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Zerstörungslust : Elemente des demokratischen Faschismus

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Donald Trump versprach vor seiner erneuten Wahl, die liberale Demokratie aus den Angeln zu heben. Er wurde nicht trotz, sondern wegen dieses Versprechens gewählt. In ihrem Bestseller »Gekränkte Freiheit«rr zeigten Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, wie Libertarismus und Autoritarismus miteinander verschmelzen könnten. Zwei Jahre später hat die Realität ihre soziologische Diagnose auf bedrückende Weise bestätigt. Nun befassen die Soziolog:innen sich mit den Wähler:innen und Followern von Trump, Musk sowie der AfD.

Woher diese Lust an der Zerstörung? Und warum folgen so viele Bürger:innen den libertären Autoritären in den selbstgewählten Faschismus? Auf der Grundlage umfangreicher empirischer Forschungen, darunter einer Vielzahl ausführlicher Interviews, u. a. mit AfD-Anhängern und Mitgliedern libertärer Vereinigungen, entwickeln Amlinger und Nachtwey eine Erklärung: Im Kern richtet sich diese Revolte gegen die Blockade liberaler Gesellschaften, die ihre Versprechen auf Aufstieg und Emanzipation nicht mehr einlösen. In diesem Sinne geht es Trump, Musk, Weidel und ihren Anhänger:innen, schließen die beiden mit Erich Fromm, um die Zerstörung der Welt als letzten, verzweifelten Versuch, sich davor zu retten, von ihr zermalmt zu werden.

453 pages, Hardcover

Published October 12, 2025

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About the author

Carolin Amlinger

6 books7 followers

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Patrick Kittler.
12 reviews8 followers
November 24, 2025
DAS Buch der Stunde. Amlinger und Nachtwey lassen all die anmaßend dumme, inhaltsleere und beschwichtigende Status-Quo-Publizistik dieser Tage hinter sich im Staub zurück und holen zum soziologischen Rundumschlag aus, der sich vor Klarheit nicht scheut und die Lage genau richtig analysiert.
Profile Image for MyJumblebeeMe.
44 reviews
December 5, 2025
Sehr gut lesbar werden von Adorno, Fromm bis Theweleit Anleihen genommen um eine Analyse der Faschisierung der Gesellschaft vorzunehmen. Dabei wird durch qualitative und quantitative Studien herausgearbeitet, dass diesem Phänomen im Kern eine umfassende Zerstörungslust als Reaktion auf Kontrollverlust innewohnt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Analysen scheuen sie sich nicht Kapitalismus und Liberalismus als (Mit)Schuldige zu benennen (Aufstiegsmythos, harte Arbeit lohnt sich, Gürtel enger schnallen, diesdas).

Ob es das Analysekonzept des "demokratischen Faschismus" wirklich braucht, bin ich nicht überzeugt. Genauso wenig wie von der, gegen Ende des Buches, zart anklingenden Umkehr der Schuldigkeit für diesen Faschismus (moderne Linke sollten zb alle Familienkonzepte akzeptieren, also auch die hetero monogame cis Kleinfamilie).

Aber letzteres wirklich nur ganz nebenbei. Großartiges Buch!
2 reviews
December 26, 2025
Was soll ich zu diesem Buch sagen? Es ist vielleicht informativ, aber nicht im guten Sinne. Es strotzt vor angerissenen Gedanken und verfügt über ein umfangreiches Literaturverzeichnis, verzichtet jedoch auf die systematische Entfaltung einzelner Gedanken. Um dem Buch etwas zugute zu halten, könnte man argumentieren, dass sich sein Gegenstand aufgrund seiner Irrationalität einer rationalen Darstellung entzieht. Dies erklärt jedoch nicht den eklektischen Stil und den freien Umgang mit (historischer) Theorie.
So übernehmen die Autor:innen den Begriff der Zerstörungslust (Destruktivität) von Fromm, ohne aufzuzeigen, wie sich diese sozialpsychologische Theorie auf die heutigen Verhältnisse übertragen lässt. Darüber hinaus werden immer wieder Brüche zum historischen „Faschismus” markiert, um im nächsten Schritt mit der historischen Kritik eben dieses Faschismus weiterzuoperieren. Alles in allem hält das Buch leider nicht, was es verspricht. Das ist schade, da ich die Beobachtung der Zerstörungslust intuitiv überzeugend finde und sie für hoch relevant halte.
Profile Image for Lukas L..
18 reviews
December 14, 2025
Zugängliche und nachvollziehbare Analyse dessen, was Amlinger und Nachtwey den demokratischen Faschismus nennen und sich durch eine diffuse Zerstörungslust um der Zerstörung willen auszeichnet. Gleichzeitig die konsequente Weiterentwicklung ihrer Thesen zum libertären Autoritatismus. Sehr empfehlenswert.
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