Die Ermittlerin Lena Schulte wird an die Ostseeküste beordert – ein deutscher Tourist liegt tot am Strand bei Swinemünde. Vermutet wird ein Badeunfall, doch im Mund des Toten steckt ein großer Bernstein. Kurz darauf wird die zehnjährige Luisa als vermisst gemeldet, die Tochter einer Freundin des Toten. Gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk befragt sie die Freunde und Angehörigen, die in einer Villa Urlaub machen. Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen. Als eine weitere Leiche auftaucht – wieder mit Bernstein im Rachen – beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren, machte aus Faulheit kein Abitur und bereute es sofort, als er sich stattdessen zum Maler und Lackierer ausbilden ließ. Mit Anfang 20 begann er zu schreiben, heiratete zwischendurch, ließ sich scheiden und wurde ein Meister in seinem Beruf. Außerdem hat er drei Kinder mit zwei verschiedenen Frauen. Kümmert er sich nicht gerade um seine Sippe, dann schreibt er.
Kriminaloberkommissarin Lena Schuldt vom BKA geht davon aus, nur kurz an die polnische Ostsee reisen zu müssen, um zu bestätigen, dass der deutsche Urlauber durch einen Badeunfall ums Leben gekommen ist und kein Verbrechen vorliegt. Als sie zusammen mit ihrem polnischen Kollegen Adam Krawczyk allerdings einen Bernstein im Hals des Toten entdeckt, kann sie sich das nicht mit einem Unfall erklären. Und als die Tochter einer Familie verschwindet, die mit dem Toten zusammen Urlaub machte, muss sie bleiben und nach einem Mörder und dem vermissten Kind suchen.
So fand ich’s:
Von der ersten Seite an merkt man, mit welchem Widerwillen Lena nach Misdroy fährt. Sie stammt aus der deutsch-polnischen Grenzregion und ist froh, dieser Gegend und ihrer nicht wirklich schönen Jugend entkommen zu sein. Die Vorurteile, die sie gegen die Polen hat, scheinen sich ständig zu bestätigen und mit dem polnischen Kommissar, mit dem sie zusammenarbeiten soll, wird sie überhaupt nicht warm. Denn auch Adam Krawczyk ist seinerseits nicht gut auf Deutsche zu sprechen. Dass beide zwar die Form wahren, ihr Widerwille aber ständig durchscheint, hat diesem Krimi den besonderen Pfiff verliehen. Lenas Eigensinn trifft auf Adams Sturheit und so sehr er von der starren Hierarchie der polnischen Polizei ausgebremst wird, so wenig Informationen und Unterstützung bekommt Lena von deutscher Seite. Und beide sind randvoll mit Vorurteilen, die sie nicht ganz ablegen können.
Ich konnte beide verstehen und auch nachvollziehen, wieso sie so sind, wie sie sind. Ganz zwangsläufig kracht es immer wieder zwischen den beiden. Da es aber nicht bei diesem einen Toten bleibt und die Gruppe deutscher Urlauber, aus deren Mitte der tote Schwimmer und das vermisste Kind stammen, alles andere als kooperativ ist, müssen sie an einem Strang ziehen. Dieses Hin und Her fand ich spannend und eine ziemlich neue Variante der nicht ganz so harmonischen Zusammenarbeit eines Teams, die mir sehr gut gefallen hat.
Der Kriminalfall ist undurchsichtig und genau wie Lena und Adam habe ich mehrmals meine Meinung geändert, was passiert sein könnte. Die Gruppe der deutschen Urlauber hat selbst ein paar Überraschungen parat und die Auflösung habe ich nicht kommen sehen, fand sie aber schlüssig und logisch.
Bisher habe ich “Bruch: Ein dunkler Ort” von Frank Goldammer gelesen und bin mit diesem Buch nicht ganz warm geworden. Nun bin ich froh, dem Autor mit dieser neuen Serie noch eine Chance gegeben zu haben, denn “Strandopfer” hat mich total überzeugt und mir große Lust gemacht darauf, Lena und Adam noch weiter zu begleiten. Ob sich die zögerliche Annäherung vertieft oder sie weiter mit zwischenmenschlichen Problemen zu kämpfen haben, wenn im deutsch-polnischen Grenzgebiet nochmal ein Mord passiert? Ich bin dabei, wenn es irgendwann gilt, das herauszufinden!
Mit "Strandopfer" hat Frank Goldammer einen gelungenen Krimireihenauftakt mit einem authentischen Ermittlerduo verfasst. Das Buchcover zeigt einen Hafenausschnitt und verrät schon, dass die Handlung am Meer spielen wird. Die BKA Ermittlerin Lena Schuldt wird an die polnische Ostseeküste abkommandiert und soll dort den Tod eines deutschen Touristen aufklären. Anfangs gehen sie und ihr polnischer Kollege Adam Krawczyk noch nicht von einem Mord aus aber nach und nach spitzt sich die Lage immer weiter zu, die Ereignisse werden dramatischer und die Handlung ändert sich Schlag auf Schlag. Dies ist durch die große Kompetenz des Autors sehr spannend erzählt, lässt mich nur so durch die Seiten fliegen und zieht mich vollkommen in seinen Bann. Die Geschichte geht immer noch ein Stück weiter und ich bin am Ende vollkommen platt. Parallel schafft Frank Goldammer es durch die Charaktere der beiden Ermittler einen weiteren Erzählstrang in seinem Krimi unterzubringen und auch Lena und Adam interessant zu machen, ebenso die deutsch-polnische Geschichte in Grenznähe. Ein Ermittlerduo von dem ich hoffentlich bald einen weiteren Band lesen kann den Potential haben sie auf jeden Fall! Für Krimifans ist dieses Buch absolut zu empfehlen.
Klappentext: Die Ermittlerin Lena Schuldt wird an die Ostseeküste beordert, ein deutscher Tourist liegt tot am Strand bei Swinemünde. Vermutet wird ein Badeunfall, doch im Mund des Toten steckt ein großer Bernstein. Kurz darauf wird die zehnjährige Luisa als vermisst gemeldet, die Tochter einer Freundin des Toten. Gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk befragt sie die Freunde und Angehörigen, die in einer Villa Urlaub machen. Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen. Als eine weitere Leiche auftaucht, wieder mit Bernstein im Rachen – beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
„Strandopfer“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe von Frank Goldammer. Mit diesem Band begibt sich der Autor an die Ostseeküste. Die Ermittlungen sind grenzübergreifend zwischen Deutschland und Polen.
An der polnischen Ostseeküste wird der deutsche Tourist Joachim Hundt tot aufgefunden. Alles sieht wie ein Badeunfall aus, nur, dem Toten steckt ein Bernstein im Hals. Der Tote hat zusammen mit seiner Frau und seinem Bruder mit Ehefrau und befreundeten Familien an der Ostsee Urlaub gemacht. Kurz darauf wird Luisa als vermisst gemeldet. Sie ist das Kind eines befreundeten Ehepaars und war angeblich zusammen mit dem Opfer Joachim Hundt an den Strand gefahren. Eine weitläufige Suchaktion beginnt. Da einer der Urlauber in Deutschland im Innenministerium arbeitet, wird Lena Schuldt vom BKA zu den Ermittlungen geschickt. Zusammen mit ihrem polnischen Kollegen Adam Krawczyk
Lena Schuldt ist Kriminaloberkommissarin beim BKA Berlin und kehrt für den Fall in ihre alte Heimat zurück, sie wuchs nahe der polnischen Grenze auf. Der Einsatz an der Ostsee zwingt sie, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen.
Adam Krawczyk, Kommissar bei der polnischen Polizei, versucht, sein jugendliches Aussehen zu kompensieren und tritt meist extrem ernst, distanziert und strikt an Regeln haltend auf. Er trägt schwer an einem persönlichen Verlust und muss lernen, der impulsiven deutschen Kollegin zu vertrauen.
Das sind die Ermittler, es sind beides keine Sympathieträger und ich musste mich erst an die Ermittler gewöhnen. Nach und nach erfährt man einiges aus dem Privatleben der Ermittler. Adam Krawczyk war einmal mit einer deutschen Frau verheiratet, die nach einigen Jahren zurück in ihre Heimat gegangen ist.
Lena Schuldt ist in der Nähe des Ermittlungsorts, auf deutscher Seite aufgewachsen. Die Mutter hat die Familie verlassen, der Vater war Alkoholiker. Später hat sie bei den Großeltern gelebt, die aber auch nicht besonders liebevoll waren. Lena bedient alle Klischees. Für sie sind die Polen Polacken und sie fragt sich immer wieder, ob ihr Auto auch noch auf dem Parkplatz steht, wenn sie zurückkommt. Außerdem kommt sie sich bei den Ermittlungen immer vor, als stünde sie in der 2. Reihe. Da sie kein Polnisch spricht, ist sie auf die Übersetzungen von Adam angewiesen. Aber auch hier kommt immer wieder Misstrauen auf.
Mir sind beide Ermittler nicht besonders sympathisch. Gleichzeitig denke ich aber, dass in ihnen Potenzial für mehrere Bände steckt, und ich bin gespannt, wie sich die beiden entwickeln.
Der Fall ist recht unübersichtlich. Das Mädchen ist nirgends zu finden. Im Fall des toten Joachim Hundt gibt es nur den Bernstein als Hinweis. Das Opfer hat selbst gerne Bernsteine gesammelt, in welchem Umfang, kommt erst im Laufe der Geschichte zutage. Die Ermittler sehen sich bei den Befragungen der Urlauber einem Netz voller Lügen gegenüber, was dazu führt, dass die deutschen Urlauber verdächtig werden.
Frank Goldammer fängt die Geschichte ruhig an. Man hat Zeit, die wichtigsten Protagonisten kennenzulernen. Bei den Deutschen, die zusammen Urlaub gemacht haben, bin ich am Anfang etwas durcheinandergekommen. Nach und nach wurde mir dann klar, wer zu wem gehörte.
Frank Goldammer lässt die Spannung dann allmählich ansteigen, bis es am Ende zu einem Showdown kommt.
Der Schreibstil von Frank Goldammer ist wie immer flüssig und gut verständlich.
Auch wenn mir die Ermittler nicht besonders sympathisch sind, ist „Strandopfer“ doch ein vielversprechender Auftakt der neuen Krimireihe.
Buchpost aus dem Hause Rowohlt erreichte mich am 02.05., und ich habe mich riesig gefreut! "Strandopfer" von Frank Goldammer, erschienen im Rowohlt Verlag, entspricht ganz meinem Beuteschema, und so begann ich sofort, den ersten Fall des deutsch-polnischen Ermittlerduos zu lesen.
Der Kriminalfall wurde vom Autor an der polnische Ostseeküste nahe der deutschen Grenze angesiedelt. Sofort zog mich Frank Goldammer in die Handlung rund um einen augenscheinlich ertrunkenen Urlauber und ein vermisstes Kind. Das Ermittlerduo Adam und Lena mussten bald feststellen, dass kein natürlicher Tod vorliegt, und beginnen mit der Suche nach dem Mädchen und dem Mörder.
Den beiden Ermittlern verpasste der Autor eine Hintergrundgeschichte, die neugierig auf sie machte. Leider bediente sich Frank Goldammer dabei jedoch vieler Klischees, wodurch Lena und auch Adam mir leider etwas unsympathisch wurden. Doch ich muss die Charaktere nicht lieben, um ihnen durch die Handlung zu folgen.
Der Spannungsbogen ist klug und gut durchdacht angelegt, auch wenn der Zusammenhang zu den Morden und der Tathergang sehr konstruiert wirkt. Ebenfalls hätte ich mir hier und da mehr Zug im Storytelling gewünscht. Die Landschaft und das von Vorurteilen geprägte Zusammentreffen der Ermittler arbeitete der Autor jedoch sehr gut und umfassend heraus.
Für meinen Geschmack hätte jedoch die Familie des Opfers und deren Freunde wesentlich tiefer dargestellt werden können. Hier kratzte der Autor meist nur an der Oberfläche, und so konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich eine Beziehung zu ihnen aufbauen.
Lesen ließ sich dieser solide Krimireihenauftakt flüssig und gut, auch wenn es immer wieder durch die breite Erzählweise des Autors zu Längen im Storyaufbau kam. Trotz dieser Kritikkpunkte bin ich gespannt auf weitere Fälle von Lena und Adam und freue mich darauf, an ihrer Seite einen neuen Kriminalfall zu entdecken. Ich kann euch den Reihenauftakt mit 3,5 Sterne weiterempfehlen, wenn ihr gerne ruhigere Krimis lest.
Ein Bernstein im Mund – der Auftakt zu einer unbarmherzigen Mordserie
Darum geht es: Kriminaloberkommissarin Lena Schuldt wird an die Ostseeküste geschickt, denn ein deutscher Urlauber wurde ermordet mit einem Bernstein im Mund aufgefunden. Mit gemischten Gefühlen fährt sie an die polnisch-deutsche Grenze, ist sie doch ganz in der Nähe aufgewachsen und wollte nie wieder hierher zurückkehren. Doch schon die ersten Gespräche, die sie zusammen mit ihrem polnischen Kollegen, Kommissar Adam Krawczyk führt, offenbaren ein weiteres Drama: Ein junges Mädchen aus der Freundesgruppe, mit der der Tote Urlaub machte, ist verschwunden. Fieberhaft wird nach ihr gesucht, die Ereignisse überschlagen sich, eine weitere Person wird ermordet und immer noch kann Schuldt das Dickicht aus Lügen und Hinweisen nicht durchdringen.
Mein Eindruck: Ein neues Ermittlungspaar betritt die Bühne mit einem temporeichen Fall. Sowohl Schuldt als auch Krawczyk bringen dazu ihre Vergangenheit und ihre Macken mit. So gestaltet sich die Zusammenarbeit nicht immer einfach, Schuldt muss mit ihren Vorurteilen kämpfen und Krawczyk ist an die polnischen Gesetze und die polizeilichen Gepflogenheiten gebunden. Beide sind authentisch und mit Tiefgang beschrieben, was sie nicht unbedingt sympathisch, aber glaubhaft macht. Dazu kommen verschwiegene Zeugen, die mehr verbergen als offenlegen und sich mehr und mehr verdächtig verhalten. Sie bewegen sich in ihrem eigenen Kosmos und schnell liegen die Nerven blank. Das bringt die Kommissare zu immer neuen Hypothesen, was wirklich geschehen ist. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so fesselnd waren die Wendungen, neuen Ansätze und Vermutungen. Die Dynamik zwischen den Ermittlern, aber auch innerhalb der Freundesgruppe boten reichlich Stoff fürs Miträtseln.
Fazit: Ein Krimi, der einem keine Zeit zum Atemholen bietet. Der Auftakt (so hoffe ich) zu einer neuen Reihe von deutsch-polnischen Kriminalfällen, die offen auch die Schwierigkeiten und Vorurteile thematisiert.
Am Strand von Swinemünde an der polnischen Ostseeküste wird am Strand ein deutscher Tourist tot aufgefunden. BKA Ermittlerin Lena Schulte wird entsendet um sich, gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk, der Sache anzunehmen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um keinen normalen Badeunfall handelt. Als dann noch das Mädchen vermisst wird, dass vermeintlich mit dem Toten unterwegs war, sind beide Ermittler alarmiert.
Bis zu „Strandopfer“ war mir Autor Frank Goldammer ehrlich gesagt gar nicht bekannt und auch auf dieses Buch bin ich nur durch das Cover und die Tatsache, dass es sich um einen Reihenauftakt handelt, aufmerksam geworden. Ich habe schlussendlich das, von Oliver Siebeck solide gelesene, Hörbuch gehört und konnte mich gleich in die ganze Atmosphäre, die Klischees und auch beide Seiten der Protagonisten hineinfühlen. Diese empfand ich auch nicht als übertrieben, sondern als absolut nachvollziehbar. Mal ganz davon abgesehen, dass diese „Ost-West-Konflikte“ sowohl dem Buch, als auch den Ermittlern, nochmal zusätzliche Tiefe und Dynamik verliehen haben. Mir haben sowohl der atmosphärische Schreibstil, als auch die Charaktere, mit ihren äußerst eindrücklich und toll beschriebenen Denkweisen, sehr gut gefallen. Der Spannungsaufbau erfolgte nach und nach, hielt sich dann aber bis zum Schluss durchweg aufrecht. Selbst die viel Raum einnehmenden Vernehmungen empfand ich an keiner Stelle als langatmig, da sie zweifellos zum Gesamtverständnis der Umstände, insbesondere auch den Problemen der polnischen Bevölkerung beigetragen haben.
Fazit: Mir hat der Auftakt zur Grenzfall-Ostsee-Reihe richtig gut gefallen! Das Buch hat mit seinen eigenwilligen Ermittlern absolut meinen Geschmack getroffen, mich mitfiebern und auch rätseln lassen. Autor Frank Goldammer werde ich mir auf jeden Fall merken und freue mich schon jetzt auf die nächsten Fälle von Lena und Adam!
Die BKA-Ermittlerin Lena Schulte wird an die deutsch-polnische Ostseeküste gerufen, nachdem ein Tourist tot am Strand von Świnoujście aufgefunden wurde. Zunächst deutet alles auf einen tragischen Badeunfall hin, doch ein Bernstein im Mund des Opfers macht den Fall verdächtig. Gleichzeitig verschwindet die zehnjährige Luisa, die mit dem Toten in Verbindung steht. Als dann noch eine weitere Leiche auftaucht, beginnt für Lena und ihren polnischen Kollegen Adam Krawczyk ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Klingt spannend? Ist es aber leider nicht wirklich.
Frank Goldammers „Strandopfer“ startet zunächst mit einer durchaus interessanten Ausgangslage, verliert jedoch schnell an Tempo, weil sich die Ermittlungen über weite Strecken im Kreis drehen und viele Szenen unnötig in die Länge gezogen wirken. Immer wieder werden dieselben Fragen an dieselben Personen gestellt, ohne dass die Geschichte spürbar vorankommt. Hinzu kommt ein Schreibstil, der auf mich teilweise recht holprig wirkte – manche Formulierungen und eigenwilligen Satzkonstruktionen bremsten meinen Lesefluss immer wieder aus.
Auch mit den Figuren wurde ich nicht warm: Sowohl Lena als auch Adam blieben für mich distanziert und wenig sympathisch, wodurch es schwerfiel, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Lena wirkte auf mich häufig anstrengend und unsympathisch, während Adam permanent bemüht scheint, sich beweisen zu müssen.
Die Auflösung war am Ende zwar noch einigermaßen solide, das Motiv blieb für mich jedoch nur bedingt nachvollziehbar.
Fehlende Spannung, sich im Kreis drehende Ermittlungen, schwache Figuren: Insgesamt hinterlässt der Roman bei mir den Eindruck eines zähen Reihenauftakts, der wenig Lust auf eine Fortsetzung macht.
Weißt du, Strandopfer von Frank Goldammer hat mich wirklich überrascht. Ich lese ja schon seit vielen Jahren Krimis, und trotzdem gibt’s immer wieder Bücher, die mich richtig reinziehen. Dieses hier gehört dazu. Die Ostsee‑Stimmung ist so schön rau und moody, richtig zum Reinkuscheln, wenn draußen der Wind ums Haus geht. Alles wirkt ein bisschen düster, ein bisschen mysterious, aber nie übertrieben – genau die Mischung, die ich mag.
Die Ermittlerin Lena Schulte fand ich sofort sympathisch. Eine junge Frau, die ihren Job macht, ohne großes Drama, very down‑to‑earth. Und der polnische Kommissar Adam Krawczyk passt wunderbar dazu – ruhig, bedacht, very calm energy. Die beiden zusammen haben mir richtig gut gefallen, so ein Duo, das man gern begleitet.
Die Geschichte selbst ist spannend, aber nicht stressig. Ein toter Tourist am Strand, ein Bernstein im Mund (da musste ich kurz schlucken), ein verschwundenes Mädchen und eine Urlauber‑Gruppe, bei der man sofort merkt: Da stimmt was nicht. Alles ein bisschen shady, aber so erzählt, dass man gut mitkommt. Ich hab mich richtig in die Atmosphäre fallen lassen. Meine Meinung
Ich gebe dem Buch fünf Sterne, weil es mich von Anfang bis Ende gut unterhalten hat. Die Ostsee‑Kulisse, die leicht unheimliche Stimmung, die Mischung aus deutscher und polnischer Ermittlungsarbeit – das war alles very much my cup of tea. Ein schöner, runder Auftakt, der Lust auf mehr macht.
Das Cover hat mich sofort angesprochen: ein düsterer Ort an der See. Dann die Beschreibung: deutsch-polnische Ermittlungsarbeit in (mindestens) zwei Tötungsdelikten sowie einer Entführung. Dies versprach mir gute Unterhaltung und Spannung. Leider muss ich sagen: ich bin sehr enttäuscht von diesem "Reihenauftakt", der für mich keiner sein wird. Die Story an sich geht erst mal spannend los. Allerdings kommt die deutsche Ermittlerin Lena sehr ätzend daher, im wahrsten Wortsinn. Sie hat Vorurteile gegenüber Polen, lamentiert ständig über ihre Kindheit und ihre Herkunft und ist auch ansonsten eine ziemliche Enttäuschung für mich als Leser. Ihr polnischer Kollege Adam kommt nicht empathischer daher, er will sich ständig beweisen und die Nase vorn haben. Man dreht sich bei den Ermittlungen ständig im Kreis und immer wieder kommen die gleichen Fragen an die gleichen Leute und es geht keinen Schritt voran. Die Höhe ist dann die Auflösung des Falles, bei dem der Autor dann einen Toten völlig vergessen zu haben scheint, denn zu dem Motiv wird gar nicht mehr erst was gesagt. Aber Motiv, nun ja, mehr an den Haaren herbeigezogen wie hier geht gar nicht.
Das Cover hat mich direkt angesprochen und passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch. Vom Autor Frank Goldammer habe ich bisher das ein oder andere Buch gelesen und ich mag seinen Schreibstil gern. Worum geht's: Nicht grundlos wird die Berliner Ermittlerin Lena Schulte nach Polen an die Ostseeküste geschickt, um den Tod eines deutschen Urlaubers aufzuklären, der scheints am Strand umgekommen ist. In seiner Kehle steckt ein Bernstein. Lena wird unterstützt von dem polnischen Kollegen Adam Krawczyk, der ein wenig ablehnend gegenüber Lena ist. Auch Lena fühlt sich nicht wirklich wohl, die polnische Polizei zu unterstützen, da die Strukturen bei den Ermittlungen dort ganz anders sind als in Deutschland. Kurz nachdem Lena und Adam die Ermittlungen aufgenommen haben, verschwindet ein Kind, das mit der Urlaubsgruppe um den Toten an der Ostsee im Urlaub ist. Spannend sind die Wendungen und immer neuen Verdächtigen, denn jeder hat so sein Geheimnis, was die Ermittlung nicht unbedingt einfacher macht. Mir hat der Krimi gut gefallen und hat sich angenehm lesen lassen. Gern gebe ich für "Strandopfer" 4 von 5 Sternen.
Zum Inhalt: Als ein deutscher Tourist tot am Strand bei Swinemünde wird Lena an die Ostsee beordert. Er hat einen Bernstein im Mund, was einen Badeunfall in Zweifel ziehen lässt. Als dann noch die Tochter einer Freundin des Toten verschwindet, ermitteln Lena und ihr polnischer Kollege Adam gemeinsam. Alle, die sie befragen, scheinen etwas zu verbergen. Dann gibt es wieder ein Leiche mit einem Bernstein im Mund. Meine Meinung: Die Story hat mir gut gefallen, gerade auch dieses Zusammenspiel von polnischen und deutschen Ermittlern hatte so seinen Reiz, denn durch die Sprachbarrieren kommt mitunter Misstrauen oder auch Unverständnis auf. Das wirkt sehr authentisch. Zwischendurch hat die Geschichte auch die ein oder andere Länge, die ich aber nicht als sonderlich störend empfunden habe, kann aber auch daran liegen, dass ich die Hörbuchversion hatte, denn durch das erzählt bekomme statt selbst lesen, finde ich Längen nicht so anstrengend. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Fazit: Interessantes Setting
Ein Mord an einem Beamten an der polnischen Grenze erfordert, dass die deutsche Polizei vor Ort ist. Gemeinsam mit dem polnischen Kollegen beginnt die Ermittlung. Und es soll nicht bei einem Toten bleiben.
Meine Meinung
In diesem Buch passiert so extrem viel, dass es zu viel ist. Es ist ein spannendes Buch von Beginn bis zum Schluss mit Überraschungen und Wendungen.
Ich habe das Hörbuch gehört und fand den Sprecher sehr gut. Er hat eine angenehme und ausdrucksstarke Stimme.
Es ist ein flüssiger und schneller Erzählstil und die Personen und Handlungen werden sehr gut erklärt und verständlich beschrieben.
Die Personen kommen authentisch rüber, jedoch nervte mich die deutsche Kommissarin extrem, was ich sehr schade finde.
Ich fühlte mich richtig erschlagen von dieser Geschichte und kann das Buch eigentlich nicht so richtig weiter empfehlen.
3 Sterne und kann man lesen, aber da gibt es viele bessere.
Das Cover von 'Strandopfer' hat mich gleich angesprochen. Ein neues Ermittlerduo im deutsch-polnischen Grenzgebiet klingt auch vielversprechend. Bei dem ersten Fall mit neuen Ermittlern werden einige private, geschichtliche und gesellschaftliche Hintergründe eingebaut ' aus meiner Sicht leider zu plakativ und wenig differenziert.
Dadurch verliert die interessant angelegte Handlung sehr viel Tempo und es zieht sich. Aks zum Ende auch noch die Logik verloren geht, verliert das Buch bei mir endgültig.
Der flüssigen Schreibstil hilft, das Buch nicht schneller wegzulegen. Hinzu kommt, dass ich mich mit keiner der Protagonisten so richtig anfreunden konnte. Am Ende bleiben sie doch flach und blass. Selbst die andauernde fehlende Sympathie zwischen den beiden Ermittlern wirkt aufgesetzt.
Insgesamt ein solider Krimi, aber nicht das Richtige für mich.
Das Cover passt. Das deutsch polnische Ermittlerduo ist kein eingespieltes Team. Beide mit negativer Vorgeschichte im persönlichen Umfeld bedienen viele Klischees. So gestaltet sich die Zusammenarbeit der Beiden als spröde und lauernd. Der Plot istinteressant. Ein toter deutscher Urlauber mit Verbindung zum Innenministerium wird am Strand von Misdroy/ Swinemünde gefunden. Dazu wird ein 10 jähriges Mädchen aus der Urlaubsgemeinschaft vermisst. Die Ermittlungen gehen schleppend voran, konzentrieren sich auf die befreundetetn Urlauber. In der Region gibt es viel Tourismus, beliebt bei deutschen Urlaubern. Deshalb gemeinsame deutsch- polnische Ermittlungen. Mir gefiel die Voreingenommenheit der deutschen Kommissarin gegenüber den Polen nicht. Sie ist in der Region aufgewachsen. Auch der polnische Kommissar hatte eine deutsche Frau und ist befangen. Ansonsten viel Lokalkolorit.
Ein Auftakt einer neuen Reihe, der mich leider nicht überzeugen konnte.
Der Schreibstil ist gut lesbar.
Das polnisch-deutsche Ermittlerduo Adam und Lena konnte mich nicht überzeugen und war mir äusserst unsymphatisch. Ich konnte auch keinerlei Verbindung zu den beiden aufbauen.
Der Fall an sich, ein Mordopfer und ein verschwundenes Kind, kling gut. Leider war auch das nicht nach meinem Geschmack.
Die Handlung zog sich für mich persönlich in die Länge und konnte mich zu keinem Zeitpunkt richtig fesseln.
Dies ist wie immer nur meine ganz persönliche Meinung.
Jeder sollte selbst entscheiden, ob dieser Krimi nach seinem Geschmack ist.,