Journalistin Olive träumt von der ganz großen Geschichte - und davon, endlich ein Zuhause zu finden. Zwar ist sie in einer liebevollen Familie aufgewachsen, aber sie wird das Gefühl nicht los, dass ihr etwas fehlt, um wirklich glücklich zu sein. Können ausgerechnet die Nachforschungen zu dem alten, scheinbar wertlosen Kompass ihrer Großmutter Olive aus ihrer Einsamkeit führen?
Zwanzig Jahre zuvor führt Claire ein Leben auf der Überholspur. Aber die Nachricht vom Tod ihrer Schwester Iris wirft sie aus der Bahn. Sie flieht Hals über Kopf auf die kleine Felsinsel, auf der Iris lebte. Dort findet Claire haufenweise Zeichnungen - darunter auch eine von einem alten, scheinbar wertlosen Kompass ...
Der Erstling von Louise Pelt "Die Halbwertszeit von Glück" hat mir sehr gut gefallen und deshalb war ich schon neugierig auf ihren neuen Roman. Auch diesmal haben wir verschiedene Zeitebenen, aber nur zwei Hauptprotagonistinnen, die irgendwie miteinander verbunden zu sein scheinen. Wie schon in ihrem Debüt erfährt man erst relativ spät, wie alles zusammenhängt und rätselt sehr lange, wie die beiden Geschichten zusammenhängen könnten.
Nach einem dramatischen Prolog aus dem Jahr 1950, der mich anfangs ratlos zurückließ, starten wir ins erste Kapitel. Im Jahr 2000 lernen wir die erfolgreiche New Yorker Anwältin Claire kennen, die vor kurzem einen sehr lukrativen Abschluss hinter sich hat. Mit ihrem Kollegen Will hat sie eine geheime Affäre, bei der sie seit langer Zeit wieder so etwas wie Nähe zu einem anderen Menschen spürt und zulässt. Seit dem Bruch mit ihrer Zwillingsschwester Iris hat sie niemanden mehr an sich herangelassen. Ihr Leben auf der Überholspur ließ dies auch kaum zu. Doch auch Will enttäuscht sie. Als sie zusätzlich noch die Nachricht von Iris Tod erhält, verliert die toughe Erfolgsfrau den Boden unter den Füßen. Sie nimmt sich eine kleine Auszeit und fliegt auf die kleine Insel, auf der ihre Schwester die letzten Jahre gelebt hat. Dass diese Insel bis auf das Haus von Iris unbewohnt und nur mit dem Boot erreichbar ist, stürzt die New Yorkerin, die Trubel gewohnt ist, in eine Krise. Die Einsamkeit packt sie und nur langsam findet sie Zugang zu der Welt ihrer Zwillingsschwester. Nach und nach wird aufgedeckt, wie es zum Bruch der beiden Schwestern kam....
Im Jahr 2022 sind wir bei Olive in London. Sie ist Journalistin und nicht glücklich in ihrem Job. Sie will endlich über anspruchsvolle Themen schreiben. Als sie wieder von ihrer Chefin übergangen wird, ist sie wütend. Sie fühlt sich einsam, nirgends zugehörig und allein. Als sie einen Anruf von ihrer Schwester Sadie erhält und diese ihr anschließend ein Foto eines Artikels aus einer deutschen Zeitung schickt, wird Olive hellhörig. Im Keller eines Wohnhauses in Hamburg wurde eine eingemauerte Leiche gefunden, die einen ganz besonderen Kompass in Händen hält. Olives Kompass, den sie von ihrer geliebten Großmutter Poppy als vorgezogenes Erbe bekommen hat, gleicht diesem Teil aufs Haar. Doch laut einem Begutachter ist ihr Kompass ein Einzelstück. Da ihre Großmutter seit einem Schlaganfall pflegebedürftig und kaum mehr ansprechbar ist, möchte Olive herausfinden, was es mit diesem identen Kompass auf sich hat. Sie schlägt ihrer Chefin eine große Story dazu vor, die diese tatsächlich annimmt. Gemeinsam mit dem Fotografen Tom, der für die Zeitung alles festhalten soll, macht sich Olive auf den Weg nach Hamburg.
Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Olive und Claire erzählt. Was die beiden Frauen verbindet, deren Leben auf zwei verschiedenen Kontinenten und durch zwanzig Jahre getrennt ist, wird erst nach und nach ersichtlich. Dass der Kompass dabei eine große Rolle spielt, ist allerdings bereits aus dem Klappentext augenscheinlich. Die Geheimnisse rund um Poppy, die in ihre Vergangenheit führen, sind spannend erzählt und doch hat man bald eine Ahnung, wohin sie führen könnten. Trotzdem gibt Louise Pelt nur so viel frei, dass immer nur ein Puzzlestück nach dem anderen aufgedeckt wird.
Die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt. Beide Hauptfiguren sind sehr mit sich selbst beschäftigt und sie verbindet das Gefühl nirgends dazu zugehören. Während Claire kontrolliert und ehrgeizig, kühl und einsam wirkt, ist Olive eine junge Frau mit wenig Selbstvertrauen, etwas tollpatschig und unstrukturiert. Sie hatte ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Großmutter, welches seit dem Schlaganfall etwas schwierig geworden ist. Olive macht sich große Sorgen um Poppy und war enttäuscht, als sie "nur" einen Kompass vererbt bekommen hat, während ihre Geschwister ihren VW Bus oder eine Perlenkette erhalten haben.
Über jedem Kapitel steht der Name, der Monat und das Jahr, damit wir als Leser wissen, wessen Geschichte wir gerade lesen. Meistens endet der Abschnitt mit einem kleinen Cliffhanger. Deshalb möchte man am liebsten sofort weiterlesen, um mehr zu erfahren. Zusätzlich gibt es zwischen den einzelnen Kapiteln Gedichte aus den Vierziger Jahren, die in Deutschland und Dänemark geschrieben wurden.
Louise Pelt ist es wieder gelungen diesen vielschichtigen Roman einfühlsam und mitreißend zu erzählen. Trotz der ruhigen Erzählweise, wollte ich keine der beiden Frauen verlassen, wenn die Sichtweise gewechselt wurde. Trotz kleiner Längen in der Mitte des Romans fieberte ich dem Ende entgegen - mit dem Wunsch eines Aufeinandertreffens und der Relativierung dieser Tragödie, die sich über Jahrzehnte gezogen und einige Familien über Generationen hinweg, beeinflusst hat.
Fazit: Im Roman geht es um die Einsamkeit mit ihren verschiedenen Facetten und über ein Geheimnis, welches Familien über Generationen beeinflusst hat. Aber auch um einen Neuanfang und dem Finden zu sich selbst. Wieder ein wunderschöner Roman der Autorin!
Die Anatomie der Einsamkeit, von Louise Pelt, erschienen im Lübbe Verlag am 28. Februar 2025 Gebundenes Buch 448 Seiten
Klappentext - siehe Buchbeschreibung
Meine Meinung In der *Anatomie der Einsamkeit* erzählt die Autorin Louise Pelt auf zwei Zeitebenen die Geschichte zweier unterschiedlicher Frauen, die jede auf ihre Art unter Einsamkeit leidet. Olive in London hat eine nette Familie, aber ihr Job als Journalistin macht sie nicht glücklich. Durch den Fund eines Familienerbstückes begibt sie sich mit einem ungeliebten Kollegen auf die Suche nach Antworten auf die Reise. Ihr Weg führt sie nach Deutschland und Dänemark. Die erfolgreiche Anwältin Claire in Amerika begibt sich nach dem Tod ihrer Schwester auf die einsame Insel, auf der ihre Schwester gelebt hat. Dort möchte sie ihrer Schwester wieder näherkommen. Beide Frauen erleben auf ihren Reisen dass Einsamkeit auch heilsam sein kann und dass man selber die Situation verändern kann. Die Begegnungen mit verschiedenen Charakteren bringen viel Abwechslung in die Geschichte. Es ist ein großes Puzzle, das in detektivischer Arbeit zusammengesetzt werden muss. Jede Protagonistin hat ihren eigenen Ansatz dazu und wird geleitet von ihren Emotionen. Die Auflösung offenbart sich erst am Ende des Buches und hat mich jetzt nicht überrascht, aber dennoch zufrieden zurückgelassen.
Der Schreibstil von Louise Pelt ist flüssig und bildreich, er liest sich sehr angenehm. Auch die verschiedenen Zeitebenen harmonieren miteinander. Die Vielfalt der Einsamkeit wird hier sehr gut dargestellt und durch das Zitat auf Seite 380 bildlich erläutert. »Nie zuvor war ihr aufgefallen, dass einsam ein Teil von gemeinsam war.«
Fazit Die Anatomie der Einsamkeit empfehle ich Leserinnen, die gerne in verschiedene Zeitebenen, die mit vielfältigen, emotionalen und packenden Geschichten gefüllt sind, abtauchen. Die Autorin versteht es, die Neugier zu entfachen und auch am Ende zu stillen. Ein verlorenes Puzzlestück kann alles zerstören oder wieder zusammenfügen. Ich vergebe 5 🐥🐥🐥🐥🐥 und eine Lese/Kaufempfehlung.
**** Worum geht es? **** Louise Pelt lädt mit diesem Buch dazu ein, drei unterschiedliche Schicksale der Einsamkeit auf drei verschiedenen Zeitebenen zu durchdringen. Jede der drei Frauen erlebt dabei ein ganz eigenes, individuelles Schicksal – und Einsamkeit in all ihren Facetten.
**** Mein Eindruck **** Der Erzählstil der Autorin und ihre eindringliche Art, Situationen und Szenen zu beschreiben, haben mich von Beginn an in den Bann der Frauenschicksale gezogen. Ihr Ton ist leise, aber wirkungsvoll – inhaltlich einnehmend und feinfühlig umgesetzt. Besonders faszinierend war für mich, wie sich die Leben der Protagonistinnen auf subtile Weise miteinander verflechten. Der Kompass als Symbol für Orientierung und innere Ausrichtung ist dabei kunstvoll in die Geschichte eingewoben. Mit Mut und Entschlossenheit entfalten sich die unterschiedlichen Formen der Einsamkeit. Das Erzähltempo ist gemächlich – ich durfte mir Zeit nehmen, die Schicksale auf mich wirken zu lassen und eigene Deutungen zu entwickeln. Die drei Frauen haben mich tief berührt, jede auf ihre Weise, und so wollte ich unbedingt weiterlesen. Ich suchte nach einem Funken Hoffnung, wollte glauben, dass aus den Erben der Vergangenheit etwas Neues erwachsen kann – und dass Zeit keine Rolle spielt, wenn man sich nur richtig entscheidet. Was ich am Ende fand, war so viel mehr – und zugleich ganz anders. Doch genau das macht die Lektüre so besonders: die Authentizität und das tief empfundene Verständnis für Familienbande und Emotionen, das Louise Pelt durchgehend beweist.
**** Empfehlung? **** Einfühlsam erzählte Familiengeheimnisse, bewegende Charaktere und ein eindringlicher Stil, der sich über drei Zeitebenen spannt. Louise Pelt verleiht dem Thema Einsamkeit einen neuen Glanz. Ihre Geschichten sollte man unbedingt entdecken.
Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍. Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt. Sowohl von Cover als auch vom Titel her. Ein schönes Wiedererkennungsmerkmal. In dem neusten Werk der Autorin Louise Pelt haben wir wieder unterschiedliche Zeitebenen in denen sich viele Geheimnisse der Vergangenheit befinden und die nach und nach aufgedeckt werden. Zwischendrin gibt es immer wieder schön geschriebene Gedichte, die das miträtseln noch etwas anfeuern. Im Jahr 2000 muss sich die erfolgreiche, aber nicht wirklich glückliche Anwältin Claire ihrem dunklen Kapitel mit ihrer verstorbenen Schwester Iris stellen und kommt dieser dabei näher als je zuvor. 22 Jahre später entdeckt die Journalisten Olive den Kompass ihrer Oma, ein vermeintliches Einzelstück, auf dem Bild einer vor kurzem entdeckten Leiche. Ist das die Story die sie braucht um endlich die Anerkennung ihrer Chefin zu erlangen, ist der Fotograf Tom, ihre Begleitung, wirklich ein so unsympathischer Schnösel und was ist in der Vergangenheit ihrer Oma alles geschehen, wer ist sie wirklich? Fragen über Fragen und die Antworten stehen im Buch 😉. Ich möchte ganz ehrlich sein...Dieser Roman kommt für mich nicht an 'Die Halbwertszeit von Glück' ran, denn den habe ich wirklich geliebt. 'Die Anatomie der Einsamkeit' ist schön geschrieben und angenehm zu lesen, aber hatte für mich auch seine Längen. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit den Personen im Buch dieses mal nicht so warm geworden bin. Im Großen und Ganzen aber ein netter Roman mit Familiengeheimnissen, interessanten Wendungen und gut durchdachten Verstrebungen.
Ich habe das vorhergehende Buch von Luise Pelt gelesen und hatte insofern schon hohe Erwartungen an dieses - die auch nicht enttäuscht wurden, das möchte ich vorweg nehmen.
Im Buch laufen mehrere Handlungsstränge parallel, Hauptfiguren sind drei sehr unterschiedliche Frauen, deren Beziehung zueinander erst am Ende richtig klar wird, So spielt die Handlung zunächst auf drei Zeitebenen.
Jede der Frauen hat zu kämpfen, mit sich, ihren Lebensumständen, ihrer Partnerschaft, gesellschaftlichen oder beruflichen Problemen. Allen dreien ist gemeinsam, dass sie kämpfen WOLLEN, so gut die Umstände es eben zulassen, und dass sie auf der Suche nach sich selbst bzw. ihrer "richtigen" Lebensfprm sind.
Das alles ist sehr lebendig geschildert, die Autorin lässt ihre Figuren deutlich vor meinem inneren Auge zum Leben und Handeln erwachen, die Spannung hat für mich auch bis zum Schluss nicht nachgelassen. Ich finde die Charaktere sehr gut und fein gezeichnet und auch die Beschreibungen der Landschaft sehr gut getroffen.
Sehr schön und originell fand ich auch die eingestreuten Gedichte, die das Leben der dritten Frau beleuchten. Gelungene Poesie!
Die Zusammenführung der Handlungsstränge und die Auflösung der "Rätsel" am Schluss finde ich gelungen und logisch nachvollziehbar, mit ein paar winzigkleinen Mankos, die mich aber nicht stören.
Alles in allem hat mir das Buch sehr, sehr gut gefallen, ich werde es vielleicht als Print noch einmal in Ruhe lesen...
Die Anatomie der Einsamkeit von Louise Pelt ist ein tiefgründiger Roman, der die Geschichten von zwei Frauen über zwei Jahrzehnte hinweg miteinander verknüpft. Die Journalistin Olive, auf der Suche nach der großen Story und einem Gefühl von Heimat, stößt bei ihren Recherchen auf einen alten Kompass ihrer Großmutter. Parallel dazu wird Claires Leben erzählt, die nach dem Tod ihrer Schwester auf eine abgelegene Insel flieht und dort auf Hinweise stößt, die sie mit Olive verbinden.
Pelt gelingt es, die Themen Sehnsucht, Mut und Hoffnung einfühlsam zu beleuchten. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, und die wechselnden Perspektiven zwischen Olive und Claire fügen sich harmonisch zusammen, wodurch ein facettenreiches Bild entsteht. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, was das Eintauchen in die Geschichte erleichtert. Ein besonderes Highlight ist die atmosphärische Schilderung der Schauplätze, insbesondere der kleinen Felsinsel, die als Symbol für Isolation und Selbstfindung dient. Der alte Kompass funktioniert dabei als verbindendes Element zwischen den Protagonistinnen und verleiht der Handlung eine mysteriöse Note.
Ein berührender Roman, der seine Leser dazu einlädt, über die eigene Suche nach Zugehörigkeit und den Mut zu Neuanfängen nachzudenken. Ein empfehlenswertes Werk für alle, die tiefgründige Geschichten schätzen.
Einsamkeit – zwei Frauen auf der Suche nach dem Glück
Einsamkeit ist nicht das erste Thema, das man einem unterhaltsamen Roman zuschreiben würde, aber doch ist es hier das verbindende Element in den Geschichten der zwei Protagonistinnen Claire und Olive in Louise Pelts Roman.
Die beiden starten sehr unterschiedlich – Claire 2000 als erfolgreiche Anwältin in New York, Olive eher gescheiterte Journalistin 2022 in London. Claires Geschichte hat mich besonders am Anfang an Anwaltsserien a la „the good wife“ erinnert, während ich bei Olive eher an eine etwas tollpatschige Cameron Diaz in Liebeskomödien denken musste.
Beide verbindet jedoch das Gefühl nicht vollständig zu sein, nicht dazu zugehören, einsam zu sein. In beiden Geschichten taucht ein mysteriöser Kompass auf und lässt uns noch auf eine dritte Zeitebene eintauchen. Über den ganzen Roman zieht sich auch das Rätsel, ob Claire und Olive auch im wahren Leben miteinander verbunden sind.
Louise Pelts Stil hat mir sehr gut gefallen – nach wenigen Seiten konnte ich in der Geschichte abtauchen und mir alles bildlich vorstellen. Ein wenig erinnert mich der Aufbau an Bücher von Lucinda Riley, bei der sich Mystery und Lovestory bzw. Suche nach persönlichem Glück auch oft miteinander verbinden. Während des Lesens tauchten für mich schon ein, zwei Unstimmigkeiten auf, z.B. erschien mir die ganze Geschichte rund um den Kompass schon ein bisschen konstruiert. Aber wie in einem guten Film habe ich mich einfach in die Geschichte ziehen lassen und mich unterhalten lassen. Viele der Twists im Buch sind ein wenig vorhersehbar, wenn man aufmerksam liest.
Positiv hervorheben möchte ich die Gestaltung des Buches. Das Cover ist wunderschön und passend zur Geschichte gewählt. Der Einband hat eine besondere Haptik, die an Leinen oder an eine Leinwand erinnert.
Insgesamt kommt es bei der Bewertung ja auch immer darauf an, was man eigentlich erwartet: Die Anatomie der Einsamkeit ist eine unterhaltsame Geschichte zum Miträtseln und begleitet die zwei Hauptprotagonistinnen mit viel Gefühl auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück. Für mich ein perfektes Buch für ein verregnetes Wochenende zum Abtauchen und Entspannen.
Im Buch verfolgen wir die Lebenswege ganz unterschiedlicher Frauen, die aber durch die im Titel angesprochene Einsamkeit verbunden sind. Da ist Claire, die nach dem Tod ihrer Schwester auf deren Insel zieht, um Abschied zu nehmen und zu sich selbst zu finden. Und da ist Olive, die das Geheimnis des Kompasses, den ihre Großmutter ihr geschenkt hat, ergründen will. Besonders gut hat mir gefallen, auf welche Weise die Geschichten letztendlich miteinander verknüpft wurden, was anfangs überhaupt nicht ersichtlich war und mir große Rätsel aufgab. Am besten hat mir natürlich - wie eigentlich bei allen Romanen auf mehreren Zeitebenen - die Geschichte von Olives Großmutter Poppy gefallen, auch wenn diese diesmal nicht in eigenen rückblickenden Kapiteln, sondern über die Nachforschungen von Olive erzählt wurden. Aus der Vergangenheit selbst gibt es aber Gedichte, die Poppy damals geschrieben hat und die immer wieder eingestreut werden. Fazit: Obwohl ich mit den Hauptpersonen nicht so ganz warm wurde, hat mir das Buch am Ende doch ziemlich gut gefallen.
Ein absolutes Highlight! Das Buch hat mich von Seite 1 in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Großartig geschrieben und toll wie am Ende aus zwei Geschichten wieder eine wurde! Ein paar Tränen sind auch geflossen. Große Leseempfehlung ♥️
So ein tolles Buch, wie sich alles zusammenfügt. Super schreibstile es bedarf schon etwas mitdenken, erinnern, da zwei Geschichten ineinander verwoben sind