Warmherzig und mit feinem Humor erzählt Simone Veenstra von Versöhnung und Neuanfängen. Von einer Frau, die inmitten der rauen Natur Rügens ihre Liebe zu den Pflanzen wiederfindet – und sich selbst.
Elisas Leben ist eng getaktet. Als Landschaftsarchitektin hetzt sie von einem Projekt zum nächsten, immer erreichbar, immer unter Strom. Als ihr Vater zu einer Untersuchung ins Krankenhaus muss, willigt sie widerstrebend ein, für einige Tage sein Gutshaus auf Rügen zu hüten. Auf der Insel angekommen, ist Elisa entsetzt. Das Haus entpuppt sich als Sanierungsprojekt, der Garten ist von Brombeerranken überwuchert, WLAN und fließend Wasser gibt es nur unter freiem Himmel. Während sie versucht, das Chaos zu bewältigen, entdeckt Elisa ihre Liebe zu den Pflanzen wieder. Sie nimmt sich des verwilderten Grundstücks an und stößt dabei auf Geheimnisse aus der Vergangenheit der Insel, die auch auf ihr eigenes Leben ein neues Licht werfen. Elisa muss sich entscheiden. Kann sie sich auf Rügen ein neues Leben aufbauen?
Ein bewegender Roman über die heilende Kraft der Natur, Familiengeheimnisse und die Chance auf einen späten Neuanfang.
Mit ihrem Roman entführt uns die Autorin Simone Veenstra an die raue, wunderschöne Ostseeküste und schenkt uns eine Geschichte, die wie eine sanfte Meeresbrise entschleunigend, tiefgründig und voller Herzenswärme wirkt. Besonders gut hat mir die Atmosphäre des Buchs gefallen. Simone Veenstra fängt das Flair der Insel Rügen einfach großartig ein. Man meint beim Lesen förmlich, die salzige Meeresluft zu riechen und das Rascheln der Blätter zu hören. Der Roman strahlt eine wunderbare Ruhe aus, die sofort auf den Leser abfärbt. Die Annäherung zwischen Elisa und ihrem Vater wird außerdem extrem feinfühlig und berührend erzählt. Die Autorin verzichtet auf billiges Drama und setzt stattdessen auf leisen Humor, authentische Gefühle und die Nuancen von Versöhnung. Zudem bin ich als Hobbygärtnerin natürlich von der botanischen Liebe für's Detail begeistert. Die Leidenschaft der Protagonistin (und der Autorin) für die Natur spiegelt sich im ganzen Buch wider. Entzückende Zeichnungen und informative Erläuterungen zu verschiedenen Pflanzen runden das Buch optisch und inhaltlich perfekt ab.
Fazit: Eine feinsinnige Liebeserklärung an das Leben, die Natur und den Neuanfang.
Buchname: Brombeerblaue Tage: Ein bewegender Familienroman an der Ostsee Autor: Simone Veenstra Seiten: 304 (Print) Fromat: als Print, Hörbuch und Ebook erhältlich Verlag: Rowohlt Wunderlich Sterne: 4
Cover: Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in dunklen bzw blaufarbenen Buchstaben im unteren Bereich. Man kann ein Haus und ein Brombeerzweig auf dem Cover erkennen.. .. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.
Klappentext: (aus Amazon übernommen)
Warmherzig und mit feinem Humor erzählt Simone Veenstra von Versöhnung und Neuanfängen. Von einer Frau, die inmitten der rauen Natur Rügens ihre Liebe zu den Pflanzen wiederfindet – und sich selbst. Elisas Leben ist eng getaktet. Als Landschaftsarchitektin hetzt sie von einem Projekt zum nächsten, immer erreichbar, immer unter Strom. Als ihr Vater zu einer Untersuchung ins Krankenhaus muss, willigt sie widerstrebend ein, für einige Tage sein Gutshaus auf Rügen zu hüten. Auf der Insel angekommen, ist Elisa entsetzt. Das Haus entpuppt sich als Sanierungsprojekt, der Garten ist von Brombeerranken überwuchert, WLAN und fließend Wasser gibt es nur unter freiem Himmel. Während sie versucht, das Chaos zu bewältigen, entdeckt Elisa ihre Liebe zu den Pflanzen wieder. Sie nimmt sich des verwilderten Grundstücks an und stößt dabei auf Geheimnisse aus der Vergangenheit der Insel, die auch auf ihr eigenes Leben ein neues Licht werfen. Elisa muss sich entscheiden. Kann sie sich auf Rügen ein neues Leben aufbauen? Ein bewegender Roman über die heilende Kraft der Natur, Familiengeheimnisse und die Chance auf einen späten Neuanfang.
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich.
Charaktere:
Die Hauptprotagonistin ist Elisa
Ich fande alle Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Des weiteren gibt es noch ein paar andere Charaktere. . Meiner Meinung nach sind alle Charakter sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen. Meinung:
!!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!
Mir hat „Brombeerblaue Tage“ von Simone Veenstra recht gut gefallen. In diesem Buch geht es um Elisa, die nach Rügen auf das Gutshaus ihres Vaters zurückkehrt, weil dieser ins Krankenhaus muss. Dort angekommen erwartet Elisa erst mal ein Schock. Den das Haus und der Garten sind absolut sanierungsbedürftig. Sie nimmt sich das Projekt an und stößt dabei auf sehr viele Geheimnisse. Welche Geheimnisse das sind, müsst ihr natürlich selber lesen ;) Mich hat die Geschichte echt sehr berührt und bewegt. Für mich war die Story absolut authentisch und glaubwürdig geschrieben und aufgebaut. Ich mochte auch die ganze Art und Weise von Simone total gerne. Ihren locker leichten Schreibstil, der sehr emotional und fesselnd ist. Gut hat mir gefallen, dass Elisa eine Entwicklung durchgemacht hat. Das hat sie auf mich sehr sympathisch gemacht. Die Story war für mich gut durchdacht und ausgearbeitet und wirklich sehr glaubhaft dargestellt. Ich mochte das Setting auf Rügen echt gerne. Es war auch „spannend“ genug, das ich immer weiter lesen wollte, denn ich wollte schon wissen, was Elisa so alles erlebt. Mir hat das echt gut gefallen. Es war auch tiefgründig und definitiv was zum reflektieren und nachdenken. Ich hatte ein paar sehr schöne Lesestunden :) Deshalb bekommt „Brombeerblaue Tage“ von mir auch sehr verdiente 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Fazit:
Toller Roman über Neuanfänge, die Natur und Familiengeheimnisses. Hat mir gut gefallen.
Brombeerblaue Tage von Simone Veenstra / Rezension
Dieses Buch sieht einfach so wunderschön aus und ich musste das Innenleben schnellstmöglich erkunden.
✨Zitat
„Das Schöne am Leben ist, du kannst dich immer wieder weiterentwickeln.“
„Wer messbare Ergebnisse erreichen will, sich Punkte für erledigte Aufgaben verteilt, sollte die eigenen Emotionen im Griff haben, hatte sie sich immer ermahnt.“
✨Inhalt
Elisa muss überstürzt nach Rügen in das alte Gutshaus ihres Vaters ziehen, um seinen Hund zu versorgen, während er selbst sich vermeintlichen Routineuntersuchen im Krankenhaus unterzieht. Elisa ist gestresst durch ihre freiberufliche Tätigkeit als Landschaftsarchitektin und dann liegen die Dinge plötzlich wesentlich ernster und langfristiger…
✨Meinung
Der Einstieg fiel mir etwas schwer, aber nach einigen Seiten hat sich das Buch zunächst als sehr humorvoll herausgestellt.
Ich habe es geliebt wie Elisa ihre erste Zeit im sanierungsbedürftigen Haus verbringt, WLAN sucht, mit den Nachbarn aneinander gerät etc. Ich habe herzlich gelacht.
Der Schreibstil der Autorin ist super und sie hat eine sehr sensible und schöne Geschichte geschrieben. Zu weiten Teilen fühlte es sich aber auch etwas distanziert an. Es geht um Familie, um den Wert von Gesundheit und um das Verzeihen und nicht jedes Thema hat mich emotional erreichen können.
Ich liebe Pflanzen und lande daher immer wieder bei solchen Büchern, die etwas in die Richting versprechen. Teilweise wurden hier diese Elemente sehr sachbuchmässig „abgefertigt“. Ich vermute, dass durch diese Stellen der emotionale Bogen immer mal unterbrochen wurde (obwohl es an sich interessant ist).
Aber spätestens bei der Annäherung zwischen Vater und Tochter und den durchweg schönen Nebenplot bzgl. der Rente des Hütehundes Aurel wusste ich, dass ich das Buch insgesamt betrachtet doch sehr mag.
Elisa schöpft neue Kraft aus den vielen Pflanzen, die das Gutshaus umgeben. Der Alltag in Berlin verschwindet zunehmend am Horizont und sie macht auch neue Bekannschaften… und am Ende ist das, was zählt.
Diesem Manuel wünsche ich, dass er immer nasse Ärmel hat beim Händewaschen…
Ich habe in letzter Zeit direkt mehrere Bücher gelesen, in denen entweder überarbeitete Großstadtmenschen auf dem Land neuen Lebensmut fanden oder aber in denen Frauen aus verschiedenen Gründen in Ruinen eingezogen sind 😅😅. Das Buch reiht sich daher perfekt ein und wird bei uns zuhause viele Freunde im Regal finden.
✨Fazit
Das Buch hat mir gefallen, weil es eine schöne Kombi aus Humor und leiser Warmherzigkeit bietet. Es ist perfekt für den Sommer! Die finale Bewertung ergibt sich aus persönlichen Details und unmittelbaren Vergleichen mit ähnlichen Büchern.
Zeigt, wie wohltuend und heilsam die Nähe zur Natur sein kann
Der Roman „Brombeerblaue Tage“ von Simone Veenstra nimmt die Lesenden an der Seite der Protagonistin Elisa, einer Landschaftsarchitektin, mit nach Rügen. Sie folgt damit einem Anruf ihres Vaters, der sie kurzfristig bittet, sich während eines Routine-Checks in einem Krankenhaus auf dem Festland um seinen renovierungsbedürftigen Gutshof und seinen Hund zu kümmern.
Die vierundvierzigjährige Elisa ist selbständig, lebt in Berlin und hat wegen der Auftragslage kaum Zeit für anderes. Der Hof und die Gartenanlage sind in einem bedauerlichen Zustand. Gleichzeitig lebt ihre Leidenschaft für Pflanzen und Gärten neu auf, die einst in den Ferien von ihrer inzwischen verstorbenen, in den Niederlanden lebenden Großmutter geweckt wurde. Diese Naturverbundenheit spricht aus den Buchzeilen und spiegelt sich auch in den illustrierten Pflanzensteckbriefen wider, die jedem Kapitel vorangestellt sind.
Während Elisa versucht, ihre beruflichen Verpflichtungen von Rügen aus weiterzuführen, verschlechtert sich der Gesundheitszustand ihres Vaters. Sie gerät immer stärker in den Konflikt zwischen beruflicher Verantwortung und familiärer Fürsorge, bis sie schließlich selbst an ihre Belastungsgrenze stößt.
Simone Veenstras erzählt eine Geschichte, die nah am Leben ist. Vor allem Frauen haben im mittleren Lebensalter häufig den Spagat zwischen pflegebedürftigen Eltern und den Anforderungen ihres Berufs zu bewältigen. Bei Elisa kommt hinzu, dass sie auf Rügen mit ihrer Liebe zur Natur genau das findet, was ihr gefehlt hat und ihr gut tut. Durch die Begegnungen mit Nachbarn und einer engen Freundin ihres Vaters erkennt sie, wie sehr ihr diese Verbundenheit gefehlt hat. Es ist ein Gefühl, das sie nicht nur früher bei der Großmutter genossen hat, sondern das auch ihren Berufswunsch maßgeblich prägte. Gleichzeitig verschweigt die Autorin nicht die Schattenseiten von Elisas Job.
Der Roman thematisiert ebenfalls die entstehenden Probleme einer Person, die unter einem postoperativen Delir leidet. Die Schilderungen wirken besonders authentisch, weil darin die persönlichen Erfahrungen der Autorin eingeflossen sind. Medizinische Hintergründe und hilfreiche Ratschläge werden glaubwürdig in die Handlung integriert. Ebenso feinfühlig beschreibt Simone Veenstra die Annäherung zwischen Vater und Tochter, deren Beziehung über viele Jahre von Distanz geprägt war.
In ihrem Roman „Brombeerblaue Tage“ zeigt Simone Veenstra mit viel Empathie und aus eigener Erfahrung wie wohltuend und heilsam die Nähe zur Natur sein kann. Sie erzählt von der Suche nach dem, was im Leben wirklich wichtig ist und dem Mut zu einem Neuanfang. Ein berührendes Buch, das ich gerne weiterempfehle!
In Ihrem Familienroman „Brombeerblaue Tage“ nimmt uns die Autorin und freiberufliche Journalistin Simone Veenstra mit auf die Ostseeinsel Rügen. Die Hauptfigur des Romans ist Elisa, die als Landschaftsarchitektin in Berlin wohnt und arbeitet und dank der Entwicklung einer besonderen Pflanzen-App für zahlreiche Projekte angefragt wird. Kurzfristige Deadlines, ständig wechselnde Kundenwünsche und wenig Privatleben bestimmen dabei ihren Alltag in der Großstadt. Zu ihrem Vater, der die Familie verlassen hat, als sie noch ein kleines Kind war, hat sie nur sporadischen Kontakt. Als dieser dann plötzlich ins Krankenhaus muss und Elisa bittet, sich während dieser Zeit um seinen Gutshof auf Rügen und den pensionierten Hütehund Aurel zu kümmern, willigt sie notgedrungen ein und fährt nach Rügen. Bepflanzungspläne kann sie schließlich von überall entwerfen, denkt sie. Doch kaum auf Rügen angekommen, stellt sich der Gutshof als verwildertes Sanierungsprojekt dar. Ohne fließend Wasser und mangels einer stabilen Internetverbindung würde Elisa am liebsten direkt wieder umkehren. Doch ihr Verantwortungsbewusstsein hält sie an den Ort, an dem sich ihr Vater, von dem sie kaum etwas weiß, ein neues Leben aufgebaut hat. Schnell lernt Elisa auch die Nachbarn und Bekanntschaften ihres Vaters kennen und mit jedem Tag, den sie mehr auf dem Hof verbringt, fällt auch der Stress der letzten Jahre von ihr ab. Je mehr sie sich mit dem Hof und der dort bestehenden Pflanzenwelt auseinandersetzt, findet sie Stück für Stück wieder mehr zu sich selbst und zurück zu ihrer Liebe zur Natur und macht dabei auch noch eine spektakuläre Entdeckung.
„Brombeerblaue Tage“ ist ein richtig schöner, sommerlicher Roman in dem neben der Vater-Tochter-Beziehung vor allem die Liebe zur Pflanzenwelt im Vordergrund steht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und besonders schön fand ich die liebevoll gestalteten Pflanzen-Steckbriefe zu Beginn eines Kapitels. Ich habe wirklich viel Neues über die heimische Pflanzenwelt gelernt und mochte auch die Charakterentwicklung der Protagonistin. Die Figuren wurden seitens der Autorin sehr authentisch beschrieben und ich mag den feinen Humor, der immer wieder zum Vorschein tritt. Hier und da war der Roman etwas vorhersehbar. Dafür hat mich aber die feministische Geschichte Rügens, die im zweiten Teil des Romans mehr an Inhalt gewinnt, sehr interessiert. Insgesamt ein sehr warmherziger Sommerroman, den ich gerne gelesen habe und ein „Muss“ für alle Fans des Romans „Der geheime Garten“.
Ein Bauernhof auf Rügen. Ein zerrüttetes Vater- Tochter- Verhältnis. Dazu die vielfältige Welt der Pflanzen. Willkommen bei „Brombeerblaue Tage“.
Elisa ist Landschaftsarchitektin in Berlin. Gerade als sie einen neuen Job annehmen möchte, ereilt sie ein Anruf ihres Vaters mit der Bitte, während eines Krankenhausaufenthaltes um Haus und Hof auf Rügen zu kümmern. Vor Ort erwartet sie die eine oder andere Überraschung…
Simone Veenstras Roman hat eine interessante Grundlage. Bereits zu Beginn frage ich mich, was zwischen Vater und Tochter steht. Ich bin neugierig, wie sich das Beziehungskomplex entwickelt und was Elisa auf Rügen erlebt.
Elisas Erlebnisse werden in einer frischen, alltagsnahen Sprache erzählt. Sei es der Job, das Haus des Vaters- ich habe besonders zu Beginn Setting und Gegebenheiten vor Augen, was den Roman für mich leicht lesbar macht. Es wird weder nach Spannung geächzt, noch mit wirren Konstruktionen gearbeitet. Viel mehr rückt etwas in den Mittelpunkt, was sowohl für Elisa in ihrem Beruf als auch für ihren Vater im persönlichen Leben wichtig ist: die Welt der Pflanzen.
Anders als einige Charaktere werden die Pflanzen und die Natur auf Rügen ausführlich beschrieben. Es gibt Informationstexte zu den Pflanzen und Elisa lernt viel über Rügens Natur, was sie ihrem Vater stückweise näher bringt. Hier möchte ich hervorheben, dass die Texte über die Pflanzen zu den Kapiteln passen und als Struktur dienen.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin im ähnlichen Maße auf die Charaktere eingeht. Sowohl Elisa, ihr Vater als auch die Nebencharaktere bleiben mit größtenteils fremd. Gleiches gilt für die Beweggründe, die aus meiner Sicht unzureichend erläutert werden. Hier sehe ich noch Potenzial und gebe den ruhigen Pflanzenroman vier Sterne.
Mit Brombeerblaue Tage ist Simone Veenstra ein wunderbar warmherziger, atmosphärischer Roman gelungen, der mich von der ersten Seite an mitgenommen hat. Besonders begeistert hat mich der feinfühlige Schreibstil: poetisch, aber nie kitschig, ruhig und dennoch voller Leben. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, selbst durch den verwilderten Garten zu streifen oder den Wind der rauen Rügener Küste zu spüren. Die Naturbeschreibungen sind unglaublich lebendig und voller kleiner Details.
Ganz besonders berührt hat mich Elisa als Hauptfigur. Ihre Entwicklung vom rastlosen Workaholic, der nur noch funktioniert und permanent unter Strom steht, hin zu einem Menschen, der wieder lernt zu fühlen, wahrzunehmen und echte Nähe zuzulassen, ist unglaublich glaubwürdig erzählt. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie sie nach und nach erkennt, dass es im Leben um mehr geht als Leistung und ständige Erreichbarkeit. Gerade diese langsame Rückkehr zu sich selbst – über die Natur, das Gärtnern und die Begegnungen mit anderen Menschen – hat mich besonders berührt.
Auch die Nebenfiguren und die Geschichte der Botanikerinnen verleihen dem Roman eine wunderschöne zusätzliche Tiefe. Mich hat besonders berührt, wie viel Wärme, gegenseitige Unterstützung und leise Hoffnung in diesem Buch steckt. Simone Veenstra erzählt mit feinem Humor von Familiengeheimnissen, Versöhnung und Neuanfängen, ohne dabei jemals schwer oder belehrend zu wirken.
Wer Romane wie Der Gesang der Flusskrebse oder Alte Sorten liebt, wird auch dieses Buch ins Herz schließen. Für mich war Brombeerblaue Tage ein wunderschöner, kluger Wohlfühlroman mit Tiefgang über die heilende Kraft der Natur und darüber, wie wichtig es ist, wieder bei sich selbst anzukommen.
PS: Die Buchgestaltung ist sehr liebevoll und aufwändig
Zum Inhalt: Elisa lebt als Landschaftsarchitektin in einer Zweizimmerwohnung in Berlin. Viel Zeit für ein schönes Zuhause bleibt ihr nicht, denn ständig steht sie unter Strom und jagt von einem Projekt zum nächsten.
Bis sie ein unerwarteter Anruf erreicht…
Ihr Vater Henk muss für ein paar Tage ins Krankenhaus und bittet Elisa, auf das Gutshaus auf Rügen und seinen alten Hund aufzupassen. Obwohl ihr Verhältnis zueinander nicht das beste ist, stimmt sie zu. Auf Rügen angekommen, ist Elisa verwundert über das in die Jahre gekommene Gutshaus mit seinen üppigen Pflanzen, die Haus und Garten langsam überwuchern.
Und schon bald lernt sie auch noch Henks eigensinnige Nachbar*innen kennen…
Zwischen der Sorge um ihren Vater, der ihr offensichtlich etwas verheimlicht, und den neuen Aufgaben rund um Haus, Garten und Hund entdeckt Elisa ihre Liebe zu Pflanzen wieder und ausgerechnet das alte Haus lüftet dabei ein Geheimnis 😌
Mein Fazit: Was für eine wunderbare Geschichte über eine Vater-Tochter-Beziehung, ein altes Haus, unkonventionelle, aber liebenswürdige Nachbar*innen und einen Garten, der Elisas Liebe zu Pflanzen neu entfacht.
Elisa ist eine liebenswerte, aber gestresste Protagonistin, die ihren Job zwar liebt, aber hasst, was daraus geworden ist. Ihr Vater Henk steckt zwischen ungeklärten Dingen und seinem neuen Leben auf Rügen, das durch seine Gesundheit ins Wanken gerät.
Auch wenn mir die beiden sehr gefallen haben, hat mich vor allem die Liebe zur Natur und zu Pflanzen begeistert. Das Buch ist gespickt mit ausführlichen Erklärungen zu heimischen Pflanzenarten und hat immer wieder Bilder aus unserem eigenen Garten in meinem Kopf entstehen lassen. Einem Garten, der Insekten möglichst viel Nahrung bieten soll. 🌿🐝
Eine herzerwärmende Geschichte. Ich wäre gerne noch ein bisschen länger auf Rügen geblieben 💚
Elisa, eigentlich voll eingespannt in ihrem Job als Landschaftsarchitektin, wird abrupt aus ihrem Alltag gerissen, als ihr Vater anruft und um Hilfe bittet. Die Beziehung zwischen den beiden ist schwierig, und der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein. Doch Elisa fährt nach Rügen – nur um festzustellen, dass ihr Vater bereits auf dem Weg in die Klinik ist und sein Haus in einem Zustand, der eher nach Abriss als nach Renovierung aussieht.
Während sie versucht, sich in diesem Chaos zurechtzufinden, wird nach und nach klar, was wirklich mit ihrem Vater los ist. Und weil das Internet vor Ort eher symbolisch vorhanden ist, bleibt Elisa gar nichts anderes übrig, als langsamer zu machen. Sie beginnt, den verwilderten Garten ihres Vaters neu zu entdecken – und macht ihn schließlich zu ihrem ganz eigenen Projekt.
Zu Beginn ist Elisa sehr auf ihre Routinen fixiert, streng kontrolliert und wenig offen für Veränderungen. Die neue Situation überfordert sie, und auch die Nachbarschaft trägt nicht unbedingt zur Entspannung bei. Doch Stück für Stück setzt sich ein größeres Bild zusammen: Geheimnisse, die ihr Vater und letztlich auch ihre Mutter vor ihr verborgen haben stellen ihre gesamte Wahrnehmung ihrer Kindheit in Frage. Elisa muss sich fragen, ob sie ihren Vater wirklich zu Recht ein Leben lang verurteilt hat.
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm, die Figuren wirken authentisch und nicht überzeichnet. Für mich war es eine kleine Auszeit – ein Roman, der den Sommer auf Rügen spürbar macht und gleichzeitig eine leise, berührende Geschichte über Familie, Verletzungen und Neuanfänge erzählt.
„Brombeerblaue Tage“ hat mir letztlich deutlich besser gefallen, als ich anfangs erwartet hatte. Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt etwas schwer, weil die Geschichte recht ruhig beginnt und ich erst Zeit gebraucht habe, um wirklich hineinzufinden. Auch das Ende kam mir persönlich etwas zu plötzlich. Trotzdem habe ich das Buch am Ende sehr gern gelesen.
Besonders schön fand ich die Vater-Tochter-Beziehung im Mittelpunkt der Geschichte. Elisa reist widerwillig auf das heruntergekommene Gutshaus ihres Vaters auf Rügen, während dieser im Krankenhaus ist, und muss sich dort nicht nur mit einem völlig verwilderten Garten, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Gerade diese langsame Annäherung zwischen Vater und Tochter wurde sehr glaubwürdig und warmherzig erzählt. Das Buch zeigt auf schöne Weise, dass nicht jede Eltern-Kind-Beziehung perfekt ist, dass Verletzungen bleiben können – aber eben auch, dass Versöhnung und ein Neuanfang möglich sind.
Außerdem mochte ich die Atmosphäre auf Rügen und die vielen Naturbeschreibungen sehr. Wie Elisa nach und nach ihre Liebe zu Pflanzen und Gärten wiederentdeckt, hatte etwas Beruhigendes und Hoffnungsvolles. Insgesamt ein gefühlvoller Roman mit viel Herz, kleinen Schwächen und einer sehr gelungenen emotionalen Entwicklung.
Über Neuanfänge und Selbstfindung. Im Mittelpunkt steht die Tochter-Vater-Beziehung zwischen Elisa, Landschaftsarchitektin in Berlin, und ihrem entfremdeten Vater Henk mit Hund und sanierungsbedürftigem Hof auf Rügen. Ihren stressigen, vollgepackten Arbeitsalltag mitschleppend, kümmert sie sich liebevoll um den plötzlich operierten Vater und dessen arbeitsintensivem Anwesen. Die positive Entwicklung ihrer familiären Beziehung mit vielen Fragen zu bisher Unausgesprochenem von Seiten Elisas wird anschaulich beschrieben. Auch die postoperative Gesundung von Henk ist in seiner kreativen Beschreibung berührend. Der Selbstfindungsprozess Elisas im naturverbundenen Setting auf Rügen gefällt. Grafiken einzelner Pflanzen mit Steckbriefen wie z.B. Akelei animieren vielleicht manchen Leser zu einem dortigen Workshop mit ökologischem Schwerpunkt zum Verarbeiten heimischer Pflanzen zu Tinkturen und/oder zum Färben von Wolle oder Stoffen. Blicke in die Vergangenheit des Vierkant-Hofes mit Gewächshäusern von historischer Bedeutung führen hier zu einem Naturfarben-Zirkel von engagierten Frauen. Die entschleunigende Wirkung der Natur und die Chance auf einen wenn auch späten Neuanfang überzeugen in diesem lesenswerten Roman.
Mit Brombeerblaue Tage hat Simone Veenstra einen warmherzigen und gefühlvollen Familienroman geschaffen, der mich von der ersten Seite an berührt hat. Besonders die atmosphärischen Beschreibungen der rauen Natur auf Rügen machen das Buch zu einem echten Wohlfühlroman. Man spürt den Wind der Ostsee, riecht die wilden Brombeeren und begleitet Elisa auf ihrer Reise zu sich selbst.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und gleichzeitig voller Emotionen. Mit feinem Humor und viel Gefühl erzählt die Autorin von familiären Konflikten, alten Geheimnissen und der heilenden Kraft der Natur. Elisa ist eine sympathische Hauptfigur, deren Entwicklung authentisch und nachvollziehbar wirkt. Besonders schön fand ich, wie die Arbeit im verwilderten Garten sinnbildlich für ihren inneren Wandel steht.
Auch das Cover ist ein absoluter Blickfang – wunderschön gestaltet, stimmungsvoll und perfekt passend zur Geschichte. Die Farben und die natürliche Atmosphäre machen sofort Lust, in dieses Buch einzutauchen.
Ein bewegender Roman über Neuanfänge, Familie und die kleine Magie der Natur – ideal für entspannte Lesestunden.
Die erfolgreiche Landschaftsarchitektin Elisa muss wegen einer plötzlichen Krankheit ihres entfremdeten Vaters ihren vollgepackten Alltag in Berlin verlassen und sich um seinen Hund und Hof auf Rügen kümmern. Während ihrer Zeit dort lernt sie nicht nur viel über die Geschichte des Hofes, sondern auch über sich selber und fängt an ihren Vater richtig kennenzulernen.
Der Roman ist sehr ruhig und stimmungsvoll mit Tiefgang. Es geht viel um die Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater, aber auch generell um Neuanfänge und Selbstfindung. Die vielen Beschreibung der besonderen Landschaften Rügens geben dem ganzen eine tolle Atmosphäre. Die Hauptfigur Elisa wirkt authentisch und ihr Weg von der gestressten, ständig erreichbaren Karrierefrau hin zu jemandem, der wieder zu sich selbst findet, ist berührend und für viele bestimmt auch inspirierend. Besonders gefallen haben mir die Blicke in die Vergangenheit des Hofes sowie die Leidenschaft mit der über Pflanzen und Natur geredet wird. Die Handlung war etwas vorhersehbar, aber sonst wirklich ein schöner Roman zum Wohlfühlen.
Leiser Roman über Familie, Entschleunigung und Natur Elisa, erfolgreiche Landschaftsarchitektin, lebt ein unruhiges Leben. Eilt von Termin zu Termin, kaum Zeit für sich selbst. Ihr Vater, zu dem sie keinen Kontakt hat, muss ins Krankenhaus und bittet sie, sein Gutshaus auf Rügen zu hüten. Das Haus ist Sanierungsobjekt, genauso wie ihr Leben und die Beziehung zum Vater. Stück für Stück nimmt sich Elisa diese Bereiche vor. Pflanzen und Garten sind das zentrale Thema. Aufgelockert werden die Kapitel durch kleine Pflanzensteckbriefe und auch sonst ist so manch kleiner Tipp im Buch versteckt. Die langsame Annäherung von Vater und Tochter ist toll beschrieben. Ein Beispiel dafür, dass Neuanfänge möglich, aber auch mit Arbeit verbunden sind. Die Charaktere im Buch haben alle etwas sehr authentisches und sind liebenswert, vom Hund bis zu den Nachbarn. Der Schreibstil ist flüssig und man fliegt durch die Seiten. Insgesamt ein Roman über viel Natur, Neuanfänge und Entschleunigung. Wer ruhige Romane liebt und ein Faible für Natur hat, der ist hier genau richtig.
Das Cover ist wunderschön und farbenfroh. Es passt perfekt zum Roman. Die Story hat mich von Anfang an mitgenommen und der Schreibstil ist sehr gut. Elisa ist eine einfühlsame Person, die zu sich selbst und zurück zu ihrem Vater findet. Die Arbeit wächst ihr über den Kopf und hat nichts mehr mit dem zu tun was sie eigentlich möchte. Im Haus ihres kranken Vaters auf Rügen findet sie wieder zurück zu sich selbst und den außergewöhnlichen Pflanzen. Auch die Pflanzen sind toll umschrieben und auch wenn man sich dafür nicht zu sehr interessiert sehr gut in die Story eingebaut. Die ganze Geschichte ist herzerwärmend und man kann sich mit den Charakteren sehr gut anfreunden und in alle gut einfühlen. Ein schöner Roman für die sommerlichen Tage. Ich würde mehr von der Autorin lesen und kannte sie bisher noch gar nicht. Für mich eine klare Empfehlung.