Jump to ratings and reviews
Rate this book

What would Picard do?: Star Trek als Social Fiction

Rate this book
Der amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King, die Science Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin, der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis und der Rock- und Folkmusiker Tom Morello ("Rage Against the Machine") – sie alle haben eins Sie sind Trekkies. Gene Roddenberrys in den Weltraum verlegte Western-Serie mit allen seinen Nachfolgern formuliert nicht nur eine Utopie – überraschenderweise eine Seltenheit im Science Fiction! –, sondern war eine ganz reale Intervention in die Medienwelten der 1960er und dann der 1980er/1990er-Jahre. Bis heute haben die Fernsehserien und bisher 13 Kinofilme Generationen von Trekkies politisch inspiriert. Die Beschäftigung mit der Geschichte von Star Trek und seinen Wirkungen ist daher auch eine Alltagsgeschichte der Linken seit den späten 1960erJahren.

Torsten Bewernitz diskutiert im vorliegenden Band Geschlechter- und Klassenverhältnisse, Kriege, Krisen und Pandemien, Vergangenheitsbewältigung und Zukunftsvisionen, die auch heute noch diskussionswürdig sind. Im Sinne einer »Archäologie der Zukunft« (Ursula K. Le Guin) schürft Torsten Bewernitz in den zukünftigen Geschichten um das Raumschiff Enterprise nach Erkenntnissen für die Gegenwart.

140 pages, Kindle Edition

Published October 24, 2025

Loading...
Loading...

About the author

Torsten Bewernitz

9 books1 follower

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
1 (20%)
4 stars
4 (80%)
3 stars
0 (0%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 1 of 1 review
Profile Image for Nada.
290 reviews1 follower
January 1, 2026
Als Nicht-Soziologin glaube ich, nach diesem Buch mindestens +10 Intelligenz erlangt zu haben.

Ich hatte, bis ich das Buch gelesen habe, nur Raumschiff Enterprise und The Next Generation vollständig gesehen und den Anfang von Deep Space Nine. Trotzdem habe ich soweit alles verstanden. Mit ein paar Spoilern muss man allerdings rechnen.

Das Buch geht sehr in die Tiefe und greift Themen wie Rassismus, Kapitalismus, Künstliche Intelligenz und Klassengesellschaft auf. Ich bin eine Person, die solche Bezüge in Serien gar nicht sieht, bzw. sie nicht selbst herstellen kann und bin deshalb froh, dass es dieses Buch gibt. In weitesten Sinne habe ich gelernt, dass Star Trek sehr viele sozialpolitische Fragen aufwirft, die man unbedingt auf heute beziehen muss. Vor allem finde ich spannend, dass hinter einigen Folgen und Darstellungen von Spezien (?) reale Personengruppen und Ereignisse stehen. So bearbeitet Star Trek die Gegenwart auf neue kreative Weise und hilft so bei der Reflexion. Das wiederum hilft der Gesellschaft sich selbst zu reflektieren und neu zu lernen.

Man lernt auf jeden Fall viel und vielleicht kann man sagen, dass manches weit hergeholt ist, aber ich finde es gut, auch hier den Diskurs für neue Erkenntnisse zu öffnen. Mir gibt das neue Wissen mehr Tiefe zur Serie und deshalb hat es sich zu 100% gelohnt!

Achso noch kurz: Der Autor bezieht sich sehr viel auf Le Guin, auch hier erfährt man mehr und es tut gut, hier etwas gelesen zu haben.
Displaying 1 - 1 of 1 review