Das Sommerbuch für alle, die sich nach endlosen Tagen und mehr Natur sehnen
Nach einer Panikattacke in einem Kaufhaus trifft Flora eine überstürzte Sie verlässt die Großstadt und zieht in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter aufs Land. In dessen verwunschenem Garten entdeckt sie einen Schwarm Wildbienen, in deren ruhiger Präsenz sie endlich wieder zur Ruhe kommt. Als sie schließlich noch Eden kennenlernt, die im Dorfcafé arbeitet und ihr vom ersten Moment an seltsam vertraut ist, wird der Sommer zum schönsten ihres Lebens. Doch dann taucht Floras Familie auf, und plötzlich muss Flora eine Entscheidung Will sie in ihr altes Leben zurückkehren – auch wenn sie dafür Eden und die Wildbienen zurücklassen muss?
Ein Buch für alle, die endlich Sommer wollen und sich darauf freuen, am Strand oder im Freibad ein Buch zu lesen, das genau dieses Sommergefühl einfängt.
Dieses Buch ist nicht nur wunderschön, sondern auch wunderbar geschrieben. Es ist eine äußerst feine Erzählung über eine junge, autistische Frau, die gequält von Panikattacken, auf das Land flüchtet. Das Dorfleben und das alte Haus ihrer Oma halten viele Überraschungen bereit. Immer wieder muss sich Flora überwinden und neue Umgangs- und Bewältigungsmöglichkeiten finden.
Die Geschichte ist äußerst liebevoll und behutsam erzählt. Man kann Floras schwierige Momente jederzeit nachvollziehen, und das Verständnis für sie wächst mit jeder Seite. Ich habe den Einblick in das Innenleben, die Denkweise und die Herausforderungen der Protagonistin als sehr bereichernd empfunden.
Im Buch wurde aber nicht nur Flora sehr liebevoll gezeichnet, sondern auch alle anderen Figuren. Ich liebe ja Charaktere mit Ecken und Kanten, und davon gibt es hier genug.
Da ich selber erkrankt bin, mag ich auch Bücher, die diese Inhalte thematisieren. Für mich hält dieses Buch, was die Aufmachung verspricht. Es ist ein tolles Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Von mir gibt es deshalb ganz klar 5 Sterne!
Die autistische Protagonistin nimmt uns in ihre Wahrnehmung der Welt mit, womit Mayen eine Sichtbarkeit für das schafft, was oft verborgen bleibt. Mit viel Feingefühl und Einfühlsamkeit erzählt Mayen Floras Geschichte über ihr neues Leben in einem urigen Dorf und das Dorfleben mit all seinen Verstrickungen. Ein feel-good Roman, der für meinen Geschmack noch ein klein wenig mehr hätte in die Tiefe gehen können. Insgesamt aber auf jeden Fall eine Empfehlung!
Im Sommer der Wildbienen ist Nina Hayens Debütroman und erzählt sanft die Geschichte einer jungen Autistin, die ihr Glück abseits der Stadt und in der Natur sucht. Eine süße, queere Liebesgeschichte und ein Sommerroman zum Wohlfühlen!
Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, und es war manchmal auch frustrierend, Flora, der Protagonistin zuzuhören, wie sie sich selbst im Weg steht - aber genau deswegen repräsentiert der Roman Autismus so so gut und echt!
Das Buch hat sich angefühlt wie eine warme Umarmung und eine Flucht aus dem Alltag; ich möchte jetzt am liebsten auch sofort in ein kleines Haus auf dem Land ziehen!!
Insgesamt lebt der Roman für mich sehr von der gemütlichen und ruhigen Stimmung, die vermittelt wird - viel Spannendes passiert nicht und der Fokus liegt eher auf dem Innenleben der Protagonistin und Beschreibungen der Umgebung und alltäglichen Aktivitäten; aber genau das hat mir sehr gefallen.
Der Schreibstil war für mich persönlich etwas zu viel told, not shown. Alle Gedanken und Gefühle wurden ausführlich ausformuliert und es blieb nicht viel Interpretationsspielraum übrig. Trotzdem ist der Roman wirklich süß und gut zu lesen und ich kann ihn jedem ans Herz legen, der Lust auf einen sanften Sommerroman hat!
Nach dem Klappetext, hatte ich nicht mit dem Thema Autismus gerechnet. Die Geschichte aus Sicht der autistischen Protagonistin habe ich als sehr bereichernd empfunden. Auch sonst gibt das Buch gute Frühlings- und Sommergefühle mit auf den Weg.
Danke an den Verlag und Netgalley für ein Hörbuch-Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst nicht meine Meinung.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dieses Buch so sehr zu lieben, wie ich es letztendlich tat, denn der Klappentext ebenso wie das Cover ließen mich glauben, dass es sich eher um Literarische Fiktion als ein Romance-Buch handeln würde. Auch dachte ich, die Protagonistin würde deutlich älter sein, als sie es letztendlich war. Letztendlich würde ich dieses Buch als New Adult Romance einordnen und es hat mir sehr gut gefallen. Flora ist eine sehr interessante Protagonistin, mit der ich immer mitfühlen konnte. Die Art, wie sie versucht ihren eigenen Weg zu finden und damit klarzukommen, dass dieser nicht so aussehen wird, wie sie sich das immer vorgestellt hat, ist sehr nachvollziehbar und wird auf diese Art und Weise selten in Büchern dargestellt. Auch die Autismus-Repräsentation finde ich sehr gut und realistisch. Die Romance im Buch ist süß, jedoch nicht ohne ihre Fehler, doch meiner Meinung nach macht es sie nur realistischer und zeigt, dass man sehr viel klären kann, wenn man nur lernt gut zu kommunizieren, also sowohl die eigenen Dinge anzusprechen wie auch dem anderen zuzuhören. Der Plot hat zwei Hauptthemen, die zum einen die besagte Romance umfassen, zum anderen jedoch auch Floras persönliche Charakterentwicklung, welche sehr schön zu lesen (bzw. hören) war. Auch gibt es in dem Buch viel Humor, der genau auf meiner Wellenlänge liegt.
Insgesamt also ein wirklich gutes Buch, dass ich deutlich schneller angefangen hätte, wenn ich gewusst hätte, dass es um eine junge, autistische, lesbische (Ex-)Studentin geht und nicht um eine Frau mittleren Alters, die ihre Sexualität neu entdeckt, wie der Klappentext mich glauben ließ (auch wenn es darin natürlich nicht wörtlich so steht).
Ich wünschte, dass dieses Buch mehr Tiefe hätte weil dann hätte mir das Buch noch mehr gefallen. Leider sind so viele Themen nur angeschnitten & oberflächlich behandelt worden, sodass z.B. auch nie geklärt worden ist warum Floras Mutter keinen Kontakt mehr mit ihrer Mutter hatte. Man konnte es sich am Ende dann zusammenreimen aber nur diese Storyline hätte mehr Tiefe verdient gehabt.
Mal davon abgesehen hat die love story auch auf mich wie sehr schnell hingeschrieben gewirkt ohne, dass sich großartig Gedanken gemacht worden sind. Ich bin einfach kein Fan davon, wenn Charaktere nach der ersten Begegnung schon Schmetterlinge im Bauch haben und das war leider bei Flora und Eden der Fall.
Aber genug Gemeckere. Was ich an den Buch richtig toll fand war der Schreibstil und die Szenerie. Dadurch das die Autorin so toll schreibt, kam der Ort so unglaublich idyllisch und friedlich rüber, dass ich da auch am liebsten hingezogen wäre. Zudem fand ich die Autismus Repräsentation gut durchdacht. Ich fand mich selbst in einigen Zeilen wieder und ich selbst frage mich seit einiger Zeit ob ich nicht auch auf dem Spektrum sein könnte. Dieses ständige Verstellen vor Menschen, laute Umgebungen nicht aushalten zu können und sich selbst in sein Zimmer zurückzuziehen, während andere Menschen es für unhöflich oder total komisch finden oder sogar denken, dass man vereinsamt. Ich hatte das Gefühl als würde ich meinen eigenen Kopf lesen.
Overall ein Buch, das noch mehr Potential gehabt hätte.
Flora ist Autistin und kämpft mit sozialen Ängsten. Alltagssituationen können sie schnell an ihre Grenzen bringen. Im leer stehenden Haus ihrer verstorbenen Oma wagt sie einen Neuanfang. Zwischen Natur, herzlichen Nachbarn, einem Schwarm Wildbienen und der sympathischen Teeverkäuferin Eden beginnt sich ihr Leben zu verändern.
Ich hatte beim Lesen oft ein Lächeln auf den Lippen. Ich mochte das alte Haus, den Garten und die Atmosphäre in dem Dorf in der Eifel sehr gerne. Mir hat sehr gefallen, welche Bedeutung die Wildbienen zusammen mit dem Thema Natur- und Artenschutz bekommen. Ich fand Flora sehr nahbar und sympathisch und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte interessant. Auch die liebevollen Nebencharaktere und die zarte Liebesgeschichte zwischen den jungen Frauen haben mir gut gefallen.
Besonders gefallen hat mir Floras Reise zu sich selbst. Sie sucht nach Ruhe, Sicherheit und einem Ort, an dem sie einfach sie selbst sein und ihre antrainierten Masken ablegen kann. Ihre Unsicherheiten und ihr innerer Struggle wirkten auf mich authentisch und nachvollziehbar.
Das Buch liest sich angenehm und verbindet Wohlfühlatmosphäre mit ernsteren Themen. Ich mochte die nachdenklichen Momente und die Szenen, in denen Flora mit ihren Ängsten und ihrer Überforderung kämpft. Durch diesen Mix hat sich die Geschichte für mich authentisch angefühlt.
Ein gelungenes Debüt und ein schöner Coming-of-Age-Roman mit Herz.
Ich will jetzt auch die Eiffel. Ich habe dieses Buch hauptsächlich als Hörbuch gehört und muss ganz großes Lob an die Sprecherin aussprechen! Ihre Stimme war wirklich extrem angenehm und hat die Geschcihte noch schöner als sowieso schon gemacht. Werde direkt mal schauen, was sie noch so alles für Bücher vertont hat.
Zur Geschichte: Flora ist Autistin und beschließt aus Köln weg- und in die EIffel in das alte Haus ihrer Oma zu ziehen. Man begleitet sie dann bei ihrem neuen Leben in Tanningen und lernt mit ihr zusammen Eden kennen, die dort lebt, aber eigentlich in die große Welt will. Ich fand das Buch so so toll, hab wirklich nichts auszusetzen. Es ist das perfekte Sommerbuch, so unglaublich atmosphärisch und liebevoll. Ich bin vollends entzückt. Queere Lovestorys haben sowieso mein Herz und ich fand die Autismus Representation auch sehr gelungen. Unbedingt jetzt noch schnell lesen!
Flora ist Autistin und kommt in der Großstadt nicht gut zurecht. Die Familie versucht sie zwar zu unterstützen, hat die Krankheit aber scheinbar auch nicht richtig verstanden. Vieles was Flora zu viel ist, wird bei ihnen als noch machbar empfunden. Flora hat sich über die Jahre aber auch angewöhnt, nie über ihren wahren Gefühlszustand zu reden.
Eines Tages wird alles zu viel und Flora beschließt aufs Land ins leer stehende Haus der Großmutter zu ziehen. Die Familie hilft ihr, glaubt aber nicht daran, dass Flora dort zurecht kommen wird. Doch nach und nach kommt sie an und lernt Menschen kennen, mit denen sie zurecht kommt. Und mit Evie hält auch die Liebe Einzug in ihr Leben.
Ich mochte das Buch, auch wenn Flora mir teilweise echt fremd geblieben ist. Irgendwie ist es nicht gelungen mir zu vermitteln, warum Flora ihre Erkrankung vor allen geheim hält und immer wieder ihre Grenzen überschreitet, nur um anderen Menschen gegenüber gut dazustehen.
Die Sprache des Buches war aber durchaus bildhaft und ich konnte mir den Ort und Floras Häuschen gut vorstellen. Durchaus ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen kann.
Alles in allem war es ein schönes Buch, das ich gerne empfehle.
Im Mittelpunkt steht Flora, eine Autistin, die versucht, sich möglichst "normal" zu verhalten und ihre Gedankenwelt sowie ihre Panikattacken vor ihrer Familie zu verstecken. Ihre Perspektive fand ich unglaublich nahbar und authentisch. Gepaart mit dem schönen Schreibstil und der ruhigen Atmosphäre hat die Autorin mich sehr begeistern können. Mayen fängt die Ruhe des Landlebens, den gemütlichen Garten und die Wildbienen so lebendig ein, dass ich beim Lesen völlig abschalten konnte.
Zum Ende hin wurde es mir persönlich nur ein kleines bisschen zu dramatisch, das hätte nicht sein müssen.
Insgesamt ist es aber ein wunderschönes Wohlfühlbuch über Selbstfindung und die heilende Kraft der Natur. Perfekt für alle, die sich nach etwas Ruhe und Natur sehnen.
Es tut mir irgendwie leid, das Buch abzubrechen, aber es fühlt sich beim Lesen total falsch an und ich kann nicht mal sagen, wieso. Das Thema Autismus ist spannend und es gibt sogar eine lesbische Liebesgeschichte, aber ich werde mit der Protagonistin nicht warm. Es macht mir einfach keinen Spaß, die Geschichte zu lesen.
Ein sehr schönes cozy Buch, das darum geht man selbst zu sein, auch wenn man etwas anders ist als die anderen auch eine sehr gute Schilderung über Autismus und das Leben mit begrenzten Energieressourcen
Ein super süßes romantisches Sommer Buch , mit feel Good vibes und einer wunderschöne Beschreibung des settings und der Natur und einer guten Darstellung von Autismus bei erwachsenen Frauen. Sehr süße Liebesgeschichte und ausnahmsweise mal ohne kompliziertes outing oder Familien Drama wegen des outing oder ähnliches. Süß und comforting.
Es isch en mega schöni Gschicht, zum wohl fühle und uf de Summer warte.
Es gaht drum, dass d Hauptfigur Autistin isch und vo diheime weg wett. Ihri Grossmuetter hät sie ned wükli kännt und wo sie gstorbe isch hät d Hauptfigur is Huus vo ihrere Grossmuetter ineme chline Dörfli welle.
Das hät sie dänn au gmacht und isch dete iizoge. Wo sie nonig lang dete gsie isch, hät sie en Schwarm Wildbienli gseh ih ihrem Garte. Durch die lernt sie de August känne, wo ihre hilft und sie mached chli Sache zämme. (Er isch Erwachse wachse, also nüt Romance) Wiil sie so gern Tee hät, gaht sie inen Teelade und trifft uf d Eden. Und so entstaht dänn die ganzi Gschicht.
Es isch mega cutsy und mer merkt so die Dorfstimmig mega. Es isch ned unbedingt bsunders spannend, aber es passiert immer öbis und es isch eifach guet zum abschalte.
-sehr naturverbunde und mer lernt viel über Bienli -mer gspürt die Verbundeheit vo allne Lüüt us em Dorf -es hät cute Lädeli im Dorf -es isch en lesbian romance aber nüt spice und es isch alles mega realitisch -mer bechunnt mega schön mit, mit was d Hauptfigur z'kämpfe hät wäg em Autismus und was für sie anderst isch, als lüüt wo's ned händ
4 von 5 Sternen Ich hatte eine bestimmte Erwartung an dieses Buch und wurde dann, zumindest teilweise, überrascht. "Im Sommer der Wildbienen" ist ein Sommerroman, der bewusst langsam erzählt und dabei eine emotionale Tiefe erreicht, die ich in diesem Genre nicht immer finde. Flora verlässt nach einer Panikattacke ihr altes Leben und zieht in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter aufs Land. Dort findet sie in einem verwunschenen Garten voller Wildbienen eine Ruhe, die sie lange gesucht hat, und in Eden eine Verbindung, die sie nicht kommen gesehen hat. Was mich am stärksten beeindruckt hat: die Wildbienen sind keine Metapher, die erklärt wird, sondern eine Parallelebene, die einfach da ist und wirkt. Nina Mayen schreibt Natur mit Präzision, ohne ins Kitschige zu gleiten. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ruhig und glaubwürdig. Handwerklich gibt es Stellen, die gestrafft hätten werden können, und manche Wendungen kündigen sich zu früh an. Aber der Grundton ist so stimmig, dass diese Punkte wenig Gewicht haben. Klare Empfehlung für alle, die sich von einem Buch tragen lassen wollen, statt von ihm getrieben zu werden.
4 out of 5 stars I came to this book with certain expectations, and it surprised me, at least in part. Im Sommer der Wildbienen is a summer novel that tells its story slowly and deliberately, and in doing so reaches an emotional depth I don't always find in this genre. Flora leaves her old life behind after a panic attack and moves into her late grandmother's house in the countryside. There, in an overgrown garden full of wild bees, she finds a quiet she has been searching for, and in Eden, a connection she didn't see coming. What struck me most: the wild bees aren't a metaphor that gets explained. They simply exist as a narrative parallel to Flora's inner journey, and they work. Nina Mayen writes nature with precision, without tipping into the sentimental. The love story between Flora and Eden develops slowly and with real believability. From a craft perspective, some scenes in the middle could have been tightened, and a few plot turns arrive too predictably. But the overall tone is so consistent and emotionally resonant that these points don't carry much weight. A clear recommendation for anyone who wants to be carried by a book rather than driven through it.
Die Rückkehr an einen geliebten Ort bringt Selbstvertrauen
Nina Mayen nimmt ihre Leser mit in die Eifel. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt und man kann als Leser gut den Geschehnissen folgen. Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch. Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin erzählt und das Cover ist ansprechend gestaltet.
Die Hauptprotagonistin ist Flora. Sie ist autistisch und nur der engste Familienkreis weiß darüber bescheid. Sie kann nie wirklich sie selbst sein und fühlt sich in ihrer eigenen Haut nicht mehr richtig wohl. Nach einer Panikattacke in einem Kaufhaus trifft sie die Entscheidung, in der Haus der Verstorbenen Großmutter in der Eifel zu ziehen. Dort konnte sie immer ganz sie selbst sein und hat sich sehr wohl gefühlt. Auch jetzt merkt sie sofort wie ihr eine Last von der Schulter fällt und sie findet Ruhe. Sie schafft sich einen Wohlfühlort und knüpft Kontakte, sodass sie sich von Tag zu Tag mehr angekommen fühlt. Als sie im Dorfcafe auf Eden trifft, muss sie sich die Frage stellen, ob ihre Krankheit die Beziehung zwischen ihnen zerstören würde oder ob Eden damit umgehen könnte. Erst einmal will sie aber die gemeinsame Zeit genießen und behält die Krankheit für sich. Sie fängt an der Seite von Eden im Cafe zu arbeiten und könnte sich vorstellen ihr Leben dort neu aufzubauen. Als ihre Familie unangekündigt vor ihrer Tür steht, stößt sie Eden mit ihrem Verhalten vor den Kopf, denn sofort verfällt sie in alte Muster und verstellt sich. Kann sie einen Weg finden, Eden zurückzugewinnen? Wird sie sich den Wünschen ihrer Familie unterordnen und das Haus verkaufen oder kämpft sie für ihr Glück und ein selbstbestimmtes Leben, wo sie sich nicht verstellen muss? Wird Eden ihren Traum aufgeben und im Dorfcafe bleiben oder zieht es sie doch in die weite Welt?
Die Autorin spricht in diesem Buch einige schwierige Themen an, lässt es aber trotzdem leicht wirken. Die Natur beurteilt den Menschen nicht nach seinen Krankheiten und man kann einfach ganz man selbst sein. Es braucht Mut, zu sich selbst zu stehen und nicht immer findet man in der Familie den Rückhalt, den man braucht, um sich nicht zu verstellen.
Normalerweise ist das Genre bzw die Art von Buch, der man Im Sommer der Wildbienen zuordnen würde so gar nicht meins und hätte ich nicht eine Empfehlung aufgrund der Autismus Repräsentation in diesem Buch bekommen, hätte ich es vermutlich auch nie in die Hand genommen. Umso überraschter und froher bin ich, dass das Buch mir letztendlich so gut gefallen hat.
Und tatsächlich hat das hauptsächlich mit der hervorragend beschriebenen täglichen Realität einer "high-functioning" Autistin zu tun. Schon im zweiten Kapitel kamen mir fast die Tränen, weil ich mich so sehr gesehen gefühlt habe.
Nach außen hin wirken wir oft "normal", aber der konstante zusätzliche Analysebedarf, das Decodieren in sozialen Interaktionen, die Kontrolle der eigenen verbalen und nonverbalen Signale, das letztendliche Spielen einer Rolle und das ständige Sortieren, in welchem Kontext welche Rolle nun am angebrachtesten erscheint sowie der verzweifelte Versuch währenddessen all die zahllosen Reize zu verarbeiten oder zu ignorieren kostet unglaublich viel Energie. Und all das passiert im Verborgenen. Doch dieses Buch lüftet den Vorhang und zeigt, wie selbst klein erscheinende alltägliche Situation für uns wie die Besteigung des Mount Everest wirken.
Und das alles vor dem Hintergrund einer süßen Romanze, dem Einfinden in eine Dorfgemeinschaft und der Suche nach dem eigenen Lebenssinn.
Die Romanze selbst hat sich für mich ein bisschen zu plötzlich entwickelt und wirkte vor allem in Kontrast zu der Beschreibung der autistischen Realität nicht ganz ausgearbeitet. Dennoch hat sie letztendlich die allgemeine Geschichte schön ergänzt und das etwas vom Klischee abweichende Ende hat mir gut gefallen.
Vanessa Bolder liest das Hörbuch übrigens richtig toll und gehört jetzt zu den Sprecher:innen, von denen ich gerne noch mehr hören würde.
Im Großen und Ganzen also ein echt gutes Buch, in einem Genre was mich normalerweise gar nicht anspricht. Bin positiv überrascht!
Danke NetGalley und Hörbuch Hamburg Verlag für das kostenlose Hörexemplar!
Ein verträumtes Cover sowie der Titel versprechen ein locker leichtes Sommerbuch voller Romantik.
Nach dem Umzug in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter fühlt sich Flora zum ersten Mal seit langem wieder frei. Durch die Symptome, die durch ihrer Autismusdiagnose begründet sind, ist für sie ein Leben in der Großstadt sowie mit ihrem aktuellen Studiengang mit viel Druck, Panik und Stress verbunden. Nach dem Umzug lernt sie Eden kennen und langsam entspinnt sich die erste romantische Beziehung seit langem für Flora. Doch dann wird sie mit dem Leben konfrontiert, dass sie zurückgelassen hat und muss sich entscheiden: wie möchte sie mit allem weiter umgehen?
Wir folgen Flora in der Ich- Perspektive. Der Schreibstil ist teilweise, gerade bei den wörtlichen Reden etwas umgangssprachlich, aber insgesamt, sehr stimmig und angenehm zu lesen, es passt zur Geschichte und den Charakteren.
Die Liebesgeschichte ist locker eingebunden und nimmt weniger Raum ein als erwartet, sie lebt gut daneben und es gibt trotz Reibungspunkten kaum wirkliche dauerhafte Konflikte. Im Vordergrund steht der Umgang der Protagonistin mit ihren Symptomen und ihrer Diagnose. Diese spaltet ihr Leben in ein Davor und ein Danach, in dem sie ihr Leben Stück für Stück an ihre Bedürfnisse anpasst und nicht andersherum. Das Thema ist sensibel und verständlich dargestellt erklärt und leichte Momente wechseln sich mit tieferen nachdenklichen ab. Das Thema der Wildbienen hätte für mich gerne tiefer sein dürfen, so wirkte es nur als Aufhänger für die Protagonistin.
Ich hoffe sehr, dass es einen zweiten Band von der Autorin mit Weiterentwicklung der Charaktere gibt. aufgrund der für mich teilweise etwas oberflächlich behandelten Liebesgeschichte sowie der Wildbienenthematik 4 Sterne von meiner Seite.
Insgesamt ein angenehmer Roman mit unerwarteter Tiefe und viel Einfühlungsvermögen, den ich jedem empfehle, der diese Kombination aus locker und ernst in Romanen sehr schätzt und bereit ist, sich auch auf andere Lebensrealitäten einzulassen.
Flora ist Autistin. Ihre Versuche, mit der „normalen“ Durchschnittswelt klarzukommen, sprich, sich den Erwartungen ihrer Umwelt anzupassen, laufen manchmal besser, manchmal schlechter. Schlecht läuft z.B. Floras Einkauf in einem Kölner Kaufhaus. Die Panikattacke, die Flora dort niederkämpfen muss, führt sie zunächst in ein Ausstellungs-Gewächshaus und letztlich dann in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter, letzteres in einem verschlafenen Eifeldorf. Mit der Hilfe ihrer Familie wird das seit Jahren ungenutzte ältere Haus hergerichtet und Flora zieht ein. Sie könnte sich jetzt in sich zurückziehen, in Trübsal oder Gegrübel verfallen, aber ein vorübergehend verirrter Honigbienenschwarm bringt Flora, schneller als sie eigentlich möchte, in Kontakt mit der Dorfbevölkerung. Nina Mayen entwickelt diese Grundsituation mit angenehmer Leichtigkeit. Keine überzogene Dramatik und gerade genug Spannung, um die Lesenden bei der Stange zu halten. Die auftretenden Personen sind schön skizziert, sie sind wie ein zartes Aquarell, wenige Striche zeigen das Wesentliche, lassen aber gleichzeitig Raum für eigene Interpretationen. Es ist ausgesprochen erfrischend, wie es der Autorin gelingt, die wichtigen Punkte anzudeuten, ohne in eine dunkle und bedeutungsschwangere Tiefgründigkeit abzudriften. An manchen Stellen erinnerten mich die „Wildbienen“ an den wunderbaren Roman „Offene See“ von Benjamin Myers: leicht, da und dort mit einem Augenzwinkern, und voller Hoffnung. Der „Sommer der Wildbienen“ entführt uns in einen Garten voller Farben, Gerüche und Geräusche. Über einige Schwierigkeiten und Wechselfälle hinweg präsentiert uns Nina Mayen – nein - kein perfektes Happy End, aber einen Schluss, der uns zuzwinkert und flüstert: Alles kann gut werden.
Nach einer Panikattacke trifft Flora eine mutige Entscheidung und lässt ihr bisheriges Leben in der Stadt hinter sich, um in das alte Haus ihrer Großmutter in der Eifel zu ziehen. Zwischen einem verwilderten Garten, Wildbienen und der Ruhe der Natur beginnt sie so langsam, ihren eigenen Weg zu finden. Neue Begegnungen, alte Erinnerungen und die wachsende Nähe zu Eden helfen ihr dabei, sich selbst besser kennenzulernen und ihren Platz im Leben zu finden.
Dieser Roman ist weit mehr als ein leichter Sommerroman, denn er erzählt ruhig, einfühlsam und mit viel Herz von Selbstfindung, Autismus und dem Wunsch, endlich so leben zu dürfen, wie es sich richtig anfühlt. Gut gelungen ist hierbei, wie nachvollziehbar Floras Wahrnehmung und ihre Herausforderungen dargestellt werden. Dadurch entsteht eine große Nähe zu ihrer Figur, und jeder kleine Fortschritt fühlt sich bedeutend an. Und auch das Setting trägt viel zur besonderen Atmosphäre bei, wobei die Natur, das alte Haus, die Wildbienen und das Dorfleben sehr schön ein Gefühl von Geborgenheit und Entschleunigung vermitteln. Die Liebesgeschichte entwickelt sich angenehm zurückhaltend und glaubwürdig, ohne die eigentlichen Themen zu überlagern. Die Geschichte nimmt sich viel Zeit, was insgesamt gut zur Ruhe und zum Ton des Romans passt und seine besondere Stimmung unterstreicht.
Ein warmherziger, berührender Roman über Selbstakzeptanz, Neuanfänge und die Kraft der Natur, der mit authentischen Figuren, emotionaler Tiefe und einer besonderen Wohlfühlatmosphäre überzeugt und noch lange nach dem letzten Kapitel nachklingt.
Im Sommer der Wildbienen ist der Debütroman von Nina Mayen und für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich konnte mich mit der Protagonistin Flora so gut identifizieren. Wie sie die Welt wahrnimmt, welche Sorgen und Ängste sie hat - ich habe mich einfach gesehen gefühlt. Denn Flora ist Autistin und zieht spontan von der Großstadt in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter aufs Land. Dort entwickelt sie eine Faszination für Wildbienen, die sich zunächst in ihren Garten verirrt hatten. Und fängt an, sich langsam wohlzufühlen und runterzukommen. Flora ist nicht nur eine sympathische Protagonistin, sondern konnte mich auch inspirieren, wie sie beispielsweise mit sich und ihren Bedürfnissen umgeht.. Dabei ist sie nicht perfekt, lernt aber, sich immer offener mitzuteilen und mutig zu sein. Besonders im Umgang mit Eden ist diese Entwicklung deutlich mitzuerleben. Die beiden haben zwar immer mal wieder (Kommunikations-) Probleme, ich finde ihren Umgang miteinander aber richtig schön und wertschätzend.
Auch das Ende des Buches gibt eine positive Botschaft mit, die ich gerade gut gebrauchen konnte und die Geschichte einerseits abrundet, aber auch zum Weiterdenken anregt. Die Wildbienen-Thematik fand ich richtig toll und wichtig, zum Ende hätte ich mir gerne noch mehr Information und Einwebung in die Geschichte gewünscht. Für mich ist Im Sommer der Wildbienen ein Highlight und absolutes Wohlfühlbuch geworden, das ich wirklich jedem weiterempfehlen möchte.
Authentische Repräsentation von Neurodivergenz in einem ländlichen Sommer Setting
Worum geht es? Flora, die Protagonistin, fühlt sich in der Großstadt einfach nicht wohl. Sie beschließt, den Cut zu machen und in das Haus ihrer verstorbenen Oma in ein kleines Dorf in der Eifel zu ziehen. Mit Unterstützung ihrer Familie lebt sie allein dort, mit neuer Nachbarin und plötzlich auch Bienen im Garten. Im lokalen Café findet sie außerdem eine besondere Verbindung zu Eden und mit der Zeit knüpft sie neue Freundschaften ♥️
Ich habe auf Instagram gesehen, dass die Autorin selbst Neurodivergent (Autismus/ADHS) ist. Das erklärt, warum sich die Beschreibungen von Floras Alltag so echt anfühlen. Man ist quasi wie in Floras Kopf und hört ihre Gedanken laut mit. In manchen Situationen hat sie echt zu kämpfen. Diese Perspektive fand ich total interessant, weil man miterlebt, wie sich das für jemanden mit Autismus in bestimmten Momenten anfühlt. Ich persönlich kenne im Bekanntenkreis nämlich niemanden, der Neurodivergent ist, solche Einblicke hatte ich daher noch nicht.
Um es vorab zu sagen: Als klassisches „Wohlfühlbuch“ oder „Sommerbuch“ würde ich es nicht einordnen. Die Handlung an sich kam mir eher nebensächlich vor, weil der Fokus so stark auf Floras Autismus liegt. Die Nebencharaktere werden auch eher nur angeschnitten und nicht wahnsinnig tief ausgearbeitet. Für mich war das aber okay, weil das Buch trotzdem interessant zu lesen war, nur eben nicht unbedingt spannend. In der Story gibt es aber etwas Romance 🙃♥️, ein kleiner „Plot-Twist“, schöne Interaktionen und Sommer-Atmosphäre, die das wettmachen :)
Mein Fazit: Alles in allem ein sehr gelungener Debütroman! Wer eine Geschichte lesen möchte mit einer ehrlichen Perspektive auf eine neurodivergente Lebenswelt in einem ländlichen Sommer-Setting, welches sich einfach zu lesen lässt, ist hier genau richtig 🫱🏼🫲🏻
Ein eindringlicher, außergewöhnlicher und einfach wunderbarer Debütroman! Ich bin mehr als angenehm überrascht. Zum Ende hin habe ich Tränen vergossen.
Es ist außerdem der erste Roman, den ich lese, der mit Autismus zu tun hat und kein Sachbuch ist. Der Einblick in die Psyche der Menschen mit dieser Erkrankung ist deshalb etwas ganz Besonderes für mich, denn so kann ich manche Menschen, die ich kenne viel besser verstehen und deren Reaktionen eindeutiger einschätzen.
Ich danke der Autorin, dem Verlag und NetGalley für die Chance des Lesens dieses wunderbaren Romans.
Mit viel Einfühlungsvermögen hat es die Autorin geschafft, in diesem Debütroman mehrere Themen aufzugreifen und uns bewusst zu machen, wie vielfältig das Leben auf unserem Planeten ist und wie einzigartig jeder einzelne Mensch. Ein leises, aber dadurch nicht minder spannendes Buch. Ich kann es jedem nur empfehlen!
Zunächst einmal vielen Dank an NetGalley und Ullstein Buchverlage!
Im Sommer der Wildbienen hat eine so ruhige, natürliche Stimmung verbreitet, dass ich mich jetzt am liebsten selbst um ein Häuschen auf dem Land kümmern würde. Mit diesem frischen, blumigen Schreibstil hat Nina Mayen einen ganz magischen Roman geschaffen!! Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin Flora hineinversetzen und mitfühlen, wenn es um das Thema Zukunft und Overthinking geht. Zudem war die Erzählung aus einer neurodivergenten Sicht eine schöne und wichtige Darbietung und kann vielen die Augen öffnen. Ich hätte mir noch mehr Erzählungen der Dorfbewohner*innen zu Floras Oma gewünscht, da mich ihr Leben und die Vergleiche zu Flora doch sehr interessiert haben.
Insgesamt hat mich das Buch richtig in seinen Bann gezogen und ging viel zu schnell vorbei, sodass ich am liebsten mit einem Eistee in der Hand direkt eine Fortsetzung gelesen hätte.
Flora ist eine junge Studentin aus Köln und lebt mit ihren Eltern und ihren beiden Geschwistern in einer Maisonette-Wohnung. Flora ist Autistin und sie hat selbst erst recht spät von ihrer Diagnose erfahren. Sie tut sich schwer mit den vielen sozialen Kontakten und dem Großstadtleben. Ihr Wohlfühlort ist der Garten ihrer verstorbenen Oma, den sie zum letzten Mal mit 5 Jahren besucht hat. Das Haus steht seit einigen Jahren leer und sie beschließt, dort einen Neuanfang zu wagen. Wird es ihr gelingen, ganz alleine zu leben?
Im Sommer der Wildbienen ist ein zauberhafter Roman über die Findungsphase einer jungen Frau, die Autistin ist. Mir haben auch die Illustrationen im Buch sehr gut gefallen. Insgesamt eine schöne Geschichte mit tiefergehendem Thema.