Rassismus, Hetze, Gewalt gegen »linke Zecken«, Homosexuelle und Migranten, offene Holocaust-Leugnung – so erlebten die Lehrkräfte Laura Nickel und Max Teske den Alltag an ihrer Schule. Entsetzt und zum Handeln entschlossen veröffentlichten sie einen Brandbrief, in dem sie »eine Mauer des Schweigens« anprangerten sowie die fehlende Unterstützung für Schulen durch Ämter, Politik und Eltern. Nach der Veröffentlichung erlebten die beiden Solidarität und Lob, aber auch heftige Anfeindungen. Ihre Geschichte, ihre Erfahrungen und die eindrücklichen Berichte von anderen Lehrern und Schülern zeigen, wie sehr Kinder in der Schule inzwischen der Gefahr rechtsradikaler Ideologisierung und Bedrohungen aufgrund ihrer Herkunft, Sexualität oder ihrer politischen Meinung ausgesetzt sind. Ein immer noch unterschätztes, brandaktuelles Problem, das Schulen in ganz Deutschland betrifft. Dieses Buch rüttelt auf und ermutigt zugleich, aktiv zu werden und die Lebenswelt für unsere Kinder so zu gestalten, dass sie auch zukünftig Demokratie leben können.
In jedem Kapitel findet sich mindestens eine wichtige, drängende Message. 5 Sterne dafür. Dieses Buch muss gelesen werden. Nicht nur von uns, die in der Schule tätig sind. Aber: Der Aufbau war jedoch relativ lose und Aussagen oft wiederholend (vielleicht, um Nachdruck zu verleihen. Für mich eher störend).