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Vega Varg – Das Schweigen der Insel: Kriminalroman - »Die Vega-Varg-Reihe gehört zum Besten, was die skandinavische Spannung zu bieten hat.« Johanna Mo (Ein Fall für Vega Varg 1)

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Wo die Wellen brechen, findet dich der Tod – Auftakt für Kommissarin Vega Varg auf den malerischen Kosterinseln

Auf der Insel Südkoster an der schwedischen Westküste, unweit der Grenze zu Norwegen, erschüttert ein Mord die Idylle. Die erfahrene Ermittlerin Vega Varg ist als Erste vor Ort. Den toten jungen Mann kennt sie schon, seitdem er ein kleiner Junge war. Zusammen mit ihren beiden Söhnen, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten, sucht Vega nach Hinweisen zum Täter. Dann nimmt der Fall eine unerwartete Eine norwegische Zeugin verschwindet spurlos. Jetzt kann nur noch Vegas bester Freund und Kollege aus Oslo helfen. Leopold Posse leitet eine Spezialeinheit für Kriminalfälle im Grenzgebiet von Schweden und Norwegen. Gemeinsam können sie den Kreis der Verdächtigen eingrenzen. Doch vieles erinnert Vega an einen Mord aus dem Jahr 1998. Das Opfer ihr eigener Ehemann.

401 pages, Kindle Edition

Published May 1, 2026

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About the author

Åsa Hellberg

40 books103 followers
Åsa Hellberg is a bestselling Swedish author published in almost 20 countries around Europe. Her stories about strong, sexy, 50-plus women -their love life and struggles, has been on top lists since the first release of "Sonjas sista vilja" in 2012.

Inte utan min syster, (Not without my sister) based on a true dramatic story from Åsa´s own family, is the first book in a new 3-book series of historic novels and will be released in aug 2022 in Sweden.
The first novel is set i Fjällbacka and tells the story about Anna and Cornelia, two sisters and nurses 1903, who have hopes and big dreams for the future.
Just a few years later everything is destroyed.

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171 reviews10 followers
May 17, 2026
Starker Auftakt einer neuen nordischen Crime-Serie

Mit „Vega Varg – Das Schweigen der Insel“, erschienen 2026 bei Heyne, startet die bekannte Romanautorin Åsa Hellberg eine neue Krimireihe – und konnte mich direkt als Fan gewinnen.

Der Roman spielt auf den Kosterinseln, im Grenzgebiet zwischen Schweden und Norwegen. Vega Varg ist eine ungewöhnliche Ermittlerin, sie ist Polizeichefin und schon 62 Jahre alt, gleichermaßen beharrlich wie auch manchmal einfach müde von langen Dienstjahren. Der Polizeidienst liegt in der Familie, ihr Vater war Polizist und ihre zwei Söhne haben auch eine Laufbahn bei der Polizei eingeschlagen. Aus der Reihe fällt das Sorgenkind in der Familie, ihre Tochter Moa, die sie in einem One-Night-Stand zeugte und die im Roman lange mit Abwesenheit glänzt – was Vega keine Ruhe lässt.
Die Familienverhältnisse sind kompliziert – und der Fall auch, obwohl es zunächst anders aussieht. Eine Gruppe von Immobilienmaklern, die auf den Kosterinseln ein Team-Incentive absolviert, stößt auf eine Leiche. Es ist der Barmann aus dem Hotel in dem die vier, Bente, Meja, Svein und Måns, untergekommen sind. Der scheinbar lokale Fall nimmt schnell eine Wendung, die einen viel größeren Kontext offenbart – und Vega und ihre Vergangenheit auch ganz persönlich betrifft. Als eine norwegische Zeugin plötzlich verschwindet, muss über die Grenzen zusammengearbeitet werden, was Leopold Posse aus Oslo auf den Plan ruft, bester Freund von Vega und Patenonkel ihrer Tochter. Leopold gibt Vega in den Ermittlungen zunächst Sicherheit – doch immer mehr muss sie auch seine Rolle in ihrem Leben in Frage stellen. Die Ermittlungen treiben Vega in eine Konfrontation mit ihrer eigenen Vergangenheit, ihrer Familie und dem Tod ihres Ehemanns vor vielen Jahren. Am Ende wird nichts mehr sein wie zuvor gedacht.

Die Autorin schafft es hervorragend, einen durchgehenden Spannungsbogen zu erzeugen und findet ein wirklich gutes Maß aus Ereignissen in der Gegenwart und Rückblicken in die Vergangenheit. Vega als Figur ist plastisch und realistisch, man kommt ihr nahe und ihre leise Sperrigkeit macht sie sehr sympathisch. Eine starke Frauenfigur, die sich durchbeißt. Die Immobilienmakler sind zugegeben sehr klischeehaft gezeichnet, für den Roman ergibt das so Sinn, ich hätte ihnen dennoch ein bisschen mehr „echten Menschen“ gewünscht. Das Buch hat ein gutes Tempo, und Hellberg findet überraschende Wendungen, die die Spannung bis zum Ende halten. Dabei tut die Szenerie ein Übriges, dieser Kriminalroman ist ein stimmiges Ganzes.

Hier liegt somit ein sehr lesenswerter erster Band vor, der schon Vorfreude auf einen zweiten schafft. Ein sehr guter Einstieg in eine neue nordische Crime-Serie, die ein bisschen nach Verfilmung schreit.

Ein großes Dankeschön an vorablesen.de und Heyne für das Rezensionsexemplar!

52 reviews
August 5, 2026
„Vega Varg – Das Schweigen der Insel“ von Åsa Hellberg ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, der mich vor allem durch seine eindringliche Atmosphäre, die sympathische Ermittlerin und den rätselhaften Fall überzeugen konnte. Schon das Cover vermittelt das raue und abgeschiedene Gefühl der schwedischen Küstenlandschaft. Der gelbe Himmel, das dunkle Meer und das einsame Holzhaus passen hervorragend zu der Geschichte. Als Hörbuch konnte mich der Krimi zusätzlich durch die angenehme und lebendige Lesung von Tanja Geke begeistern.

Die Handlung spielt auf den malerischen Koster-Inseln. Der erste Herbststurm zieht über die Inseln, als ein junger Mann tot auf einem Bootssteg gefunden wird. Kommissarin Vega Varg übernimmt die Ermittlungen. Sie ist Polizistin aus Leidenschaft, lebt auf der Insel und kennt die Menschen und die Besonderheiten des Ortes sehr gut. Gleichzeitig ist sie Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, wodurch auch ihre private Seite eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt.

Schon bald wird deutlich, dass der Tote für Vegas Familie kein Unbekannter ist. Er war ein enger Kindheitsfreund ihrer Söhne. Dadurch wird der Fall für sie persönlicher, als es bei einer gewöhnlichen Ermittlung der Fall wäre. Vega muss versuchen, professionell zu bleiben, obwohl die Ereignisse ihrem eigenen Leben gefährlich nahekommen. Gerade dieser persönliche Bezug hat für mich die emotionale Spannung der Geschichte deutlich verstärkt.

Noch bevor Vega alle Zusammenhänge des Todesfalls verstehen kann, verschwindet in Norwegen ein siebenjähriges Mädchen. Bei dem Kind handelt es sich um die Tochter eines bekannten Politikers. Die Mutter des Mädchens ist außerdem eine frühere Freundin Vegas. Plötzlich scheint die aktuelle Ermittlung mit weiteren Ereignissen verbunden zu sein, und Vega muss herausfinden, ob es tatsächlich einen Zusammenhang gibt oder ob sie sich von persönlichen Erinnerungen beeinflussen lässt.

Unterstützung erhält sie von ihrem besten Freund und Kollegen Leopold Posse, der in der Nähe von Oslo lebt. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen. Man spürt, dass sie sich lange kennen und einander vertrauen. Gleichzeitig bringt Leopold eine weitere Perspektive in die Ermittlungen ein. Ihre Gespräche wirken vertraut und glaubwürdig, ohne dass dabei die Spannung der eigentlichen Handlung verloren geht.

Je weiter die Ermittlungen voranschreiten, desto mehr verschwimmen für Vega die Grenzen zwischen ihrer Arbeit und ihrem Privatleben. Viele Entwicklungen erinnern sie an einen alten, bis heute ungelösten Fall: den Mord an ihrem Ehemann vor mehr als zwanzig Jahren. Dieser Teil der Geschichte hat mich besonders neugierig gemacht. Man merkt, dass Vega die Vergangenheit nie vollständig hinter sich lassen konnte und dass der Verlust ihr Leben bis heute beeinflusst.

Vega Varg ist für mich eine sehr interessante Hauptfigur. Sie wird nicht als unfehlbare Ermittlerin dargestellt, die jeden Hinweis sofort richtig deutet. Stattdessen ist sie eine erfahrene Polizistin, die sich auch mit persönlichen Zweifeln, Erinnerungen und Ängsten auseinandersetzen muss. Sie besitzt eine starke und entschlossene Seite, gleichzeitig wird aber auch ihre Verletzlichkeit sichtbar.

Gerade diese Mischung hat sie für mich glaubwürdig und nahbar gemacht. Vega ist nicht nur Kommissarin, sondern auch Mutter, Freundin und Witwe. Ihre verschiedenen Rollen beeinflussen ihre Entscheidungen und sorgen dafür, dass die Ermittlungen nicht rein sachlich bleiben. Trotzdem wirkt sie kompetent und engagiert. Sie gibt nicht auf, auch wenn die Wahrheit unangenehm oder gefährlich werden könnte.

Besonders gut gefallen hat mir außerdem das Setting auf den Koster-Inseln. Die raue Küste, die Stürme, das Meer und die Abgeschiedenheit bilden eine hervorragende Kulisse für einen Kriminalfall. Die Landschaft wirkt wunderschön, gleichzeitig aber auch unberechenbar und bedrohlich. Man kann sich gut vorstellen, wie schnell sich das Wetter verändert und wie isoliert ein Ort wirken kann, wenn ein Sturm aufzieht.

Die Inselgemeinschaft trägt ebenfalls viel zur Atmosphäre bei. In einer kleinen Gemeinschaft scheinen sich viele Menschen zu kennen, doch das bedeutet nicht, dass sie wirklich alles voneinander wissen. Hinter vertrauten Fassaden können sich Geheimnisse, alte Konflikte und verdrängte Erinnerungen verbergen. Genau dieses Gefühl zieht sich durch die gesamte Handlung.

Der Krimi setzt nicht nur auf schnelle Action oder brutale Szenen. Die Spannung entsteht vielmehr durch die vielen offenen Fragen, persönlichen Verbindungen und unausgesprochenen Geheimnisse. Wer ist für den Tod des jungen Mannes verantwortlich? Was hat das Verschwinden des Kindes damit zu tun? Und warum erinnert Vega der aktuelle Fall so stark an den Mord an ihrem Ehemann?

Beim Hören hatte ich immer wieder neue Vermutungen. Manche Figuren wirkten zunächst vollkommen harmlos, während andere sofort verdächtig erschienen. Doch je mehr Informationen bekannt wurden, desto häufiger musste ich meine Einschätzung überdenken. Gerade dieses Miträtseln hat mir viel Freude bereitet.

Die Autorin verbindet die eigentliche Krimihandlung sehr schön mit Vegas persönlicher Geschichte. Dabei nimmt der private Teil nicht zu viel Raum ein, sondern vertieft die Handlung und erklärt, warum bestimmte Ereignisse Vega besonders treffen. Gleichzeitig werden genügend Fragen zu ihrer Vergangenheit offengelassen, sodass ich sehr neugierig auf weitere Fälle mit ihr geworden bin.

Auch die Nebenfiguren fand ich interessant. Sie wirken nicht nur wie Mittel zum Zweck, sondern bringen eigene Beziehungen, Geheimnisse und Hintergründe mit. Besonders die Verbindung zwischen Vega, ihren Söhnen und dem Opfer gibt dem Fall eine emotionale Tiefe. Der Tod ist für sie nicht einfach eine Aktennummer, sondern betrifft Menschen, die sie kennt und denen sie nahesteht.

Der Schreibstil von Åsa Hellberg ist angenehm, bildhaft und flüssig. Die Beschreibungen der Landschaft haben bei mir direkt Bilder entstehen lassen. Gleichzeitig bleibt die Handlung verständlich und übersichtlich, obwohl mehrere Fälle, persönliche Beziehungen und Ereignisse aus der Vergangenheit miteinander verbunden werden.

Die Geschichte entwickelt sich in einem eher ruhigen, aber konstant spannenden Tempo. Für mich passte das sehr gut zum skandinavischen Setting. Die Spannung darf sich langsam aufbauen, während nach und nach neue Hinweise ans Licht kommen. Dadurch entsteht eine dichte Atmosphäre, die mich immer tiefer in den Fall hineingezogen hat.

Meine Meinung zum Hörbuch

Die Hörbuchfassung wird von Tanja Geke gesprochen und hat mir sehr gut gefallen. Ihre Stimme passt hervorragend zu Vega und zur nordisch-düsteren Atmosphäre der Geschichte. Sie liest klar, ruhig und ausdrucksstark, sodass ich der Handlung jederzeit problemlos folgen konnte.

Besonders gelungen fand ich, wie sie Vegas Persönlichkeit vermittelt. Die Entschlossenheit der Ermittlerin ist ebenso zu spüren wie ihre Unsicherheit und ihre Trauer über die Vergangenheit. Dadurch wirkt Vega beim Hören sehr lebendig und vielschichtig.

Auch die verschiedenen Figuren lassen sich gut voneinander unterscheiden. Tanja Geke verändert ihre Stimme jeweils so weit, dass die Dialoge lebendig wirken, ohne dass die Lesung übertrieben oder künstlich erscheint. Vor allem bei Gesprächen zwischen Vega und Leopold hatte ich das Gefühl, zwei Menschen zuzuhören, die sich lange kennen und eine besondere Vertrautheit miteinander teilen.

Die ruhigen Szenen werden angenehm und gefühlvoll gesprochen, während spannende Momente deutlich an Intensität gewinnen. Gerade die Situationen, in denen sich Vega in Gefahr befindet oder neue Zusammenhänge erkennt, konnten mich beim Hören fesseln.

Mit einer Laufzeit von knapp **zehn Stunden** hat das Hörbuch für mich eine sehr angenehme Länge. Die Geschichte erhält ausreichend Zeit, um die Figuren, das Inselsetting und die verschiedenen Ermittlungsstränge aufzubauen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass sich die Handlung unnötig zieht.

Die Vertonung eignet sich wunderbar dafür, vollständig in die Geschichte einzutauchen. Durch die Stimme der Sprecherin konnte ich mir die stürmische Küste, die kleinen Häuser und das dunkle Meer besonders gut vorstellen. Das Hörbuch war für mich deshalb nicht nur spannend, sondern auch sehr atmosphärisch.

Am meisten gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur einen interessanten Kriminalfall bietet, sondern gleichzeitig den Grundstein für eine vielversprechende Reihe legt. Vega Varg besitzt eine Vergangenheit, über die ich unbedingt mehr erfahren möchte. Besonders der ungeklärte Mord an ihrem Ehemann scheint noch viele Geheimnisse zu bergen.

Fazit
„Vega Varg – Das Schweigen der Insel“** ist ein gelungener Auftakt einer neuen skandinavischen Krimireihe. Die Geschichte verbindet einen rätselhaften Todesfall, das Verschwinden eines Kindes und die ungeklärte Vergangenheit der Ermittlerin zu einer spannenden und emotionalen Handlung.

Besonders überzeugt haben mich die starke und gleichzeitig verletzliche Hauptfigur, das atmosphärische Inselsetting und die persönlichen Verbindungen zwischen den Beteiligten. Der Krimi lebt von seiner düsteren Stimmung, den Geheimnissen der kleinen Inselgemeinschaft und der Frage, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind.

Als Hörbuch wird die Geschichte von Tanja Geke sehr lebendig und einfühlsam umgesetzt. Ihre Stimme passt ausgezeichnet zur Handlung und zu Vega Varg. Ich konnte mich schnell auf ihre Lesung einlassen und war bis zum Ende gespannt, welche Wahrheit hinter den Ereignissen steckt.

Eine klare Empfehlung für alle, die atmosphärische Schwedenkrimis, starke Ermittlerinnen, kleine Inselgemeinschaften und Fälle mit einer persönlichen Vergangenheit mögen. Ich freue mich bereits sehr auf den nächsten Fall für Vega Varg.
605 reviews5 followers
July 27, 2026
Überaus dunkle Grundstimmung

Buchmeinung zu Asa Hellberg – »Das Schweigen der Insel«

»Das Schweigen der Insel« ist ein Kriminalroman von Asa Hellberg, der 2026 im Heyne Verlag in der Übersetzung von Ricarda Essrich und Franziska Hüther erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »Koster morden: Den femte dagen« und ist 2025 erschienen.

Zum Autor:
Asa Hellberg wurde 1962 in Fjällbacka geboren. Heute lebt sie in der Nähe von Stockholm. Mit ihren Romanen stand sie in ihrer Heimat bereits regelmäßig auf der Bestsellerliste und begeisterte auch ein internationales Publikum. Mit der Krimireihe um Vega Varg schlägt sie nun ein neues Kapitel auf.

Zum Inhalt:
Auf den schwedischen Kosterinseln wird von norwegischen Touristen die Leiche eines Einheimischen aufgefunden. Vega Varg, die örtliche Polizeichefin, übernimmt mit ihrem Team die Ermittlungen. Im weiteren Verlauf erhält sie Unterstützung von einer norwegischen Spezialeinheit, die ihr alter Freund Leopold Posse leitet.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich in weiten Teilen enttäuscht. Dabei fand ich die Hauptfigur Vega Varg zu Beginn durchaus sympathisch. Sie ist Witwe und leitet den örtlichen Polizeiposten, in dessen Umfeld ihre beiden Söhne tätig sind. Ihre Tochter ist dabei, sich von der Familie abzunabeln. Überhaupt spielen Familien, Beziehungen und persönliche Probleme eine große Rolle. Vega Varg hat ein bestimmendes, wenn nicht sogar ein dominierendes Wesen. Läuft es nicht nach ihren Vorstellungen, wirkt sie schnell angefressen. Deshalb bewahren Personen aus dem familiären Umfeld etliche Geheimnisse vor ihr.
Die Handlung ist komplex. Neben dem aktuellen Fall ist die Ermordung ihres Mannes immer noch ungeklärt. In Rückblenden wird diese Zeit immer wieder aufgegriffen. Auch die aktuellen Geschehnisse werden nicht linear erzählt. Dies mag die Spannung erhöhen, führte bei mir aber auch zu Verständnisproblemen. Die Grundstimmung ist sehr dunkel und das Beziehungsgeflecht ist ein Morast. Ein positives Bild gibt einzig der Leiter der norwegischen Sondereinheit Leopold Posse ab. Seine Freundschaft zu Vega Varg endet abrupt, als er ihre Tochter verdächtigt.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven eindringlich erzählt, meistens durch Vega Varg. Sie ist sehr umfassend gezeichnet und zunehmend mit Grautönen durchsetzt. Die meisten Figuren sind mit massiven Grautönen gezeichnet und wirken unsympathisch. Dazu kommt, dass jede Figur ihr eigenes Süppchen kocht und wenig zur Aufklärung der Fälle beitragen will. Fast schon erstaunlich fand ich, dass am Ende die Fälle nachvollziehbar aufgeklärt werden konnten. Vega Varg erlebt harte Zeiten und ihre Familie muss einen Neustart wagen, weil zu viel familiäres Porzellan zerschlagen wurde.
Mein Lesevergnügen wurde durch die überaus dunkle Grundstimmung und das Fehlen positiver Elemente arg getrübt.

Fazit:
Ein komplexer nordischer Krimi, dessen überaus dunkle Grundstimmung bei mir kaum Lesevergnügen aufkommen lassen wollte. Deshalb bewerte ich den Titel auch nur mit zwei von fünf Sternen (50 von 100 Punkten). Eine Leseempfehlung mag ich nicht aussprechen.
1,596 reviews8 followers
May 2, 2026
Spanender und atmosphärischer Kriminalroman

Klappentext:
Auf der Insel Südkoster an der schwedischen Westküste, unweit der Grenze zu Norwegen, erschüttert ein Mord die Idylle. Die erfahrene Ermittlerin Vega Varg ist als Erste vor Ort. Den toten jungen Mann kennt sie schon, seitdem er ein kleiner Junge war. Zusammen mit ihren beiden Söhnen, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten, sucht Vega nach Hinweisen zum Täter. Dann nimmt der Fall eine unerwartete Wendung: Eine norwegische Zeugin verschwindet spurlos. Jetzt kann nur noch Vegas bester Freund und Kollege aus Oslo helfen. Leopold Posse leitet eine Spezialeinheit für Kriminalfälle im Grenzgebiet von Schweden und Norwegen. Gemeinsam können sie den Kreis der Verdächtigen eingrenzen. Doch vieles erinnert Vega an einen Mord aus dem Jahr 1998. Das Opfer damals: ihr eigener Ehemann.

„Vega Varg“ von Åsa Hellberg ist ein spannender und atmosphärischer Kriminalroman.
Der Handlungsort ist die schwedische Insel Südkoster.
Die Ermittlerin Vega Varg wird zu einem Tatort gerufen. Das Opfer ist ihr schon bekannt, als es noch ein Kind war. Vegas Söhne sind auch bei der Polizei und zusammen nehmen sie die Ermittlungen auf. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, es kommen immer wieder Fragen auf. Als dann auch noch die einzige Zeugin verschwindet, nehmen die Ermittlungen einen anderen Verlauf.
Verga fühlt sich an einen Fall erinnert, 1998 wurde ihr Ehemann ermordet.
Vega holt sich Hilfe bei Leopold Posse, er leitet eine Spezialeinheit für Kriminalfälle im Grenzgebiet von Schweden und Norwegen.

Åsa Hellberg hat interessante Charaktere zum Leben erweckt.
Vega Varg ist 62 Jahre alt und lebt in Nordkloster. Vega ist zwar etwas stur, hat aber einen großen Gerechtigkeitssinn. Sie hat drei Kinder, zwei Söhne, die auch bei der Polizei arbeiten und eine Tochter.
Ihr Ehemann wurde 1998 von einem Unbekannten erschossen.

Leopold Posse ist Leiter einer Spezialeinheit für Kriminalfälle im Grenzgebiet von Schweden und Norwegen.
Er ist 61 Jahre und lebt in Oslo.
Leopold ist ein langjähriger Freund von Vega und war früher bei der Polizei ihr Partner.
Er ist eher ein ruhiger, verschlossener Typ aber sehr korrekt und einfühlsam.

Die beiden Charaktere mochte ich sehr gerne, wie auch die anderen Mitglieder des Teams.
Bei der Arbeit ergänzen sie sich hervorragend.

Die Kriminalgeschichte wird von Åsa Hellberg spannend erzählt. Die Autorin baut immer wieder Wendungen ein. So bleibt die Geschichte bis zum Ende spannend.
Dabei ist der Schreibstil der Autorin flüssig und gut verständlich.

„Vega Varg“ ist ein spannender Krimi, der wohl der Auftakt einer Reihe ist. Ich würde mich freuen mehr von Vega Varga zu lesen.
Profile Image for Havers.
926 reviews21 followers
July 1, 2026
„Das Schweigen der Insel“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe, in der Vega Varg die zentrale Rolle spielt.

Schon das Cover unterscheidet sich deutlich von dem, was man üblicherweise bei skandinavischen Krimis gezeigt bekommt. Kein farbenfrohes Häuschen am strahlenden blauen Wasser, sondern eine abgerockte Bretterbude in the Middle of nowhere. Gelb-braun-schwarze Düsternis.

Und auch Vega Varg, die Polizeichefin von Koster (zwei dünnbesiedelte Inselchen zwischen Schweden und Norwegen), unterscheidet sich deutlich von den Ermittlern/Ermittlerinnen, mit denen man es üblicherweise in den skandinavischen Krimis zu tun hat. Keine durchtrainierte Superwoman, sondern eine 62jährige Frau mit scharfem Verstand, die wenig Wert auf Äußerlichkeiten legt und mich schon nach den ersten Seiten an Ann Cleeves „Vera“ erinnert hat, obwohl Vega wesentlich empathischer mit ihren Mitmenschen umgeht.

Eine Leiche wird gefunden. Es ist Fredde, ein Kindheitsfreund ihrer beiden Söhne (beide auch bei der Polizei), der als Kind regelmäßig bei ihnen am Tisch saß, wenn es in seinem Zuhause mal wieder dicke Luft war. Und dann verschwindet auch noch eine Person aus der Gruppe derjenigen, die den Toten gefunden haben, was zur Folge hat, dass Unterstützung aus Oslo anrückt. Lepold Posse, nicht nur Kollege sondern auch bester Freund...

Ja, es dauert etwas, Åsa Hellberg lässt sich Zeit mit ihrer Geschichte, was aber bei einem Reihenauftakt nicht ungewöhnlich ist, muss der Leser/die Leserin doch sowohl die Personen als auch das Setting erstmal kennenlernen. Ihre Erzählweise ist völlig unaufgeregt, fast schon entspannt, und dass sie Routine hat, merkt man. Hat sie ja bereits erfolgreich bewiesen.

Gelungen sind die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten, die zur besseren Unterscheidung mit dem jeweiligen Namen kenntlich gemacht sind, was Zuordnungschaos vermeidet. Aber auch die Familienkonstellation Vegas ist interessant, denn wann hat man das schonmal, dass eine ganze Familie bei der Polizei beschäftigt ist und sich der Verbrechensaufklärung widmet?

Ich lese seit Jahrzehnten Krimis und freue mich immer wieder, wenn mich ein/e Autor/in mit Wendungen überrascht, die ich nicht vorhersehen konnte. Und auch die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten, die zur besseren Unterscheidung mit dem jeweiligen Namen kenntlich gemacht wurden, fand ich gelungen, weil damit das Zuordnungschaos vermieden wird.

Gut gemacht, Frau Hellberg, und ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Vega Varg!
Profile Image for Archer.
664 reviews12 followers
May 30, 2026
Ein Gruppe norwegischer Urlauber findet beim Urlaub auf einer schwedischen Insel einen toten Mann. Fast sofort wird Vega Varg dazugerufen, die erfahrene Polizistin, die den Toten schon seit seiner Kindheit kennt. Wer hat ihn ermordet? Sein gewalttätiger Vater, der einen persönlichen Hass auch gegen die Familie Varg pflegt? Geht es um Drogen? Dann verschwindet eine der norwegischen Urlauberinnen, die als Zeugin aussagen sollte - und eine zweite wird ermordet. Varg und ihr Team müssen eng mit der norwegischen Polizei zusammenarbeiten, doch zum Glück ist deren Chef Vegas bester Freund. Als die Ermittlungen ins Stocken geraten, fragt sich Varg, ob diese Fälle etwas mit der Ermordung ihres Mannes vor mehr als zwanzig Jahren zu tun haben ...

Dieses Buch wird vollmundig als "Das Beste, was die skandinavische Spannung zu bieten hat" angepriesen. Wenn dem so ist, dann gute Nacht, Skandinavien. Zumindest dürftet ihr dann keine Einschlafprobleme mehr haben und die Einnahme von Schlaftabletten und die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme sind dann wohl Geschichte. Will sagen: Ich habe mich selten in meinem Leben so bei einem Krimi gelangweilt. So ein langatmiger Erzählstil, bei dem nichts vorangeht, aber dauernd dasselbe wiederholt wird. Dazu Perspektiven von völlig uninteressanten Personen, die null Mehrwert für die Geschichte hatten. Und Vega, die mir von Seite zu Seite unsympathischer wurde, bis sie mich zuletzt völlig verloren hat. Ein Typ, der sie seit Jahren bedroht und dann so angreift, dass er ihr sogar einen Finger ins Auge rammt, den schützt sie. Aber ihren besten Freund, der nur das Richtige tut, den lässt sie mal so eben fallen wie eine heiße Kartoffel.

Warum der alte Fall von ihrem Mann überhaupt in Verbindung mit dem Toten gebracht wurde? Keine Ahnung. Völlig andere Todesursache, völlig andere Umstände - kein normaler Polizist hätte da irgendwas konstruieren wollen. Zwischendrin habe ich mehrmals überlegt abzubrechen, denn mir konnte echt nicht egaler sein, wer wen warum umgebracht hatte. Der Einzige, der mich irgendwie bei der Stange hielt, war Leopold, der beste Freund von Varg, und dessen Katze, die mir in den drei Sätzen, die sie mal erwähnt wurde, sympathischer und tiefgründiger erschien als sämtliche sonstigen Beteiligten. Der erste Fall von Vega Varg war mein letzter - es sei denn, ich bekomme in Zukunft Einschlafprobleme. 1.5/5 Punkten.
Profile Image for alex_buchgeplauder.
586 reviews9 followers
May 16, 2026
Hallo, neue Krimi-Reihe!
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VEGA VARG ist die Protagonistin einer schwedischen Krimi-Reihe von Asa Hellberg. DAS SCHWEIGEN DER INSEL ist der erste Fall, der frisch jetzt auch hierzulande erschienen ist.
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Darum geht’s: Ein Mord erschüttert die Idylle auf der schwedischen Insel Nordkoster. Der Tote ist ganz vielen Ortsansässigen bekannt… auch Ermittlerin Vega Varg kennt ihn schon, seit er ein kleiner Junge war…
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Wenn der Name einer Hauptfigur so prominent auf dem Cover erscheint, dann muss diese Person schon etwas ganz Besonderes sein. Das trifft auf Vega Varg auch zu. Die Ermittlerin ist Ü60, Witwe, Mutter von drei Kindern, alles andere als ein Model-Typ und knattert mit dem Moped über die Insel. Ich für meinen Teil habe sie direkt ins Herz geschlossen.
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Asa Hellberg nimmt in ihrem Krimi keinen langen Anlauf, sondern kommt sofort zur Sache. Buch aufgeschlagen und losgelesen… und schon steckt man mittendrin im Geschehen. Auch sonst wird in diesem Krimi erfrischend wenig drum herumgeredet, sondern klar und geradlinig erzählt. Ich bin echt begeistert, wie die Autorin das schafft, obwohl es unterschiedliche Zeitebenen und etliche Baustellen, sprich: Suren und Verdächtige gibt. Trotzdem ist der Handlungsverlauf klar strukturiert. Ich fand es großartig, wie schlüssig hier alles ineinander übergreift und kann nur sagen, dass ich hier einen einfach einen gut konstruierten, spannenden und wendungsreichen Krimi gelesen habe. Das war genau mein Ding!
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Das Buch hatte mich auf den ersten Blick angesprochen und war spontan auf meiner Leseliste gelandet… weil Krimi, Schweden und ich – das geht irgendwie doch immer. Dass es sich mal wieder um einen Reihenauftakt handelt, hatte ich zunächst gar nicht zur Kenntnis genommen, oder erfolgreich verdrängt. Aber, was soll ich sagen? VEGA VARG hat mich im Sturm erobert. Nach tollen Lesestunden mit DAS SCHWEIGEN DER INSEL würde ich einen weiteren Fall auch prompt bei mir einziehen lassen. Also: Große Leseempfehlung, verbunden mit der Hoffnung auf eine Fortsetzung der Reihe in gleicher Qualität.
Profile Image for Die Bücherfanten.
29 reviews
May 19, 2026
Wenn Vergangenheit und Gegenwart sich im Mord begegnen

Darum geht es:
Auf Südkoster, einer kleinen, schwedischen Insel an der norwegischen Grenze, ist es eigentlich friedlich. Nur 1998 geschah der bisher einzige Mord an dem Polizisten und Ehemann der Ermittlerin Vega Varg. Eine schlecht verheilte Wunde, denn der Täter wurde nie gefunden. Doch nun wird sie zu einem Toten gerufen, den sie sofort erkennt: Der junge Mann war als Kind mit ihren Söhnen befreundet.
Das Inselidyll von »jeder kennt jeden« und »es wird nur das Notwendigste gesprochen, dafür aber mit eine rauen Herzlichkeit« zeigt erste Risse bei ihren Ermittlungen. Dazu verschwindet noch eine Zeugin, die in Norwegen prominent ist. Also kommt auch Vegas bester Freund und Kollege Leopold aus Oslo in die Region. Bei den gemeinsamen Ermittlungen muss sich Vega schmerzhaften Wahrheiten aus Vergangenheit und Gegenwart stellen.

Mein Eindruck:
Ein skandinavischer Krimi, wie er im Buche steht. Mir gefällt schon die Ortsbeschreibung, ich bin gefühlt gleich mit auf der Insel. Dazu eine düstere Geschichte, die sich kapitelweise aufblättert. Neben dem aktuellen Mord wird in der zweiten Ebene der persönliche Mordfall an Vegas Ehemann erzählt. Die dritte Erzählebene bietet Einblicke auf die letzten Tage des Opfers, bis sich alles zusammenfügt.
Der Fall oder besser gesagt, die Fälle entwickeln sich organisch, jeder Schritt zu einer Klärung hin, führt unweigerlich zu Einsichten, die den Blick auf das gesamte ändern. So rätsel ich lange mit, was damals und heute geschehen ist.
Den Balanceakt, den Vega als Ermittlerin, damals traumatisierte Ehefrau und Mutter vollführt, geht einem ans Herz und zeigt die Tiefe, mit der die Autorin ihre Figuren zeichnet. Sie lässt sie leiden bis ans Ende.


Fazit:
Atmosphärisch dichter und spannender Skandinavien-Krimi mit einer neuen Ermittlerin. Der Auftakt zu einer besonderen Krimireihe. Ich freu mich auf mehr.
Profile Image for Rüdiger Kaufmann.
29 reviews
May 17, 2026
Vega Varg – Das Schweigen der Insel hat mich von Anfang an mit seinem flüssigen Schreibstil abgeholt. Ich bin sofort gut in die Geschichte hineingekommen, auch wenn ich anfangs mit den vielen nordischen Namen ein bisschen kämpfen musste. Trotzdem hat das Buch eine Atmosphäre, die mich schnell gefesselt hat.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie die Ermittlungsarbeit aufgebaut ist. Stück für Stück tauchen immer mehr Verdächtige auf, und gefühlt könnte jeder ein Motiv haben. Dieses Geflecht aus Geheimnissen, Lügen und persönlichen Verstrickungen sorgt dafür, dass ich ständig umdenken musste. Mehrmals war ich überzeugt, die Lösung gefunden zu haben – nur um im nächsten Kapitel wieder komplett umgeworfen zu werden. Genau diese Wendungen haben für mich den Reiz ausgemacht.

Überrascht haben mich auch ein paar unerwartete, leicht spicy Momente, mit denen ich in einem Krimi gar nicht gerechnet hatte. Sie sind dezent, aber sie geben der Geschichte eine zusätzliche Note, die ich so nicht erwartet hätte und die für mich erstaunlich gut funktioniert hat.

Emotional hat mich das Ende besonders berührt. Die letzten Sätze rund um Vega Varg und ihre Familie haben bei mir richtig nachgehallt und der Geschichte einen sehr persönlichen Abschluss gegeben.

Ein paar Details zu bestimmten Ereignissen hätte ich gern etwas ausführlicher erklärt bekommen. Das ändert aber nichts daran, dass der Krimi insgesamt sehr stark ist.

Das Schweigen der Insel ist für mich ein spannender und wendungsreicher Krimi, der mich mehrfach überrascht und bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat. Eine mitreißende Geschichte, die neugierig macht und Lust auf mehr weckt.
Profile Image for Lesezeichenfee.
554 reviews6 followers
May 19, 2026

Schön geschrieben, aber für mich leider zu wenig Spannung

Mit „Vega Varg – Das Schweigen der Insel“ hat Åsa Hellberg einen eher ruhigen skandinavischen Krimi geschrieben, der an die schwedische Westküste zwischen Schweden und Norwegen führt. Besonders positiv aufgefallen ist mir sofort das wunderschöne Cover vom Heyne Verlag – das hat direkt Lust aufs Lesen gemacht. 😊📚

Die Geschichte rund um den Mord auf Südkoster und die Verbindung zu Vegas Vergangenheit klang für mich eigentlich sehr interessant. Leider konnte mich der Krimi insgesamt aber nicht ganz überzeugen. Viele Figuren blieben für mich recht blass und manche Charaktere wirkten eher wie kurze „Durchgangsfiguren“, ohne wirklich Tiefe zu bekommen. Besonders Vegas Kinder hätte ich mir deutlich greifbarer gewünscht.

Dazu kam das ständige Hin und Her zwischen Norwegen und Schweden, wodurch bei mir nicht immer richtig Spannung aufkam. Auch der Lokalkolorit hätte für meinen Geschmack stärker ausgearbeitet sein dürfen. Gerade bei skandinavischen Krimis mag ich diese besondere Atmosphäre eigentlich sehr.

Weniger Spannung war also vorhanden, dafür gefiel mir der Schreibstil von Åsa Hellberg wirklich gut. Das Buch ließ sich angenehm lesen und ich war nach 4 Abenden damit durch. Trotzdem haben mich die Wallander-Krimis persönlich deutlich mehr gepackt.

Lesezeichenfess Fazit:
Ein solide geschriebener Krimi mit schöner Grundidee und tollem Cover, der mich emotional aber leider nicht ganz erreichen konnte. Wer eher ruhige skandinavische Krimis mag, könnte hier trotzdem Gefallen daran finden. 😊
239 reviews
June 28, 2026
Mord auf Südkoster

Ein Mord auf einer schwedischen Insel. Eine verschwundene Zeugin. Und eine Ermittlerin, die eine persönliche Bindung zum Fall hat. Das nutzt Åsa Hellberg in „Vega Varg. Das Schweigen der Insel.“

Auf der schwedischen Insel Südkoster finden norwegische Touristen einen Toten. Ermittlerin Vega Verg und ihr norwegischer Kollege Leopold übernehmen den Fall. Das pikante: Vega erkennt im Toten einen Jugendfreund ihrer Söhne- und der Fall weißt Parallelen zum Mord an ihrem Mann Peter auf…

Mich hat der Krimi zu Beginn abgeholt. Das Setting ist eher idyllisch, was den Fall mysteriös macht. Auch ist die Sprache von Hellberg den Fall entsprechend. Detailliert und anschaulich werden Setting, Charaktere und Beziehungen geschildert. Dabei bedient sich die Autorin an düsteren, mythischen Tönen und schafft so eine solide Grundlage für den Krimi.

Die Charaktere sind facettenreich und teils fragwürdig. Wieso geht Leopold so vor, wie er es tut? Was sind die Hintergründe für Vagas Alleingänge, die nicht nur sie in Gefahr bringen? Und was hat es mit der Reduzierung auf Sex innerhalb der Ermittler, Opfer und Zeugen auf sich? Diese Fragen lassen mich nicht los und nerven mich teils sehr, vor allem die Reduzierung auf Sex.

Was mich auch stört ist der fragwürdige Verlauf des Romans. Einiges scheint konstruiert, ist nicht ganz nachvollziehbar oder komplett unlogisch. Schade- hier hätte ich mir weniger Sexualisierung, sondern mehr nachvollziehbare Handlung und authentische Charaktere gewünscht. Daher gebe ich den Krimi drei Sterne.
117 reviews
May 8, 2026
Vega Varg - Das Schweigen der Insel,
von Åsa Hellberg

Cover:
Richtig klasse und passt gut zum Buch.

Inhalt und meine Meinu8ng:
Dies ist der Auftakt der Reihe um eine einzigartige Ermittlerin: Vega Varg!
Und ich kann nur sagen: Hut ab! Diese Reihe werden ich im Auge behalten – bitte mehr davon.

Der Inhalt und Schreibstil ist wirklich genial.
Der Fall ist so spannend und vertrackt von der ersten bis zur letzten Seite.
Die Protagonisten, allen voran die agile Ermittlerin Veg Varg (die 62 Jahre ist) und ihr bester Freund Leopold Posse (Ermittler bei der Polizei in Norwegen), sind sehr sympathisch und total realistisch und somit auch glaubwürdig.
Der Fall wird immer spannender und entwickelt einen regelrechten Sog. Mich hat das Buch total gepackt und begeistert.
Wir erleben dass Ganze aus der Sicht verschiedenen Personen, so dass wir uns immer mitten drin fühlen. Es gibt immer wieder neue Wendungen und Erkenntnisse. Selbst zum Schluss, als wir schon denken alles ist klar, kann die Autorin nochmals eins draufsetzen.

Autorin:
Åsa Hellberg wurde 1962 in Fjällbacka geboren. Heute lebt sie in der Nähe von Stockholm. Mit ihren Romanen stand sie in ihrer Heimat bereits regelmäßig auf der Bestsellerliste und begeisterte auch ein internationales Publikum.

Mein Fazit:
Absolut spannend, voller unglaublicher Wendungen und sehr überraschen.
Für mich ein Lese High Light. Und ganz klar eine Lese- und Kaufempfehlung und volle 5 Sterne.

56 reviews
June 11, 2026
Familiendrama statt Krimi
Åsa Hellberg ist mit "Vega Varg" in "Das Schweigen der Insel" ein erster Einstieg in eine neue Krimi-Reihe gelungen.
Vega Varg ist Ermittlerin bei der schwedischen Polizei, auch ihre beiden Söhne sind dort Polizisten.
Auf der schwedischen Insel Südkoster wird ein junger Mann tot aufgefunden, von einer Gruppe Norweger, die in einem Team unterwegs waren.
Vega wird sofort dazu gerufen, da sie in der Nähe wohnt. Sie kennt den Toten und damit bekommen die Ermittlungen etwas persönliches für sie. Dieses persönliche wird im Laufe der Ermittlungen eher tiefer und mehr, wie tauchen hier tief in die Geschichte und auch die Vergangenheit ein. Hier werden Verbindungen gezogen, die ich nicht nachvollziehen konnte.
Die Protagonisten sind sehr interessant geschildert, keiner ist hier nur gut oder nur böse, sie wirken sehr menschlich und echt. Gerade Vega ist kein sympathischer Mensch, was sich im Laufe der Geschichte für mich noch verstärkt. Sie trifft eine Menge zweifelhafter Entscheidungen.
Die Geschehnisse werden in sehr kurzen Kapiteln aus verschiedenen Perspektiven geschildert, das ist sehr abwechslungsreich.
Gut gefällt mir, wie die tolle Kulisse der Natur beschrieben und mit einbezogen wird, man fühlt sich fast wie vor Ort.
Im Laufe der Handlung gibt es so einige Verdächtige und auch Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Was mir hier so etwas gefehlt hat, Spannung, die war nur selten und wenig vorhanden.

Profile Image for yexxo.
925 reviews28 followers
May 9, 2026
Als der erste Herbststurm über die schwedischen Koster-Inseln zieht, entdeckt eine Gruppe norwegischer Immobilienmaklerinnen und -makler während einer Kajaktour einen toten jungen Mann an einem Bootssteg. Die vier Kolleginnen und Kollegen sind eigentlich für ein Teambuilding-Seminar angereist – doch statt Strategien zu entwickeln, müssen sie nun Alibis vorweisen.
Denn jeder in der Gruppe hütet eigene Geheimnisse: gescheiterte Beziehungen, Affären, Drogen oder Loyalitätskonflikte. Diese psychologische Gemengelage macht den Roman lesenswert – die Spannungen innerhalb der Gruppe sind oft packender als die eigentliche Kriminalistik. Die erfahrene Ermittlerin Vega Varg und ihr Kollege Leopold Posse aus Oslo, der nach dem Verschwinden einer Politikergattin hinzugezogen wird, müssen sich mühsam durch ein Geflecht aus Halbwahrheiten arbeiten.
Leider bleiben die Figuren in ihren tieferen Beweggründen letztlich etwas blass. Auch die Sprache ist ausgesprochen schlicht – stellenweise fast unfreiwillig komisch. Was das Buch dennoch trägt, ist seine Unmittelbarkeit: Die Handlung entfaltet sich in weniger als einer Woche, was dem Geschehen einen echten Sog verleiht. Die Auflösung wirkt allerdings stellenweise konstruiert und hinterlässt ein etwas ratloses Lesegefühl.
Für Fans des gemäßigten Skandinavien-Krimis dennoch eine Empfehlung, wenn auch mit Abstrichen.
416 reviews6 followers
May 25, 2026
Ein gelungener Auftakt
Der Roman spielt auf den Kosterinseln im Grenzgebiet zwischen Schweden und Norwegen. Polizeichefin Vega Varg ermittelt dort in einem Mordfall, der sich schnell als viel komplexer herausstellt als gedacht.

Ich bin richtig gut in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, sodass ich schnell in die Handlung eintauchen konnte. Die Inselstimmung gefiel mir richtig gut, und die Charaktere wirkten spannend und lebendig. Die vielen Geheimnisse und offenen Fragen machten gleich neugierig, und durch die überraschenden Wendungen blieb es durchgehend spannend.

Gefühlt hatte jeder etwas zu verbergen, und ich konnte im Verlauf niemanden wirklich ausschließen. Zwischendurch sorgten immer wieder spannende Wendungen und Cliffhanger dafür, dass ich einfach wissen musste, wie es weitergeht.

Am Ende fand ich vieles gut aufgelöst, auch wenn ein paar Punkte gern noch etwas ausführlicher hätten behandelt werden können.

Ich war insgesamt sehr gefesselt und hatte lange keine Ahnung, wie sich alles auflösen soll. Packende Unterhaltung und ein gelungener Auftakt.


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555 reviews5 followers
May 15, 2026
Toller Reihenauftakt.

Dieser Krimi hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und auf eine tolle Reise mitgenommen.

Vega Varg ist für mich ein ganz toll beschriebener Charakter.
Eine sehr erfahrene Ermittlerin.
Fast die ganze Familie besteht aus Polizisten.
Der Vater von Vega Varg war Polizist, ihr ermordeter Ehemann und auch ihre beiden Söhne.

Der Mord an ihrem Ehemann wird auch in diesem Krimi behandelt, was mir total gefallen hat.
Ein heutiger Mord in Verbindung mit einem Cold Case. Äusserst spannend.

Auch die Aufklärung der Morde haben mir sehr gefallen und mich auch emotional voll gepackt.
Nichts ist so wie es den Anschein hat.

Es geht um Lügen, Macht, Liebe und Eifersucht.

Die eingebauten Wendungen haben mich jedesmal total kalt erwischt.

Für mich ist dieser Reihenauftakt hervorragend gelungen und ich freue mich schon sehr auf weitere Teile.

Miträtseln und Unterhaltung pur. Sehr tiefgründig für mich.

Ganz klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
2,433 reviews14 followers
May 6, 2026
Zum Inhalt:

Auf Südkoster gibt es einen Mord. Ermittlerin Vega ist als erste vor Ort und ist erschüttert, denn sie kennt den Mann schon seit frühester Jugend. Gemeinsam mit ihren Söhnen, ebenfalls bei der Polizei, sucht sie nach Hinweisen. Dann verschwindet ein Zeuge nach Norwegen und Vega nimmt Kontakt mit ihrem Freund und Kollegen aus Oslo auf.

Meine Meinung:

Ich fand diesen Roman richtig gut. Es spielt sehr viel von der Vergangenheit der Ermittlerin mit in die Ermittlungen bzw. es gibt familiäre Verstrickungen, die man so nicht hat kommen sehen. Insgesamt fand ich das Buch sehr spannend, die Protagonisten sehr facettenreich und gut ausgearbeitet. Auch hatte ich das Gefühl, dass das Setting sehr gut von der Stimmung aufgenommen und dargestellt wurde. Der Schreibstil war sehr angenehm lesbar und ich bin förmlich durch das Buch geflogen. Ganz klare Leseempfehlung für eine spannendes Buch.

Fazit:

Hat mir sehr gut gefallen
87 reviews
June 7, 2026
Vega Varg - Das Schweigen der Insel Åsa Hellberg

Auf der schwedischen Insel Südkoster wird die Idylle durch einen Mord erschüttert. Ermittlerin Vega Varg übernimmt den Fall und muss nicht nur das Verschwinden einer wichtigen Zeugin aufklären, sondern wird auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Gemeinsam mit ihrem Kollegen aus Oslo stößt sie auf Verbindungen zu einem alten Mordfall, der ihr Leben bis heute prägt.

Spannender Krimi mit einem atmosphärischen Setting an der schwedischen Westküste. Die Geschichte macht neugierig und man möchte wissen, wie alles zusammenhängt. Trotzdem konnte mich der Thriller insgesamt nicht komplett überzeugen, da ich mit den Charakteren nicht richtig warm geworden bin. Dennoch ein solider Thriller mit viel nordischer Atmosphäre.
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