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Door de sneeuw
Het bergdorp waar Max al tachtig jaar woont, is bedekt met een dikke laag sneeuw. Buiten is het stil. Totdat de doodsklok luidt voor Schorsch, Max’ levenslange vriend en metgezel. En dus gaat Max er ’s avonds op uit, naar de dodenwake. Een nacht lang halen de dorpsbewoners herinneringen op aan Schorsch, aan vroeger, aan momenten van geluk die ze samen beleefden. Maar ook de duistere kanten van hun dorp komen ter sprake, gebeurtenissen die ze tot dan toe allemaal verzwegen hebben. Als Max in de vroege ochtend thuiskomt, is hem zonder Schorsch is álles anders.
132 pages, Kindle Edition
Published October 20, 2025
About the author
Tommie Goerz
35 books11 followersTommie Goerz is the pen name of German author Marius Kliesch.
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Displaying 1 - 30 of 157 reviews
February 14, 2025
Vom Malters Max zum Wenzels Schorschs Tod, Grauen und Freundschaft zwischen Kartoffeln und Blumenkohl
Inhalt: 2/5 Sterne (Tod eines Freundes)
Form: 2/5 Sterne (gehetzt, knapp, lakonisch)
Erzählstimme: 1/5 Sterne (unreflektiertes Beobachten)
Komposition: 1/5 Sterne (gekünstelter Erzählrahmen)
Leseerlebnis: 2/5 Sterne (Flüssig-Süffiges über den Tod)
Im Schnee behandelt den Tod eines nahestehenden Menschen. Max hört die Glocken in seinem Dorf, die auf einen Tod hinweisen. Er muss mit Schrecken feststellen, dass es sein bester und engster Freund seit den frühesten Kindheitstagen ist, Schorsch:
»Ein erfülltes Leben ist zu Ende gegangen … schwere Kindheit … ein harter Vater … beide Kinder tragisch verloren … in Liebe mit seiner Frau Margarete …« und noch mal »ein erfülltes Leben … jeder hat ihn gemocht und geschätzt … ein warmes Herz … nur selten in der Kirche … in Max Malter einen besonderen Freund …« – dabei sah er, wie viele andere, zur Tür – »… der heute leider nicht gekommen ist, Gott weiß, warum.«
In, zumeist, intensiv-personal erzähltem Stil lässt eine freischwebende, ungeklärter Erzählinstanz, mit Gottesblick, das Leben von Schorsch aus der Sicht von Max Revue passieren. Max wird während dreier Tage beobachtet. Der Tod seines besten Freundes trifft ihn hart. Die Welt gerät aus den Fugen. Er weiß nicht weiter noch wohin noch weshalb. Der Sinn aller Tätigkeiten ist verloren gegangen:
Auf einem Ast saß eine Amsel und schüttelte sich, sortierte ein paar Federn. Schließlich plusterte sie ihr Gefieder auf und zog den Kopf tief ein. Kugelrund saß sie dort drüben und sah dem Schnee zu, wie er auch. Sie war braun, ein Weibchen. Früher hatte der Max immer einen Lappen Rindertalg geholt beim Angermann, roh und am Stück, und rausgehängt, den mochten die Vögel gern. In ganzen Schwärmen waren sie gekommen, pickten daran herum, und er sah ihnen stundenlang dabei zu. Doch seit sie keinen Metzger mehr hatten, konnte er auch keinen Talg mehr holen, und die Vögel mussten schauen, wo sie etwas herbekamen.
Im Grunde ein Jon Fosse-Setting, das aber inkonsequent umgesetzt, trotz intensiven Gegenstandes verschenkt wegerzählt wird, und zwar in inkohärenter Kriminalstorystilmanier. Das ländliche Setting wird nicht ausgespielt. Die Figuren sprechen keinen Dialekt, nur fehlerhafter Grammatik („der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“) und Vornamen-Nachstellung („Wenzel George“, „Mehlmeisel Gunda“ etc …) werden repetitiv eingesetzt, um das, was Ludwig Ganghofer erzählerisch umsetzt, vorzusimulieren. Hier und da werden noch Skandalanekdoten eingestreut (ein Hund, der Gänse blutrünstig wegschlachtet; ein Haus, das abgerissen wird, um das Einziehen von Flüchtlingen zu verhindern etc …), die aber dem Geschehen kaum Tiefe geben. Das Voyeurhafte bleibt dem Text erhalten, der provokant die Dörflichkeit anprangert, selbst da, wo sie romantisiert zu werden erscheint.
Der Himmel war längst ohne Licht. Der Schnaps tat gut. Der Schnee ist wie das Schweigen, dachte er, der Schnee deckt alles zu. Er macht die Welt leise, schluckt den Schall. Und macht sie schön. Doch, wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht. Alte Dinge rührte man nicht an. Man wollte, man musste ja zusammenleben.
Konsequenter schreibt hier Dörte Hansen Zur See oder Eva Menasse in Dunkelblum . Im Schnee sitzt zwischen allen Stühlen, unentschieden zwischen Romantisierung und Anprangerung, und hinterlässt einen faden platten Beigeschmack, wie alle Bücher, die ihren Gegenstand und ihre Figuren eigentlich gar nicht wirklich mögen.
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Details – ab hier Spoilergefahr (zur Erinnerung für mich):
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Inhalt: 6 Kapitel:
Der Tod: Max trauert seinem Freund Georg Wenzel „Schorsch“ hinterher. Gunda Mehlmeisel hat die Glocke geläutet. Max denkt über Äpfel nach, wie gern Schorsch die Äpfel gehabt hat. Sie führten eine innige, Jahrzehnte währende Freundschaft. Erinnert sich am Bau einer Bank am Maltershag zusammen mit Schorsch. Max wartet auf den Beginn der Totenwacht, geht zu Schorschs Frau Maicherd, um nachzufragen, sieht jemandem auf dem Bahnsteig im Schnee. Als er zurückkommt, steht dieser jemand noch immer da, er lädt ihn zu sich ein, einen Städter namens Janis aus Nürnberg. Mane, ein Nachbar, bringt Lebensmittel. Max schläft ein, als er aufwacht, sieht er noch, wie Janis davonfährt. Er geht los zur Totenwacht.
Die Wacht: Neun Stühle werden aufgestellt, zuerst wachen die Männer, dann die Frauen. Max legt Schorschs Lieblingsäpfel auf den Leichnam, den Martini und den Rheinischen Krummstiel. Die Männer reden darüber, ob Schorsch ins Paradies kommt, ob alle verdienen, ins Paradies zu kommen. Edi Lunger vielleicht nicht, der Bürgermeister aus den 1980er, der einen Reibach gemacht und vielleicht seine Frau Ianova getötet hat. Erinnerung an den Selbstmord von Schorschs Sohn Michael im Jahr 1978 (Max und Schorsch waren nicht mal vierzig), der wegen einer Städterin Schulden aufgenommen hat und trotzdem verlassen worden: Opel Kadett mit laufendem Motor und Schlauch im Fenster. Schorschs Geschichte mit Maicherd, wie er mit 21 Ende der 1950er seinem Vater, Luggi Wenzel, die Heirat ankündigte und rausgeschmissen wurde. Traktorunfall von Schorschs kleinem Bruder Kare am Lehnertshang, vom Luggi erzwungen. Rückkehr von Schorschs mit Maicherd, um den Hof zu führen. Nachbar Adde Höfler kommt, der seinen Hof verkommen lässt. Grüneisen sticht dazu, einer der wenigen aus der Neustadt, die Kontakt zum Dorf haben. Erzählen die Geschichte vom Dorfpolizisten Paul Lettner, der Strafzettel fürs öffentliche Urinieren und für Übertretung der Sperrstunde verteilte.
Die Nacht: Frauen übernehmen die Totenwacht, Max bleibt bei ihnen. Lilo singt. Überlegt warum Lilo allein geblieben ist, wie er, beste Freundin mit Maicherd wie er mit Schorsch. Max liebt Motoren, das Getriebe, das Reparieren. Frauen essen Mon Chéri und Weinbrandbohnen. Max döst weg. Erinnerung an das Schulhaus, das die Dörfer in den 1990ern lieber abrissen, als es afrikanischen Flüchtlinge zu überlassen. Max gibt sein Gericht für den Nusskuchen preis. Erinnerung an das Kind mit den roten Haaren, das weggesperrt wurde. Erinnerung an den Heuboden zusammen mit Schorsch, in der Höhle, und wie sie danach von den Vätern grün und blau geschlagen wurden. Wegsperren der, wahrscheinlich, dementen Liese, die immer wieder hinter verschlossenen Türen brüllte.
Der Tag: Warten auf den Bestatter. Schorschs Leichnam wird abgeholt. Max geht nach Hause. Gedanken an Maicherd, die von hinten wie ein Mann aussah, wäre auch etwas für Max gewesen. Max schläft ein. Als er aufwacht geht er zum Angermann, einem Lokal, wo sich ein paar treffen wollen. Erinnerung an einen Gottesdienst, während dem es zwei Hunde vor dem Altar getrieben haben. Gang durchs Dorf. Vom Gänseschlacht, und Harro, dem Hund, der dreißig Gänse im Wahn abgeschlachtet hat. Beim Angermann. Geplauder. Max zieht weiter zum Stanglwirt. Dort sitzen mehr. Adde Höfler hat eine Runde gegeben. Trennung innerhalb des Dorfes wegen des Schulhaus-Abrisses (im Angermann wurde das damals beschlossen – Max hat damals mit seinem Lanz Bulldog Traktor mitgeholfen). Darüber wird aber vor den Neustädtern, Grüneisen hat gefragt, nichts erzählt.
Im Schnee: Am nächsten Tag, den der Beerdigung, kommt Janis wieder zu Besuch. Er will Max fotografieren, bringt Cognac. Sie gehen wandern, hoch zum Maltershag, setzen sich auf die Bank, die Max mit Schorsch gebaut hat. Sie reden über das Dorf, das Janis als ruhigen See empfindet. Max nicht. Max bleibt sitzen, Janis bricht auf. Max trinkt Cognac im Schnee.
Am Grab: Max fehlt auf der Beerdigung. Predigt über Schorsch. Schorsch wird beerdigt, ohne die Äpfel von Max, der später von einem Neubürger im Schnee erfroren aufgefunden wird.
… vgl. sterbender alter Mann auf einer Bank im Schnee: Max Frischs „Der Mensch erscheint im Holozän“ und die Geheimnisse und Ränke und Unterdrückungsmechanismen im Dorf, siehe Eva Menasses „Dunkelblum“, sowie die Brutalität gegenüber Tieren und Menschen, Elfriede Jelineks „Gier“, und die Einsamkeit, das Trinken des alten von seinem Nachbarn versorgten Mannes, siehe Jon Fosses „Der andere Name“.
… inhaltlich eine intensive Atmosphäre, die durch das Nachstellen des Vornamen einen ländlichen, repetitiven Stil erhält, sehr altmodisch erzählt, vgl. Ludwig Ganghofer, bspw. „Der Herrgottsschnitzer aus Oberammergau“, gewolltes Geheimnis zwischen Max und Schorsch, die sich offenkundig liebten, etwas blöde Metapher von den zwei Äpfeln (Hoden) auf Schorschs Leichnam, die Unterdrückung des Dorfes, die Paradoxien der Heimat, Zusammenhalt und doch untergründige Brutalität, etwas entlarvendes Voyeurhaftes durch Janis, als Stellvertreter für das Publikum … etc … sentimentales Ausschlachten, am Ende unangenehm überdeutlich, gewollt verklärend, umstandskrämerisch, nicht ehrlich, auf seine Weise, unklar, was hier geschieht, keine Distanzierung, keine Reflexion. Nerviges um den hießen Brei herum Reden. Ein paar schockierende Anekdoten halten die Lektüre leidlich bei der Stange. Kein Vergleich zu Dörte Hansen, bspw. „Zur See“. --> 2 Sterne
Form: Gewollt ländlich gehaltener Stil, mit ein paar interessanten Vokabeln, stimmiges, grammatisches Herumschwurbeln, aber nicht im Akzent geschrieben, wie es passender gewesen wäre, Kurzwortsätze, Kurzschreibweise, fast stichpunktartig, zehrt vom schwerwiegenden Gegenstand, Tod des besten Freundes, ohne aber sprachlich etwas aufzuarbeiten, hinzuzusetzen. Die Erzählinstanz gehört offensichtlich nicht dazu, das zeigt die Sprache, die kühl, unterdrückt, aufgezwungen und künstlich erscheint. Journalismus-Geschreibsel, aber flüssig, schmissig, typisch. --> 2 Stern
Erzählstimme: Freischwebend personal, mit Bruch beim letzten Kapitel (Max ist ja tot). Unreflektiert, unklar, dramaturgisch Kriminalstory-Erzählweise, bewusst abgehackt, lakonisch, nullte Reflexionsebene. --> 1 Stern
Komposition: Auf der Hand liegende Rahmenwirkung mit Städter Janis, Bank am Waldhang, Trinken in der Kaschemme, sterben am Tag des Begräbnisses des Freundes. Keine Komposition, kein Zusammenhang mit Stil (nämlich unländlich) und keine reflektiere Erzählinstanz lassen eine Komposition gar nicht zu. --> 1 Stern
Leseerlebnis: Leichtes vor sich Hinlesen, nicht unangenehm, aber verstörend unreflektiert, voyeurhaft, ein wenig peinlich berührt, vom Stil zu gewollt, zu plakativ, verstörende Gewaltszenen, untentschieden, dadurch unruhig, unrund, aber nicht ärgerlich. --> 2 Sterne
Inhalt: 2/5 Sterne (Tod eines Freundes)
Form: 2/5 Sterne (gehetzt, knapp, lakonisch)
Erzählstimme: 1/5 Sterne (unreflektiertes Beobachten)
Komposition: 1/5 Sterne (gekünstelter Erzählrahmen)
Leseerlebnis: 2/5 Sterne (Flüssig-Süffiges über den Tod)
Im Schnee behandelt den Tod eines nahestehenden Menschen. Max hört die Glocken in seinem Dorf, die auf einen Tod hinweisen. Er muss mit Schrecken feststellen, dass es sein bester und engster Freund seit den frühesten Kindheitstagen ist, Schorsch:
»Ein erfülltes Leben ist zu Ende gegangen … schwere Kindheit … ein harter Vater … beide Kinder tragisch verloren … in Liebe mit seiner Frau Margarete …« und noch mal »ein erfülltes Leben … jeder hat ihn gemocht und geschätzt … ein warmes Herz … nur selten in der Kirche … in Max Malter einen besonderen Freund …« – dabei sah er, wie viele andere, zur Tür – »… der heute leider nicht gekommen ist, Gott weiß, warum.«
In, zumeist, intensiv-personal erzähltem Stil lässt eine freischwebende, ungeklärter Erzählinstanz, mit Gottesblick, das Leben von Schorsch aus der Sicht von Max Revue passieren. Max wird während dreier Tage beobachtet. Der Tod seines besten Freundes trifft ihn hart. Die Welt gerät aus den Fugen. Er weiß nicht weiter noch wohin noch weshalb. Der Sinn aller Tätigkeiten ist verloren gegangen:
Auf einem Ast saß eine Amsel und schüttelte sich, sortierte ein paar Federn. Schließlich plusterte sie ihr Gefieder auf und zog den Kopf tief ein. Kugelrund saß sie dort drüben und sah dem Schnee zu, wie er auch. Sie war braun, ein Weibchen. Früher hatte der Max immer einen Lappen Rindertalg geholt beim Angermann, roh und am Stück, und rausgehängt, den mochten die Vögel gern. In ganzen Schwärmen waren sie gekommen, pickten daran herum, und er sah ihnen stundenlang dabei zu. Doch seit sie keinen Metzger mehr hatten, konnte er auch keinen Talg mehr holen, und die Vögel mussten schauen, wo sie etwas herbekamen.
Im Grunde ein Jon Fosse-Setting, das aber inkonsequent umgesetzt, trotz intensiven Gegenstandes verschenkt wegerzählt wird, und zwar in inkohärenter Kriminalstorystilmanier. Das ländliche Setting wird nicht ausgespielt. Die Figuren sprechen keinen Dialekt, nur fehlerhafter Grammatik („der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“) und Vornamen-Nachstellung („Wenzel George“, „Mehlmeisel Gunda“ etc …) werden repetitiv eingesetzt, um das, was Ludwig Ganghofer erzählerisch umsetzt, vorzusimulieren. Hier und da werden noch Skandalanekdoten eingestreut (ein Hund, der Gänse blutrünstig wegschlachtet; ein Haus, das abgerissen wird, um das Einziehen von Flüchtlingen zu verhindern etc …), die aber dem Geschehen kaum Tiefe geben. Das Voyeurhafte bleibt dem Text erhalten, der provokant die Dörflichkeit anprangert, selbst da, wo sie romantisiert zu werden erscheint.
Der Himmel war längst ohne Licht. Der Schnaps tat gut. Der Schnee ist wie das Schweigen, dachte er, der Schnee deckt alles zu. Er macht die Welt leise, schluckt den Schall. Und macht sie schön. Doch, wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht. Alte Dinge rührte man nicht an. Man wollte, man musste ja zusammenleben.
Konsequenter schreibt hier Dörte Hansen Zur See oder Eva Menasse in Dunkelblum . Im Schnee sitzt zwischen allen Stühlen, unentschieden zwischen Romantisierung und Anprangerung, und hinterlässt einen faden platten Beigeschmack, wie alle Bücher, die ihren Gegenstand und ihre Figuren eigentlich gar nicht wirklich mögen.
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Details – ab hier Spoilergefahr (zur Erinnerung für mich):
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Inhalt: 6 Kapitel:
Der Tod: Max trauert seinem Freund Georg Wenzel „Schorsch“ hinterher. Gunda Mehlmeisel hat die Glocke geläutet. Max denkt über Äpfel nach, wie gern Schorsch die Äpfel gehabt hat. Sie führten eine innige, Jahrzehnte währende Freundschaft. Erinnert sich am Bau einer Bank am Maltershag zusammen mit Schorsch. Max wartet auf den Beginn der Totenwacht, geht zu Schorschs Frau Maicherd, um nachzufragen, sieht jemandem auf dem Bahnsteig im Schnee. Als er zurückkommt, steht dieser jemand noch immer da, er lädt ihn zu sich ein, einen Städter namens Janis aus Nürnberg. Mane, ein Nachbar, bringt Lebensmittel. Max schläft ein, als er aufwacht, sieht er noch, wie Janis davonfährt. Er geht los zur Totenwacht.
Die Wacht: Neun Stühle werden aufgestellt, zuerst wachen die Männer, dann die Frauen. Max legt Schorschs Lieblingsäpfel auf den Leichnam, den Martini und den Rheinischen Krummstiel. Die Männer reden darüber, ob Schorsch ins Paradies kommt, ob alle verdienen, ins Paradies zu kommen. Edi Lunger vielleicht nicht, der Bürgermeister aus den 1980er, der einen Reibach gemacht und vielleicht seine Frau Ianova getötet hat. Erinnerung an den Selbstmord von Schorschs Sohn Michael im Jahr 1978 (Max und Schorsch waren nicht mal vierzig), der wegen einer Städterin Schulden aufgenommen hat und trotzdem verlassen worden: Opel Kadett mit laufendem Motor und Schlauch im Fenster. Schorschs Geschichte mit Maicherd, wie er mit 21 Ende der 1950er seinem Vater, Luggi Wenzel, die Heirat ankündigte und rausgeschmissen wurde. Traktorunfall von Schorschs kleinem Bruder Kare am Lehnertshang, vom Luggi erzwungen. Rückkehr von Schorschs mit Maicherd, um den Hof zu führen. Nachbar Adde Höfler kommt, der seinen Hof verkommen lässt. Grüneisen sticht dazu, einer der wenigen aus der Neustadt, die Kontakt zum Dorf haben. Erzählen die Geschichte vom Dorfpolizisten Paul Lettner, der Strafzettel fürs öffentliche Urinieren und für Übertretung der Sperrstunde verteilte.
Die Nacht: Frauen übernehmen die Totenwacht, Max bleibt bei ihnen. Lilo singt. Überlegt warum Lilo allein geblieben ist, wie er, beste Freundin mit Maicherd wie er mit Schorsch. Max liebt Motoren, das Getriebe, das Reparieren. Frauen essen Mon Chéri und Weinbrandbohnen. Max döst weg. Erinnerung an das Schulhaus, das die Dörfer in den 1990ern lieber abrissen, als es afrikanischen Flüchtlinge zu überlassen. Max gibt sein Gericht für den Nusskuchen preis. Erinnerung an das Kind mit den roten Haaren, das weggesperrt wurde. Erinnerung an den Heuboden zusammen mit Schorsch, in der Höhle, und wie sie danach von den Vätern grün und blau geschlagen wurden. Wegsperren der, wahrscheinlich, dementen Liese, die immer wieder hinter verschlossenen Türen brüllte.
Der Tag: Warten auf den Bestatter. Schorschs Leichnam wird abgeholt. Max geht nach Hause. Gedanken an Maicherd, die von hinten wie ein Mann aussah, wäre auch etwas für Max gewesen. Max schläft ein. Als er aufwacht geht er zum Angermann, einem Lokal, wo sich ein paar treffen wollen. Erinnerung an einen Gottesdienst, während dem es zwei Hunde vor dem Altar getrieben haben. Gang durchs Dorf. Vom Gänseschlacht, und Harro, dem Hund, der dreißig Gänse im Wahn abgeschlachtet hat. Beim Angermann. Geplauder. Max zieht weiter zum Stanglwirt. Dort sitzen mehr. Adde Höfler hat eine Runde gegeben. Trennung innerhalb des Dorfes wegen des Schulhaus-Abrisses (im Angermann wurde das damals beschlossen – Max hat damals mit seinem Lanz Bulldog Traktor mitgeholfen). Darüber wird aber vor den Neustädtern, Grüneisen hat gefragt, nichts erzählt.
Im Schnee: Am nächsten Tag, den der Beerdigung, kommt Janis wieder zu Besuch. Er will Max fotografieren, bringt Cognac. Sie gehen wandern, hoch zum Maltershag, setzen sich auf die Bank, die Max mit Schorsch gebaut hat. Sie reden über das Dorf, das Janis als ruhigen See empfindet. Max nicht. Max bleibt sitzen, Janis bricht auf. Max trinkt Cognac im Schnee.
Am Grab: Max fehlt auf der Beerdigung. Predigt über Schorsch. Schorsch wird beerdigt, ohne die Äpfel von Max, der später von einem Neubürger im Schnee erfroren aufgefunden wird.
… vgl. sterbender alter Mann auf einer Bank im Schnee: Max Frischs „Der Mensch erscheint im Holozän“ und die Geheimnisse und Ränke und Unterdrückungsmechanismen im Dorf, siehe Eva Menasses „Dunkelblum“, sowie die Brutalität gegenüber Tieren und Menschen, Elfriede Jelineks „Gier“, und die Einsamkeit, das Trinken des alten von seinem Nachbarn versorgten Mannes, siehe Jon Fosses „Der andere Name“.
… inhaltlich eine intensive Atmosphäre, die durch das Nachstellen des Vornamen einen ländlichen, repetitiven Stil erhält, sehr altmodisch erzählt, vgl. Ludwig Ganghofer, bspw. „Der Herrgottsschnitzer aus Oberammergau“, gewolltes Geheimnis zwischen Max und Schorsch, die sich offenkundig liebten, etwas blöde Metapher von den zwei Äpfeln (Hoden) auf Schorschs Leichnam, die Unterdrückung des Dorfes, die Paradoxien der Heimat, Zusammenhalt und doch untergründige Brutalität, etwas entlarvendes Voyeurhaftes durch Janis, als Stellvertreter für das Publikum … etc … sentimentales Ausschlachten, am Ende unangenehm überdeutlich, gewollt verklärend, umstandskrämerisch, nicht ehrlich, auf seine Weise, unklar, was hier geschieht, keine Distanzierung, keine Reflexion. Nerviges um den hießen Brei herum Reden. Ein paar schockierende Anekdoten halten die Lektüre leidlich bei der Stange. Kein Vergleich zu Dörte Hansen, bspw. „Zur See“. --> 2 Sterne
Form: Gewollt ländlich gehaltener Stil, mit ein paar interessanten Vokabeln, stimmiges, grammatisches Herumschwurbeln, aber nicht im Akzent geschrieben, wie es passender gewesen wäre, Kurzwortsätze, Kurzschreibweise, fast stichpunktartig, zehrt vom schwerwiegenden Gegenstand, Tod des besten Freundes, ohne aber sprachlich etwas aufzuarbeiten, hinzuzusetzen. Die Erzählinstanz gehört offensichtlich nicht dazu, das zeigt die Sprache, die kühl, unterdrückt, aufgezwungen und künstlich erscheint. Journalismus-Geschreibsel, aber flüssig, schmissig, typisch. --> 2 Stern
Erzählstimme: Freischwebend personal, mit Bruch beim letzten Kapitel (Max ist ja tot). Unreflektiert, unklar, dramaturgisch Kriminalstory-Erzählweise, bewusst abgehackt, lakonisch, nullte Reflexionsebene. --> 1 Stern
Komposition: Auf der Hand liegende Rahmenwirkung mit Städter Janis, Bank am Waldhang, Trinken in der Kaschemme, sterben am Tag des Begräbnisses des Freundes. Keine Komposition, kein Zusammenhang mit Stil (nämlich unländlich) und keine reflektiere Erzählinstanz lassen eine Komposition gar nicht zu. --> 1 Stern
Leseerlebnis: Leichtes vor sich Hinlesen, nicht unangenehm, aber verstörend unreflektiert, voyeurhaft, ein wenig peinlich berührt, vom Stil zu gewollt, zu plakativ, verstörende Gewaltszenen, untentschieden, dadurch unruhig, unrund, aber nicht ärgerlich. --> 2 Sterne
February 25, 2026
Ich hatte nicht erwartet, dass es mir doch gefällt, aber es stellt das nostalgische Dorfleben über diesen kurzen Zeitraum von wenigen Tagen schon sehr gut dar. Den jungen Janis hätte es meiner Meinung nicht gebraucht, das hat mich etwas rauskatapultiert, da hätte man vielleicht eine andere Lösung finden können.
November 24, 2024
Wenzels Schorsch ist gestorben, der sich noch im Herbst nach herabgefallenen Äpfeln gebückt hatte. Sein über 80jähriger Nachbar Max sinnt im einsetzenden Schneetreiben über die Beziehung der beiden alten Männer nach. Jahrzehntelang hatten „der Schorsch“ und er gemeinsam gearbeitet, gemeinsam am Bach gesessen – und geschwiegen über Dinge, über die man in einem abgelegenen Dorf besser nicht spricht. Er und Schorsch waren Kleinbauern, bis sie ihre Tiere irgendwann fortgaben. Während der traditionellen Totenwacht treffen sich nun die wenigen Alten, die diese Sitte noch leben. Wer in Schorschs Haus kommt zum Erzählen über alte Zeiten, riecht auch nach dem Waschen noch nach Holz, Öl und Stallarbeit.
Ihr Dorf lieferte früher Holz für die Porzellan-Brennöfen in die Oberpfalz. Heute gibt es ein Neubaugebiet mit Zugezogenen, teils sind sie Bahnpendler, die auch nach 40 Jahren noch nicht dazugehören und von denen ein Laden nicht existieren kann. Über die Regeln, wie das Dorf die Kinder gemeinsam erzog, waren sich alle klar, ohne es zu diskutieren. Die Nachbarn ließ man zwar in die Küche und die Stube, aber man ließ sie besser nicht hinter die „eigenen Mauern“ blicken, in welcher Bedeutung auch immer.
Max spürt, dass ihm mit dem Alter so manche Zusammenhänge verlorengehen und er niemanden mehr danach fragen kann. Ihm bleibt die Erinnerung an Gemeinschaftsarbeiten, die er besonders gern gemeinsam mit einer Frauenclique erledigte, wie das Binden von Reisigbesen.
Als eines Tages der junge Janis ins Dorf kommt und Max mit typischen Städterfragen über seine Lebensweise interviewt, stellt der alte Mann fest, wie schwer es ihm fällt, sein Alleinleben zu erklären. Er bräuchte einfach zu viele Worte, um einem Fremden dieses Leben zu erklären. Ist es nicht normal, dass er die Kräuter für Tee am Hang hinter dem Haus selbst pflückt, dass Dorfbewohner Max dafür in Naturalien zahlen und wissen, welche seltenen Pflanzen sie ihm zum Tausch anbieten werden? Andere Dinge bleiben besser ungesagt, wer im Streit mit den Eltern fortging oder welche Ehen gegen den Willen der Eltern nicht geschlossen werden durften. Hier muss jeder lernen, nicht zu fragen, meint Maicherd/Margarete. Darum schweigen wir besser weiter über Schorschs Ehe und dessen Beziehung zu Max …
Tommie Goerz erzählt im Rahmen winterlicher Idylle vom sterbenden Dorfleben und seinen Zwängen. Für Leser:innen von Robert Seethaler, verbunden mit der unbedingten Empfehlung für Goerz‘ „Im Tal“.
Ihr Dorf lieferte früher Holz für die Porzellan-Brennöfen in die Oberpfalz. Heute gibt es ein Neubaugebiet mit Zugezogenen, teils sind sie Bahnpendler, die auch nach 40 Jahren noch nicht dazugehören und von denen ein Laden nicht existieren kann. Über die Regeln, wie das Dorf die Kinder gemeinsam erzog, waren sich alle klar, ohne es zu diskutieren. Die Nachbarn ließ man zwar in die Küche und die Stube, aber man ließ sie besser nicht hinter die „eigenen Mauern“ blicken, in welcher Bedeutung auch immer.
Max spürt, dass ihm mit dem Alter so manche Zusammenhänge verlorengehen und er niemanden mehr danach fragen kann. Ihm bleibt die Erinnerung an Gemeinschaftsarbeiten, die er besonders gern gemeinsam mit einer Frauenclique erledigte, wie das Binden von Reisigbesen.
Als eines Tages der junge Janis ins Dorf kommt und Max mit typischen Städterfragen über seine Lebensweise interviewt, stellt der alte Mann fest, wie schwer es ihm fällt, sein Alleinleben zu erklären. Er bräuchte einfach zu viele Worte, um einem Fremden dieses Leben zu erklären. Ist es nicht normal, dass er die Kräuter für Tee am Hang hinter dem Haus selbst pflückt, dass Dorfbewohner Max dafür in Naturalien zahlen und wissen, welche seltenen Pflanzen sie ihm zum Tausch anbieten werden? Andere Dinge bleiben besser ungesagt, wer im Streit mit den Eltern fortging oder welche Ehen gegen den Willen der Eltern nicht geschlossen werden durften. Hier muss jeder lernen, nicht zu fragen, meint Maicherd/Margarete. Darum schweigen wir besser weiter über Schorschs Ehe und dessen Beziehung zu Max …
Tommie Goerz erzählt im Rahmen winterlicher Idylle vom sterbenden Dorfleben und seinen Zwängen. Für Leser:innen von Robert Seethaler, verbunden mit der unbedingten Empfehlung für Goerz‘ „Im Tal“.
June 26, 2026
Max woont al meer dan 80 jaar in Austhal, een fictief dorpje in de buurt van Arzberg. Een klein verhaal over een tijd, een wereld die voorbij is.
Het sneeuwt en Max hoort de doodsklok luiden. Zijn goede vriend Schorsch is overleden. Zo opent deze kleine roman. Wat volgt zijn verhalen uit het verleden die Max zich herinnert of die worden vertelt tijdens de wake. Ook verhalen die een wat minder idyllische kant van het dorp laten zien. Waar weinig woorden aan wordt besteed is de vriendschap tussen Max en Schorsch. Af en toe tussen de regels door.
124 Maicherd had Schorsch zonder één woord begrepen. Omdat je er niet over mocht praten, had Schorsch eens verteld. Daarom had ze ook meteen ja gezegd. Max was er niet verdrietig om geweest. Hij had haar ook alleen gewild omdat de dingen in het dorp dan zouden doorgaan zoals ze altijd gingen: op een dag trouw je en daarna krijg je geen vragen meer. Zo was hij dus alleen gebleven, en Schorsch niet.
Gehuild wordt er niet. Dat past ook wel bij die generatie. 3,5*
Het sneeuwt en Max hoort de doodsklok luiden. Zijn goede vriend Schorsch is overleden. Zo opent deze kleine roman. Wat volgt zijn verhalen uit het verleden die Max zich herinnert of die worden vertelt tijdens de wake. Ook verhalen die een wat minder idyllische kant van het dorp laten zien. Waar weinig woorden aan wordt besteed is de vriendschap tussen Max en Schorsch. Af en toe tussen de regels door.
124 Maicherd had Schorsch zonder één woord begrepen. Omdat je er niet over mocht praten, had Schorsch eens verteld. Daarom had ze ook meteen ja gezegd. Max was er niet verdrietig om geweest. Hij had haar ook alleen gewild omdat de dingen in het dorp dan zouden doorgaan zoals ze altijd gingen: op een dag trouw je en daarna krijg je geen vragen meer. Zo was hij dus alleen gebleven, en Schorsch niet.
Gehuild wordt er niet. Dat past ook wel bij die generatie. 3,5*
January 27, 2025
Ein kleines und stilles Buch - aber eine sehr schöne Geschichte. Der alte Max hört das Totenglöckchen und erfährt dann, dass sein Freund Schorsch tot ist. Er ist sehr traurig und geht abends zur Totenwacht mit den anderen Männer des Dorfes. Man erzählt Geschichten über den Schorsch und trinkt das ein oder andere Bier auf sein Wohl. Um Mitternacht wechselt dann die Nachtwacht zu den Frauen. Aber Max bleibt sitzen und hört auch deren Geschichten. Am Morgen kommt man den Schorsch abholen.
So war es früher auf den Dörfern und auch ich erinnere mich noch an diesen Brauch. Schöne Erinnerungen kommen wieder und die Geschichte lässt mich Nachdenken...
So war es früher auf den Dörfern und auch ich erinnere mich noch an diesen Brauch. Schöne Erinnerungen kommen wieder und die Geschichte lässt mich Nachdenken...
January 16, 2026
4,5⭐️
Zwijgen kan niet verbeterd worden, of wel?
In 'Door de sneeuw' gebeurt er iets bijzonders. De Duitse auteur Tommie Goerz (1954) gebruikt een ondergesneeuwd Alpendorp om de lezer terug te katapulteren naar een landelijke dorpsgemeenschap van vele decennia geleden. Maar al snel verkruimelt de idylle van de hechte dorpskring. 'Door de sneeuw' is niet alleen een puntgave ode aan een verdwijnende wereld of een portret van een hartverwarmende vriendschap tussen twee mannen, onder het laagje sneeuw ligt ook een dorp vol stinkende mesthopen.
Het bergdorp waar Max al tachtig jaar woont, ligt bedekt onder de sneeuw. Buiten is het stil. Tot de doodsklokken luiden voor Schorsch, Max’ levenslange vriend en metgezel. Zoals de traditie het wil, wordt er een dodenwake georganiseerd waar de dorpsgenoten herinneringen ophalen aan Schorsch en aan vroeger, aan een wereld die langzaam maar zeker aan het verdwijnen is.
Dat is ook de eerste indruk die Goerz wekt: het lijkt aanvankelijk een gewoon verhaal te worden over een lieflijk en arcadisch bergdorp met een landelijke dorpsgemeenschap die wordt ingehaald door de tijd. De ambachtslui (de smid, de schoenmaker, enz…) zijn verdwenen en de winkels en de lokale school zijn gesloten. Het stationnetje ligt er verwaarloosd en verlaten bij en de mensen uit de nieuwbouw hebben geen voeling met de gewoontes van de oudere dorpelingen. Met elk overlijden verdwijnt er een stukje dorpsgeschiedenis. Een manier van leven houdt langzaam op te bestaan.
Maar 'Door de sneeuw' is veel meer dan het zoveelste verhaal over een verouderde dorpsgemeenschap die tegen wil en dank het hoofd moet buigen voor de moderniteit en de vernieuwing. Het is ook geen louter nostalgische trip naar ‘de goede oude tijd’ van onze voorouders waarin het allemaal zoveel beter en vrediger was. Integendeel. De realiteit is anders. Wanneer een buitenstaander aan Max zegt dat het dorp hem doet denken aan ‘een kalm, stil meertje’, antwoordt Max: ‘Het is een meertje waar je de bodem niet van ziet. Je weet nooit wat er daar beneden allemaal sluimert.’
In het bergdorpje sluimert er behoorlijk wat, merk je al snel. De idylle van de vredevolle pastorale gemeenschap wordt vakkundig doorprikt door verwijzingen naar geweld op vrouwen, naar een kind dat omwille van zijn rode haar wordt opgesloten en sociaal geïsoleerd, naar xenofobie tegenover de mogelijke komst van Afrikaanse vluchtelingen, enz…
Het dorp is hard – ‘van liefde gaan de aardappels niet groeien’ – gesloten en zwijgzaam. ‘Er werd sowieso meer gezwegen dan besproken, want de regels waren helder. Iedereen wist hoe je met elkaar omging, je stelde grenzen en verder bemoeide je je niet met een ander’, staat er.
Max denkt bij zichzelf ook dat het dorpsleven lijkt te bestaan uit ‘kringetjes waar je van buitenaf nooit in doordrong’. ‘Het dorp was een kring, elke boerderij, elke familie was een kring en mensen waren op zichzelf ook een kringetje. Alles was hermetisch, afgesloten, ondoordringbaar.’ De dorpelingen lijken dus te leven volgens de leuze ‘zwijgen kan niet verbeterd worden’, naar een boek van Willem Elsschot. Maar die loden zwijgzaamheid en die geslotenheid hebben ook een prijs. Daar zijn in het boek genoeg voorbeelden van te vinden.
En toch, toch verwarmt het verhaal de lezer als een smeulende kachel op een winteravond. Dat komt vooral door de manier waarop Goerz de hechte vriendschap, de decennialange verbondenheid, tussen Max en Schorsch tot leven brengt. In korte, rake zinnen schetst Goerz een beeld van een unieke vriendschap, een beeld dat zal blijven hangen ook nadat de sneeuw en het bergdorpje zelf verdwenen zijn.
(Recensie voor Tzum 18/01/2026)
Zwijgen kan niet verbeterd worden, of wel?
In 'Door de sneeuw' gebeurt er iets bijzonders. De Duitse auteur Tommie Goerz (1954) gebruikt een ondergesneeuwd Alpendorp om de lezer terug te katapulteren naar een landelijke dorpsgemeenschap van vele decennia geleden. Maar al snel verkruimelt de idylle van de hechte dorpskring. 'Door de sneeuw' is niet alleen een puntgave ode aan een verdwijnende wereld of een portret van een hartverwarmende vriendschap tussen twee mannen, onder het laagje sneeuw ligt ook een dorp vol stinkende mesthopen.
Het bergdorp waar Max al tachtig jaar woont, ligt bedekt onder de sneeuw. Buiten is het stil. Tot de doodsklokken luiden voor Schorsch, Max’ levenslange vriend en metgezel. Zoals de traditie het wil, wordt er een dodenwake georganiseerd waar de dorpsgenoten herinneringen ophalen aan Schorsch en aan vroeger, aan een wereld die langzaam maar zeker aan het verdwijnen is.
Dat is ook de eerste indruk die Goerz wekt: het lijkt aanvankelijk een gewoon verhaal te worden over een lieflijk en arcadisch bergdorp met een landelijke dorpsgemeenschap die wordt ingehaald door de tijd. De ambachtslui (de smid, de schoenmaker, enz…) zijn verdwenen en de winkels en de lokale school zijn gesloten. Het stationnetje ligt er verwaarloosd en verlaten bij en de mensen uit de nieuwbouw hebben geen voeling met de gewoontes van de oudere dorpelingen. Met elk overlijden verdwijnt er een stukje dorpsgeschiedenis. Een manier van leven houdt langzaam op te bestaan.
Maar 'Door de sneeuw' is veel meer dan het zoveelste verhaal over een verouderde dorpsgemeenschap die tegen wil en dank het hoofd moet buigen voor de moderniteit en de vernieuwing. Het is ook geen louter nostalgische trip naar ‘de goede oude tijd’ van onze voorouders waarin het allemaal zoveel beter en vrediger was. Integendeel. De realiteit is anders. Wanneer een buitenstaander aan Max zegt dat het dorp hem doet denken aan ‘een kalm, stil meertje’, antwoordt Max: ‘Het is een meertje waar je de bodem niet van ziet. Je weet nooit wat er daar beneden allemaal sluimert.’
In het bergdorpje sluimert er behoorlijk wat, merk je al snel. De idylle van de vredevolle pastorale gemeenschap wordt vakkundig doorprikt door verwijzingen naar geweld op vrouwen, naar een kind dat omwille van zijn rode haar wordt opgesloten en sociaal geïsoleerd, naar xenofobie tegenover de mogelijke komst van Afrikaanse vluchtelingen, enz…
Het dorp is hard – ‘van liefde gaan de aardappels niet groeien’ – gesloten en zwijgzaam. ‘Er werd sowieso meer gezwegen dan besproken, want de regels waren helder. Iedereen wist hoe je met elkaar omging, je stelde grenzen en verder bemoeide je je niet met een ander’, staat er.
Max denkt bij zichzelf ook dat het dorpsleven lijkt te bestaan uit ‘kringetjes waar je van buitenaf nooit in doordrong’. ‘Het dorp was een kring, elke boerderij, elke familie was een kring en mensen waren op zichzelf ook een kringetje. Alles was hermetisch, afgesloten, ondoordringbaar.’ De dorpelingen lijken dus te leven volgens de leuze ‘zwijgen kan niet verbeterd worden’, naar een boek van Willem Elsschot. Maar die loden zwijgzaamheid en die geslotenheid hebben ook een prijs. Daar zijn in het boek genoeg voorbeelden van te vinden.
En toch, toch verwarmt het verhaal de lezer als een smeulende kachel op een winteravond. Dat komt vooral door de manier waarop Goerz de hechte vriendschap, de decennialange verbondenheid, tussen Max en Schorsch tot leven brengt. In korte, rake zinnen schetst Goerz een beeld van een unieke vriendschap, een beeld dat zal blijven hangen ook nadat de sneeuw en het bergdorpje zelf verdwenen zijn.
(Recensie voor Tzum 18/01/2026)
September 7, 2026
Dit boekje lezen is vertragen. Vertragend lezen. Zalig.
February 14, 2025
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an berührt. Oft hatte ich Tränen in den Augen beim Lesen.
Eine Geschichte, die so leise und doch so unglaublich tief ist und sicherlich noch eine ganze Weile nachklingen wird.
Eine Geschichte, die so leise und doch so unglaublich tief ist und sicherlich noch eine ganze Weile nachklingen wird.
Read
January 31, 2025Ruhig, melancholisch und ehrlich. Hat mir gut gefallen!
February 24, 2025
4,5
Mensch, auf den letzten Seiten wurde es mir dann doch zu dramatisch und crimey, sonst hätte das 5 Sterne bekommen. Aber wow, wie gut ist diese Geschichte denn bitte geschrieben? Sie bringt das Dorfleben auf so wenigen Seiten so gut auf den Punkt, gestaltet so viele Figuren so tief und der Protagonist hat einfach eine so interessante Perspektive - und das obwohl es eigentlich um das auf den ersten Block langweiligste Thema ever geht: alte Leute auf dem Dorf.
Dieses Buch hat die perfekte Länge, eine unheimlich gute Atmosphäre und der Sprecher des Hörbuchs setzt dem ganzen noch die Krone auf. Ich habe schon lange kein so gut gemachtes und ergreifendes Belle-Buch mehr gelesen. Große Empfehlung! Wie gesagt, das Ende war nicht meins, etwas drüber für meinen Geschmack, aber ich kann mir vorstellen, dass es anderen gefallen könnte. Auf jeden Fall gerne zum Hörbuch greifen!
Mensch, auf den letzten Seiten wurde es mir dann doch zu dramatisch und crimey, sonst hätte das 5 Sterne bekommen. Aber wow, wie gut ist diese Geschichte denn bitte geschrieben? Sie bringt das Dorfleben auf so wenigen Seiten so gut auf den Punkt, gestaltet so viele Figuren so tief und der Protagonist hat einfach eine so interessante Perspektive - und das obwohl es eigentlich um das auf den ersten Block langweiligste Thema ever geht: alte Leute auf dem Dorf.
Dieses Buch hat die perfekte Länge, eine unheimlich gute Atmosphäre und der Sprecher des Hörbuchs setzt dem ganzen noch die Krone auf. Ich habe schon lange kein so gut gemachtes und ergreifendes Belle-Buch mehr gelesen. Große Empfehlung! Wie gesagt, das Ende war nicht meins, etwas drüber für meinen Geschmack, aber ich kann mir vorstellen, dass es anderen gefallen könnte. Auf jeden Fall gerne zum Hörbuch greifen!
March 20, 2026
Der Roman spielt in einem Dorf in der tiefsten (deutschen) Provinz. In dem Dorf ist nicht mehr viel los. Die kleinen Geschäfte und Handwerksbetriebe von damals gibt es schon lange nicht mehr und von dem früheren Bahnhof ist nur noch ein Gleis mit Haltestelle geblieben. Zwei Männer aus dem Dorf, Freunde seit Kindheitstagen, sind zusammen alt geworden. Als einer von beiden verstirbt, bleibt der andere zurück. Ein Eigenbrötler ohne Familie. Er schaut zurück auf die Freundschaft, auf alte Zeiten, auf die Nachbarn, die mit ihm alt geworden sind, und auch auf die Dinge, die unter den Menschen im Dorf nicht gut gelaufen sind. Er schaut auf den Verlust des Freundes und den Verlust all dessen, was nicht mehr ist. - Es passiert nichts in diesem Roman. Man könnte ihn als schlicht, ruhig und leise beschreiben. Oder auch als langweilig. Ist Geschmacksache. Mir fehlten Einsichten oder Gedanken, die mich berührt oder nachdenklich gemacht haben.
May 12, 2025
Dabei machst du den ganzen Tag über Bilder [...] Sind die vielleicht alle so falsch? (S.160)
Im Schnee ist ein leiser, fast meditativ erzählter Roman über das Verschwinden von Menschen, von Traditionen, von einem bestimmten dörflichen Leben. Tommie Goerz begleitet seinen über 80-jährigen Protagonisten Max durch Erinnerungen, Schneefall und Totenglocken und folgt dabei mitunter den Mustern ästhetischer Verklärung: Holzofen, Apfelduft, dicke Jacke. Dass am Ende ein Fotograf auftaucht, der Max’ Hände ablichten will, ist kein Zufall. Es ist der Moment, in dem sich Heimatliteratur in Instagram-Ästhetik auflöst.
Die Härten, die unter der Oberfläche dieser Dorfwelt brodeln, werden nur angedeutet. Die wenigen Brüche – gesellschaftliche Verwerfungen (drohendes Flüchtlingsheim, Neubürger), verdrängte Biografien – verlaufen zu fein an der Oberfläche der entworfenen nostalgischen Dorfkulisse.
Im Schnee ist ein leiser, fast meditativ erzählter Roman über das Verschwinden von Menschen, von Traditionen, von einem bestimmten dörflichen Leben. Tommie Goerz begleitet seinen über 80-jährigen Protagonisten Max durch Erinnerungen, Schneefall und Totenglocken und folgt dabei mitunter den Mustern ästhetischer Verklärung: Holzofen, Apfelduft, dicke Jacke. Dass am Ende ein Fotograf auftaucht, der Max’ Hände ablichten will, ist kein Zufall. Es ist der Moment, in dem sich Heimatliteratur in Instagram-Ästhetik auflöst.
Die Härten, die unter der Oberfläche dieser Dorfwelt brodeln, werden nur angedeutet. Die wenigen Brüche – gesellschaftliche Verwerfungen (drohendes Flüchtlingsheim, Neubürger), verdrängte Biografien – verlaufen zu fein an der Oberfläche der entworfenen nostalgischen Dorfkulisse.
January 30, 2026
Sie waren ihr ganzes Leben lang Freunde. Aber jetzt läutet die Totenglocke für Schorsch und Max muss sich auf zur Totenwache machen. In Schorsch‘ Haus kommen die alten Bewohner des Dorfs zusammen, um ein letztes Mal über den Verstorbenen zu sprechen und sich an ihn zu erinnern.
In dem verschneiten Dorf scheint die Zeit sillzustehen. Gerade für Max hat sie ohnehin keine Bedeutung mehr. Seine Tage ähneln sich und werden nur durch den Wandel der Jahreszeiten verändert. Aber ausgerechnet an dem Tag, an dem sein bester Freund stirbt, hat Max einen Gast: einen jungen Mann, der den letzten Zug verpasst hat und jetzt im Dorf festsitzt. Max nimmt ihn über Nacht auf.
Er ist der einzige Außenstehende, der in der Geschichte auftaucht. Mit einer Ausnahme sind anderen Personen sind die Bewohner, die schon immer im alten Teil des Dorfs gewohnt haben. Über das neue Dorf wird zwar gesprochen, aber in den Köpfen der Alten gibt es eine Trennung zwischen ihrem Teil und dem Neubaugebiet, auch wenn manche Familien schon seit Jahrzehnten dort wohnen.
Bei der Totenwache wird nicht nur über Schorschs Leben erzählt. Die Menschen erinnern sich an Ereignisse, die teilweise schon Jahre zurückliegen. Nicht alle Erinnerungen sind schön, aber für die Alten gehört auch das zum Leben und Sterben dazu. Sie sind eine Gemeinschaft, die sicherlich durch die Tatsache besteht, dass sie einander schon so lange kennen. Aber die Gemeinschaft ist auch durch Respekt und Verständnis geprägt.
Max ist der zentrale Charakter. Durch Schorschs Tod wird ihm seine eigene Sterblichkeit bewusst. Dass auch seine Tage gezählt sind, nimmt er genauso pragmatisch hin wie den Tod seines Freundes. Er ist schweigsam und hat mich nicht immer an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen. Trotzdem ist er mir auf jeder Seite mehr ans Herz gewachsen.
In dem verschneiten Dorf scheint die Zeit sillzustehen. Gerade für Max hat sie ohnehin keine Bedeutung mehr. Seine Tage ähneln sich und werden nur durch den Wandel der Jahreszeiten verändert. Aber ausgerechnet an dem Tag, an dem sein bester Freund stirbt, hat Max einen Gast: einen jungen Mann, der den letzten Zug verpasst hat und jetzt im Dorf festsitzt. Max nimmt ihn über Nacht auf.
Er ist der einzige Außenstehende, der in der Geschichte auftaucht. Mit einer Ausnahme sind anderen Personen sind die Bewohner, die schon immer im alten Teil des Dorfs gewohnt haben. Über das neue Dorf wird zwar gesprochen, aber in den Köpfen der Alten gibt es eine Trennung zwischen ihrem Teil und dem Neubaugebiet, auch wenn manche Familien schon seit Jahrzehnten dort wohnen.
Bei der Totenwache wird nicht nur über Schorschs Leben erzählt. Die Menschen erinnern sich an Ereignisse, die teilweise schon Jahre zurückliegen. Nicht alle Erinnerungen sind schön, aber für die Alten gehört auch das zum Leben und Sterben dazu. Sie sind eine Gemeinschaft, die sicherlich durch die Tatsache besteht, dass sie einander schon so lange kennen. Aber die Gemeinschaft ist auch durch Respekt und Verständnis geprägt.
Max ist der zentrale Charakter. Durch Schorschs Tod wird ihm seine eigene Sterblichkeit bewusst. Dass auch seine Tage gezählt sind, nimmt er genauso pragmatisch hin wie den Tod seines Freundes. Er ist schweigsam und hat mich nicht immer an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen. Trotzdem ist er mir auf jeder Seite mehr ans Herz gewachsen.
February 21, 2026
Er war mehr als sein Freund, dass wußte auch dessen Frau. Nun ist er nicht mehr da.
Hat mich sehr berührt, diese Geschichte. Nostalgie hat mich gepackt beim Lesen, dieses Dorf könnte mein Dorf sein. Früher und jetzt.
Hat mich sehr berührt, diese Geschichte. Nostalgie hat mich gepackt beim Lesen, dieses Dorf könnte mein Dorf sein. Früher und jetzt.
January 12, 2026
Een klein boek, met een klein verhaal in een klein dorp.
September 2, 2026
Max trauert um seinen Freund Schorsch, zu dem er eine unglaublich intime Beziehung hatte, die gleichzeitig durch die engen Grenzen des im Dorf Akzeptierten beschränkt war.
Diesem Roman gelingt das, was Juli Zeh seit Jahren versucht: ländliches Leben in seinen Ambivalenzen darzustellen (nur ohne rechte Narrative zu bedienen). Gemeinschaft, Idylle, Genügsamkeit, genauso Gewalt, rigide Geschlechterrollen, abgehängt werden, Alkoholismus, Sprachlosigkeit, Fremdenfeindlichkeit, mehr Gewalt. Erinnert mich an Geschichten meiner Großeltern.
Diesem Roman gelingt das, was Juli Zeh seit Jahren versucht: ländliches Leben in seinen Ambivalenzen darzustellen (nur ohne rechte Narrative zu bedienen). Gemeinschaft, Idylle, Genügsamkeit, genauso Gewalt, rigide Geschlechterrollen, abgehängt werden, Alkoholismus, Sprachlosigkeit, Fremdenfeindlichkeit, mehr Gewalt. Erinnert mich an Geschichten meiner Großeltern.
January 14, 2026
Een meesterwerk(je). Traag gelezen, daar dwingt het verhaal je toe, en erg genoten.
February 14, 2025
Vielen Dank an Netgalley und Hörbuch Hamburg für das kostenlose Rezensionsexemplar.
Eine wirklich sehr berührende Erzählung. Goerz trifft mit seinen Worten oft mitten ins Herz. Es gibt viele schöne, zitierbare Sätze auf diesen wenigen Seiten. Auch dem Sprecher war sehr angenehm zu lauschen.
Dieses Buch ist ein kleines Juwel.
Eine wirklich sehr berührende Erzählung. Goerz trifft mit seinen Worten oft mitten ins Herz. Es gibt viele schöne, zitierbare Sätze auf diesen wenigen Seiten. Auch dem Sprecher war sehr angenehm zu lauschen.
Dieses Buch ist ein kleines Juwel.
January 19, 2026
‘Het was inmiddels weer donker, maar de sneeuw gaf de nacht geen kans, het wit lichtte het dorp op.’
En dat is precies hoe dit boekje voelt. Er sluimert een duisternis in het verhaal, maar door de helderheid en warmte van de omgeving, de mensen, krijgt die somberte nooit echt de overhand. De dingen gaan nu eenmaal zoals ze gaan en je kunt zelf kiezen of je daar het goede of het kwade in ziet.
Fijn om dit - in ieder geval deels - te hebben gelezen terwijl er om me heen nog net een laatste restje sneeuw lag te glinsteren onder de winterzon.
En dat is precies hoe dit boekje voelt. Er sluimert een duisternis in het verhaal, maar door de helderheid en warmte van de omgeving, de mensen, krijgt die somberte nooit echt de overhand. De dingen gaan nu eenmaal zoals ze gaan en je kunt zelf kiezen of je daar het goede of het kwade in ziet.
Fijn om dit - in ieder geval deels - te hebben gelezen terwijl er om me heen nog net een laatste restje sneeuw lag te glinsteren onder de winterzon.
December 12, 2025
Dit was de eerste keer dat ik een boek voornamelijk heb geluisterd. Het voegde echt toe aan de leeservaring, het was net alsof een oude man mij vertelde over zijn dorp en herinneringen ophaalde en die met mij deelde. Het is mooi geschreven en het was heel sfeervol om dit winterboek te lezen deze maand.
February 14, 2025
Sehr schön
March 27, 2025
Eine behutsame Erzählung über die Veränderungen in einem Dorf. Er lässt eine verlorene Welt wiederauferstehen
December 10, 2025
Een beetje alsof je opa bij je aan het trauma dumpen is, maar dan kan je hem af en toe even aan de kant leggen.
“Vroeger was alles beter” en “idyllisch dorpje” vs “iedereen gaat dood” en “mensen zijn kut”
“Vroeger was alles beter” en “idyllisch dorpje” vs “iedereen gaat dood” en “mensen zijn kut”
January 7, 2026
Ja, prachtig! Och.
Een verhaal geschreven vanuit de existentiële laag van het menszijn. Zeer de moeite waard!
Een verhaal geschreven vanuit de existentiële laag van het menszijn. Zeer de moeite waard!
January 29, 2025
Es gibt selten ein Buch, das mich schon mit dem ersten Zeilen in seinen Bann zieht.
Ich konnte mich in der Beschreibung dieses in der Vergangenheit verharrenden Dorfes sowie in dem Max und dem Schorsch verlieren.
Die Namen der Dorfbewohner und die Nichts verschönernde Beschreibung ihrer Leben lassen mich nicht los.
Ich habe mich während des Lesens gefragt, wie es gelingen könnte dieses Buch in eine andere Sprache zu übersetzen ohne das diese Namen und deren Bedeutung verloren gehen…
Ich konnte mich in der Beschreibung dieses in der Vergangenheit verharrenden Dorfes sowie in dem Max und dem Schorsch verlieren.
Die Namen der Dorfbewohner und die Nichts verschönernde Beschreibung ihrer Leben lassen mich nicht los.
Ich habe mich während des Lesens gefragt, wie es gelingen könnte dieses Buch in eine andere Sprache zu übersetzen ohne das diese Namen und deren Bedeutung verloren gehen…
February 9, 2025
Bei so einem See aber sieht man nicht auf den Grund. Selten durfte ich ein Buch lesen, das eine Stimmung, ein Gefühl, so vollständig vermittelt, ohne viel sagen zu müssen. Wer selbst in einem beschaulichen Dorf aufgewachsen ist, wird die beklemmende, melancholische, schöne, vertraute Emotionswelt der Geschichte sofort wiedererkennen, bis hin zu ganzen Geschprächsteilen, die in genau diesem Wortlaut gesprochen aus tiefer Erinnerung zurücktreiben. Ein grossartiges und einzigartiges Buch. Ich habe es geliebt, aber über Liebe spricht man nicht.
May 4, 2026
Een groot klein meesterwerk volgens De Standaard. En ze hebben gelijk. Door de sneeuw is een prachtig, liefdevol tijdsbeeld van een Duits bergdorp waar de tachtig-plusser Max afscheid neemt van zijn levenslange metgezel Schorsch ('Sjors'). Het is een verhaal van een broodnuchtere man, die van alle poeha van de wereld niets moet hebben engrotendeels in het verleden leeft. In oude verhalen, verhalen die niet alleen maar leuk zijn, maar die de ware aard van het dorp onthullen. Het dorp dat langzaam overgenomen wordt door 'nieuwelingen'die genieten van de natuur en de omgeving, maar die niet de namen van de kruiden die daar groeien kennen.
Veel van wat in het boek beschreven wordt blijft impliciet. Zouden Max en Schorsch in een andere tijd meer dan vrienden zijn geweest? Als je kijkt naar de veilige nabijheid die beide mannen hebben zou dat zomaar kunnen, terwijl de gedachte in het boek niet wordt opgeworpen. Het is een prachtig werk dat grote thema's raak, slechts door de mijmeringen van een oude man die zijn vriend verloren heeft en daar helemaal op zijn eigen, nuchtere manier mee omgaat. Omgeven door een dorp dat bol staat van (verdwijnende) tradities.
Zeer aangeraden, het is een prachtig kalm boek van de omvang van iets meer dan een novelle. Ik heb er van genoten, vierenhalve ster.
Veel van wat in het boek beschreven wordt blijft impliciet. Zouden Max en Schorsch in een andere tijd meer dan vrienden zijn geweest? Als je kijkt naar de veilige nabijheid die beide mannen hebben zou dat zomaar kunnen, terwijl de gedachte in het boek niet wordt opgeworpen. Het is een prachtig werk dat grote thema's raak, slechts door de mijmeringen van een oude man die zijn vriend verloren heeft en daar helemaal op zijn eigen, nuchtere manier mee omgaat. Omgeven door een dorp dat bol staat van (verdwijnende) tradities.
Zeer aangeraden, het is een prachtig kalm boek van de omvang van iets meer dan een novelle. Ik heb er van genoten, vierenhalve ster.
December 22, 2025
Een echt winterboek over de vergane glorie van een oud afgesloten dorp. Het hele boek voelt als een lange dodenwake van een tijd die al lang achter ons ligt, maar waar de dorpelingen nog altijd naar terug verlangen en tegelijkertijd verschrikkelijke herinneringen aan hebben.
February 8, 2025
Ein kleines Dorf im Fichtelgebirge. Schorsch ist gestorben und sein Freund Max hält Totenwache. Dabei wird Schorsch, das ganze Dorf und seine Geschichten noch einmal lebendig. Und auch wenn das verschneite Dorf sehr idyllisch wirkt, so war nicht immer alles gut in der kleinen eingeschworenen Gemeinschaft.
Tommie Goerz schildert hier das vermeintlich idyllische und einfache Leben auf dem Dorf. Allerdings tun sich auch Abgründe auf, die für Zugezogene und Aussenstehende nicht sichtbar sind. Im Zuge der Totenwache, werden viele solche Geschichten erzählt und so bekommt man als zwangsläufig Außenstehender einen Einblick, wie das Leben in einer solchen Gemeinschaft funktioniert.
Die Geschichte ist sehr ruhig und unaufgeregt erzählt, man spürt, dass auch Max Leben nicht mehr von der Geschwindigkeit getrieben ist. Alt geworden ist er, genau wie Max und nun muss er alleine weitergehen. Vieles wird nur angedeutet, manches endlich einmal angesprochen.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn einige Wiederholungen aufgefallen sind. alles in allem war es ein schönes Buch, dass mich beim Lesen entschleunigt hat. Schnelles Lesen ist hier nicht angebracht und auch nicht nötig.
Tommie Goerz schildert hier das vermeintlich idyllische und einfache Leben auf dem Dorf. Allerdings tun sich auch Abgründe auf, die für Zugezogene und Aussenstehende nicht sichtbar sind. Im Zuge der Totenwache, werden viele solche Geschichten erzählt und so bekommt man als zwangsläufig Außenstehender einen Einblick, wie das Leben in einer solchen Gemeinschaft funktioniert.
Die Geschichte ist sehr ruhig und unaufgeregt erzählt, man spürt, dass auch Max Leben nicht mehr von der Geschwindigkeit getrieben ist. Alt geworden ist er, genau wie Max und nun muss er alleine weitergehen. Vieles wird nur angedeutet, manches endlich einmal angesprochen.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn einige Wiederholungen aufgefallen sind. alles in allem war es ein schönes Buch, dass mich beim Lesen entschleunigt hat. Schnelles Lesen ist hier nicht angebracht und auch nicht nötig.
February 11, 2025
Was bleibt am Ende eines Lebens, wenn die eigene Welt allmählich verschwindet? Erinnerung. Freundschaft. Zuneigung. Und das
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