Die schonungslose Analyse der politischen Situation in den USA vom renommierten Amerika-Experten Klaus Brinkbäumer Der amerikanische Traum ist zum Albtraum Seit dem Amtsantritt von Donald Trump werden Demokratische Regeln und Normen ausgesetzt oder abgeschafft. In der Regierung sitzen Faschisten, die Opfermythen und Überlegenheitsphantasien verbreiten, Universitäten und Medien angreifen. Von dem Gedanken, dass Machtwechsel dazugehören, haben sie sich verabschiedet, den Gegner zum Feind und sich selbst für überlegen erklärt. Der langjährige USA-Korrespondent Klaus Brinkbäumer ist durch das Land gereist, hat mit MAGA-Leuten, Journalistinnen und Wissenschaftlern gesprochen und muss Düsterer sah es nie aus.
Der amerikanische Albtraum von Klaus Brinkbäumer ist eine eindringliche und gut recherchierte Analyse der politischen Entwicklung in den USA (hauptsächlich) während Trumps zweiter Amtszeit. Brinkbäumer ordnet viele der zentralen Entscheidungen und Amtshandlungen Trumps verständlich ein und verbindet sie mit Eindrücken aus Gesprächen mit Anhängern, Journalistinnen und Wissenschaftlern. Gerade dadurch entsteht ein umfassendes Bild der aktuellen politischen Lage.
Allerdings macht das Buch insgesamt wenig Hoffnung darauf, dass sich die Situation in den USA in absehbarer Zeit einfach wieder „normalisiert“. Die Analyse ist bewusst düster und lässt einen eher nachdenklich zurück. Zudem zieht sich das Buch stellenweise etwas, auch wenn die inhaltliche Einordnung meist interessant bleibt.
Trotz kleiner Längen ist es ein lesens-/hörenswertes Buch für alle, die die Entwicklungen in den USA besser verstehen möchten.
Danke an Netgalley und argon hörbuch für das kostenlose Rezensionsexemplar!
sehr gut recherchiert, intellektuell, höchst aktuell und wichtig - jedoch mit ein paar Längen und Wiederholungen, besonders im Mittelteil - aber insgesamt sehr lesenswert bzw. toll vom Autor selbst als Hörbuch gelesen
Thank you to NetGalley and the publisher for this ALC.
This book was very interesting, and I appreciated the wide variety of scholars and other individuals, both from the US and abroad, that were included in this work, presenting quite a variety of opinions on the current situation. I also liked that the question of whether the US is currently fascist or not was not answered finally, but rather various viewpoints were presented, allowing the reader to come to their own conclusion, potentially after seeking out some of the texts, scholars and theories mentioned in this book. I think it was generally very well done and nuanced, drawing partially also on previous presidents and how the US system itself might have exacerbated the danger of a man like Trump being in power.
There are some vibes in here that I personally don't fully agree with, namely the implication (that was repeated) of US hegemony being like, a good thing, and challenges to US hegemony being bad. This was tied in with anti-Russia and anti-China views, and these countries were put in a clear threat position, while Israel goes... surprisingly unnamed. Something to keep in mind, though this did not feature as a major aspect of this book and thus didn't affect my rating too much. Still, literacy and critical thinking and implied ideologies and propaganda and all that. Good to be aware of this stuff.
Klaus Brinkbäumer hat lange als Korrespondent in den USA gelebt. Und er ist - das ist seinem Buch "Der amerikanische Albtraum" deutlich anzumerken - seit seinen Schüler- und Studententagen fasziniert vom "Land der unbegrenzten Möglichkeiten". Liebt es vielleicht ein bißchen zu unkritisch, denn vieles, was auch früher schon schwer mit dem (Selbst-)Bild des Landes, in dem jeder es schaffen kann, zu vereinen war, wird in seiner Sammlung von Essays und Gesprächen ausgeblendet.
Brinkbäumer geht auf Reise durch die USA, um zu sehen, wie sich das Land ein Jahr seit der zweiten Trump-Präsidentschaft verändert hat. Das Buch beruht auf einer Artikelreihe für die "Zeit". Der Autor spricht mit Wissenschaflern, Journalisten, Analysten, auch mit Vertretern der MAGA-Bewegung und zeigt ein verändertes Land. "Der amerikanische Alptraum" ist nicht das erste Buch, dass den Rechtsruck, die Anti-Migrationspolitik der Trump-Administration, den Einfluss von Big Tech und Big money aufzeigen. Andere Bücher, die ich in den vergangenen Monaten zu dem Thema gelesen habe, waren da noch analytischer, noch beißender.
Brinkbäumers Buch ist immer auch ein persönliches - ein Autor, der Amerika liebt und damit hadert, was aus dem Land geworden ist, das für ihn für Freiheit und Aufbruch stand. Der direkte Vergleich, die Erinnerungen an eine bessere Vergangenheit und ein Klima, das den so gerne propagierten amerikanischen Werten widerspricht, machen den Reiz des Buches aus.
Was mich persönlich stört: Man bleibt hier gewissermaßen unter sich im Diskurs bildungsbürgerlicher Eliten. Brinkbäumer spricht mit Menschen, die er wohl zum Teil schon lange kennt aus seiner Korrespondententätigkeit. Doch selbst, wenn er mit MAGA-Leuten spricht, sind es deren bekannte Stimmen aus Podcasts und Radiosendungen, nicht mit den Menschen aus abgehängten Regionen, aus dem Mittleren Westen oder den Appalachen. Ebenso wenig kommen diejenigen zu Wort, die nun von Abschiebung bedroht sind, die den amerikanischen Alptraum ganz unmittelbar erleben. Oder LGBTQ-Menschen, deren Alltag durch Trumps "Es gibt nur zwei Geschlechter"-Haltung verändert wird. Das Buch hätte gewonnen, wenn es auch solche Perspektiven gezeigt hatte.
Der amerikanische Albtraum: Faschismus made in USA | Der Insiderbericht aus Trumps Amerika von Klaus Brinkbäumer, gehört dank Netgalley Brinkbäumer ist sowie ich gelesen habe ein Korrespondent, der über große und tiefe Amerikakenntnisse verfügt. Das Buch greift die aktuelle politische Situation auf, erzählt Fakten und befragt amerikanische Bürger. Klipp und klar wird ausgesprochen, dass das derzeitige Amerika klar als faschistisch benennbar ist und dass Trump nur die Spitze des Eisbergs, bzw. eine Galionsfigur ist, während im Hintergrund noch ganz andere Fäden gezogen werden. Das Buch ist ziemlich aktuell und analysiert auch Bereiche, die wir Europäer so im Detail weniger auf dem Schirm haben. Als Hörbuch stellenweise so komplex, dass manches mehrmals zu hören, sinnvoll sein kann, weil es so geballt voll Fakten und Analyse ist. Fundiert, Seriös, Gelungen! #DeramerikanischeAlbtraum @KlausBrinkbäumer #NetGalleyDE! #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension
ziemlich langweilig wenn ich ehrlich bin. Ich habe zwar ein paar Dinge über Peter Thiel erfahren, die ich noch nicht wusste, aber das ganze Buch hätte auch in ein 30 Seiten Essay gepasst. Die weiteren 300 Seiten "Epilog" waren dann doch ein etwas zweifelhaftes "Vergnügen". Ich gebe ihm mit seinen Analysen zu 80% recht, ausser seiner Analyse der Situation an amerikanischen Universitäten. DEI Abteilungen mit 250 Mitarbeitern und nach Hautfarbe segregierte Studentenheime (als Safe-Zone bezeichnet) waren vermutlich der Woke-Mind-Virus und sozusagen der sprichwörtliche Strohhalm, der dem Kamel den Rücken brach
Das Buch bietet eine spannende Momentaufnahme bis Januar 2026 des politischen Zustands der USA. Am Narrativ einer Reise durch die USA erzählt der Autor jeweils anknüpfend an Gespräche mit Politikwissenschaftlern und Intellektuellen, ob noch Hoffnung für die Demokratie in den USA besteht. Die Meinungen hierzu sind differenziert, wenn auch im Gesamttenor von wenig Hoffnung geprägt. Der Leser erhält eine unterhaltsame und gut zu lesenden Einblick und lernt spannende Persönlichkeiten, unter ihnen Yascha Mounk und Jason Stanley, kennen. Am Ende bleibt die Frage, ob noch Hoffnung besteht und ein Appell an Europa eigenständiger zu werden.
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Sehr interessante, aber auch sehr pessimistische und leider realistische Analyse über die USA. Der Autor hat mit vielen Spezialisten geredet und viel Wissen für dieses Buch zusammengetragen. Es lässt sich allerdings nicht leicht lesen.