Ihr Gedankenkarussell hält an, Ihr Stress löst sich auf, und alle Ängste fallen von Ihnen ab. Niemand nervt Sie mehr, nichts regt Sie auf. Mit Ihrer Vergangenheit haben Sie Frieden geschlossen, auf Ihre Zukunft freuen Sie sich. Und in Ihrem Kopf tanzen die Gedanken und »Schön ist es, auf der Welt zu sein!«Unrealistisch, weil Sie gerade zu viele Sorgen haben? Das genau ist ja das Nicht Sie haben Sorgen – sondern Ihre Sorgen haben Sie! Drehen Sie den Spieß um und nehmen Sie Ihr Denken ab sofort in die Hand. Dann machen sich die Sorgen vom Acker, und eine große Leichtigkeit zieht in Ihr Leben ein.SPIEGEL-Bestsellerautor Martin Wehrle verrät Ihnen, wie Sie sich die Kontrolle über Ihren Kopf zurückerobern und ein Leben voller Leichtigkeit und Erfüllung gewinnen.
Ich muss sagen, dass ich mir von dem Buch mehr erhofft habe. Zum Teil liegt es mit Sicherheit daran, dass ich selbst schon relativ viel Therapie - auch und gerade Verhaltenstherapie - gemacht habe, und mir daher einiges bekannt vorkam. Das ist natürlich nicht die Schuld des Autors.
Allerdings fand ich darüber hinaus, dass das Buch sehr viele "Binsenweisheiten" enthielt und manches war in meinen Augen fast schon problematisch. Ich weiß, dass es wahrscheinlich so gemeint war, dass dem/der Leser*in aufgezeigt werden sollte, dass man im Leben mehr kontrollieren kann, als man denkt, und nicht "hilflos ausgeliefert" ist. Das ist aber etwas, das immer sehr behutsam formuliert werden sollte, da die Nuancen zwischen "Ermächtigung" und "stell dich nicht so an, du kannst alles erreichen, wenn du dich nur genug anstrengst" sehr fein sind. Der Autor hat (meiner Meinung nach) an vielen Stellen die Grenze zu letzterem leider überschritten.
(z.B. so was wie "wenn du das Gefühl hast, ungerecht behandelt zu werden - denk daran, dass du es bist, der das Geschehen als ungerecht bewertet". Ja, das kann passieren - aber es gibt definitiv auch objektive Ungerechtigkeiten, was hier auf keine Art und Weise angemerkt wurde. Das finde ich zumindest fragwürdig und fast schon auf eine Art Täter-Opfer-Umkehr...)
Das Buch hätte von mir insgesamt eher eine 2,5 bekommen, wäre da nicht das vorletzte Kapitel zum Thema Ängste gewesen, mit denen ich momentan leider zu kämpfen habe. Ich muss wirklich sagen, dass mir die Übungen im Kapitel sehr nützlich vorkommen (ich habe sie noch nicht ausprobiert, da gerade erst gelesen) und ich mir einige abfotografiert habe. Von daher konnte das (und die Affirmationen, von denen die meisten sehr schön sind und ich sie auch mal anhören werde, man konnte sie nämlich über einen QR-Code, vom Autor eingelesen, herunterladen), die Bewertung noch etwas retten. (Sorry für das miserable Deutsch im vorherigen Satz!)
Ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, denen das Buch mehr helfen kann als mir und wie gesagt, es liegt definitiv nicht nur am Autor, dass ich es nicht so gut fand. Von daher, lasst euch nicht abschrecken, wenn es euch interessiert.
Als ich neulich das erste Mal nach langer Zeit wieder zum Stöbern in der Buchhandlung war, bin ich auf dieses Buch von Martin Wehrle gestoßen. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen.
Das Buch ist nicht mein erstes Buch vom Autor und deshalb wusste ich, was mich erwartet. Wie schon bei “Den Netten beißen die Hunde” wurden hier persönliche Erfahrungen, Kundenerlebnisse, Übungen und kurze Impulse gut vermischt. Dadurch bekommt man nicht nur Basiswissen, sondern auch praktische Übungen, die einem dabei helfen eigenen Glaubenssätzen auf die Schliche zu kommen und so wirklich etwas aus dem Buch mitzunehmen.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass Martin Wehrle am Anfang des Buches Sorgen Ängste und Grübeleien voneinander trennt und dann trotz des Titels des Buches auf alle drei eingeht. Mir selbst war gar nicht bewusst, dass es bei mir gar nicht um Sorgen, sondern mehr um Ängste und Grübeleien geht.
Was ich richtig gut fand: das Abschlusskapitel. In diesem werden noch mal viele Übungen gesammelt. So kann man, sobald man irgendwie ins Grübeln kommt, merkt, dass man Angst hat oder sich Sorgen macht, das Buch zur Hand nehmen und findet direkt Hilfe.
An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir tatsächlich noch mehr Tiefe gewünscht und weniger Fokus auf die Geschichten, die hier rund um das Thema erzählt werden. Zudem kamen die kleinen Impulse für mich manchmal an etwas merkwürdigen Stellen, sodass sie mich eher rausgerissen haben. Weil ich irgendwie das Gefühl hatte, wenn ich jetzt zu lange darüber nachdenke, verliere ich irgendwie den roten Faden, konnte ich mich nicht so richtig darauf einlassen.
Insgesamt hat das Buch mit seinen verschiedenen Bereichen (positive Psychologie, Stoiker, Nervensystemarbeit) für jeden die richtige Methode parat und ist deshalb eine Empfehlung.