Gentle Heart von Mona Kasten / Rezension
- Standalone im Scarlet Luck Universum
- Kann unabhängig gelesen werden, aber würde ich nicht machen
- Spielt sich zeitlich parallel zu „Lonely Heart“ ab
- Popstar x Popstar
- Ashley Cruz x Logan von Scarlet Luck
Ich habe im Vorfeld gar nicht recherchiert, sondern blind gelesen, deshalb schreibe ich es Euch oben so genau hin, worauf Ihr Euch einlasst. Manchmal fällt es schwer zu entscheiden, ob man eine Reihe wieder aufnehmen möchte. Insbesondere, wenn man davon ausgegangen ist, dass diese abgeschlossen ist. Ich persönlich bin gar kein Fan davon. Abgeschlossen ist für mich abgeschlossen. Aber jetzt erst mal kurz zum Inhalt:
Sängerin Ashleys toxische Beziehung hat sie beinahe zerstört, deshalb möchte sie nichts Ernstes mehr. Trotzdem kribbelt es zwischen ihr und Scarlet Luck member Logan.
Ich bin ehrlich, es hat mich nicht abgeholt, auch weil ich dachte, dass die Reihe weitergeht in die Zukunft, aber wir wärmen die Vergangenheit nochmal auf, nur eben mit anderen Protagonisten. Emotional waren die Aspekte, die mit „Beast“ zu tun haben. „Lonely Heart“ war ein super Buch, „Fragile Heart“ hatte sich bereits gezogen und nun haben wir „Gentle Heart“, womit ich gar nicht gerechnet hatte.
Die Geschichte von Ashley und Logan ist in Ordnung, ich habe sie gern gelesen, aber es ist eher langweilig und auch unnötig spicy von der Sprache her. Sogar überraschend spicy, wenn man über Logan Bescheid weiß. Es sind auch wieder wichtige Themen drin, aber man lernt nichts Neues, es plätschert so dahin. Ende gut, alles gut.
Manche Reihen sind einfach auserzählt und ich finde sogar, dass bei unerwarteten neuen Bänden die Gefahr besteht, dass diese sich nachträglich negativ auf die gesamte Reihe auswirken. Vielleicht geht’s nur wenigen so wie mir, es hat mich ja auch niemand gezwungen 😅. Aus alten Loyalitäten heraus, liest man es aber und wird öfter enttäuscht. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber hier war es nicht der Fall.
Manchmal (täglich) frage ich mich auch woher insbesondere die NA / YA AutorInnen das Selbstbewusstsein (die audacity) nehmen, so frei (unsensibel) über komplexe und schwierige Themen zu schreiben wie das hier auch wieder der Fall war. Keine Spoiler, um was es genau ging, ich will Euch nicht noch die letzten 2% Spannung wegnehmen. Steht jedenfalls im heftigen Kontrast zu den ersten beiden Büchern, wo sehr genau recherchiert und mit Sicherheit mit einem Therapeuten zusammengearbeitet worden ist. Hier hat man nicht mal Google bemüht, um herauszufinden, wie man vorgehen sollte. Schade!
Macht Euch gern ein eigenes Bild!
2,5/5⭐️⭐️