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Juventas

8 t., 11 min. Indlæst af Tobias Bukkehave
En kold dyne af sne og slud har lagt sig over København, da de to politifolk Sara Levin og Janus West kaldes ud til et spektakulært fund i en transformatorstation. En ung, smuk mand er blevet dræbt og på rituel vis lagt til skue med to oldromerske mønter over øjnene. Det mest opsigtsvækkende er dog, at liget er dækket af et fint lag iskrystaller – manden, der øjensynlig er blevet banket til ukendelighed med de bare næver, har været frosset ned.

Da endnu et lig dukker op, hyrer Saras chef hendes bror, Adam, der er psykolog og profiler med en fortid i FBI. De to søskende har stort set ikke talt sammen, siden deres far blev fængslet for en række kvindemord ti år tidligere. Nu må de forsøge at finde hinanden i jagten på en bestialsk morder, der ikke lader til at helme, før en forkvaklet plan er ført ud i livet.

Juventas er første bind i en ny krimiserie, der undersøger ensomhedens psykologi, maskulinitet og vold i en tid, hvor kønsroller er under forandring, og internetkulturen har ændret alt.

Audiobook

First published October 6, 2025

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About the author

Tobias Bukkehave

9 books18 followers
Tobias Bukkehave débuted in 2018 with the children’s novels The Journey to Arkadia and The Threat from Kragoria, both about a young boy called Elmer Baltazar. The Journey to Arkadia was nominated for the Orla Children’s Book Prize. Bukkehave also works as a screenwriter for film and television. He lives in Copenhagen with his partner and two children.

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Community Reviews

5 stars
28 (19%)
4 stars
74 (50%)
3 stars
41 (27%)
2 stars
3 (2%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 58 reviews
Profile Image for Laura Theisen.
536 reviews89 followers
August 31, 2026
In Kopenhagen wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Der Tatort wirkt wie eine bizarre Inszenierung, dazu ist der Körper von einer feinen Schicht Eiskristalle bedeckt. Für Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West ist schnell klar, dass sie es hier nicht mit einem gewöhnlichen Mord zu tun haben. Denn der Tote bleibt nicht das einzige Opfer.

Die Ermittlungen führen Sara und Janus auf die Spur eines Killers, der offenbar eine ganz eigene Verbindung zur Antike hat und seine Opfer nach einem bestimmten Muster inszeniert. Um mehr über die Hintergründe der ungewöhnlichen Mordserie herauszufinden, ziehen die beiden Saras Bruder Adam hinzu, der als Profiler arbeitet und ist auf Serienverbrechen spezialisiert ist. Für Sara ist die Zusammenarbeit mit ihrem Bruder allerdings alles andere als einfach. Die beiden waren sich früher sehr nah, haben sich jedoch voneinander entfernt, seit ihr Vater Christian wegen Mordes verurteilt wurde und im Gefängnis sitzt. Als sich herausstellt, dass ausgerechnet die bei den Opfern gefundenen Goldmünzen aus dem Besitz von Christian Levin stammen, bekommt der Fall für Sara eine ganz persönliche Bedeutung…

Tobias Bukkehave war mir bisher völlig unbekannt. Sein erstes Buch ist mir allerdings sofort ins Auge gestochen. Das Cover hat mich direkt angesprochen und auch der Klappentext klang ziemlich genau nach der Art Thriller, die ich gerne lese. Bei nordischen Thrillern habe ich nur manchmal das Problem, dass sie mir zu trocken sind. Ich mag das skandinavische Setting grundsätzlich sehr gerne, aber manche Bücher sind für meinen Geschmack zu nüchtern.

Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen. Schon der erste Tatort macht neugierig und vor allem auch die Inszenierung. Der Fall selbst entwickelt sich zu etwas, das deutlich größer ist, als man zunächst vermuten könnte. Hier wurde sich wirklich einiges ausgedacht und gerade die Vorstellungen des Täters und die Welt, in der er sich bewegt, fand ich interessant. Es ist kein Fall, bei dem man irgendwann das Gefühl bekommt, dass hier einfach irgendein Motiv für eine Mordserie gesucht wurde. Hinter den Verbrechen steckt ein ziemlich großes Konstrukt und ich habe mich tatsächlich mehr als einmal gefragt, wie man auf so eine Idee kommt.

Allerdings ist “Der Prätorianer” definitiv nichts für zarte Seelen. Die Morde sind teilweise sehr brutal und werden auch entsprechend beschrieben. Zwar ist man nicht bei jeder Tat unmittelbar dabei, aber die Beschreibungen der Tatorte und das, was man im Nachhinein über die Opfer erfährt, sind teilweise schon ziemlich heftig. Gerade gegen Ende wird es dann im Showdown noch einmal deutlich gewaltvoller.

Bei den Figuren bin ich leider noch nicht ganz so emotional involviert. Sara Levin und Janus West sind für mich ein Ermittlerduo, bei dem ich durchaus das Gefühl habe, dass da noch einiges kommen kann. Auch Saras Bruder Adam ist interessant, gerade durch die gemeinsame Familiengeschichte der Geschwister. Wirklich stark herausgearbeitet waren die Figuren für mich allerdings noch nicht. Dafür brauche ich vermutlich noch etwas mehr Zeit mit ihnen. Sie haben mich aber definitiv neugierig genug gemacht.

Nun ist “Der Prätorianer” der Auftakt einer Reihe und das wusste ich vor dem Lesen tatsächlich gar nicht. Umso schöner fand ich die Erkenntnis am Ende. Vor allem die Familiengeschichte rund um die Geschwister und ihren Vater scheint mir noch längst nicht auserzählt zu sein. Bisher bekommt man davon nur so viel mit, dass man neugierig wird, aber gleichzeitig noch viele Fragen offen sind. Der Einstieg ist definitiv gelungen.
Profile Image for Jana.
260 reviews12 followers
September 17, 2026
Ich wusste vor diesem Buch nicht was ein Prätorianer ist, und habe wohl viel über das römische Reich und Ritualmord gelernt.

Der Prätorianer ist ein Soldat in der Garde des römischen Kaisers.
Nun findet sich ein Serienmörder in Dänemark wieder, der sich als Prätorianer sieht, und als dieser sich vor seiner Göttin als würdig erweisen muss.
Die Polizei muss dafür ganz anders an diesen Fall heran gehen. Die Psyche des Mörders ist nicht so leicht zu erfassen und die Symbolik der Inzenierung der Toten essentiell.

Es entsteht schon fast ein Familienprojekt. Die Einsatzleiterin bekommt Hilfe von ihrem entfremdeten Bruder (Psychologe) und ist gezwungen ihren Vater aufzusuchen, der seit 11 Jahren im Gefängnis sitzt und rein zufällig Experte für Prätorianer ist.

Interessant sind die Charaktere allesamt. In weiteren Bänden werden diese bestimmt noch weiter ausgeführt. Bisher fielen die Informationen über sie noch schmal aus. Es würde mich aber interessieren wie auch die Geschichte mit dem Vater weitergeht.

Ansonsten ist es zu Teilen auch ekelig blutig. Es gibt viele Beschreibungen von Organen.

Danke an netgalley.
Profile Image for Wal.li.
2,708 reviews75 followers
August 1, 2026
Eiskalt

In Kopenhagen wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, dessen Körper ausgestellt wirkt wie in einem Szenario. Besonders mit mit antiken Münzen bedeckten Augen fallen auf. Es ist das erste Mal, dass Sara Levin als leitende Ermittlerin eingesetzt wird. Gemeinsam mit ihrem Partner Janus West beginnt sie mit den Untersuchungen. Zunächst erscheinen die Hinweise rätselhaft und sie ergeben kein Muster. Was liegt also näher als einen Profiler hinzuzuziehen. Die Entscheidung trifft allerdings der Chef und die Wahl fällt ausgerechnet auf Adam Levin. Und Sara ist zwar sicher, dass er fachlich die richtige Wahl ist, aber Adam ist auch ihr Bruder.

Sara Levin und Janus West bilden ein neues Ermittler-Team in der dänischen Polizei. Als leitende Ermittlerin kann Sara einen Karriereschritt machen. Damit sind allerdings nicht alle Kollegen einverstanden. Auch ihre Verbindung zu ihrem Bruder ist problematisch. Ihr Kontakt ist auf ein Mindestmaß geschrumpft, nachdem ihr Vater wegen Mordes verurteilt wurde. Leider ist es ausgerechnet der Vater, der Erfahrung mit antiken Münzen hat. Mit ihrem Vater wollte Sara nie wieder etwas zu tun haben. Und dazu hat Adam Levin eine andere Einstellung. Nun wird Sara eine Ausnahme machen müssen, denn jeder Hinweis zählt. Der Täter muss unbedingt gefunden werden.

Sowohl beim Lesen als auch beim Hören von Audiobooks fragt man.sich, wenn die Handlung in anderen Ländern angesiedelt ist, wie die Namen wohl auszusprechen sind. Zum Glück macht es der Autor seinen Lesern hier leicht. Dazu wird das Hörbuch auch sehr ausdrucksstark vorgetragen von Oliver Siebeck.

Reihenstarts sind immer schön, um mal ein neues Team kennenzulernen. Wahrscheinlich sind Krimienthusiasten per Kriminalroman schonmal in den Norden gereist. Und doch hält die Neugier an und dem Autor ist es gelungen ein Team mit ein paar Ecken und Kanten vorzustellen, das dennoch sympathisch wirkt. Was das Persönliche angeht, sind einige Ansätze sicher ausbaufähig. Bei einem Reihenstart ist das möglicherweise auch genauso geplant. Die Geschichte um den Mörder ist rätselhaft, das werden geschickt falsche Fährten gelegt. Zum Schluss hin verläuft die Story sehr rasant, da muss man sehr genau aufpassen. Dieser Reihenstart ist sehr ansprechend.
559 reviews3 followers
September 9, 2026
Der junge DJ ist begeistert von der Sängerin Juventas und dated sie. Als er aus ihrer Wohnung kommt, wird er von einer dunklen Gestalt in Empfang genommen. Einige Tage später wir er ermordet und tiefgefroren aufgefunden. Er ist schwer verprügelt worden und dann erwürgt. Anschließend ist ihm seine Leber entnommen worden. Die Kommissare Sara Levin und Janus West sind verantwortlich für die Ermittlungen. Sie tappen erst einmal im Dunklen und so holt der Chef der Kripo psychologische Hilfe in der Person von Adam Levin. Als ein weiterer Toter gefunden wird, stoßen sie auf ein Spur die zu ihrem Vater führt, der als Serienmörder im Gefängnis sitzt. Doch kann er ihnen weiterhelfen oder führt er sie in die Irre?
Der Thriller „Der Prätorianer“ von Tobias Bukkehave spielt im Winder in Dänemark und es werden mehrere Ritualmorde zu lösen sein. Der Titel weist auf einen historischen Hintergrund hin, denn die Prätorianer waren eine spezielle Garde im römischen Reich. Geschickt spielt der Autor mit diesem Bild und einigen anderen Requisiten, wie Münzen und römischer Kleidung, aber auch mit einem Song, den eine der Hauptfiguren mit Künstlernamen Juventas veröffentlicht hat. Auch bei dem Namen der Sängerin ist die Verbindung zu einer römischen Gottheit gegeben. Auch die anderen Hauptpersonen Sara und Adam Levin sind vom Autor mit dem Makel versehen worden die Kinder eines vermutlichen Serienmörders zu sein. Natürlich tauchen immer wieder Verbindungen zu diesem Vater auf. Fieses geschickte Spiel mit den historischen Verweisen und Verbindungen zu einem Straftäter ziehen sich durch den Thriller und heben die Spannung. Man kann von Kapitel zu Kapitel die Spannung spüren, die sich bei den Ermittlern aufbaut. Dieses wird durch die Sprache, die der Autor benutzt noch unterstrichen. Der Spannungsbogen ist gut bis zum Ende ausgebaut und lässt nichts zu wünschen übrig.
Ich finde den vorliegenden Thriller sehr spannend in einer guten Tradition mit anderen skandinavischen Thrillern. Ich kann dieses Buch sehr gut empfehlen.
11 reviews
September 8, 2026
Eine Mischung aus Kriminalroman, Psychothriller und psychologisch grundierter Familiengeschichte

Inhalt & Handlung:
Ein junger Mann wird bestialisch ermordet aufgefunden, wobei der Fundort der Leiche auffällig inszeniert erscheint: er befindet sich inmitten hundert Kerzen, in seiner Haut ist ein Schriftzug eingeritzt, seine Augen wurden mit Goldmünzen antiker Herkunft bedeckt, zudem wurden neben dem Leichnam Gegenstände hinterlassen, die Hinweise auf die römische Mythologie vermuten lassen. Dieser Mord ist jedoch nur der Auftakt einer Reihe von offensichtlichen Ritualmorden, die alle in Bezug zur Antike stehen, von der der Mörder besessen zu sein scheint.
Mit der Ermittlungsarbeit betraut werden die Kriminalkommissarin Sara Levin sowie ihr Partner Janus West, in weiterer Folge wird Saras Bruder Adam, der sich als Profiler mit Bezug zu Serienverbrechern einen Namen gemacht hatte. Das Verhältnis der Geschwister zueinander ist ambivalent, seitdem ihr gemeinsamer Vater wegen Mordes verurteilt worden war.

Schreibstil:
Tobias Bukkehaves „Der Prätorianer“ präsentiert sich als düsterer Kriminalroman, der klassische Elemente des Thrillers mit Motiven aus der Antike und einer stark psychologisch geprägten Familiengeschichte verbindet. Bereits der Beginn erzeugt eine beklemmende Atmosphäre: Schnee, eisige Kälte, unzählige Kerzen und ein rituell inszenierter Leichnam eines jungen Mannes bedienen sich einer Bildsprache, die das Geschehen zwischen rationaler Ermittlungsarbeit und brutalem Schrecken bewegt. Die Morde wirken dadurch nicht wie gewöhnliche Verbrechen, sondern haben etwas Ritualisiertes und fast schon Künstlerisches – was gleichzeitig ziemlich verstörend ist.
Daneben nimmt auch die Familiengeschichte immer mehr Raum ein. Die Vergangenheit von Sara und Adam wird nicht einfach irgendwo dazwischengeschoben, sondern mit dem aktuellen Fall verbunden. Dadurch bekommt die Geschichte noch eine persönliche Ebene, die über die reine Tätersuche hinausgeht.

Charaktere:
Im Zentrum steht Kriminalkommissarin Sara Levin, deren berufliche Ermittlungen zunehmend mit ihrer familiären Biografie kollidieren. Sie ist als Ermittlerin gewohnt, einen gewissen Abstand zu den Fällen zu bewahren. Bei diesem Fall funktioniert das allerdings immer weniger, weil ihre eigene Familiengeschichte plötzlich eine Rolle spielt.- Dass ausgerechnet ihr wegen Mordes verurteilter Vater mit den antiken Goldmünzen in Verbindung gebracht wird, gibt der Erzählung zusätzlichen Zündstoff: Die Vergangenheit drängt in die Gegenwart und zwingt Sara dazu, vermeintlich gesicherte Wahrheiten neu zu hinterfragen.
Ihr Bruder Adam hingegen ist ganz anders mit der Vergangenheit umgegangen. Während Sara den Kontakt zum Vater komplett abgebrochen hat, sucht Adam noch immer nach dessen Anerkennung. Seine Arbeit als Profiler nutzt er sogar als Vorwand, um mit seinem Vater in Kontakt bleiben zu können. Er behauptet, ein Buch über Serienmörder schreiben zu wollen, obwohl dahinter eigentlich ein ganz persönliches Bedürfnis steckt.
Das fand ich an Adam besonders interessant, denn dadurch bekommt seine Figur eine gewisse Verletzlichkeit. Er ist beruflich derjenige, der andere Menschen und ihre Motive analysieren kann, schafft es aber selbst nicht wirklich, sich aus seiner familiären Abhängigkeit zu lösen.
Auch die Beziehung zwischen Sara und Adam ist dadurch interessant. Beide sind durch dieselbe Vergangenheit geprägt, gehen aber völlig unterschiedlich damit um. Der Kriminalfall bringt sie nun wieder zusammen und zwingt sie gleichzeitig dazu, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die sie lieber verdrängt hätten.

Cover:
Das Cover ist definitiv ein Hingucker und passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch.
Die helle, kalte Gestaltung mit den Eiskristall-Strukturen vermittelt zunächst etwas Ruhiges und beinahe Steriles. Dazu steht die Fliege in einem interessanten Gegensatz. Eigentlich ist eine einzelne Fliege auf den ersten Blick nichts Besonderes. In diesem Zusammenhang bekommt sie aber eine ganz andere Bedeutung, denn Fliegen verbindet man automatisch mit Verfall und Tod.
Durch den kleinen roten Akzent wird dieser Eindruck noch verstärkt. Aus einem unscheinbaren Detail wird plötzlich ein Hinweis auf Gewalt und Mord.
Man kann das Cover aber auch noch anders betrachten: Der Täter inszeniert seine Opfer wie Kunstwerke der Antike. Die Fliege könnte deshalb daran erinnern, dass hinter dieser künstlichen Ästhetik letztlich immer noch tote Menschen stehen. Die Schönheit der Inszenierung kann also nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um Vergänglichkeit und Tod geht.

Sprecher:
Oliver Siebeck hat eine angenehme und ruhige Stimme, die meiner Meinung nach gut zu der Geschichte passt. Seine Art zu lesen ist eher sachlich und zurückhaltend.
Was mir allerdings etwas gefehlt hat, war die stärkere Unterscheidung der einzelnen Charaktere. Durch unterschiedliche Stimmen oder etwas mehr Modulation hätte man die Figuren beim Hören vermutlich noch leichter auseinanderhalten können.

Meinung:
Tobias Bukkehaves „Der Prätorianer“ verbindet die typische Merkmale des Kriminalromans mit Elementen des Psychothrillers und einer psychologisch grundierten Familiengeschichte. Schon die ersten Morde sind ziemlich eindrucksvoll beschrieben: Schnee, eisige Kälte, einer Vielzahl an Kerzen, antike Goldmünzen und lateinische Inschriften auf dem Leichnam erzeugen eine beklemmende, fast schon morbide Atmosphäre.
Interessant fand ich auch, dass die Handlung gar nicht so stark darauf ausgelegt ist, ständig neue Verdächtige aus dem Hut zu zaubern. Der Kreis der möglichen Täter bleibt vergleichsweise klein. Dadurch steht irgendwann weniger die Frage im Mittelpunkt, wer der Täter ist, sondern vielmehr, warum er diese Morde begeht und was hinter den Inszenierungen steckt. Die Spannung entsteht folglich weniger durch die permanente Neubewertung verschiedener Verdächtiger als durch die schrittweise Entschlüsselung der Bedeutung der Morde.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Christian Levin, Saras und Adams Vater. Als ehemaliger Professor für klassische Archäologie besitzt er genau das Wissen, das die Ermittler brauchen. Gleichzeitig sitzt er wegen Mordes im Gefängnis und ist alles andere als eine neutrale Informationsquelle.
Die Situation hat mich ein wenig an „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert. Auch dort müssen Ermittler auf das Wissen eines inhaftierten Mörders zurückgreifen, der dieses Wissen natürlich nicht einfach aus reiner Hilfsbereitschaft weitergibt. Ähnlich ist es hier: Christian Levin weiß, dass Sara und Adam ihn brauchen, und nutzt dieses Wissen für sich.

Besonders spannend fand ich dabei die unterschiedlichen Beziehungen der Geschwister zu ihrem Vater. Sara hat nach seiner Verurteilung den Kontakt zu ihm abgebrochen. Adam hingegen versucht noch immer, seine Anerkennung zu bekommen. Dass er dafür sogar seine Arbeit als Profiler vorschiebt, fand ich gleichzeitig interessant wie traurig.

Christian durchschaut seinen Sohn natürlich und macht seine Informationen davon abhängig, dass Adam ein Gespräch zwischen ihm und Sara ermöglicht. Dadurch entsteht eine interessante Dynamik: Obwohl Christian im Gefängnis sitzt und eigentlich derjenige sein sollte, der am wenigsten Kontrolle über die Situation hat, bestimmt er plötzlich die Bedingungen.

Sara muss sich schließlich darauf einlassen, mit ihrem Vater zu sprechen – und genau dadurch wird die Familiengeschichte zu einem festen Bestandteil der Ermittlungen.
Für mich ist das auch eine der Stärken des Romans. Die Familiengeschichte steht nicht einfach neben dem Kriminalfall, sondern beeinflusst ihn immer wieder. Es geht dadurch nicht nur um die Frage, wer für die Morde verantwortlich ist, sondern auch darum, wie sehr vergangene Ereignisse Menschen noch Jahre später beeinflussen können.

Persönliche Kritikpunkte:
Ein bisschen enttäuscht war ich allerdings von der Auflösung. Gerade weil die Handlung zuvor so detailliert aufgebaut wird und die Morde mit so vielen Symbolen verbunden sind, hatte ich mir vom Ende etwas mehr erhofft.
Die Auflösung war für mich im Vergleich zum Rest der Geschichte etwas zu konstruiert und stellenweise fast schon plump. Spannend bleibt es zwar bis zum Schluss, aber ganz überzeugen konnte mich die Lösung des Falls leider nicht.

Fazit:
„Der Prätorianer“ ist für mich vor allem eine interessante Mischung aus Kriminalroman, Psychothriller und Familiengeschichte. Besonders die Verbindung zwischen den ritualisierten Morden und der schwierigen Vergangenheit von Sara und Adam hat mir gefallen.
Profile Image for Peter Keiser Lund.
3 reviews
November 5, 2025
Skuffende. Var vild med hans foregående trilogi med internationalt format og knald på. Her kommer en halvklam krimithriller med et fortænkt plot, som ikke tilfører genren noget nyt. Trist.
Profile Image for Gela.
16 reviews
September 3, 2026
Kerzen erhellen die Dunkelheit, doch sie weisen nicht den Weg zum Licht, sondern zu einer grausamen Inszenierung. In Kopenhagen wird eine Leiche mit antiken Goldmünzen auf den Augen und lateinischer Inschrift gefunden. Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West stehen vor einem Rätsel, die sie in Abgründe führt, die weitaus tiefer reichen, als es der erste Anschein vermuten lässt.

Was mich besonders gepackt hat, ist die düstere Atmosphäre der Ritualmorde. Der Täter, der sich als Prätorianer inszeniert, folgt präzisen Riten. Es ist dieser beklemmende Kontrast, der den Reiz ausmacht. Einerseits spürt man einen fast schon ehrfürchtigen Respekt des Täters vor den Toten, andererseits die grauenhafte Brutalität mit der er seine Wahnvorstellungen umsetzt. Es bleibt nicht bei einem Mord und die Polizei ist immer einen Schritt zurück.

Neben dem Fall ist es auch die Familiengeschichte der Levins, die spannend erzählt wird. Die Familie wirkt vom Schicksal gezeichnet, seit der Vater, ein angesehener Wissenschaftler, als Mörder verurteilt wurde. Die unterschiedlichen Wege, wie Sara und ihr Bruder Adam mit diesem Trauma umgehen, sind sehr glaubwürdig gezeichnet. Während Sara den Schmerz tief in sich vergraben und einen klaren Cut gemacht hat, versucht Adam, das Unbegreifliche zu verstehen und zu analysieren. Besonders Adam bleibt für mich eine rätselhafte Figur – glatt, abweisend und mit einer spürbaren dunklen Seite.

Mit Sara konnte ich mich sehr gut identifizieren. Sie wirkt mit ihrer Energie und ihren kleinen Alltagsproblemen sehr natürlich. Dass sie sich zudem gegen die Vorurteile älterer Kollegen durchsetzen muss, die ihr aufgrund ihres Vaters und ihres Geschlechts nicht zutrauen, den Fall zu lösen, gibt der Geschichte eine menschliche Ebene.

Gänsehaut pur. Die Spannung steigt unaufhaltsam, bis die junge Sängerin Juventa ins Spiel kommt und alles aus den Fugen gerät. Die Gegenüberstellung von Juventas Zerbrechlichkeit und der gestörten Natur des Täters ist absolut fesselnd. Ein Puzzle aus Geheimnissen, das sich erst mühsam zusammensetzt – und am Ende eine Antwort liefert, mit der man nicht rechnet.

Ich bin froh, dass der Fall abgeschlossen wurde und es keinen künstlichen, spektakulären Cliffhanger gibt. Stattdessen werden subtile Details gestreut, die vermuten lassen, dass die Geschichte der Familie Levin noch lange nicht zu Ende ist.

Perfekt für alle, die psychologische Thriller mit einer starken weiblichen Hauptfigur und einer familiären Hintergrundstory lieben.
Profile Image for Seitenmusik.
484 reviews28 followers
August 16, 2026
"Der Prätorianer" von Tobias Bukkehave ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe und im August 2026 bei Hörbuch Hamburg erschienen. Übersetzt wurde das Buch von Thomas Altefrohne und Knut Krüger, vorgelesen wird die rund 9 Stunden und 43 Minuten lange Hörbuchfassung von Oliver Siebeck.

Die Story?

Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West werden zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen: Ein junger Mann wurde ermordet und aufwendig inszeniert. Antike Goldmünzen bedecken seine Augen, lateinische Inschriften wurden in seine Haut geritzt und hunderte Kerzen umgeben die Leiche. Schnell zeigt sich, dass es sich um den Auftakt einer Reihe von Ritualmorden handelt.

Meine Meinung

Die Mischung aus Krimi, Serienkiller-Thriller und historischen Elementen klingt zunächst nach genau meinem Ding. Gerade die Verbindung zur Antike hat mich neugierig gemacht, weil ich mich für Geschichte interessier. Leider konnte mich die Umsetzung letztlich nicht ganz überzeugen.

Das lag vor allem an den Figuren. Besonders Sara hätte durch ihre familiäre Vorgeschichte viel Potenzial für eine interessante und emotionalere Hauptfigur gehabt. Stattdessen ist sie für mich überraschend auf Distanz geblieben. Und ich mag ja Thriller/Krimis, bei denen sich der Fall oder manchmal auch die Fälle mit Familiengeschichten verbinden. Das ist auch hier der Fall. Sarahs Bruder Adam, ein auf Serienverbrechen spezialisierter Profiler, wird hinzugezogen, während die Ermittlungen gleichzeitig zu ihrem Vater führen, der wegen Mordes verurteilt wurde. Aber iwie war das noch nicht ganz ausgereift oder es ist erst für den 2. Teil der Reihe wirklich relevant.

Der Plot wirkt auf mich insgesamt recht einfach und stellenweise fast steril. Dazu kommen endlosen Diskussionen und Zankereien zwischen "verfeindeten" Ermittler:innen im Team. Teilweise hatte ich das Gefühl, die Handlung wird auch künstlich in die Länge gezogen oder neue Personen eingeführt um mehr Verdächtige zu haben.

Aaaaaber: Langweilig ist "Der Prätorianer" definitiv nicht. Die Geschichte ist an sich spannend erzählt und die ungewöhnlichen Tatorte sorgen zusätzlich für eine düstere Atmosphäre. Am besten gefallen hat mir der historische Aspekt, der gerne noch mehr rauskommen hätte dürfen. Genau deshalb fand ich es auch schade, dass dieser Teil nicht noch mehr in die Hanldung eingeflossen ist.

Was den Sprecher anbelangt: Oliver Siebeck mochte ich als Sprecher sehr. Seine Stimme passt wirklich gut zu einem düsteren Thriller, und er macht auch aus längeren Dialogpassagen etwas, das sich angenehm anhören lässt.

Fazit

"Der Prätorianer" hat eine super spannende Ausgangsidee und verbindet Serienkiller-Thriller mit historischen Elementen. Leider bleiben die Ermittlungen für mich zu langatmig, die Figuren zu blass und manche Entwicklungen zu konstruiert. Besonders der historische Teil hätte deutlich mehr Potenzial gehabt. Für mich ist es deshalb ein „kann man, muss man aber nicht“-Thriller. Oliver Siebeck hat einen prima Job gemacht und macht die Hörbuchfassung definitiv zugänglicher. Ob ich mir den zweiten Teil anhören werde, weiß ich allerdings noch nicht.
22 reviews
August 8, 2026
Der Prätorianer mordet meisterhaft - Tobias Bukkehave schreibt meisterhaft

Der Herausforderer ist tot. Er liegt zwischen flackernden Kerzen, mit Eiskristallen auf der Haut und zwei uralten Münzen auf den Augen in einem Trafohäuschen im eiskalten Kopenhagen. Wer hat die brutal zugerichtete Leiche dort so inszeniert? Und warum?

* Atmosphäre: Wie der Monat November. Eiskalt und düster.
* Kernthema: Psychologische Hintergründe eines brutalen Serienmörders.
* Spannung: schwelende Konflikte der Figuren gemischt mit spannender Ermittlungsarbeit.
* Für Fans von: Ermittlungen mit mehr als einem 0815-Hintergrund und Figuren mit eigenen Konflikten

WORUM ES GEHT

In einem Trafohäuschen in Kopenhagen wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Sie ist fürchterlich zugerichtet, aber kunstvoll inszeniert. Alles sieht aus, wie in einem Mausoleum, in dem die Leiche aufgebahrt liegt. Zwei alte Münzen mit geprägten Skorpionen, kleine Statuen und ein eingeritzter Begriff, stellen die Ermittlerin Sara Levin und ihren Kollegen Janus West vor ein kaum lösbares Rätsel. Sie werden von Saras Bruder Adam unterstützt, der als Kriminalpsychologe zur Beratung hinzugezogen wird. Für Sara und ihren Bruder stellt sich als größte Herausforderung die Konfrontation mit der Vergangenheit der eigenen Familie heraus. Ihr Vater ist nämlich ein verurteilter Mörder.

MEIN EINDRUCK

Tobias Bukkehave erzählt mit “Der Prätorianer” eine klassische Ermittlungsgeschichte rund um einen Serienmörder. Es gelingt ihm, die Szenerien sehr plastisch und bildhaft zu beschreiben. So brennen sich die Fundorte und die Inszenierung der Leiche vor dem inneren Auge ein. Die Spannung steigert sich kontinuierlich im Verlauf der Geschichte bis hin zu einem sich überschlagenden Finale. Das finde ich tatsächlich ein wenig zurecht gebogen, aber letztlich dient dies einem gelungenen Abschluss.

Die Symbolik des Serienmörders wird langsam und nachvollziehbar aufgebaut und erklärt. Es sei soviel verraten, dass die Prätorianer die Leibgarde des römischen Kaisers waren und der Skorpion deren Symbol war. Es ist also durchaus hilfreich, ein minimales Interesse an der römischen Geschichte mitzubringen. Zwingend erforderlich ist das allerdings nicht.

Das Heldengespann um Sara Levin, ihren Bruder Adam und den Kollegen Janus West kristallisiert sich als hervorragend funktionierendes Team heraus, dem man jederzeit - auch durch ihre Unterschiedlichkeit - ein gutes Ende der Ermittlungen zutraut. Vor allem sind die drei Figuren menschlich realistisch gezeichnet. Es wird auch mal ein derber Spruch gebracht, der mich zum Schmunzeln gebracht hat. Mir hat das sehr gefallen und das Lesen immer mal wieder aufgelockert. Auch das Aufeinandertreffen von alten Hasen in der Polizeiarbeit mit jüngeren und moderner denkenden Ermittlern birgt ein wenig Sprengstoff und hat mich als Leser sehr unterhalten.

Sehr viel ernster hingegen ist die ganz besondere Vergangenheit von Sara und Adam. Sie führt zu einer Reihe unausgesprochener Fragen und Emotionen, aber auch zu einem starken inneren Konflikt, mit dem Sara zu kämpfen hat.

Die Mischung aus zwischenmenschlichen Problemen, den tieferen Einblicken in das Denken und Handeln der Figuren und der handwerklich fein gestrickten Jagd nach einem Serienmörder macht dieses Buch sehr spannend und lesenswert.

MEIN FAZIT

“Der Prätorianer” von Tobias Bukkehave hat die hohen Erwartungen, die ich an einen dänischen Thriller setze, mit Bravour erfüllt. Der Prätorianer mordet meisterhaft - Tobias Bukkehave schreibt meisterhaft.

Dieser Thriller hat lebendige und realistische Figuren, eine spannende und tiefgreifende Handlung, eine einprägsame Bildsprache und eine Portion Witz. Für mich ein sehr gelungenes Buch für eine klare Leseempfehlung und die Aussicht auf eine Fortsetzung.
616 reviews5 followers
September 20, 2026
Hochspannend, aber mit deutlichen Mängeln

Buchmeinung zu Tobias Bukkehave – »Der Prätorianer«

»Der Prätorianer« ist ein Kriminalroman von Tobias Bukkehave, der 2026 bei dtv erschienen ist.

Zum Autor:
Tobias Bukkehave, geboren 1980, hat einen Master of Arts in Medienwissenschaften und lebt in Dänemark. ›Der Prätorianer‹ ist der Auftakt einer packenden Thrillerreihe um die eigenwillige Ermittlerin Sara Levin und ihren Partner Janus West. Wenn er nicht gerade schreibt, arbeitet Tobias Bukkehave als Drehbuchautor für Film und Fernsehen.

Zum Inhalt:
Kommissarin Sara Levin und ihr Kollege Janus West werden zu einer aufwändig aufbereiteten Leiche in Kopenhagen gerufen. Ein weiterer Leichenfund deutet auf einen psychopathischen Serientäter hin. Sie erhalten Unterstützung von Saras Bruder Adam, der als Profiler mit Spezialgebiet Serientäter arbeitet. Ihr Vater Christian Levin ist ein verurteilter Mörder mit psychopathischen Zügen.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich zwiegespalten zurück gelassen. Einerseits ist es hochspannend, aber andererseits fand ich die Figurenzeichnung eher mäßig. Genretypisch gab es viele blutige Details, aber auch Wissenswertes zu den Prätorianern. Sara und vor allem ihr Bruder Adam zeigen auch psychopathische Züge. Adam zeigt sich als Stalker und manipuliert Beweise. Ihr Verhältnis zu ihrem Vater birgt Konfliktpotential. Gefallen hat mir die Beschreibung der traditionellen Polizeiarbeit, die zum Erfolg führt. Wenig überzeugend war die Naivität und sogar Blindheit der Ermittler im Showdown, die sie in die Hände des Täters führte. Ihre Befreiung durch eine übermenschliche Rettungsaktion konnte mich nicht überzeugen. Der Schreibstil war fesselnd und in weiten Teilen bildhaft, ganz im Stil eines Drehbuchautors. Der Plot konnte mich weniger überzeugen, aber spannend war es schon.

Fazit:
Ein Thriller, der mich nur in den Bereichen Spannung und Schreibstil überzeugen konnte. Die Figurenzeichnung und den Plot empfand ich eher mäßig. Trotzdem bewerte ich den Titel wegen der hohen Spannung mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten). Eine Leseempfehlung mag ich nicht geben.
Profile Image for Havers.
940 reviews21 followers
September 9, 2026
Thriller, in denen Serienmörder im Fokus stehen, lese ich eigentlich kaum noch. Warum? Weil es in erster Linie den Autoren/Autorinnen darum geht, die Beschreibungen der Morde/Mordopfer möglichst pervers bzw. brutal darzustellen.

Ich hatte ja gehofft, dass Bukkehaves „Prätorianer“ dem Leser/der Leserin Rätsel im Dan Brown-Stil mit mythologischen Bezügen aufgibt, musste aber leider recht schnell feststellen, dass der Autor dies mit der dünnen Story und seinen mangelnden schriftstellerischen Fähigkeiten dies leider nicht erfüllen konnte.

Mythologisch ist lediglich die Wächter-Thematik, die sich bereits aus dem Titel der Übersetzung ergibt, ansonsten wird hier mit mehr oder weniger bereits vielfach (speziell in skandinavischen Thrillern) durchgekauten Versatzstücken gearbeitet: problematische Geschwisterbeziehung, Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlergruppe, ein wegen Mordes einsitzender Vater mit speziellen Kenntnissen, Incels (diese Vermutung hatte ich schon gleich zu Beginn) und Social Media/Dark Net, und als Kirsche auf dem Kuchen fungieren dazu die mehr als unappetitlichen Beschreibungen der Mordopfer. Das Ganze wird zusätzlich mit sich wiederholenden Beschreibungen aufgebläht und in die Länge gezogen, so dass bereits nach der Hälfte mein Interesse gegen Null tendierte und ich das Buch, wenn es keine Leserunde gewesen wäre, abgebrochen hätte.

Offenbar ist „Der Prätorianer“ als Reihenauftakt für weitere Fälle mit Team Sara und Adam konzipiert, was die Fragen, die unbeantwortet geblieben sind, vermuten lässt. Allerdings werde ich die Fortsetzungen nicht mehr lesen; dafür war mit diese effekthascherische Story mit ihrem unsympathischen Personal zu plump, zu aufgebläht und zu vorhersehbar geplottet. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, ein paar Schneeflocken in der Dunkelheit sind kein Alleinstellungsmerkmal für Dänemark. Nein, diesem Buch mangelt es an allem, was einen lesenswerten skandinavischen Thriller ausmacht.
Profile Image for Sandra.
270 reviews15 followers
September 13, 2026
Ein brutaler Mord in Kopenhagen scheint für das Ermittlerteam Sara und Janus keine einfache Aufgabe zu werden. Der Ermordete wurde schlimm zugerichtet und gleichzeitig aufwändig in Szene gesetzt. Besonders zwei alte Münzen auf den Augen scheinen die Symbolik zu präzisieren. Doch was hat es damit auf sich? 

Mir persönlich war das Ermittlerteam sehr sympathisch. Der familiäre Bezug zum Top-Profiler und Psychologen Adam, der selbst aber in seinem Leben weniger stabil wirkt, hat einen gewissen Reiz. Zudem sitzt Saras und Adams Vater als Mörder im Gefängnis und übernimmt auch eine gewisse, nicht unwesentliche Rolle im Ermittlungsgeschehen. Was hat er mit dem brutalen Mord zu tun? Wie kann es sein, dass die Münzen einmal ihm gehörten? Als Leser tun sich an dieser Stelle viele Fragen auf und man versucht sich selbst vieles zu erklären. Definitiv spannend!

Mir gefiel es, dass die Arbeit der Polizei im Großen und Ganzen gut zu funktionieren scheint. Die Figuren sind nicht besonders Problembehaftet, wie man es von vielen anderen Thrillern so kennt. Dieses Phänomen scheint sich eher auf Adam zu beschränken, was seine Position als Aussenstehender und gleichzeitig doch Involvierter noch interessanter macht.

Als Laie wird man nicht mit den mythologischen Themen überfordert, was ich gut finde. Meiner Meinung nach wird das Thema sogar eher etwas zu kurz behandelt. Mir persönlich hätte in diesem Punkt mehr Tiefe besser gefallen, da beim Lesen immer klarer wird, dass das Motiv des Mörders darauf fußt. 

Insgesamt ist die Storyline gut aufgebaut und hat keine unnötigen Längen. Die Geschichte wird spannend gehalten und man liest dementsprechend gerne und zügig weiter. 

Das Ende ist für mich persönlich etwas "un-rund", da ein gewisses Details zum Schluss komplett ausgelassen wird, was mich aber interessiert hätte und die Geschichte auch ordentlich aufgelöst hätte.
Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten!
Profile Image for Magnolia .
709 reviews3 followers
August 20, 2026
Interessanter erster Fall für das Ermittlerduo Sara Levin und Janus West

DER PRÄTORIANER aus der Feder von Tobias Bukkehave ist der gelungene Auftaktband der neuen Thriller-Reihe um die Ermittlerin Sara Levin und ihren Partner Janus West.

Die Kopenhagener plagen sich Anfang November mit Schnee und Eis und klirrender Kälte ab, als eine Leiche gefunden wird, deren Anblick an einen Ritualmord erinnert. Die antiken Goldmünzen dann, die in den Augenhöhlen liegen, sind es, die an Professor Christian Levin, einen Kenner der römischen Mythologie, denken lassen. Was Sara mehr als bestürzt aufnimmt, ist doch dieser Christian Levin, ein verurteilter Mörder, ihr Vater, dem sie einst nahe stand, sie jetzt aber schon lange mit ihm gebrochen hat.

Es bleibt nicht bei diesem einen Opfer, weitere folgen, Ähnlichkeiten deuten auf einen Serienmörder hin. Sara leitet die Ermittlungen, was innerhalb ihres Teams für Missstimmung sorgt. Auch wird die Mitarbeit von Saras Bruder Adam, einem auf Serienverbrechen spezialisierten Profiler, von einigen sehr kritisch gesehen.

Das frostige Wetter passt zu der Grundstimmung, welche diese Leichenfunde und deren Inszenierung hervorruft. Und zwischen den Ermittlungen, die schon vorankommen, aber dennoch äußerst mühsame Kleinarbeit verlangen, blitzen kurze Sequenzen auf, die von extrem kranken Fantasien eines noch Unbekannten berichten, der viel an Aggression in sich zu tragen scheint.

Tobias Bukkehave hat mit diesem Auftaktband gut vorgelegt. Es ist ein durchweg düsterer Thriller mit zweifellos eigenwilligen, zielstrebigen und dennoch teamfähigen Charakteren, die bis an ihre Grenzen und gelegentlich darüber hinaus zu gehen bereit sind. Gibt es einen Täter? Sind es mehrere? Spuren führen weit zurück, bis in die römische Antike und wiederum spielt der oben erwähnte Professor mit. Spielt er falsch? Oder wird er in diese grausam inszenierten Ritualmorde unwissentlich hineingezogen?

Ein interessanter erster Fall, der nach mehr verlangt. Einige Durchhänger, die mir zu langatmig waren, haben mich kurzzeitig innehalten lassen, ansonsten aber ist DER PRÄTORIANER eine geschickt inszenierte, vielschichtige Story mit Wendungen, die ich so nie vermutet hätte, die letztendlich ein rundes Gesamtbild ergeben. Und nun bin ich gespannt auf den nächsten Fall für Sara Levin und Janus West.
1 review
September 7, 2026
Schon die blutige, haptische Fliege auf dem Cover von "Der Prätorianer" hat bei mir für eine düstere, geheimnisvolle Stimmung gesorgt und gleichzeitig meine Neugier geweckt.

Die Leseprobe hat mich sofort gepackt. Eine ritualisierte Mordserie führt Sara Levin und ihren Kollegen Janus West auf die Spur eines gefährlichen Psychopathen. Dabei rückt immer stärker Saras eigene Familiengeschichte in den Mittelpunkt.

Sara und Janus sind ein richtig sympathisches Ermittlerduo. Die gelegentlich derben Sprüche sorgen trotz der düsteren Handlung ab und an für einen kleinen Schmunzler. Mit Adam, Saras Bruder und Profiler, kommt ein weiterer Charakter hinzu, der mit seinen Ecken und Kanten perfekt in dieses Dreiergespann passt. Dass neben dem Fall auch die persönlichen Geschichten der Figuren Raum bekommen, verleiht dem Thriller zusätzliche Tiefe.

Spannend fand ich außerdem die Einblicke in die Prätorianergarde und die Verbindung zur römischen Geschichte. Die Beschreibung der Splanchnophilie jagt einem ebenso einen Schauer über den Rücken wie die eisige Atmosphäre und die grausam inszenierten Tatorte. Definitiv nichts für Zartbesaitete.

Kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und ein flüssiger, bildhafter Schreibstil sorgen für ordentlich Tempo. Besonders die Profileranalysen und die Mischung aus Ritualmorden, Familiengeheimnissen und psychologischen Abgründen haben mich bis zum Schluss gefesselt.

Fazit: Ein gelungener Auftakt einer neuen Thrillerserie mit interessanten Charakteren, viel Spannung und reichlich Gänsehaut. Ich vergebe 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐ , da für meinen Geschmack noch etwas Luft nach oben ist, aber ich bin definitiv neugierig, wie es mit Sara, Janus und Adam weitergeht. Besonders ihr Vater Christian, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und wie Hannibal Lecter wirkt, macht neugierig auf eine Fortsetzung.
24 reviews
September 21, 2026
Brisante Familiengeschichte, taffe Ermittler und genial geplante Mordfälle: „Der Prätorianer" ist ein neuer Reihenauftakt mit viel Potenzial.

Sara ermittelt in einer Reihe brutaler Morde, bei denen mysteriöse Spuren in die Antike führen. Gleichzeitig stößt sie auf Hinweise, die den Fall plötzlich persönlich machen. Ob ihr Bruder Adam, der als Psychologe und Profiler arbeitet, dabei helfen kann?

Bei diesem Thriller brauchte ich einige Seiten, um so richtig in der Geschichte anzukommen. Denn besonders zu Beginn werden die Geschehnisse häufig durch Einschübe mit Szenen aus der Vergangenheit oder den Gedanken zu ebendiesen unterbrochen. Hat man diese Struktur aber erst mal verstanden, gewöhnt man sich recht schnell daran.

Richtig spannend wurde es für mich, als die Mordfälle genauer unter die Lupe genommen wurden, denn ich bekam jede Menge Einblicke in die Antike und Mythologie. Und auch die Analyse der menschlichen Psyche spielt dank Adam eine bedeutende Rolle - wobei er selbst mit einigen Dämonen zu kämpfen haben scheint, was das Ganze wiederum noch interessanter macht.

Sara und ihr Kollege hatten eine unterhaltsame Dynamik, die mich ab und zu zum Schmunzeln gebracht hat. Das Zusammenspiel von Sara, Adam und ihrem Vater bietet meiner Meinung nach noch Potenzial für spannende Wendungen. Auch wenn mich das Ende aufgrund seiner „Einfachheit“ und übertriebenen Momente nicht begeistern konnte, bin ich neugierig, wie sich die Geschichte in den weiteren Bänden entwickeln wird. Für den nächsten Thriller würde ich mir noch einen Tick mehr Nervenkitzel und Schockmomente gewünscht. 

„Der Prätorianer" ist eine gute Wahl für alle, die Thriller mögen, bei denen man nebenbei noch etwas lernen kann. Düstere Familiengeheimnisse und eine zwiespältige Geschwisterbeziehung sorgen auch für Spannung abseits des Mordfalls.
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August 29, 2026
Der Prätorianer hat mich vor allem mit der ungewöhnlichen Verbindung aus Serienkiller-Thriller und römischer Antike neugierig gemacht. Schon der erste Tatort zeigt, dass hier kein gewöhnlicher Mörder am Werk ist.
Im winterlichen Kopenhagen werden Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West zu einer grausam inszenierten Leiche gerufen. Auf den Augen des Opfers liegen antike Goldmünzen und in seine Haut wurden lateinische Inschriften geritzt. Schon bald wird klar, dass dies nur der Anfang einer ganzen Reihe von Ritualmorden ist.
Besonders spannend fand ich die Verbindung zu Saras eigener Familie. Die Goldmünzen scheinen ausgerechnet ihrem Vater Christian zu gehören, der selbst wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Deshalb wird auch Saras Bruder Adam in die Ermittlungen einbezogen. Er ist auf Serienverbrechen spezialisiert und arbeitet als Profiler. Das schwierige Verhältnis innerhalb der Familie bringt noch einmal eine ganz andere Ebene in die Geschichte.
Die Bezüge zur römischen Antike fand ich interessant und sie heben den Fall von vielen klassischen Serienkiller-Thrillern ab. Gleichzeitig muss man bei den historischen Hintergründen teilweise etwas aufpassen. An einigen Stellen nehmen die Familiengeschichte und die vielen Informationen ziemlich viel Raum ein, wodurch die Spannung zwischendurch etwas nachlässt.
Dafür wird es zum Ende hin noch einmal richtig spannend und die düstere Atmosphäre des winterlichen Kopenhagens passt hervorragend zur Geschichte. Auch Sara und Janus haben als Ermittlerduo Potenzial für weitere Fälle.
Für mich ein gelungener Auftakt einer neuen skandinavischen Thrillerreihe. Besonders empfehlenswert für alle, die brutale Serienkiller-Thriller, Ermittlungsarbeit und ungewöhnliche historische Verbindungen mögen.
Profile Image for Astrid.
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September 19, 2026
Der Schluss konnte nicht überzeugen
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave ist der Auftakt einer neuen Reihe um die Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West der Kopenhagener Polizei.
Das Auffinden der ersten Leiche markiert den Anfang einer Serie, die antike Rituale und verstörende Familiengeheimnisse miteinander verbindet.
Die Auffindungsorte, die immer etwas mit der römischen Mythologie zu tun haben, sind mal eine neue Perspektive.
Einem dänischen Krimi angemessen, ist die Atmosphäre düster und eisig.
Der familiäre Hintergrund von Sara spielt in diesem Fall eine besondere Rolle. Ihr Vater ist Historiker und kennt sich mit der vom Täter verwendeten Symbolik gut aus. Pikanterweise befindet er sich aber als verurteilter Serienmörder im Gefängnis. Ihr Bruder, Adam, ein Psychologe mit Schwerpunkt Serienmörder, wird ebenfalls zu dem Fall hinzugezogen.
Sara wird im Lauf der Ermittlungen gezwungen, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Der Thriller bietet viele Spuren und Möglichkeiten. Wenn man sich auf eine Richtung festgelegt hat, macht ein neues Puzzleteil die Theorie wieder zunichte.
Jetzt kommt mein “Aber”. Wieso muss immer irgendein kollegialer Dauerzwist in Thrillern auftauchen? Meistens trägt er doch zur Handlung nicht wirklich viel bei.
Mein größter Kritikpunkt ist aber das Ende. Es war wieder das berühmte Kaninchen aus dem Hut, kombiniert mit so vielen unrealistischen Zufällen, dass man eigentlich nur noch darüber lachen konnte. Das steht für mich im völligen Gegensatz zu der detailliert ausgearbeiteten Mordserie.
Natürlich gibt es auch den Cliffhanger am Schluss, der in den Folgebänden dann wohl zur Auflösung kommen wird.


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September 21, 2026
In einer kalten Novembernacht wird in Kopenhagen eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Kriminalkommissarin Sara Levin und ihrem Partner Janus West bietet sich ein besonders skurriles Bild: Der Körper des jungen Mannes ist mit Eiskristallen bedeckt und auf jedem Augenlid liegt eine antike Goldmünze. Der Tatort selbst wirkt wie ein Mausoleum, dicke Kerzen erhellen die Szenerie, die sorgsam mit altertümlichen Gegenständen dekoriert wurde.

Schnell stellt sich heraus, dass der Täter eine Vorliebe für die römische Antike zu haben scheint. Um die Ermittlungen voranzutreiben, muss Sara tief in die düstere Vergangenheit ihrer Familie eintauchen und sich schließlich ihren dunkelsten Dämonen stellen ...

Eigentlich hatte ich gar nicht so viel von dieser Geschichte erwartet, aber ich wurde wirklich komplett positiv überrascht und bin förmlich durch das Hörbuch geflogen, da ich in jeder freien Minute weiter hören musste!

Der Schreibstil ist einfach und verständlich, daher hatte ich keine Probleme in dieser Geschichte mitzukommen.

Die Charaktere sind ein wenig unkonventionell aber sympathisch, vorallem Janus habe ich schnell ins Herz geschlossen, Sara konnte ich nicht immer in jeder Hinsicht nachvollziehen, aber sie hat auch keine ganz einfache Lebensgeschichte.

Vorallem hat mir aber gefallen, dass sich hier ein sehr spannender Krimi mit Historik verbindet. Man hat einiges über die Prätorianer im alten Rom gelernt und ich fand das super spannend und toll! Solche Krimis darf es gerne öfter geben, die historische Fakten mit Spannung verbinden und deshalb freue ich mich schon auf weitere Teile der Reihe!

Der Sprecher hat sehr gut vorgelesen. Lebendig und sehr mitreißend wollte ich das Hörbuch am liebsten an einem Stück hören. Ich kann es nur empfehlen!
Profile Image for JoanStef.
394 reviews
August 20, 2026
Zwischen Chris Carter und skandinavischer Tiefe: Ein starker Reihenauftakt!

Rezension zu
DER PRÄTORIANER (dtv) von Tobias Bukkehave

Ein ritueller Mord im eiskalten Kopenhagen führt zwei Ermittler-
Geschwister direkt zu den Dämonen ihrer Vergangenheit – ihrem
inhaftierten Vater. Der Prätorianer erinnert thematisch an die Grausamkeit
von Chris Carter, setzt erzählerisch aber auf einen tiefen, atmosphärischen
Spannungsaufbau.

Ein starker Nordic Noir, der durch seine psychologische Tiefe fesselt.

Worum geht’s?
Winter in Kopenhagen: Am Tatort wird eine männliche Leiche entdeckt – rituell
inszeniert und voller symbolischer Rätsel. Kriminalkommissarin Sara Levin
zieht ihren Bruder Adam, einen Kriminalpsychologen, als Berater hinzu.
Schnell wird klar: Ihr eigener, inhaftierter Vater ist der Schlüssel zum Täter.
Es beginnt eine nervenzerreißende Jagd, die keine Rücksicht auf familiäre Wunden nimmt.

Warum wollte ich dieses Buch lesen?
Als Thriller-Fan liebe ich außergewöhnliche Schauplätze.
Das Cover mit Eiskristallen und einer Fliege hat mich sofort fasziniert.
Auch der Titel machte mich neugierig: Wie passen römische Legionäre und antike Mythen mit einem modernen skandinavischen Kriminalfall zusammen?
Das wollte ich unbedingt herausfinden.

Lesereise:
Der Thriller ist logisch nach Novembertagen gegliedert und überzeugt durch kurze, bildhafte Sätze.
Tobias Bukkehave führt die Charaktere Schritt für Schritt ein, lässt ihre Hintergründe aber anfangs im Dunkeln.
Genau diese geheimnisvolle Distanz macht neugierig und baut echte Neugier auf die nächsten Seiten auf.
Im Gegensatz zu den rasanten US-Thrillern von Chris Carter treibt Bukkehave die Handlung nicht durch pausenlose Action-Szenen voran.
Das dänische Ermittlerteam arbeitet ununterbrochen und hochkonzentriert, doch die
Geschichte nimmt sich bewusst Zeit für solide Ermittlungsarbeit, historische Fakten und das dichte Beziehungsgeflecht der Familie Levin.

Mein Fazit:
Ein gelungener, tiefgründiger Reihenauftakt voller Nordic-Noir-Stimmung.
Starke 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!
Profile Image for NalasBuchBlog.
440 reviews2 followers
September 3, 2026
In diesem Buch geht es um die römische Antike, die wunderbar in einen hochspannenden Krimi eingearbeitet wurde, wodurch sich für mich eine bis dato vollkommen neue Welt öffnete.
Schnee und eisige Kälte haben sich über die dänische Hauptstadt gelegt, was perfekt zu der düsteren Stimmung passt. In dieser frostigen Kulisse entfaltet sich eine Reihe von bizarrer Ritualmorde, die nichts für schwache Nerven sind. Die Leichen werden makaber inszeniert und sind umgeben von Hunderten von Kerzen, mit antiken Goldmünzen auf den Augen und lateinischen Inschriften.
Dieses Zusammenspiel von Wahn, Geschichte und Psychosen fand ich genial umgesetzt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Trotzdem muss man ehrlich sagen, dass die Informationsdichte zeitweise eine echte Herausforderung darstellt. Es wird stellenweise viel historisches Wissen vermittelt, sodass man beim Lesen wirklich am Ball bleiben muss, um nicht den Überblick zu verlieren oder wichtige Aspekte zu übersehen.
Ein absolutes Highlight war für mich die Dynamik zwischen den Hauptfiguren. Gerade die beiden Geschwister Sara und Adam und deren Zusammenarbeit sowie das Involvieren ihres Vaters, der ebenfalls im Gefängnis einsitzt, bringen eine gewisse Spannung und ein hohes Konfliktpotential mit sich.
Allerdings hatte ich an dieser Stelle auch das Gefühl, dass es vor diesem Band noch einen geben müsste, um die Hintergründe zwischen der Familie besser verstehen zu können.

Trotz allem bleibt es ein packender und intelligenter Thriller für alle, die komplexe Kriminalfälle mit fundierem Hintergrundwissen lieben.
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August 18, 2026
Schon das Cover hat mich direkt angesprochen. Es passt meiner Meinung nach hervorragend zum Genre.
Auch der Schreibstil von Tobias Bukkehave konnte mich überzeugen. Das Buch liest sich flüssig und angenehm, sodass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven. Die Perspektivwechsel bringen zusätzlich Dynamik in die Geschichte und sorgen dafür, dass man immer wieder einen anderen Blick auf die Geschehnisse bekommt. Dadurch wird die Spannung noch einmal verstärkt – und ganz nebenbei liest sich das Buch dadurch unglaublich schnell.
Auch die Kapitellängen fand ich perfekt gewählt. Die Kapitel sind angenehm zu lesen und schaffen immer wieder kleine Punkte, an denen man eigentlich aufhören könnte. Eigentlich – denn dank der Spannung fällt es schwer, das Buch tatsächlich zur Seite zu legen. „Nur noch ein Kapitel“ ist hier definitiv eine gefährliche Aussage!
Die Charaktere sind ebenfalls gelungen. Sie sind gut gezeichnet und wirken so, dass ich mich auf ihre Geschichte einlassen und mit ihnen mitfiebern konnte. Ich wollte wissen, wie es mit ihnen weitergeht und was hinter den einzelnen Ereignissen steckt.
Die Handlung ist von der ersten Seite an spannend. Lange Anlaufphasen, in denen erst einmal ausführlich die Ausgangssituation erklärt wird, sucht man hier nicht. Stattdessen ist man direkt mitten im Geschehen und möchte wissen, wohin die Geschichte führt. Die Spannung wird dabei kontinuierlich aufrechterhalten, sodass ich immer wieder wissen wollte, wie es weitergeht.
Besonders neugierig hat mich auch die Geschichte rund um Adam und Saras Vater gemacht. Davon hätte ich ehrlich gesagt gerne noch mehr erfahren. Hier steckt für mich noch einiges an interessantem Hintergrund, und ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Handlungsstrang in irgendeiner Form weitergeführt oder noch ausführlicher beleuchtet wird.
Überhaupt würde ich sehr gerne noch mehr von den Ermittlern lesen. Die Figuren haben für mich so gut funktioniert, dass ich sie gerne bei weiteren Fällen begleiten würde. Ich hoffe daher sehr, dass dies nicht das letzte Mal war, dass wir von ihnen lesen!
Ich vergebe für das Buch verdiente 5 von 5 Sterne.
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78 reviews
August 20, 2026
Kopenhagen hält die Luft an

Tobias Bukkehave nimmt seine Leser mit nach Kopenhagen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt und man kann als Leser gut der Zeitlinie folgen. Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch. Die Emotionen werden gut transportiert. Die Stimme des Hörbuchsprechers ist angenehm und seine Aussprache deutlich. Die Geschichte wird aus Sicht mehrere Charaktere erzählt und das Cover ist ansprechend gestaltet.
Nachdem ein Mann ermordet und der Tatort aufwendig inszeniert wurde, wird Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West zu den Ermittlungen gerufen. So verstörend das Auffinden war, umso erschreckender ist es, dass das nur der Auftakt einer brutalen Ritualmordserie war. Die Tatorte sind immer bizarr inszeniert und es werden antike Goldmünzen gefunden. Die Goldmünzen gehörten einst Saras Vater, der mittlerweile verurteilt im Gefängnis sitzt. Da der Killer anscheinend von der Antike besessen ist, wird Adam Levin hinzugezogen. Das Verhältnis der Geschwister ist seit der Verurteilung angespannt, doch sie versuche so gut es geht zusammenzuarbeiten. Um dem Täter auf die Spur zu kommen, statten sie auch dem Vater einen Besuch im Gefängnis ab, doch der gibt sich unwissend. Für Sara wird der Fall zur Zerreißprobe und die Ermittler hoffen, dass die den Täter aufhalten können. Wird sich Sara durch ihre persönlichen Verstrickungen ablenken oder schafft sie es, den Fokus auf dem Wesentlichen zu halten? Finden die Geschwister am Ende wieder etwas mehr zueinander oder werden die unterschiedlichen Ansichten die Kluft zwischen ihnen vergrößern? Was steckt wirklich hinter den Taten und werden sie mit den Kenntnissen die Adam als spezialisierter Profiler beiträgt, diese Mordserie beenden können?

Der Autor versucht seine Leser an den Ermittlungen teilhaben zu lassen. Man kann gut miträtseln, wer und was hinter den Morden steckt. Spannende Ermittlungen mit einigen ungeahnten Wendungen.
Profile Image for Ellen Köhler.
78 reviews
August 20, 2026
Kopenhagen hält die Luft an

Tobias Bukkehave nimmt seine Leser mit nach Kopenhagen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt und man kann als Leser gut der Zeitlinie folgen. Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch. Die Emotionen werden gut transportiert. Die Geschichte wird aus Sicht mehrere Charaktere erzählt und das Cover ist ansprechend gestaltet.
Nachdem ein Mann ermordet und der Tatort aufwendig inszeniert wurde, wird Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West zu den Ermittlungen gerufen. So verstörend das Auffinden war, umso erschreckender ist es, dass das nur der Auftakt einer brutalen Ritualmordserie war. Die Tatorte sind immer bizarr inszeniert und es werden antike Goldmünzen gefunden. Die Goldmünzen gehörten einst Saras Vater, der mittlerweile verurteilt im Gefängnis sitzt. Da der Killer anscheinend von der Antike besessen ist, wird Adam Levin hinzugezogen. Das Verhältnis der Geschwister ist seit der Verurteilung angespannt, doch sie versuche so gut es geht zusammenzuarbeiten. Um dem Täter auf die Spur zu kommen, statten sie auch dem Vater einen Besuch im Gefängnis ab, doch der gibt sich unwissend. Für Sara wird der Fall zur Zerreißprobe und die Ermittler hoffen, dass die den Täter aufhalten können. Wird sich Sara durch ihre persönlichen Verstrickungen ablenken oder schafft sie es, den Fokus auf dem Wesentlichen zu halten? Finden die Geschwister am Ende wieder etwas mehr zueinander oder werden die unterschiedlichen Ansichten die Kluft zwischen ihnen vergrößern? Was steckt wirklich hinter den Taten und werden sie mit den Kenntnissen die Adam als spezialisierter Profiler beiträgt, diese Mordserie beenden können?

Der Autor versucht seine Leser an den Ermittlungen teilhaben zu lassen. Man kann gut miträtseln, wer und was hinter den Morden steckt. Spannende Ermittlungen mit einigen ungeahnten Wendungen.
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184 reviews1 follower
September 5, 2026
Serienkiller mit Liebe zum Römischen Detail

Mit Sara Levin und Janus West schickt Tobias Bukkehave ein junges und dynamisches, neues Ermittlerduo für die Kopenhagener Polizei ins Rennen. Genau genommen schickt er sie im Reihenauftakt auf spannende „Prätorianer“Jagd. Dieser ist für eine brutale Mordserie verantwortlich, bei der er seine Opfer außergewöhnlich, mit antiker, altrömischer Symbolik arrangiert und die Ermittler vor rätselhafte und auch persönliche Herausforderungen stellt.

Da ich bei Thrillern in der letzten Zeit eine Vorliebe für „akustische Spannung“ entwickelt habe, gabs auch den Prätorianer als Hörbuch auf die Ohren. Kann ich auch nur wärmstens empfehlen, da Sprecher Oliver Siebeck mit seiner souveränen Stimme die Atmosphäre toll rübergebracht und dadurch zusätzlich Spannung aufgebaut hat. Die Story mag vielleicht etwas klischeebehaftet sein, doch war sie für mich dadurch nicht weniger unterhaltsam und spannend. Besonders gut haben mir die Bezüge zur Antike gefallen, wobei ich finde, dass die Einbindung von Saras Familiengeheimnis auch nochmal Abwechslung in den ganzen Fall gebracht hat. Grundsätzlich fand ich die Protagonisten allesamt interessant, authentisch und ihre Charaktere gut durchdacht, so dass man ihnen gern gefolgt ist.

Fazit: Alles in allem ist „Der Prätorianer“ ein echt gelungener und spannender Reihenauftakt. Mich hat er jedenfalls so gut unterhalten, dass ich auch den nächsten Fall von Levin & West gern wieder verfolgen werde.
111 reviews
September 13, 2026
Das Buch ist ein packender Psychothriller, der mich von Anfang an gefesselt hat.

Die Hauptfiguren Sarah und Adam sind Geschwister und beide bei der Polizei. Ihr Vater sitzt wegen Mordes im Gefängnis. Als ein neuer Fall auftaucht, stellen Sarah und Adam fest, dass die aktuellen Morde große Ähnlichkeiten mit den Taten ihres Vaters haben. Sie vermuten, dass er weiß, wer der neue Täter ist, und besuchen ihn deshalb im Gefängnis.

Doch ihr Vater gibt sein Wissen nicht einfach preis. Er verlangt, dass sein Sohn Adam zu ihm kommt, was dieser zunächst nicht möchte. Währenddessen läuft die Zeit davon, denn weitere Menschen werden ermordet. So beginnt ein spannendes Spiel gegen die Zeit, bei dem Sarah und Adam versuchen, die Hinweise ihres Vaters zu entschlüsseln und den Täter zu finden.

Ich habe während des gesamten Buches immer wieder andere Personen verdächtigt. Die Geschichte ist so gut geschrieben, dass ich bis zum Ende nicht wusste, wer tatsächlich hinter den Morden steckt. Genau das hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht. Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten und der Schreibstil ist wirklich großartig.

Das Ende lässt mich außerdem hoffen, dass es noch einen weiteren Teil geben wird.

Für mich ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung – besonders für alle, die spannende Psychothriller mit überraschenden Wendungen und einem lange geheimnisvollen Täter mögen.
124 reviews
August 13, 2026
Recht vorhersehbar

„Die Welt von Monstern zu befreien, war so, als würde man versuchen, einen Sandstrand zu fegen.“

In einer kalten Novembernacht wird in Kopenhagen eine tiefgefrorene Leiche gefunden, deren Augen mit antiken Goldmünzen bedeckt sind. Kommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West erkennen schnell, dass es sich um den Auftakt einer ganzen Serie von Ritualmorden handelt. Gemeinsam mit Saras Bruder Adam, einem Profiler, versuchen sie, den offenbar von der römischen Symbolwelt besessenen Täter zu stoppen. Dabei führt eine Spur auch zu Saras Vater und zwingt Sara, sich mit der dunklen Vergangenheit ihrer Familie auseinanderzusetzen.

Der Einstieg in „Der Prätorianer“ ist mir zunächst schwergefallen. Es werden recht viele Personen eingeführt und gleichzeitig verschiedene Handlungsstränge eröffnet, sodass ich erst einmal Zeit gebraucht habe, um mich zurechtzufinden. Gerade in der ersten Hälfte war mir die Geschichte deshalb zu langatmig, da die Handlung nur langsam vorankommt. Das ändert sich ungefähr zur Mitte des Buches: Dann nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und die Spannung steigt spürbar.

Gut gefallen haben mir die Bezüge zur römischen Geschichte und Mythologie. Man spürt, dass Tobias Bukkehave sich intensiv mit den historischen Hintergründen beschäftigt hat, ohne dass diese wie ein Fremdkörper in die Handlung eingebaut wirken.

Die meisten Charaktere konnten mich überzeugen. Sara Levin und Janus West sind ein sympathisches Ermittlerduo, das gut miteinander harmoniert. Auch Saras Bruder Adam ist ein interessanter Charakter. Als Profiler bringt er eine ganz andere Sichtweise in die Ermittlungen ein. Saras persönliche Auseinandersetzung mit ihrer Familie verleiht der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene. Die Figuren sind sympathisch genug, um mit ihnen mitzufiebern, besitzen aber gleichzeitig ihre Ecken und Kanten.
Bei dem Täter, seinen Motiven und der Auflösung hätte ich mir allerdings mehr Tiefe gewünscht.

Der Schreibstil ist insgesamt angenehm und flüssig zu lesen. Einige Wendungen waren für mich recht vorhersehbar, und durch die vielen Handlungsstränge wurde das Tempo immer wieder ausgebremst. Insgesamt hätte ich mir eine überraschungsreichere Handlung gewünscht. Besonders der Cliffhanger am Ende hat bei mir leider nicht die gewünschte Wirkung erzielt.

„Der Prätorianer“ bietet einige interessante Ansätze, trotzdem war mir die Handlung stellenweise zu langatmig und zu vorhersehbar. Das Buch bleibt für mich hinter seinen Möglichkeiten zurück. 3,5 Sterne.
19 reviews
September 2, 2026
sehr düsterer Thriller

Sowohl das Cover als auch der Klappentext versprechen einige spannende Leseabende. Und das Buch von Tobias Bukkehave hält dieses Versprechen.
"Der Prätorianer" ist das erste Buch einer neuen Thrillerreihe.
Die Ermittler Janus West und Sara Levin werden zu einem außergewöhnlichen Tatort gerufen. Die Leiche, die gefunden wird, fordert von den Ermittlern alles.
Unterstützung bekommen sie von Saras Bruder Adam, der wieder zurück ist in seiner Heimat. Er ist Profiler und ist auf Serientäter spezialisiert, was nicht von ungefähr kommt, denn der Vater von Sara und Adam sitzt lebenslang im Gefängnis, wegen mehrerer Morde.
Um den Fall aufzuklären brauchen sie unbedingt die Hilfe ihres Vaters, da er als Historiker die Zeichen am besten deuten kann.
Schnell ist klar, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird und weitere Opfer und Tatort mit Botschaft auftauchen.
Somit müssen alle zusammenarbeiten, auch wen sie noch so unterschiedliche Charaktere sind und auch ungewöhnliche Wege gehen.
Der Autor zieht den Lesenden von der ersten Seite in seinen Bann und lässt ihn auch nicht mehr los.
Für mich ein spannender Thriller, der auch nachdenklich macht, wenn wir erfahren, wer der Täter ist und warum.
Ich bin auf das nächste Buch aus dieser Reihe gespannt und empfehle "Der Prätorianer" unbedingt weiter.
1,144 reviews9 followers
September 7, 2026
Ein Toter an einem ungewöhnlichen Ort, zurecht gemacht mit antiken Beigaben. Der Beginn einer Serie? Sara und Janus ermitteln in Kopenhagen. Die erste Spur führt zu Saras inhaftierten Vater, ein persönliches Problem der Ermittlerin. Als Unterstützung wird der Psychologe Adam hinzu gezogen, er ist der Bruder von Sara. Diese Familienkonstellation bringt Dynamik in den Thriller.
Das es ein nordischer Thriller ist merkt man nicht unbedingt. Die Düsternis und auch das instinktive Empfinden von Grauen fehlt mir hier. Er hätte auch auf Mallorca spielen können. Bis auf Janus lässt keiner der Figuren den Leser an sich heran. Es sind versteckte Anspielungen bzw. Informationen aber nichts wird ausführlicher erklärt oder beschrieben. Der Autor behält Vieles zurück für die folgenden Bände. Gleichzeitig wird sehr plakativ über Männer geschrieben die ein persönliches Problem mit Frauen haben. In diesem Buch sind gleich mehrere die einen solchen Hass auf Frauen empfinden. Das Warum wird sehr verallgemeinernd erwähnt.
Teilweise sind es sehr brutale Bilder die der Autor mit seinen Beschreibungen suggeriert. Sie passen nicht so ganz zu dem ansonsten moderaten Schreibstil.
Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und es geschehen kleine Wunder wenn man die Fähigkeiten von Menschen betrachtet.
10 reviews
September 15, 2026
Tobias Bukkehave eröffnet mit Der Prätorianer einen eiskalten Serienmörder‑Thriller, der Kopenhagen in ein unheimliches Rituallicht taucht. Schon der erste Tatort ist ein Schlag in die Magengrube: Ein junger Mann, umgeben von hunderten Kerzen, die Augen mit antiken Goldmünzen bedeckt, lateinische Inschriften in die Haut geritzt – ein makabres Kunstwerk, das sofort klar macht, dass dieser Killer nach einem perfiden Muster arbeitet.

Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West bilden ein starkes, glaubwürdiges Duo, das zwischen Ermittlungsdruck, persönlicher Geschichte und eisiger Stadtatmosphäre navigiert. Besonders intensiv wird der Fall, als Saras Bruder Adam – Profiler und Experte für Serienverbrechen – ins Spiel kommt. Die familiären Risse, die Verurteilung des Vaters und die plötzlich auftauchenden Goldmünzen verleihen dem Thriller eine zusätzliche emotionale Schärfe.

Bukkehave gelingt es, die Jagd nach einem antiken Obsessionstäter mit einer tiefen psychologischen Ebene zu verbinden. Die Spannung bleibt konstant hoch, die Atmosphäre dicht, die Ermittlungen glaubwürdig und mitreißend. Für mich ein absolut empfehlenswerter Auftakt.

Und ja: Ich bin sehr gespannt, wie es für Sara und Janus weitergeht.
657 reviews
September 4, 2026
Kopenhagen, Sara Levin und ihr Kollege Janus West nehmen gleich zu Beginn einen brutalen Killer fest, werden dann aber zu einem anderen Tatort gerufen. Ein Toter in einem Trafohäuschen, es sieht nach einem Ritualmord aus. Das Gesicht ist mit einem Tuch bedeckt, darauf liegen zwei römische Goldmünzen. Außerdem finden sich dort kleine Statuen und Kerzen.

Eigentlich sollte oder wollte ein erfahrener Kollege, der auch zuerst am Tatort war, den Fall übernehmen, aber Sara hat eine Fortbildung in den USA gemacht und hier deutet alles auf Ritualmord und eventuell schon einen Serientäter hin.

Immer wieder gibt es Informationen zu Saras Vergangenheit und einige Kapitel sind aus der Sicht ihres Bruders Adam geschrieben. Dafür, dass Sara viel über die klassische Antike von ihrem Vater gelernt hat, wusste sie manchmal erschreckend wenig, das fand ich leider etwas unglaubwürdig. Ich hatte oft das Gefühl, einen Schritt voraus zu sein.

Ansonsten war der Thriller schon spannend, aber auch sehr brutal; vor allem die wenigen Kapitel aus der Sicht des Täters. Ich hatte im Vorfeld mehr erwartet, nicht schlecht, aber auch nicht so gut, wie gedacht.
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