"Alex schreibt eine hoffnungslose Doktorarbeit und isst kein Fleisch" - das scheint das Wesen von Alex zusammenzufassen. Allerdings sieht es in Alex' Kopf ganz anders aus, denn dort türmen sich Fragen über Was sind 'Ost' und 'West'? Gibt es das überhaupt? Warum trägt dieser Typ Müll mit sich herum? Ist die Doktorarbeit zum Scheitern verurteilt? Und wer tröstet hier eigentlich wen? Die Verwirrungen des alltäglichen und des außergewöhnlichen Lebens nehmen kein Sofiia, die aus der Ukraine fliehen musste, kocht mit Putinisten Piroggen. Liz will, dass Alex endlich für sich selbst einsteht und das Kurioseste – der Kater Genosse braucht kein Katzenklo. Mit einer überraschenden Leichtigkeit nimmt der Roman das schwere Thema des Ukraine-Kriegs auf und erzählt von Alex' Versuch, den Konflikt zwischen Ost und West zu verstehen oder zumindest weniger verwirrend zu finden.
Das Gefühl der lähmenden Überwältigung wird wunderbar beschrieben und ich konnte mich gut in Alex hineinversetzen. Es ist daher kein Wunder, dass ich Bens Aussagen ebenfalls wegweisend empfinde. Insbesondere die optimistische Auslegung des Wechsels von allgemeinen Weltängsten zu konkreten Existenzängsten hat mich angesprochen.