Frankfurt 1801: Es ist die Zeit der Herbstmesse und alle Welt tummelt sich in Frankfurt am Main. Die Stadt gerät in Aufruhr, als ein französischer Soldat tot aufgefunden wird. Besonders erschütternd Dem Soldaten wurde das Hirn entfernt, und er trägt ein Stück Papier bei sich, auf dem die französischen Zeilen »Das Herz ist leer« stehen. Manon, Tochter des Arztes und Rechtsmediziners Theophil Pontus, und der Zeitungsredakteur Johann begeben sich auf die Spuren der Tat, denn Theophil ist vollauf damit beschäftigt, eine Abhandlung zur forensischen Psychiatrie zu verfassen. Außerdem hat er gerade eine weitere Leiche auf dem Tisch – welcher der gesamte Schädel fehlt.
Ich lese nicht sehr häufig „Thriller“, jedoch hat mich der medizinhistorische Teil angesprochen.
Die Szenen waren gut beschrieben ich konnte mich richtig in das Frankfurt des 19. Jahrhunderts einfühlen und man merkte, wie viel Recherche die Autorin betrieben hat. Die Stadt und alle Orte aus dem Buch fühlten sich lebendig an und die Unterhaltungen der Charaktere waren einleuchtend und interessant. Ich mochte auch die Rätselhaften Briefe am Ende jedes Kapitels und die Auszuge der „Psychologia Criminalis“. Der Mordfall ist unterhaltsam und die Auflösung ist unerwartet mit einem kleinen Bisschen Action! Eine Empfehlung für alle Fans, die Mordfälle, morbide Kuriositäten und Deutschland im 19. Jahrhundert mögen!