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Udo Fröhliche: Alles über Udo Lindenberg - von Alkohol bis Zigarre

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Udo Lindenberg wird 80 – das Buch zum Geburtstag von Benjamin von Stuckrad-Barre

Udo Lindenberg wird achtzig. Hört sich unglaublich an, ist aber so. In »Udo Fröhliche« durchmisst der Udo-Freund und -Chronist Benjamin von Stuckrad-Barre (»Panikherz«) acht Jahrzehnte Udo-Universum, buchstabiert das Lindenberg-Alphabet von Alkohol über Cello und Fernweh, Rollschuhe, Sprache, Hotel und Hut bis zur Zigarre.

Biografische Kurzgeschichten über einen Mann, der die Bundesrepublik, ihre Gesellschaft, die Sprache und dadurch die Denkweise, verändert hat – durch seine Musik, vor allem aber durch sein gnadenlos unprätentiöses Menschsein.  Aus großer Nähe, kundig, witzig und scharfsinnig erzählt Benjamin von Stuckrad-Barre von einem, der zum Ereignis wurde und zur bundesdeutschen Institution. Es geht natürlich auch um Aufstieg, Absturz, Wiederauferstehung – schließlich ist Lindenbergs Leben eine sagenhafte Heldenreise.

»Udo mag, wie jeder denkende Mensch, ein Problem haben mit dem Alter. Allerdings muss man auch Das Alter hat ein Problem mit Udo. Irgendwie kriegt es ihn nicht zu fassen. Ob der Gutschein für die Reise zum Mond noch gilt? Udo wäre dann jetzt so weit.« (Aus dem Kapitel »Geburtstag«)

250 pages, Kindle Edition

Published April 16, 2026

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About the author

Benjamin von Stuckrad-Barre

21 books354 followers
Possibly Germany’s most well-known young author of the past 15 years, von Stuckrad-Barre stands at the forefront of a new literary movement that moved from Germany’s wartime past and into the 21st century.

After working for Rolling Stone, von Stuckrad-Barre’s 1998 book Soloalbum (written when he was only 23) captured the emotions of young love to the soundtrack of Oasis and Pearl Jam. After the follow-up Livealbum, von Stuckrad-Barre embarked on various ambitious projects. His self-described goal has always been to reflect “what is going on [in the world]”, and he continues to do so in unconventional ways, sometimes being refered to as the ‘bad boy’ of the German literary scene.

(Source: Goethe Institut http://www.goethe.de/ins/us/was/prj/z...)

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
714 reviews7 followers
May 1, 2026
Udo ist eine Legende in jeglicher Hinsicht. Das beleuchtet dieses Lexikon sehr gut. Aber leider ist es schon zehn Jahre alt und wird einfach minimal aktualisiert zum 80. noch mal vermarktet. Daher hatte ich beim Lesen immer den Eindruck, dass eine Dekade fehlt und das Beschriebene auch schon lange Vergangenheit ist. Gerade weil immer wieder gesagt wird, wie aktiv und wach Udo immer noch neue Ideen verfolgt. Außer „Komet“ war da leider aber auch aus gesundheitlichen Gründen nicht viel. Und auch sonst habe ich kaum Neues entdeckt, dann doch schon alles auserzählt? Zum 80. hätte er mehr verdient gehabt.
34 reviews
May 14, 2026
"Udo Fröhliche" ist im weiteste Sinne eine Biografie des Sängers Udo Lindenberg. Keine, die Lindenberg selber schreiben würde, kennt ihn doch eh jeder „ne?“ Es schreibt der Formulierungskünstler und Sprechschreiber Stuckrad-Barre, Bewunderer, Freund, Dankbarer, dessen Stil bisweilen ins Stakkato des Hip-Hop kippt, wenn er sachliche Information in amtliche Udo-Schluffigkeit transferieren will: „erste Telefonate, die ersten Zigarren werden in leergegessene Eierschalen abgeascht oder auch einfach auf den Teppich, denn »letzte Woche oder so war da ja noch ’n Aschenbecher, ne?«“. Es ist die Hagiographie eines deutschen Künstlers, der die Gesellschaft der Bundesrepublik wahrscheinlich stärker beeinflusst hat, als der ein oder die andere Bundeskanzler*in.

Die spezielle Dramaturgie durch Stichwortkapitel bringt es mit sich, dass wir keinen langweiligen Lindenberg wurde 1946 im westfälischen Gronau geboren und eroberte später die Welt-Text bekommen, sondern eine lebendige Beschreibung immer nah am beschriebenen Subjekt. In diesem Udo-Universum gibt es nichts Falsches. Alles im Leben des Udo Lindenberg folgt einem Ziel. Schwerste Alkoholabstürze, schlechte Alben spricht Stuckrad-Barre umschweiflos an, erhebt aber nie den moralischen Zeigefinger. Maximal achselzuckend nimmt er zur Kenntnis, dass da einer ist, der gegen die Norm erfolgreich lebt und schwerste Alkoholsucht gegen Jogging an der Binnenalster getauscht hat.

Das Buch unterschlägt bei aller Freude an dessen Schluffigkeit nicht Lindenbergs Realitätssinn. Mag der Sänger auch an die Rezeption seines Hotels gehen, „Haste mal ’n Tausi?“, und einen von den 20 ausgezahlten 50-Euro-Scheinen als „Aufwandsentschädigung“ beim Mann an der Rezeption belassen, mag er immer noch von „Maaaaaak“ reden, wo doch längst alles in Euro bezahlt wird, so sieht man ihn in diesem Buch früh morgens nach dem Aufstehen „gegen 15 Uhr“ umringt von Tageszeitungen, niemand sei so gut über das Tagesgeschehen informiert, wie Lindenberg, schreibt Stuckrad-Barre und erwähnt, dass Lindenberg im Fernsehen nichts anderes laufen lässt, als Nachrichtensender.

Geschrieben hat dieses wunderbar anekdotenreiche Buch einer, der selber allzu gern im Mittelpunkt steht, es hier aber versteht, sich wie die sprichwörtliche Fliege an der Wand zurückzunehmen. Statt pompöser Ich-Formulierungen wie Udo bestätigt mir oder Im Gespräch lässt Udo anklingen, beobachtet er, hört zu und schaut, wie andere sich zu Lindenberg verhalten. So bleibt eine angenehme Restdistanz zu diesem hier offen und schamlos verehrten Großkünstler, der sich selber nie so nennen würde, aber für Selfies auch zweimal posiert, wenn das erste in seinen Augen nichts geworden ist: „Das andere kannste ja löschen, ne?“

Am Ende wissen wir alles und nichts über Lindenberg. Das Klischee und die Karikatur kommen in diesen Alltagsbeobachtungen, die selten wirken, als seien sie wirklich ein Alltag, vor und manchmal schimmert auch der möglicherweise reale Mensch Udo Lindenberg durch, über den Stuckrad-Barre bilanziert, dass bei ihm alles eins geworden sei – Mensch, Klischee und Karikatur: „Alles andere ist Einer-von-euch-Kitsch und gepostetes Mittagessen.“
13 reviews
May 4, 2026
Das hat Spaß gemacht. Es hilft natürlich deutlich, wenn man Udos Lieder kennt und sie - und ihn - gut leiden kann.
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