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Die Reise ans Ende der Geschichte: Roman | »Ein brilliant unterhaltsamer Roman« Denis Scheck, druckfrisch

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Der große Traum vom Ein Spionageroman von Kristof Magnusson

Der große neue Roman von Kristof Magnusson erzählt von einer Zeit, als alles möglich erschien und doch vieles tragikomisch schief Ein Doppelagent will in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, ein Dichter hofft auf das Abenteuer seines Lebens und eine Italienischlehrerin versucht, das Schlimmste zu verhindern.

Anfang der 90er Jahre ist die Welt eine Verheißung und Jakob Dreiser Der junge Dichter wird in Rom für sein Werk gefeiert, der Kalte Krieg ist endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zum Gartenfest mit Krimsekt und Piroggen. Die Welt strebt nach Frieden und Glück – und diesmal scheint sie es ernst zu meinen. Dieter Germeshausen dagegen kann sein Pech kaum fassen. Jahrelang war er Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent, nun muss er dringend untertauchen. Ausgerechnet jetzt, wo er zum ersten Mal verliebt ist. Germeshausen braucht einen Plan, so viel steht fest. Und er braucht Jakob Dreiser. Denn für seinen großen Coup gibt es keine bessere Tarnung als einen international gefeierten Dichter. Eine herrlich turbulente Geschichte über Sehnsüchte, Täuschungen und das Scheitern im Moment der vermeintlichen Freiheit. Kristof Magnusson verwandelt eine Zeit historischer Umbrüche in einen unvergleichlichen Abenteuerroman.

»Niemand versprüht so viel Optimismus und Heiterkeit wie Kristof Magnusson. Ein glänzender Erzähler, der seine Figuren liebt.«  Isabel Bogdan

»Im nächsten Leben werde ich Spionin! In der Zwischenzeit kann ich nur empfehlen, ›Eine Reise ans Ende der Geschichte‹ zu lesen. Klug, witzig, einfach toll!« Caroline Wahl

»Wäre Kristof Magnussons Literatur ein Wetterphänomen, wären wir im erst Heiterkeit, dann ein Donner, dann Kälteeinbruch, und am Ende sitzt man da mit kurzen Ärmeln und findet es die fantastischste Zeit des Jahres.« Saša Stanišić

272 pages, Kindle Edition

Published February 14, 2026

18 people are currently reading
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Kristof Magnusson

31 books11 followers

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Displaying 1 - 26 of 26 reviews
Profile Image for Alexa.
172 reviews14 followers
March 26, 2026
Ein lustiger, turbulenter Spionage Roman mit 90er Jahre Feeling. Vor allem die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen , zum Ende hin fand ich es etwas schwächer. Das Hörbuch ist sehr gut gesprochen und hat mir Spaß gemacht. Insgesamt 3,5 Sterne.
147 reviews7 followers
March 10, 2026
Das Ende vom Ende der Welt

„Die Reise ans Ende der Geschichte“, geschrieben von Kristof Magnusson und erschienen 2026 bei Klett-Cotta, ist ein herrlich humorvoll-skurriles Romanschätzchen mit dennoch viel Historie und Tiefgang, das über weite Strecken bestens unterhält, auch wenn ihm am Ende leider etwas die Luft ausgeht.

Auf knapp 275 Seiten folgen wir einer irren Doppelagentenreise, die, wie das sehr gelungene Cover schon andeutet, immer am Rande des Abgrunds balanciert – und das gilt sowohl für die Figuren als auch für die schriftstellerische Leistung, bei der man sich auf ein paar Prämissen einlassen muss, um den Roman einfach genussvoll wegsnacken zu können. Die rezensierende Person konnte das gut! Kristof Magnusson schenkt uns eine gute Struktur: Die Kapitel wechseln in der Erzählperspektive zwischen den drei Protagonist:innen (oder ist eine davon etwa eine Antagonistin? Wer weiß?), wobei der Autor uns hilft, indem Perspektive und Handlungsort immer in der Kapitelüberschrift zu finden sind.

Der Roman startet stark auf einem Höhepunkt: Dieter Germeshausen, seines Zeichens Doppelagent im deutschen und russischen Staatsdienstes wird im Jahr 1995 in einer Hotelbar in Kasachstan vergiftet. In der Folge blicken wir zurück auf mächtig erheiternde Verstrickungen, die ihn in diese Situation gebracht haben. Denn etwas zuvor warb Dieter den Schriftsteller Jakob Dreiser auf einer Feier des Endes vom Ende der Welt in der russischen Botschaft in Rom für den BND an – da er selbstkritisch festgestellt hat, selbst nicht unbedingt eine Leuchte im Bereich Kommunikation zu sein und einen Supercoup plant – für den genau diese Kommunikation aber unerlässlich ist. Jakob Dreiser als junger Schriftsteller mit großem Bezug zu Russland scheint hier eine Lücke ideal zu füllen, schließlich soll die Reise nach Almaty in Kasachstan gehen – aber vielleicht hat Dieter doch die Rechnung ohne den Wirt gemacht... Zumal es da auch noch Francesca Aquatone gibt, die viel Pfeffer in die Suppe streut und einen dreifachen Negroni, der es in sich hat.

Magnusson schreibt großartige Charaktere, der in sich festklemmende, geltungssüchtige Dieter, mit seinem doch sehr großen Selbstbewusstsein, das tapfer alle Fremdwahrnehmung ausblendet, der wirklich naive Jakob, Typ „hey, Hauptsache man lebt und es passiert was“, und wenn dann was passiert, dann findet er das schon auch ein bisschen doll, aber auch die Nebencharaktere wie Dominique Fishbowl (dieser Name!), die hinter ihrer Säuferinnenfassade wahrscheinlich richtig was draufhat, hier gefallen mir einfach alle und das ist gut gegensätzlich konstruiert. Der Ton ist eine perfekte Mischung aus Suspense und Comedy, das Dramedy Genre liest frau ja selten gut, hier ist es nahezu perfekt.
Der Autor scheut sich aber auch nicht vor Tiefgang und Gefühlen und webt vor allem viel Historisches wirklich perfekt in die Handlung ein. Die Atmosphäre des Kalten Krieges und das Aufwachsen in dieser Zeit, der Fall des Eisernen Vorhangs und die Freiheit aber auch die Unsicherheit bringt der Autor trotz aller Heiterkeit super rüber. Wie viel davon habe ich vergessen – und wie präsent ist es leider aktuell wieder, auch darum ist es das richtige Thema für ein Buch aktuell. Der Autor greift den Zeitgeist super und er braucht dafür nicht viel, ihm reicht Musikwahl und der Begriff „CD“ – nur als ein Beispiel. Und diese Verbindung aus Komik und Leichtigkeit und dann doch immer wieder auch Nachdenklichkeit und fast philosophische Einschübe – sehr geglückt.

Der Plot ist dabei an Skurrilität nicht zu überbieten und ja, das muss man mögen. Darauf muss man sich mit Wonne einlassen wollen, denn sonst könnten die Logik-Fragezeichen überhandnehmen. Für mich hat es gut funktioniert, der Autor zeigt sein Augenzwinkern deutlich genug. Die Sprachbilder sind großartig, ich habe mir so viele Stellen markiert, nur eine davon: „Er schwieg nicht nur auf Russisch und Englisch, sondern auch auf Italienisch“ (S. 17). Und auch das Finale lässt es an Plottwists nicht fehlen – leider fehlt dem Buch aber, und das ist ein großes Manko, ein wirkliches Ende. Auf einmal wird viel ausgelassen, es geht alles viel zu schnell und wir enden ehrlich gesagt ein bisschen im Irgendwo. Vielleicht ist das der Hinweis auf eine Fortsetzung, denn es bleiben SO viele Fragen offen. Leider schmälert es aber den Genuss dieses bis dahin so herrlichen Buches dann doch. Weshalb ich nur 4 Sterne vergeben kann, aber dennoch eine dringliche Leseempfehlung, denn wer Dieter und Jakob nicht kennenlernt: Hat wirklich etwas verpasst. Ein wundervoller Lesesnack zum Abschalten und Genießen, bei dem die Lesenden über weiter Strecken nur so durch die Seiten fliegen werden.


Ein großes Dankeschön an lovelybooks.de und Klett-Cotta für das Rezensionsexemplar!
Profile Image for Michael Madel.
570 reviews12 followers
March 8, 2026
Der furios startende Agententhriller, der in den 1990-Jahren spielt und Francis Fukuyamas Diktum vom Ende der Geschichte nach dem Zerfall der Sowjetunion (bereits im Titel) persifliert, schwächelt in der zweiten Hälfte etwas, vermag aber trotzdem hervorragend zu unterhalten, auch mithilfe des souveränen Stils des Autors.
Profile Image for Melanie.
500 reviews5 followers
March 14, 2026
Anfang der 1990er Jahre begegnen sich Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent Dieter Germershausen und der junge Dichter Jakob Dreiser in Rom auf einer Party. Dieter rekrutiert Jakob, der die Vorstellung für den Geheimdienst zu arbeiten, sehr spannend findet und dessen große Fähigkeit ein enormes Charisma ist.

Dieter dagegen ist desillusioniert nach 27 Jahren im Dienst und nachdem alles, was seine Arbeit ausgemacht hat - der Kalte Krieg - nun beendet ist und sich die Zeiten vollständig geändert zu haben scheinen.

Die Geschichte ist wie ein klassischer Spionageroman geschrieben und erinnert an James Bond und Co. Schauplätze sind Rom, Kasachstan, Bad Godesberg und Sankt Petersburg.

Besonders gut gefallen haben mir die Figuren, die der Autor wirklich perfekt geschaffen hat. Dieter und Jakob, aber auch die Frauenfiguren wie Dominique, Francesca und Hildegard sind alle Figuren, die ich wirklich beim Lesen sehen und fühlen konnte.

Und die Dialoge sind herrlich zu lesen! Die Figuren haben absolut ihre eigenen Stimmen und diese interagieren zu lesen, ist wirklich ein Genuss.

Einzig das für meinen Geschmack etwas zu offene Ende (das vielleicht eine Fortsetzung verspricht), trübt meinen Lesegenuss und so vergebe ich 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for MirjS.
108 reviews
March 13, 2026
Ausflug in die Absurdität

In seinem neuen Roman „Die Reise ans Ende der Geschichte“ nimmt uns Kristof Magnusson mit in die historisch bedeutsame Zeit der frühen 90er Jahre. Dort erzählt er komödienhaft die Geschichte eines alternden Doppelagenten und seines abenteuerlustigen Dichters und lässt dabei auch die reiche Kommunistin und politische Intrigen nicht aus.

Spannender Klappentext, spannender Prolog, dann ein Sprung in die nahe Vergangenheit, um Licht in die vertrackte Einganssituation zu bringen. Und schon entwickelte sich die Geschichte - zumindest für meinen Geschmack - sehr schnell in eine Mischung aus skurriler Absurdität und Slapstick. So sehr ich es auch immer wieder versucht habe, konnte ich zur restlichen Erzählung dann keinerlei Zugang mehr finden. Ebenso erging es mir auch bis zum Schluss mit den Protagonisten, aus deren wechselnder Perspektive die Geschichte erzählt wird. Zwar sind sie durch ihre Verschiedenartigkeit durchaus interessante Charaktere, doch haben sie es irgendwie nicht geschafft mich zu erreichen. Natürlich hat das Buch durchaus raffinierte, wortgewaltige und zum Nachdenken anregende Passagen zu bieten, mich jedoch mehr enttäuscht als unterhalten. Wobei ich mich damit, bei all den positiven Bewertungen, ein wenig wie ein Kunstbanause, ohne Sinn für tiefgründigen Humor und Historie fühle.

Fazit: Aufgrund meiner Neugierde und einiger wirklich origineller Textstellen und Schmunzler habe ich schlussendlich bis zum Schluss „durchgehalten“, hätte aber auch nichts verpasst, wenn nicht. Genre, Schreibstil, Humor und Absurdität mögen durchaus ihre Fans haben, ich bin es jedoch leider nicht.
Profile Image for Lisa_V.
760 reviews5 followers
March 9, 2026
Diese Geschichte geht am Ende für mich leider nicht auf

Von der ersten Seite an hatte ich gewisse Schwierigkeiten mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ des Autoren Kristof Magnusson. Der langatmige, detailreiche und überaus abschweifende Schreibstil sorgte nämlich für einen gebremsten Lesefluss. Zum Glück konnte mich die Geschichte zumindest inhaltlich ansprechen. Gelungen ist auf jeden Fall die historische Atmosphäre, sowie politische und kulturelle Details. Abgesehen davon ist die Handlung ziemlich hanebüchen und reichlich übertrieben. Genau dieser Ausrichtung, schließt sich auch die Charakterzeichnung an. Sehr plakativ und oft ziemlich klischeehaft. Aber gut, das Buch möchte ja unterhalten und sorgt eben so für einen speziellen Humor. Gerade durch die skurrilen Situationen, ist die Lektüre dann auch stellenweise ziemlich witzig. Allerdings verliert sich der Autor immer wieder in Belanglosigkeiten und legt auch keinen übermäßigen Wert auf Logik, oder einen roten Faden. Und mit seinem absurden und enttäuschend offenem Ende, verliert der gesamte Roman im Nachhinein. Schade, gerade der Mittelteil hat mir gut gefallen, danach wird es aber nicht nur absurd, sondern auch unglaubwürdig was die innere Logik der Charaktere und Geschichte betrifft. Und letztlich bleibt einfach sehr viel am Ende ungeklärt. Für mich war „Die Reise ans Ende der Geschichte“ leider kein Highlight. Deshalb gibt es von mir auch nur 3 Sterne und leider keine Leseempfehlung.
62 reviews
February 23, 2026
(Deutsch)
Das Buch hat mich nicht wirklich begeistert, nicht besonders spannend und ich finde die Story ein bisschen random, schade. Auch das Ende ist unerwartet. An sich finde ich den Schreibstil aber schön
148 reviews3 followers
February 14, 2026
Steht der ideale Spion ausspähend an einer dunklen Unterführung mit hochgeschlagenem Mantelkragen und dunkler Brille? Mitnichten! Zur Spionage eignen sich extrovertierte, gesellige, neugierige Menschen viel besser. Sie sind eher „everbody’s friend“, sehr sympathisch und kommen schnell mit allen Leuten in Kontakt. Das wäre Jakob Dreiser nie in den Sinn gekommen, denn für seine Vorstellung wäre er ja als junger in der Kulturszene bekannter Dichter viel zu auffällig, um in die landläufige Vorstellung eines Spions zu passen. Aber gerade weil er sich anpassungsfähig in verschiedensten Milieus bewegt, ein Talent für Zwischenmenschliches hat und sehr viel erfährt, wirft Dieter Germersheim ein Auge auf ihn. Und der muss es ja wissen. Schließlich steht er seit 27 Jahren im Dienst des BND, inoffiziell versteht sich. Natürlich hat er einen anderen Job zur Tarnung.
Wir schreiben das Jahr 1989. Die Mauer fällt, der eiserne Vorhang löst sich genauso auf wie die UdSSR. Viele Menschen schöpfen Hoffnung, so wie der junge Künstler Jakob Dreiser: “Das ist eine Chance, wie sie nie zuvor da war, in der ganzen Geschichte nicht. Das ist das Ende der Geschichte.“ S. 35. Ist das wirklich „Das Ende der Geschichte“ (englisch End of History) wie es auch der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama formulierte?
Mit Zeitenwenden kennen wir Leser der Gegenwart uns ja gerade aus, im Rückblick kann man damit lockerer umgehen…
Da stehen sie, die Charaktere dieses Romans, russische Spezialitäten kostend auf der Gartenparty der russischen Botschaft in Rom, die sich plötzlich offen und gesellig gibt.
Agent Germersheim hält den frisch akquirierten Jakob Dreiser für blauäugig: „Glauben Sie wirklich, die denken plötzlich alle anders und vergessen, was sie jahrzehntelang gedacht haben? Für die sind wir immer noch der Feind. Und die für uns. Die hören doch nicht auf zu hassen.“ S. 34
Damit beweist er, wie man aus heutiger Perspektive weiß, eine große Weitsicht. Doch der Autor Kristof Magnusson katapultiert uns in diese Situation, in der noch alles voller Hoffnung und möglich scheint. Da schmunzelt man über den Agenten Germersheim, der überhaupt nicht begeistert ist, weil doch nun seine Existenz und die aller Spione und Doppelagenten auf dem Spiel steht.
Ausgerechnet in Rom startet nun die turbulente, witzige, immer wieder überraschende Reise der angejahrten Spione, Doppelagenten und des Dichters, der sich begeistert anwerben lässt, obwohl er kreative Lösungen dem Folgen von Anweisungen vorzieht. So verlockend dreht sich das Karussell der Geschäfte mit Militärgerät, ob in Kasachstan oder Kolumbien, inclusive Ritt auf der Rasierklinge oder - wie auf dem Cover - der Tanz auf dem Rand des Giftkelchs.
Kristof Magnusson schafft liebevoll und detailreich sehr authentische Charaktere. Der große Kontrast seiner beiden so unterschiedlichen wichtigsten männlichen Protagonisten macht ihr Zusammenspiel herrlich skurril.
Die beiden weiblichen Charaktere Dominique und Francesca Aquatone stehen nicht so im Zentrum, richten ihre Aufmerksamkeit aber auf wichtige Dinge und üben ihre Macht im Verborgenen aus. Mir gefällt besonders die kluge Francesca, die mit mehreren Identitäten jongliert und nicht unterschätzt werden sollte.
„Ich bin nicht wie Dieter, ich bin schlimmer. Dieter denkt, alles ist weiterhin genauso gefährlich als früher. Zu Sowjetzeiten war der Staat kriminell. Jetzt sind es alle.“ S. 102
Die Handlung ist mit vielen Wendungen sehr turbulent angelegt. Die Ideen und Pläne der Figuren wirken manchmal fast absurd, aber auch wenn sie mit Absicht überzeichnet sind, so zeigen sie doch, wie in dieser Umbruchszeit, einem Wendepunkt in der Geschichte, alles in Bewegung, im Zustand der Ungewissheit, Regellosigkeit und Chaos war. Auf der Reise geht so manches schief, einige Kurven und Abstürze werden noch aufgefangen. Überraschungen sind von Anfang an garantiert.
Magnusson erzählt mit viel Humor, jongliert mit Absurditäten und skurrilen Ideen. Mir sagt seine Hintersinnigkeit sehr zu. Die Figuren haben Tiefe und sind mit viel Hingabe entworfen. Die Geschichte hat Tempo, macht viel Spaß beim Lesen und gibt einem auch immer wieder zu denken.
Profile Image for Magnolia .
610 reviews3 followers
March 13, 2026
Ein Spionageroman, der schmunzeln lässt

Kristof Magnusson hat mit seiner „…Reise ans Ende der Geschichte“ einen Spionageroman vorgelegt, der trotz der Vorkommnisse zuweilen schmunzeln lässt.

Schon der Prolog wirft mich geradewegs hinein in das Agentenmilieu. Ein vergifteter Cocktail ist es, der zunächst dieses Klischee bedient, da eine unbekannte, eine faszinierende Welt sich mir genau so darbietet, wie ich sie mir vorstelle. Jakob Dreiser, ein international gefeierter Dichter und Dieter Germeshausen, seines Zeichens Doppelagent, haben hier ihren ersten Auftritt. Mit dabei sind noch so etliche geheimnisvolle Personen und Persönlichkeiten, unter anderem Francesca Aquatone, die sich mir als Italienischlehrerin präsentiert.

Wir sind dann in Rom im Garten der Botschaft der Russischen Föderation. Hier sind sie dabei, „das Ende vom Ende der Welt“ zu feiern. Dass sie hiermit entschieden zu früh dran sind bzw. dass es diesen Weltfrieden so nicht geben wird, ist mittlerweile eine nicht zu leugnende Tatsache. Noch aber sind wir in den 1990er Jahren und wie es den Anschein hat, will Germeshausen den Dichter anwerben, um aus ihm, Jakob Dreiser, einen Spion zu machen.

Für die beiden geht es direkt nach Kasachstan, in die Vereinten Hubschrauberbetriebe Sergei Danilowitsch Luganski in Almaty, weiter soll es dann gen Kolumbien gehen, auch fliegen sie nach Sankt Petersburg, um so einige Stationen ihrer abenteuerlichen Reise zu benennen. Und selbstredend sind sie so manch Gefahr ausgesetzt. Wobei mir der junge Jakob Dreiser schon etwas naiv und unbedarft vorkommt, er scheut vor nichts und niemanden zurück. Im Gegenteil, er ist ein Draufgänger, ein Machertyp, der nicht einen Hubschrauber kauft, wie von Germeshausen anvisiert, nein. Sechs Stück sind es, die er mal so nebenbei ordert.

Der Roman hat einen durchaus ernsten Hintergrund, dem der Autor mit einer gehörigen Prise Humor seine Schwere nimmt, trotzdem weiß man um seine Botschaft. Es ist die Zeit, als der Kalte Krieg vorbei schien, es herrscht Aufbruchstimmung. Die Geschichte lebt von der Lust am Abenteuer, so mach Situation ist mit einem Augenzwinkern zu betrachten, zuweilen wird es herrlich skurril, gelegentlich ist manch Szenerie überzeichnet wie auch einzelne Figuren und deren Handlungsweise.

Ein Abenteuerroman, der zum Denken anregt. Beim Lesen hatte ich die heutigen Krisenherde vor Augen und auch wenn damals der Eiserne Vorhang mit der Fall der Mauer weg war, so ist er mittlerweile höher und undurchdringlicher denn je. Eine Wirklichkeit, an der man nicht vorbeikommt und doch ist „Die Reise ans Ende der Geschichte“ mit einer Leichtigkeit ausgestattet, die gut unterhält, die ich gerne gelesen habe.
436 reviews4 followers
February 28, 2026
Kristof Magnussons Die Reise ans Ende der Geschichte entführt uns in die frühen 1990er-Jahre, eine Zeit voller Aufbruch und Möglichkeiten, in der der Kalte Krieg gerade Geschichte ist und die Welt nach Frieden und Freiheit strebt. Mitten in dieser Aufbruchsstimmung begegnen wir Jakob Dreiser, einem jungen Dichter, der in Rom gefeiert wird und glaubt, dass ihm die Welt offensteht – bis er auf dem Gartenfest der russischen Botschaft auf Dieter Germeshausen trifft, einen Doppelagenten, der Jakob für seinen letzten großen Coup rekrutiert.
Was zunächst wie ein harmloses Abenteuer beginnt, entwickelt sich zu einer turbulenten Geschichte voller Täuschungen, Missgeschicke und überraschender Wendungen. Magnusson schafft es, historische Umbrüche mit einer gehörigen Portion Humor und literarischer Leichtigkeit zu verbinden. Die Figuren sind dabei charmant skurril: Jakob, der sich fast widerstandslos in die Wirren der Spionage stürzt, und Germeshausen, der trotz seiner Erfahrung immer wieder ins Stolpern gerät, bilden ein ungleiches, aber faszinierendes Duo. Besonders die absurden, manchmal komischen Situationen – wie das berühmte „Damokles-Prosciutto“-Moment – lassen den Leser immer wieder schmunzeln.
Die Schauplätze – von Rom über Kasachstan bis nach Russland – werden eindrücklich beschrieben und vermitteln ein starkes Gefühl für die politische und gesellschaftliche Lage dieser Zeit. Auch wenn das Ende ein wenig abrupt wirkt, bleibt die Erzählung im Gedächtnis: die Mischung aus Abenteuer, literarischem Witz und menschlicher Sehnsucht macht den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis.
Insgesamt ist Die Reise ans Ende der Geschichte ein unterhaltsamer, leichtfüßiger und dennoch tiefgründiger Roman, der historische Realität, Spionageabenteuer und skurrile Komik auf einzigartige Weise vereint. Für alle, die sich auf ein ungewöhnliches Abenteuer mit literarischem Anspruch einlassen möchten, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.
Profile Image for Elke Sonne.
551 reviews
March 9, 2026
Sehr turbulent, spannend und unterhaltsam

„Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist ein wirklich außergewöhnlicher Spionagethriller des deutsch-isländischen Autors Kristof Magnusson.

Die Handlung beginnt in den 90er Jahren, der Eiserne Vorhang ist gefallen und Europa sortiert sich gerade neu. Für Dieter Germeshausen, der jahrelang als Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent unterwegs war, ist dies eine Katastrophe. Er ist quasi arbeitslos und er muss untertauchen. Aber er hat einen Plan. Dazu benötigt er den Dichter Jakob Dreiser, der gut mit Worten umgehen kann und über zahlreiche Kontakte verfügt. Jakob wittert in Dieters Plänen ein Abenteuer.

Der Schreibstil von Kristof Magnusson ist lebendig, frisch und humorvoll. Er nimmt seine Leser mit auf eine abenteuerliche Reise mit vielen unglaublichen Momenten und absurden Situationen.

Dieter und Jakob sind zwei sehr unterschiedliche Protagonisten und die beiden gemeinsam zu erleben macht einfach Spaß.

Es ist klar, dass hier vieles übertrieben ist und total überspitzt dargestellt wird. Aber genau das macht diesen wendungsreichen, brillant erzählten Roman aus.

Bis kurz vor Ende war dies für mich ein richtiges Highlight und ich war überzeugt davon, dass ich 5 Sterne vergeben würde. Leider blieben dann einige Fragen ungeklärt, so dass ich ein wenig ratlos zurückgeblieben bin.
Dennoch ist es ein kurzweiliger, abenteuerlicher und äußerst unterhaltsamer Roman, den ich gerne gelesen habe.
96 reviews
March 22, 2026
„Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist ein spannender und humorvoller Spionageroman von dem Autor Kristof Magnusson.

Dies war mein erster Roman von dem Autor und mich konnte der Schreibstil direkt einnehmen. Die Handlung ist sehr spannend und wir erleben die Sichten von Dieter Germeshausen, Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent und dem Dichter Jakob Dreiser dessen Leben auf den Kopf gestellt wird. Dieter Germeshausen hat einen letzten Plan, bevor er womöglich enttarnt wird und so braucht er den charismatischen und kontaktfreudigen Jokob Dreiser, um sein Ziel zu erreichen.

Neben Aufbruchsstimmung nach dem kalten Krieg zu persönlichen Schicksalen der Agenten, schafft der Autor eine spannende Handlung, die immer wieder überraschen kann. Das Ende ist sehr offen gehalten und lädt zu einigen Spekulationen ein, sodass man auch hier die Arbeit der Geheimagenten nicht durchschauen kann. Die Reise dorthin ist spannend und mit einigen gefährlichen und geschickt platzierten Personen wirkt die Handlung wirklich rund.
Natürlich hätte ich gerne eine klarere Auflösung am Ende gewünscht, aber der Roman hat einen gewissen Charme zu dem das Ende wirklich gut passt.

Ich kann den Roman weiterempfehlen und ich bin dabei auf die Bücher von dem Autor aufmerksam geworden. Gerade den Schreibstil fand ich sehr überzeugend und ich hoffe, den Humor auch in seinen anderen Büchern wiederzufinden.
5 reviews
Review of advance copy
February 11, 2026
Ein ungleiches Paar

Das Buch „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson ist ein ungewöhnlicher Spionageroman, der Spannung mit philosophischen und humorvollen Elementen verbindet. Durch die leicht zugängliche Sprache und den flüssigen Erzählstil bleibt die Geschichte durchgehend gut lesbar. Besonders gelungen sind die lebendigen Figuren und die atmosphärischen Beschreibungen, die es leicht machen, in die Welt der Spionage und Geheimnisse zur Zeit nach dem Mauerfall einzutauchen.

Die Reise der beiden Hauptfiguren, die so gar nichts gemeinsam haben, wirkt dabei nicht nur wie eine äußere Mission, sondern auch wie eine innere Entdeckungsfahrt, bei der Erinnerungen, Hoffnungen und Zweifel aufeinandertreffen. Viele Szenen regen zum Nachdenken an und verleihen dem Roman eine besondere Tiefe, die über einen klassischen Spionagethriller hinausgeht.

Allerdings hätte ich mir einen stärkeren und überraschenderen Höhepunkt der Geschichte erwartet. Das Ende bleibt eher zurückhaltend und schöpft das vorhandene Spannungspotenzial nicht vollständig aus. Dadurch entsteht ein leicht unbefriedigender Eindruck, obwohl der Weg dorthin überzeugend gestaltet ist.

Insgesamt ist „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ein lesenswerter Roman, der Spionage, Humor und philosophische Fragen auf gelungene Weise miteinander verbindet und zum Nachdenken anregt.
Profile Image for Karola.
860 reviews7 followers
February 14, 2026
Ein Abenteuerroman mit besonderem Kick!
Einen jungen, naiven Dichter als Spion wie in diesem Roman zu rekrutieren ist eine ausgefallene Idee. Als ungewöhnliche Hauptfigur eignet sich in diesem Fall dieser Poet Jakob besonders wegen seiner ungezwungenen und kreativen Kommunikationsfähigkeit. Außerdem liebt er einzigartige Abenteuer, hier eingebunden in eine vergangene Ära der Sowjetunion mit heimlichem, korruptem Handel von Militärmaterial. Mit dem eigentlichen Drahtzieher, einem alternden Doppelspion, aktiv für BND und FSB, wird ein teils kurioses Geheimdienstambiente um Rom und seiner gewissen Flexibilität, um Almaty / Kasachstan und Sankt Petersburg aufgebaut unter Einbeziehung nationaler und örtlicher Eigenheiten oder Traditionen. Die politischen Wirren im Russland der 90-er Jahre bieten für diese so unterschiedlich geprägten Figuren den idealen Hintergrund: hier der junge, optimistische Dichter auf eine bessere, freiere osteuropäische Entwicklung hoffend, dort der Doppelspion alter Spielart seiner bisherigen Haupttätigkeit mehr oder weniger beraubt. Die menschliche, emotionale Note wird verstärkt durch die indiskrete Nebenfigur Dominique Fishbowl und die eher mütterliche Sprachlehrerin Francesca Aquatone.
Ein tragikomisches Abenteuer zum Schmunzeln und Nachdenken!
573 reviews
March 9, 2026
Die Welt ist im Umbruch, der Eiserne Vorhang ist gefallen, es gibt nicht mehr die jahrelange Trennung zwischen Ost und West. Und das ist natürlich nicht einfach für einen Doppelspion, denn der alte Feind ist jetzt kein Feind mehr, die Sowjet-Union existiert nicht mehr.
Dieter Germeshausen war nie sonderlich gut als Doppel-Spion, aber dennoch ist er wichtig, denn er ist im Besitz von brisanten Informationen. Gleich zu Beginn befinden wir uns in Kasachstan und Dieter wird vergiftet. Dann gibt es einen Zeitsprung zurück, wir befinden uns in Rom.
Das Buch ist hauptsächlich abwechselnd aus den Perspektiven von Dieter und dem jungen Dichter Jakob Dreiser geschrieben.
Jakob Dreiser freut sich, hinter die Mauern der Botschaft zu schauen, er hat in der Schule Russisch gelernt, ist recht erfolgreich als Dichter und wirkt ein wenig gelangweilt und braucht etwas mehr Pepp in seinem Leben. Und so wird er von Dieter als Spion angeworben.
Eine skurrile Geschichte entwickelt sich im Verlauf des Buches, mit ganz viel 90er Jahre Flair - Mode, Musik, Politik,... - und anfangs hatte ich ganz viele Fragen an das Buch. Ein Buch, das sich abhebt und anders ist, kein klassischer Spionageroman, aber mit vielen "Seitenhieben" auf diese Romane.
Profile Image for Anne Dietrich.
212 reviews
March 7, 2026
Ein humorvoller und skurriler Agententhriller

Wir befinden uns in den 1990er Jahre. Die Mauer ist gefallen, es werden Dinge möglich, die zuvor unmöglich erschienen und alle sind zum Aufbruch bereit.

Die eigentliche Handlung beginnt in Rom, wo die beiden grundverschiedenen Protagonisten Jakob Dreiser und Dieter Germershausen aufeinandertreffen. Jakob ist Dichter und Dieter war Doppelagent zwischen Ost und West. Nun ist er zwangsläufig am Ende seiner Laufbahn angekommen. Er braucht einen Plan und dafür braucht er Jakob.

Die gesamte Handlung ist unglaublich turbulent, so wie es die damalige Zeit durch ihre politischen Umbrüche war. Eine spannende Zeit deren historische Hintergrunde auf unterhaltsame Art und Weise in die Handlung mit einbezogen werden. Diese ist dabei so skurril und amüsant geschildert, dass ich einfach lachen musste. Die Protagonisten sind ziemlich überzeichnet wodurch sie großen Anteil zum Unterhaltungswert der Lektüre beitragen.

Lediglich das offene Ende hat mich ein wenig enttäuscht und ich hoffe auf eine Fortsetzung damit ich Antworten auf meine noch offenen Fragen bekomme.
Profile Image for yexxo.
917 reviews28 followers
Review of advance copy
February 5, 2026
Kristof Magnussons Roman spielt Anfang der 90er Jahre, in einer Zeit voller Aufbruchsstimmung nach dem Ende des Kalten Krieges. Hauptfigur ist der junge Dichter Jakob Dreiser, gefeierter Star der Lyrikszene, der in Rom das Leben genießt – bis er auf einem Gartenfest der Russischen Botschaft dem etwas unbeholfenen Geheimdienstler Dieter Germeshausen begegnet. Dieser plant seinen letzten großen Coup und spannt Jakob dafür ein.
Das liest sich alles sehr unterhaltsam: Die Figuren sind charmant gezeichnet, die Dialoge oft amüsant, und besonders die Konstellation aus eloquentem Dichter und kommunikativ völlig unbegabtem Agenten sorgt für leises Dauer-Schmunzeln. Große Gags gibt es nicht, eher viele kleine ironische Momente.
Trotzdem hatte ich beim Lesen das Gefühl, eher Beobachterin zu sein als wirklich mittendrin. Spannung entsteht kaum, und das beschriebene Milieu bleibt für mich auf angenehme Weise fremd – interessant, aber nicht wirklich packend. Ein netter Roman für zwischendurch, der mehr Atmosphäre als Sog entwickelt.
Profile Image for a sky full of pages .
101 reviews
March 9, 2026
Ein temporeiches, sehr unterhaltsames und auch spannendes Buch über Spione des BND und KGB. Der Humor traf genau meinen Geschmack und ich musste mehrmals herzhaft lachen und schmunzeln.

Im Verlauf der Geschichte treten immer wieder neue Rätsel und Verstrickungen auf, wodurch sich der Spannungsbogen stetig steigert und bis zum Schluss gehalten wird. Besonders gelungen fand ich die Ausarbeitung der Charaktere. Die Figuren wirken lebendig und man kann sich gut in die unterschiedlichen Rollen hineinversetzen.

Sehr gelungen fand ich auch den Aufbau der Kapitel. Jedes ist klar strukturiert und beginnt mit dem jeweiligen Ort und der Person, aus deren Perspektive erzählt wird. Dadurch behält man einen guten Überblick.

Das Buch verbindet Spionage, Spannung und skurrilen Humor auf eine sehr unterhaltsame Weise und endet mit einem überraschendem Finale.

Ich empfehle das Buch allen, die sich für die Zeit rund um den Mauerfall interessieren, gerne Spionagegeschichten lesen und einen Sinn für skurrilen Humor haben.
91 reviews2 followers
February 5, 2026
Der Poet als Spion

Jakob Dreiser ist erfolgreicher Dichter - nicht nur irgendeiner, sondern jung und ein Dichter der Wendezeit, wo sich nun alles zum Guten wendet und Ost und West endlich zusammenwachsen. Aber das langweilt ihn auch irgendwie. Er schlägt sich von Gartenparty zu Gartenparty und auf dem Empfang der russischen Botschaft im schönen Rom wird er von einem Geheimdienstmitarbeiter angeworben - und nun beginnt eine ungewöhnliche Reise, die ihn nach Kasachstan und St. Petersburg bringt.

Dies ist eindeutig eine Spionagegeschichte, kein Spionagethriller oder auch nur Krimi. So richtige Spannung wird auch nicht aufgebaut, aber die Geschichte lebt von ihren skurrilen Figuren. Die allerdings auch sehr skurrile Namen tragen (Fishbowl, Aquatone), was mich etwas gestört hat. An manchen Stellen wirkte die Geschichte glaubwürdig, an anderen nicht, das Ende kam recht abrupt. Insgesamt aber nett zu lesen.
2,343 reviews13 followers
February 16, 2026
Zum Inhalt:
Anfang der neunziger Jahre steht die Welt vor einem hoffnungsvollem Neuanfang. Während Jakob Dreiser als junger Dichter gefeiert wird, muss Dieter Germeshausen als Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent untertauchen. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt wo er verliebt ist. Er braucht einen Plan und um ihn umzusetzen benötigt er Jakob Dreiser als perfekte Tarnung.
Meine Meinung:
Ich habe irgendwann völlig den Bezug zur Story verloren, spätestens als die Story nach Kasachstan wechselte, war ich irgendwie raus. Lag aber vermutlich auch daran, dass ich etwas völlig anderes vom Buch erwartet hatte. Ich hatte eher trotz der Friedensbemühungen in den neunziger Jahren und des Klappentextes einen spannenden Agentenroman erwartet, aber irgendwie war das Buch so völlig anders und hat mich irgendwie nicht eingefangen. Dennoch fand ich Teile des Buches nicht schlecht. Gerade Jakob fand ich als Figur nicht schlecht.
Fazit:
Nicht so meins
9 reviews
Review of advance copy
February 2, 2026
Kurzweilig

Die ersten paar Kapitel, vor allem das erste, sind richtig stark. Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich leicht und schnell weglesen. Es ist eine, zumindest für mich, teilweise eine sehr unterhaltsame und lustige Geschichte. Jedoch wirkt im letzten Akt alles etwas gehetzt und unglaubwürdig. Der Ton des Romans schlägt schlagartig und ohne Not, von einem lustig lockerem Buch, zu einem (Möchtegern) ernstem Actionthriller. Ein versöhnlicheres und lockereres Ende würde der ganzen Geschichte deutlich besser stehen.

Alles in allem ist es trotzdem ein Buch, dass man für kurzweilige Unterhaltung und paar Lacher durchaus lesen kann und viele werden der Geschichte wahrscheinlich auch etwas mehr abgewinnen können als ich es tue. Ich bin trotzdem gespannt, ob eine mögliche Fortsetzung kommt und wie diese umgesetzt wird.
Profile Image for Forti.
54 reviews
February 19, 2026
Kristof Magnusson nimmt uns mit in die 1990er Jahre. Europa genießt die neue Freiheit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. In "Die Reise ans Ende der Geschichte" müssen sich alte und neue Agent*innen mit den veränderten Begebenheiten arrangieren und ihren Platz, ihre (selbst gestellten) Aufgaben dort finden - aus Angst vor der Bedeutungslosigkeit oder schlimmerem.
Eher zufällig gerät der Dichter Jakob Dreiser in diese illustre Szene. Hier kann man Kristof Magnusson durchaus vorwerfen, dass er nicht nachvollziehbar erklärt, warum dieser bei dem Spiel mitmacht. Das ist einerseits schade, andererseits aber vielleicht einfach so.
Das Buch ist insgesamt überaus unterhaltsam, atmosphärisch und leicht geschrieben. Die Geschichte mag absurd erscheinen, aber gerade die reale Geschichte (gerade in dieser Zeit) ist ja nun mal auch oft absurd.
Profile Image for Johanna Berger.
136 reviews5 followers
March 3, 2026
Ans Ende der Geschichte reist man mit leichtem Gepäck. Eine Sporttasche reicht für die Flugreise ins Agentenleben. Jedenfalls für den Dichter Jakob Dreiser, den Protagonisten in Kristof Magnussons modernem Abenteuerroman. Fast möchte ich den ein Agentenmärchen nennen. Die Leserin freut sich an der großen Lust am Fabulieren, die aber nicht im luftleeren Raum stattfindet, sondern ganz konkret in der Zeit nach dem Fall der Mauer, als die Zukunft noch besser war als heute.
Der deutsche Dichter trifft auf einer Gartenparty der russischen Botschaft in Rom den Geheimagenten Dieter Germeshausen. Der ist „Bundesbeamter im siebenundzwanzigsten Dienstjahr“ und wird im Jahr 1995 in einer Hotelbar „am Ende der Welt“ vergiftet – und das schon im ersten Satz des Romans.
Der Dichter hat viele Talente und ist dem Ernst des Lebens „in den letzten Jahren mit großem Erfolg aus dem Weg gegangen“. Seine Bekanntheit in Russland, die kommunikativen Fähigkeiten und die Tatsache, dass er des Russischen mächtig ist, machen ihn für den Agenten Germeshausen interessant.
Dunkle Geschäfte werden eingefädelt, bei denen Dreiser eine bedeutende Rolle spielen soll. Und der stürzt sich aus Langeweile oder Abenteuerlust ins Agentenleben. Egal, ob beim Wein im römischen Lokal, mit dem Picknickkorb in der Antonov am Flughafen Almaty oder in der Dampfsauna in St. Petersburg.
Nach der Lektüre kann man im Selbsttest überprüfen, ob man die Agentenprobe bestanden hätte. Dreiser schafft es spielend.
Skurriles Personal bevölkert den Roman. Etwa die Ex-Diplomatengattin Dominique Fishbowl, die sich selbst als „versoffene alte Schachtel“ bezeichnet, aber dennoch weiß, was sie tut. Oder Francesca Aquatone, eine steinreiche italienische Erbin, die nicht nur auf ihrer römischen Dachterrasse sitzt und Negronis trinkt …

Amüsante Dialoge und überraschende Volten. Kein Thriller. Trotzdem spannend. Ein schräger, heiterer, intelligenter Unterhaltungsroman.
17 reviews
March 24, 2026
Dieter hat eigentlich ausgedient. Der Kalte Krieg ist zu Ende und wozu braucht die Welt noch Geheimagenten?

Also versucht er irgendwie, sein Überleben zu sichern und heuert einen Dichter als Nachwuchsagenten an. Daraus entwickelt sich eine unglaublich komische Geschichte, sie mit gängigen Klischees derart absurd komische Situationen schafft, dass der Leser viel zum Lachen hat. Und natürlich geht die Reise durch ein paar europäische und russischen Städte.

Der Agent im Anzug, der auf Eiswürfel herumrutscht, ist das perfekte Cover für ein unterhaltsames, lustiges Buch, dessen Absurdität es zum Teil als Persiflage erscheinen lassen.
Profile Image for Sophie.
122 reviews
March 27, 2026
I am lost. Das Ende war absolut wild. Ich will wissen wie es weitergeht. Aber irgendwie auch nicht so sehr, dass ich sage, dass war ein Hammer Buch. Es sind so viele lose Enden. So viele Figuren wurden angefangen zu erzählen, aber nicht fertig erzählt. Ich hatte trotzdem sehr viel Spaß und würde sagen das war ein top Buch für zwischendurch.
1 review
March 18, 2026
Eleganter Agentenkrimi
Um mit dem Cover zu beginnen: ich fand es, nachdem ich das Buch gelesen hatte, sehr passend. Nichts Spektakuläres, eher etwas witzig. Wäre es mir in der Buchhandlung ins Auge gestochen? Eher nicht. Der Buchtitel schon eher. Nichts Reißerisches, sondern elegantes Understatement. Prima. So sind auch Stil und Geschichte: elegant erzählt, witzig und schlank. Nichts Überflüssiges. Aber Skurriles. Spannend insofern, als man dann doch immer wissen möchte, welchen Dreh sich der Autor denn nun noch ausgedacht hat. Das Ganze gewürzt mit Zeitkolorit, das sehr geschickt und gelungen den Hintergrund bildet. Alles in allem eine gelungene Agentenstory, die das Genre nutzt, um sich selber auf den Arm zu nehmen und ganz einfach gute Unterhaltung zu garantieren. Ich empfehle das Buch all jenen, die sich in obigem Sinne auf eine gediegene, witzige Unterhaltung freuen und gerne auf drastische Szenen verzichten.
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