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Einatmen. Ausatmen.

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Was passiert, wenn eine gefühlsresistente Spitzenmanagerin ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach absolvieren muss, der selbst in einer Sinnkrise steckt? Maxim Leos rasend komischer und tief berührender Roman über die Suche nach dem richtigen Leben und den Weg zu uns selbst.

Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer.

Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der Aviola. Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen – bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die Marlenes Augen und Herz öffnen und sie erahnen lassen, was am Ende wirklich zählt.

256 pages, Kindle Edition

First published March 12, 2026

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About the author

Maxim Leo

15 books38 followers

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Community Reviews

5 stars
70 (14%)
4 stars
199 (42%)
3 stars
155 (33%)
2 stars
35 (7%)
1 star
9 (1%)
Displaying 1 - 30 of 97 reviews
Profile Image for Literatursprechstunde .
198 reviews119 followers
May 17, 2026
Maxim Leos Roman Einatmen Ausatmen erzählt von Menschen auf der Suche nach Orientierung, Sinn und persönlichem Glück. Zwischen Achtsamkeitsseminaren, gescheiterten Beziehungen, verdrängten Traumata und gesellschaftlichen Fragen versucht der Text, den Zeitgeist einer Generation einzufangen, die permanent nach Erfüllung sucht – oft an den falschen Orten.

Trotz der vielen positiven Stimmen aus meinem Umfeld, die mir die Lektüre empfohlen hatten, konnte mich Maxim Leo mit diesem Roman leider nicht überzeugen. Inhaltlich wirkt der Text auf mich deutlich überladen: Es geht um Achtsamkeit, Tierleid, Feminismus, Aktivismus, Naturschutz, Tod und Trauerbewältigung, familiäre Traumata sowie um ein ausgerissenes Mädchen, das polizeilich gesucht wird. Für gerade einmal 250 Seiten sind das schlicht zu viele Themen und Handlungsstränge, die dadurch kaum die nötige Tiefe entwickeln können und häufig nur angerissen bleiben.

Ähnlich verhält es sich mit den Figuren. Viele Charaktere wirken eher wie Stellvertreter bestimmter gesellschaftlicher Positionen als wie echte Menschen mit innerer Komplexität. Dadurch fiel es mir schwer, emotional eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Zu Beginn meiner Lektüre hatte ich große Hoffnung in die Figur Marlene gesteckt - eine ambitionierte Managerin, der seitens der Führungsetage ein Achtsamkeitsseminar auferlegt wird, um einen weiteren Tritt auf der Karriereleiter zu erklimmen. Doch leider wurde auch hier das Potential nicht ausgeschöpft und der Figur Marlene mangelte es an Tiefgründigkeit und Dimension.

Teilweise liest sich der Roman wie eine Satire auf die heutige Selbstoptimierungs- und Sinnsuche, und an einigen Stellen funktioniert dieser humorvolle Blick auch durchaus. Zwischendurch gibt es Passagen, die wirklich unterhaltsam sind. Gleichzeitig driftet der Text für meinen Geschmack jedoch immer wieder ins Kitschige ab, etwa in solchen Momenten:

„Gegen halb eins servierte Eniya, die nepalesische Meditationslehrerin, Wassermelonen-Mojitos. Dann tanzten sie weiter, bis sich der Himmel über dem Wald vergoldete, bis die ersten Vögel erwachten, bis die Kastanien, die am Feldrand standen, in der Morgenbrise rauschten.“

Solche Szenen wirkten auf mich eher bemüht atmosphärisch als wirklich authentisch. Für diejenigen unter Euch, die das Buch bereits gelesen haben, möchte ich hier auch noch die „Tierrettungsaktion“ nennen, die für mich persönlich schwer zu übertreffen ist an Kitsch.

Am Ende blieb für mich vor allem die Frage offen, worauf der Roman eigentlich hinauswill. Sollte er die boomende Achtsamkeits- und Glücksindustrie kritisieren? Oder eher zeigen, dass Menschen ihr Glück nicht im Außen finden können? Wenn es Letzteres war, dann ist das vermutlich die Botschaft, die bei mir am ehesten angekommen ist: dass Glück nichts ist, das man an bestimmten Orten, in Retreats oder Lebenskonzepten suchen muss, sondern etwas, das bereits in einem selbst angelegt ist.

Vielleicht gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe dieses Romans. Möglich ist aber auch, dass der Text zu viele Themen gleichzeitig verhandeln möchte und dadurch seine eigentliche Aussage aus dem Blick verliert. Es war mein erstes Buch von Maxim Leo, ich könnte mir durchaus vorstellen es irgendwann nochmal mit einem anderen Werk von ihm zu versuchen.
Profile Image for LeserinLu.
402 reviews57 followers
March 21, 2026
Der Roman „Einatmen. Ausatmen.“ beginnt mit einer eher satirischen Ausgangslage: Marlene Buchholz, fachlich brillant, menschlich jedoch schwierig, soll Vorstandsvorsitzende eines großen Konzerns werden und wird dafür in ein Coaching auf ein abgelegenes Schloss geschickt. Dort trifft sie auf Alex Grow, einen gehypten Coach, dessen Methoden für ihn selbst aber so gar nicht funktionieren. Gerade dieser Einstieg hat mir gut gefallen. Die ganze Coaching-Welt wird zunächst mit Witz betrachtet, die Figuren wirken bewusst überzeichnet und sie treten in unterhaltsame Fettnäpfchen.

Im Verlauf entwickelt sich die Geschichte allerdings in eine andere Richtung, als ich nach der Leseprobe erwartet hatte. Aus der bissigen Satire wird zunehmend ein ernsthafterer Roman über persönliche Entwicklung, Selbstreflexion und die Frage, was im Leben wirklich zählt. Das hat durchaus seinen Reiz, auch wenn ich es etwas schade fand, dass die anfängliche kritische Auseinandersetzung mit der Coaching-Welt im weiteren Verlauf in den Hintergrund tritt. Der Roman liest sich allerdings insgesamt flüssig, die kurzen Kapitel und viele kleine, oft humorvolle Einfälle machen das Lesen angenehm leicht.

Insgesamt ist „Einatmen. Ausatmen.“ eine leichte, unterhaltsame Lektüre, die sich schnell wegliest und mit charmanten, teils skurrilen Episoden punktet. Auch wenn der Roman nicht ganz die satirische Schärfe beibehält, die er zu Beginn andeutet, bleibt er bis zum Schluss eine angenehme und durchaus berührende Geschichte.
Profile Image for Nadine Schrott.
722 reviews78 followers
July 9, 2026
Sorry......aber dieser krude, Schmalz und Klischee triefende trivial KüchenTischPsycho Roman hat in mir nur ein zutiefst empfundenes, wütendes NEIN ausgelöst.

Eigentlich versuche ich wirklich, standhaft und überzeugt das Beste in einem Buch zu sehen, den guten Willen oder das zumindest sprachliche Talent des Autor/in hervorzuheben....aber hier versagt selbst meine dickste rosarote Brille.....einfach ein schlecht gemachter Roman....!

Seelenlos, charakterlos und fast etwas dümmlich....

Sorry....aber wirklich im Regal stehen lassen!
Profile Image for Doris.
55 reviews
May 22, 2026
Unterhaltsam, witzig und herrlich beobachtet. Vielleicht nimmt Maxim Leo mit diesem Roman die Coaching- und Achtsamkeitsbranche ein bisschen auf die Schippe. Vielleicht aber auch nicht. Denn zwischen all der Ironie zeigt die Geschichte durchaus, was Coaching, Achtsamkeit und die richtigen Impulse bewirken können. Oder eben, dass vieles längst in uns steckt und manchmal nur jemand fehlt, der hilft, es ans Licht zu bringen.

Am Ende wurde es mir persönlich etwas zu kitschig, trotzdem habe ich mich durchgehend gut unterhalten gefühlt. Und: toll gelesen von Vera Teltz.

3,5 ⭐️
Profile Image for Lena.
118 reviews1 follower
May 14, 2026
„Hm“ ist der Gedanke und irgendwie auch das Gefühl, das ich nach dem Lesen hatte. Was soll mir das Buch sagen?

Marlene – Enddreißigerin und empathielose Karrierefrau – beginnt auf dringendes Anraten ihres Chefs ein zweiwöchiges Achtsamkeitsseminar, damit sie Crashkursmäßig schnell Mitgefühl erlernt und danach Vorstandsvorsitzende werden kann. Diesem Karriereschritt, auf den sie jahrelang hingearbeitet hat, steht entgegen, dass ihre Kolleg:innen sich ständig über ihre schlechten Führungsqualitäten und den starken Druck beschweren. Das kann wiederum Marlene so gar nicht verstehen, sie selbst schafft es schließlich auch, ausschließlich für den Job zu leben.

Sie wohnt in einem möblierten Appartement, besitzt vielleicht drei persönliche Gegenstände und versteht nicht, wieso man sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen aufhalten sollte, wenn man stattdessen auch arbeiten kann.

Nun soll sie beim angesehenen Coach Alex Grow in zwei Wochen lernen, Zugang zu ihren Gefühlen zu bekommen. Alex, der ein Achtsamkeits-Retreat in einem Schloss auf dem Land führt, hat aber ganz eigene Probleme. Das Geschäft läuft immer schlechter, er muss seine über 100 Angestellten bezahlen und gleichzeitig nach außen völlig in sich ruhen und den achtsamen Guru verkörpern.

Die Kapitel werden in der dritten Person abwechselnd aus Marlenes und Alex‘ Sicht erzählt. Sie hat natürlich so gar keinen Bock auf den ganzen Achtsamkeitskram, muss aber gute Miene machen, weil sie ja den Job will.

Ab dem Zeitpunkt, wo Marlene im Achtsamkeitsschloss ankommt, konnte ich mit der Story irgendwie nicht mehr viel anfangen, weil es einfach zu unglaubwürdig und absurd wird. Sie nimmt an ungefähr zwei offiziellen Sitzungen teil, verläuft sich am zweiten Tag komplett im Wald, entdeckt dabei aber anscheinend zum ersten Mal in ihrem Leben, dass es auch noch eine Welt außerhalb des Büros gibt, und ist von heute auf morgen komplett verwandelt.

Nach dieser Offenbarung arbeitet sie in circa einem halben Tag ihre gesamte Vergangenheit auf und denkt gar nicht mehr an den Job, der vorher wortwörtlich ihr LEBEN war.

Was andere in jahrelanger Therapie nicht schaffen, kann Marlene nach drei Tagen auf dem Land, wobei Alex in seiner Rolle als Coach kaum etwas dazu beigetragen hat. Der hat ganz eigene Probleme, will die Beziehung mit seiner Freundin (einer ehemaligen Patientin, was alleine schon unprofessionell ist) nicht offiziell machen, trauert seinen Jugendlieben hinterher und ist selbst gar nicht so achtsam, wie er die Leute glauben lässt.

Dann taucht auch noch eine junge Klimaaktivistin auf, Patient:innen und Personal schließen sich dem Protest von Waldbesetzern an, Tiere flüchten in den Schlossgarten … es war am Ende viel zu viel und ich habe nicht verstanden, was mir das Buch sagen sollte.

Der Schreibstil war weder witzig noch bissig, es plätscherte so dahin, wenigstens war das Buch nicht allzu lang.

Ist der Autor jetzt pro oder contra Achtsamkeitsseminar? Oder denkt er, eine Nacht im Wald reicht aus, um eine 180 Grad-Charakterveränderung durchzumachen? Am Ende hat Marlene weder Job noch Wohnung (wie zahlt sie die 100qm-Premium-Seniorenresidenz ihrer Mutter?), aber dafür einen alten Eierbecher. Aha.
Profile Image for Holzannerl.
158 reviews
Review of advance copy received from Sonstiges
February 28, 2026
Was mir an “Einatmen. Ausatmen.” von Maxim Leo so gut gefallen hat? Dass es irgendwie ein bisschen drüber ist und gleichzeitig total authentisch. Marlene ist eine unempathische Over-Achieverin, die von ihrem Chef zu einem Achtsamkeitsseminar verdonnert wird. Sie soll nämlich seine Nachfolgerin werden, aber so, wie sie sich aktuell gegenüber den Mitarbeitern verhält, wird das nichts… Alex Grow (Marlene kommt der Name gleich merkwürdig vor) ist ein erfolgreicher Coach und soll die baldige CEO zu einem besseren Menschen machen. Diese möchte das Seminar so schnell wie möglich hinter sich bringen und das möglichst komplikationslos. Also quasi eine Win-Win-Situation, oder? Auch Alex hat ein paar Themen, mit denen er schon lange kämpft und bei denen er andere überaus kompetent berät und gleichzeitig bei sich selbst versagt. Wachstum ist meistens nicht ohne Komplikationen möglich und dabei entstehen in diesem Roman die ein oder anderen schrägen Situationen.

Maxim Leo entlarvt mit scharfem Blick die Achtsamkeits- und Coachingszene, aber nimmt auch den Willen zur Selbstoptimierung aufs Korn. “Einatmen. Ausatmen.” ist dabei trotzdem ernst zu nehmen und hat mich auch zum Nachdenken angeregt.

Marlenes Entwicklung wirkt total authentisch und sie verliert nichts von ihrer Direktheit, aber der Ton verändert sich. So unsympathisch, wie sie mir am Anfang war, so sympathisch war sie mir am Ende.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut und gehört wahrscheinlich zu den schönsten in meinem Bücherregal! Und die Stimmung des Gemäldes passt auch gut zum Inhalt des Buches. 
Profile Image for Vera.
Author 0 books31 followers
March 22, 2026
Leichte Lektüre mit liebenswerten Figuren, dabei unaufgeregt, kurzatmig, einfach angenehm zu lesen. Rundum nett.
Profile Image for Ronja.
71 reviews2 followers
April 23, 2026
Ich gebe zu, ich habe das Buch wegen seines Covers gekauft (well done, Kiepenheuer & Witsch) – und es nicht bereut. Einzig der Eindruck, dass der Autor seine Figuren nicht ernst nimmt, hat mich etwas irritiert. Sonst sehr gelungen.
Profile Image for Vic.
73 reviews2 followers
July 24, 2026
Ein grandioser Wurf!

Ich möchte keiner Person die hier eine Rezension dieses Buches abgegeben haben die Meinung absprechen, aber ich frage mich doch ob wir das selbe Buch gelesen haben? Oder die Personen haben sich noch nicht mit den eigenen Traumata und die ihrer Familie auseinandergesetzt.

Einfühlsam wird die Geschichte einer Frau erzählt in der wir uns alle ein wenig wiederfinden können. Die urch ihre Traumata gehen muss um zu sich selbst zu finden.

Dies macht es zu keinem Lehrbuch mit der eigenen dysfunktionalen Herkunft oder sich den eigenen mentalen Herausforderungen zu stellen aber es zeigt (extrem verkürzt) wie Heilung und Veränderung möglich ist.

Dem Autor, gelingt es wie in seinen anderen Werken erfrischend positiv und heitere zu Erzählen und leicht groteske Momente einfließen zu lassen und dabei alles andere als zu langweilen.
Profile Image for Carla.
1,142 reviews147 followers
April 30, 2026
„Wenn du wüsstest, wie es manchmal in mir aussieht, du würdest wegrennen, so schnell du kannst.“ (S. 63)
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Marlene wird von ihrem Arbeitgeber dazu angewiesen, an einem Achtsamkeitsseminar auf Schloss Schönelinde teilzunehmen - sonst kann sie die CEO-Stelle vergessen. Widerwillig fährt sie nach Brandenburg und macht dort die Bekanntschaft mit Alex Grow, dem Chef dieses Feel-Good-Etablissements. Er steckt allerdings gerade selbst in einer kleinen Sinnkrise. Fügt man dem Ganzen noch ein Wildschwein, einen Hausmeister und ein Mädchen hinzu, erhält man einen kuriosen Roman, der mich wirklich positiv überrascht hat!
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„Einatmen. Ausatmen.“ hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Ich bin durch die 29 (eher kurzen) Kapitel geflogen und habe das Buch innerhalb von 24 Stunden ausgelesen. Marlenes und Alex POV wechseln sich ab, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch konnte ich es mir auch als Hörbuch sehr gut vorstellen.
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Auch wenn manche psychologischen Prozesse vielleicht hier und da etwas verkürzt dargestellt wurden, fand ich Marlenes Entwicklung toll. Das Buch hat einen fein ironischen Tonfall, ist humorvoll und auch berührend. Der Plot hat mich sehr gut unterhalten und ich habe mich sehr über den Epilog gefreut.
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Die Haupt- aber vor allem auch die Nebencharaktere schließt man schnell ins Herz. Hausmeister Mattissen und das Mädchen Connie fand ich wirklich toll. Generell konnte mich das Achtsamkeit-Schloss-Setting definitiv überzeugen.
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Von mir gibt es auf jeden Fall eine große Leseempfehlung! Mit knapp 250 Seiten schon ein gutes „Snackbuch“, das ich gerne mit dem Wort „liebenswert“ beschreiben würde. Absolute Cover-Liebe ✨
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Für mich ein kleines Überraschungshighlight!
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4,25/5 ⭐️

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Unangefragtes Rezensionsexemplar I Vielen Dank @kiwi_verlag ♥️
Profile Image for Marie.
224 reviews15 followers
April 3, 2026
“Es erschien ihr seltsam und total übergriffig, andere Menschen mit ihren Gefühlen zu belästigen.”

Der Personalrat läuft stürm: Marlene, Ende dreißig, erfolgreiche Managerin, steht kurz davor CEO der Firma Aviola zu werden, für deren Erfolg sie seit Jahren maßgeblich mitverantwortlich ist. Für die Mitarbeitenden ist die Karrierefrau ein Graus. Wer nicht funktioniert, wird eiskalt zu Rechenschaft gezogen. Bei sexuell übergriffigem Verhalten von Kollegen kann man nicht mit Marlenes Unterstützung rechnen. Um die Übernahme der Führung dennoch zu garantieren, schickt ihr Noch-Chef Marlene auf ein zweiwöchiges Coaching-Retreat in der "Academy". Die "Academy" gelang durch das Coachen berühmter Persönlichkeiten an Ruhm, Gründer Alex Grow (natürlich ist das nicht sein bürgerlicher Name) verliert aber langsam das Feuer, Nach mehreren Panikattacken steht es schlecht um seine Firma. Da kommt es ganz gelegen, dass der Aviola-Chef verspricht, bei einem erfolgreichen Coaching Marlenes, das gesamte Firmenprogramm mit der "Academy" aufziehen zu wollen. Doch dann kommt alles ganz anders als geplant, woran nicht zuletzt ein angeschossenes Wildschwein und ein paar Waldbesetzer einen Beitrag haben.

Maxim Leos neuer Roman "Einatmen. Ausatmen." ist witzig-skurril. Schon auf den ersten Seiten begegnen dem Leser wandelnde Klischees (Karrierefrau und Coaching-Guru), die aber so überzeichnet sind, dass niemand auch nur eine Sekunde lang glauben mag, dass Leo es hier Ernst meinen kann. Sämtlich Stereotype aus der Selbstfindungsszene lassen sich gerade im ersten Teil des Romans wiederfinden. Hier hat jemand seine Recherchearbeit gemacht! Gleichzeitig möchte "Einatmen. Ausatmen." aber mehr. Der Roman hat Tiefgang, auch wenn sich dieser zwischen den lustigen Szenen verstecken mag. Es geht um nicht weniger als die Frage, was das Glück eigentlich ist und wie wir es finden können - auch jenseits der Retreats und digitalen Coachingangebote.

Leider gelingt es dem Autor dann aber doch nicht, eine klare Position zu beziehen. Möchte er mit seinem Buch die Coaching-Szene kritisieren oder bestätigen? Zunächst scheint es ein Verriss zu sein. Die Figuren pointiert-überspitzt, der Guru erkennt selbst, dass seine Methoden bei ihm nicht mehr wirken. Marlene wird nicht durch Achtsamkeitsübungen auf der Yoga-Wiese, sondern durch ihre ganz eigenen Begegnungen in der Brandenburger Wildnis innerlich bewegt. Dann aber gibt es doch wieder Szenen wie etwa die Aufstellungsübung, in der die Wirkung des Achtsamkeitstrainings in den Vordergrund rückt. Alle Figuren sind auf ihre Weise suchend. Genauso wie diese Suche an unterschiedlichen Orten im Roman endet, könnte auch die fehlende Positionierung ein Hinwies darauf sein, dass Yoga, Atmen und Gespräche eben für den einen funktionieren und für die andere nicht. Ob ich Marlene ihren Wandel abnehme? Da bin ich mir noch unschlüssig. Oft wirkte ihre Umkehr für mich zu "passend":

Nicht nur in Bezug auf die Figurenentwicklung, auch mit Blick auf die Details hätte ich mir manchmal eine genauere Ausarbeitung gewünscht. Nebenfiguren und -handlungen wirkten auf mich oft so, als stellten sie in erster Linie Funktionselemente dar. So bleibt zum Beispiel Alex Freundin lange blass, Auch wenn sie am Ende mehr Raum bekommt (und sich das in der Story begründen lässt), wird hier viel verschenkt, was spannend zu erzählen wäre. Etwa, wie sich ihre Unsicherheit und ihre Kritik an Alex genau auswirken. Viele Nebenaspekte werden auch nur noch schwach oder gar nicht mehr aufgegriffen, wenn sie für den Haupthandlungsstrang an Bedeutung verlieren. Hier hätten ein paar Seiten mehr nicht geschadet.

Insgesamt erzählt "Einatmen.Ausatmen." eine ganz nette Geschichte, die man gut zwischendurch lesen kann. Vieles bleibt aber an der Oberfläche. Das fand ich schade.
Profile Image for Tinstamp.
1,176 reviews
March 21, 2026
Vor knapp zwei Jahren habe ich Maxims Leo "Wir werden jung sein" gelesen, welches ich wirklich gut und interessant fand. Deshalb war ich auf seinen neuen Roman sehr gespannt.

Marlene Buchholz lebt für ihre Arbeit. Ihr Privatleben existiert nicht, Mitgefühl für ihre Mitarbeiter kennt sie nicht wirklich. Für sie zählt nur der maximale Erfolg. Dass sie bei den Kollegen nicht wirklich beliebt ist und als empathielos gilt, ergibt sich von selbst. Trotzdem hat sie die Firma Aviola zum Erfolg geführt, deren neue Vorstandsvorsitzende sie werden soll. Doch bevor sie den Job endgültig bekommt, muss sie auch auf menschlicher Ebene überzeugen. Deshalb wird sie zu einem Achtsamkeitsseminar ins Brandenburgische geschickt. Der berühmte "Seelenflüsterer" Alex Grow soll sie zu mehr Mitgefühl und Einfühlungsvermögen bekehren. Doch er steckt im Moment selbst in einer existentiellen und finanziellen Krise. Falls er es jedoch schafft, Marlene zu einer empathischen Frau umzuwandeln, winkt ihm ein Großauftrag von Aviola.

Das erste Drittel hat mir sehr gut gefallen. Man lernt die zwei Hauptprotagonisten kennen, die beide an einem Punkt im Leben angelangt sind, der sie fordert. Marlene ist alles andere als begeistert vom Coaching, welches sie über sich ergehen lassen muss, um die gewünschte Beförderung zu erhalten. Alex steckt hingegen in einer Finanzkrise, nachdem er in seinem Schloss auch die vorzeigbaren Mitarbeiter wie Ayurveda-Köche, Yogalehrer und Atemtrainer eingestellt hat. Zusätzlich leidet er unter Bindungsangst, was niemand wissen darf.

Der flüssige und detailreiche Schreibstil und die Situationskomik des Autors hat mich schon in "Wir werden jung sein" überzeugt. Sein neuer Roman ist eher ruhig und lebt von den Begegnungen und Handlungen der Figuren. Abwechselnd wird aus der Sicht von Marlene und Alex erzählt. Man erfährt ihre Gedanken und lernt Marlene und Alex sehr gut kennen. Aber auch die Nebenfiguren wurden mit viel Liebe gezeichnet, wie die Naturschützerin Connie oder Hausmeister Mattissen.
Der trockene Humor hat mir sehr gut gefallen, der allerdings im Laufe des Buches etwas nachlässt. Der Autor nimmt die Branche gekonnt aufs Korn. Dabei wirken manche Handlungen etwas überspitzt.
Marlenes "Verwandlung" kam mir etwas zu schnell und das Ende bietet nicht wirklich eine große Überraschung. Trotzdem fand ich den Roman sehr unterhaltsam und die Aussage, dass es für Veränderungen nie zu spät sei, kann ich nur unterstreichen.

Fazit:
Ein ruhiger und humorvoller Roman über Selbstfindung, der nicht nur gut unterhält, sondern auch nachdenklich macht - jedoch nicht zu tief geht.
1,606 reviews8 followers
Read
March 7, 2026
Ein ruhiger und fesselnder Roman

Klappentext:
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer.
Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der Aviola. Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen – bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die sie erahnen lassen, was im Leben wirklich zählt.

„Einatmen. Ausatmen.“ Ist der neue Roman von Maxim Leo.
Mit seinem Roman „Wir werden jung sein“ hat mich Maxim Leo begeistert, jetzt war ich schon sehr gespannt auf sein neues Werk.

Im Mittelpunkt steht Marlene Buchholz, ihr steht eine Karriere im Aviola-Konzern bevor. Ihre Kompetenz spricht für sie, doch vom Charakter passt es nicht ganz. So ist ein Coaching bei Axel Grow ihre letzte Hoffnung.
Für Alex Grow ist ein erfolgreiches Coaching von Marlene Buchholz die letzte Hoffnung. Er braucht Erfolg für einen größeren Auftrag, sonst steht es um seine Academy schlecht.

Die Geschichte wird in einem ruhigen Ton erzählt und doch taucht man recht schnell und tief in die Geschichte ein.
Die Charaktere werden gut beschrieben. Man kann bei Marlene Stück für Stück eine Veränderung in ihrem Wesen feststellen. War sie mir zu Beginn nicht richtig sympathisch, änderte sich das im Laufe der Geschichte ins Positive.

Die Geschichte lebt durch ihre Charaktere und einzelne Szenen. Wichtig ist hier das Miteinander und das sich selbst nicht immer zu wichtig nehmen.

Maxim Leo hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Er weiß mit seinen Protagonisten umzugehen.

Auch mit „Einatmen. Ausatmen.“ konnte der Autor mich wieder begeistern, auch wenn mir sein vorheriger Roman noch etwas besser gefallen hatte.
35 reviews2 followers
Review of advance copy received from Sonstiges
March 1, 2026
Ein erfrischendes Buch hat Maxim Leo mit dem Buch "Einatmen, Ausatmen" geschrieben. Ein Buch dass mit Humor und Leichtigkeit einen schönen cozy read beschert, welches aber auch mit leichtem Tiefgang in eine angenehme Richtung von Selbstfindung und psychologischen Ansätzen geht. Eine schöne Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang.

Es geht darum, dass Marlene ein Achtsamkeitsseminar belegen soll, damit sie die gewünschte Karriereleiter hochsteigrn kann und als Vorstandsvorsitzende agieren kann. Da sie aber als empathielos und hart wirkt, soll sie nun bei Alex dem Seelenflüsterer in einem Brandenburger Schloss dieses Seminar belegen.

Das dieser aber selber Beziehungsprobleme hat und sein Unternehmen kurz vor der Innsolvenz ist, prallen Welten aufeinander.

Nicht dass das genug ist noch einige einzigartige Charaktere geben diesem Aeminar Witz, Skurillität und Freude und dieses Buch zu einem humorvollen kurzweiligem Lesegenuss.
Profile Image for Denise.
148 reviews2 followers
May 14, 2026
Ich fand das Buch okay. Es war für mich angenehm zu lesen, ich war schon interessiert, wie es weitergeht und die Atmosphäre im Buch fand ich angenehm. Gleichzeitig fand ich, dass der Fortschritt wirklich zu schnell ging, dass nur eine Woche so viel in einer Person löste, naja, find ich nicht ganz realistisch, vor allem nicht mit ihrer Vergangenheit. Außerdem fand ich, dass es viele Erzählstränge gab, die ziemlich dramatisch waren und nur sehr kurz und für mein Gefühl zu oberflächlich waren und nicht vertieft wurden. Für mich hätten weniger Erzählstränge gereicht, die dann vertieft worden wären.
Ich mochte immer wieder die kritische Noten zur Achtsamkeit und gleichzeitig die positive Haltung dazu.
Alles in allem war es okay, aber jetzt nicht unbedingt, was mich vom Hocker reißt.
Profile Image for Jennifer.
169 reviews
March 25, 2026
Der Roman von Maxim Leo gefiel mir ausgesprochen gut. Skurrile, aber irgendwie auch nachvollziehbare Persönlichkeiten, ein interessantes Setting und viele existenzielle Fragen schafften eine kurzweilige Geschichte.
Profile Image for Jan Gre.
77 reviews
May 22, 2026
Das Buch hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Ich habe eine charmante, leicht zu lesende und ein wenig klischeebehaftete Geschichte mit Herz erwartet und bekommen! Und hatte entsprechend eine gute Zeit:)
10 reviews
May 18, 2026
Der Schreibstil des Autors ist zwar flüssig und angenehm zu lesen, allerdings konnten mich die Geschichte und die Charaktere nicht überzeugen. Leider bedient das Buch das typische Klischee der beruflich erfolgreichen Frau, die automatisch als harte, unsympathische und skrupellose „Karrierefrau“ dargestellt wird. Diese eindimensionale Charakterzeichnung hat mir den Lesespaß verdorben.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Fruggielicious.
824 reviews9 followers
April 6, 2026
Einatmen, Ausatmen von Maxim Leo / Rezension

Dieses Buch war schon sehr sehr nah an einem perfekten Buch für mich! Dabei ist es das erste Buch des Autors, das ich je gelesen habe.

✨Zitate

„Sie nahm die hellblaue Jeans aus der Kiste, die könnte noch passen. Auch die T-Shirts schienen okay zu sein. Aber reichten die Sachen für zwei Wochen? Kaum war diese Frage in ihrem Kopf aufgetaucht, spürte sie auch schon die Verzweiflung: Wie sollte sie das aushalten, zwei Wochen lang in dieser Laber-Akademie? Zwei ganze verdammte Wochen!“

„Es folgte eine Aufzählung kritischer Bewertungen von namentlich nicht genannten Mitarbeitern, die vor allem ihren Charakter und ihren Führungsstil infrage stellten. »Die Kollegen beschreiben Sie als unempathisch, sie haben nicht das Gefühl, von Ihnen gesehen zu werden«, sagte Dr. Finckenstein. »Etliche Mitarbeiter fühlen sich nicht motiviert, sondern unter Druck gesetzt. Von einem Klima der Kälte und Angst ist die Rede. Mit Lob sollen Sie dagegen sehr sparsam sein.«“

„Es könnte durchaus sein, dachte Marlene, dass Alex Grow einen Fake-Bauern bei irgendeiner Agentur bestellt hatte, weil er wusste, wie sehr die Stadtmenschen sich nach dem Bild sehnten, das sie von den Landmenschen hatten.“

„Nur einen Eierbecher hatte sie damals mitgenommen, dunkelblau mit weißen Punkten. Sie hatte diesen Eierbecher eher zufällig eingesteckt und freute sich jetzt manchmal, ihn zu sehen.“

✨Inhalt

Marlene ist knallharte Managerin und für die Wehwehchen und Problemchen (in ihren Augen) ihrer Mitarbeiter hat sie kein Verständnis. Leider wird ihr das zum Verhängnis und zum Hindernis auf dem Weg dazu, zum CEO ihrer Firma aufzusteigen. Kurzerhand wird sie zu Alex Grow, Deutschlands erfolgreichstem Coach, ins Achtsamkeitsseminar geschickt, um Empathie zu erlernen und eine bessere Führungskraft zu werden…

✨Meinung

Ich hatte so viel Spaß beim Lesen. Der Schreibstil ist super und ich habe eigentlich schon auf der ersten Seite gekichert. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass aus Gründen, die ich gar nicht so konkret benennen kann, dieses Buch einfach ein Match zu meinem Geschmack ist. Es hat mich tief berührt, zum Lachen gebracht, mich stellenweise geärgert. Ein Cocktail aus Emotionen, verpackt in eine schöne Geschichte.

Marlene ist zwar nicht unproblematisch, aber dennoch relatable. Mir war sie von Anfang an sympathisch und ich fand sie extrem witzig. Sie ist eine unbequeme Protagonistin und nicht unbedingt ein klassischer Love Interest. Sie macht eine starke Entwicklung durch und setzt sich mit ihrer Vergangenheit auseinander, insbesondere mit dem problematischen Verhältnis zu ihrer Mutter.

Man könnte sagen, dass die Entwicklung zu schnell war, aber ich sehe das nicht so. Marlene wurde in eine andere Umgebung verpflanzt und hat angefangen zu blühen.

Ich bin davon überzeugt, dass uns Menschen manchmal schon Kleinigkeiten (eine nette Geste, ein liebes Wort, jemand hat an uns gedacht, jemand hat sich an etwas erinnert, was wir mal gesagt haben etc. etc.) in eine ganz neue und positivere Richtung bewegen können.

Schon vom Klappentext weiß man, dass es einen „schüchternen Hausmeister“ gibt 😍😍😍 yes yes! Und ich würde Euch gern von Mattissen vorschwärmen, aber lasst Euch einfach überraschen. Nur so viel: keine Insta Love weit und breit zu sehen. Und sie sind einfach nur goldig! Mehr sage ich nicht.

Warum weine ich, während ich das schreibe 😭😅😂?

Alex Grow (Protagonist) ist ebenfalls ein sehr guter Charakter, auch wenn ich etwas länger gebraucht habe, um mit ihm warm zu werden. Der Beruf eigenes Lebenscoaches ist mir ebenso suspekt wie der von Influencern, aber es war dennoch sehr interessant und spannend, da hinter die Kulissen zu schauen. Und ich war durchaus angetan, insbesondere die Übung „Aufstellung“ hat mir gut gefallen.

Alex macht seine eigene Entwicklung durch, trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen, aber sein Herz ist am rechten Fleck!

✨Fazit

Was soll ich sagen? Ich hoffe, dass ich mit der Zeit mehr solche Bücher finde. Angezogen durch das wunderschöne Cover, habe ich hier einen echten Schatz entdeckt. Ich habe gelacht, ich habe geweint, was bitte möchte man mehr?

Übrigens: das Buch hat wie üblich gemischte Reviews bekommen, zapft Euch daher gern erstmal die Leseprobe runter und gewinnt einen eigenen Eindruck, wenn das Buch Euch thematisch anlacht.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Profile Image for Buchbesprechung.
234 reviews23 followers
March 18, 2026
Seine Bücher mögen sich zwar inhaltlich deutlich unterscheiden und zwischen Historie und Gegenwart, zwischen Politik und Alltagsleben wechseln. Aber eines haben alle Werke des Schriftstellers Maxim Leo (56) gemeinsam: So ernst das Thema im Kern auch sein mag, schafft er es doch immer, den Sachverhalt in der für ihn typischen Leichtigkeit und gelegentlich auch sanfter Ironie darzustellen. Im Vordergrund steht bei ihm immer der Mensch mit seinen Stärken, meistens aber mit seinen oft unvermeidbaren Schwächen. Dies gilt auch für seinen im März beim Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlichten Roman „Einatmen – Ausatmen“, in dem es als Folge der sich von Generation zu Generation wandelnden gesellschaftlichen Einstellungen, Verhaltens- und Denkweisen um die scheinbar immer schwieriger werdende Suche nach dem individuellen Lebenssinn und Glück geht.
Die Protagonistin seines neuen Romans, Marlene Buchholz, steht vor ihrem seit Jahren angestrebten Berufsziel, Vorstandsvorsitzende ihres Konzerns zu werden. Doch mangelt es der fachlich kompetenten Managerin an der für diese Position ebenfalls nötigen Empathie im Umgang mit dem Personal, worauf mehrfache Beschwerden bei der Antidiskriminierungsbeauftragten hinweisen. Deshalb schickt sie der Seniorchef zu einem Achtsamkeits-Coaching. Marlene fügt sich widerwillig und fährt – wie sie es nennt – ins „Umerziehungslager“ zum „Seelentröster“ Alex Grow. Dumm ist nur, dass Alex selbst gerade unter Burn-out und Panikattacken leidet und seine bisher so erfolgreiche Academy vor der Insolvenz steht. Sollte er aber im Fall Marlene erfolgreich sein, ist ein rettender Großauftrag des Konzerns zu erwarten.
Maxim Leo scheint in seinem unterhaltsamen Buch aus dem eigenen Fundus an Erfahrungen mit diesem Thema geschöpft zu haben: Seine Ehefrau ist als Coach tätig, und seine beiden Töchter mahnen – wie er selbst sagt – beim Vater immer wieder mehr Achtsamkeit an. Nicht nur, dass Leo die Vielfalt der von Alex Grow angebotenen Selbstfindungs- und Achtsamkeitskurse sehr plastisch beschreibt, sondern es gelingt ihm, die unterschiedlichsten Menschentypen in der Handlung gegenüberzustellen.
Marlene Buchholz, die nur für ihre Karriere lebt, hat überhaupt kein Verständnis für junge Kolleginnen, die „problematischen Themen aus dem Weg gehen und ihre Ehre als Frau verteidigen, dass für die eigentlichen Arbeitsaufgaben kaum noch Energie übrig blieb.“ Diese „verhuschten Ponyfrauen“ stehen, wenn sie im Job nicht die erwartete Leistung bringen, nur Marlenes Erfolg im Weg. Die Antidiskriminierungsbeauftragte Gundula Starkowski fühlt sich in ihrer Aufgabe inzwischen überfordert: „Die Menschen wurden immer dünnhäutiger, waren immer schneller verletzt oder beleidigt. Die Grundidee ihres Jobs … drohte in allgemeiner Jammerlust zu versinken.“
Dann gibt es aber auch den schüchternen Hausmeister Mattissen, der vor Jahren seinen guten Job als Ingenieur aufgab, um lieber ein stressfreies Leben zu führen und sich um seine alte Mutter zu kümmern, sowie die 14-jährige Conny aus zerrüttetem Elternhaus, die statt zur Schule zu gehen, ihren Lebenssinn im Umwelt- und Naturschutz sieht. Weniger das Seminar, bei dessen Kursen Marlene kaum mitmacht, sondern die Begegnungen mit diesen beiden Menschen lösen bei ihr den vom Seniorchef gewünschten inneren Wandel aus und machen ihr klar, was wirklich ein erfülltes Leben ausmacht.
Natürlich gibt es bereits viele Ratgeber zum Thema Sinnsuche und Achtsamkeit – sowohl als Sachbuch als auch als Roman. Wir Leser sollten also inzwischen wissen, worauf man achten sollte. Insofern ist die Entwicklung der Handlung und Protagonisten in „Einatmen – Ausatmen“ wenig überraschend, zumal manche Szene und Figur doch etwas klischeehaft wirkt. Der Geschichte hätten einige unerwartete Wendungen und etwas mehr Dramatik im Ablauf gutgetan, um für Spannung zu sorgen. So bleibt der Roman ein flüssig erzählter, leicht lesbarer Unterhaltungsroman, der auf psychologisch nicht allzu tiefgehende Art existenzielle Fragen mit Situationskomik verbindet. Aber vielleicht ermöglicht genau dies jenen Lesern einen leichten Einstieg ins Thema, die sich vor der Lektüre von Ratgebern scheuen.
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April 12, 2026
Einatmen Ausatmen von Maxim Leo beginnt wie eine bissige Abrechnung mit unserer Selbstoptimierungs-Gesellschaft – und endet ganz woanders: leiser, nachdenklicher, fast versöhnlich.
Im Zentrum steht Marlene Buchholz, eine Frau, die alles erreicht hat – außer Nähe zu anderen Menschen. Ihre Beförderung hängt ausgerechnet davon ab, ob sie lernt, empathischer zu sein. Also landet sie in einem Achtsamkeitsseminar, das sie selbst eher als „Umerziehungslager“ betrachtet. Dort trifft sie auf Alex Grow, einen Coach, der anderen Orientierung geben soll – während ihm selbst gerade alles entgleitet.
Was folgt, ist weniger ein klassischer Plot als ein Aufeinandertreffen zweier Lebensentwürfe: Kontrolle versus Kontrollverlust, Karriere versus Sinnsuche.
Leo schreibt leicht, fast spielerisch – und genau darin liegt seine Stärke. Die Sprache ist zugänglich, temporeich und durchzogen von einem feinen, oft selbstironischen Humor. Genau wie in seinen anderen Romanen. Die Dialoge sitzen, wirken lebendig und tragen viel zur Dynamik zwischen den Figuren bei. Gleichzeitig schafft er es, unter dieser Oberfläche immer wieder ernstere Themen anklingen zu lassen, ohne dass der Roman je schwer wird.
Auffällig ist der Perspektivwechsel zwischen Marlene und Alex. Dadurch entsteht eine schöne Doppelbewegung: Während Marlene langsam lernt, sich selbst zu hinterfragen, kämpft Alex damit, überhaupt noch Halt zu finden. Diese Spiegelung macht den Roman interessant – auch wenn beide Figuren an manchen Stellen etwas klischeehaft wirken. Doch gerade durch ihre Brüche und Unsicherheiten gewinnen sie schnell an Sympathie.
Inhaltlich balanciert der Roman geschickt zwischen Satire und Ernst. Anfangs hatte ich das Gefühl, hier wird der ganze Coaching- und Achtsamkeitsboom ordentlich aufs Korn genommen – und ja, diese Spitzen gibt es auch. Aber im Laufe der Geschichte verschiebt sich der Ton. Die ironische Distanz wird zugunsten einer ehrlicheren Auseinandersetzung mit Themen wie Selbstbild, Erwartungen und Lebensentwürfen aufgegeben. Das wird nicht jede*r mögen, ich fand es aber durchaus spannend.
Besonders gelungen sind die Momente, in denen Marlene aus ihrer gewohnten Welt herausgerissen wird – sei es durch Naturerfahrungen, Begegnungen oder Übungen wie die Familienaufstellung. Hier zeigt sich, dass hinter der kühlen Fassade mehr steckt, als sie selbst lange wahrhaben wollte. Ihr Wandel geht stellenweise schnell – vielleicht sogar etwas zu schnell – wirkt aber emotional nachvollziehbar.
Nebenfiguren und kleinere Episoden lockern die Handlung auf, auch wenn sie nicht immer zwingend notwendig erscheinen. Dafür bringen sie Wärme und Farbe in die Geschichte. Und ganz nebenbei stellt der Roman Fragen, die hängen bleiben:
Was, wenn Erfolg nicht erfüllt? Was, wenn wir uns selbst auf dem Weg dorthin verloren haben?
Fazit: Ein unterhaltsamer, klug erzählter Roman, der mit Humor beginnt und mit Herz endet. Vielleicht nicht in jeder Hinsicht originell, aber mit einem feinen Gespür für die Widersprüche unserer Zeit. Eine Geschichte, die leicht daherkommt – und trotzdem dazu einlädt, das eigene Leben kurz anzuhalten und zu fragen: Bin ich eigentlich noch auf meinem Weg?
Profile Image for Kerstin.
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April 6, 2026
Einatmen. Ausatmen. – Maxim Leo
 
„Sie wusste schlicht nicht, wie man es anstellt, sich mit anderen Menschen zu verbinden.“ (S.37)
 
Sie – das ist Marlene Buchholz, 39, irgendwie in einer richtig wichtigen Funktion bei der „Aviola“ in Hamburg und mit der Option, dort noch wichtiger, nämlich CEO zu werden. Zu Marlenes Bedauern reichen Kompetenz, Erfahrung und Ehrgeiz sowie halbherzig Verständnis für Mitarbeitende und ihre Belange vorzugaukeln nicht aus, um befördert zu werden und insbesondere ihr robust-rustikales Auftreten gegenüber dem Team sorgt für Zweifel an ihrer Befähigung für die gehobene Position.
 
Marlenes Chef Dr. Finckenstein hat vor Jahren an einem Seminar in der „Academy“ von Alex Grow teilgenommen, ist dort zu Ruhe gekommen, hat gelernt einen anderen Blickwinkel einzunehmen und verstanden, dieses erfolgreich in seine Führungsrolle einzubringen. Die „Academy“ scheint der beste Ort zu sein, um Marlene aus ihrer ausgeprägten Emotionsarmut herauszuholen und Alex der Einzige, der aus ihr eine empathische Führungskraft hervorzaubern kann.
 
Zauber und ein kleines Wunder wären auch für Alex gar nicht so schlecht, denn seine „Academy“ steht wirtschaftlich nicht gut da. Und so findet sich flott ein Deal mit Dr. Finckenstein: gelingt es Alex, Marlene zu einer Führungskraft mit Herz zu machen, werden zukünftig alle Mitarbeitenden der „Aviola“ Kurse bei ihm belegen und die „Academy“ wäre damit gerettet.
 
Es versteht sich von selbst, dass Marlene nur widerstrebend der Anweisung von Dr. Finckenstein folgt und sich auf den Weg zu Alex macht. Sie hält Achtsamkeit für Firlefanz und sieht die Zeit bei Alex als Zeitverschwendung an, die ihren Weg an die Unternehmensspitze verzögert - und schon bald treffen zwei Welten aufeinander.
 
Wunderbar! Einfach großartig! Maxim Leo erzählt mit Humor, Verstand und Gefühl eine Geschichte, die viel, viel mehr als „Junge trifft Mädchen“ ist und mich wunderbar unterhalten hat. Es passiert viel, aber nicht zu viel in der Geschichte, die einzelnen Handlungsstränge sind klug und glaubhaft miteinander verbunden und selbst die Nebenfiguren mit viel Liebe angelegt. Ganz besonders haben es mir Günther Mattissen und seine Mutter angetan. Ich mag diesen Teil der Geschichte in all seinen Facetten. Die Welt braucht mehr Mattissens!
 
„Alles ändert sich, nichts kann bleiben, wie es war. Warum eigentlich? War denn alles so schlecht vorher? Wir brauchen doch Dinge, die einfach da sind und auf die man sich verlassen kann.“ (S.128)
 
Ich mag es, wie Maxim Leo erzählt, seine Bücher zu lesen ist ein wenig, als ob dir ein Herzensmensch eine schöne Geschichte erzählt. Ich sehe die Orte vor mir, bin beobachtend mittendrin in der Szenerie und die Personen sind so lebhaft beschrieben, dass ich mir vorstellen kann, wie sie sich bewegen, wie ihre Gesten aussehen und ihre Stimmen klingen.
 
„Einatmen. Ausatmen.“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert; ganz große, herzliche Leseempfehlung.

 
238 reviews
April 7, 2026
für mich ein tolles Leseerlebnis


„Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo, erschienen im @kiwi_verlag , war ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe die Bücher dieses Autors, der aktuelle und auch auch tiefgründige Themen mit einer großen Portion Humor in seinen Büchern verarbeitet.

Marlene Buchholz ist auf ihrem Karriereweg auf dem Weg nach ganz oben. Sie soll CEO des Aviola Konzerns werden. Doch ihr Chef zweifelt an ihrer emotionalen Intelligent, vor allem was die Empathie ihren Untergebenen gegenüber angeht und so wird Marlene zu einem Achtsamkeitstraining in die brandenburgische Pampa geschickt.
Marlene, aufgewachsen bei einer fordernden Mutter, der sie nie genügte und sie immer zu Höchstleistungen anspornte und Eigenliebe und Achtsamkeit gegenüber den eigenen Ressourcen für Blödsinn hält und die Vergangenheit lieber negiert, als sich mit Traumata auseinandersetzt, hat ihr Leben nie in Frage gestellt. An erster Stelle stand die Arbeit, an zweiter die Arbeit und an Dritter die Arbeit.Privatleben ist überbewertet und so lebt Marlene in einem möblierten Appartement, dass sie zum Schlafen und Duschen nutzt.
Als pragmatische Person nimmt sie die Aufforderung zum Coaching stoisch auf, da es für ihre Karrriere wichtig ist, ohne sich viel aus diesem „Seelenstriptease„zu machen.

Alex Grow, der Besitzer des Coachingzentrums, hat mit seinen eigen Geistern der Vergangenheit zu kämpfen, aber auch mit realen, denn sein Zentrum steht kurz vorm Konkurs. Das Angebot von Marlenes Chef, dass wenn er Marlene fit macht für ihren Posten, ihm alle Mitarbeiter des Konzerns zum Coaching geschickt werden und er somit sein Lebenswerk rettet,kann er nicht ausschlagen, doch Marlene scheint ein harter Brocken zu sein.

Maxim Leo hat mich mit seinem neuen Buch zum lauten Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht.Viele Situation werden mit viel Witz und Situationskomik erzählt,was das Ganze sehr unterhaltsam
macht, die Bedeutung des Themas Achtsamkeit aber nicht herabwürdigt. Psychologische Themen wie Atemtraining, Traumabewältigung, Familienaufstellung, Waldbaden usw werden angesprochen, aber eben nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern so, dass man es gerne liest und auch zum Nachdenken kommt.
In einer Welt, in der viele in ihrem Hamsterrad festsitzen, ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit, ist so ein Buch das auf so unterhaltsame Weise dieses Thema behandelt sehr wohltuend,
Ob man denn dann so schnell wie Marlene seinen Lebensweg umschmeißt sei dahingestellt, aber so erst sollte man manches in diesem Buch auch nicht nehmen, so habe ich den Autor, der vieles mit einem Augenzwinkern erzählt wenigstens verstanden. Trotzdem stellt es manches infrage und eröffnet andere Perspektiven und das mag ich an Büchern.
Für mich war Einatmen , Ausatmen ein sehr unterhaltsames Leseerlebnis das ich sehr gerne weiterempfehle,wie auch die anderen Bücher dieses Autor, die mir alle gut gefallen haben.
Profile Image for Sabine.
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March 14, 2026
Marlene Buchholz steht kurz vor dem Höhepunkt ihrer Karriere: Die Position als Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns ist in greifbarer Nähe. Fachlich ist sie über jeden Zweifel erhaben, doch ihr zwischenmenschliches Auftreten lässt zu wünschen übrig. Um ihre Beförderung abzusichern, lässt sie sich auf ein Coaching bei Alex Grow ein, einem gefeierten „Seelenflüsterer“. In der Abgeschiedenheit eines Brandenburger Schlosses treffen zwei völlig gegensätzliche Welten aufeinander. Doch auch beim Erfolgscoach bröckelt die Fassade; Grow kämpft mit Panikattacken und der drohenden Insolvenz seiner Akademie. In dieser spannungsgeladenen Situation sorgen unerwartete Begegnungen mit einem verletzten Wildschwein, einem zurückhaltenden Hausmeister und einem jungen Mädchen dafür, dass feste Lebensentwürfe ins Wanken geraten.

Es ist eine kurzweilige und humorvolle Geschichte, die dennoch ernste Themen anspricht. Der Anfang überzeugt durch eine Leichtigkeit, die mir sehr gefallen hat, wobei schnell deutlich wird, dass unter der Oberfläche tiefgründigere Töne mitschwingen.

Die Protagonistin Marlene wirkt zunächst wenig sympathisch – als Vorgesetzte möchte man sie im Berufsalltag sicher nicht erleben. Dennoch fand ich es spannend, im Handlungsverlauf eine weichere Seite an ihr zu entdecken. Dass dieser Wandel während des Seminars für mein Empfinden etwas zu plötzlich und damit wenig glaubwürdig geschah, trübte das Lesevergnügen zwar ein wenig, nahm der Erzählung aber nicht ihren Charme.

Alex Grow verkörpert für mich das typische Klischee eines Coaches, was ihn mir nicht unbedingt sympathisch machte. Dass er jedoch seine eigenen Prinzipien bricht und mit menschlichen Schwächen ringt, verleiht seiner Figur eine angenehme Tiefe und macht ihn greifbar.

Während die Hauptfiguren mitunter etwas schematisch agieren, haben mich die Nebencharaktere – Hausmeister Mattissen und die junge Umweltaktivistin Connie – durch ihre Natürlichkeit berührt. Sie verleihen der Geschichte eine Herzlichkeit, die über die stellenweise vorhersehbare Handlung hinwegtröstet.

Sicherlich gibt es hier und da Übertreibungen und Klischees, dennoch mochte ich die Atmosphäre und das Setting des märkischen Schlosses sehr und war neugierig auf den weiteren Fortgang.

Der Schreibstil ist modern und verzichtet auf unnötige Schnörkel. Er liest sich angenehm locker und flott, ohne dabei ins Umgangssprachliche zu verfallen. Dank der kurzen Kapitel fliegt man förmlich durch das Buch, wobei der Spannungsbogen konstant bleibt. Für mich war es eine angenehme Lektüre, die trotz der Vorhersehbarkeit eine warme und unterhaltsame Wirkung entfaltet.
171 reviews
March 26, 2026
Inhalt siehe Klappentext.
Vor 2 Jahren habe ich von Maxim Leo „Wir werden jung sein“ gelesen und kürzlich die Verfilmung von „Es ist nur eine Phase, Hase“ gesehen. Mir ist das Titelbild zu „Einatmen. Ausatmen.“ aufgefallen, die vielen Blumen könnten tatsächlich die nötige Ruhe ausstrahlen, wenn man sich darauf einlässt. Ich selbst halte nichts von Coaches und Coaching, Trainern und Training sowie sogenannten oder selbsternannten Gurus, aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden. Marlene ist offensichtlich auch kein Freund davon, sich Dinge vor- und einreden zu lassen - so, wie sie gleich einen Deal mit Alex Grow (fantastischer Name…) aushandeln will. Ich denke, man sollte das Achtsamkeitstraining im Brandenburger Schloss nich todernst nehmen, sondern erstmal eine Runde entspannt ein- und ausatmen, sich Alex‘ Methoden anhören und dann entscheiden, ob man auf die Yoga-Wiese geht oder lieber nackt durch den Wald humpelt, weil einen die Waldameisen angegriffen haben, gegen die das Wildschwein noch harmlos ist. Urkomische Szenen in freier Wildbahn, zum Lachen, wäre Marlenes Situation nicht so traurig. Sehr herzlich und herzerwärmend finde ich Marlenes Austausch mit Mattissen und dessen Mutter, diese ehrlichen und echte Gespräche könnten Marlene mehr helfen, als die ganzen Therapieversuche. Alex kommt mit Connie in den Genuss einer ganz besonderen Therapie, die man für Geld nicht kaufen kann - unverstellt und spontan, wie Kinder eben sind. Ich hätte nicht gedacht, dass die Forstrettungsaktion Alex‘ beruflichen Plänen und Ziele einen anderen Stellenwert gibt und sogar er nun überdenkt, was er wirklich will und braucht. Ich finde, er wirkte zu Beginn ziemlich angestrengt, auch wenn er sich locker geben will. Auch bei Marlene scheinen die neu gewonnenen Erkenntnisse einiges bewirkt zu haben, sie redet mit ihrer Mutter - ich freue mich, dass sich Marlene so entschieden hat, wie es nun ist und dass auch Alex praktisch von seinen Kursteilnehmern gelernt hat und die Prioritäten anders setzt. Flüssig zu lesen, anregend, um mal über sich und sein Leben, seinen Lebensweg und -stil nachzudenken, auch wenn alles gut scheint, so wie es ist. Es gibt immer Möglichkeiten… Dass Autor Maxim Leo einen Schauplatz abseits der hektischen Großstädte gewählt hat, mitten im ostdeutschen Land, weitab vom Schuss, um es mal direkt auszudrücken, finde ich grandios, da kommt die Ruhe wie von selbst und gibt Bonuspunkte. Somit komme ich nach der mit 256 Seiten recht kurzen Lektüre von „Einatmen. Ausatmen.“, ohne dass ich selbst einen Kurs, Training oder ähnliches absolvieren musste, auf einen Punktestand von 5 Sternen - und das im stressigen Alltag. Bravo!
78 reviews
Review of advance copy
March 1, 2026
So, Herr Grow, wie funktioniert denn so eine Teufelsaustreibung?

Marlene Buchholz soll der Neue CEO des Aviola Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig darüber das sie die Firma sehr weit nach vorne gebracht hat und horrende Gewinne erzielt hat. Menschlich ist Marlene jedoch Untragbar. Ihr fehlt jegliches Feingefühl im Umgang mit den Angestellten, sie ist mehr als nur unemphatisch. Für Marlene zählt lediglich Gewinne zu erzielen.

Aufgrund dieser aktuellen Situation wird Marlene, bevor sie den Posten als CEO antreten, darf von Ihrem Vorgesetzten in ein Achtsamkeitscamp geschickt.
Doch ausgerechnet der Inhaber dieses Camps steckt gerade selbst in einer tiefen Sinnkrise. Noch dazu steht seine Achtsamkeits Academy kurz vor dem Bankrott. Für Alex Grow ist "der Fall" Marlene Buchholz existenziell. Denn nur dann, wenn er Marlene etwas mehr Menschlichkeit und Emphatie näher bringen kann, kann er seine Academy retten, da er mit dem Vorgesetzen von Marlene einen Deal ausgehadelt hat womit er sein Unternehmen vor dem Aus retten kann.

Marlene hat mir extrem gut gefallen, ihr Humor ist einzigartig, sie ist so trocken und haut Sachen auf dem Punkt raus, das ich sie Regelrecht geliebt habe. Alle anderen Protagonisten sind auch überaus sympathisch.

Leider muss ich jedoch sagen das dieser Roman, für mich, ein absoluter Fehlgriff gewesen ist. Für die wenigen Seiten war mir einiges viel zu weit hergeholt.
Was mich massiv gestört hat war, das Marlene hier eine hundert achtzig Grad Drehung innerhalb weniger Tage durchgemacht hat. Die Geschichte ist mir viel zu unrealistisch. Die gesamte Begebenheit rund um den Hausmeister, also bitte, mehr Unrealismus geht ja kaum noch. Marlene sitzt urplötzlich am Sterbebett seiner Mutter wo sie den Hausmeister gerade mal seit drei Tagen "kennt" ??? Oh man...

Ebenso den Erzählstrang rund um Connie, alles viel zu viel.

Manchmal ist weniger eben mehr. Hier bin ich froh das dieser Roman so kurz und auch kurzweilig war und das ich diesen schnell, nebenher weglesen konnte.

Mein Fazit
Ein Roman der viel zu voll und viel zu unrealitisch ist, den man allerdings auch schnell mal nebenher weglesen kann, aber nicht muss.
Leseempfehlung?
An der Stelle leider nein. Für mich war das ein Fehlgriff.
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