Der 3. Fall für die Sondereinheit rund um Detective Alison Bishop
Cover folgt
Auf der Bailey Peninsula machen drei Teenager am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages eine grausame Entdeckung. Unmittelbar werden Detective Alison Bishop und ihr Partner Rory O’Shea von der SSOU, der Special Sexual Offences Unit des Seattle PD kontaktiert, da die Leiche des Mädchens eindeutige Spuren sexualisierter Gewalt aufweist. Doch das ist längst nicht alles, sondern erst der Anfang eines Falles, der die gesamte Nation bis ins Mark erschüttern wird ...
Für Fans von Loreth Anne White und Karen Rose
Alle Bände dieser Reihe im Ü - Kleines Kaltes Herz (Band 1) - Zerstört (Band 2) - Defekt (Band 3)
Das Einhalten der Reihenfolge wird empfohlen, da ansonsten die Gefahr von Spoilern besteht.
»M.J. River packt mich wie keine Zweite. Kein*e bisher mir bekannte*r Autor*in versteht es auf diese Art und Weise, harte Thrillerelemente mit Romance und Humor verschmelzen zu lassen, wie sie es tut.« (Brianna)
Als ich gegenüber von Rory auf die Knie gehe, kann ich punktförmige Einblutungen in ihren Augen wahrnehmen. »Siehst du die Petechien?« Mein Partner nickt. »Sieht nach Erwürgen aus.« Er deutet auf die beiden Seiten ihres Halses. »Man sieht deutlich die Umrisse von Fingern.« Ich hebe ihren Kopf sanft an und taste mit meinen behandschuhten Fingern ihren Schädel ab. Er fühlt sich unauffällig an. »Haben Sie sie schon auf den Bauch gedreht?«, fragt Rory an Nguyen gewandt. Der schüttelt den Kopf. »Wir wollten auf Sie warten.« Ich nicke Rory zu, der daraufhin seine Hände auf die Schulter sowie den Beckenbereich des Mädchens platziert und sie vorsichtig zu sich auf die Seite dreht, sodass ihr Rücken in mein Blickfeld tritt. Magensäure schießt unkontrolliert meine Speiseröhre empor. Um nicht den Leichenfundort zu verunreinigen, schließe ich hastig die Augen und atme ein paar Mal tief in den Bauch. »Geht’s, Partner?«, raunt Rory mir zu. Das Mitgefühl in seiner Stimme ist fast so schlimm wie die Übelkeit in meinem Bauch. Ich zwinge mich, die Augen zu öffnen und zu »Sicher«. Nguyen tritt hinter mich. »Meine Güte!« Ruckartig dreht er sich um und hastet nach draußen. »Drei, zwei, eins«, zählt Rory leise. Als er bei eins angekommen ist, hören wir laute Würgegeräusche. Perplex blicke ich zu meinem Partner. »Woher wusstest du das?« »Ist nicht unser erster Tatort im letzten halben Jahr. Nguyen kotzt fast jedes Mal. Jeder hat seine Schwächen.« Sanft lässt er die Leiche auf den Bauch gleiten. Sekundenlang starren wir auf den Rücken des Mädchens. Bis Rory heiser flü »Heilige Scheiße, Ally. Ich glaube, ich muss auch kotzen.«