»Meine Macke bestand darin, dass ich mehr in Büchern lebte als in der Wirklichkeit. Die Literatur verband mich mit der Welt.«
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen Sohn auf, wird geschieden. Nach einem Nierenversagen muss sie mit sechzig den Schuldienst verlassen und beginnt in einem Literaturarchiv zu arbeiten. Es ist ein unauffälliges Leben mit der einzigen Besonderheit, dass es von Büchern begleitet Von den Sechzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart bleibt Nora eine leidenschaftliche Leserin. Regelmäßig gleicht sie ihre Erfahrungen und auch die Erschütterungen der Gegenwart bis hin zum Ukraine-Krieg mit ihrem durch Literatur gewonnen Wissen ab und trifft mal mehr, mal weniger glückliche Entscheidungen. Wie gut lässt sich Bildung vermitteln? Was bringt sie letztlich – Freuden, Erkenntnis, Ernüchterung? Besteht sie im Alltag, obwohl das Leben so viele Pläne blamiert? Wie weit hilft Kultur im Umgang mit menschlichen Abgründen? Oder wäre sonst alles viel schlimmer?Petra Morsbach entwickelt in ihrem neuen Roman ein großes Thema anhand einer Fülle von komischen, traurigen, abgründigen und tröstlichen ruhig und lakonisch, streng und nachdenklich, mit leisem Humor.
Nora Meyer will Lehrerin für die Fächer Deutsch und Geschichte werden. Seit ihrer Kindheit liebt sie die Literatur, obwohl sie aus einfachen und keineswegs akademischen Verhältnissen stammt. Um ihr Studium zu finanzieren, nimmt sie einen Nebenjob im Archiv an. Dort lernt sie Dr. Theseus Dellendrücker kennen. Zwar verlieren sich beide nach kurzer Zeit aus den Augen, begegnen sich aber zufällig wieder und gehen eine Beziehung ein. Während ihr Mann als Archivar eine Stufe auf der Karriereleiter nach oben klettert, findet Nora Zufriedenheit bei ihrer Arbeit an einem oberbayerischen Gymnasium. Sie wird schwanger. Doch nach einiger Zeit wird klar, dass das Leben auch schwierige Zeiten für sie bereithält.
„Orion“ ist ein Roman von Petra Morsbach.
Erzählt wird die Geschichte in vier Teilen mit insgesamt 13 Kapiteln, eingerahmt von einem Pro- und einem Epilog. Dabei wird die Ich-Perspektive, also die Sicht von Nora, eingenommen. Der Roman umspannt mehrere Jahrzehnte: die Zeit zwischen den 1960er-Jahren und der Gegenwart.
Im Kern geht es um Noras Leben, von der Kindheit bis ins Rentenalter. Es ist eine recht unspektakuläre und eher durchschnittliche Biografie. Auf den rund 400 Seiten gibt es zwar durchaus Konflikte, humorvolle Szenen und kleinere Überraschungen, die zum Teil durch Andeutungen vorweggenommen werden. Wer jedoch eine ereignis- und spannungsreiche Handlung erwartet, dürfte vermutlich enttäuscht werden.
Ein Schwerpunkt des Romans ist die Literatur sowie deren Bedeutung für die Bildung, die Gesellschaft und die eigene, persönliche Entwicklung. Allerdings beschränkt sich die Protagonistin - passend zum Klischee einer Deutsch- und Geschichtslehrerin - zumeist auf Klassiker und antike oder mittelalterliche Werke. Aus diesem konservativen Bildungskanon wird oft, teils auch sehr ausführlich zitiert, was immer wieder zu langatmigen Passagen führt. Dazu gibt es im Anhang ein umfangreiches Quellenverzeichnis.
Während mich die einseitige Literaturauswahl zunehmend enttäuscht hat, sind die Reflexionen und Analysen zu zwischenmenschlichen Themen durchaus klug und interessant, beispielsweise zu Mutterschaft und Ehe. Auch die Gedanken zur Pädagogik sind lesenswert.
Mit den Hauptfiguren des Romans habe ich leider gefremdelt. Auch zu Protagonistin Nora mit ihrer nüchternen, kauzigen und bisweilen lebensfernen Art habe ich keinen Zugang gefunden. Ihr manchmal sonderbares Verhalten ist für mich nicht immer nachvollziehbar. Schwer zu ertragen ist zum Beispiel, dass Nora Missbrauch, Gewalt und Sexismus erkennt, es jedoch phlegmatisch und kritiklos hinnimmt. Auch Theseus und weitere Charaktere sind auf unangenehme Weise seltsam. Dennoch ist für mich vorstellbar, dass es genau solche Menschen tatsächlich gibt.
Ebenso nüchtern wie Nora wirkt der Text auf mich. Das bildungssprachliche Vokabular passt einerseits wunderbar zur Protagonistin. Andererseits hat die antiquierte Sprache, deren Formulierungen mich an Behördendeutsch erinnert haben, den Lesefluss ausgebremst. Über manche Strecken verfällt die uninspirierte Erzählweise zudem ins Anekdotische.
Das titelgebende Sternbild taucht mehrfach in der Geschichte auf. Das Covermotiv erschließt sich mir, mit Ausnahme des abgebildeten Buches, dagegen nicht.
Mein Fazit: Mit „Orion“ ist Petra Morsbach ein intelligenter und besonderer Roman gelungen. Mich hat die Geschichte aus mehreren Gründen jedoch nicht erreicht.
REZENSION – „Ich wollte übers Lesen erzählen und was man daraus fürs Leben lernen kann oder auch nicht. … Andererseits widerspiegelt die Literatur das ganze menschliche Spektrum, von Ehrlichkeit und Tiefe bis zu Dummheit, Brutalität und Infamie“, kommentierte die Schriftstellerin Petra Morsbach (70) in einem Interview ihre Idee zu ihrem im Mai beim Penguin Verlag veröffentlichten Roman „Orion“. In diesem modernen Bildungsroman zeigt die bereits für ihr Lebenswerk mit dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnete Autorin, welche Bedeutung Literatur für unser Leben hat, indem Bücher unsere Wahrnehmung, unser Denken und unseren Umgang mit anderen Menschen prägen können. Der Roman fasziniert weniger durch seine unspektakuläre Handlung, sondern durch seinen ungewöhnlichen Blick auf das Alltagsleben der krankheitsbedingt pensionierten Gymnasiallehrerin Nora, auf das diese durch die Welt der Bücher zurückblickt. Das Lesen war und ist für sie also nicht nur eine unterhaltsame Freizeitbeschäftigung, sondern ein bedeutsames Mittel, um ihre Mitmenschen zu verstehen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und notfalls Lebenskrisen zu bewältigen. Entsprechend versteht Nora „das Glück des Lebens“ als eine „intime Begegnung zwischen Leserin und Autor, das wache Aufnehmen einer ehrlichen und tiefen Literatur. Durch die Berührung öffnet sich das Kunstwerk gewissermaßen und offenbart die polyphone, verstörend faszinierende Essenz des Lebens, das, was wir als Wahrheit empfinden“. Zeit ihres Lebens bleibt Nora eine leidenschaftliche Leserin und gleicht ihre Erfahrungen und Erlebnisse immer wieder mit ihrem durch Literatur gewonnenen Wissen ab. Doch kann uns die Literatur im Alltag wirklich helfen? Nicht immer trifft Nora die richtige Entscheidung. Im Roman erzählt Nora aus ihrem keineswegs ungewöhnlichen Leben. Geboren in den 1960er-Jahren, lernt sie als Studentin beim Ferienjob im Staatsarchiv einen um Jahre älteren Archivar kennen, den sie später heiratet – weniger aus Liebe, eher aus Gründen der Vernunft. Sie wird literaturbegeisterte Lehrerin für Deutsch und Geschichte an einem oberbayerischen Gymnasium, zieht ihren Sohn Enni als Einzelkind auf und lässt sich, von ihrem Mann vernachlässigt, nach einer bereits beendeten Liebesaffäre scheiden. Nach einem Nierenversagen muss sie als 60-Jährige vorzeitig den Schuldienst verlassen und arbeitet fortan stundenweise in einem Literaturarchiv. Wir erleben in „Orion“ die Entwicklung einer Frau von der Jugend bis ins Alter, deren Wahrnehmen und Handeln von Literatur, Philosophie und Bildung geprägt ist. Im Roman geht es um grundlegende Fragen wie Erziehung, Moral, Liebe und den mitmenschlichen Umgang. Dabei zeigt sich Nora keineswegs als alles beherrschende Besserwisserin, sondern zwar als nüchterne, analytisch denkende, aber durchaus widersprüchliche und oft auch distanzierte Persönlichkeit. Gerade dieses Widersprüchliche macht sie zu einer glaubwürdigen Figur, deren Entscheidungen nachvollziehbar sind und der unser Mitgefühl sicher ist. Morsbach zeigt in ihrem Roman anhand ausgewählter Zitate aus klassischen ebenso wie aus modernen Werken, wie eng Literatur und unser normales Leben miteinander verbunden sein können. Diese literarischen und philosophischen Bezüge verlangen beim Lesen Konzentration und Geduld. Gleichzeitig fasziniert das Buch durch die charakterliche Tiefenschärfe seiner Figuren, durch detaillierte Beobachtungen, intellektuell interessante Dialoge und trotz aller Ernsthaftigkeit der Themen auch durch eine wohltuende und lebensnahe Prise Humor – wenn zum Beispiel der inzwischen erwachsene Sohn sich von seiner inzwischen von Diät lebenden Mutter ein echtes „Männermenü“ wünscht: „Ich antwortete, ich würde ihm gern beibringen, wie man eins kocht und wie man anschließend die Küche wieder aufräumt.“ Nicht aufregende Ereignisse prägen also die Handlung dieses Romans, sondern über weite Strecken gute Beobachtungen, literarische Reflexionen und intelligente Dialoge – Szenen aus dem Jahrzehnte währenden Alltagsleben einer literarisch gebildeten und lebenserfahrenen Frau. „Ich hätte gedacht, dass es zutiefst befriedigend sein müsse, so viel Farbe und Energie aus dem banalen Alltag ziehen zu können, einfach, indem man es in Sprache fasste“, sagt Nora einmal. Mit diesem Zitat lässt sich auch der Gesamteindruck nach der Lektüre des Romans „Orion“ zusammenfassen: Es ist beeindruckend, wie es Petra Morsbach gelingt, aus der Schilderung eines mehr oder minder alltäglichen Lebens einen intellektuell anspruchsvollen Bildungsroman zu schaffen, der seine Leser nachhaltig zum Denken herausfordert.
Nora befindet sich ganz in ihrer geistigen Welt: neben dem geisteswissenschaftlichen Studium jobbt sie in einem Archiv, wo sie ihren künftigen Ehemann kennenlernt. Nach dem Studium wird sie Deutsch- und Geschichtelehrerin und versucht ihren Schüler*innen viel fürs Leben mitzugeben. Kurz vor der Pension dann trifft sie eine Erkrankung, die ihr Leben umkrempeln wird.
Petra Morsbach zeichnet in "Orion" ein hingebungsvolles Portrait eines ganz normalen Lebens. Die Autorin weiß es vortrefflich, die alltäglichen Probleme ihrer Protagonistin so authentisch darzustellen, als wären wir Lesenden stille Begleiter*innen einer bildungsbürgerlichen Biographie. Selbstzweifel -vs- Selbstbewusstsein, der Wunsch nach einem Kind -vs- der folgenden postpartalen Depression, feministische Haltung -vs- Leben und Gewohnheit im Patriarchat, Übergriffigkeiten -vs- der Mantel des Schweigens, die Sehnsucht nach Liebe und Sexualität -vs- einer pragmatische Beziehung, geistige Nährwelten aus der Antike -vs- gegenwärtige Vermittlungsversuche literarischer Texte, Körperlichkeit -vs- Krankheit - all diese Gegensatzpaare - und viele mehr - werden in dem Buch verhandelt, mit all diesen setzt sich die Ich-Erzählende in ihren Gedanken auseinander.
Es ist kein außergewöhnliches Leben das Nora führt, es sind keine außerordentlichen Probleme, mit denen sie sich auseinandersetzen muss, aber ihre sehr kognitiv fixierte Gedankenwelt ist glaubhaft, zeigt die inneren Konflikte, die wohl jede und jeder von uns nur zu gut kennt. Und das ist das Reizvolle an diesem Buch, dass wir in die Gedanken mit hineingerissen werden, uns zurücklehnen und Entwicklungen von außen betrachten können. Uns wundern, uns bestätigt fühlen, den Kopf schütteln oder zustimmend nicken und wissen: ja, das hätte ich wohl auch so gemacht - oder eben nicht.
Nora wirkt oft distanziert, was auf ihre Kopflastigkeit zurückzuführen ist. Das Verhältnis zu ihrem Mann ist nicht ganz einsichtig, ist es Liebe oder bloße Zweckbeziehung? Die gegenseitige Zuneigung spürt man kaum, nur als Nora eine Affäre eingeht und ihr Mann Theseus (der Name!) nach Jahren dahinterkommt, merkt man eine Gekränktheit, die darauf hindeutet, was Nora ihm bedeutet. Auch die Beziehung zu ihrem Sohn Aeneas ist schwierig - kein Wunder bei diesem Elternhaus. Trost und geistige Nahrung findet die Protagonistin oft in antiken Autoren und sie findet für die meisten Lebenslagen passendes intellektuelles Futter. Man erkennt eine Leidenschaft in Noras Lehrerinnenberuf, eine Berufung, in die sie viel Energie legt. Umso schöner, wie einfach sie sich davon lösen kann, als sie am Ende ihrer Berufslaufbahn schwer erkrankt und ihr Leben neu ausrichten muss. Oder darf, denn Nora sieht es als eine Chance.
Untermauert ist dieses Lebensportrait von einem feinen Humor, der all die Vorkommnisse weniger schwer wiegen lässt und ihm eine gewisse Leichtigkeit verschafft. Um das Buch zu genießen, sollte man offen sein für die kleinen Momente und Begegnungen, die Selbstreflexionen, aber auch die normalen Verdrängungen, die das Leben so mit sich bringen. Außerdem darf man sich nicht erwarten, dass in "Orion" viel Herzlichkeit und Emotionen stecken - dafür ermöglicht es ein glaubhaftes Abtauchen in geistigen Welten. Ich habe es sehr genossen dieses Buch, das von der großartigen Beobachtungsgabe der Autorin lebt, zu lesen und kann es uneingeschränkt empfehlen.
„Man sagt, alle Deutschlehrer hätten was in der Schublade.“
Nicht so die Deutsch- und Geschichtslehrerin Nora Dellendrücker. Sie muss dringlich gebeten werden, ihre Schätze zu teilen: ein ganzes Leben mit der Literatur, ein Universum von Figuren und Gedanken aus der Weltliteratur und der Philosophie.
Ein Lehrerinnen-Roman? Ja, das auch. Vor allem aber ein Roman über das Leben mit der Literatur. Ihre Schüler an einem oberbayerischen Gymnasium sollten sich die Bücher als Menschen vorstellen, die man auf einer Party trifft. Vielleicht würde das eine ein Freund, das andere sei womöglich nur kurzfristig interessant oder wirke abschreckend. Jedenfalls nahbar. Auch Menschen sieht Nora wie Bücher und wendet sich entschlossen ab: „Dieses Buch wollte ich nicht lesen.“
Der ganz starke Prolog des Romans ist ihrer Erinnerung an die Großmutter Auguste zu verdanken. Das Kind aus einfachen Verhältnissen wird während der Krankheit der Mutter bei der fast tauben Oma geparkt. Mietwohnung ohne Bad, Klo auf halber Treppe. Witwe nach einem Leben mit zehn Kindern und einem äußerst zwielichtigen Mann. Dem Kind ist die Frau fremd und unheimlich. Vor dem Schlafengehen muss sie mit ihr Lieder singen, zuhören, wenn die Großmutter die grausamsten Balladen deklamiert. Das Mädchen kann sie bald auswendig.
„Schwabs Gewitter entsetzte mich. ‚Oma, wir haben doch Blitzableiter, oder?‘, rief ich ihr ins Ohr. – ‚Ja, aber es gibt Kugelblitze. Die fliegen zum Fenster rein und wieder raus.‘“ Erst als Erwachsene erkennt sie: „Sie hat mich in die Literatur eingeführt, ohne es zu wissen oder zu merken: Kunst als Ausdruck der Seele, ohne Kalkül, Prestigeanspruch und Angeberei, etwas, das bei aller geheimnisvollen Tiefe so natürlich zum Leben gehörte wie Mensch ärgere dich nicht und die BILD-Zeitung.“
Auch die erwachsene Nora findet das in den Büchern. In jeder Lebensphase sucht sie dort Rückbezüge, Hilfestellungen, Anker. Nur zur Geburt – eine traumatische Erfahrung für die Protagonistin – findet sie kaum etwas. „Geburt schien nicht lyrikfähig zu sein.“ Der Roman umfasst ein ganzes Leben, inklusive drastischer Fehlentscheidungen Noras. Besonders bedrückend ist die Schilderung ihrer unglücklichen Ehe und die Darstellung der Enttäuschung, welche die unbeholfene Mutter mit ihrem distanzierten, immer feindseliger reagierenden Sohn erlebt.
Ein kluger, leiser Roman. Mit vielen Charakterbildern, die Nora „liest“: Archivare, Pfarrer, Schriftstellerinnen, Schüler, Schülereltern und Schuldirektoren. Für mich wirken zwar einige überzeichnet und ins Karikaturhafte getrieben. Andere Schilderungen waren mir auch zu betulich und/oder wiederholend (gerade, was den Schulalltag betraf).
Dennoch: „Orion“ war eine Lektüre, die mir vielerlei Berührungspunkte bot und zur Auseinandersetzung anregte, eine Leseempfehlung nicht nur für Lehrerinnen.
Eine intelligente Frau schreibt über ihr Leben als Lehrerin, Mutter, Ehefrau und auch chronisch Erkrankte. Dies alles gesehen, gespiegelt, neu geordnet, bewegt im Lichte der Literatur, da sie Viel-Leserin ist. Welchen Trost, welchen Halt, welche Unterstützung kann Literatur für einen Menschen sein? Das wird hier dekliniert. Leider fehlt mir der große Bogen, das Ziel der Geschichte, vielleicht auch der Grund, warum diese Geschichte geschrieben wurde und warum so extensiv? Viele Seiten weniger und ein großer Spannungsbogen hätten gut getan.
Niby nic spektakularnego się nie dzieje - ot, życie pewnej nauczycielki się dzieje - a jednak okazało się, że tu jest dużo literackiego dobra. Znakomite pióro, lakoniczne, podszyte ironią komentarze własnego małżeństwa, macierzyństwa, uczenia. Wprawdzie były pasaże, które mnie nużyły, ale nawet te najnudniejsze dyskursy o literaturze antycznych klasyków dobrze spinały się z fabułą. Do powolnego smakowania, żaden książkowy fast food.