Ein inspirierender Roman über die heilende Kraft der Natur und die Kunst des Neubeginns
Als die 32-jährige Ella nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter in ihr Elternhaus zurückkehrt, findet sie nur Leere – in sich selbst und in dem verwilderten Garten. Doch zwischen Unkraut und verwahrlosten Beeten begegnet sie ihrem wunderlichen Nachbarn, der ihr eine unerwartete Weisheit "Manchmal muss erst etwas zerbrechen, um seine vollkommene Form zu finden." Mit jedem Beet, das Ella vom Unkraut befreit, mit jeder Pflanze, die unter ihrer Fürsorge zu blühen beginnt, heilt auch etwas in ihr selbst. In der Gartenarbeit und in den Gesprächen mit ihrem Nachbarn findet sie nicht nur Trost, sondern auch neue Wurzeln – und die Erkenntnis, dass im tiefsten Schmerz manchmal die Chance auf einen Neuanfang verborgen liegt.
Ella ist eigentlich der Meinung, dass sie einen guten Job hat und der Enge ihres Heimatorts entflohen ist, sie also alles erreicht hat, was sie wollte. Doch eines Tage ruft das Krankenhaus an und teilt ihr mit, die Mutter läge im Sterben. Sie eilt zurück nach Hause, kommt aber zu spät. Zur Trauer kommt die Wut, das die Mutter ihr ihre Krankheit verschwiegen hat. Und als sie anfängt sich um den Verkauf des Hauses zu kümmern, entdeckt sie die Gartenarbeit für sich, auch mit Hilfe des freundlichen Nachbarn. Und stellt fest, dass sich Dinge ändern können.
Ich mochte das Buch, wir begleiten Ella durch ihre Trauer und ihre Zweifel. Dabei hat man immer die Szenerie vor Augen und ist direkt mit dabei. Ella wird an vielen Ecken durch die Umstände zu Dingen gezwungen, die sie eigentlich nicht möchte. So aber kann sie alte Traumata überwinden und neue Freunde gewinnen. Und dabei auch ihre berufliche Situation überdenken.
Mir war es fast ein wenig viel, was da auf Ella zukommt. Da ist die Trauer um die Mutter und die Wut darüber, dass sie nichts von der Krankheit wusste. Es werden Kindheitstraumata angesprochen und der toxische Berufsalltag. Es hätte auch ein bisschen weniger auf einmal sein dürfen.
Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, es hat mir gut gefallen und ich hatte schöne Lesestunden damit.
Also das Buch beginnt super traurig 😢. Die Mutter von Ella, unserer Protagonistin, liegt im Sterben und Ella schafft es leider nicht mehr rechtzeitig zu ihr ins Krankenhaus, um sich zu verabschieden. Sie ist natürlich super traurig und der Schock ihre Mutter so plötzlich verloren zu haben, sitzt tief. Gleichzeitig war da aber auch viel Wut, da ihre Mutter ihr nicht erzählt hat, dass sie totkrank ist. Um sich abzulenken und ihren Gedanken Einhalt zu geben, fängt sie an im Garten ihrer Mutter zu werkeln - unter Anleitung des Nachbars Herr Langenbeck. Herr Langenbeck hab ich sofort in mein Herz geschlossen. So einen lieben Nachbarn, der eim offenes Ohr für einen hat und mit Rat und Tat beiseite steht, könnte wirklich jeder von uns gebrauchen.
Neben der Trauerverarbeitung werden noch weitere Themen angesprochen, was fast ein bisschen viel war. Lieber ein, zwei Themen weniger und dafür etwas mehr Tiefe hätten mir besser gefallen. Gleiches gilt auch für die Anzahl der Charaktere.
Davon abgesehen hat mir die Geschichte jedoch gut gefallen. Sie gibt einem beim Lesen ein gutes Gefühl, man fühlt sich wohl zwischen den Seiten und man bekommt den einen oder anderen Ratschlag, der einem zum Nachdenken anregt.