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Geld als Waffe: Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet

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Über Krieg oder Frieden entscheidet oft die Wirtschaft

Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der neuen Weltordnung und eine spannende Analyse, die erklärt, warum die Kriegsgefahr so hoch ist – und was wir in Europa tun können, um Frieden zu sichern.

Wie entstehen Kriege? Und wie Frieden? Ulrike Herrmann untersucht in diesem Buch große internationale Konflikte und analysiert, dass die Gründe nicht nur historisch, psychologisch oder politisch sind. Sondern dass oft ökonomische Faktoren ausschlaggebend sind. Sie zeigt am Beispiel Russlands, wie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes permanente Kriege auch in Zukunft wahrscheinlich macht. Und sie beschreibt Chinas Aufstieg zur Supermacht und erklärt, wie Präsident Xi sein Land in eine ökonomische Sackgasse manövriert hat, die er mit seinen Aggressionen gegen Taiwan zu kaschieren versucht.

In ihrem augenöffnenden und brisanten Buch zeigt Ulrike Herrmann, welche große Bedeutung die Wirtschaft für die Politik der Supermächte hat – und sie beschreibt sehr anschaulich, was das für uns bedeutet, wenn wir den Frieden sichern wollen.

263 pages, Kindle Edition

Published March 12, 2026

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Ulrike Herrmann

9 books51 followers

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Displaying 1 - 28 of 28 reviews
Profile Image for Frank.
686 reviews132 followers
May 29, 2026
Ulrike Herrmann hat in bewährter Manier ein gut lesbares (und in Zeiten, da Moralisten regelmäßig jeden Sachverstand niederbrüllen) längst überfälliges Buch vorgelegt, das sich mit den ökonomischen Ursachen von Kriegen beschäftigt. Die Notwendigkeit, in der gegebenen Lage wieder einmal an das berüchtigte Diktum „it‘ the economy, stupid“ aufmerksam zu machen, enthüllt sich unmittelbar einsichtig, wenn man der Autorin darin folgt, welche kaum anders als durch Kriege lösbare Paradoxa bestimmte wirtschaftliche Entscheidungen schon in Friedens- erst recht aber in Kriegszeiten nach sich ziehen. Von der Autorin, die Marx gut kennt, seine Schlussfolgerungen aber in aller Regel ablehnt, unbemerkt (?), liefert der Text eine schlagende Analyse der in einer kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft zwangsläufigen Vorgängigkeit ökonomischer Pfadentscheidungen vor dem politischen Vollzug der sich daraus ergebenden „Sachzwänge“. Das nimmt Diktatoren wie Putin oder Xi die Aura des einfach nur Bösen und macht – indem trotz des Primats des Ökonomischen die aufgrund globaler Zusammenhänge (z. B. der weltweiten Abhängigkeit von Taiwans Chipindustrie) dennoch gegebene Eigenlogik des Politischen gegen flachen Ökonomismus verteidigt wird – Hoffnung auf rationale Entscheidungen und letztlich eine Eindämmung der (Welt-)Kriegsgefahr. Das betrifft insonderheit die Schlussüberlegungen zum möglichen Einsatz von Atomwaffen, der so unsinnig wäre, dass er bisher jenseits von Drohung und Abschreckung nie ernsthaft erwogen wurde.

Man kann der Autorin also zustimmen, was ihre Analyse der gegebenen Situation anbelangt, leider auch dahingehend, dass eine Aufrüstung Europas aktuell wohl alternativlos ist. Das ergibt sich aus der faktenbasierten Beschreibung des desolaten Zustands der Bundeswehr ebenso wie aus den Szenarien, wie Russland Europa bedrohen könnte. Im Gegensatz zu linken wie rechten Kritikern, die bloß Dummheit oder Unvermögen am Werke sehen, beschreibt Herrmann zutreffend, wie Profitstreben und die Verquickung des Staates mit der Rüstungsindustrie Marktgesetze aushebeln und die Produktion von Rüstungsgütern verzögern und verteuern. In Analogie zur Automobilindustrie, wo immer größere SUVs statt preiswerter Kleinwagen produziert werden, einfach, weil dann die Gewinnmargen höher sind, haben eben auch Rüstungskonzerne kein Interesse an Billigdrohen. Bevorzugt werden stattdessen „Goldrandlösungen“ (246), also High-Tech-Produkte, deren Wartung so aufwändig ist, dass sie nur durch die Industrie selbst und nicht etwa durch Soldaten an der Front vorgenommen werden kann. Im Vordergrund steht nicht die Brauchbarkeit im Feld, sondern die doppelte Gewinnerzielung durch Herstellung und Reparatur.
Problematisch an Herrmanns Darstellung sind mithin nicht die treffenden Analysen, von denen man wünschte, sie würden in den Medien Gehör finden und in die Debatten eingehen, sondern eine Begrenztheit der Schlussfolgerungen, die sich daraus ergibt, dass sie der Vorgeschichte der beschriebenen Phänomene und mithin deren genuin kapitalistischem Charakter zu wenig Aufmerksamkeit widmet. Das trifft nicht die Beschreibung der Defizite russischen imperialen Strebens seit Ivan IV. oder der chinesischen Geschichte als einer Geschichte verpasster Chancen beim Übergang zum Kapitalismus, das ist alles nicht falsch, steht aber woanders fundierter, sondern meint den eigentlichen Einstieg ins Thema: Insofern das Jahr 2022 als Zäsur genommen wird, können Putin und Xi dann doch wieder ein bisschen als „die Bösen“ dastehen (der Überfall der USA auf Venezuela und den Iran erfolgte erst nach Abschluss des Manuskripts), mit denen man nicht verhandeln könne. Suggeriert wird, wie das ja auch in den offiziellen Medien der Fall ist, dass beide Diktatoren nur die Sprache der Macht verstünden, weshalb Herrmann – hierin ganz Parteigängerin der Grünen – für Abschreckung durch Aufrüstung plädiert und klar machen möchte, dass das volkswirtschaftlich unproblematisch wäre, da die geplanten Militärausgaben nur das Niveau des Kalten Krieges wieder erreichen würden. Außenvor bleiben der mit eben dieser als Verteidigungsmaßnahme etikettierten Aufrüstung verbundene Großangriff auf den Sozialstaat und die Bedrohungsszenarien gegenüber China und Russland, die sich aus der mitnichten nur auf Verteidigung zielenden Ausrichtung der neuen militärischen Kapazitäten ergeben.

Herrmann vermeidet (mit Blick auf ihre eh schon verblödete Leserschaft?) jeden Perspektivwechsel, der „Abschreckung“ auch als „Bedrohung“ lesbar machen würde. Obwohl sie eingängig beschreibt, warum China bisher als einziges Land des sogenannten globalen Südens den Aufstieg zur Industriemacht geschafft hat und warum es keinem der anderen Länder (mit Ausnahme vielleicht Indiens) gelingen wird, die Dominanz der ehemaligen Kolonialmächte – die als solche im Gegensatz zum russischen Kolonialismus nicht benannt werden – zu brechen, sieht Herrmann die USA gezwungen (!) ihre Rolle als Welthandelspolizist weiter zu spielen und sich auf die Einhegung Chinas vorzubereiten. DANN, und das ist der springende Punkt, müsste sich Europa selbst verteidigen, weil es in Xis Interesse sein würde, dass Russland „Kräfte bindet“. Das kann man auch bei den üblichen Verdächtigen wie Carlo Massala nachlesen, die Herrmann in diesem Zusammenhang zitiert. Schade drum. Ihre eigenen Überlegungen legen nämlich auch ein anderes Szenarium nahe, das freilich auf internationale Zusammenarbeit auf Augenhöhe setzen müsste, etwas, das im Kapitalismus schwerlich erreichbar ist und auf eine Kritik des gegenwärtigen Vorgehens der EU und der USA hinausliefe: Wie wäre es, wenn die ihrem Selbstbild nach aufgeklärten Nationen über den Schatten ihres überaus selbstgefälligen (wenn auch mit Blick auf Putins Verbrechen verständlichen) Moralismus springen und Russland wie China statt mit Sanktionen zu drohen Hilfe bei dem Versuch anbieten würden, aus den selbst geschaffenen Paradoxa ihrer Wirtschaftsweise zum Wohle aller OHNE KRIEG wieder herauszukommen? Wenn das Buch aus meiner Sicht einen Mangel hat, dann den, dass diese Möglichkeit nicht einmal erwogen wird.

Welche Paradoxa sind gemeint? Ein gutes Beispiel dafür sind die von Herrmann sachkundig beschriebenen Zwänge, die der Ukraine-Krieg im Inneren Russlands nach sich zieht: Zur Mobilisierung aller Reserven hat Putin auf Kriegswirtschaft umgestellt, was unter anderem schwindende Ressourcen für den zivilen Sektor bedeutet. Besonders dramatisch ist das Fehlen von Arbeitskräften. Fachkräfte sind entweder an der Front, oder sie wandern in die besser bezahlten Berufe in der Rüstungsindustrie ab. Eine Folge davon ist, dass die wachsenden Einkommen nicht in den Konsum einheimischer Güter umgesetzt werden können. Das zieht Inflation nach sich. In dieser Frage misstraut die Autorin zu Recht den offiziellen Zahlen und bietet Überlegungen an, die nahe legen, dass die Inflationsrate schon heute wesentlich höher liegt als offiziell verkündet. Aber das ist nur eine Seite des Problems. Die Autorin fragt, was passieren würde, wenn das Land zur Friedenswirtschaft zurückkehren müsste. Dann würden mit einem Schlag viele Arbeitskräfte freigesetzt, die von der geschwächten zivilen Wirtschaft nicht aufgefangen werden könnten. Hinzu kämen Millionen Soldaten, die an der Front nicht mehr benötigt werden. Auch Sie müssten Arbeit suchen, die es nicht gibt. Der zwischenzeitliche Einkommenszuwachs generiert nun ein Nachfrageniveau, das auf fehlende Möglichkeiten zur Befriedigung mit einheimischen Produkten trifft, was die Inflation auf ein sehr hohes Niveau treiben würde. Damit zerschlüge sich die Hoffnung der Bevölkerung auf eine Friedensdividende und die Menschen würden sich fragen, welchen Sinn dieser Krieg hatte. (Die überlebenden Verwundeten oder traumatisierten Soldaten bzw. die Opferfamilien könnten dieser Frage ohnehin nicht ausweichen.) Die folgende Destabilisierung des Systems dürften die Machthaber (Putin oder wer auch immer) nicht hinnehmen, woraus ziemlich logisch folgt, dass das „System“ keinen Frieden aushalten würde, weshalb Putin heute schon nicht mehr ernsthaft darüber verhandeln könne, was man ja auch sieht.

So weit, so logisch. Aber dasselbe trifft für die Ukraine auch zu. Hier zeigt Herrmann völlig zutreffend die Notwendigkeit wie die Möglichkeit sogar zum Nulltarif (!) derart Hilfe zu leisten, dass die beschriebenen Folgen der Umstellung auf eine Friedenswirtschaft allen zum Vorteil gereichen könnten. Wenn das für die Ukraine gilt, gilt das auch für Russland, dessen Wiedereinbindung in die Weltwirtschaft nicht zu Europas Schaden und angesichts der sonst drohenden Kriegsgefahr mehr als eine Win-Win-Situation wäre. Das kann man nur dann nicht erwägen, wenn man die Aussicht auf einen Siegfrieden und damit auf eine erneute koloniale Ausbeutung russischer Ressourcen (wie unter Jelzin) bevorzugt, oder aus Gründen antirussischen Ressentiments kein Vertrauen in „den Russen an sich“ hat. Eigentlich ist Ulrike Herrmann zu klug für die letzte Unterstellung, aber es mag sein, dass sie sich angesichts der negativen Emotionen gegenüber Russland der Nichtrealisierbarkeit eines solchen Vorschlags wie des Unverständnisses ihrer potenziellen Leserschaft (grün-linksliberal bis aktivistisch-links, würde ich denken) derart bewusst war/ ist, dass sie solchen Überlegungen keinen Raum gibt. Mir wäre ein derartiger Lösungsansatz lieber als ein erneutes Gleichgewicht des Schreckens, das angesichts von Russlands ökonomischer Schwäche alles andere als stabil und für das russische Volk nicht wünschenswert wäre. Aber ich habe das Buch nicht geschrieben und kann meine Ideen nur als vorsichtige und die Verdienste der Autorin nicht schmälernde Einwände so vorbringen, dass sich die Leser dieser Besprechung (und hoffentlich von Herrmanns Buch) zum Weierdenken aufgefordert fühlen.

Das eben Ausgeführte betrifft auch China, das in einem ähnlichen Dilemma steckt. Herrmann belegt einsichtig, dass die Umstellung der chinesischen Wirtschaft auf eine heimische Konsumgesellschaft unter Verzicht auf die bisher zum Teil stark subventionierten Exporte, die überflüssigen Investitionen in den Wohnungsbau und die Verwaltung etc. zu ähnlichen Verwerfungen wie in Russland führen würde. Bisher hält die Kommunistische Partei des Landes ihr Versprechen auf steigenden Wohlstand, das ihr die Loyalität der Bevölkerung sichert, durch subventionierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (Investitionsvolumen von 40 statt der notwendigen 25%) aufrecht. Die Autorin verweist dabei insbesondere auf die Bauindustrie, die trotz circa 90 Mio. leerstehender Wohnungen nicht zurückgefahren werden kann, weil alternative Arbeitsplätze fehlen. Die Konsumgüterindustrie kann diese Arbeitskräfte nicht auffangen, weil eine Steigerung der Konsumgüterproduktion ein wachsendes Angebot ohne entsprechende Nachfrage schaffen würde, da Chinesen große Teile ihrer Einkommen für die staatlich nicht garantierte Alters- und Gesundheitsvorsorge zurücklegen müssen. Investitionen müssten also in ein staatliches Rentensystem überführt werden, was aber erst in Zukunft wirksam werden und das aktuelle Problem auf dem Arbeitsmarkt nicht lösen würde. Gleichzeitig ist dieser Schritt jedoch unausweichlich, weil die Alterung der Gesellschaft jetzt schon zunehmend unlösbare Probleme mit sich bringt. Auf dem bisherigen Weg ist die einzige Chance die Bindung von immer mehr Ländern an chinesische Exportprodukte (neue Seidenstraße), was China zum Konkurrenten für die bisher dominierenden Mächte macht. Die wissen sich – siehe oben – nicht anders zu helfen als mit dem Versuch der militärischen Einhegung chinesischer Großmachtansprüche (die in Wirklichkeit Ausdruck des Strebens nach Warenabsatz sind), zumal die allerdings reale Gefahr besteht, dass die Kommunisten versuchen werden, das Volk mit nationalistischen Parolen und der Angst vor einer amerikanischen Einschnürung hinter sich und der Forderung nach Heimholung Taiwans zu versammeln. Auch hier hat die nicht von der Hand zu weisende Aggressivität also wirtschaftliche Gründe, deren Behebung Herrmann allerdings den militärisch abzuschreckenden Chinesen selbst überlassen will, statt ihnen im Rahmen einer neu auszuhandelnden und auf Kooperation statt Konkurrenz basierenden Weltordnung entgegenzukommen.

Fazit: In der hier kritisierten Hinsicht erscheinen mir Ulrike Herrmanns Schlussfolgerungen nicht nachhaltig und nicht mutig genug. Ein kurzer Blick hinter das Jahr 2022 zurück hätte zeigen können, dass sowohl Russland als auch China Grund genug haben, im Westen keine Freunde ihrer Länder zu vermuten. Russland will nicht zur Jelzin-Ära zurück, als seine Ressourcen für ´n Appel und `n Ei in den Westen verschoben wurden, und auch das einst so stolze Reich der Mitte hat genügend Demütigungen (inklusive der Zumutung ewige Billig-Löhner-Werkbank des Westens zu sein) hinter sich, um mit seinen Ansprüchen ernst genommen zu werden. Ich meine, der Wille zur Durchsetzung einer neuen, auf Gleichberechtigung basierenden Weltordnung jenseits der „Regeln“ der alten Kolonialmächte ist für die Friedenssicherung unverzichtbar. Warum das so ist, kann man bei Ulrike Herrmann nachlesen und lernen, obwohl sie es so nicht formuliert. Die Ideen und das Material bereit gestellt zu haben, wie immer gibt es eine Fülle an interessanten Daten und Fakten, bleibt das unbestreitbare Verdienst der Autorin, der auch dafür zu danken ist, die wirklichen Triebkräfte der sich jenseits von persönlichen Entscheidungen (allerdings nicht ohne sie) vollziehenden Geschichte wieder ins Gespräch zu bringen. Deshalb bleibt das Buch unbedingt empfehlenswert, obwohl es mir persönlich ein bisschen zu wenig Zukunft bietet.
Profile Image for Robert.
209 reviews7 followers
April 28, 2026
Ulrike Herrmann hat mit Das Ende des Kapitalismus eins meiner liebsten Sachbücher aller Zeiten geschrieben. Geld als Waffe ist ihr neuestes Buch, in dem sie sich hauptsächlich an Russland und China abarbeitet. Ich habe das Anliegen des Buchs nicht verstanden. Herrmann rechnet uns vor, warum Russland und China aus ökonomischer Sicht nicht so bedrohlich sind, wie man annimmt. Da kann Europa noch gut mithalten, wenn es fleißig weiter aufrüstet. Dabei wirkt es so, als gäbe es keine anderen Aggressoren auf der Welt. Das ganze Buch scheint mir arg verklärt. Als wären die USA gerade nur in einer schwierigen Phase, aus der sie es bald geschafft hätten. Gleichzeitig wird in keinem Wort erwähnt, dass es auch innerhalb Europas Kräfte gibt, die mit China und Russland kooperieren und ihren Einfluss stärken. Auch die digitale Kriegsführung wird komplett ausgeklammert, so als ob sich seit dem Kalten Krieg nichts verändert hätte und wir noch immer auf dem Gebiet militärischer Abschreckung wären. Dass es bereits seit Jahren russische Cyberangriffe auf Deutschland und die EU gibt, ist doch längst hinreichend bekannt. Auch, dass hinter jeder europäischen Regierung Wähler*innen stecken, wird vergessen. Aufrüstung ist doch kein Konsens? In Herrmanns Zukunftsversion scheint Europa autark zu agieren und regieren. Ich checke hier wirklich gar nichts.
Profile Image for Tim.
217 reviews8 followers
March 13, 2026
Ich werde weiterhin alle Texte von Ulrike Herrmann lesen, weil sie immer frische und anregende Gedanken hat. Dieses Buch allerdings ist vergleichsweise schwach, wenn auch immer noch lesenswert. Für eine Schwäche kann sie allerdings nichts: Das Buch wurde offensichtlich vor der Maduro-Entführung und vor dem Irankrieg fertiggestellt und ist spätestens mit letzterem als Gegenwartsanalyse veraltet.

Das Buch ist journalistisch geschrieben und vermeidet einen großen Wurf. Es beginnt mit der wichtigen Beobachtung, dass ökonomische Fragen bei Analysen der aktuellen Bedrohungslage zu wenig Beachtung finden, und leidet daran, dass es keine These zum Zusammenhang von Ökonomie und Krieg herausgearbeitet bekommt. Geht es darum, warum Kriege *begonnen* werden? Nicht wirklich, denn wie Herrmann betont, lohnt sich Krieg ökonomisch meistens eher nicht. Geht es darum, wann und warum Kriege beendet oder nicht beendet werden? Schon eher, aber auch das ist schwierig, in eine allgemeingültige These zu fassen. Den Vietnam-Krieg hat die ökonomisch potentere Seite verloren, wie Herrmann selbst erwähnt. Im Ukraine-Krieg könnte und müsste die Ukraine angesichts der ökonomischen Überlegenheit ihrer Unterstützer viel besser dastehen. Am Ende ist es dann doch mehr als die wirtschaftliche Lage, was über den Ausgang von Kriegen entscheidet. Das widerlegt allerdings Herrmanns Überlegungen nicht, weil sie keine so starke These aufstellt.

Ansonsten: In Herrmanns Darstellung dreht sich viel um Russland und China (und das bedeutet hier: Putin und Xi), USA und Europa kommen als Akteure wenig vor – sie reagieren auf eine Weltlage. Pazifistische – oder: weniger militaristische – Alternativen kommen kaum vor außer einer kurzen Reaktion auf Jan van Aken. Herrmanns Ausblick, die geopolitische Lage würde die europäische Einigung vertiefen, wirkt wie ein drangeklatschter Versuch, Zuversicht zu verbreiten.

Den Verriss der "Neuen Zwanziger" halte ich übrigens für irreführend. Es werden Herrmann Thesen zugeschrieben, z.B. ein ökonomischer Determinismus, die sich in dem Buch gar nicht finden. Eine zweistündige Besprechung eines Buchs, das um Thesen herumschifft, wäre sehr langweilig, also lesen die Hosts mehr hinein, damit sie etwas zu diskutieren haben, anders kann ich mir das nicht erklären.
Profile Image for Moritz Billenstein.
1 review
October 30, 2026
Nothing particularly groundbreaking. A solid overview of Russian history, tracing the development of a deeply corrupt society from its medieval roots through the imperial era and the Soviet system to the oligarchic structures and autocratic, Stalin-like cult of personality surrounding Putin in today’s Russia. For someone already familiar with the subject and Putin’s political career, however, the analysis occasionally lacks depth. The writing feels more like an academic thesis than a compelling narrative, and the historical outline does not always connect convincingly with the underlying mechanics of a money-driven society.

The most valuable aspect of the book is its depiction of corruption as something deeply embedded in Russian society, rather than merely a product of individual political leaders. Herrmann does a good job of tracing its historical roots and showing how these structures have persisted and adapted over time.

Reading Tolstoy’s Anna Karenina at more or less the same time made this historical perspective particularly interesting. There are striking parallels between Herrmann’s account and Tolstoy’s depiction of 19th-century imperial Russia: deeply ingrained social hierarchies, the dependence on personal connections, the gap between public morality and private interests, and the apparent impossibility of bringing about meaningful change. What Tolstoy captures through the everyday lives and inner conflicts of his characters, Herrmann attempts to explain through historical and economic structures.

Ultimately, the book’s real value for me lies in the question it raises but fails to fully answer: Why have these structures proven so resistant to change, and what is the underlying relationship between Russia’s historical development and the mechanics of a money-driven society?
9 reviews
May 18, 2026
Ulrike Hermann liefert mit ihrem neuen Buch eine Gegenwartsanalyse der Konfliktherde der Ukraine und Taiwans. Den, meiner Meinung nach, allgemein-gültigen Anspruch des Titels des Buches wurde verfehlt. Die Beschränkung auf die beiden Fälle, sowie der eher Makroökonomische Ansatz (gemeint ist hier von Staatsperspektive) Schränken den Inhalt das Buches doch sehr ein.
Erwartet wurde eher eine Analyse der Tech-Giganten und ihres Einflusses, aber neben einmaliger Erwähnung von Nvidia kam mir Musk zu Worte. Doch sollte ich das Buch nicht nach meinem „Fehlgriff“ bewerten, sondern nach dessen Inhalt.
Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert: Russland, China, Waffenkunde. Dabei hat sich für mich nicht erschlossen weshalb die Geschichte Russlands und Chinas dermaßen analysiert wurden. Nicht falsch verstehen: Ich bin durchaus wissbegierig und freue mich nun Informationen über Russland (vor allem wurden Figes und Kotkin genutzt, welches zudem verwirrend ist, da keine neue Erkenntnis generiert wird) und die Qing-Dynastie zu haben, doch für den eigentlichen Inhalt, waren dies doch eher semi-unrelevante Abhandlungen, zumal die wichtigen Dinge an gegebener Stellen (es waren denke ich nur zwei) verständlich wiederholt wurden.
Enttäuscht bin ich von der kurzen Antwort: Aufrüsten. Denn natürlich hat Hermann damit einen Punkt, doch es wirkt etwas unkreativ, da die Autorin sonst mit ihren originellen Ideen an Tage tritt.
Gut gemacht waren dahingegen das die ständigen Aneinanderreihung von Zahlen in einen Kontext eingebettet wurden, welcher ihre Relevanz erläuterte (Beschönigte Zahlen, Mogelpackungen…)
Generell ein durchaus auch angenehm lesbares Buch, doch der Inhalt hat mich etwas enttäuscht und verwirrt dagelassen, zudem habe ich keine neue Erkenntnis davongetragen, da die hier vertretende Meinung ja doch „Mainstream“ (das meine ich keineswegs Böse) ist, außer vielleicht, dass eine von mir sehr respektierte Frau, eben diese Meinung vertritt, was vielleicht ja auch das Ziel des Buches gewesen sein soll.
Profile Image for Johanne 🧸.
37 reviews
April 23, 2026
Wenn’s nach Uli geht, müssen wir einfach nur billiger und effizienter ballern, yeah! 🔫

Jetzt mal im Ernst, ich mag Ulrike Hermann aus Talkshow Formaten eigentlich ganz gerne. Aber ich hab mich ehrlich gesagt auf konzeptuelle Zusammenhänge von Macht, Krieg und Geld gefreut und eine sehr subjektive Polithistorie von Russland, China und den USA bekommen. Faktisch ganz toll recherchiert, aber etwas wenig Tiefgang. Gegen Ende, als sie wirklich viel zum Thema Krieg und Rüstung aufbereitet hat, hat mir irgendwie die Einsicht gefehlt, dass da ja Menschen sterben. Soldat*innen haben hier nur einen ökonomischen Wert. Schade.
Profile Image for Kuu [semi-ia for china reasons].
839 reviews6 followers
September 8, 2026
Thank you to NetGalley and the publisher for this ARC/ALC.

This book... did not do what it promised to do. I'm not even going to discuss the analysis of China (the same doomerist China analysis that has been the case for the past decades, yet somehow China still has not yet met its inevitable doom nor has it invaded Taiwan, which has also been projected to happen any time now for decades... alas), but even when it just comes to Geld als Waffe, money as a means of war, the book doesn't talk about it at all, really. It's more a history of China and the USSR/Russia, with some discussions of money and economic policy, but also a lot of discussions that ultimately weren't exactly relevant to the topic at all. I have to be honest, I forgot what the topic was even supposed to be while reading this, because it just really failed to discuss it, provide any kind of analysis, idea, suggestion, anything at all. But apparently this is the worst book by this author, so I'm still inclined to check out her other works, but this book sadly really was not it.
Profile Image for David Beschorner.
4 reviews1 follower
May 17, 2026
Gut geschriebenes und recherchiertes Buch mit teils augenöffnenden Fakten. Nur das Gendern in den Texten nervt bisweilen etwas
3 reviews
Did Not Finish
May 9, 2026
Ja, ist schon schwierig dieses Buch. Zunächst mal kommt dieses Buch zu einer Zeit raus in der der Fokus sehr seltsam erscheint. Das Thema dieses Buches ist Wirtschaft und Krieg. Und das wird an den Beispielen Russland (bzw. Sowjetunion) und China untersucht. Das ist natürlich 2026 schon sehr schwierig wo die USA ständig Länder angreift und Israel das derzeitige Vorzeigebeispiel für Kriegswirtschaft wäre. Die werden beide aber höchstens am Rand erwähnt. Generell die USA in einem Buch über Wirtschaft und Krieg zu ignorieren, unabhängig von der aktuellen Lage, halte ich für ziemlich unseriös. Auch werden China und Russland ständig Dinge vorgeworfen die für die westliche Welt genauso gelten, wie z.B. das das oberste 1% mehr Geld besitzt als die untern 50%.
Bin jetzt halb durch und muss erst mal ne Pause machen von dem Buch.
Schade, weil ich finde Ulrike Herrmann eigentlich sehr gut und fundiert normalerweise.
15 reviews2 followers
June 6, 2026
(3,5 Sterne) — bitte nicht falsch verstehen: es ist bei weitem kein schlechtes Buch oder ein falsches Argument (im Gegenteil!). Das Problem des Buches ist lediglich, dass es zu weiten Teilen wenig analytisch ist. Es gibt sehr lange Geschichtserzählugen, die aber nur wenig genutzt werden um das eigentliche Argument des Buches zu analytisch zu entwickeln. Deshalb wirkt dieses letztendlich etwas flach.
Profile Image for Maximilian.
57 reviews
August 1, 2026
Sehr schöner Einblick insbesondere in die Historie von Russland und China und eine Analyse deren heutiger Situation. Rein vom Faktischen her liest sich das Buch sehr lehrreich. Ich fand jedoch die Einordnung der USA und NATO als mehr oder minder rein positive Akteure problematisch. In dieser Hinsicht ist mir auch der Zukunftsausblick zu einseitig.
Profile Image for A YOGAM.
3,014 reviews26 followers
March 17, 2026
Ulrike Herrmann liefert mit Geld als Waffe eine gewohnt scharfsinnige Analyse der ökonomischen Tiefenstrukturen globaler Konflikte. Ihr Kernargument, dass Kriege häufig das Resultat ökonomischer Sackgassen sind, liest sich wie eine moderne Fortschreibung jener machtpolitischen Dynamiken, die bereits in historischen Studien über antike Tyranneien oder die finanzielle Dominanz der florentinischen Banken sichtbar werden.
Wirtschaft als Schicksal: Herrmann beschreibt eindringlich, wie die ökonomische Verfassung von Staaten wie Russland oder China deren geopolitisches Verhalten prägt. Besonders ihre These zu Xi Jinping, wonach ein möglicher Konflikt um Taiwan auch als Ablenkungsmanöver von wirtschaftlicher Stagnation verstanden werden könne, ist brisant. Sie zeigt, wie die „Waffe Geld“ nach innen wirkt, sobald das Versprechen stetigen Wohlstands zu bröckeln beginnt.
Die Geopolitik der Skepsis: Genau hier setzt jedoch eine notwendige Kritik an. Herrmanns Vertrauen in westliche Narrative über einen chinesischen „Immobilienkollaps“ wirkt stellenweise streitbar. Während sie chinesischen Statistiken zu Recht mit Skepsis begegnet, bleibt die Frage nach der Verlässlichkeit westlicher Daten weniger ausgearbeitet. Ein nüchterner Blick auf die USA zeigt: Wer die Zahlen aus Peking anzweifelt, sollte die Transparenz Washingtons nicht mit Unfehlbarkeit verwechseln. Wenn das U.S. Bureau of Labor Statistics später über 800.000 zuvor gemeldete Arbeitsplätze nach unten korrigieren muss, wird sichtbar, dass auch im Westen wirtschaftliche Statistiken keine endgültigen Wahrheiten sind, sondern Momentaufnahmen, die erst im Nachhinein präzisiert werden. Die gleiche epistemische Vorsicht, die wir gegenüber Peking pflegen, sollten wir daher auch gegenüber Washington walten lassen.
Friedenssicherung durch Realismus: Das Buch bleibt dennoch ein wichtiger Appell an Europa, wirtschaftliche Souveränität nicht nur als Handelsvorteil, sondern als sicherheitspolitische Notwendigkeit zu begreifen. Herrmann zwingt uns, hinter die Kulissen diplomatischer Rhetorik zu blicken und die harten ökonomischen Bilanzen der Macht zu lesen.
Fazit:
Ulrike Herrmann liefert ein überzeugendes Fundament, um die ökonomischen Motive hinter geopolitischen Spannungen zu verstehen. Eine wirklich kritische Lektüre muss jedoch die Symmetrie des Misstrauens wahren. In einer Weltordnung, in der Statistiken selbst Teil politischer Kommunikation sind, zeigt die Revision der US-Arbeitsmarktdaten exemplarisch, dass „Wahrheit“ in ökonomischen Fragen häufig erst im Nachhinein sichtbar wird. Herrmanns Buch ist daher ein starkes Plädoyer für ökonomischen Realismus – vorausgesetzt, man liest es mit einer geopolitischen Perspektive, die auch die blinden Flecken westlicher Selbstdarstellung erkennt.
Profile Image for WildesKopfkino .
1,360 reviews11 followers
April 21, 2026
Man sitzt da, will eigentlich nur ein bisschen was über Wirtschaft lesen und plötzlich geht es um Krieg, Macht und die Frage, wie stabil diese Welt eigentlich noch ist. Genau da packt Geld als Waffe einen ziemlich direkt am Kragen.

Herrmann schreibt so, dass selbst trockene Themen plötzlich erstaunlich greifbar werden. Kein Fachchinesisch, kein elitäres Gehabe, sondern klare Ansagen. Gerade die Verbindung von Wirtschaft und Kriegsgefahr trifft einen irgendwie unvorbereitet. Da merkt man schnell, dass das Ganze näher ist, als man sich vielleicht eingestehen will.

Besonders spannend ist der Blick auf Russland und China. Während man sonst oft nur Schlagzeilen aufschnappt, wird hier mal erklärt, was wirtschaftlich im Hintergrund brodelt. Und ja, dabei sind einige Thesen durchaus steil. An manchen Stellen denkt man sich schon, ob das nicht ein bisschen zu einfach gedacht ist. Aber genau das macht das Buch auch so lebendig.

Zwischendurch erwischt man sich bei dem Gedanken, dass Frieden offenbar weniger mit guten Absichten zu tun hat als mit wirtschaftlicher Stabilität. Klingt ernüchternd, fühlt sich auch so an. Gleichzeitig steckt darin aber auch etwas Hoffnungsvolles, weil es zeigt, dass man durchaus Einfluss hat.

Unterm Strich ein Buch, das nicht bequem ist, aber genau deshalb hängen bleibt. Kein Wohlfühlstoff, eher ein wachrüttelnder Kaffee am Morgen.
192 reviews
April 22, 2026
Nicht ganz einfaches Hörbuch

Frieden lohnt sich nicht für Putin. Was für ein schrecklicher Satz für jeden Ukrainer. Aber nach dem Hören des Hörbuchs, ist es nachvollziehbar.

Auch die Situation in China und Taiwan wurde sehr gut erklärt, sodass ich die Lage dort besser verstehe.

Meine Meinung

Es ist ein nicht ganz einfaches Hörbuch. Da muss man sich konzentrieren und wirklich zuhören, sonst verpasst man was wichtiges. Ist mir ein paar Mal passiert und ich musste die Passage nochmals hören. Da wäre das Print vorteilhafter gewesen.

Die Sprecherin gefiel mir sehr gut. Sie hat eine angenehme und leicht monotone Stimme. Passt gut zu dieser Art Hörbuch.

Es ist ein wichtiges und interessantes Hörbuch über ein sehr ernstes Thema. Sehr zu empfehlen.

4 Sterne und eine klare Kaufempfehlung.
Profile Image for Robert Dohrendorf.
87 reviews3 followers
October 2, 2026
Streckenweise fand ich das Buch richtig klasse: Ulrike Herrmann schreibt ökonomisch fundiert, kohärent, bildstark und fast fesselnd. Besonders gelungen sind die geschichtlichen Herleitungen. Im hinteren Teil wurde es mir an einigen Stellen zu zugespitzt, und ich war mir nicht sicher, ob alle Aussagen den Tatsachen entsprechen, etwa die Darstellungen zu Kosten für Waffen, oder etwaige Umweltschäden durch das Militär, erschienen mir sehr oberflächlich vor. Und auch vor allem dort, wo es um heutige Machthaber geht: Hinter ihrem öffentlichen Bild stecken komplexe Interessen, Strukturen und Strategien, die hier stark vereinfacht werden. Verständlichkeit ist die Stärke des Buchs, aber für eine informierte demokratische Öffentlichkeit wäre an diesen Stellen mehr Differenzierung wichtig (gewesen).
Profile Image for Andreas Hänisch.
86 reviews2 followers
October 31, 2026
Den ersten Teil des Buches fand ich sehr spannend und erhellend, vor allem die geschichtliche Herleitung der aktuellen (Kriegs-)Politik in Russland und China.
Im zweiten Teil driftet das Buch in ein unerträgliches Lob der Aufrüstung ab. Ihr Fazit: Nur Aufrüstung erzeugt Sicherheit. Das ist quasi die gleiche Argumentation mit der die Waffenlobby in den USA seit Jahrzehnten punktet (stand your ground). Man sieht ja, wo das hin führt.
Sie geht davon aus, dass (EU) Staaten Waffen dann auch nur zur Verteidigung nutzen. Waffen müssen gewartet werden und sind schnell veraltet und teuer. Entweder verkauft man sie also an andere Staaten und heizt andere Konflikte an, oder man “verbraucht” sie selber…

Nach ihrem Lob des Kapitalismus führt sie ihre Überlegungen hier konsequent weiter zum Lob des Militarismus. Konservative Politiker*innen lesen das sicherlich mit großem Interesse.
Profile Image for Vera.
Author 0 books32 followers
April 22, 2026
Nachdem ich "Das Ende des Kapitalisnus" schon so gut gefubden habe, musste ich das neue Buch von Ulrike Herrmann einfach lesen. Ich lese sonst eher keine politische Sachbücher und bin folglich auch nicht sehr gut im Bilde.
Dafür ist das Buch perfekt, denn Frau Herrmann hat eine sehr gute, für jedermann zugängliche Analyse über die Zusammenhängen zwischen Wirtschaft und Krieg geschrieben.
Tatsächlich ist es schade, dass das Buch schon bei Erscheinen veraltet war - denn die weltpolitische Lage hat sich mit den Angriffen der USA auf Venezuela bzw. Maduro und auf den Iran schon wieder (gefährlich) verändert. Das tut aber der Analyse über die Drohung von Russland und China glaube ich keinen Abbruch.
Profile Image for Bernhard Birngruber.
14 reviews
September 25, 2026
Sehr guter Überblick über das aktuelle Weltgeschehen mit interessanten Einblicken zu den Beweggründen, warum und mit welchem Kalkül Großmächte wie die USA, China, Russland oder auch Bündnisse wie die EU oder NATO handeln. Ulrike Herrmann gibt Einschätzungen zu Macht und Ohnmacht der Akteure und welche Rolle dabei das Geld spielt. Sie warnt zudem eindringlich über die potenzielle Gefahr von Krieg im Herzen von Europa, was mit der hybriden Kriegsführung Russlands gegen Länder wie Deutschland bereits in Ansätzen passiert. in Das Buch ist wirklich brandaktuell – im März 2026 erschienen – man sollte es also sofort lesen.
10 reviews10 followers
March 30, 2026
Eine wirklich gute und gut lesbare Zusammenfassung der aktuellen Lage. Allerdings stellt Herrmann keine eigenen Analysen an, so dass dieses Buch für bereits eingelesene nichts neues bietet. Nichtsdestotrotz ein sehr empfehlenswertes Buch, vor allem für diejenigen, die sich einen kurzen Überblick verschaffen wollen.
7 reviews
August 6, 2026
3,5 Sterne! Teils neue Gedanken und spannende Infos, aber auch viel was einfach normaler Menschenverstand ist...

Teilweise ein bißchen "all over the place" - es gibt viele Sprünge und viel wird angeschnitten. Teilweise hat man trotzdem das Gefühl, dass die Argumentation etwas einseitig ist und viele Fragen offen bleiben...
1 review
July 28, 2026
Im Buch wurde sich nur über China und Russland ausgelassen und als einzige Weg zum Frieden Aufrüstung genannt. Eine sehr europäische Sichte auf die Dinge und keine kritische Wort zur USA oder EU, sondern ausschließlich zu Russland und China.
Profile Image for Nouvel Diamant.
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May 27, 2026
Der grösste Teil des Buches handelt über die Geschichte von Russland, China und Taiwan:

In diesem Sinne fand ich die Titelgebung 'Geld als Waffe' eher eine irreführende Marketing-Affiche...
Profile Image for Fritz Bolle.
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June 12, 2026
Ich bin zu diesem Buch gekommen, weil ich ein großer Fan von Ulrike Hermanns Buch "Das Ende des Kapitalismus" war. Auch dieses Buch hat sich dank ihres Schreibstils sehr gut gelesen, inhaltlich gab es für mich jedoch im direkten Vergleich deutlich weniger komplett neue Erkenntnisse, womöglich auch weil das Thema diesbezüglich etwas weniger hergibt.

Es ist ein top aktuelles und interessantes Buch. Die großen Aha-Momente sind für mich jedoch oft (aber nicht immer) ausgeblieben. Interessant war für mich unter anderem die Art und Weise wie der Ukraine- und Taiwan-Konflikt miteinander zusammenhängen.
Profile Image for Leo.
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July 2, 2026
Empfehle das Buch als Einstieg in geopolitische Konflikte, zugänglich geschrieben und übersichtlich
Profile Image for Liz.
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July 11, 2026
Sehr viel Infos und ein entspannter schreibstil
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July 20, 2026
Good book to understand the economic pressure for political actors in a war economy and the vicious circle which is created through it.
The economic damage for the perpetrator of war is only felt after the war has ended, very interesting! Some important facts and thoughts to structure the geopolitical situation of 2026.

Sadly 1/4 of the book is just her listing weapon systems, how many the nato has at the moment and if they need more which was not what i wanted from this book as it misses her usual systematic scientific lense.
Also i didnt get her argument about why china might start a war, in the context of the guarantied economic damage and negativ spiral which they are probably also aware of.
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