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Anti Müller

Es ist aus mit Kar Kauz. Mit 36 Jahren steht die Protagonistin vor den Trümmern ihrer Beziehung zu dem gefeierten Autor, der ihren Kinderwunsch jahrelang ignorierte. Auf Tinder versucht sie, sich Ablenkung zu verschaffen. Doch mit dem hedonistischen Schauspieler Andi schlittert sie direkt in die nächste Katastrophe. Der hat nicht nur schon Zwillinge, sondern auch eine Ex, die eines Morgens überraschend im Schlafzimmer steht.

Die Sehnsucht nach einem Kind steigert sich in eine alles verzehrende Obsession. Als die Beziehung zu Andi scheitert, ihr Roman nicht so einschlägt wie erhofft, und auch weitere Dates nicht zielführend sind, fasst sie einen drastischen Jetzt erfüllt sie sich ihren größten Wunsch einfach selbst. Auch, wenn das bedeutet, zur Täterin zu werden. 

Anti Müller ist ein Gesellschaftsroman über schöne Künste mit schaurigem Beigeschmack, identitätspolitische Grabenkämpfe und über den moralischen Bankrott pseudosanfter Gegenwartsmänner, unter deren Fingernägeln noch immer der Schmutz des Patriarchats klebt.


241 pages, Kindle Edition

First published February 26, 2026

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About the author

Yade Yasemin Önder

6 books10 followers

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Community Reviews

5 stars
128 (17%)
4 stars
268 (36%)
3 stars
265 (35%)
2 stars
68 (9%)
1 star
12 (1%)
Displaying 1 - 30 of 103 reviews
Profile Image for Hanna.
682 reviews96 followers
May 7, 2026
2,5*

Ein bisschen ging es mir mit diesem Roman so wie der Erzählerin mit ihren Männern: heftig ins Potential verliebt um dann umso heftiger enttäuscht zu werden. Schon Cover und Titelwahl fand ich außerordentlich gelungen. Das erste Drittel des Buches hat mich in wahre Begeisterungsstürme versetzt, so lustig, gewitzt und sprachlich auf höchstem Niveau begann dieser Roman.
Leider hat sich die Erzählerin als eine so problematische Figur herausgestellt, dass ich am Ende nahezu Mitleid mit all den toxischen Typen in dieser Geschichte hatte. Kein gutes Zeichen für ein Buch, das feministisch sein will.
So gut es auch geschrieben ist (ich konnte es kaum aus der Hand legen), ich hatte ein riesiges Problem mit der Unreife der Erzählerin, deren Gedanken mich eher an eine Teenagerin denn eine Mitt/Enddreißigerin erinnert hat. Ihr manipulatives Verhalten war schwer erträglich. Und alles, alles, alles in diesem Buch dreht sich um Männer und deren Schuld dass die Erzählerin noch nicht Mutter ist - ihr sehnlichster Wunsch - alles andere, ihre künstlerischen Erfolge, ihre Freund:innenschaften (sofern sie welche pflegt, denn im Buch kommen sie nicht vor) treten in den Hintergrund. Frauen sind in Anti Müller, wenn sie überhaupt auftauchen, Konkurrenz und Gefahr. Sie werden beneidet ob ihrer Schönheit und für ihr Verhalten kritisch unter die Lupe genommen. Selbst auf die Schwester des Love Interests ist die Erzählerin eifersüchtig. Den Bechdel Test besteht das Buch jedenfalls nicht.
Irgendwie gerettet wurde das ganze durch die paar Kapitel in der wir vom familiären Hintergrund der Erzählerin erfahren, von ihrer dysfunktionalen Herkunftsfamilile, in der sie nie Sicherheit erfahren hat - der mutmaßliche Grund warum sie sich nun nach der Fantasie ihrer eigenen Safe Haven Kernfamilie verzehrt. Das hat in mir zumindest so etwas wie Mitgefühl für die Hauptprotagonistin erzeugt. Aber wenn man mich fragt wem ich dieses Buch empfehlen soll, so bin ich überfragt.
Profile Image for Linus Giese.
Author 11 books158 followers
March 8, 2026
"Ich sage ihm, dass ich ein ruhiger Hafen sein könnte, für ihn und die Kinder. er sagt "ich weiß'. Ich sage "ich will eine Familie gründen". Er sagt "ich weiß". Ich sage "bald". Er sagt, dass ihm das klar wäre, wir ja aber gerade über etwas anderes gesprochen hätten. Ich sage "ich weiß"."

Was für ein Buch! 🔥 Es muss - glaube ich - noch ein bisschen nachwirken, aber mich hat die Protagonistin mit all ihrer Verzweiflung und all ihren (unerfüllten) Wünschen richtig krass bewegt. Es geht um Dating in Berlin, gescheiterte Beziehungen und um linke feministische Männer, die sich davor drücken, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen. Der Titel des Romans ist eine Anspielung auf das Anti Müller Hormon, das Aufschluss darüber geben kann, wie viele Eizellen ein gebärfähiger Körper noch produzieren kann - für die Protagonistin ist der AMH-Wert wichtig, denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind.

Wenn sie nicht gerade versucht schwanger zu werden, schreibt sie an ihrem Debütroman: Es geht in "Anti Müller" also auch viel um das Schreiben, das Veröffentlichen, den Kulturbetrieb. Und all die damit verbundenen Gefühle: Druck, Erwartungen, Neid.

Ich habe den Roman von Yade Yasemin Önder unglaublich gerne gelesen, auch wenn mir beim Lesen manchmal ganz schwer geworden ist. Vielleicht hätte ich mir am Ende ein kleines bisschen mehr Hoffnung gewünscht. Stattdessen versuche ich mir jetzt vorzustellen, wie das Leben der Protagonistin nach dem Zuklappen der letzten Seite, wohl weitergehen mag. Sie wird mich auf jeden Fall noch eine ganze Weile begleiten.
Profile Image for Sandra.
214 reviews63 followers
March 9, 2026
Das Buch beginnt mit einem Tinder-Date, aus dem zunächst nicht viel weiteres folgt, dann aber doch. Die neue Liebschaft hilft der Protagonistin, den Verflossenen hinter sich zu lassen (bzw. für Tod zu erklären) und stellt eine neue Chance für den bisher unerfüllten Kinderwunsch dar. 

Die Protagonistin in dem Buch ist wirklich unbequem. Für die Männer in dem Buch, aber auch für uns Lesende. Sie verhält sich, wie sich Frauen nicht verhalten sollten, laut stillen gesellschaftlichen Vorgaben unserer Zeit. Sie ist needy, fordernd , ungeduldig und erwartet vom Mann Verbindlichkeit (wie kann sie nur, nicht wahr?). 

Die Autorin legt den Finger in die Wunde der Frau deren Körper zur tickenden Uhr werden kann. Sie zeigt, wie sehr im Nachteil sich Frauen in der Frage "Kind: Ja oder Nein und wann" befinden. Die Ich-Erzählerin ist dabei alles andere als eine Sympathieträgerin, sie ist eine Frau, die in ihrer Verzweiflung fast wahnsinnig wird und daran ist nichts schön oder entspricht dem Idealbild einer Frau. Das macht den Text mutig und trägt maßgeblich zum gelingen bei.

Sprachlich ist der Roman interessant gestaltet, durch teilweise sehr kurze Sätze, aneinander gereiht, manchmal fast wie Aufzählungen. Das erzeugt einen Ton, der sehr gut zum Plot des Romans und zur Persönlichkeit der Hauptfigur passt.

Insgesamt wirklich lesenswert, wenn man sich auf das Ganze einlassen kann.
Profile Image for altbauleserinberlin.
93 reviews4 followers
February 26, 2026
Der Anfang war eine solide 5/5 Sternen. Ich war sehr angetan von der „Sezierung patriarchaler Machtstrukturen“ von angeblich linken Feministen. Mit der Atmosphäre, der Sprache und den doch unterschiedlichen Erzählperspektiven hat es mich ziemlich überzeugt. Gewappnet mit meinem liebsten schwarzen Kuli zum markieren, war ich bereit den Roman zu zerlegen und bis ins letzte Detail zu verstehen. Ich dachte, ich hätte meine neue feministische Pflichtlektüre für meine Freund*innen gefunden.
Ja, falsch gedacht.
Was der Klappentext vergessen hat zu erwähnen, ist der nicht zu übersehende, zu zwei Dritteln ausmachende und irgendwann überhandnehmende Teil, in dem es um den starken Kinderwunsch der Protagonistin geht. Hat mich leider überhaupt nicht angesprochen und wurde mir auch irgendwann zu viel. Vielleicht weil es für mich kein Thema ist oder ich lieber von weiblich sozialisiersten, gebärfähigen Menschen lesen möchte, die eben entgegen der gesellschaftlichen Erwartung explizit keine Kinder wollen. Für „weird girl fiction“, bei denen es ab einem bestimmten Zeitpunkt richtig absurd und eklig wird, hat es mir leider nicht ganz gereicht.

Fazit: Inhalt anfangs stark, dann zunehmend schwächer werdend. Sprache durchgehend überzeugend.
Ich hätte mir gewünscht, dass so ein einnehmendes Thema auch auf dem Klappentext oder an anderer Stelle angemerkt würde.
Profile Image for Sofi.
153 reviews4 followers
April 17, 2026
"It may well be easier to die if you have already given birth to others or yourself, at least once before." - Ursula K. Le Guin in "The Space Crone"


"We recognize the body as the source of our suffering. We dream of a death that will mean freedom from it because here on earth, in our bodies, we are [...] bound by the very fact of a particularizes body to a role which [...] forbids us any real self-becoming or self-realization." - Andrea Dworkin in "Woman Hating"


Ich habe viele Gedanken zu diesem Buch und versuche sie hier, so gut es geht, zu strukturieren.

Sprache
Von Anfang an war ich überrascht und begeistert von der Sprache dieses Buches. Die Protagonistin gleitet in ihren Gedankenströmen zwischen Umgangssprache und dramatisch-intellektuellem Ausdruck hin und her. Das sagt sowohl sehr viel über sie als auch über die beschriebene Herkunft der Protagonistin aus, die sich trotz ihres Erfolges immer wieder fehl am Platz fühlt in den sehr weißen, pseudo-intellektuellen Theaterräumen Berlins. Die Autorin spielt mit vielen Stilmitteln, was wirklich großen Spaß beim Lesen macht und genau in den richtigen Momenten das Pacing beim Lesen an die erzählte Situation anpasst, z.B. als die Protagonistin in einen obsessiven Wahn verfällt und man fast schon mit ihr spiraled. Zwischendrin ist die Sprache poetisch und wechselt im Anspruch von Erzähltem (oft einfache Umgangssprache in der wörtlichen Rede und in sozialen Situationen) zu Gedachtem (ausufernde Analysen und Gedankenkonstrukte, eingewoben in soziokulturelle Kritik).Die perfekte Mischung aus Anspruch und guter Lesbarkeit.

Struktur
Das Buch ist in eine klassische 3-Akt-Struktur geteilt, was sehr zum Theaterbezug der Protagonistin aber auch der Autorin passt. Auch wenn mir die Einteilung am Anfang nicht bewusst war, macht sie doch jetzt am Ende sehr viel Sinn. Vor allem der letzte Teil der Katastrophe (Lösung? Eskalation?) zeigt das noch mal sehr gut. Die Kapitel sind angenehm kurz und lassen einen durch die Seiten fliegen.

Die Protagonistin
Die Protagonistin ist eine Frau Mitte-Ende 30 und sie steht unter Stress. Stress, durch eine Pi-mal-Daumen Hochrechnungen eines x-beliebigen Doktors, der ihr die verfrühte Unfruchtbarkeit mit 37 prophezeit hat. Stress, durch ein tief in der Kindheit verwurzeltes Verlangen nach einer eigenen Familie. Stress, durch die vermeintliche Unvereinbarkeit der beiden Situationen. Stress, in ihrem Job die Anerkennung und den (monetären) Erfolg zu bekommen, der ihr zusteht. Stress mit Männern.
Und dieser Stress dominiert ihr Leben, ihren Alltag. Alles was sie tut, dient dazu, einen dieser Stressoren zu befriedigen. Und die Menschen um sie herum machen ihr das nicht wirklich leicht. Der Verflossene, der Aktuelle und der Zukünftige (?) sind alles unzuverlässige, performative Fake-Feministen, die so lange für Frauenrechte einstehen, bis der Aktivismus über das eigene Nägel-Lackieren herausgeht. Die Protagonistin kommuniziert ihren Kinderwunsch, ihre Sorgen und ihren Zeitdruck transparent und wird trotzdem von ihren Beziehungspartnern, die wohl nur offen Reden können, wenn es um ihr eigenes Dasein als tragischer Künstler geht, hingehalten, vertröstet und betrogen.



Feministische Linse
Hier musste ich direkt an die oben genannte Quote von Le Guin denken.
Die Protagonistin ist so verbissen fokussiert darauf, schwanger zu werden, weil sie sich unbedingt eine eigene Familie wünscht. Hier wird die heteronormative "nuclear" family als non-plus-ultra, die einzigen Art sich selbst zu verwirklichen, als einziges, wahres Ziel einer Frau stilisiert. Aber ist das wirklich ihr echter, durch intrinsische Beweggründe ausgelöster Wunsch? Oder schreit alles um sie herum sie an, dass das ihr Ziel sein MUSS? Und ist sie schon so sehr in ihrer Obsession gefangen, dass sie gar nicht mehr von außen auf ihre Situation schauen kann und andere Familienformen, andere Liebe und andere (Selbst-)Geburten für sich finden kann? Eine Lösung von ihrem verbissenen Vorhaben könnte ihr beispielsweise zeigen, dass sie in ihrer Kunst, ihrer Arbeit, ihren Freundinnen und vor allem in sich selbst schon so viel Liebe und Zufriedenheit und Akzeptanz finden kann und sie dafür auf jeden Fall keinen MANN braucht, geschweige denn ein Kind.
Die Schwangerschaft und das damit als Ziel gesetzte Kind werden zum Selbstzweck der Protagonistin, die eigentlich auf der Suche nach sich selbst ist. Dieses komplexe Thema wird von der Autorin sowohl künstlerisch wie auch inhaltlich wirklich hervorragend und differenziert ausgearbeitet.

Ich stimme Daniela Dröscher (wie so oft) komplett zu: Dieses Buch wird ein feministischer Klassiker.

"Kein Mann dieser Welt kann mir heute noch schreiben. Von den Männern dieser Welt habe ich genug! Die Frauen dieser Welt müssen den Männern endlich den Zugang verwehren! Erst dann können sich die Männer dieser Welt endlich selbst ficken, ins Knie und überhaupt!" - Yade Yasemin Önder
Profile Image for Sarah.
4 reviews2 followers
April 1, 2026
Ich mochte das bedeutungsvolle Wortspiel im Titel und das Cover mit dem Gespenst, das durch das gesamte Buch und wahrscheinlich auch durchs Leben spukt. Die Verzweiflung von Frauen mit ungewollter Kinderlosigkeit findet zu wenig Beachtung in der Literatur und es war spannend darüber zu lesen. Gleichzeitig nervt mich die Darstellung der verzweifelten Single-Frau mit Mitte 30, die sich ohne jeglichen Respekt vor dem eigenen Wert jedem Typen an den Hals wirft, mittlerweile so sehr. Dass ich damit einfach durch bin, ist natürlich kein Mangel der Geschichte. Sprachlich abwechslungsreich, klug, aber manchmal auch verwirrend und überladen, war es nicht immer nach meinem Geschmack. Es hinterlässt mich mit einem Gefühl von Traurigkeit, Unbehagen und Frustration, wenn das gewollt war, hat die Autorin ihr Ziel erreicht.
Profile Image for Bêrî.
52 reviews
July 11, 2026
anfangs fand ich das buch tatsächlich ziemlich gut. der klappentext hat mich angesprochen und ich mochte, dass es erst einmal nach einem feministischen und irgendwie catchy roman klang.
ich dachte aber irgendwie, das buch würde in eine ganz andere richtung gehen. je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich allerdings das gefühl, dass sich alles nur noch um den unerfüllten kinderwunsch dreht. natürlich ist das ein gesellschaftlich relevantes thema(!), aaaber die umsetzung hat mich leider überhaupt nicht abgeholt.
was mich besonders gestört hat, war die protagonistin. ich weiß, dass sie genau so angelegt ist und zeigen soll, wie verletzlich, verzweifelt und abhängig ein mensch werden kann. trotzdem war es für mich einfach sehr frustrierend zu lesen. sie zeigt in ihren beziehungen zu männern vieles von dem, was viele frauen auf gar keinen fall wollen: sich selbst kleinzumachen, emotional abhängig zu werden und sich in einer sehnsucht nach etwas zu verlieren. dadurch waren viele momente für mich eher unangenehm als berührend. (stellenweise war ich auch wütend lol)
ich habe außerdem oft darüber nachgedacht, wie dieses buch auf frauen wirken könnte, die selbst mit einem unerfüllten kinderwunsch (wegen krankheit oder „biologischer uhr“) zu kämpfen haben. ich kann mir vorstellen, dass sich manche darin wiederfinden und sich gesehen fühlen. gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass das thema noch mehr facetten bekommt und nicht so stark auf diese eine perspektive reduziert bleibt.
trotz meiner kritik finde ich es irgendwie trotzdem gut, dass es dieses buch gibt. es zeigt eben eine protagonistin, die nicht perfekt, stark oder souverän ist, sondern sich in ihrer sehnsucht verliert. genau dadurch kann es wichtige gespräche anstoßen und eine sichtweise zeigen, die vielleicht unbequem ist.

für mich persönlich war es am ende leider kein buch, das ich weiterempfehlen würde.
Profile Image for yasmine.
17 reviews
August 23, 2026
nicht weird genug für weird girl fiction, also einfach ein roman mit einer unnormal unsympathischen hauptprotagonistin.
ich habe echt versucht das buch gut zu finden und in den flow zu kommen, aber weder der stil, noch die story hat mir letzendlich zugesagt. für meinen geschmack war es einfach „zu berlinerisch“ 🥲.
das thema kinderwunsch finde ich interessant und auch das thema dating nach 30 finde ich gut, aber verpackt mit den geschichten der hauptfigur war das einfach ein traumatische read.
Profile Image for Avini.
9 reviews2 followers
April 6, 2026
um es mit den worten der autorin zu sagen: „wir haben es mit einer autorin zu tun, die derart langsam und verwinkelt schreibt, die sich nicht traut, gerade sätze zu verfassen, weil das darin erwartbare spiegel-bestseller-publikum wie ein lebendiger blumenstrauß aufginge, weil darin die intentionen zu deutlich wucherten.“

bin immer noch im ersten drittel, ich kämpfe mich durch die seiten, unüblich für mich. beim schreibstil bin ich mir noch unsicher, wie ich ihn finden soll. die metaphern purzeln übereinander, in fast jedem satz folgt eine. ich bin da irgendwo zwischen beeindruckt von sprachlicher akrobatik und andererseits - weil das lesen ununterbrochen höchste konzentration von mir fordert - nervt mich dieser pseudo-intellektualismus irgendwie. ich will das buch noch nicht aufgeben, ich breche nie irgendwas ab, aber soll ich mich durchquälen, weil das thema doch spannend ist, die rezensionen so gut, ich mir selbst was beweisen will, ich die autorin näher kennenlernen möchte?

nachtrag: ich möchte mich bei der autorin entschuldigen; ich mag sie zu sehr, um sie mit einer missbilligenden kritik abzustrafen. für die schonungslose hummus und nazigroßeltern szene bin ich ihr besonders dankbar. bitte mehr davon in deutsche buchhandlungen.
Profile Image for lese Lämmlein.
51 reviews
June 26, 2026
War ein Rollercoaster. Finde den dynamischen Erzählstil - als die Männer nicht mehr Zentrum des Erzählten waren und das Buch Fahrt aufgenommen hat - herrlich!
Mich hat das abgearbeite an den Männern genervt - Toter Take. Männer sind Müll, wir haben es verstanden. jedoch ist meine Empathie für die Protagonistin immer mehr gewachsen je länger ich Teil ihrer Realität haben musste. Das ist - in Anbetracht dass ich null Bock auf eigene Kinder (geschweige denn gebären) habe - irgendwie beeindruckend.
In dem Buch geht es für mich um Einsamkeit, den Tod von Community und das verzweifelte Füllen einer Leere, die fehlende echte Freund:innenschaften hinterlassen und mit Verlaub - Männer (und Kinder) niemals nachhaltig füllen können. Die Protagonistin ist Sau hateable aber ich hab versucht den Drang sie zu verachten nicht nachzugehen, weil ich sie damit noch einsamer machen würde.

Checke zwar nicht wieso eins mit Lappen pennt, wenn eins eh schon weiß dass es Lappen sind, aber eins muss nicht alles checken, um die Person in ihrem Schmerz zu verstehen. Wurde einmal mehr damit konfrontiert, dass ein feministisches Buch (mir war vor dem lesen der Rezensionen nicht bewusst, dass das Buch explizit diesen Anspruch haben soll) nicht eine vorzeige Feministin zeigt wie sie vorzeige feministische Sachen macht. Niemanden zu haben in einem System in dem eins mit dem alter offiziell an wert verliert ist eines der gefährlichsten und schmerzhaftesten Dinge die passieren können, deswegen passe ich gut auf meine heiligen Orte von Community auf 🫂

Eins muss sich echt auf das Buch einlassen.
Den Titel hat mir mein Exfreund zufällig erklärt als er mir erzählt hat dass seine Freundin gegebenenfalls ihre Eizellen bofrosten lassen möchte, da es ihr an besagtem Anti Müller Hormon mangelt.
Alles Gute den beiden lol

Cover ist arsch süß mit dem kleinen Geist, da kann man echt nichts sagen!
Profile Image for Charlie.
835 reviews28 followers
September 17, 2026
2 STERNE

(Achtung vor semi-Spoilern, habe grade nicht die Muße, die zu markieren.)
Puh, wo soll ich nur anfangen... Vielleicht erstmal mit dem Positiven, das mich überzeugt hat das Buch zu lesen (neben der Longlist): das Cover und der Titel hatten mich sofort in ihren Bann gezogen - wer wäre nicht neugierig bei einem verstört dreinschauenden Gespenst, das blutet? Leider war's das auch schon fast mit den Positiven Aspekten... Ja, manchmal haben mir Stellen und Sätze gut gefallen, besonders gefallen hat mir irgendwie das wiederkehrende Bild von der hölzernen Theaterbühne, die auch die Welt ist, aber irgendwann modert und fault.

Insgesamt bin ich enttäuscht. Ich hatte am Anfang echt noch Hoffnung, auch wenn die Protagonistin ab der ersten Seite etwas weird und vielleicht etwas zu quirky ist. Der Ton ihrer Erzählstimme hat mich überhaupt nicht abgeholt, eher im Gegenteil. Da waren komische Vergleiche, die bildlich sein wollten, aber gar keinen Sinn gemacht haben (ich gucke dich an, Andi, der wie eine Tablette aus dem Blister in die Wohnung ploppt - bitte, make it make sense), die immer weiter und weiter und weiter laufenden Sätze, die, du dachtest manchmal, vielleicht auch mal enden könnten, aber taten sie dann doch nicht, und es war erst gefühlt drei Seiten später Schluss. Und dann die fast schon DUTZEND Seiten (es waren wirklich mindestens 10 ganze, vollgeschriebene Seiten), in denen jeder. einzige. Satz. syntaktisch absolut gleich war und die mich spätestens ab der zweiten Seite maximal in den Wahnsinn getrieben haben. Irgendwann musste ich skippen. Dabei ist sowas eigentlich immer das, was ich am interessantesten finde...

Und dann haben wir natürlich noch unsere Hauptfigur, die ich mit jeder weiteren Seite immer und immer weniger mochte und am Ende dann gänzlich gehasst habe. Erstens verstehe ich immer noch nicht WARUM sie so von ihrem Kinderwunsch besessen war - warum wollte sie unbedingt Kinder? Das wurde nicht einmal wirklich thematisiert. Ja, sie wollte ihre Kernfamilie, sich irgendwie einen externen Sinn im Leben schaffen, aber warum?? Warum fällt ihr das siedendheiß erst mit 36 ein, selbst nach früherer Diagnose? Insgesamt war sie einfach eine super toxische Person. Die Männer, die sie datet sind auch alle scheiße, keine Frage, aber was sie besonders am Ende abzieht - sie gehört eingewiesen, damit ihr geholfen werden kann. Ich fand auch ihre Aussagen zu ihrer vergangenen Beziehung sooo nervig, sie war absolut egoistisch und selbstzentriert - ja, wir hören über Kar zum Beispiel nur schlechtes von ihr aber gleichzeitig hockt sie da und labert von "ihrer" Wohnung, die er ihr geklaut hat und "ihrer" Geschichte mit dem Lachs - sie hat den Lachs vom Balkon geworfen also ist es ihre Geschichte. Wo sind wir hier? Im Kindergarten? Und das bringt mich zum Alter der Protagonistin: sie ist 36, wie sie so oft betont, aber liest sich eher wie Anfang/Mitte 20 - unreif, needy, egoistisch.

(Hier kommen full on spoiler, also skippt den Absatz wenn ihrs noch lesen wollt.) Das Ende hat mich auch einfach nur noch (1) genervt und (2) noch wütender gemacht. Ich verstehe, das ein konkretes Ende wahrscheinlich nicht so passen würde zur Geschichte, aber es damit enden zu lassen dass sie sich erst ihr zehn Jahre jüngeres Boytoy zu sich bestellt, dann eigentlich sexuell nötigt, absolut pathetic ist als er sie abwehrt und geht und dann zu guter Letzt maybe vom Balkon springt?!? Oder auch maybe vom Hermes Boten gerettet wird?!? Nee.

Insgesamt hatte ich auf ein interessantes, feministisches Buch gefreut, dass Beziehungen beleuchtet und mit der Geister-Symbolik aufzieht, aber ich war auf ganzer Linie enttäuscht. Hauptfigur war nervig und wurde immer mehr unlikable und der Erzählstil war anstrengend und hat sich manchmal zh sehr Mühe gegeben quirky oder weird zu sein. Es gab ein paar coole Momente und Zitate zwischendrin, aber da musste man schon echt filtern. Für mich wars leider nichts, aber vielleicht habt ihr eine bessere Zeit damit.
Profile Image for Xenia.
27 reviews4 followers
September 22, 2026
In „Anti Müller“ begleiten wir eine namenlose Frau Mitte dreißig, deren Kinderwunsch nach einer gescheiterten Beziehung immer dringlicher wird. Auf der Suche nach einem möglichen Vater für ihr Kind landet sie schließlich bei Andi Müller, einem Schauspieler, der nach außen selbstbewusst und feministisch auftritt. Gleichzeitig kämpft sie mit ihrer Karriere als Autorin und den Erwartungen, die an sie gestellt werden. Zwischen Dating, Kinderwunsch und Kulturbetrieb entwickelt sich eine Geschichte über weibliche Wut, Einsamkeit und die Frage, wie viel Selbstbestimmung Frauen tatsächlich bleibt.

Das Thema der ungewollten Kinderlosigkeit fand ich sehr spannend und auch die damit verbundene Female Rage hat für mich gut funktioniert. Besonders gefallen haben mir der ungewöhnliche Titel und das Cover, die beide sehr passend zur Geschichte gewählt sind. Erst durch das Buch habe ich vom Anti-Müller-Hormon gehört und die Verbindung zum Namen der Nebenfigur Andi Müller fand ich als Wortspiel ziemlich gelungen.

Sprachlich ist der Roman definitiv interessant und sehr eigenwillig. Gleichzeitig gab es für mich aber auch einige Stellen mit vielen Aufzählungen und langen Gedankenketten, wodurch der Lesefluss für mich immer wieder ins Stocken geraten ist. Teilweise war mir die Geschichte dadurch auch etwas zu verwirrend und die Protagonistin blieb für mich schwer greifbar. Statt Sympathie empfand ich ihr gegenüber eher Antipathie, was meinen Zugang zur Geschichte zusätzlich erschwert hat.

Auch das Ende war für mich leider ziemlich undurchsichtig und hat einige Fragen offengelassen. Insgesamt fand ich die Themen und die ungewöhnliche sprachliche Gestaltung interessant, aber die Umsetzung konnte mich nicht vollständig überzeugen.

3 von 5 Sternen.

Vielen Dank an NetGalley und den park x ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hat meine persönliche und ehrliche Meinung zum Buch nicht beeinflusst.
Profile Image for Jules P.
35 reviews1 follower
August 30, 2026
Mal wieder ein Buch mit sehr viel female rage was ich natürlich liebe. Habe aber leider das Ende irgendwie nicht verstanden?
Profile Image for Sonia D.
6 reviews
March 13, 2026
Hat mir sehr gut gefallen: die vielschichtige, poetische, oft spielerische Sprache. Der unerfüllte Kinderwunsch der Protagonistin und ihre nicht ganz stabile psychische Verfassung stehen im Vordergrund und werden mit starken Bildern und teils zerstörerischen Szenen illustriert.
Profile Image for Cheap.And.Cheerful.
479 reviews25 followers
March 5, 2026
"Ich werde über die Ungerechtigkeiten und Inkonsistenzen all jener Männer schreiben, die sich als beflissene Feministen bezeichnen. Ich werde ihre weichgespülten Körper aufs Tablett legen, sie bis auf die Unterhose entkleiden, nicht weiter, denn das Eigentliche brauche ich nicht zu sehen, dass sie Männer sind und immer bleiben, müssen sie mir nicht beweisen."

Personen mit (unerfülltem) Kinderwunsch kennen das Anti-Müller-Hormon: der Wert, der anzeigt, wie viele Eizellen-Reserven eine potenziell gebärende Person noch in sich trägt. Was Anti Müller auch bedeuten kann: eine Anti-Haltung gegenüber all den Müller-Dudes dieser Welt, die sich bewusst Partner:innen mit Kinderwunsch aussuchen und diese dann doch sitzen lassen, bevor es ein Kind gibt.

Yade Yasemin Önder hat einen wütenden, aber auch sehr unterhaltsamen Roman geschrieben mit einer Erzählerin, die die Schnauze voll davon hat, hingehalten zu werden. Aufgrund ihres Alters und schlechten biologischen Voraussetzungen läuft ihr die Zeit für die Umsetzung ihres Kinderwunsches davon. Doch die Männer, die mit ihr Beziehungen eingehen und eine Zukunft planen, stellen sich immer wieder als Enttäuschung heraus, Fassade Feminist, dahinter nichts als heiße Luft.

Als wäre das nicht schon genug, läuft auch die Autorinnen-Karriere nicht so wie gewünscht - vor allem nicht so erfolgreich wie bei den Expartnern, denen alles nur so zuzufliegen scheint.

Die Erzählerin wirkt zuweilen etwas obsessiv, sie überschreitet Grenzen und lässt ihre Wut raus, manchmal etwas manisch. Doch wer kann es ihr verdenken? Mir hat der Roman sehr gut gefallen, mit all seiner Wut, seinem Witz, und den vielen sensiblen, empfindlichen Stellen zwischendrin. Und allein das Cover ist ja mal eine 10 von 10.

CN: Alkoh0l, Dr0gen, selbstv3rletzendes Verhalten, Abtr3ibung, Suiz1dgedanken
Profile Image for tollpatschki.
166 reviews7 followers
March 1, 2026
hab nachm klappentext tbh was sehr anderes erwartet, aber trotzdem spannende perspektive (ungewollte kinderlosigkeit gefühlt selten thema in der literatur), sprache fand ich sehr gut, aber alle charaktere haben mich irgendwie genervt🤘
Profile Image for Michelle Curie.
1,166 reviews481 followers
September 1, 2026
An intense novel full of rage about the injustice of women having a biological clock that keeps ticking in a patriarchal society that cares so little about their needs.



Anti-Müller faces the bitter truth all women have to face: at some point in their lives, it is going to be too late to have children. While not all want to become mothers, the German protagonist of this novel certainly does. In her mid-30s, we meet her as she mourns her relationship to Kar Kauz, a celebrated author who continued to ignore her wish to start a family. As she aims to distract herself on dating apps, she's about to fall victim to the next catastrophe with the hedonistic actor Andi.

It's a deep dive into obsession and destruction. This whole book is extremely tragicomic — while the narrator has a dark humorous way of processing her experiences (she imagines her ex-partners as ghosts in order to visualise how they no longer exist to her), the pain is obviously real. And as the story progresses and the frustration grows, I as a reader grew progressively bitter, too. The narrator has this desperate wish of becoming a mother, but seems incapable of finding a partner or even just someone willing to impregnate her. I admire how Önder allowed her protagonist to be unlikeable in a feral and aggressive way: she's clearly losing her mind, but is it really her fault?

This is where the patriarchal criticism comes in. There's social commentary lingering on every page. This novel examines power struggles between men and women and very clearly criticises pseudo-intellectual men who call themselves enlightened feminists while upholding the predominant patriarchal structures of Western societies. And while our narrator recognises how problematic that is, she also has to recognise that reproductive desires are tricky to satisfy without men.

I think this is an important novel, but it was difficult to read. I have immense respect for the rawness Önder showcased in her writing, I just struggled with reading it. While I get the point from a theoretical standpoint, I had issues with getting through the first half of the novel where it felt like the protagonist was solely defined by the men she dated, who were so insufferable that I can't say it was pleasant to read about them. Occasionally Önder's writing style was too jumpy and too stylised for my personal preferences.

Frustration also definitely remains after putting this down, because obviously none of these structural problems get solved by writing a book about them — but I think many are going to feel seen and understood by this.
Profile Image for Lea Breyer.
6 reviews3 followers
July 21, 2026
3.8 sterne - ich konnte das buch gar nicht weglegen und sprachlich war es durchgehend spannend. wie einige hier bemerkt haben - ein sehr starker anfang, und dann ein sich-verlieren der erzählerin und der erzählung im kinderwunsch. eine interessante perspektive aber auch eine mit der ich so nicht so viel anfangen kann. würde es aber 100% für eine urlaubslektüre weiterempfehlen
12 reviews
March 28, 2026
Eine Frau wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, sieht sich aber konfrontiert mit ihrer tickenden biologischen Uhr und - weitaus schlimmer - Männern, die keine Verantwortung übernehmen wollen. So lässt sich in etwa der neue Roman von Yade Yasemin Önder zusammenfassen.

Wo andere künstlerische Werke versuchen, den Ernst der Situation durch Komik konsumierbar zu machen, nimmt Önder den Wunsch ihrer Protagonistin komplett ernst und scheut auch nicht davor, sie am Ende als geradezu besessene Frau zu zeichnen.

Önder gelingt ein nuanciertes Bild. Ihre Protagonistin ist keinesfalls nur das Opfer einer Generation von Männern, die nicht in der Lage zum Commitment ist. Sie wird aktiv und nimmt sich, was sie will. Das zeigt der konsequente Schluss hervorragend.

Genau wie in ihrem Debütroman "Wir wissen, wir könnten und fallen synchron" verwendet Önder auch diesmal Elemente des magischen Realismus, wenn auch in deutlich reduzierter Form. Die Sprache bleibt jedoch auf dem konstant hohen Niveau des Vorgängers. Diese erfrischenden und überraschenden Ideen bereiteten mir beim Lesen eine große Freude.

Womit wir bei der Subjektivität sind. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch vielen vor den Kopf stößt. Es wird Konservative abschrecken und auch Feminist:innen geben, die es ablehnen. Mich hat es begeistert.

Önder widmet sich einem Thema, das eigentlich omnipräsent ist, künstlerisch allerdings bisher kaum thematisiert wurde. Und das Schöne? Önder schafft fantastische Kunst.
Profile Image for Angelique.
25 reviews1 follower
July 24, 2026
Dating wird wohl auch mit Mitte 30 nicht leichter. Inhaltlich sowie sprachlich hat mich das total abgeholt, bin großer Fan von den ganzen Alliterationen.
Profile Image for Andreea Vieru.
56 reviews1 follower
August 24, 2026
Ein sprachlich sehr innovativer Roman über eine Mitte 30-jährige Protagonistin mit einem unerfüllten Kinderwunsch. Ich fand gerade den Schreibstil sehr besonders, obwohl er an manchen Stellen mit den viel zu häufig verwendeten Partizipien doch anstrengend (und meiner Meinung nach nicht schön) zu lesen war.
Die Darstellung der Protagonistin hat mir jedoch sehr gut gefallen, da sie in vielen Momenten aneckt. Gerade die feministische Kritik mit den linken Männern, deren Feminismus nur so weit geht, bis es ihnen in den Kram passt, fand ich wichtig, da es die patriarchalen Strukturen, die einer (romantischen/sexuellen) Beziehung unterliegen, verdeutlicht.
Alles in allem ein empfehlenswerter Roman!
Profile Image for Nicola.
9 reviews1 follower
April 30, 2026
Puh belastend - schonungslose aber lesenswerte Darstellung eines unerfüllten Kinderwunschs mit Ende 30 und der dazugehörigen unbothered Männers. Sprachlich sehr versiert aber war mir manchmal einen Tick drüber.
Profile Image for Joy.
6 reviews
August 29, 2026
Ich bin mir unsicher. Irgendwie hat mich das Buch genervt und gleichzeitig mir reflektiert das es vielleicht auch genau darum geht und welche Geschichten sich vor allem verkaufen lassen.
Ich glaube mit vielen Gedanken konnte ich aber auch nicht resonieren diese haben antagonistisch irgendwie angeeckt.

Bin trotzdem gespannt mit anderen drüber zu reden

Update
Ich muss nochmal reden
Profile Image for Anne.
7 reviews
April 2, 2026
sprachlich super spannend. sehr faszinierende satzstruktur, die einen gut und schnell in die geschichte eintauchen lässt. hab das buch inhaliert. auch spannende doppeldeutigkeit im titel und viele wortspiele. der klappentext und der schreibstil gab mir die erwartung, von einer neuen möglichen feministischen pflichtlektüre. leider kam alles anders. statt sich wirklich mit linken pseudofeministischen mackern zu beschäftigen ging es um den wunsch nach schwangerschaft und mutter sein, einer mitte 30 jährigen. die sich aufgrund dieses wunsches so übergriffig und problematisch verhält, dass mir die red flag typen im buch direkt sympathisch vor kamen. mich hat das buch ehrlich gesagt ziemlich wütend gemacht. da auch nicht reflektiert wurde woher vielleicht dieser mutterwunsch entsprungen ist und was das möglicherweise mit dem patriarchat zu tun hat. finde der Klappentext des buches ist voll die mogelpackung.

jedoch mag ich das das buch provoziert und mich dazu bringt über das thema nachzudenken. zudem ist es einfach wunderschön geschrieben.
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Profile Image for Marleen Hellebrand.
77 reviews
July 14, 2026
Ich weiß iwi auch nicht. 5 sterne weil ich’s wirklich mochte! Sprache extrem gut war und auch die Thematik real und irgendwie wahnsinnig und komisch geschrieben, Was ich ja liebe! Aber -2 Sterne weil die Protagonistin wirklich PANISCH schwanger werden wollte und es irgendwie doch etwas absurd dann war, obwohl ich glaube, dass das so auch empfunden wird für viele.
Profile Image for Alice.
27 reviews
October 1, 2026
Also ich finde die Protagonistin sehr problematisch, keine Frage, aber manchmal mag ich nen flawed character
Profile Image for Stella ConMucho.
12 reviews
March 26, 2026
Dieses Buch „vergesse“ ich beim nächsten Frauenarzttermin im Behandlungszimmer oder lese während der Untersuchung gleich selbst allen Gynäkolog*innen dieser Welt daraus vor. Ärzt*innen, die uns bis Mitte 20 die Angst der Teen Pregnancy umschnallen, nur um diese dann gleich gegen eine Fruchtbarkeitszeitbombe auszutauschen.
Der Roman zeigt schonungslos, wie der unerfüllte Kinderwunsch der Protagonistin zu Wahnsinn wird. Ich habe sehr mit ihr gelitten, als Männer sich nicht für sie, aber gleich für die neue Partnerin entscheiden konnten und wenn sie mal wieder von brutalen wissenschaftlichen Statistiken heimgesucht wurde. Lachen kann man bei der Lektüre trotzdem, wenn zum Beispiel nach unzähligen schlechten Online-Dates die Berliner Ringbahn zum Kennlernort des Vaters der Kinder werden soll.
Ich wünsche der Protagonistin und allen in dieser Situation sehr, dass der zweifelnde Kopf am Ende nicht über den eigentlich gesunden Körper siegt.
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