Eine Ewigkeit zwischen den Sternen, und trotzdem wähle ich dich ...
Spoiler Der nachfolgende Inhaltstext enthält Hinweise auf das Ende von »A Curse so Divine, Bd. 2« Der Fluch ist nicht ihre Schuld. Mit großer Erleichterung und dem Wissen, dass Wünsche zurückgenommen werden können, kehrt Ligeia nach Aethra zurück. Doch die Lage in der Stadt hat sich während ihrer Abwesenheit drastisch Die Bevölkerung hungert und Apsinthion ringt in Gefangenschaft um sein Leben. Ligeia setzt alles daran, ihn zu befreien und endlich herauszufinden, was sich wirklich vor über 700 Jahren zugetragen hat – und wie sie den König stoppen können. Während ihre Suche sie erneut durch das ganze Land führt, ist ihnen der König dicht auf den Fersen, um sich seine geraubten Kräfte zurückzuholen und nur eines kann ihn noch ein letzter Wunsch.
Das grandiose Finale der neuen Romantasy-Trilogie von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Emily Bähr vereint ein faszinierendes Academy-Setting mit einer verfluchten Welt, in der die Nacht niemals endet. Mit göttlich gestaltetem Farbschnitt in limitierter Auflage
Alle Bände der A Curse so Divine – Die Nacht, die uns verschlingt (Band 1) A Curse so Divine – Der Wunsch, der uns zerreißt (Band 2) A Curse so Divine – Der Fluch, der uns befreit (Band 3)
Enthaltene Fated (Soul-)Mates, Dark Academia, Enemies to Lovers, Fake Dating
1994 in einem kleinen Dorf der Südpfalz geboren fand Emily Bähr schon früh ihre Liebe zu Büchern und Geschichten aller Art. Der Wunsch, einmal nach England zu ziehen ließ viele ihrer Geschichten eben dort spielen, so nun auch ihre erste Veröffentlichung »Ewig und Du«. Mit diesem Werk verließ sie zum erstem Mal den gewohnten Bereich der Dystopien und wagte sich an eine romantische Komödie - mit Enten.
„Der Fluch, der uns vereint“ von Emily Bähr ist der Abschluss der „A Curse So Divine“-Trilogie. Romantasy in einer verfluchten Welt, die von den Göttern verlassen wurde.
Ein Fluch ist gebrochen – bleiben noch 2. Diese möchte Ligeia allerdings mit Thion brechen, dafür muss sie ihn nur zunächst aus Pelagios‘ Fängen befreien. Das erfolgt dramatisch, spannend und gleich zu Beginn – hier muss sich also niemand gespoilert fühlen. Die Flucht treibt die beiden dann in das verbleibende Land: Kyrines. Somit enthüllt Bähr hier den letzten Teil der Welt und schafft am Ende einen noch reicheren Weltenbau.
Mit dem Finale ist Thions Schmerzgrenze allerdings erreicht – der arme „Junge“ lebt hier echt am Limit. Das Tief geht so weit, dass sich die stets depressive Ligeia genötigt fühlt, die Optimistische der beiden zu sein. Verrückt. Der Umschwung war allerdings auch lange überfällig, denn ihre schwermütigen Kapitel haben mich auch dieses Mal wieder echt runtergezogen. Dabei gilt, wie gehabt, dass es für Emilys Schreibtalent spricht, einen so authentisch melancholischen Charakter zu schreiben.
Besonders gut gefallen hat mir, dass eine ganze Menge neuer und alter Nebencharaktere zusammenkommen und wirklich präsent sind. Der Fokus auf die Gemeinschaft und die vielfältigen Beziehungen abseits des Liebespaares sind eine echte Bereicherung. Zwar gelingt es Bähr durchweg, ein gutes Gleichgewicht zwischen Fantasy und Romance zu finden, dennoch waren Ligeia und Apsinthion im Verlauf der drei Bände die meiste Zeit unter sich.
Macht Euch darauf gefasst, dass nichts so läuft wie geplant – und das ist gut so. Jedes Mal, wenn man der Meinung ist, den weiteren Verlauf vorherzusagen, schlägt Emily eine neue Richtung ein. Keine gängigen Tropen, keine ausgeschöpften Klischees. Einfach eine ruhige romantische Fantasygeschichte.
Das Ende ist bittersüß. Perfekt – und doch emotional aufwühlend. Ich saß am Ende weinend da und wusste nicht recht, ob ich glücklich, traurig oder wütend sein soll. Definitiv ein einprägsames Erlebnis.
Wie jeder weiß, der mir folgt, bin ich so oder so ein großer Fan der Autorin. Unabhängig davon ist die gesamte Trilogie einfach ein rundum gelungenes Werk. 5 Sterne für den Abschlussband – und die gesamte Reihe.
Ich war diesmal sofort wieder in der Geschichte drin. Kein langsames Reinkommen, kein Zögern – der Klappentext hat die Zusammenführung von Ligeia und Apsinthion angeteasert und ich war innerlich schon so: „Gut, dann können wir ja endlich wieder miteinander reden.“ Spoiler: Ja… aber natürlich nicht ohne Umwege.
Emotional fährt dieses Buch wirklich alles auf, was man sich von einem Finalband erwarten kann – und noch ein bisschen mehr. Es gibt Momente, in denen man komplett angespannt ist, weil man einfach wissen will, wie die beiden ihrem Schicksal entkommen sollen. Dann wieder Szenen, die einen ratlos zurücklassen, weil man sich ernsthaft fragt, wie dieser Konflikt überhaupt lösbar sein soll. Und dann gibt es diese Passagen, in denen man merkt: Okay, das wird jetzt wehtun. Und es tut weh.
Die Dynamik zwischen Ligeia und Apsinthion ist dabei wieder eines der größten Highlights. Es fühlt sich einfach richtig an, die beiden wieder gemeinsam zu erleben. Und besonders Apsinthion hat sich hier seinen inoffiziellen Titel als geduldigster Charakter der Reihe endgültig verdient. Nach allem, was in Band 2 passiert ist, hätte er jedes Recht gehabt, ein Drama vom Feinsten abzuziehen – stattdessen gibt es Verständnis, Ruhe und Zuspruch. Wirklich… dieser Mann ist entweder ein Gott oder einfach emotional deutlich stabiler als der Rest der Welt.
Ligeia hingegen bleibt sich treu. Stur, entschlossen und immer noch mit einer gewissen Tendenz, Dinge lieber alleine zu regeln – was, wie wir inzwischen wissen, mal besser und mal… sagen wir interessant ausgeht. Trotzdem funktioniert sie als Protagonistin, weil ihre Entscheidungen nachvollziehbar bleiben, selbst wenn man sie zwischendurch gerne einmal kurz wachrütteln würde.
Gemeinsam reisen die beiden nach Kyrines, das dritte Königreich, und damit wird das Worldbuilding endlich komplett. Man bekommt die letzten fehlenden Puzzleteile, versteht die Zusammenhänge der Flüche und erkennt, wie tief alles miteinander verwoben ist. Besonders gelungen ist dabei, dass sich die Auflösung nicht gehetzt anfühlt. Die Geschichte nimmt sich Zeit, Dinge zu erklären und zu einem sinnvollen Ende zu führen – etwas, das bei Finalbänden leider nicht selbstverständlich ist.
Auch die Atmosphäre bleibt stark. Die Mischung aus Hoffnung und unterschwelliger Bedrohung zieht sich durch das gesamte Buch. Man merkt, dass hier alles auf einen finalen Punkt zusteuert, und genau dieses Gefühl trägt die Spannung konstant weiter.
Und dann… kommt der Epilog.
Ich versuche es diplomatisch zu sagen: Er hat für mich nicht so ganz funktioniert.
Nicht, weil er schlecht geschrieben ist oder keinen Sinn ergibt – sondern weil er sich einfach… falsch anfühlt. Wie ein Ton, der nicht ganz zur Melodie passt. Nach allem, was die Geschichte aufgebaut hat, wirkte dieses letzte Stück für mich eher wie ein kleiner Bruch als ein runder Abschluss. Schwer zu erklären ohne Spoiler, aber es war so ein Moment von: „Hm. Wirklich? Das ist jetzt der letzte Eindruck?“
Der Schreibstil bleibt durchgehend flüssig, emotional und atmosphärisch dicht. Die Autorin schafft es, die Balance zwischen intensiven Gefühlen und ruhigen Momenten zu halten, ohne dass die Geschichte ihren Rhythmus verliert. Gerade die Dialoge zwischen Ligeia und Apsinthion tragen viel dazu bei, dass man trotz aller Dramatik immer wieder kleine Lichtblicke bekommt.
Am Ende bleibt ein Finale, das vieles richtig macht: eine starke emotionale Reise, eine durchdachte Auflösung und zwei Charaktere, deren Dynamik die gesamte Reihe getragen hat.
Nur eben mit einem Epilog, der sich anfühlt, als hätte jemand kurz vor dem Ziel nochmal den Teppich verrückt.
Ligeia kehrt nach Aethra zurück und muss dringend Thion aus der Gefangenschaft von Pelagios befreien. Wieder vereint versuchen sie Pelagios zu stürzen. Doch da das zu Riskant ist, suchen sie sich Verbündete aus dem Rest der Welt. Doch auch diese stehen noch immer unter dem Fluch. Ein weiteres Gebiet kann vom Fluch befreit werden. Gelingt es ihnen nun Pelagios zu stürzen und ihn dazu zu bringen seinen Wunsch zurück zu nehmen? Neben all der Aufregung fragt sich Ligeia wer sie ist, aber vor allem wen Thion in sie sieht. Sieht er sie, Ligeia, oder sieht er seine große Liebe Dione? Diese Unsicherheit und Ungewissheit bringt die zwei fast auseinander. Wer hier mit einem Happy End rechnet, muss leider enttäuscht werden. Aber genau dieses nicht existierende Happy End macht dieses Buch am Ende so authentisch. Denn deren Situation ist so verzwickt, dass ein Happy End die ganze Geschichte unrealistisch gemacht hätte. Auch wenn man sich für diese beide ein Happy End gewünscht hätte. Der Abschluss der Trilogie ist wieder äußerst spannend und kann sehr gut mit dem zweiten Band mithalten.