Annette, genannt Netti, (50) steckt privat und beruflich in einer Die letzte Beziehung ist gescheitert, ihr Theatervertrag nicht verlängert, der Sohn auf dem Absprung. Und dann ist da noch ihr Vater Bruno, der seit dem Tod der Mutter nicht alleine klarkommt. Fast täglich schaut Netti bei ihm vorbei, obwohl sie und ihre erfolgreiche Schwester sich eigentlich gemeinsam kümmern wollten. Aber jetzt braucht Netti dringend eine Auszeit, um endlich mal durchzuatmen und ihr Leben neu zu ordnen. Und das am liebsten am Meer, irgendwo im Süden. Als sich ihr eine Mitfahrgelegenheit mit einem Italiener bietet, sagt sie sofort zu. Soll eben ihre Schwester nach dem Vater schauen. Doch als es losgeht, sitzt Bruno auf der Rückbank. Und Netti ahnt, dass es alles andere als ein entspannter Urlaub wird, denn ihr Vater hat eigene Pläne, und die Reisegruppe wird immer größer …
Klappentext: Annette, genannt Netti, (50) steckt privat und beruflich in einer Sackgasse: Die letzte Beziehung ist gescheitert, ihr Theatervertrag nicht verlängert, der Sohn auf dem Absprung. Und dann ist da noch ihr Vater Bruno, der seit dem Tod der Mutter nicht alleine klarkommt. Fast täglich schaut Netti bei ihm vorbei, obwohl sie und ihre erfolgreiche Schwester sich eigentlich gemeinsam kümmern wollten. Aber jetzt braucht Netti dringend eine Auszeit, um endlich mal durchzuatmen und ihr Leben neu zu ordnen. Und das am liebsten am Meer, irgendwo im Süden. Als sich ihr eine Mitfahrgelegenheit mit einem Italiener bietet, sagt sie sofort zu. Soll eben ihre Schwester nach dem Vater schauen. Doch als es losgeht, sitzt Bruno auf der Rückbank. Und Netti ahnt, dass es alles andere als ein entspannter Urlaub wird, denn ihr Vater hat eigene Pläne, und die Reisegruppe wird immer größer.
„Andere nennen es Urlaub“ ist ein humorvoller Familienroman von Franka Bloom.
Netti steht vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Ihr großer Durchbruch als Schauspielerin lässt schon lange auf sich warten. Jetzt wird sogar ihr Vertrag am Theater nicht verlängert. Der Sohn verlässt langsam das Nest. Nur ihr Vater Bruno, um den sie sich kümmert bleibt ihr erhalten. Ihre Schwester, mit der Netti sich abwechselnd um den Vater kümmern wollte, lässt sie kläglich im Stich. Netti beschließt, sie braucht dringend Abstand von ihrem Alltag. Sie liebäugelt mit den Italienbildern in einem Reisebüro. Die Inhaberin macht ihr spontan das Angebot, mit ihrem Neffe Giorgio, der mit einem Kleinbus nach Triest fährt mitzufahren. Eine Woche Italien, ein Traum. Wohnen kann sie auch kostenlos im Apartment der Reisebürofrau, sie muss dafür nur das Apartment aufräumen. Kurzentschlossern sagt Netti zu. Um den Vater soll sich die Schwester kümmern. Doch am Tag der Abfahrt, sitzt Bruno schon auf dem Rücksitz und Netti wird in ihrem Urlaub zur 24-Stundernbetreuung.
Franka Bloom hat ihre Charaktere gut gezeichnet. Sie kommen richtig lebendig rüber. Mir gefallen Netti und auch ihr Vater Bruno sehr gut. Bruno kommt seit dem Tod seiner Frau nicht mehr allein klar, er braucht Hilfe. Im gemeinsamen Urlaub registriert Netti erst einmal, wie unselbstständig ihr Vater wirklich ist.
Franka Bloom erzählt die Geschichte tiefgründig und versieht sie immer wieder mit Humor. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich. Das Thema Alleinsein und nicht loslassen können vermittelt die Autorin ihren Leser*innen gut.
„Andere nennen es Urlaub“ ist eine tiefgründige und humorvolle Familiengeschichte.
Meine Meinung Manchmal stolpert man über ein Buch, von dem man gar nicht genau weiß, was einen erwartet – und genau so ging es mir mit „Andere nennen es Urlaub“. Und ganz ehrlich: Ich bin richtig froh, dass ich es gelesen habe. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in der Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm leicht, unaufgeregt und gleichzeitig so lebendig, dass ich das Gefühl hatte, direkt neben Netti zu sitzen. Es ist kein Buch, das sich kompliziert anfühlt – im Gegenteil, es liest sich fast wie ein Gespräch mit einer guten Freundin. Was mich besonders berührt hat, ist diese Familienkonstellation. Zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, ein Vater, der irgendwie schwierig, aber auch liebenswert ist, und mittendrin das ganz normale Chaos, das wohl viele Familien kennen. Niemand ist perfekt, jeder hat seine Macken, und genau das macht die Geschichte so authentisch. Ich konnte mich in vielen Momenten wiederfinden – in den kleinen Spannungen, den unausgesprochenen Gefühlen, aber auch in den liebevollen Gesten. Netti mochte ich sofort. Ihre Überforderung, ihre Verantwortung für den Vater, dieses ständige Funktionieren – das hat sich sehr echt angefühlt. Umso mehr habe ich ihr diese Reise nach Italien gegönnt. Und genau diese Reise ist mehr als nur ein Ortswechsel. Sie ist irgendwie auch eine kleine Flucht, ein Versuch, sich selbst wiederzufinden. Die Dynamik zwischen den Schwestern fand ich besonders spannend. Da ist dieses unterschwellige Reiben, unterschiedliche Sichtweisen auf das Leben und auf den Vater – und trotzdem merkt man, dass da eine tiefe Verbindung ist. Genau solche Beziehungen machen für mich gute Geschichten aus. Und dann ist da noch Bruno, der Vater. Ein Charakter, bei dem ich oft nicht wusste, ob ich den Kopf schütteln oder schmunzeln soll. Aber auch das gehört dazu – er bringt Wärme, aber auch Konflikte in die Geschichte. Was mir insgesamt sehr gefallen hat: Das Buch zeigt, dass Familie nicht immer einfach ist. Es gibt Höhen und Tiefen, Missverständnisse, Streit – aber eben auch Zusammenhalt, Entwicklung und kleine, ehrliche Momente, die alles wieder ein Stück gerade rücken. Für mich war es eine Geschichte, die mich nicht nur unterhalten, sondern auch ein bisschen nachdenklich gemacht hat. Über Familie, Verantwortung und darüber, wie wichtig es ist, sich selbst nicht zu verlieren. Ein warmherziger, ehrlicher und gleichzeitig unterhaltsamer Roman, der sich leicht liest, aber trotzdem etwas mitnimmt. Für mich ein echtes Wohlfühlbuch mit Tiefgang.
Das Cover sieht für mich sehr humorvoll und interessant aus. Der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.
Netti hat es nicht einfach im Leben, neben Geldsorgen und Alltagsproblemen kümmert sie sich um ihren Vater Bruno. Sie ist eindeutig urlaubsreif, verträumt steht sie vor einen Reisebüro und kommt mit der Inhaberin ins Gespräch. So kommt es, dass sie ein paar Tage später in einem Kleinbus sitzt, nicht alleine, denn ihr Vater kommt mit. Gefahren wird der Bus vom Neffen der Inhaberin des Reisebüros, Giorgio. In München steigt noch Lulu, die Nichte von Giorgio zu. Ziel ist eine Ferienwohnung in Italien. Unterwegs erlebt die Gruppe so einige unterhaltsame Momente. Es kommt immer wieder zu kleinen Zwischenfällen aber vor Ort wird es wirklich schön. Die Beschreibungen der Szene und Orte sind einfach herrlich. Netti´s Schwester Ellen ist das komplette Gegenteil von ihr. Wie Feuer und Wasser und doch merkt man das Familienband. Bruno ist mürrisch und kommt etwas eigen rüber, im Laufe der Geschichte erfährt man aber viel über ihn und gerade Italien weckt in ihm Erinnerungen. Giorgio taut auch im Laufe der Handlung auf. Urlaub mit viel Chaos, Herz und Humor? Der ist bei diesem Roman genau richtig.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich mochte die Handlung, sie war emotional und sehr gut geschrieben. Die Charaktere waren facettenreich, das Ende hat mir gut gefallen. Ein sehr schöner Wohlfühlroman, ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter
Worum es geht: Die 50 jährige Schauspielerin Netti schlägt sich und ihren Sohn mit div. Nebenjobs durchs Leben. Nebenbei kümmert sie sich noch um ihren Vater Bruno, der den Tod seiner Frau noch nicht ganz verkraftet hat. Netti ist urlaubsreif, leider fehlt ihr das nötige Kleingeld dafür. Da bekommt sie das Angebot, kostenlos nach Italien zu reisen. Und bevor sie sich versieht, sitzt sie zusammen mit ihrem Vater und einem ihr unbekannten Italiener auf der Reise nach Triest.
Mein Fazit: Die Story ist locker und leicht, sie lässt sich flüssig lesen. Eine sehr schöne Story über Familie und einem Hauch von Dolce Vita. Ich habe beim Lesen sehr viel geschmunzelt. Die Story ist hervorragend zum Abschalten geeignet. Eine tolle Lektüre, die bei mir gleich Urlaubsgefühle wachgerufen hat. Das Buch war auf jeden Fall genau das, was ich auch erwartet hatte. Ich hatte ein paar sehr schöne Lesestunden, denn Franka Bloom konnte mich mal wieder mit ihrem erfrischenden und fröhlichen Schreibstil überzeugen. Obwohl sich die Familienmitglieder gegenseitig gerne auf die Nerven gehen, gibt es hier doch einen sehr herzlichen Umgang miteinander. Das hat mir sehr gut gefallen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne volle 5 Sterne.
Der Roman ist ein klassischer Feel-Good-Roman – allerdings einer, der mehr Tiefgang bietet, als man zunächst erwarten würde. Wer hier eine durchgehend leichte, humorvolle Urlaubslektüre sucht, wird vielleicht überrascht sein: Zwar gibt es immer wieder Szenen mit unterhaltsamem und auch humorvollem Charakter, insgesamt schlägt die Geschichte jedoch eher leisere, melancholische Töne an. Im Mittelpunkt stehen Themen wie die sich wandelnde Eltern-Kind-Beziehung, Verlustängste, Unsicherheiten und schwierige Lebensphasen. Auch Gefühle wie Trauer und Einsamkeit werden sensibel aufgegriffen und authentisch dargestellt.
Der Schreibstil ist einfühlsam und angenehm zu lesen, sodass man gut in die Geschichte eintauchen kann. Auch wenn manche Entwicklungen vorhersehbar erscheinen, tut das dem Leseerlebnis keinen großen Abbruch – vielmehr steht die emotionale Reise der Figuren im Vordergrund. Insgesamt ist „Andere nennen es Urlaub“ ein ruhiger, berührender Roman, der das Genre des Feel-Good-Buchs um nachdenkliche und ernstere Nuancen ergänzt. Ein schönes Buch für alle, die Geschichten mit Herz und einem Hauch Melancholie schätzen.
wunderschön und humorvoll geschriebenes buch, das tiefe themen beinhaltet und zum nachdenken anregt. von der thematik eines knapp achtzig jährigen, welche besonderheiten dieser mensch haben kann, über die familienverhältnisse und unterschiede der persönlichkeiten sowie ihrer gedanken und gefühle und das zwischenmenschliche zwischen den betroffenen, bis zu trauer, neuen begegnungen, vorurteile, offenheit, verschiedene nationalitäten und noch einiges mehr wird hier verbunden und mit einer grossartigen geschichte ausgeschmückt. für mich eine absolute leseempfehlung.