»Es ist unglaublich schwer, sich Krieg vorzustellen, wenn man nur Frieden kennt« Konstantin Flemig
Kriegsreporter und YouTuber Konstantin Flemig beleuchtet die Auswirkungen militärischer Konflikte auf das tägliche Leben in den betroffenen Regionen. Erzählerisch gibt er Einblicke in die Realitäten junger Menschen, die er auf seinen Reisen hinter die Frontlinien und in Krisengebiete trifft. Flemig teilt seine Erlebnisse und Begegnungen und zeichnet ein lebhaftes Bild eines Alltags, der von den Wünschen und Herausforderungen geprägt ist, die junge Frauen und Männer auf der ganzen Welt verbinden, kontrastiert durch die Extremsituationen ihrer Umgebung und die beeindruckende Art und Weise, wie sie damit umgehen. Flemig erzählt einfühlsam und mit Expertise, nahbar und unterhaltsam von seinen Erfahrungen in der Ukraine, Afghanistan und weiteren Krisengebieten in kurzen, teils anekdotenhaften Kapiteln.
Ein Buch, das einen immer im Gedächtnis bleibt. Die Geschichten der mutigen Menschen, die der Autor begleitet haben erschüttert, aber ermutigen gleichzeitig auch. Die eingeschobenen Kapiteln, in welchen der Autor seine Ansichten über Konflikte und politische Debatten teilt, regen zum Nachdenken an (vor allem mich beim Thema Wehrpflicht).
Eine wahnsinnig wichtige Arbeit, die allergrößten Respekt verdient. Mein einziger Kritikpunkt sind die Zeitsprünge im Buch. Ich mag es mehr, wenn man sich auf ein Gebiet bzw eine Zeit konzentrieren kann und sich nicht ständig in andere Gegenden eindenken muss.