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Irene Adams & William Berger #2
Four Heads Missing: Thriller | Ein packender Serienmörder-Thriller im historischen London | Ein Muss für True-Crime-Fans (Ein Fall für Irene Adams und William Berger 2)
Ein Killer. Vier Tote. Vier Rätsel.
London, 1889: Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Nun soll ein neues Hauptquartier her, das mächtige Kellergewölbe steht bereits. Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Vorarbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket. Darin der Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur. Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der resolute Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise, stoßen aber schnell auf eine Mauer des Schweigens. Kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Und auch ihr fehlt er Kopf …
Richter und Krimiautor Thorsten Schleif erzählt erneut einen historischen Fall als packenden und minutiös recherchierten True Crime Thriller.
Die True Crime Thriller mit Irene Adams und William
Band 1: ›Killing Red Jack‹ (Jack the Ripper)
Band 2: ›Four Heads Missing‹ (Der Themse-Mörder)
Alle Bände basieren auf realen Kriminalfällen und sind unabhängig voneinander lesbar.
London, 1889: Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Nun soll ein neues Hauptquartier her, das mächtige Kellergewölbe steht bereits. Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Vorarbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket. Darin der Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur. Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der resolute Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise, stoßen aber schnell auf eine Mauer des Schweigens. Kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Und auch ihr fehlt er Kopf …
Richter und Krimiautor Thorsten Schleif erzählt erneut einen historischen Fall als packenden und minutiös recherchierten True Crime Thriller.
Die True Crime Thriller mit Irene Adams und William
Band 1: ›Killing Red Jack‹ (Jack the Ripper)
Band 2: ›Four Heads Missing‹ (Der Themse-Mörder)
Alle Bände basieren auf realen Kriminalfällen und sind unabhängig voneinander lesbar.
321 pages, Kindle Edition
Published September 17, 2026
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Community Reviews
Displaying 1 - 23 of 23 reviews
September 19, 2026
"Zweimal ist Zufall, dreimal feindliche Absicht" - Düster, detailreich, zeitweise zäh
London, 1888. Auf der Baustelle des neuen Hauptquartiers der Metropolitan Police wird im frisch fertiggestellten Tresorraum ein Paket entdeckt. Sein Inhalt: der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau. Vom Kopf fehlt jede Spur. Kurz darauf zieht man eine weitere Leiche aus der Themse. Auch ihr fehlt der Kopf. Thorsten Schleif nimmt den Leser mit in ein London, das nach den Ripper-Morden noch immer in Angst lebt, und konfrontiert ihn mit einer Mordserie, die tatsächlich stattgefunden hat: den „Thames-Torso-Murders“. Das ist der Stoff, aus dem historische Kriminalromane gemacht sind.
Reich-Ranicki hätte seine Freude gehabt an diesem Buch. Nicht, weil es gefällig wäre. Sondern weil es ernst macht. Schleif erzählt nicht mit dem Holzhammer, er erzählt mit dem Skalpell. Er seziert das viktorianische London, seine Armenviertel, seine Hinterhöfe, seine Doppelmoral. Da ist Irene Adams, die kluge Kurtisane mit den grünen Augen, die weiß, wie man Männer zum Reden bringt. Da ist William Berger, der wortkarge Preuße, ein Leibwächter mit Vergangenheit, ein Mann, der lieber schweigt als schwätzt und der dennoch alles sieht. Die beiden sind ein ungleiches Paar, und gerade deshalb funktionieren sie. Ihre Dialoge knistern, ihre Annäherung ist glaubwürdig, ihre Ermittlungen sind von einer fast schon preußischen Gründlichkeit.
Der Schreibstil ist detailreich, atmosphärisch und historisch präzise. Man riecht den Nebel, hört die Pferdehufe auf dem Kopfsteinpflaster, spürt die Kälte in den Knochen der Figuren. Schleif kennt sich aus in dieser Zeit, er weiß, wie ein Coroner arbeitet, wie ein Barbier-Surgeon lebte, wie ein Puppenmacher Augen aus Glas fertigt. Das ist keine Kulisse, das ist eine Welt. Und doch gibt es Momente, in denen der Autor über das Ziel hinausschießt. Die vielen Zeitangaben, die minutiösen Uhrzeiten, die ständigen Ortswechsel – sie mögen der historischen Genauigkeit geschuldet sein, sie mögen die Parallelhandlungen synchronisieren, aber sie hemmen mitunter den Lesefluss. Wer sich fragt, was die Ermittler zwischen 13:50 Uhr und 13:53 Uhr tun, verliert den Faden. Das ist schade, denn die Geschichte selbst ist stark.
Die Figuren sind lebensnah, sie lernen dazu, sie handeln moralisch ambivalent. Berger deckt einen Selbstmord, Irene bricht eine Zusage. Das ist keine Schwarz-Weiß-Malerei, das ist Literatur. Besonders sympathisch ist mir Irene, die sich nicht unterkriegen lässt, und Berger, der seine Schuldgefühle überwindet. Weniger überzeugend fand ich indes die Auflösung um eine der Nebenfiguren, deren Beweggründe für ihr Handeln mir allzu konstruiert erschienen und nicht recht zur sonst so glaubwürdigen Figurenzeichnung passen wollten. Der Showdown ist spannend, wenn auch kurz. Er löst die Fäden auf, ohne dabei alle Figuren zu schonen – mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Keine Sexszenen, keine reißerischen Brutalitäten, aber genug Grauen, um unter die Haut zu gehen.
Ich wurde gut unterhalten. Das Buch liest sich flüssig, trotz der Längen, und es hat mich emotional berührt. Meine Lieblingsszene ist Bergers Geständnis in der Droschke vor Irenes Villa. Da zeigt sich, was dieser Roman kann: Er ist ein Krimi, aber er ist auch eine Liebesgeschichte. Eine kurzweilige Verfilmung als Serie im Stil von „Ripper Street“ wäre durchaus denkbar. Man müsste Abstriche bei der Detailfülle machen, aber die Figuren tragen. Sie tragen sogar sehr weit.
Vier Sterne vergebe ich, weil der Roman spannend, atmosphärisch und gut recherchiert ist, weil die Figuren überzeugen und weil er mehr ist als ein historischer Krimi. Der fünfte Stern fehlt, weil die minutiösen Zeitangaben und die detailreiche Erzählweise den Lesefluss hemmen und die Spannung mindern. Wer über diese Längen hinwegsieht, wird belohnt. Wer einen schnellen Thriller erwartet, wird Geduld brauchen. Aber Geduld, das wusste schon Lessing, ist die Tugend derer, die etwas erreichen wollen. Hier erreicht der Autor viel. Nur nicht ganz alles.
London, 1888. Auf der Baustelle des neuen Hauptquartiers der Metropolitan Police wird im frisch fertiggestellten Tresorraum ein Paket entdeckt. Sein Inhalt: der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau. Vom Kopf fehlt jede Spur. Kurz darauf zieht man eine weitere Leiche aus der Themse. Auch ihr fehlt der Kopf. Thorsten Schleif nimmt den Leser mit in ein London, das nach den Ripper-Morden noch immer in Angst lebt, und konfrontiert ihn mit einer Mordserie, die tatsächlich stattgefunden hat: den „Thames-Torso-Murders“. Das ist der Stoff, aus dem historische Kriminalromane gemacht sind.
Reich-Ranicki hätte seine Freude gehabt an diesem Buch. Nicht, weil es gefällig wäre. Sondern weil es ernst macht. Schleif erzählt nicht mit dem Holzhammer, er erzählt mit dem Skalpell. Er seziert das viktorianische London, seine Armenviertel, seine Hinterhöfe, seine Doppelmoral. Da ist Irene Adams, die kluge Kurtisane mit den grünen Augen, die weiß, wie man Männer zum Reden bringt. Da ist William Berger, der wortkarge Preuße, ein Leibwächter mit Vergangenheit, ein Mann, der lieber schweigt als schwätzt und der dennoch alles sieht. Die beiden sind ein ungleiches Paar, und gerade deshalb funktionieren sie. Ihre Dialoge knistern, ihre Annäherung ist glaubwürdig, ihre Ermittlungen sind von einer fast schon preußischen Gründlichkeit.
Der Schreibstil ist detailreich, atmosphärisch und historisch präzise. Man riecht den Nebel, hört die Pferdehufe auf dem Kopfsteinpflaster, spürt die Kälte in den Knochen der Figuren. Schleif kennt sich aus in dieser Zeit, er weiß, wie ein Coroner arbeitet, wie ein Barbier-Surgeon lebte, wie ein Puppenmacher Augen aus Glas fertigt. Das ist keine Kulisse, das ist eine Welt. Und doch gibt es Momente, in denen der Autor über das Ziel hinausschießt. Die vielen Zeitangaben, die minutiösen Uhrzeiten, die ständigen Ortswechsel – sie mögen der historischen Genauigkeit geschuldet sein, sie mögen die Parallelhandlungen synchronisieren, aber sie hemmen mitunter den Lesefluss. Wer sich fragt, was die Ermittler zwischen 13:50 Uhr und 13:53 Uhr tun, verliert den Faden. Das ist schade, denn die Geschichte selbst ist stark.
Die Figuren sind lebensnah, sie lernen dazu, sie handeln moralisch ambivalent. Berger deckt einen Selbstmord, Irene bricht eine Zusage. Das ist keine Schwarz-Weiß-Malerei, das ist Literatur. Besonders sympathisch ist mir Irene, die sich nicht unterkriegen lässt, und Berger, der seine Schuldgefühle überwindet. Weniger überzeugend fand ich indes die Auflösung um eine der Nebenfiguren, deren Beweggründe für ihr Handeln mir allzu konstruiert erschienen und nicht recht zur sonst so glaubwürdigen Figurenzeichnung passen wollten. Der Showdown ist spannend, wenn auch kurz. Er löst die Fäden auf, ohne dabei alle Figuren zu schonen – mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Keine Sexszenen, keine reißerischen Brutalitäten, aber genug Grauen, um unter die Haut zu gehen.
Ich wurde gut unterhalten. Das Buch liest sich flüssig, trotz der Längen, und es hat mich emotional berührt. Meine Lieblingsszene ist Bergers Geständnis in der Droschke vor Irenes Villa. Da zeigt sich, was dieser Roman kann: Er ist ein Krimi, aber er ist auch eine Liebesgeschichte. Eine kurzweilige Verfilmung als Serie im Stil von „Ripper Street“ wäre durchaus denkbar. Man müsste Abstriche bei der Detailfülle machen, aber die Figuren tragen. Sie tragen sogar sehr weit.
Vier Sterne vergebe ich, weil der Roman spannend, atmosphärisch und gut recherchiert ist, weil die Figuren überzeugen und weil er mehr ist als ein historischer Krimi. Der fünfte Stern fehlt, weil die minutiösen Zeitangaben und die detailreiche Erzählweise den Lesefluss hemmen und die Spannung mindern. Wer über diese Längen hinwegsieht, wird belohnt. Wer einen schnellen Thriller erwartet, wird Geduld brauchen. Aber Geduld, das wusste schon Lessing, ist die Tugend derer, die etwas erreichen wollen. Hier erreicht der Autor viel. Nur nicht ganz alles.
September 27, 2026
FOUR HEADS MISSING von Thorsten Schleif ist mir im dtv-Newsletter aufgefallen und musste aus Gründen unbedingt bei mir einziehen. Da lasse ich doch direkt mal den kurzen Blick auf den Inhalt für sich sprechen.
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London 1889: Jack the Ripper ist noch in aller Munde, als ein zweiter Serienmörder auf der Bildfläche erscheint. Seine weiblichen Opfer werden kopflos aus der Themse gefischt…
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Na, wenn das kein Buch für mich ist, weiß ich auch nicht mehr. Also her damit! Richtig erstaunt war ich, als ich gesehen habe, dass es zu FOUR HEADS MISSING tatsächlich einen Vorgängerband gibt. KILLING RED JACK heißt der erste Fall für Irene Adams und William Berger, in dem es tatsächlich um Jack the Ripper himself geht. Eigentlich genau meins, wenn ich das Buch auf dem Schirm gehabt hätte. Aber ich habe vorher nie davon gehört und es nie gesehen. Unverständlich und sehr schade, aber da kann man nix machen.
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Ich bin also mit FOUR HEADS MISSING ohne Kenntnis von Band 1 in die Geschichte eingetaucht. Vorwissen daraus braucht man zwar nicht zwingend, man hat dann aber den Vorteil, die Protagonisten bereits zu kennen und mit ihnen vertraut zu sein. Das ist mir leider abgegangen. Stattdessen habe ich mich gleich zu Beginn mit einem zwei Seiten langen Personenregister konfrontiert gesehen. Uff! Da hat mein Kopf schon ein bisschen geraucht, bevor ich überhaupt in die Geschichte eingestiegen bin. Ich musste mich schon erst mal ein bisschen orientieren und zwischen Personen, Namen, Funktionen und Schauplätzen zurechtfinden. Das ging aber dann recht schnell von Statten. Thorsten Schleif hat es mir leicht gemacht, zügig in der Geschichte anzukommen. Das ist vor allem über das Setting gelungen, dass der Autor unglaublich atmosphärisch beschreibt und bildhaft umsetzt. Die Themse im Nebel, Kutschen die über das Kopfsteinpflaster rumpeln, zwielichtige Gestalten und dunkle Gassen... Ich war beim Lesen gefühlt selbst vor Ort unterwegs und mitten im Geschehen dabei.
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Die Handlung harmoniert perfekt mit dem Setting und entwickelt sich düster, stark und spannend. Sie wird noch stärker, als die beiden zunächst unabhängig voneinander vorkommenden Protagonisten aufeinandertreffen. Irene Adams und William Berger haben eine besondere Verbindung zueinander. Das hat dem weiteren Handlungsverlauf nochmal eine gewisse Note gegeben, die mir gut gefallen hat. Als sie gemeinsam ermitteln und in gefährliche Situationen geraten, war ich dann komplett drin in der Story. Das der Thriller auf realen Geschehnissen, originalen Presseartikeln, Zeugenaussagen und Obduktionsberichten beruht, verleiht dem Ganzen noch einen zusätzlichen Reiz. Der Thriller ist eine düstere Zeitreise ins viktorianische London und liefert eine mögliche Erklärung zu den Fällen des Torso-Killers.
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Schreibstil, Setting und Charaktere sind topp und machen FOUR HEADS MISSING von Thorsten Schleif für mich zu einer absolut tollen Entdeckung. Nur schade, dass der vorangegangene Band so komplett an mir vorbeigegangen ist. Hätte ich den gekannt, wäre ich bestimmt viel schneller noch tiefer in den Fall abgetaucht. Zwar war ich auch so recht schnell drin in der Geschichte, allerdings fand ich es schade, dass ich die Protagonisten dann doch erst etwas später im Buch so richtig zu fassen bekommen habe. Ich frage mich wirklich, wie es sein kann, dass Band 1 – zumindest bei mir – komplett unter dem Radar geblieben ist. Absolut unverständlich. FOUR HEADS MISSING ist jedenfalls ein richtig gut umgesetzter historischer Thriller. Ich gehe beinahe fest davon aus, dass mich der Vorgängerband auch begeistert hätte. Da habe ich wohl echt was verpasst, was ich irgendwann gerne nachholen würde. Für FOUR HEADS MISSING spreche ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung aus. Mein Tipp: Lest vorher direkt auch noch KILLING RED JACK.
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London 1889: Jack the Ripper ist noch in aller Munde, als ein zweiter Serienmörder auf der Bildfläche erscheint. Seine weiblichen Opfer werden kopflos aus der Themse gefischt…
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Na, wenn das kein Buch für mich ist, weiß ich auch nicht mehr. Also her damit! Richtig erstaunt war ich, als ich gesehen habe, dass es zu FOUR HEADS MISSING tatsächlich einen Vorgängerband gibt. KILLING RED JACK heißt der erste Fall für Irene Adams und William Berger, in dem es tatsächlich um Jack the Ripper himself geht. Eigentlich genau meins, wenn ich das Buch auf dem Schirm gehabt hätte. Aber ich habe vorher nie davon gehört und es nie gesehen. Unverständlich und sehr schade, aber da kann man nix machen.
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Ich bin also mit FOUR HEADS MISSING ohne Kenntnis von Band 1 in die Geschichte eingetaucht. Vorwissen daraus braucht man zwar nicht zwingend, man hat dann aber den Vorteil, die Protagonisten bereits zu kennen und mit ihnen vertraut zu sein. Das ist mir leider abgegangen. Stattdessen habe ich mich gleich zu Beginn mit einem zwei Seiten langen Personenregister konfrontiert gesehen. Uff! Da hat mein Kopf schon ein bisschen geraucht, bevor ich überhaupt in die Geschichte eingestiegen bin. Ich musste mich schon erst mal ein bisschen orientieren und zwischen Personen, Namen, Funktionen und Schauplätzen zurechtfinden. Das ging aber dann recht schnell von Statten. Thorsten Schleif hat es mir leicht gemacht, zügig in der Geschichte anzukommen. Das ist vor allem über das Setting gelungen, dass der Autor unglaublich atmosphärisch beschreibt und bildhaft umsetzt. Die Themse im Nebel, Kutschen die über das Kopfsteinpflaster rumpeln, zwielichtige Gestalten und dunkle Gassen... Ich war beim Lesen gefühlt selbst vor Ort unterwegs und mitten im Geschehen dabei.
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Die Handlung harmoniert perfekt mit dem Setting und entwickelt sich düster, stark und spannend. Sie wird noch stärker, als die beiden zunächst unabhängig voneinander vorkommenden Protagonisten aufeinandertreffen. Irene Adams und William Berger haben eine besondere Verbindung zueinander. Das hat dem weiteren Handlungsverlauf nochmal eine gewisse Note gegeben, die mir gut gefallen hat. Als sie gemeinsam ermitteln und in gefährliche Situationen geraten, war ich dann komplett drin in der Story. Das der Thriller auf realen Geschehnissen, originalen Presseartikeln, Zeugenaussagen und Obduktionsberichten beruht, verleiht dem Ganzen noch einen zusätzlichen Reiz. Der Thriller ist eine düstere Zeitreise ins viktorianische London und liefert eine mögliche Erklärung zu den Fällen des Torso-Killers.
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Schreibstil, Setting und Charaktere sind topp und machen FOUR HEADS MISSING von Thorsten Schleif für mich zu einer absolut tollen Entdeckung. Nur schade, dass der vorangegangene Band so komplett an mir vorbeigegangen ist. Hätte ich den gekannt, wäre ich bestimmt viel schneller noch tiefer in den Fall abgetaucht. Zwar war ich auch so recht schnell drin in der Geschichte, allerdings fand ich es schade, dass ich die Protagonisten dann doch erst etwas später im Buch so richtig zu fassen bekommen habe. Ich frage mich wirklich, wie es sein kann, dass Band 1 – zumindest bei mir – komplett unter dem Radar geblieben ist. Absolut unverständlich. FOUR HEADS MISSING ist jedenfalls ein richtig gut umgesetzter historischer Thriller. Ich gehe beinahe fest davon aus, dass mich der Vorgängerband auch begeistert hätte. Da habe ich wohl echt was verpasst, was ich irgendwann gerne nachholen würde. Für FOUR HEADS MISSING spreche ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung aus. Mein Tipp: Lest vorher direkt auch noch KILLING RED JACK.
Review of advance copy
1888/1889. Nach dem schrecklichen "Autumn of Terror" - die Morde Jack the Rippers - soll die Polizei verstärkt und verbessert werden. Deshalb wird zuerst ein neues Polizeihauptquartier gebaut. Noch bevor dieses fertig ist, finden sich in den Kellergewölben Überreste einer kopflosen weiblichen Leiche. Doch sie bleibt nicht das einzige Opfer, als eine kopflose Leiche aus der Themse gefischt wird. Ist Jack the Ripper wieder zurück? Wieder wendet sich Inspector Reid mit der Bitte um Hilfe an William Berger. Der ist erst vor kurzem von einem Leibwächterjob aus Paris zurückgekommen und hat jetzt Zeit, sich um diesen Fall zu kümmern. Und natürlich auch um Irene Adams ...
Der zweite Teil um Berger und Adams hätte eigentlich auf Irene ziemlich gut verzichten können, denn sie war eigentlich die meiste Zeit nur das hübsche Anhängsel, das zur Lösung des Falles nicht viel beitrug. Durfte sie im ersten Teil noch clever sein, musste sie das diesmal - auch bei ziemlich offensichtlichen Dingen - immer den Männern, sprich Berger überlassen. Allgemein entwickelte sich der Fall zu einer Berger-one-man-show, da die Polizei (ausgerechnet Reid!) scheinbar unfähig war, dieselben Schlüsse wie er zu ziehen. Ich gebe zu, je mehr ich über Berger lese, desto unsympathischer wird er mir. Ich habe schon im ersten Teil nicht verstanden, wie er seinen "besten Freund" erschießen konnte. Er hätte auch einfach daneben zielen können. Und jetzt vergleicht er ständig Irene mit seiner toten Ehefrau, die sich dadurch was? Geschmeichelt fühlen soll? Von daher hoffe ich sehr, dass das Ende nicht das ist, was es andeutet.
Was mich auch irritierte, war, dass Pike, der Bobby, eine Waffe mit sich rumschleppte. Robert Peel, der Innenminister in der Mitte des 19. Jahrhunderts, war für eine vertrauensvolle Basis zwischen Polizisten und Bevölkerung und deshalb besaßen die Polizisten im normalen Tagesgeschehen nur einen Schlagstock und eine Pfeife. Woher also die Knarre und vor allem warum? Und dann war mir die Charakterisierung der Täter aus Band 1 und Band 2 einfach zu ähnlich, es hätten tatsächlich ein- und dieselben Personen sein können. Und noch etwas fragte ich mich: Als Berger das erste Mal auf den Namen Barbier trifft, beschließt er, ihn am nächsten Tag aufzusuchen. Wieso konnte er dann Minuten später ausgerechnet Irene überraschen (und natürlich retten, der Held!), die noch in derselben Nacht den Mann aufsuchte? Das waren so einige der Sachen, die mich immer wieder im Lesefluss unterbrochen haben, obwohl ich grundsätzlich interessiert an der Reihe bin.
Der zweite Teil um Berger und Adams hätte eigentlich auf Irene ziemlich gut verzichten können, denn sie war eigentlich die meiste Zeit nur das hübsche Anhängsel, das zur Lösung des Falles nicht viel beitrug. Durfte sie im ersten Teil noch clever sein, musste sie das diesmal - auch bei ziemlich offensichtlichen Dingen - immer den Männern, sprich Berger überlassen. Allgemein entwickelte sich der Fall zu einer Berger-one-man-show, da die Polizei (ausgerechnet Reid!) scheinbar unfähig war, dieselben Schlüsse wie er zu ziehen. Ich gebe zu, je mehr ich über Berger lese, desto unsympathischer wird er mir. Ich habe schon im ersten Teil nicht verstanden, wie er seinen "besten Freund" erschießen konnte. Er hätte auch einfach daneben zielen können. Und jetzt vergleicht er ständig Irene mit seiner toten Ehefrau, die sich dadurch was? Geschmeichelt fühlen soll? Von daher hoffe ich sehr, dass das Ende nicht das ist, was es andeutet.
Was mich auch irritierte, war, dass Pike, der Bobby, eine Waffe mit sich rumschleppte. Robert Peel, der Innenminister in der Mitte des 19. Jahrhunderts, war für eine vertrauensvolle Basis zwischen Polizisten und Bevölkerung und deshalb besaßen die Polizisten im normalen Tagesgeschehen nur einen Schlagstock und eine Pfeife. Woher also die Knarre und vor allem warum? Und dann war mir die Charakterisierung der Täter aus Band 1 und Band 2 einfach zu ähnlich, es hätten tatsächlich ein- und dieselben Personen sein können. Und noch etwas fragte ich mich: Als Berger das erste Mal auf den Namen Barbier trifft, beschließt er, ihn am nächsten Tag aufzusuchen. Wieso konnte er dann Minuten später ausgerechnet Irene überraschen (und natürlich retten, der Held!), die noch in derselben Nacht den Mann aufsuchte? Das waren so einige der Sachen, die mich immer wieder im Lesefluss unterbrochen haben, obwohl ich grundsätzlich interessiert an der Reihe bin.
Review of advance copy received from Publisher
Die Thames Torso Murders aka Whitehall Mystery – ein True Crime Histo-Thriller vom Feinsten
**Inhaltsangabe Verlag:**
Richter und Krimiautor Thorsten Schleif erzählt einen historischen Fall als packenden und minutiös recherchierten Thriller.
London, 1888: Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Ein neues Hauptquartier wird errichtet, das mächtige Kellergewölbe steht bereits. Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Arbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket. Darin eingeschlagen: der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur. Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der wortkarge Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise. Schnell stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Doch kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Auch ihr fehlt der Kopf. Es beginnt die Jagd auf ein gesichtsloses Phantom.
**Meine Inhaltsangabe:**
Die Metropolitan Police in London baut ein neues, größeres Hauptquartier. Als eines Tages mitten auf der Baustelle der verpackte Torso einer Frau gefunden wird und kurz danach ebenso dort ein vergrabenes Bein ist klar: da will jemand die Polizei vorführen. Inspector Reid erinnert sich noch zu gut daran, dass William Berger im Fall Jack the Ripper unbezahlbare Arbeit geleistet hat und holt ihn daher erneut ins Boot. Gemeinsam mit Irene Adams geht Berger nun also den Spuren dieses neuen Falles nach. Treibt neben Jack the Ripper erneut ein Serienmörder in London sein Unwesen? Bald werden weitere Leichenteile gefunden und die Jagd auf den brutalen Mörder beginnt wieder einmal, sehr gefährlich zu werden. Doch Berger und Adams sind in ihrem Element und kommen sich nebenbei ein bisschen näher.
Erster Satz: »Ich passe genau auf.«
**Mein Eindruck:**
Nachdem ich kürzlich erst den Vorgänger KILLING RED JACK verschlungen habe, war ich total gespannt auf diesen 2. Band der Adams-Berger-Reihe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Erneut entführt mich Thorsten Schleif mit seinem bildhaften Schreibstil und der krassen Geschichte ins viktorianische London, in die schmutzigen Gassen und ans Ufer der stinkenden Themse. Der Fall ist brutal und blutig und geht unter die Haut. Umso mehr, da er (wie Jack the Ripper ja auch) auf einer wahren Begebenheit beruht, nämlich der Thames Torso Murders, auch Whitehall Mystery genannt. Neben all der Spannung, den düsteren Szenen und atmosphärischen Beschreibungen kommt aber dank William Berger und Irene Adams auch der Humor und die Leichtigkeit nicht zu kurz. Die beiden sind einfach klasse und geben ein tolles Team ab: Irene, die Edelprostituierte mit ihrer unangepassten, forschen Art und William, der ruhige, besonnene Leibwächter. Beide habe ich fest in mein Herz geschlossen, sie sind absolute Sympathieträger und ich mag sie sehr. Ich würde mir mit den beiden noch viel mehr Bände wünschen. Aber wahrscheinlich geben das die historischen Kriminalfälle aus England in den 1880er Jahren nicht so her, schätze ich mal. Aber wer weiß? Auf jeden Fall ist das wieder ein absolut gelungener Histo-True-Crime-Thriller, bei dem für mich alles passt. 5/5 Sterne und eine Empfehlung an alle, die True Crime mögen, die mit einer Prise Fiktion zu einer fesselnden Story gewoben wurden.
**Inhaltsangabe Verlag:**
Richter und Krimiautor Thorsten Schleif erzählt einen historischen Fall als packenden und minutiös recherchierten Thriller.
London, 1888: Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Ein neues Hauptquartier wird errichtet, das mächtige Kellergewölbe steht bereits. Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Arbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket. Darin eingeschlagen: der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur. Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der wortkarge Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise. Schnell stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Doch kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Auch ihr fehlt der Kopf. Es beginnt die Jagd auf ein gesichtsloses Phantom.
**Meine Inhaltsangabe:**
Die Metropolitan Police in London baut ein neues, größeres Hauptquartier. Als eines Tages mitten auf der Baustelle der verpackte Torso einer Frau gefunden wird und kurz danach ebenso dort ein vergrabenes Bein ist klar: da will jemand die Polizei vorführen. Inspector Reid erinnert sich noch zu gut daran, dass William Berger im Fall Jack the Ripper unbezahlbare Arbeit geleistet hat und holt ihn daher erneut ins Boot. Gemeinsam mit Irene Adams geht Berger nun also den Spuren dieses neuen Falles nach. Treibt neben Jack the Ripper erneut ein Serienmörder in London sein Unwesen? Bald werden weitere Leichenteile gefunden und die Jagd auf den brutalen Mörder beginnt wieder einmal, sehr gefährlich zu werden. Doch Berger und Adams sind in ihrem Element und kommen sich nebenbei ein bisschen näher.
Erster Satz: »Ich passe genau auf.«
**Mein Eindruck:**
Nachdem ich kürzlich erst den Vorgänger KILLING RED JACK verschlungen habe, war ich total gespannt auf diesen 2. Band der Adams-Berger-Reihe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Erneut entführt mich Thorsten Schleif mit seinem bildhaften Schreibstil und der krassen Geschichte ins viktorianische London, in die schmutzigen Gassen und ans Ufer der stinkenden Themse. Der Fall ist brutal und blutig und geht unter die Haut. Umso mehr, da er (wie Jack the Ripper ja auch) auf einer wahren Begebenheit beruht, nämlich der Thames Torso Murders, auch Whitehall Mystery genannt. Neben all der Spannung, den düsteren Szenen und atmosphärischen Beschreibungen kommt aber dank William Berger und Irene Adams auch der Humor und die Leichtigkeit nicht zu kurz. Die beiden sind einfach klasse und geben ein tolles Team ab: Irene, die Edelprostituierte mit ihrer unangepassten, forschen Art und William, der ruhige, besonnene Leibwächter. Beide habe ich fest in mein Herz geschlossen, sie sind absolute Sympathieträger und ich mag sie sehr. Ich würde mir mit den beiden noch viel mehr Bände wünschen. Aber wahrscheinlich geben das die historischen Kriminalfälle aus England in den 1880er Jahren nicht so her, schätze ich mal. Aber wer weiß? Auf jeden Fall ist das wieder ein absolut gelungener Histo-True-Crime-Thriller, bei dem für mich alles passt. 5/5 Sterne und eine Empfehlung an alle, die True Crime mögen, die mit einer Prise Fiktion zu einer fesselnden Story gewoben wurden.
Review of advance copy
🩸📖 Rezension | Four Heads Missing – Thorsten Schleif 📖🩸
London, 1889. Die Stadt steht im Zeichen der grausamen Morde von Jack the Ripper. Doch während alle Augen auf ihn gerichtet sind, wird eine Frauenleiche aus der Themse geborgen – und ihr fehlt der Kopf. Schnell wird klar: Es gibt noch einen weiteren Serienmörder, der in London sein Unwesen treibt. 🩸🌫️
Mit Four Heads Missing nimmt Thorsten Schleif seine Leser mit in ein düsteres London des Jahres 1889 und greift dabei auf wahre historische Ereignisse und einen tatsächlich existierenden Serienmörder zurück. Genau dieser Hintergrund macht die Geschichte für mich besonders interessant und gleichzeitig beklemmend.
Anfangs ist es mir allerdings etwas schwergefallen, in die Geschichte hineinzufinden. Ich brauchte ein wenig, um mich auf das Setting und die Erzählweise einzulassen. Nachdem ich erst einmal angekommen war, konnte mich die Geschichte aber zunehmend fesseln.
Besonders gut gefallen hat mir die mysteriöse und rätselhafte Atmosphäre. Die Handlung ist düster, stellenweise beklemmend und vermittelt ein sehr realistisches Bild der damaligen Zeit. Immer wieder wollte ich wissen, wie die einzelnen Ereignisse zusammenhängen und was hinter den grausamen Morden steckt. 🔎
Der Schreibstil ist eher anspruchsvoll, was für mich aber gut zur Geschichte und zum historischen Setting gepasst hat. Man merkt, dass hier nicht einfach nur ein spannender Thriller erzählt werden soll, sondern dass viel Wert auf den historischen Hintergrund gelegt wurde.
Gerade die Tatsache, dass die Geschichte auf realen Ereignissen beruht, hat bei mir für eine ganz besondere Stimmung gesorgt. Zu wissen, dass der zweite Serienmörder nicht frei erfunden wurde, sondern tatsächlich existierte, lässt die Geschehnisse noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen. 🌑
Insgesamt hat mich Four Heads Missing gut unterhalten und mir eine spannende Reise ins London des Jahres 1889 beschert. Ein düsterer, mysteriöser und größtenteils fesselnder Thriller, der besonders durch seine historische Grundlage und die Geschichte an sich überzeugt.
Wer gerne Thriller mit historischem Hintergrund, realen Ereignissen und einer düsteren Atmosphäre liest, sollte sich das Buch einmal genauer anschauen. 🖤
⭐️⭐️⭐️⭐️/5
London, 1889. Die Stadt steht im Zeichen der grausamen Morde von Jack the Ripper. Doch während alle Augen auf ihn gerichtet sind, wird eine Frauenleiche aus der Themse geborgen – und ihr fehlt der Kopf. Schnell wird klar: Es gibt noch einen weiteren Serienmörder, der in London sein Unwesen treibt. 🩸🌫️
Mit Four Heads Missing nimmt Thorsten Schleif seine Leser mit in ein düsteres London des Jahres 1889 und greift dabei auf wahre historische Ereignisse und einen tatsächlich existierenden Serienmörder zurück. Genau dieser Hintergrund macht die Geschichte für mich besonders interessant und gleichzeitig beklemmend.
Anfangs ist es mir allerdings etwas schwergefallen, in die Geschichte hineinzufinden. Ich brauchte ein wenig, um mich auf das Setting und die Erzählweise einzulassen. Nachdem ich erst einmal angekommen war, konnte mich die Geschichte aber zunehmend fesseln.
Besonders gut gefallen hat mir die mysteriöse und rätselhafte Atmosphäre. Die Handlung ist düster, stellenweise beklemmend und vermittelt ein sehr realistisches Bild der damaligen Zeit. Immer wieder wollte ich wissen, wie die einzelnen Ereignisse zusammenhängen und was hinter den grausamen Morden steckt. 🔎
Der Schreibstil ist eher anspruchsvoll, was für mich aber gut zur Geschichte und zum historischen Setting gepasst hat. Man merkt, dass hier nicht einfach nur ein spannender Thriller erzählt werden soll, sondern dass viel Wert auf den historischen Hintergrund gelegt wurde.
Gerade die Tatsache, dass die Geschichte auf realen Ereignissen beruht, hat bei mir für eine ganz besondere Stimmung gesorgt. Zu wissen, dass der zweite Serienmörder nicht frei erfunden wurde, sondern tatsächlich existierte, lässt die Geschehnisse noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen. 🌑
Insgesamt hat mich Four Heads Missing gut unterhalten und mir eine spannende Reise ins London des Jahres 1889 beschert. Ein düsterer, mysteriöser und größtenteils fesselnder Thriller, der besonders durch seine historische Grundlage und die Geschichte an sich überzeugt.
Wer gerne Thriller mit historischem Hintergrund, realen Ereignissen und einer düsteren Atmosphäre liest, sollte sich das Buch einmal genauer anschauen. 🖤
⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Read
September 20, 2026mehr True Crime: noch ein Serienkiller in Whitechapel?
London im Jahr Oktober 1888: Auf der Baustelle des neuen Scottland Yard Hauptgebäudes wird im Keller ein verschnürtes Paket gefunden. Es enthält den Torso einer Frau. Im Juni 1889 ziehen drei Jungen ein verschnürtes Paket aus der Themse. Auch hier ein Körper ohne Kopf. Ist dies das Werk von Jack the Ripper oder ist ein neuer Mörder unterwegs.
In diesem Buch begegnen dem Leser echte historischer True-Crime-Fälle aus der Zeit um die legendären Jack the Ripper-Morde. Alle dies wird kunstvoll ergänzt mit einer fiktiven Rahmenhandlung rund um die „Hobby“-Ermittler, die der legendäre Inspector Edmund Reid (den es wirklich gab) zu Rate zieht. Die Ermittler: Irene Adams, Begleitdame, und William Berger den derzeitigen Leibwächter von Sir Patrick, ehemals preußischer Soldat und Landgendarm. Ein sympathisches, wenn auch etwas unkonventionelles Ermittlergespann, das auch privat spannend ist. Über weite Strecken ist hier allerdings Will Berger der treibende Ermittler. Erstaunlich ist allerdings, wie weit die wirkliche Polizei hier in den Hintergrund gerät.
Gut gelungen und doch sehr praktisch sind die Hilfen, die dem Leser vom Autor mitgegeben wurden: eine Karte im Bucheinband und ein Personenverzeichnis. Angenehm ist auch die Kapitelgestaltung – Tag, Ort und Uhrzeit sind klar ersichtlich, die Orientierung ist damit vereinfacht.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und fängt gut die Atmosphäre der damaligen Zeit ein. Die Kapitel sind relativ kurz und es gibt auch Perspektivenwechsel zur Tätersicht. All diese Dinge erhöhen den Lesefluss und die Spannung. Generell fokussiert sich die Erzählung auf klassische polizeiliche Ermittlungen – Befragungen und Spuren zu verfolgen. Psychologische Profile waren in der damaligen Zeit schlichtweg noch nicht so modern.
Aus meiner Sicht lässt sich der Roman auch gut ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesen, jedoch versteht man damit vielleicht die Ermittler besser. Und wer möchte den nicht auch etwas über den legendären Red Jack erfahren?
Alles in allem für mich eine gelungene Aufarbeitung von Kriminalfällen, die sich in der Zeit von Jack-the-Ripper ereignet haben.
London im Jahr Oktober 1888: Auf der Baustelle des neuen Scottland Yard Hauptgebäudes wird im Keller ein verschnürtes Paket gefunden. Es enthält den Torso einer Frau. Im Juni 1889 ziehen drei Jungen ein verschnürtes Paket aus der Themse. Auch hier ein Körper ohne Kopf. Ist dies das Werk von Jack the Ripper oder ist ein neuer Mörder unterwegs.
In diesem Buch begegnen dem Leser echte historischer True-Crime-Fälle aus der Zeit um die legendären Jack the Ripper-Morde. Alle dies wird kunstvoll ergänzt mit einer fiktiven Rahmenhandlung rund um die „Hobby“-Ermittler, die der legendäre Inspector Edmund Reid (den es wirklich gab) zu Rate zieht. Die Ermittler: Irene Adams, Begleitdame, und William Berger den derzeitigen Leibwächter von Sir Patrick, ehemals preußischer Soldat und Landgendarm. Ein sympathisches, wenn auch etwas unkonventionelles Ermittlergespann, das auch privat spannend ist. Über weite Strecken ist hier allerdings Will Berger der treibende Ermittler. Erstaunlich ist allerdings, wie weit die wirkliche Polizei hier in den Hintergrund gerät.
Gut gelungen und doch sehr praktisch sind die Hilfen, die dem Leser vom Autor mitgegeben wurden: eine Karte im Bucheinband und ein Personenverzeichnis. Angenehm ist auch die Kapitelgestaltung – Tag, Ort und Uhrzeit sind klar ersichtlich, die Orientierung ist damit vereinfacht.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und fängt gut die Atmosphäre der damaligen Zeit ein. Die Kapitel sind relativ kurz und es gibt auch Perspektivenwechsel zur Tätersicht. All diese Dinge erhöhen den Lesefluss und die Spannung. Generell fokussiert sich die Erzählung auf klassische polizeiliche Ermittlungen – Befragungen und Spuren zu verfolgen. Psychologische Profile waren in der damaligen Zeit schlichtweg noch nicht so modern.
Aus meiner Sicht lässt sich der Roman auch gut ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesen, jedoch versteht man damit vielleicht die Ermittler besser. Und wer möchte den nicht auch etwas über den legendären Red Jack erfahren?
Alles in allem für mich eine gelungene Aufarbeitung von Kriminalfällen, die sich in der Zeit von Jack-the-Ripper ereignet haben.
Review of advance copy
London, 1888
Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Ein neues Hauptquartier wird errichtet, das mächtige Kellergewölbe steht bereits.
Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Arbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket. Darin eingeschlagen: der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur.
Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der wortkarge Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise.
Schnell stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Doch kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Auch ihr fehlt der Kopf. Es beginnt die Jagd auf ein gesichtsloses Phantom.
Das Cover alleine ist schon richtig toll gemacht und verbreitet eine düstere Atmosphäre, die auch auch ganz wunderbar zur Handlung der Geschichte passt!
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen! Das Buch ist sehr angenehm zu lesen, spannend und mitreißend auf der einen Seite, aber auch leicht und verständlich auf der anderen, ein optimaler Mix aus beidem also.
Eigentlich ist dies der zweite Band einer Reihe, aber ich kannte die vorherige Geschichte nicht. das Buch lässt sich aber auch sehr gut ohne großes Vorwissen lesen und ich hatte wenig Probleme in die Geschichte reinzufinden.
Die beiden Ermittler Irene Adams und William Berger sind ein tolles Team! In ihrem Charakter sehr unterschiedlich, aber gemeinsam passt es dann wieder sehr gut. Ich hatte viel Spaß mit ihnen gemeinsam auf Mörderjagd zu gehen.
Der Fall an sich ist spannend und voller Rätsel. Diese zu knacken war gar nicht so einfach und man wurde immer wieder in die Irre geführt. Zu erwähnen ist ausserdem die tolle Atmosphäre in diesem Buch, dieses gruselig-düstere und auch die Zeit rund um 1988 wurde in meinen Augen super eingefangen.
Auf jeden Fall eine große Empfehlung wenn man sich für einen historischen Krimi/Thriller interessiert
Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Ein neues Hauptquartier wird errichtet, das mächtige Kellergewölbe steht bereits.
Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Arbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket. Darin eingeschlagen: der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur.
Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der wortkarge Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise.
Schnell stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Doch kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Auch ihr fehlt der Kopf. Es beginnt die Jagd auf ein gesichtsloses Phantom.
Das Cover alleine ist schon richtig toll gemacht und verbreitet eine düstere Atmosphäre, die auch auch ganz wunderbar zur Handlung der Geschichte passt!
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen! Das Buch ist sehr angenehm zu lesen, spannend und mitreißend auf der einen Seite, aber auch leicht und verständlich auf der anderen, ein optimaler Mix aus beidem also.
Eigentlich ist dies der zweite Band einer Reihe, aber ich kannte die vorherige Geschichte nicht. das Buch lässt sich aber auch sehr gut ohne großes Vorwissen lesen und ich hatte wenig Probleme in die Geschichte reinzufinden.
Die beiden Ermittler Irene Adams und William Berger sind ein tolles Team! In ihrem Charakter sehr unterschiedlich, aber gemeinsam passt es dann wieder sehr gut. Ich hatte viel Spaß mit ihnen gemeinsam auf Mörderjagd zu gehen.
Der Fall an sich ist spannend und voller Rätsel. Diese zu knacken war gar nicht so einfach und man wurde immer wieder in die Irre geführt. Zu erwähnen ist ausserdem die tolle Atmosphäre in diesem Buch, dieses gruselig-düstere und auch die Zeit rund um 1988 wurde in meinen Augen super eingefangen.
Auf jeden Fall eine große Empfehlung wenn man sich für einen historischen Krimi/Thriller interessiert
September 22, 2026
Historische Thriller üben immer eine ganz besondere Faszination auf mich aus, und so freute ich mich sehr darauf, „Four Heads Missing – Die Toten der Themse“ von Thorsten Schleif, erschienen im dtv Verlag, zu lesen.
Thorsten Schleif zieht mich mit einer düsteren und atmosphärischen Szene sofort in den Bann der Geschichte, die sich um eine tatsächliche Mordserie dreht. Durch die kurzen, knackigen Kapitel folge ich Will und Irene durch das dunkle, viktorianische London, das ich dank des bildgewaltigen Schreibstils des Autors vor meinem geistigen Auge sehen kann. Dabei arbeitet Thorsten Schleif die Charaktere tief und umfassend aus, sodass ich Wills und Irenes Gedankengänge und Handeln nachvollziehen kann und hoffe, die beiden überstehen die Ermittlungen schadlos. In regelmäßigen Abständen streut der Autor Kapitel aus der Sicht des Täters ein, die meine Neugierde immer weiter anfachten und mir dessen Gedankenwelt nahebringen.
Der Spannungsbogen ist komplex und gut ausgearbeitet, auch wenn ich am Anfang ein paar Seiten brauchte, um in die Story hineinzufinden, da ich „Killing Red Jack“ nicht gelesen habe und mich erst mit den Personen vertraut machen musste. Allerdings flog ich dann nur so durch die Seiten und weiß jetzt eines ganz sicher: „Killing Red Jack – Was geschah mit Jack the Ripper“ wird schnell bei mir einziehen, denn dieser Autor kann schreiben. Bildgewaltig zieht er mich ins viktorianische London; ich kann förmlich die Droschken über das Kopfsteinpflaster rattern hören und habe die Gerüche der alten Gerberei in der Nase. Das Storytelling ist dabei immer schnell und weist keine Längen auf. Mit 311 Seiten hat dieser Thriller die perfekte Länge, und so habe ich ihn innerhalb weniger Stunden ausgelesen.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen für diesen düsteren historischen Thriller, der mit tollen Charakteren, einer dunklen Atmosphäre sowie historisch korrekten Fakten punktet.
Thorsten Schleif zieht mich mit einer düsteren und atmosphärischen Szene sofort in den Bann der Geschichte, die sich um eine tatsächliche Mordserie dreht. Durch die kurzen, knackigen Kapitel folge ich Will und Irene durch das dunkle, viktorianische London, das ich dank des bildgewaltigen Schreibstils des Autors vor meinem geistigen Auge sehen kann. Dabei arbeitet Thorsten Schleif die Charaktere tief und umfassend aus, sodass ich Wills und Irenes Gedankengänge und Handeln nachvollziehen kann und hoffe, die beiden überstehen die Ermittlungen schadlos. In regelmäßigen Abständen streut der Autor Kapitel aus der Sicht des Täters ein, die meine Neugierde immer weiter anfachten und mir dessen Gedankenwelt nahebringen.
Der Spannungsbogen ist komplex und gut ausgearbeitet, auch wenn ich am Anfang ein paar Seiten brauchte, um in die Story hineinzufinden, da ich „Killing Red Jack“ nicht gelesen habe und mich erst mit den Personen vertraut machen musste. Allerdings flog ich dann nur so durch die Seiten und weiß jetzt eines ganz sicher: „Killing Red Jack – Was geschah mit Jack the Ripper“ wird schnell bei mir einziehen, denn dieser Autor kann schreiben. Bildgewaltig zieht er mich ins viktorianische London; ich kann förmlich die Droschken über das Kopfsteinpflaster rattern hören und habe die Gerüche der alten Gerberei in der Nase. Das Storytelling ist dabei immer schnell und weist keine Längen auf. Mit 311 Seiten hat dieser Thriller die perfekte Länge, und so habe ich ihn innerhalb weniger Stunden ausgelesen.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen für diesen düsteren historischen Thriller, der mit tollen Charakteren, einer dunklen Atmosphäre sowie historisch korrekten Fakten punktet.
Review of advance copy received from Publisher
Four heads missing von Thorsten Schleif / Rezension
„Einmal Bobby, immer Bobby.“
Heute geht es um Band 2 der True Crime Thriller Reihe rund um Verbrechen des Viktorianischen Zeitalters in London.
Die Geschehnisse setzen unmittelbar da an, wo wir den Schauplatz verlassen haben. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man Band 1 unbedingt vorher lesen.
Es gibt ein Personenverzeichnis (dieses spoilert, würde erst reingucken, wenn Ihr Fragen habt), einen kleinen, aber sehr wichtigen Rückblick und danach geht’s direkt los.
London, Ende 1888, rein ins Jahr 1889:
Scheinbar gibt es eine Pechsträhne, denn ein neuer Serienkiller ist unterwegs und HEADS UP (pun intended): es wird blutig, denn Körper, Gliedmaßen und Köpfe werden separat aufgefunden. Unser Dream Team Irene und Will ermitteln wieder…
Meine Lesemeinung:
Ich bin sehr selbstbewusst rein, bin aber wieder nur schwer in der Geschichte angekommen. Wie bei Band 1 auch schon. Zum Glück hat mich aber der Sog wieder erwischt und ich fand das Buch zum Glück gelungen und für meinen Geschmack auch toll recherchiert. Von dieser Mordserie, die ja ebenfalls auf wahren Ereignissen beruht, habe ich aber noch nie gehört, das heißt, man kann mir alles erzählen 😅😅, ich kann es nicht überprüfen.
Hauptgrund, warum ich diesen Band minimal schlechter bewerte, also wir sprechen wirklich über Nuancen, ist, dass ich die Auflösung als recht schnell empfunden habe. Auch wenn William Berger natürlich ein smarter super Hecht ist, bin ich nicht ganz sicher wie er das alles so schnell kombinieren konnte. Aber nun bin ich ja auch im Lesesessel und nicht in London des 19. Jahrhunderts. Eine Zeit, die gern romantisiert wird, die aber glaube ich in der Realität sehr sehr schwierig war.
Macht Euch gern ein eigenes Bild!
4/5⭐️⭐️⭐️⭐️
„Einmal Bobby, immer Bobby.“
Heute geht es um Band 2 der True Crime Thriller Reihe rund um Verbrechen des Viktorianischen Zeitalters in London.
Die Geschehnisse setzen unmittelbar da an, wo wir den Schauplatz verlassen haben. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man Band 1 unbedingt vorher lesen.
Es gibt ein Personenverzeichnis (dieses spoilert, würde erst reingucken, wenn Ihr Fragen habt), einen kleinen, aber sehr wichtigen Rückblick und danach geht’s direkt los.
London, Ende 1888, rein ins Jahr 1889:
Scheinbar gibt es eine Pechsträhne, denn ein neuer Serienkiller ist unterwegs und HEADS UP (pun intended): es wird blutig, denn Körper, Gliedmaßen und Köpfe werden separat aufgefunden. Unser Dream Team Irene und Will ermitteln wieder…
Meine Lesemeinung:
Ich bin sehr selbstbewusst rein, bin aber wieder nur schwer in der Geschichte angekommen. Wie bei Band 1 auch schon. Zum Glück hat mich aber der Sog wieder erwischt und ich fand das Buch zum Glück gelungen und für meinen Geschmack auch toll recherchiert. Von dieser Mordserie, die ja ebenfalls auf wahren Ereignissen beruht, habe ich aber noch nie gehört, das heißt, man kann mir alles erzählen 😅😅, ich kann es nicht überprüfen.
Hauptgrund, warum ich diesen Band minimal schlechter bewerte, also wir sprechen wirklich über Nuancen, ist, dass ich die Auflösung als recht schnell empfunden habe. Auch wenn William Berger natürlich ein smarter super Hecht ist, bin ich nicht ganz sicher wie er das alles so schnell kombinieren konnte. Aber nun bin ich ja auch im Lesesessel und nicht in London des 19. Jahrhunderts. Eine Zeit, die gern romantisiert wird, die aber glaube ich in der Realität sehr sehr schwierig war.
Macht Euch gern ein eigenes Bild!
4/5⭐️⭐️⭐️⭐️
Review of advance copy
Auch wenn ich True Crime Krimis üblicherweise nicht mag, habe ich doch nach der Leseprobe zu Thorsten Schleifs „Four Heads Missing“ gegriffen, da ich seit langer Zeit ein besonderes Faible für die englische Metropole und deren, auch kriminelle Historie, habe.
Ich wurde nicht enttäuscht, denn der Autor schafft es, diesen auf den ersten Blick doch sehr grausigen Fall mit der nötigen Distanz zu schildern, sowie durch den fiktionalen Anteil (d.h. die Beteiligung von William Berger und Irene Adams an den Ermittlungen) dem Ganzen dann doch etwas die Schwere zu nehmen.
Schleif gelingt es sehr gut, das historische Setting mit all seinen Schattenseiten anschaulich zu beschreiben, ganz gleich, ob das nun spezielle Orte in London z.B. das Embankment (Themse-Ufer) oder die Lebensumstände der Ärmsten sind. Er verzichtet auf übermäßiges psychologisieren, konzentriert sich auf die Ermittlungsarbeit und baut kontinuierlich Spannung durch die eingeschobenen Kapitel aus Tätersicht auf. Die Auflösung des Falls entwickelt sich logisch, bringt aber am Ende dann doch noch einen ganz besonderen Twist.
Hilfreich ist das Personenregister zu Beginn des Buches und was Stil und Sprache angeht, gibt es aus meiner Sicht auch nur einen Punkt, der mich mit zunehmendem Lesen gestört hat, nämlich die schon fast inflationäre Verwendung des Wortes „Leibwächter“ für William Berger. Das geht besser.
Alles in allem ein spannender Kriminalfall aus der viktorianischen Londoner Vergangenheit, den ich fast ohne Unterbrechung in einem Rutsch gelesen habe.
Ich wurde nicht enttäuscht, denn der Autor schafft es, diesen auf den ersten Blick doch sehr grausigen Fall mit der nötigen Distanz zu schildern, sowie durch den fiktionalen Anteil (d.h. die Beteiligung von William Berger und Irene Adams an den Ermittlungen) dem Ganzen dann doch etwas die Schwere zu nehmen.
Schleif gelingt es sehr gut, das historische Setting mit all seinen Schattenseiten anschaulich zu beschreiben, ganz gleich, ob das nun spezielle Orte in London z.B. das Embankment (Themse-Ufer) oder die Lebensumstände der Ärmsten sind. Er verzichtet auf übermäßiges psychologisieren, konzentriert sich auf die Ermittlungsarbeit und baut kontinuierlich Spannung durch die eingeschobenen Kapitel aus Tätersicht auf. Die Auflösung des Falls entwickelt sich logisch, bringt aber am Ende dann doch noch einen ganz besonderen Twist.
Hilfreich ist das Personenregister zu Beginn des Buches und was Stil und Sprache angeht, gibt es aus meiner Sicht auch nur einen Punkt, der mich mit zunehmendem Lesen gestört hat, nämlich die schon fast inflationäre Verwendung des Wortes „Leibwächter“ für William Berger. Das geht besser.
Alles in allem ein spannender Kriminalfall aus der viktorianischen Londoner Vergangenheit, den ich fast ohne Unterbrechung in einem Rutsch gelesen habe.
September 20, 2026
Thorsten Schleif ist Amtsrichter in NRW und schreibt normalerweise Krimis, die von seinem Wissen über das deutsche Justizsystem profitieren. Mit diesem Roman geht es jedoch ins viktorianische London – und damit in eine ganz andere Welt.
London, 1888/89: Während Jack the Ripper sein Unwesen treibt, wird ein kopfloser Frauenkörper gefunden. Gemeinsam mit einer weiteren Leiche aus der Themse beginnt die Suche nach einem Täter. Besonders spannend: Die sogenannten Thames-Torso-Morde sind tatsächlich historisch belegt. Zwischen 1887 und 1889 wurden die zerstückelten Leichen von vier Frauen in oder nahe der Themse gefunden.
Schleif verbindet diesen True-Crime-Hintergrund mit einer fiktiven Geschichte und lässt uns tief ins London jener Zeit eintauchen. Man spürt förmlich den Regen und riecht den Unrat der Stadt. Auch die Ermittlungsarbeit fühlt sich authentisch an: keine moderne Technik, sondern Beobachtung, Recherche und scharfer Verstand.
An Irene Adams und William Berger musste ich mich zunächst gewöhnen – vor allem, weil ich den ersten Band nicht kannte. Einen klassischen Inspektor sucht man hier nämlich vergeblich. Gerade die ungewöhnliche Kombination aus gut vernetzter Gesellschaftsdame und wortkargem Leibwächter hat mir nach kurzer Eingewöhnung aber richtig gut gefallen.
Düster, atmosphärisch und angenehm unblutig – für uns ein gelungener historischer Krimi mit einem faszinierenden realen Kern. Und Band 1 muss man übrigens nicht kennen, um diesen Fall genießen zu können.
London, 1888/89: Während Jack the Ripper sein Unwesen treibt, wird ein kopfloser Frauenkörper gefunden. Gemeinsam mit einer weiteren Leiche aus der Themse beginnt die Suche nach einem Täter. Besonders spannend: Die sogenannten Thames-Torso-Morde sind tatsächlich historisch belegt. Zwischen 1887 und 1889 wurden die zerstückelten Leichen von vier Frauen in oder nahe der Themse gefunden.
Schleif verbindet diesen True-Crime-Hintergrund mit einer fiktiven Geschichte und lässt uns tief ins London jener Zeit eintauchen. Man spürt förmlich den Regen und riecht den Unrat der Stadt. Auch die Ermittlungsarbeit fühlt sich authentisch an: keine moderne Technik, sondern Beobachtung, Recherche und scharfer Verstand.
An Irene Adams und William Berger musste ich mich zunächst gewöhnen – vor allem, weil ich den ersten Band nicht kannte. Einen klassischen Inspektor sucht man hier nämlich vergeblich. Gerade die ungewöhnliche Kombination aus gut vernetzter Gesellschaftsdame und wortkargem Leibwächter hat mir nach kurzer Eingewöhnung aber richtig gut gefallen.
Düster, atmosphärisch und angenehm unblutig – für uns ein gelungener historischer Krimi mit einem faszinierenden realen Kern. Und Band 1 muss man übrigens nicht kennen, um diesen Fall genießen zu können.
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September 18, 2026Der zweite Band führt uns zurück in das neblige und düstere London des Jahres 1888. Der Klappentext verspricht bereits eine packende Prämisse: Beim Bau des neuen Hauptquartiers der Metropolitan Police wird in den frisch fertiggestellten Kellergewölben ein grausames Paket entdeckt. Darin befindet sich der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau – doch von ihrem Kopf fehlt jede Spur.
Dieser extrem spannende Fall ruft zwei alte Bekannte auf den Plan, die Leser kennen dürften: die Gesellschaftsdame Irene Adams und den Leibwächter William Berger. Ich war sehr gespannt, wie beide nach dem Abschied aufeinander reagieren, was sich seither getan hat und wie das Wiedersehen aussehen wird. Doch leider wurde ich hier ein wenig enttäuscht, da die Dynamik und der Biss sehr stark abgenommen haben und die Beziehung der beiden deutlich kühler und distanzierter wirkte.
Als sehr starken Gegensatz waren die Einblicke in die Gedankenwelt des Täters. Hier ist es sehr gut gelungen, dessen Wahnsinn auszudrücken und nochmals zu vertiefen. Dadurch wurde ein sehr beklemmendes Gefühl erzeugt, was die Grausamkeit der Morde nochmals verstärkte.
Trotz dieser Schwäche mit den Hauptcharakteren war der Fall sehr fesselnd dargestellt, sodass man selbst gern miträtseln möchte, wie die Zusammenhänge aussehen, was genau geschehen ist und wer alles drinnen hängt.
Dieser extrem spannende Fall ruft zwei alte Bekannte auf den Plan, die Leser kennen dürften: die Gesellschaftsdame Irene Adams und den Leibwächter William Berger. Ich war sehr gespannt, wie beide nach dem Abschied aufeinander reagieren, was sich seither getan hat und wie das Wiedersehen aussehen wird. Doch leider wurde ich hier ein wenig enttäuscht, da die Dynamik und der Biss sehr stark abgenommen haben und die Beziehung der beiden deutlich kühler und distanzierter wirkte.
Als sehr starken Gegensatz waren die Einblicke in die Gedankenwelt des Täters. Hier ist es sehr gut gelungen, dessen Wahnsinn auszudrücken und nochmals zu vertiefen. Dadurch wurde ein sehr beklemmendes Gefühl erzeugt, was die Grausamkeit der Morde nochmals verstärkte.
Trotz dieser Schwäche mit den Hauptcharakteren war der Fall sehr fesselnd dargestellt, sodass man selbst gern miträtseln möchte, wie die Zusammenhänge aussehen, was genau geschehen ist und wer alles drinnen hängt.
Review of advance copy
Vielen Dank an Vorablesen, über die ich dieses Buch vorab lesen durfte.
Wenn ich das Buch in nur einem kurzen Satz beschreiben müsste, würde ich sagen: Es war ganz okay.
Die ersten ca. 150 Seiten waren für mich etwas mühsam. Das ständige Wechseln zwischen verschiedenen Schauplätzen und Personen sowie die vielen unterschiedlichen Namen, die immer wieder erwähnt wurden, waren teilweise ziemlich verwirrend. Außerdem fand ich diesen Teil etwas zäh, weil ich das Gefühl hatte, dass insgesamt nicht wirklich etwas passiert bzw. die Handlung kaum vorankommt.
Danach nahm die Geschichte jedoch langsam Fahrt auf und das Lesen hat mir deutlich mehr Spaß gemacht. Leider fehlte mir trotz der Tatsache, dass das Buch als Thriller beschrieben und vermarktet wird, größtenteils die Spannung, die ich normalerweise mit Thrillern über Mordfälle verbinde.
Die beiden Hauptfiguren, Irene und William, mochte ich zwar, gleichzeitig habe ich aber keine besondere Verbindung zu ihnen aufgebaut.
Insgesamt ist das Buch also keineswegs schlecht. Wenn man gerne Kriminalgeschichten mag, die in vergangenen Jahrhunderten spielen, könnte das Buch durchaus etwas für einen sein. Für mich persönlich konnte es jedoch meine Erwartungen an einen Thriller nicht ganz erfüllen.
Wenn ich das Buch in nur einem kurzen Satz beschreiben müsste, würde ich sagen: Es war ganz okay.
Die ersten ca. 150 Seiten waren für mich etwas mühsam. Das ständige Wechseln zwischen verschiedenen Schauplätzen und Personen sowie die vielen unterschiedlichen Namen, die immer wieder erwähnt wurden, waren teilweise ziemlich verwirrend. Außerdem fand ich diesen Teil etwas zäh, weil ich das Gefühl hatte, dass insgesamt nicht wirklich etwas passiert bzw. die Handlung kaum vorankommt.
Danach nahm die Geschichte jedoch langsam Fahrt auf und das Lesen hat mir deutlich mehr Spaß gemacht. Leider fehlte mir trotz der Tatsache, dass das Buch als Thriller beschrieben und vermarktet wird, größtenteils die Spannung, die ich normalerweise mit Thrillern über Mordfälle verbinde.
Die beiden Hauptfiguren, Irene und William, mochte ich zwar, gleichzeitig habe ich aber keine besondere Verbindung zu ihnen aufgebaut.
Insgesamt ist das Buch also keineswegs schlecht. Wenn man gerne Kriminalgeschichten mag, die in vergangenen Jahrhunderten spielen, könnte das Buch durchaus etwas für einen sein. Für mich persönlich konnte es jedoch meine Erwartungen an einen Thriller nicht ganz erfüllen.
Review of advance copy received from Sonstiges
Der Thriller der im viktorianischen London handelt, klang vielversprechend aber konnte mich doch leider nicht überzeugen.
Die Charaktere sind ziemlich stereotyp und weisen wenig Verhaltensweisen und Eigenschaften auf die es dem Leser einfach machen würden sich mit ihnen zu identifizieren. Was motiviert ihr Handeln? Oft schwer zu sagen. Vielleicht würde es helfen den vorangegangenen Band gelesen zu haben?! Möglich.
Die Handlung basiert auf wahren Gegebenheiten aber war mir zu viel auf zu wenig Seiten - es liest sich alles flott und atemlos aber damit taucht man auch nie wirklich ein sondern nimmt bei der Lektüre der kurzen Kapitel nur Geschehnisse zur Kenntnis.
Hatte das Gefühl mit modernen Menschen zu tun zu haben die ständig in Droschken quer durch London eilen, es entstand für mich kein authentisches Bild der Zeit.
Irene als mitermittelnde "love interest" von Will Berger wirkt konstruiert, Berger selbst als allzeit Bereiter Leibwächter "too good to be true".
Sprachlich wiederholen ich min. 2 Beschreibungen sehr kurz hintereinander im Text (der Keller groß wie ein Rugbyfeld, die Fangarme einer Gottesanbeterin - kannte man diese als Mensch 1839 in London überhaupt schon?!?).
Insgesamt also leider nichts für mich.
Die Charaktere sind ziemlich stereotyp und weisen wenig Verhaltensweisen und Eigenschaften auf die es dem Leser einfach machen würden sich mit ihnen zu identifizieren. Was motiviert ihr Handeln? Oft schwer zu sagen. Vielleicht würde es helfen den vorangegangenen Band gelesen zu haben?! Möglich.
Die Handlung basiert auf wahren Gegebenheiten aber war mir zu viel auf zu wenig Seiten - es liest sich alles flott und atemlos aber damit taucht man auch nie wirklich ein sondern nimmt bei der Lektüre der kurzen Kapitel nur Geschehnisse zur Kenntnis.
Hatte das Gefühl mit modernen Menschen zu tun zu haben die ständig in Droschken quer durch London eilen, es entstand für mich kein authentisches Bild der Zeit.
Irene als mitermittelnde "love interest" von Will Berger wirkt konstruiert, Berger selbst als allzeit Bereiter Leibwächter "too good to be true".
Sprachlich wiederholen ich min. 2 Beschreibungen sehr kurz hintereinander im Text (der Keller groß wie ein Rugbyfeld, die Fangarme einer Gottesanbeterin - kannte man diese als Mensch 1839 in London überhaupt schon?!?).
Insgesamt also leider nichts für mich.
Review of advance copy
Okay, also mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Ich liebe Geschichten, vor allem Thriller, die im viktorianischen England spielen, und deshalb hatte das Buch schon direkt meine Aufmerksamkeit. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.
Ich hatte den vorherigen Band nicht gelesen und wusste auch gar nicht, dass es einen gibt. An einigen Stellen habe ich deshalb gemerkt, dass es eine Vorgeschichte gibt, vor allem zwischen Will und Irene, den beiden Hauptpersonen, die versuchen, den geheimnisvollen und mysteriösen Mörder zu finden. Trotzdem konnte ich der Geschichte sehr gut folgen und bin schnell reingekommen.
Einige Abschnitte waren aus der Sicht des Mörders geschrieben, wie er sich seine Opfer aussucht. Ich muss zugeben, dass diese Stellen teilweise schon ziemlich krank waren, aber gleichzeitig auch richtig schaurig und spannend.
Auch das Setting im viktorianischen London ist wirklich gut gelungen. Der Fokus lag dabei nicht nur auf dem eigentlichen Fall, sondern auch auf dem Aufbau der Polizei mit den Constables, Captains usw. und den ganzen Dynamiken zwischen den verschiedenen Charakteren.
Insgesamt hat mir der Thriller wirklich richtig gut gefallen und ich denke, ich werde auf jeden Fall noch den vorherigen Band lesen, in dem es um Jack the Ripper geht.
Ich hatte den vorherigen Band nicht gelesen und wusste auch gar nicht, dass es einen gibt. An einigen Stellen habe ich deshalb gemerkt, dass es eine Vorgeschichte gibt, vor allem zwischen Will und Irene, den beiden Hauptpersonen, die versuchen, den geheimnisvollen und mysteriösen Mörder zu finden. Trotzdem konnte ich der Geschichte sehr gut folgen und bin schnell reingekommen.
Einige Abschnitte waren aus der Sicht des Mörders geschrieben, wie er sich seine Opfer aussucht. Ich muss zugeben, dass diese Stellen teilweise schon ziemlich krank waren, aber gleichzeitig auch richtig schaurig und spannend.
Auch das Setting im viktorianischen London ist wirklich gut gelungen. Der Fokus lag dabei nicht nur auf dem eigentlichen Fall, sondern auch auf dem Aufbau der Polizei mit den Constables, Captains usw. und den ganzen Dynamiken zwischen den verschiedenen Charakteren.
Insgesamt hat mir der Thriller wirklich richtig gut gefallen und ich denke, ich werde auf jeden Fall noch den vorherigen Band lesen, in dem es um Jack the Ripper geht.
Review of advance copy
Ich bin bei Four Heads Missing irgendwie etwas zwiegespalten. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, vor allem weil sie auf einer wahren Begebenheit basiert. Dadurch fand ich das Ganze noch einmal interessanter. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen – flüssig, leicht zu lesen und ohne dass ich mich durch die Seiten quälen musste.
Trotzdem hat mir beim Lesen so ein bisschen das gewisse Etwas gefehlt. Die Charaktere sind für mich leider ziemlich blass geblieben und dadurch konnte ich nicht wirklich eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Auch bei der Spannung hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Was ich besonders schade fand, war die Atmosphäre. Gerade das viktorianische London bietet für mich eigentlich so viel Potenzial für eine richtig düstere Stimmung – Nebel, enge Gassen, Dunkelheit und dieses leicht unheimliche Gefühl. Leider kam das bei mir nicht so richtig an, und gerade davon hatte ich viel mehr erwartet.
Insgesamt also definitiv kein schlechtes Buch. Die Geschichte fand ich interessant und der Schreibstil hat mir gefallen, aber so richtig gepackt hat es mich leider nicht. Bei den Charakteren, der Spannung und vor allem der Atmosphäre hätte ich mir einfach etwas mehr gewünscht.
Trotzdem hat mir beim Lesen so ein bisschen das gewisse Etwas gefehlt. Die Charaktere sind für mich leider ziemlich blass geblieben und dadurch konnte ich nicht wirklich eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Auch bei der Spannung hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Was ich besonders schade fand, war die Atmosphäre. Gerade das viktorianische London bietet für mich eigentlich so viel Potenzial für eine richtig düstere Stimmung – Nebel, enge Gassen, Dunkelheit und dieses leicht unheimliche Gefühl. Leider kam das bei mir nicht so richtig an, und gerade davon hatte ich viel mehr erwartet.
Insgesamt also definitiv kein schlechtes Buch. Die Geschichte fand ich interessant und der Schreibstil hat mir gefallen, aber so richtig gepackt hat es mich leider nicht. Bei den Charakteren, der Spannung und vor allem der Atmosphäre hätte ich mir einfach etwas mehr gewünscht.
September 22, 2026
Leibwächter William Berger und die Gesellschaftsdame Irene Adams ermitteln erneut in einem Fall.
Den ersten Teil der Reihe kannte ich noch nicht, habe ihn mir aber nach diesem Buch direkt zugelegt. Der Schreibstil lässt sich flüssig und angenehm lesen. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den vielen Personen. Trotzdem kam ich schnell in die Geschichte rein.
Die Kapitel sind in Tage unterteilt, wodurch man mitbekommt, wer, wo, was zu welche Zeit macht. Das hat mir sehr gut gefallen. Die verschiedenen Sichtweisen der Personen (hauptsächlich von William und Irene) sind gut miteinander verwoben und haben Spannung in die Geschichte gebracht. Oft gab es am Ende der Kapitel einen Cliffhanger, weshalb ich das Buch nicht leicht aus der Hand legen konnte. Auch aus der Sicht des Mörders wurde häufig berichtet.
Die beiden Hauptpersonen Irene und William sind anfangs etwas blass, werden aber im Verlauf des Buchs authentisch und sehr sympathisch. Auch die anderen Personen konnte ich mir gut vorstellen.
INSGESAMT hatte ich Spaß, während der Geschichte mitzurätseln und das viktorianische London zu entdecken. Man merkt, dass der Autor ausführlich zu dem damaligen Fall recherchiert hat. Ich bin gespannt auf weitere Bände dieses liebenswerten Ermittlerduos.
Den ersten Teil der Reihe kannte ich noch nicht, habe ihn mir aber nach diesem Buch direkt zugelegt. Der Schreibstil lässt sich flüssig und angenehm lesen. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den vielen Personen. Trotzdem kam ich schnell in die Geschichte rein.
Die Kapitel sind in Tage unterteilt, wodurch man mitbekommt, wer, wo, was zu welche Zeit macht. Das hat mir sehr gut gefallen. Die verschiedenen Sichtweisen der Personen (hauptsächlich von William und Irene) sind gut miteinander verwoben und haben Spannung in die Geschichte gebracht. Oft gab es am Ende der Kapitel einen Cliffhanger, weshalb ich das Buch nicht leicht aus der Hand legen konnte. Auch aus der Sicht des Mörders wurde häufig berichtet.
Die beiden Hauptpersonen Irene und William sind anfangs etwas blass, werden aber im Verlauf des Buchs authentisch und sehr sympathisch. Auch die anderen Personen konnte ich mir gut vorstellen.
INSGESAMT hatte ich Spaß, während der Geschichte mitzurätseln und das viktorianische London zu entdecken. Man merkt, dass der Autor ausführlich zu dem damaligen Fall recherchiert hat. Ich bin gespannt auf weitere Bände dieses liebenswerten Ermittlerduos.
September 28, 2026
An dem Buch „Four Heads Missing“ hat mich direkt interessiert, dass der Autor Thorsten Schleif Richter und Krimiautor ist und ich dadurch bereits bestimmte Erwartungen hatte. Dies ist bereits der zweite Band dieser Reihe und er widmet sich dem Themse-Mörder. Dafür hat der Autor sehr gut recherchiert und eine moderne Sichtweise auf den Kriminalfall geliefert.
Die Erzählweise ist sehr spannend und gerade die kopflosen Leichen liefern ein großes Gruselelement mit dazu. Insgesamt hat mir der Fall gut gefallen und auch die Auflösung fand ich gut inszeniert, dennoch konnte ich mit den Protagonisten Irene Adams und William Berger nicht so warm werden.
Ich empfand immer wieder eine große Distanz zu ihnen und auch wenn zwischen den Protagonisten eine Nähe entsteht konnte ich diese nicht nachempfinden. Ich weiß nicht warum dies so ist, vielleicht, weil ich den ersten Band nicht kenne, aber es wirkte so alles sehr glatt und wie eine Geschichte die man eben liest und nicht wirklich miterlebt.
Die Reihe finde ich allerdings sehr spannend und ich bin gespannt, welche Morde und Kriminelle der Geschichte der Autor noch aufarbeiten wird.
Die Erzählweise ist sehr spannend und gerade die kopflosen Leichen liefern ein großes Gruselelement mit dazu. Insgesamt hat mir der Fall gut gefallen und auch die Auflösung fand ich gut inszeniert, dennoch konnte ich mit den Protagonisten Irene Adams und William Berger nicht so warm werden.
Ich empfand immer wieder eine große Distanz zu ihnen und auch wenn zwischen den Protagonisten eine Nähe entsteht konnte ich diese nicht nachempfinden. Ich weiß nicht warum dies so ist, vielleicht, weil ich den ersten Band nicht kenne, aber es wirkte so alles sehr glatt und wie eine Geschichte die man eben liest und nicht wirklich miterlebt.
Die Reihe finde ich allerdings sehr spannend und ich bin gespannt, welche Morde und Kriminelle der Geschichte der Autor noch aufarbeiten wird.
Review of advance copy received from Author
Ein True Crime Thriller der besonderen Art.
Hier erfährt man viele Einzelheiten über einen echten Kriminalfall aus dem 19. Jahrhundert, verbunden mit einer schönen Geschichte um einen deutschen Leibwächter und eine Nobel-Prostituierte. Die Beiden arbeiten nun schon in ihrem zweiten Fall zusammen und ergänzen sich ganz wunderbar. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei klappt hervorragend. Manche Dinge laufen nicht so, wie sie sollten. Aber zu dieser Zeit gab es noch nicht die forensischen Möglichkeiten wie heute und daher konnte man sich etwas mehr bei der Aufklärung von Fällen "erlauben".
Der Schreibstil ist mitreissend, die Kapitel haben eine angenehme Länge und man weiß aufgrund der Kapitelüberschriften immer, zu welchem Zeitpunkt und wo die Geschehnisse stattfinden.
Ein gut durchdachter Thriller mit dem richtigen Maß an Spannung und Entspannung.
Hier erfährt man viele Einzelheiten über einen echten Kriminalfall aus dem 19. Jahrhundert, verbunden mit einer schönen Geschichte um einen deutschen Leibwächter und eine Nobel-Prostituierte. Die Beiden arbeiten nun schon in ihrem zweiten Fall zusammen und ergänzen sich ganz wunderbar. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei klappt hervorragend. Manche Dinge laufen nicht so, wie sie sollten. Aber zu dieser Zeit gab es noch nicht die forensischen Möglichkeiten wie heute und daher konnte man sich etwas mehr bei der Aufklärung von Fällen "erlauben".
Der Schreibstil ist mitreissend, die Kapitel haben eine angenehme Länge und man weiß aufgrund der Kapitelüberschriften immer, zu welchem Zeitpunkt und wo die Geschehnisse stattfinden.
Ein gut durchdachter Thriller mit dem richtigen Maß an Spannung und Entspannung.
Review of advance copy
Four Heads Missing - Thorsten Schleif
London, 1888: Beim Bau des neuen Polizeihauptquartiers wird der grausam zugerichtete Rumpf einer Frau gefunden – ihr Kopf fehlt. Als eine weitere kopflose Leiche aus der Themse geborgen wird, nehmen die Gesellschaftsdame Irene Adams und ihr wortkarger Leibwächter William Berger die Ermittlungen auf. Dabei stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens und geraten auf die Spur eines skrupellosen Mörders.
Am Anfang war die Geschichte für mich etwas unübersichtlich, da viele verschiedene Personen und zwei unterschiedliche Jahre auftauchen. Mit der Zeit wird es aber klarer und auch interessanter. Es gibt einige spannende Momente, insgesamt geht das Buch jedoch eher in Richtung Cosy Crime als Horror. Besonders die Atmosphäre und das historische Setting haben mir gut gefallen. Alles in allem eine schöne Geschichte, die mich gut unterhalten hat.
London, 1888: Beim Bau des neuen Polizeihauptquartiers wird der grausam zugerichtete Rumpf einer Frau gefunden – ihr Kopf fehlt. Als eine weitere kopflose Leiche aus der Themse geborgen wird, nehmen die Gesellschaftsdame Irene Adams und ihr wortkarger Leibwächter William Berger die Ermittlungen auf. Dabei stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens und geraten auf die Spur eines skrupellosen Mörders.
Am Anfang war die Geschichte für mich etwas unübersichtlich, da viele verschiedene Personen und zwei unterschiedliche Jahre auftauchen. Mit der Zeit wird es aber klarer und auch interessanter. Es gibt einige spannende Momente, insgesamt geht das Buch jedoch eher in Richtung Cosy Crime als Horror. Besonders die Atmosphäre und das historische Setting haben mir gut gefallen. Alles in allem eine schöne Geschichte, die mich gut unterhalten hat.
September 21, 2026
Anders als erwartet
Nach der Buchbeschreibung von Flur Heads Missing, laut derer man einen Thriller liest, der im viktorianischen London zu verorten ist, habe ich deutlich mehr erwartet.
Es werden kopflose Leichen entlang der Themse gefunden, deren Täter sich wohl nicht aufhalten lässt. Das Buch beginnt mit einer Auflistung der Charaktere und zu Beginn baut sich minimal Spannung auf, als im Tresor etwas gefunden wird. Danach war es für mich einfach nur noch zäh. Man hat zwar viele Wechsel und Sprünge, aber das sorgt eher dafür, dass man gar nicht richtig ins Geschehen kommt. Dazu ist alles eher dialogisch aufgebaut, sodass sich auch einfach keine richtige Spannung einstellen will. Man bleibt als LeserIn eher außen vor und beobachtet nur.
Für mich eine zwar wirklich tolle Idee, die bestimmt durchdacht ist, aber die Umsetzung überzeugt mich leider absolut nicht.
Nach der Buchbeschreibung von Flur Heads Missing, laut derer man einen Thriller liest, der im viktorianischen London zu verorten ist, habe ich deutlich mehr erwartet.
Es werden kopflose Leichen entlang der Themse gefunden, deren Täter sich wohl nicht aufhalten lässt. Das Buch beginnt mit einer Auflistung der Charaktere und zu Beginn baut sich minimal Spannung auf, als im Tresor etwas gefunden wird. Danach war es für mich einfach nur noch zäh. Man hat zwar viele Wechsel und Sprünge, aber das sorgt eher dafür, dass man gar nicht richtig ins Geschehen kommt. Dazu ist alles eher dialogisch aufgebaut, sodass sich auch einfach keine richtige Spannung einstellen will. Man bleibt als LeserIn eher außen vor und beobachtet nur.
Für mich eine zwar wirklich tolle Idee, die bestimmt durchdacht ist, aber die Umsetzung überzeugt mich leider absolut nicht.
Review of advance copy received from Verlag
Das Cover hat sehr gut zur Atmosphäre des Buches gepasst.
Der Start in die Geschichte war durch die verschiedenen Zeitsprünge, Charaktere und Orte recht schwer zu verstehen, trotz vorhandener Charakterübersicht. Mit der Zeit wird jedoch immer deutlicher, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen, wodurch die Geschichte zunehmend spannender wird. Besonders der historische Flair des alten Londons hat mir dabei gut gefallen und der bildhafte Schreibstil hat die damalige Zeit gut vermittelt. Auch die Tatsache, dass die Geschichte auf wahren Ereignissen und realen Mordfällen beruht, macht die Handlung noch schauriger. Dadurch ist meiner Meinung nach auch die Idee des Buches gelungen.
Demnach konnte mich trotz holprigen Start das Buch überzeugen. Es war eine recht kurze Geschichte, die durchweg spannend war und mich neugierig auf das Ende gemacht hat.
Mein einziger kleiner Kritikpunkt wären das die Charaktere in meiner Sicht doch recht flach gehalten wurden, demnach gebe ich 4 Sterne.
Der Start in die Geschichte war durch die verschiedenen Zeitsprünge, Charaktere und Orte recht schwer zu verstehen, trotz vorhandener Charakterübersicht. Mit der Zeit wird jedoch immer deutlicher, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen, wodurch die Geschichte zunehmend spannender wird. Besonders der historische Flair des alten Londons hat mir dabei gut gefallen und der bildhafte Schreibstil hat die damalige Zeit gut vermittelt. Auch die Tatsache, dass die Geschichte auf wahren Ereignissen und realen Mordfällen beruht, macht die Handlung noch schauriger. Dadurch ist meiner Meinung nach auch die Idee des Buches gelungen.
Demnach konnte mich trotz holprigen Start das Buch überzeugen. Es war eine recht kurze Geschichte, die durchweg spannend war und mich neugierig auf das Ende gemacht hat.
Mein einziger kleiner Kritikpunkt wären das die Charaktere in meiner Sicht doch recht flach gehalten wurden, demnach gebe ich 4 Sterne.
Review of advance copy
Londons dunkle Seiten
Zurück im London Ende des 19. Jahrhunderts. Irene Adams und William Berger, ein Duo, das nicht gegensätzlicher sein könnte, wird vom Autor erneut in einen düsteren Fall geschickt. Noch sind die Ereignisse um Jack the Ripper nicht ganz verarbeitet, da taucht schon ein weiterer Serienmörder auf. Im Kellergewölbe des neuen Polizeihauptquartiers wird eine Frauenleiche ohne Kopf entdeckt. Wenig später wird eine weitere Leiche aus der Themse gefischt, auch ohne Kopf.
Die Londoner Polizei steht vor einem Rätsel. William und Irene beginnen zu ermitteln, jeder auf seine eigene sehr effektive Art.
Thorsten Schleif verbindet auch hier wieder einen realen Kriminalfall mit fiktiver Handlung. Er schafft dabei eine Atmosphäre, die den Leser direkt in das düstere London versetzt. Ein London, das geprägt ist von sozialen Gegensätzen, düsteren Ecken und dubiosen Gestalten. Auf jeden Fall ein Ort, an dem man sich nicht unbedingt aufhalten möchte.
Der Schreibstil ist durch die kurzen Kapitel mitreißend, die Handlung bleibt spannend, was auch den Perspektivwechseln zu verdanken ist. Besonders die Sichtweise des Täters ist hier zu erwähnen.
Das Besondere an diesem Buch ist, wie schon bei Killing Red Jack, der eigentliche Fall wurde nie wirklich aufgeklärt. D.h. der Autor hatte bei seinen Schlussfolgerungen freie Hand und vermittelt so das Gefühl, ja so könnte es gewesen sein.
Wieder ein gelungener historischer Thriller, der Lust auf mehr macht.
Für alle, die Band 1 nicht gelesen haben, die Kenntnis ist nicht notwendig.
Zurück im London Ende des 19. Jahrhunderts. Irene Adams und William Berger, ein Duo, das nicht gegensätzlicher sein könnte, wird vom Autor erneut in einen düsteren Fall geschickt. Noch sind die Ereignisse um Jack the Ripper nicht ganz verarbeitet, da taucht schon ein weiterer Serienmörder auf. Im Kellergewölbe des neuen Polizeihauptquartiers wird eine Frauenleiche ohne Kopf entdeckt. Wenig später wird eine weitere Leiche aus der Themse gefischt, auch ohne Kopf.
Die Londoner Polizei steht vor einem Rätsel. William und Irene beginnen zu ermitteln, jeder auf seine eigene sehr effektive Art.
Thorsten Schleif verbindet auch hier wieder einen realen Kriminalfall mit fiktiver Handlung. Er schafft dabei eine Atmosphäre, die den Leser direkt in das düstere London versetzt. Ein London, das geprägt ist von sozialen Gegensätzen, düsteren Ecken und dubiosen Gestalten. Auf jeden Fall ein Ort, an dem man sich nicht unbedingt aufhalten möchte.
Der Schreibstil ist durch die kurzen Kapitel mitreißend, die Handlung bleibt spannend, was auch den Perspektivwechseln zu verdanken ist. Besonders die Sichtweise des Täters ist hier zu erwähnen.
Das Besondere an diesem Buch ist, wie schon bei Killing Red Jack, der eigentliche Fall wurde nie wirklich aufgeklärt. D.h. der Autor hatte bei seinen Schlussfolgerungen freie Hand und vermittelt so das Gefühl, ja so könnte es gewesen sein.
Wieder ein gelungener historischer Thriller, der Lust auf mehr macht.
Für alle, die Band 1 nicht gelesen haben, die Kenntnis ist nicht notwendig.
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