«Eva Pramschüfer jongliert in ihrem Roman mit Sprache und Gefühlen, als hätte sie ihr ganzes Leben nichts anderes getan. Was für ein fulminantes Debüt.» Tahsim Durgun
Eigentlich lieben Alma und Théo einander. Ihre erste Begegnung fühlt sich wie der Beginn von etwas Großem. Ihre gemeinsam verbrachte könnte nicht schöner sein. Wie ist es möglich, dass sie nun gefangen sind zwischen zwei Sie lieben sich, und dennoch liegt ihre Beziehung in Trümmern. Wie erkennt man, ob man gemeinsam glücklich sein kann – oder glücklicher allein wäre? Auf der Suche nach Antworten treffen sich die beiden in dem Haus von Almas Eltern in Frankreich und schwören, es erst zu verlassen, wenn sie Gewissheit festhalten oder loslassen.
Eva Pramschüfer erzählt voller Hingabe und stilistischer Feinheit von der ersten großen Liebe, von der Kunst, von dem, was uns als Menschen trennt und verbindet.
„Sie hielt seine Hand, und er dachte, mit Alma zu sein, ihre Hand zu halten, fühlt sich wie der Moment an, wenn man im starken Regen unter einer Brücke hindurchfährt. Dieser Moment des Friends.“
„Weisser Sommer“ ist für mich ein herausragendes Debüt, das mich vollkommen abgeholt hat. Ich freue mich jetzt schon auf jedes kommende Buch von Eva Pramschüfer.
Almas und Théos Beziehung, die so lange mühelos schien, bekommt plötzlich Risse. Ihre Liebe fühlte sich lange an wie Fahrradfahren: leicht, selbstverständlich und kaum zu verlernen. Doch irgendetwas ist passiert — ist einer von beiden abgestiegen? Oder vielleicht beide? Zwischen Marseille, Paris, München und Berlin stecken beide in ihren eigenen Lebenskrisen: Was will ich sein und wer bin ich überhaupt? Wo fang ich an und wo hört der andere auf?
Mit ihrer präzisen Sprache gelingt es Eva, Wärme, die Klänge der Natur und die Essenz eines Sommers spürbar zu machen. Das Setting hat mich sofort an Call Me By Your Name erinnert, während die Charaktere an Normal People und The Summer I Turned Pretty denken lassen.
Tldr; 2.5 Die Sprache war sehr schön, hat für mich aber leider nicht gereicht, um die Handlung aufzuwiegen, die wirklich nur existieren konnte, weil die beiden Hauptcharaktere kein einziges Mal richtig miteinander geredet haben. So war die Prämisse der großen Liebe, die gerettet werden will/soll, für mich leider überhaupt nicht greifbar, was den Rest der Geschichte - bei sprachlich schöner Verpackung! - für mich dennoch nicht glaubhaft gemacht hat.
Die ersten Seiten war ich seeeehr unsicher ob mir das gefallen wird, weil ich doll befürchtet habe, dass es keine Story gibt. Irgendwie ist das auch bisschen so, die Story spielt sich hauptsächlich in der Vergangenheit ab. Das wird aber fast unwichtig da Eva einfach wirklich so toll und bildlich schreibt, was für mich echt mal was Neues war. Normal leben die Bücher die ich lese mehr von der Story. Insgesamt hat es mir gut gefallen, hat Spaß gemacht und behandelt auch wichtige Themen. Leider bin ich bisschen enttäuscht von Theos Entwicklung bzw. seinen Hintergründe und finde manches wurde zu kurz angeschnitten für den Tiefgang, den es hätte haben können. Ich mochte auch den Aufbau nicht so wirklich und verstehe nicht wieso die Kapitel nach Tagen benannt waren, wenn man davon eigentlich nichts mitbekommen hat? 😅 Und ehrlicherweise hab ich durch den Klappentext was anderes erwartet, da sich die Beziehung der beiden für mich nie angefühlt hat wie die eine wahre große Liebe.
Ja, ihr merkt vielleicht ich bin zwiegespalten, trotzdem würde ich es empfehlen, ist auf jeden Fall eine schöne Sommerlektüre, mit der man ne gute Zeit hat und durch die man durchfliegt.
„In gewisser Weise fühlt sich das Sechsundzwanzig-Sein an wie der August, und der August fühlt sich an wie ein Sonntagnachmittag - das Gefühl von Freiheit, kurz bevor sie verschwindet.“
Théo und Alma, Alma und Théo. In Südfrankreich lernen sie sich kennen, als Alma und ihre Familie einen Grabstein für ihren frisch verstorbenen Opa kaufen. Der Sohn des Steinmetzes: Théo. Ein paar Jahre später treffen sich Alma und Théo im ehemaligen Haus es Großvaters, um ihre in Scherben liegende Beziehung zu retten.
Eva Pramschüfer erschafft mit Weißer Sommer einen ruhigen Roman über die Liebe in den 20ern, die im Konflikt steht zwischen „committment“ und der Sehnsucht nach Freiheit. Der Spachstil ist angenehm und leicht, gespikt von wundervoll poetischen Gedankengängen. Das Setting malerisch: ein Dorf in Südfrankreich, München, Berlin und Paris. Unsere Protagonisten sind Künstler: Théo arbeitet mit Ton und Stein, Alma malt: mal mehr, mal weniger erfolgreich. Doch während Alma aus einer privilegierten, reichen Familie mit kalten Familienstrukturen stammt, hat Théo keine nennbare Erinnerung an seine Mutter, die ihn früh verlassen hat, und einen liebevollen Vater aus einfachen Verhältnissen. Beide sind auf ihre Art Einsam, Naiv und voneinander emotional abhängig. Trotzdem muss ich sagen, dass ich weder mit Alma, noch mit Théo warmgeworden bin oder sie als Charakere greifbar wurden. Während Alma egoistische Verhaltensweisen aufweist, ist Théo selbstzerstörerisch - mit keinem der Beiden gehe ich als Leserin mit. Und obwohl ich selber im Kreativ-Segment arbeite und verwurzelt bin, kam mir der Künstlerpersona beider etwas zu gewollt vor. Denn obwohl Théo aus „einfachen Verhältnissen“ kommt, ist er dennoch sehr privilegiert: er kann direkt im Ausland an einer Universität studieren, - und dass sein Vater nun seinen Mitarbeiter nicht mehr hat, wird nicht thematisiert. Kommen wir nun zu ihrer Beziehung: Was genau macht ihre tiefe Bindung denn aus? Schlussendlich fühlt es sich an wie ein Urlaubsflirt, der in der Realität nicht überleben konnte. Wo genau war jetzt die über Jahre erhaltene große Liebe, die tiefe Verbundenheit, Emotionale Abhängigkeit, die die Protagonisten und LeserInnen bei der Zerstörung der Beziehung langsam innerlich zerreißt? Das Thema, eine Beziehung in den Zwanzigern zu erzählen, die zwischen den Konfliktpunkten Selbstverwirklichung und tiefer Verbundenheit einer Partnerschaft zerrissen wird, finde ich extrem spannend. Hier hätte ich mir eine tiefere Ausarbeitung gewünscht - denn die Vision ist da - sie konnten mich nur nicht vollständig in ihrer Ausführung abholen. Ich habe jedoch keine Zweifel, dass Eva Pramschüfer mit ihrem nächsten Roman dieses Debut noch toppen wird!
„Wie muss es sich anfühlen, zu sanft zu sein, um etwas zu töten, aber zu ängstlich, um es freizulassen?“
Dies ist ein absolutes "not for me" und alles, was Menschen schreiben, die dem Buch 5-Sterne geben, ist absolut true und gerechtfertigt und die Sprache ist teilweise wirklich so malerisch-melancholisch-schön, aber mein Gottttt, ich bin diesen Büchern im Normal-People-Style so müde, deren irgendwie traurige Charaktere Probleme haben, die durch simples Reden vielleicht nicht gelöst, aber zumindest mal addressiert werden könnten. Die Gespräche zwischen Théo und Alma sind für den größten Teil des Buches so dünn und lahm, ich konnte es kaum aushalten. Alma sagt, "ich fühle mich einsam", Théo sagt "Hmm da bin ich aber der Falsche", Gespräch Ende, ah super ganz toll, aber Gott sei Dank haben wir danach noch zwei Sätze, wie er sanft ihre Fingerknöchel wärmt und wartet, bis ihr Atem gleichmäßig ist. Alma fährt auf unbestimmte Zeit nach Paris und lässt Théo an Weihnachten hängen, ach wer könnte da voraussehen, dass bei dieser 1a Kommunikation die Beziehung irgendwann nicht mehr läuft. Aber Hauptsache wir haben genug Auflistungen von Dingen, die im Raum stehen, mindestens drei Stück sind zu nennen bitte. Erst auf den letzten 50-100 Seiten spürt man, wie es in den beiden arbeitet, Konflikte werden ausgetragen, und die einzigartige Sprache malt die Situation zwischen den beiden so wunderbar schmerzhaft und nah aus. Im Rest des Buches modellieren die übermäßig vielen Worte viel zu oft einfach nur Sprachlosigkeit, ein Kontrast, der für mich leider massiv das Lesevergnügen eingeschränkt hat.
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und finde auch die Autorin ausgesprochen sympathisch. Umso mehr hat es mich überrascht, dass mich die Geschichte letztlich nicht wirklich packen konnte. Gerade durch den Anfang musste ich mich eher durchquälen; sprachlich wirkte vieles auf mich sehr bemüht und dadurch anstrengend. Stellenweise empfand ich es leider auch als kitschig und einige Motive als ziemlich abgedroschen. Besonders schade fand ich, dass mir die Figuren emotional kaum nahegekommen sind. Insgesamt blieb vieles für mich zu klischeehaft – vor allem die Gegenüberstellung von "Arm und Reich". Gegen Ende wurde immerhin das Thema von Almas Privilegiertheit noch einmal interessant und differenzierter aufgegriffen insgesamt war es aber leider nicht mein Buch.
Es konnte mich nicht so richtig fesseln, hatte nur ein paar berührende Momente. Ich habe Alma und Theo bis zuletzt nicht so richtig verstehen können, genauso wenig ihre Beziehung, was sie zueinander trieb und aneinander festhalten ließ. Es wirkte nicht einmal so, als würden sie sich wirklich mögen. Es gab nur wenige Momente von Zuneigung oder Liebe. Deshalb kam das Ende auch nicht überraschend für mich, sondern war die einzig logische Konsequenz für 2 Menschen, die einander kaum kannten und sich durch ihre eigenen Filter auch nicht richtig sehen konnten.
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Weißer Sommer von Eva Pramschüfer handelt von Alma und Théo und deren bröckelnder Beziehung und spielt dabei im ländlichen Frankreich, München, Paris und Berlin. Es geht um Liebe in den Zwanzigern, Selbstfindung und Abhängigkeit. Mich hat das Buch besonders aufgrund seiner Sprache und der Stimmung, die beim Hören rüberkam, überzeugt.
Für fünf Sterne hat es für mich leider nicht ganz gereicht, weil mir ein bisschen die Tiefe in der Beziehung der beiden gefehlt hat, bzw. mir greifbarere Momente gewünscht hätte, um die Verbindung der beiden noch besser zu verstehen. An sich mochte ich auch, dass das Thema Kunst sich durch das Buch gezogen hat, allerdings war es mir ein bisschen zu viel, dass gefühlt wirklich jeder Charakter irgendetwas mit irgendeiner Form von Kunst am Hut hatte.
Unterm Strich ein dennoch sehr gelungenes Debut und eine Leseempfehlung von mir. :)
Vielen Dank an Netgalley und argon Hörbuch für das kostenlose Rezensionsexemplar!
Der Roman lebt vor allem von seiner dichten, aufgeladenen Sprache, die stellenweise wirklich atmosphärisch ist, oft aber zu gewollt und überladen wirkt. Dadurch verlieren emotionale Momente stellenweise an Natürlichkeit.
Auch die Figuren bleiben schwer greifbar. Ihre Gefühle und Entscheidungen wirken oft widersprüchlich, für mich als Leserin konnten sie keine Tiefe entwickeln. Besonders die Liebesgeschichte - als emotionales Zentrum der Geschichte - bleibt erstaunlich blass: Es wird ständig betont, wie sehr die beiden sich lieben, aber kaum gezeigt, warum eigentlich oder was sie letztendlich wirklich verbindet.
Besonders die Randfiguren sind kaum mehr als Projektionsflächen für die Konflikte der beiden Hauptfiguren und bekommen wenig eigene Tiefe oder Entwicklung. Dadurch wirkt die erzählte Welt insgesamt enger, als sie eigentlich sein könnte.
Dazu bedient sich der Roman immer wieder bekannter Klischees: Er studiert nicht, weil er Angst vorm Scheitern hat; sie kämpft darum, trotz ihrer privilegierten Herkunft ernst genommen zu werden.
Insgesamt ein Roman, der stilistisch viel will und stellenweise auch beeindruckt, dessen Figuren und Beziehungen emotional aber seltsam blass bleiben.
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Was ein Debüt. Wow! Eva weckt in mir die Liebe zu Sprache – wie sie mit Wörtern Bilder zeichnet, Gefühle beschreibt, Klassizismus einbezieht und Zwischenmenschliches erzählt, habe ich noch nie so gelesen, i mean: »Ich wollte wissen, ob ich dir fehle. Ob ich überhaupt zähle, in dem neuen Kosmos, ich wollte wissen, dass du frei justieren kannst, ob ich hineinpasse.« Ich habe mich so oft in Alma wieder erkannt, bevor ich dann einen Teil von mir in Theo entdeckt habe, mit ihrer Liebe mitgefühlt, war wütend, wurde verletzt und habe sie verstanden. Keine Ahnung wie Eva Pramschüfer das macht, aber sie macht es grandios! Must Read diesen Sommer.
Das isch glaub eini vo de herzigste und emotionalste Liebesgschichte woni sit langem glese han… hätt potential für 5/5 ⭐️. Leider bini eifach kei Fan vomene offene Endi drum ned perfekt für mich.
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Sprachlich wirklich an vielen Stellen ganz toll, inhaltlich habe ich was anderes erwartet. Das Thema, zwischen dem richtigen Menschen und den eigenen Wünschen nach Freiheit und Selbstverwirklichung hin- und hergerissen zu sein, gibt so viel her. Leider ist mir aber nicht richtig klargeworden, warum die beiden füreinander überhaupt der richtige Mensch sein sollen. Ich verstehe schon, dass fehlende Kommunikation ein großes Problem zwischen ihnen ist, trotzdem hätte ich, vor allem aus den „guten Zeiten“, mehr Gespräche und verbindende Momente gebraucht, um die ganze Zeit lang mitzufühlen. Ich hätte mir statt der vielen Rückblicke mehr von der Zeit im Haus gewünscht, denn den Anfang und das Ende fand ich großartig. Gebe irgendwas zwischen 3 und 4 Sternen.
"manchmal glaube ich, du magst mich am meisten, wenn ich mich hasse" ❤️🩹
wie schön kann ein roman geschrieben sein??? ich bin vielleicht ein bisschen biased, weil ich eva pramschüfer schon seit einer gefühlten ewigkeit auf social media verfolge während ich ganz sehnsüchtig auf ihr debüt gewartet habe. und was soll ich sagen, es hat meine erwartungen nicht nur übertroffen, es ist definitiv eines der stärksten debüts die ich jemals gelesen habe. nicht nur, dass es mich an viele meiner lieblingsbücher und die charaktere daraus erinnert hat (wie bspw. normal people oder cleopatra and frankenstein), habe ich glaube ich noch nie ein buch gelesen, was so unglaublich toll und bildhaft geschrieben war. ich bin absolut obsessed mit diesem roman und der schreibweise und freue mich unfassbar doll auf alles was von eva pramschüfer noch kommt!
Ich mochte den Roman leider nur stellenweise. Er war mir zu sehr von “Normal People” und irgendwie auch von “The Summer I Turned Pretty” abgekupfert. Dabei liebe ich “Normal People”, aber ich hätte gerne etwas Eigenes, Neues gelesen. Die Sprache wirkte an vielen Stellen zu gewollt bildgewaltig und hat aus meiner Sicht zu überdecken versucht, dass es an Inhalt und neuen Ideen fehlte. Für ein Debüt trotzdem beeindruckend!
Ein ruhiges Buch, das sich durch seine klugen Beobachtungen des Zwischenmenschlichen auszeichnet.
Ich war in der ersten Hälfte etwas enttäuscht, dass so wenig passiert. Wenn man sich aber mal damit abgefunden hat, dass das kein plotgetriebens Buch ist, macht es richtig Spass, in die malerische Sprache einzutauchen! Eva Pramschüfer hat ein gutes Auge für die kleinen Schönheiten des Alltags und schreibt wunderbar atmosphärisch. Klare Leseempfehlung von mir!
Ein paar Lieblingszitate:
„Da steht er, ihr Mensch, den sie kennt wie niemanden sonst. So viel Wissen, angesammelt über Jahre hinweg. Alma hat unter die Dielen und Dachbalken seines Kopfes geblickt. Sie kennt ihn. Nicht nur in Momenten, sondern in Mustern.“
„Das Haus ist Schauplatz ihrer ersten wackeligen Schritte gewesen, Zeuge davon, wie sie Badewasser an seine Fliesen spritzte und Schaumburgen in seinen Wannen baute. (…) Ihre Geschichte war seine Geschichte.“
„Als ihr erster Sommer in den Herbst kippte, begann sie zu verweilen.“
„Sie hielt seine Hand, und er dachte, mit Alma zu sein, ihre Hand zu halten, fühlt sich wie der Moment am, wenn man im starken Regen unter einer Brücke hindurchffährt. Dieser Moment des Friedens.“
„Alma spürte, tief in ihrem Inneren, dass sich etwas verschoben hatte - wie ein Möbelstück, das über Jahre an der gleichen Stelle stand und dann plötzlich verrückt wurde, das einen hellen Abdruck auf dem Teppich zurücklässt, der nie mehr ganz verschwindet.“
“Alma spürte, tief in ihrem Inneren, dass sich etwas verschoben hatte – wie ein Möbelstück, das über Jahre an der gleichen Stelle stand und dann plötzlich verrückt wurde, das einen hellen Abdruck auf dem Teppich zurücklässt, der nie mehr ganz verschwindet.“ (S.229)
Genau solche Sätze sind der Grund, warum mich Weisser Sommer so gefesselt hat. Ich bin mir noch nicht bei allem sicher, was dieses Buch in mir ausgelöst hat, aaaber bei einer Sache bin ich es komplett: Eva Pramschüfers Schreibstil ist unfassbar schön, bewegend und bildhaft. Wow!
Die Geschichte von Alma und Théo ist keine leichte Liebesgeschichte. Sie ist irgendwie schmerzhaft und manchmal frustrierend. Nicht jede Handlung konnte ich nachvollziehen, aber genau das hat die Figuren für mich auch menschlich gemacht. Es geht um Liebe, Abhängigkeit, Verletzungen, Kunst, Herkunft und die große Frage, ob man gemeinsam glücklich sein kann, oder doch allein vielleicht glücklicher wäre?!
Habe bis Seite 95 gelesen, finde es total langweilig. Mir hat die Lesung der Autorin im Literaturhaus auch sehr gefallen und ich hoffe, sie geht Ihren Weg als Autorin weiter, weil ich sie sehr sympathisch finde. Ich wusste teilweise nicht, ob ich in der Vergangenheit oder in der Gegenwart bin, vielleicht ist es auch für die Geschichte egal, aber ich bin durcheinander gekommen. Außerdem empfand ich eine totale Schwere, auf die ich momentan sogar keine Lust habe. Vielleicht nehme ich es ein andermal wieder zur Hand.
Ganz nette Story über die Beziehungsdynamik eines sich entfremdenden Paars, aber der Schreibstil war mir leider etwas zu blumig und gewollt bildsprachlich.
Gekauft, angefangen und am liebsten hätte ich den Roman direkt und ohne Unterbrechungen durchgelesen. Authentisch, kraftvoll und gleichzeitig so zerbrechlich erzählt 'Weißer Sommer' die Geschichte einer ersten Liebe - und wie sich die beiden Verliebten trotz oder gerade aufgrund der großen Gefühle selbst auf dem Weg Richtung gemeinsame Zukunft verlieren.
Das Buch lässt einen nicht los. Man hängt an den Lippen der Autorin, als würde jedes Wort etwas Entscheidendes offenbaren. Weisser Sommer erzählt von der ersten Liebe, vom Erwachsenwerden und vom Versuch, seinen Träumen zu folgen. Beim Lesen bewegt man sich in einem Dazwischen, zwischen Hoffnung und Ungewissheit, das sich durch die ganze Erzählung zieht. Die Sprache ist dabei so stimmig und klangvoll, dass die Wörter beinahe miteinander verschmelzen. Die Emotionen werden nicht nur aufs Papier gebracht, sondern so detailliert beschrieben, dass sie noch lange nachwirken.