Zerstörte Städte, ein Leben in Hoffnungslosigkeit und ein gesichtsloser Feind. Was bleibt, wenn deine Welt in Schutt und Asche liegt und du niemandem mehr trauen kannst?
Kurz vor der völligen Vernichtung der Erde stoppen die geheimnisvollen Schatten ihre Angriffe. Wie eine stille Drohung kreisen ihre Raumschiffe und Drohnen weiterhin am Himmel. Zurück bleiben Trümmer, zerplatzte Träume und ein perfides Überwachungsnetz, in dem jedes menschliche Miteinander fatale Konsequenzen hat. Misstrauen ersetzt Nähe. Jedes Treffen, jede Berührung, jedes Wort zu viel könnte den Tod bedeuten.
In den Ruinen von Leipzig stellen sich Maik, Anna-Maria, Sebastian und Torben gegen das gnadenlose Regime der Schatten. In einer Welt ohne Halt kämpfen sie nicht nur um ihr eigenes Überleben, sondern auch um ihre Menschlichkeit. Doch was, wenn der größte Feind nicht aus dem All kommt, sondern aus den eigenen Reihen?
Im grauen Nebel des Untergangs verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse jeden Tag ein Stück mehr. Eine düstere Endzeit-Vision über den Zerfall der Menschheit.
(Ich rezensiere hier seit Ewigkeit mal wieder einen postapokalyptischen Roman, da ich dieses Genre sehr selten lese!)
✨️1. Satz: „Die Nacht strich mit eisigen Fingern über ihre Haut.“✨️ ✨️Inhalt✨️ Die Welt ist grau, kalt und voller fremder Schatten. Eine Invasion übernimmt den Planeten und Widerstand formiert sich, doch nicht jeder Mensch ist, was er scheint. Raumschiffe, Invasion, Explosionen, viel Blut und ständiger Kampf ums Überleben bestimmen das Buch. Wie der Titel des Buches schon verrät, es geht um ein "Dasein im ewigen Schatten, so grau und so kalt". ✨️Charaktere✨️ Es gibt viele Figuren und Perspektiven. Man kann ihre Entwicklung beobachten, trotzdem blieben sie für mich eher oberflächlich. Sympathisch fand ich eigentlich niemanden so wirklich, aber interessant waren sie alle. Besonders die Geschichte von Thorben konnten mich fesseln. Allgemein spielen Freundschaft, Liebe, Hass, Vergebung und Vergeltung eine große Rolle. Viele Figuren wirken rau und eher rüpelhaft, was in diese Welt hineinpasst, aber nicht syphatisch wirkt. ✨️Schreibstil✨️ Die Kapitel sind angenehm kurz und halten die Spannung hoch! Es wechseln jeweils die Perspektive, das macht die Geschichte spannend, aber auch etwas verwirrender. Denn die Geschichte springt zwischen Vergangenheit/ Gegenwart und den verschiedenen Perspektiven hin und her. Auch geografisch geht es an verschiedene Orte, so etwa zu Rob und Beate in die USA, wo die Invasion noch nicht begonnen hat. Die Stimmung ist extrem gut getroffen, wie ich finde. Sie ist schwer, düster und extrem bedrückend. Zentral sind Misstrauen und Hoffnungslosigkeit. Die Dialoge haben mich dafür weniger abgeholt, auch innere Monologe schienen teilweise wiederholend. ✨️Mein Fazit✨️ Dieses Buch hat mich in die düstere Stimmung rein gezogen. Das beklemmende Gefühl war die ganze Zeit da. Die Atmosphäre ist stark und passt perfekt zur Geschichte. Gleichzeitig blieb ich teilweise auch etwas verloren zurück was die Charaktere angeht und wurde allgemein nicht wirklich warm mit ihnen, heisst, es ist mir niemand ans Herz gewachsen. Die Dialoge haben mich nicht mitgerissen.
Ich finde, es handelt sich um kein leichtes Buch, aber definitiv eines mit Wirkung. Da für mich dieses Genre eine Exkursion in etwas Unbekanntes ist, denke ich, dass das Buch vom Setting und der Stimmung her echt gut gestaltet ist!
⚠️ Das Buch enthält potenziell triggernde Inhalte!