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Antifa Gençlik. Eine Dokumentation

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Die "Antifaşist (Antifa) Gençlik" wurde 1988 in Berlin an der Schnittstelle migrantischer Vereinskultur, Jugendbanden des Kiez und autonomer antifaschistischer Politik gegründet. Bald bildeten sich Antifa-Gençlik-Gruppen in mehreren deutschen Städten und darüber hinaus. Mitte der 1990er Jahre lösten sich die Strukturen als Folge staatlicher Repression auf. Bis heute stellt die Antifa Gençlik einen einzigartigen Organisationsansatz im Kontext autonomer und antifaschistischer Politik in Deutschland dar.

Dieser Band dokumentiert die theoretischen Grundlagen und die Praxis der Organisation anhand von Artikeln, Diskussionspapieren und Interviews, die von 1988 bis 1994 erschienen. Zusätzlich beinhaltet er den bisher unveröffentlichten Erfahrungsbericht eines ehemaligen Mitglieds sowie Begleittexte zur historischen Verortung und gesellschaftlichen Bedeutung der Antifa Gençlik.

Das Buch will einen Beitrag zur Dokumentation linker Bewegungsgeschichte leisten und Debatten zu antifaschistischem Widerstand, migrantischer Selbstorganisation, linken Bündnissen und antirassistischer Politik anregen.

164 pages, Paperback

First published August 1, 2014

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Iz.
158 reviews
December 22, 2025
ich hab ja ne schwäche für Bewegungsgeschichte und das war once again wirklich spannend. hauptsächlich texte verfasst von den Aktivisti selbst sowie ne Einordnung. musste allerdings recht viel nebenher noch recherchieren für Kontext etc
Profile Image for Nina.
3 reviews
July 29, 2020
“Die Antifa Gençlik ist eine wichtige Episode der antifaschistischen Linken und eine wichtige Erfahrung für viele Migrant_innen.“
Profile Image for ✮.
17 reviews
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August 13, 2025
Das Buch ist sehr aufschlussreich für die politische Praxis. Es ist nicht nur eine wissenswerte Dokumentation, die Zeit wird ebenso kritisch evaluiert. Auch wenn, in der Antifaşist Gençlik, der jugendliche Geist übernommen hat, gibt es aus ihr und ihren Hintergründen viel zu lernen. Analysen zu Faschismus, Migration und Jugend sind immer noch aktuell; viele theoretische Schlüsse zur politischen Arbeit (vor allem in der Selbstkritik) ebenso.
Profile Image for ernst.
233 reviews11 followers
January 28, 2026
Die Gruppe war interessant und zeigt einige Grundprobleme linker Organisierung auf, die sich hier noch mit solchen der Organisierung rassifizierter Menschen verschränken. Liest man das erste Diskussionspapier der Gruppe, sticht sofort der ausgeprägte Dogmatismus ins Auge. Die, selbst verdinglichten, Prinzipien der Leninschen Parteikonzeption werden unverändert auf die Ebene der antifaschistischen Massenarbeit übertragen und wenngleich es rhetorische Verweise auf tiefere gesellschaftliche Wurzeln des Faschismus gibt, fällt die Gruppe immer wieder in einen instrumentellen Begriff zurück (Faschismus als bloßes Mittel der Bourgeoisie).

Dieser Dogmatismus der Gruppe hat dann auch dazu geführt, dass sie den historischen Moment der Annexion der DDR nicht verstehen konnte und ihn gleichsam hypostasierten als nun wirklich die Rückkehr des dritten Reiches. Auch das Problem der Arbeiter:innenaristokratie ist schlicht nicht präsent, so dass man sich immer wieder Hoffnungen macht, sich mit vergewerkschafteten biodeutschen Arbeiter:innen verbinden zu können. Dazu kommen dann noch persönliche Auseinandersetzungen, die man beispielsweise aus studentischen Organisationen kennt und die unter rassifiezierten Student:innen, die oft vom sozialen Aufstieg träumen, nicht weniger anzutreffen sind. Und nicht zu vergessen der ausgeprägte Rassismus der biodetuschen Linken, der auch heute nicht viel besser geworden ist.

Das Buch wartet mit zwei Vor- und einem Nachwort auf. Die sind aber leider oberflächlich. Das Nachwort ist auch ein recht verklausuliertes Liberalo-Gewäsch, das sich hinter Foucault’scher Terminologie versteckt, bzw dadruch besonders klug wähnt. Eine tiefer gehende historische Grundierung wäre hier sehr willkommen gewesen, zumal genau das der Gruppe selbst abging.
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