»Kleines Mädchen, nimm dich in Acht. Der schwarze Rabe über dich wacht. Ist immer zur Stelle, wenn du ihn rufst, aber wütend wird er, wenn du ihn suchst. Kleiner Junge, gib brav Acht. Der schwarze Rabe fliegt in der Nacht. Hat immer einen wachsamen Blick zu dir, doch such nicht nach ihm, sonst straft er es dir.«
Sie sagten, unser Dorf sei zu klein, um der Tocerasplage zum Opfer zu fallen. Sie haben sich geirrt. Die heuschreckenähnlichen Wesen haben sich in unseren Mauern eingenistet. Wenn der Winter vorüber ist, werden unsere Vorräte verschwunden und unsere Häuser nur noch Ruinen sein. Wenn überhaupt jemand von uns überlebt, wäre das ein Wunder.
Unsere einzige Hoffnung ist der Rabenkönig – eine Legende, ein Flüstern im Dunkeln. Noch hat ihn niemand gefunden. Doch ausgerechnet ich, die nicht an ihn glaubt, soll ihn suchen.
Aber was, wenn es ihn nicht gibt?
»Selbst wenn ich einer der Raben bin, kann ich dich nicht zu ihm bringen.« Er klang verzweifelt, beinah hilflos. »Es geht nicht!« Sein warmer Atem streifte meine kalte Haut und trieb mir eine Gänsehaut über den Körper.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
„König Amon, was verschafft mit dir Ehre?“
Das Cover finde ich gelungen, die Raben spielen in dem Buch eine wichtige Rolle, daher ist es nur logisch, dass auch einer auf dem Cover ist. Mir gefällt es wirklich gut.
Der Schreibstil der Autorin war gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Leonore geschrieben, was hier perfekt gepasst hat, denn ansonsten wären viele Geheimnisse schon früher ans Licht gekommen und so konnte man die Legende des Rabenkönigs zusammen mit Leo besser kennen lernen.
Zu Beginn lernt man Leonore, kurz Leo, kennen. Sie wohnt in einem kleinen Dorf, welches von den Toceras überfallen wurde, diese wollen dort überwintern. Einzig die Legende des Rabenkönigs gibt den Menschen Hoffnung und Leo ist entschlossen, sich und ihr Dorf zu retten.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn im Prolog lernt man, was es mit dem Rabenkönig auf sich hat und wie er zu seinem Namen kam. Das fand ich schon interessant und als dann die richtige Geschichte begann, war ich neugierig.
Leonore mochte ich gerne, sie ist stark und versucht alles um die Plage zu überleben. Ihre Skepsis gegenüber dem Rabenkönig kann ich verstehen, denn die Legende besagt, dass er den Dörfern in Not hilft, doch die letzten Jahre war dem nicht so. Trotzdem will sie ihn finden umd ihrem Dorf zu helfen. Ihre Entschlossenheit fand ich bemerkenswert.
Amon mochte ich manchmal mehr und manchmal weniger. Im Prolog konnte ich ihn eigentlich gut leiden und auch seine Beweggründe konnte ich nachvollziehen. Zwischendurch mochte ich ihn dann weniger und dann auch wieder mehr. Es war ein stetiges Auf und Ab, aber grundsätzlich will er nur das Beste für seine Leute und versucht sie zu beschützen, was ein guter König auch tun sollte.
Ich muss zugeben, dass ich zuerst sehr verwirrt war, denn man bekommt keinerlei Infos über die Toceras. Es heißt nur, dass sie sich jeden Winter ein neues Dorf aussuchen, dieses verwüsten, dort leben und dann im Sommer wieder verschwinden. Die Menschen nehmen sie als Sklaven. Woher sie kommen, wohin sie gehen und wieso sie das tun bleibt offen. Hätte man im gesamten Buch keine Erklärungen dazu bekommen, wäre ich sehr enttäuscht gewesen, so fand ich es einfach ein bisschen komisch, dass man rein gar nichts über diese Wesen weiß.
Die Toceras fand ich ansonsten interessant, sie sollen einen menschlichen Oberkörper haben, Flügel wie eine Heuschrecke, einen Kopf ähnlich einer Heuschrecke und die Füße sind stark und fast wie von einem Pferd. Eine ganz wilde Mischung also. Als Bösewichte fand ich sie aber gut, sie sind skrupellos und nehmen sich, was sie wollen. Sie töten, stehlen und bestrafen wie es ihnen passt.
Leo und alle anderen im Dorf müssen also mit der Plage leben und lange liest man davon, wie der Alltag dort aussieht und wie Leo fliehen möchte. Natürlich sind das nur Spinnereien, denn die Toceras achten genau darauf, dass niemand entkommt. Diesen Teil des Buches fand ich einerseits verstörend aber auch interessant zu lesen, wie Leo in dieser Zeit klarkommt und was sie durchstehen muss war echt gut geschrieben.
Zum Rabenkönig und wie die Legende da reinspielt will ich gar nicht zu viel sagen, denn das würde die Lesefreude meiner Meinung nach mindern. Ich fands aber schön zu sehen, dass die Menschen durch diese Legenden und Geschichten die Hoffnung nicht verloren haben und immer gehofft haben, dass der Rabenkönig ihnen helfen würde. Ungefähr ab der Hälfte des Buches nimmt der Rabenkönig dann immer mehr Platz ein und die Geschichte schlägt eine etwas andere Richtung ein. Ich fand die Entwicklung vom Buch wirklich gelungen, es harmoniert alles super und wird auch nicht langweilig.
Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die mir persönlich gut gefallen hat. Irgendwann rückt sie immer weiter in der Vordergrund, nimmt aber nicht die gesamte Handlung ein, das hätte auch gar nicht gepasst. Dadurch, dass das Buch ein Einzelband ist, musste sich die Autorin hier was ausdenken, damit es realistisch wirkt und ich finde, das hat sie gut hinbekommen.
Das Ende war dann gut, ein bisschen einfach für meinen Geschmack und es hat irgendwie auch nicht so wirklich gepasst. Das las sich ein bisschen, als würde die Autorin schnell zum Schluss kommen wollen und hat eine einfache Lösung genommen. Da war ich dann ein wenig enttäuscht, auch weil noch Fragen offen blieben, die aber jedem in dem Buch anscheinend egal waren.
Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, nur das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Ich mochte die Idee mit den Toceras, dem Rabenkönig und allem drum herum und hab das Buch an einem Wochenende gelesen, weils mir so gut gefallen hat. Durch das Ende gebe ich aber nur 4 Sterne, denn das hat einfach nicht gut gepasst.
Von Beginn an liegt eine bedrückende Atmosphäre über der Handlung. Ein kleines Dorf, gefangen im Griff der skrupellosen Toceras, Wesen so fremdartig wie gnadenlos, deren bloße Präsenz den Alltag in ein zermürbendes Überleben verwandelt. Ihre Herkunft bleibt lange ein Rätsel, ihr Handeln umso erschreckender. Sie nehmen, bestrafen, zerstören, und lassen den Menschen nichts als Angst und die dünne Hoffnung, dass alte Geschichten vielleicht doch mehr sind als leere Worte.
Im Zentrum steht Leonore, genannt Leo: keine strahlende Heldin, sondern eine junge Frau voller Zweifel, Wut und Entschlossenheit. Ausgerechnet sie, die Legenden für nichts als Märchen hält, wird zur Trägerin dieser letzten Hoffnung. Die Ich-Perspektive lässt uns ihre inneren Kämpfe hautnah miterleben, ihre Fehler, ihre Skepsis, ihren unbändigen Willen, sich nicht kampflos zu beugen. Gerade weil sie nicht perfekt ist, wirkt sie so nahbar. Leo ist eine Figur, die wächst, stolpert und trotzdem weitergeht. Sie hat mir damit ziemlich imponiert.
Über allem schwebt der Rabenkönig – ein Name, fast wie ein Flüstern, eine vergessene Erinnerung. Gedichte und Legenden ranken sich um ihn, und mit jeder Seite wächst die Frage, ob er Erlösung oder nur eine Illusion ist. Etwa ab der Mitte nimmt diese Legende immer mehr Raum ein, die Handlung schlägt eine neue Richtung ein, und Hoffnung wird greifbarer, ohne ihre Gefährlichkeit zu verlieren.
Die Geschichte entfaltet sich ruhig, beinahe quälend langsam, indem sie den Dorf-Alltag unter der Herrschaft der Toceras schildert. Diese Passagen sind verstörend und faszinierend zugleich, denn sie zeigen, was es bedeutet, Freiheit zu verlieren, ohne sie je wirklich aufzugeben. Reime, Lieder und alte Erzählungen weben sich dabei wie leise Zauber durch den Text und verleihen dem Ganzen einen düsteren, märchenhaften Klang.
Nicht alles ist vollkommen rund. Manche Entwicklungen wirken abrupt, manche Sätze stolpern, und das Ende hinterlässt gemischte Gefühle – ein wenig zu einfach, ein wenig zu schnell, mit offenen Fragen, die nicht jeden zufriedenstellen werden. Und doch bleibt am Schluss kein Ärger oder Missmut, sondern dieses seltsame, warme Gefühl, etwas ganz Besonderes gelesen zu haben.
Fazit: Unterm Strich ist BLACK WINGS eine mitreißende, atmosphärisch dichte Fantasy-Geschichte mit starken Märchen-Vibes, düsteren Bildern, Herz und Spannung. Ein Buch, das man in wenigen Tagen verschlingt und dessen Rabenruf noch lange nachhallt. Eine Empfehlung für alle, die die Dunkelheit lieben und trotzdem an helle Wunder glauben wollen.
👑1. Satz👑 „‹König Amon, was verschafft mir die Ehre?› Katharina lächelte, ihre Lippen bewegten sich kaum und doch lag etwas Scharfes in der Art, wie ihre Worte den Raum erfüllten.“
🖤Die Story🖤 Amos, der König, sucht eine gefährliche Hexe auf, weil er ihre Hilfe braucht, um sein Königreich zu schützen. Doch jede Magie hat ihren Preis... Seit diesem Tag an erinnert sich niemand von ausserhalb des Reiches mehr an das Königreich und die Menschen darin... Bekannt sind einzig die Legenden des Rabenkönigs, der in grosser Not erscheinen soll. In grösster Not macht sich Leonore, eine junge Frau aus einem Dorf, welches überfallen wurde, schließlich selbst auf die Suche nach genau diesem Rabenkönig. 👑Der Stil👑 Geschrieben ist das Buch in der Vergangenheitsform. Im Prolog wird aus der Sicht des Königs in Erzählerform geschrieben, danach aus Leonores Sicht, die Protagonistin. Im Prolog erfährt man, wie alles so gekommen ist, während man im restlichen Buch die Auswirkungen dieser Vergangenheit miterlebt. 🖤Mein Fazit🖤 Die Geschichte geht oft rasant voran und ist sehr spannend, auch wenn es an einigen Stellen längere Passagen gibt, in denen es sich so anfühlt, als würde sich nicht viel verändern. Dort geht es vorallem viel um Leid und wird auch mal ziemlich brutal. So gibt es aber auch Stellen, die sehr gefühlvoll und liebevoll sind. Am Ende bleibt ein Geheimnis, das Leonore noch mit sich trägt. Dieses würde wohl erst später in der Geschichte (nach dem Buch) aufgelöst, was mir für den Abschluss ein wenig gefehlt hat. Vielleicht gibt es aber ja irgendwann eine Fortsetzung. Ich würde diese dann auf jeden Fall lesen 😀. Black Wings ist ein tolles, fantastisches und märchenhaftes Buch mit romantischen, aber auch harten Momenten, das viele Emotionen auslöst.
Und dieses Buch flüstert dir schon auf den ersten Seiten zu: 𝗩𝗲𝗿𝘁𝗿𝗮𝘂𝗲 𝗻𝗶𝗲𝗺𝗮𝗻𝗱𝗲𝗺– erst recht keinem Märchen. „𝗕𝗹𝗮𝗰𝗸 𝗪𝗶𝗻𝗴𝘀 – Die Legende des Rabenkönigs“ von Chrissy Em Rose ist düster, roh und genau so märchenhaft grausam, wie ich es mir erhofft habe.
Leonore? Ein absoluter Volltreffer. ✨ Zauberhaft, schlagfertig und mit einer Direktheit, die ich liebe – sie redet, wie ihr der Mund gewachsen ist, und genau das macht sie so stark. Kein stilles Mäuschen , sondern eine toughe Heldin, die sich nicht kleinmachen lässt.
Dazu ein Prinz, der einen verhängnisvollen Handel mit einer 𝗛𝗲𝘅𝗲 eingeht (Spoiler: Das geht natürlich nicht gut aus 👀), skrupellose düstere Kreaturen und eine Welt, die sich anfühlt wie ein Märchen, das man als Kind nicht hätte lesen dürfen.
Ergänzt durch eine märchenhafte 𝗦𝗲𝗰𝗼𝗻𝗱-𝗖𝗵𝗮𝗻𝗰𝗲-𝗥𝗼𝗺𝗮𝗻𝗰𝗲 – bittersüß, dunkel und emotional, ohne kitschig zu werden. 🖤
Ganz ehrlich: Im Mittelteil hatte die Geschichte für mich ein paar Längen, da hätte das Tempo gern etwas straffer sein dürfen. Trotzdem hat mich die Atmosphäre getragen – dieses Gefühl von drohendem Unheil und schwarzer Magie war einfach zu gut. Das Ende bleibt etwas offen, was für mich aber den unheilbringenden Touch der Story unterstrichen hat. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Für alle, die düstere Märchen, starke Heldinnen und Geschichten mit Schatten und Herz lieben. 🦇📖
Black Wings war dieses Jahr mein erstes Fantasybuch und DAMN IT! Dieses Buch hat meine Erwartungen dieses Jahr für Fantasybücher gaaaaanz hoch gesetzt!
Der Schreibstil der Autorin war einfach nur super geschmeidig und super entspannt zu lesen, was einen so krass durch das Buch hat RUTSCHEN lassen! Ich habe es in einem Schwung durchgelesen und konnte es auch nicht aus der Hand legen, weil es so unglaublich spannend war.
Dieses Buch kann ich wirklich nur von Herzen empfehlen!
Wir lernen hier ein Königreich kennen, welches versteckt hinter einem Nebel liegt, durch einen „Fluch“. Nach einigen Jahren leiden viele „Dörfer“ außerhalb des Königreichs große Not, weshalb unsere Prota Leo sich auf die Suche nach dem Rabenkönig machen soll. Jedoch gerade SIE glaubt nicht an diesen Rabenkönig. Mythos! Somit ist sie gezwungen, nach etwas zu suchen, woran sie am wenigsten glaubt.
Ob sich Leo dieser Herausforderung stellen kann, lest es einfach unbedingt selbst, es ist wirklich super spannend!
Black Wings – Die Legende des Rabenkönigs von Chrissy Em Rose hat mich wirklich positiv überrascht. Ohne große Erwartungen gestartet, bin ich schnell in eine düstere, atmosphärische Fantasywelt abgetaucht, die nicht nur spannend, sondern auch voller Herz ist 🖤
Besonders Leo mochte ich sehr: eine starke Protagonistin, die alles für ihre Familie und ihr Dorf gibt. Ihre Entwicklung über die Kapitel hinweg zu begleiten, hat richtig Spaß gemacht und sie als Figur sehr greifbar gemacht 🖤
Mit König Amon bin ich dagegen nicht ganz warm geworden. Man versteht zwar, warum er ist, wie er ist – trotzdem konnte ich seine Wut und seine unnahbare Art Leo gegenüber nicht immer nachvollziehen 🖤
Insgesamt aber ein toller, fesselnder Fantasy-Einzelband, perfekt für zwischendurch und ideal für alle, die düstere Geschichten mit emotionalem Kern mögen 🖤
Eine etwas düstere Geschichte, die einen dennoch in den Bann zieht. Solch eine Geschichte kam mir bisher noch in keinster Weise unter. Ich habe von Anfang an mitgefiebert. Klare Leseempfehlung ☺️
Mich hat allerdings manche Satzplatzierungen gestört bzw genervt, da die Wörter in der falschen Reihenfolge standen. Das kann für meinen Geschmack ein wenig zu oft vor, was wiederum jemand anderen vielleicht gar nicht stört. Trotzdem ziehe ich deswegen einen Stern ab.