnen und Sprecher vor. Von Anfang an war ich allerdings begeistert von Judith Hoerschs Stimme und ihrer Art das Hörbuch zu lesen. Dies ist wahrscheinlich auch der Tatsache geschuldet, dass die Autorin auch Schauspielerin und Synchronsprecherin ist. Sie versteht ihr Handwerk wirklich und ich würde sofort wieder ein Hörbuch hören, welches von ihr gelesen wird.

Dieses Buch richtet sich meiner Meinung nach vor allem an Leserinnen und Leser die eine kraftvolle, feinfühlige und tiefsinnige Geschichte zu schätzen wissen. Personen die Bücher mit viel Handlung und Spannung bevorzugen, werden dieses Buch wohl eher nicht genießen können. Für mich war es auf jeden Fall eine sehr interessante Lektüre, die noch immer nachwirkt.
203 reviews
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January 1, 2026
Frauenschicksale

„Niemands Töchter“ von Judith Hoersch erzählt von Schicksalen vierer Frauen in vier verschiedenen Jahrzehnten. Durch Zeitsprünge lernt man die vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell kennen. Jede dieser Frauen hat eine Geschichte, die erzählt wird. Zunächst scheint es, als wären alles einzelne Geschichten, aber nach und nach kommen Zusammenhänge hervor. Vor allem folgende Themen werden eingebunden: Mutterschaft, Verlust, Identität und Einsamkeit.

Die Zeitsprünge fand ich teilweise etwas verwirrend, das ist ein kleiner Kritikpunkt an diesem Buch.
Mir hat gefallen, dass das Buch zeigt, wie wichtig Familie, Vertrauen und Zugehörigkeit sind. Es macht auch deutlich, wie sehr fehlende Liebe ein Leben beeinflussen kann. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, dass Veränderung möglich ist und dass man trotz schwieriger Vergangenheit seinen eigenen Weg finden kann.
44 reviews
January 30, 2026
Judith Hoersch hat ein wunderbares Debüt geschrieben. Es ist eine sehr berührende Geschichte und sie zeigt in ihrem Roman „Niemands Töchter“ wie Lebenswege sich verändern und ganz unterschiedlich gehen können.

Vier Frauen und mehrere Jahrzehnte.
Berlin, die Eifel. Ängste, Unsicherheiten, Glück und Liebe.
Sie schreibt einfühlsam und sehr direkt.
Ich kann mich durch ihren Stil wunderbar auf die Figuren einlassen und habe sie sehr gern kennengelernt.

Jede Frau hat ihre eigene Gesichte, ihre eignen Wunden und Vorsätze.
Langsam fügen sich die Geschichten zusammen und geben ein Bild und eine Gesamtes.

Und wieder einmal lerne ich wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, über Erlebnisse zu reden. Das Schweigen in den Beziehungen macht so vieles kaputt.
Über Generationen hinweg. Danke an die Autorin für diese sehr persönliche und intensive Geschichte.
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150 reviews
February 1, 2026
4/5 Sterne
Ich hatte so unglaublich viel Spaß mit dem Buch! Ich bin total begeistert von der Geschichte und mochte alle Charaktere sehr! Besonders die Darstellungen der Beziehungen zwischen den Müttern und Töchtern fand ich sehr schön und so echt! Ich hab mich in die Schreibweise verliebt und bin förmlich durch das Buch geflogen und besonders die letzten 100 Seiten haben mit besonders gut gefallen und dem Buch das gewisse Extra verliehen! Ich würde das Buch aufjedenfall jedem empfehlen, aber besonders Töchter und Müttern, egal welches Verhältnis man zu Ihnen hat, findet man sich irgendwie immer ein bisschen in der Geschichte wieder und kann sich in dem Buch fallen lassen. Ich möchte unbedingt mehr von der Autorin lesen und möchte das Buch so vielen Menschen wie möglich weiterempfehlen, damit sie die selben tolle Erfahrung wie ich machen können!
3 reviews
March 22, 2026
Das Hörbuch "Niemands Töchter" von Judith Hoersch ist ein Roman, der das Thema der Identitätssuche und die Beziehungen innerhalb einer Familie in den Blick nimmt. Es gibt mehrere Erzählstränge, die miteinander verwoben sind und so vom Schicksal zweier Mütter und ihrer Töchter berichten. Zuerst bereitete es mit Mühe diese auseinander zu halten, aber nach einer kurzen Zeit der Eingewöhnung konnte ich den Handlungen gut folgen und die Namen zuordnen. Die Erzählweise der Autorin, die das Hörbuch liest, ist angenehm ruhig. Die Lebensgeschichten der Protagonistinnen wird einfühlsam dargestellt, sodass man mitfiebert, wie es weiter- bzw. ausgeht. Ich würde das Hörbuch in jedem Fall weiterempfehlen für alle HörerInnen, die eine tiefgründige Geschichte mögen und die am Thema Herkunft und Familie interessiert sind.
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