Home Story: Sie suchten eine Zuflucht. Sie fanden einen Albtraum. Mord in einer abgeschiedenen Hofgemeinschaft – der neue Thriller der preisgekrönten Autorin. Thriller
Der Steingruberhof ist ein abgeschiedener Ort. Als eine Journalistin ermordet auf dem Gelände der ökologisch lebenden Hofgemeinschaft aufgefunden wird und der Verdacht auf die Bewohner fällt, soll die junge Anwältin Eva helfen. Sie ist die Tochter der charismatischen Gründerin und hat als Kind in der Kommune gelebt. Jetzt kehrt sie zurück - mitten in einem flirrend heißen Sommer, der wie ein Brennglas wirkt, auf alte Konflikte und unterdrückte Erinnerungen. Der Ort, der einst ihre Heimat war, erscheint ihr fremd. Was verbergen die Menschen, die Eva zu kennen glaubte? Auf der Suche nach Antworten stößt sie auf eine Mauer des Schweigens - und gerät schon bald in tödliche Gefahr ...
Der Steingruber Hof ist ein ökologischer Hof und zugleich Zufluchtsort, auf dem seit vielen Jahren Menschen leben, die aus den unterschiedlichsten Gründen dort ein neues Zuhause gefunden haben. Nach außen wirkt die Gemeinschaft abgeschottet und sorgt im Ort immer wieder für Gesprächsstoff. Hinter vorgehaltener Hand wird der Hof als Hippie-Kommune bezeichnet, außerdem halten sich hartnäckig weitere Gerüchte über das Leben der Bewohner. Diese Gerüchte wecken schließlich das Interesse einer Investigativjournalistin, die den Steingruber Hof genauer unter die Lupe nehmen möchte. Doch ihre Nachforschungen enden abrupt, denn kurz nachdem sie vom Hof verwiesen wurde, wird sie tot aufgefunden. Schnell geraten die Bewohner ins Visier der Polizei und der Druck auf die Gemeinschaft wächst.
Ausgerechnet Eva, die Tochter der Hofbesitzerin Wilma, soll nun helfen. Sie ist auf dem Steingruber Hof aufgewachsen, wurde von ihrer Mutter jedoch vor Jahren fortgeschickt, nachdem ihre Zukunftsvorstellungen nicht mit denen des Hofes vereinbar waren. Heute lebt sie als erfolgreiche Anwältin in München und hat ihrer Vergangenheit längst den Rücken gekehrt. Doch als die Bewohner sie um Unterstützung bitten, kehrt sie widerwillig an den Ort zurück, den sie eigentlich für immer hinter sich lassen wollte und gerät dabei mitten in einen Fall voller Misstrauen, alter Konflikte und gut gehüteter Geheimnisse…
Von Cleo Conrad hatte ich bislang noch nichts gelesen, obwohl mir ihre Bücher schon häufiger begegnet sind und gedanklich längst auf meiner “Das lese ich irgendwann mal”-Liste gelandet waren. Den endgültigen Ausschlag gab aber tatsächlich die Social-Media-Kampagne zu Home Story. An diesem Buch kam man in den vergangenen Wochen kaum vorbei und ich muss wirklich sagen, das hat sensationell gefruchtet. Die Kampagne war ausgesprochen gelungen und hat meine Neugier definitiv geweckt.
Auch wenn Eva ganz klar die zentrale Figur der Geschichte ist, wird der Thriller nicht ausschließlich aus ihrer Sicht erzählt. Insgesamt begleiten wir vier Perspektiven. Eva, die nach vielen Jahren auf den Steingruber Hof zurückkehrt, Teddy, der bereits seit längerer Zeit auf dem Hof lebt, dessen Schwester Toni, die die Gemeinschaft während ihrer Ferien regelmäßig besucht, sowie Wilma, Evas Mutter und Leiterin des Hofes. Daneben spielen viele weiterer Figuren eine Rolle, weshalb dem Buch auch ein ausführliches Personenverzeichnis vorangestellt ist. Als ich das gesehen habe, hatte ich ehrlich gesagt erst einmal Respekt. Gerade am Anfang musste ich auf dem Kindle häufiger zurückblättern, um noch einmal nachzusehen, wer genau wer war und in welcher Beziehung die einzelnen Personen zueinander standen. Mit der Zeit wurde das zwar deutlich einfacher, ganz leicht fiel mir der Einstieg dadurch aber dennoch nicht.
Besonders gut gefallen hat mir dagegen die Atmosphäre. Cleo Conrad fängt diese drückende Sommerhitze und die beinahe stehende Luft auf dem abgelegenen Hof unglaublich greifbar ein. Zufällig passte das perfekt zu den Temperaturen während meiner Lesezeit, wodurch sich das Setting noch intensiver angefühlt hat.
Neben den eigentlichen Todesfall setzt sich der Thriller außerdem mit Themen wie Heimat, Zugehörigkeit und persönlichen Wertvorstellungen auseinander. Wo fühlen wir uns zuhause, welche Überzeugungen prägen uns und wie läuft das Zusammenleben in einer Gemeinschaft. Gerade die zwischenmenschlichen Dynamiken nehmen einen großen Teil der Geschichte ein.
Der Einstieg war trotz der vielen Figuren durchaus interessant. Leider war die Spannung einfach nicht durchgehend da. Nach dem guten Beginn verliert die Geschichte über weite Strecken spürbar an Fahrt. Natürlich dient dieser ruhigere Mittelteil dem Aufbau der Handlung und der Figuren, stellenweise empfand ich ihn aber als langatmig. Ich habe eigentlich überhaupt nichts gegen einen langsamen Spannungsaufbau, im Gegenteil. Wenn am Ende der große Wow-Moment wartet und es generell zum Buch passt, dann verschmerze ich das. Aber genau dieser Knalleffekt hat mir hier leider gefehlt. Das Finale ist durchaus stimmig, konnte mich aber nicht mit dem großen Wow belohnen, auf das ich nach dem langen Aufbau spekuliert hatte.
Ich bin mir dennoch sicher, dass Home Story seine Leserinnen finden wird. Wer Thriller mit einem ruhigen Spannungsaufbau schätzt und großen Wert auf zwischenmenschliche Dynamiken sowie Figurenentwicklung legt, dürfte hier gut aufgehoben sein. Für mich war es insgesamt ein solides Buch mit interessanten Ansätzen, das mich am Ende aber nicht vollständig überzeugen konnte.
Worum geht’s? Seit Jahren war Eva nicht mehr auf dem Steingruberhof. Inzwischen lebt sie als Anwältin in München. Doch nach 13 Jahren kehrt sie zurück. Auf dem Hof, den ihre Mutter gemeinsam mit Menschen bewirtschaftet, denen sie einst ein neues Zuhause gegeben hat, wird ihre Hilfe dringend benötigt. Eine Journalistin wurde ermordet. Doch statt Antworten erwarten Eva vor allem neue Fragen.
Meine Meinung: Von Cleo Konrad hatte ich bereits ganz unterschiedliche Meinungen gehört, deshalb war ich auf ihren Thriller „Home Story“ besonders gespannt. Vor allem, weil die Geschichte praktisch direkt vor meiner Haustür spielt. Nach der Lektüre bleiben bei mir allerdings gemischte Gefühle zurück.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven: Eva, die auf dem Hof aufgewachsen ist und inzwischen als Anwältin arbeitet. Wilma, ihre an Alzheimer leidende Mutter, die den Steingruberhof mit viel Herz und Entschlossenheit führt. Außerdem begleiten wir die Geschwister Teddy und Toni. Teddy lebt nach einem traumatischen Erlebnis auf dem Hof, während die zehnjährige Toni ihn gelegentlich besucht. Nach und nach lernen wir auch die übrigen Bewohner kennen.
Das Konzept des Hofes hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ein ökologischer Selbstversorgerhof, auf dem Menschen aufgenommen werden, die schwere Schicksalsschläge erlebt haben und dort Heimat finden. Diese Grundidee verleiht der Geschichte eine besondere Atmosphäre. Auch der eigentliche Fall ist spannend angelegt. Der Mord an der Journalistin, die Ermittlungen und die vielen Geheimnisse im Hintergrund sorgen immer wieder für packende Momente. Themen wie Drogen, Abhängigkeit, Zusammenhalt oder Demenz greifen dabei glaubwürdig ineinander. Besonders die Kapitel rund um Eva und Teddy haben mich gefesselt. Hier entwickelt der Thriller genau die Spannung, die ich mir erhofft hatte.
Schwieriger wurde es für mich allerdings beim Erzähltempo. Rund 150 Seiten habe ich gebraucht, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Gerade der Anfang zieht sich stellenweise spürbar, und auch später gibt es immer wieder Passagen, die den Lesefluss ausbremsen. Die Kapitel aus Tonis Sicht hätten für mich sogar ganz entfallen können. Zwar erfüllt sie ihre Funktion innerhalb der Handlung, doch ihre Perspektive wirkte auf mich häufig eher wie ein Lückenfüller. Stattdessen hätte ich mir mehr Kapitel aus Wilmas Sicht oder zusätzliche Einblicke von Blossom oder Katja gewünscht. Die Bewertung fällt mir deshalb wirklich schwer. Denn neben den Längen gab es ebenso viele Momente, die mich vollkommen gepackt haben. Der wilde Wald, der Brand oder die Szenen rund um die Zisterne gehören definitiv zu den stärksten Abschnitten des Buches. Gerade das letzte Drittel entwickelt sich zu einem echten Pageturner, den ich kaum noch aus der Hand legen konnte. Gleichzeitig muss ich aber auch ehrlich sagen: Hätte ich das Buch nicht zum Rezensieren erhalten, wäre ich vermutlich schon während der ersten 150 Seiten ausgestiegen.
Fazit: „Home Story“ von Cleo Konrad ist ein Thriller, der mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits gab es viele starke Ideen, spannende Themen und ein Finale, das mich kaum noch losgelassen hat. Andererseits waren die ersten 150 Seiten für mich schlicht zu zäh. Wer bereit ist, diese Anlaufphase in Kauf zu nehmen, wird mit einem spannenden letzten Drittel belohnt. Für mich bleibt deshalb ein guter Thriller mit Luft nach oben.
Dies ist mein erster Thriller von Cleo Konrad und mich konnte er von Beginn an begeistern. Wir befinden uns am Steingruberhof, einem ökologisch geführten Selbstversorgerhof, der ziemlich abgelegen liegt. Dort lebt eine eingeschworene Gesellschaft von Menschen, eine Kommune. Als eines Tages eine Investigativ-Journalisten dort herumschnüffelt und die Bewohner um ein Interview bittet, wird sie verjagt. Am nächsten Tag wird sie unweit des Hofes tot aufgefunden. Sehr schnell stehen die Bewohner unter Verdacht. Eva, die Tochter der Hofbesitzerin, wird als Anwältin nach jahrelanger Abwesenheit zu Hilfe geholt und kehrt eher widerwillig von München zurück in ihr ehemaliges Zuhause. Als Umweltanwältin hat sie nicht wirklich die Kenntnisse, wie eine Rechtsanwältin oder Verteidiger. Trotzdem versucht sie zu helfen und stößt auf eine Mauer des Schweigens. Bald erkennt sie, dass die Menschen am Hof ein Geheimnis verbergen....
Der Thriller lebt vor allen von den starken Charakteren und der tollen Atmosphäre.
Obwohl zu Beginn sehr viele Figuren eingeführt werden, hatte ich sehr schnell ein Bild von jedem Einzelnen des Steingruberhofes. Die Charaktere sind nämlich sehr individuell und das macht sie einzigartig.
Den ökologischen Selbstversorgerhof führt Wilma in fünfter Generation. Sie ist die "übermächtige Hofmutter", die ein Herz für gescheiterte und hilfsbedürftige Existenzen hat. Dazu gehören das Hippiemädchen Blossom und ihr Mann Kai; der verletzte und sensible Teddy; seine kleine Schwester Toni, die immer die Ferien am Hof verbringt und gerne Detektiv spielt; die ehemalige Umweltaktivistin Katja, ihre Schwester Mel mit den Kindern; Heidrun, die größte Stütze von Wilma, deren drogenabhängiger Enkel Merlin; Irina, tschetschenischer Flüchtling und ihr Mann Ralph, Biologe und Imker.
Am Beginn des Thrillers findet man ein zusätzliches Personenregister. Ich habe es nicht benötigt, denn man merkt sich die einzelnen individuellen Charakter sehr schnell. Auch eine Karte des Hofes und der Umgebung ist abgedruckt.
Erzählt wird außerdem aus mehreren Perspektiven und zwar aus der Sicht von Wilma, Eva, Toni und Teddy. Dazwischen gibt es Einschübe in kursiver Schrift von einer Person, die gefangen gehalten wird.
Besonders gut haben mir die Kapitel von Toni gefallen, die als Hobby-Detektivin eine relativ gute Spürnase hat und gut beobachtet. Dadurch gerät sie aber auch bald in große Gefahr. Ihre Kapitel hat die Autorin kindgerecht wiedergegeben, was manch anderen Autor:innen nicht so gut gelingt.
Der Umgang mit Wilmas Demenz wird von Cleo Konrad sehr einfühlsam dargestellt. Man erfährt sowohl Wilmas Gedanken dazu, als auch die Reaktionen ihres Umfeldes. Es macht Wilma jedoch zu einer unzuverlässigen Erzählerin.
Die Atmosphäre und das Setting ist absolut gelungen. Die flirrende Hitze und die Probleme wegen Ernteausfällen der Selbstversorger passten perfekt zur momentanen Hitzewelle. Man spürt den Zusammenhalt der Gemeinschaft, aber auch die unterschwellige Bedrohung. Als Leser ahnt man, dass der Mörder am Steingruber Hof leben muss. Dadurch gewinnt die Lage an Brillanz. Mit einigen überraschenden Twists hält die Autorin die Spannung und lässt mich meine Ideen immer wieder verwerfen. Bei einer Sache hatte ich allerdings den richtigen Riecher.
Der einzige Minuspunkt aus meiner Sicht ist die Länge. Die rund fünfhundert Seiten hätten problemlos gekürzt werden können, was der Spannung zusätzlich zugutegekommen wäre.
Im abgeschiedenen Steingruberhof leben sie im Einklang mit der Natur, jedoch scheint die Meinung derer, die keinen Einblick in ihren Alltag haben, eher der einer Kommune zu sein. Als dann die Leiche einer Journalistin gefunden wird, wird von den zuständigen Polizeibeamten das Unterste nach oben gezerrt, die Hofbewohner machen sich mehr oder weniger verdächtig. Auch Wilma, die Gründerin der Gemeinschaft, gerät ins Visier der Ermittler. Wilmas Tochter Eva, die vor dreizehn Jahren weggegangen ist und nun als Anwältin in München arbeitet, wird von den Bewohnern informiert und um ihre Hilfe gebeten.
Wir sind in Franken. Zunächst ist es die Journalistin, die ungeniert von Hof und Grund Bilder schießt - ungefragt, wie es scheint. Dass dieses Verhalten auf Widerstand stößt, dürfte klar sein. Spätestens dann jedoch, als ihre Leiche gefunden wird, werden alle Bewohner durchleuchtet.
Die Story wird aus mehreren Perspektiven erzählt, denen zu folgen schon ein konzentriertes Lesen erfordert. Viele Geheimnisse wabern unter der Oberfläche. Es passieren seltsame Dinge, die ich mit keinem so recht in Einklang bringe. Überhaupt bleiben die Charaktere unnahbar, nicht greifbar, lediglich Eva und die 10jährige Toni, die ihre Ferien auf dem Hof verbringt, sind für mich ab sofort und durchgehend glaubhaft.
Der Thriller ist durchweg so spannend wie verwirrend, neue Aspekte kommen hinzu, nicht nur einmal frage ich mich während des Lesens, ob nicht doch jene Kritiker recht haben könnten, dass sich hinter der Fassade des ökologisch geführten Hofes etwas anderes verbergen könnte. Und zwischendurch ploppt mehrfach eine Stimme auf (kursiv dargestellt) in einer verzweifelten, schier ausweglosen Situation, von der man zunächst nicht weiß, wer da spricht und wo sie sich befindet.
Der HOME STORY vorangestellt ist ein Personenverzeichnis mit Kurzbeschreibung, was mir sehr gut gefällt. Es sind doch so einige Personen, von denen ich lese und so fällt mir die Zuordnung sehr viel leichter und auch der Plan vom Steingruberhof mitsamt den Nebengebäuden, den Feldern und Schafweiden bis hin zu den Streuobstwiesen und dem angrenzenden Wald ist eine nicht zu unterschätzende Hilfe.
Die Story lebt von Wendungen, die sich im Vorfeld nicht abzeichnen, die Atmosphäre ist eher beklemmend, hinzu kommen die polizeilichen Ermittlungen, die vor allem von einer Person von Vorurteilen geprägt ist. Es sind drei Tage, in denen nicht nur eine Leiche gefunden wird. Nein, es passiert noch sehr viel mehr und nichts davon möchte man selber erleben.
HOME STORY ist ein beklemmender Thriller, der einen sehr genauen Blick hinter die Kulissen der Hofgemeinschaft wirft.
Eine eingeschworene Gemeinschaft mit vielen Geheimnissen Beim Steingruberhof passiert ein schrecklicher Mord und natürlich gerät die dort lebende Gemeinschaft ins Visier der Polizei. Die Aussteiger, die dort leben, sind alle aus unterschiedlichen Gründen auf dem Hof gelandet und trotz ihrer sehr verschiedenen Charaktere halten sie fest zusammen. Und dennoch merkt man schnell, dass es auf dem Hof viele Geheimnisse gibt.
Genau diesen versucht Eva auf den Grund zu gehen. Sie ist die Tochter der Hofbesitzerin und mittlerweile Anwältin in München. Auch sie kennt die tote Journalistin, weshalb sie auf den Hof zurückkehrt und die Bewohner juristisch unterstützt. Dabei deckt sie selbst Dinge auf, die lieber im Verborgenen geblieben wären. Und auch innerhalb der Gemeinschaft beginnt es zu bröckeln.
Es beginnt ein spannendes Rennen gegen die Zeit und ein gelungenes Verwirrspiel der Autorin. Wem kann man trauen und wer steckt hinter dem Mord?
Die Kapitel werden aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, sodass wir Einblicke in die Perspektiven von Eva, Wilma, Teddy und Toni bekommen. Ein cleverer Twist, der mich jedoch nicht zu 100 % überzeugen konnte, war vor allem der letzte Erzählwinkel. Denn Toni blickt mit ihren zehn Jahren ganz anders auf das Geschehen und spricht beispielsweise von den Monstern im Wald. Auch wenn mir als Lesende klar war, dass es sich hierbei um viel kindliche Fantasie handelt, konnte mich diese Erzählperspektive nicht ganz abholen.
Die anderen Perspektiven fand ich jedoch sehr gelungen. Der Schreibstil fängt die verschiedenen Blickwinkel wunderbar ein, ist fesselnd und schafft genau die Stimmung, die man sich beim Lesen des Klappentextes erhofft: ein abgelegener Hof, dessen Bewohner von außen wohl eher kritisch betrachtet werden.
Die Wendungen in der Geschichte kamen unerwartet und ich wurde mehr als einmal geschickt auf eine falsche Fährte gelockt. Am Ende setzten sich die Puzzleteile zu einem gelungenen Gesamtbild zusammen. Eine Geschichte, bei der die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Charaktere, die man immer mehr ins Herz schließt, auch wenn sie zunächst als Aussteiger natürlich etwas suspekt wirken. Und eine Atmosphäre, die auch nach dem Beenden des Buches noch nachwirkt.
Bis auf die kleinen Schwächen bei Tonis Sichtweise, die mir persönlich nicht ganz gefallen hat, aber durchaus zur Geschichte und ihrem Charakter passen, kann ich dieses Buch absolut weiterempfehlen.
Ein persönliches Highlight für mich war außerdem der Erzählort der Geschichte, da ich selbst aus der Gegend stamme und mir den Handlungsschauplatz dadurch besonders gut vorstellen konnte.
Am Steingruberhof versucht eine abgeschottete und eingeschworene Gemeinschaft den Hof möglichst als Selbstversorgerhof zu betreiben. An einem heißen Tag im Sommer wird die Leiche einer Journalistin gefunden, die die Bewohner des Hofes am Vortag bedrängt hat. Rasch fällt der Verdacht auf die abgeschottet lebenden Bewohner. Eva, eine junge Anwältin aus München kommt zur Hilfe. Das Besondere: sie ist die Tochter von Wilma, der Inhaberin des Steingruberhofs und sie hat diesen vor dreizehn Jahren verlassen und den Kontakt abgebrochen. Doch auch für sie ist es nicht einfach in diese Gemeinschaft einzutauchen. Die Skepsis ihr gegenüber ist groß und sie stößt auf viel Schweigen und auf viele Geheimnisse.
Den Einstieg in das Buch fand ich nicht einfach, ist man doch mit einer großen Anzahl an Personen konfrontiert. Verschiedene Namen, Verwandtschaftsverhältnisse und Vergangenheiten. Ohne das Personenregister und dem Plan vom Hof hätte ich wohl rasch aufgegeben.
Man verfolgt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven der Bewohner und auch der Anwältin Eva. Teilweise kommen auch Kapitel in kursiver Schrift hinzu, wobei die Einordnung für den Leser zu Beginn unklar ist – zu welchem Zeitpunkt und welche Person gibt sie wieder. Der Vorteil des Perspektivenwechsels als Erzählinstrument ist definitiv, dass man unterschiedliche Blickwinkel und Gedankenwelten einfangen kann. Teilweise streckte die Form die Erzählung jedoch einfach, wodurch es vor allem in der ersten Hälfte zu einigen Längen kam.
Eva fand ich als Ermittlerin durchwegs passend, kommt sie doch von außen in die Gemeinschaft und hat aber dennoch durch ihre Vergangenheit Bezug zu ihr. Rasch ist sie nicht nur Anwältin, sondern ermittelt auch wirklich, auch wenn sie sich damit so manche Anordnung ihrer Chefin sowie manches Gesetz außer Acht lässt. Man merkt konstant den Konflikt zwischen ihr und ihrer Mutter und ihren eigenen Zwiespalt – ist sie nun Teil der Gemeinschaft oder nicht.
Die Spannung des Romanes ergibt sich vor allem aus der Tatsache, dass sich alles an einem recht abgeschlossenen Ort passiert und man grundsätzlich neben dem Mörder wohnt. Die bedrückende Stimmung der Enge war für mich omnipräsent. Die Dynamik innerhalb der Gruppe trägt die Spannung des Romans und Düsternis des Romans. Vor allem die Spannung und Wendungen in der zweiten Hälfte haben mich gepackt.
Ein durchwegs düsterer und spannungsgeladener Roman durch die psychologische Komponente. Jedoch bleibt Tödlicher Podcast mein Favorit dieser Autorin.
Anwältin Eva ist auf Erfolgskurs, die wacklige Klimaklage wurde zugelassen und die richtige Arbeit fängt jetzt erst an. Doch dann erhält sie einen Anruf, ausgerechnet vom Steingruberhof ihrer Mutter. Dort hat diese ein paar Leute aufgenommen, denen das Leben schwer mitgespielt hat. Ein Leichenfund macht die Bewohner des Hofes zu Tatverdächtigen und Eva soll ihnen nun zur Seite stehen. So wirklich wohl ist ihr dabei nicht. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben und einer wird für seines sogar zum Mörder.
Das Cover sieht cool aus und zieht durch die leuchtenden Farben die Blicke auf sich. Es zeigt eine von Bäumen umgebene Toreinfahrt mit einer Scheune, was gut zu solch einem alten Bauernhof passt.
Der Einstieg in die Geschichte macht neugierig, man möchte erfahren, wer an diesem unbekannten Ort festgehalten wird und warum. Leider zieht es sich dann etwas in die Länge, man wird regelrecht von den vielen Leuten erschlagen und ohne das Personenregister am Anfang würde man fast nicht durchblicken. Mit der Zeit bessert sich das zum Glück und durch die wechselnden POVs lernt man auch viele Charaktere besser kennen. Diese sind sehr gewöhnungsbedürftig, was zu solch einem isolierten Leben gut passt und es authentisch macht. Der Thrill kommt mir hier für einen Thriller jedoch viel zu kurz, erst gegen Ende wird das Tempo angezogen. Daher würde ich das Buch eher als einen Spannungsroman bezeichnen. Ein paar falsche Andeutungen führen uns zunächst in die Irre und das Ende mit seiner großen Enthüllung nur für uns Lesende ist gelungen.
Wenn man sich durch das erste schleppende Drittel gekämpft hat, wird man mit einem guten Twist belohnt. Und wenn ich nicht so hohe Thriller-Erwartungen gehabt hätte, wäre mir das erste Drittel vielleicht auch nicht so ewig vorgekommen. 3,5 Sterne
Bei Cleo Konrad bin ich mir nie so ganz sicher, was mich in ihren Büchern erwartet. Thematisch fand ichs super interessant, weils man eine ganz andere Bubble ist und Konflikte mehr oder weniger vorprogrammiert erscheinen. Dann gibt es ja bereits recht früh innerhalb der Handlung einen Kipppunkt als eine Leiche gefunden wird. Spannungstechnisch flaut es aber genau dort dann auch irgendwie ab, was ich schade fand. Insgesamt fand ich dir Story eher distanziert und nicht so einnehmend wie gedacht.
Es gibt relativ viele Perspektiven und hier prallen wirklich Interesse und Weltanschauungen aufeinander. Allein aber durch die schiere Fülle aktiver Personen war ich so ein bisschen erschlagen und habe auch zu niemandem so wirklich eine Bindung aufbauen können. Dazu die kursiven Kapitel, die ich über weite Strecken nicht zu- und einordnen konnte. Da bin ich einfach nicht so ganz warm mit geworden.
Die Einblicke in die Hofgemeinschaft fand ich aber durchaus interessant. Ich denke ich hätte mir vielleicht mehr offenen Konflikt gewünscht, denn die Figuren machen auch viel mit sich selbst aus. Die Lage spitzt sich zwar indirekt zu, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass es kein echtes Voranschreiten der Handlung gab. Und das obwohl sie zeitlich nur wenige Tage umfasst.
Ich fands stellenweise etwas zäh zu verfolgen, unterm Strich ok, aber andere Bücher der Autorin haben mir besser gefallen
Ein Hof voller Selbstversorger. Eine Gemeinschaft, die über alles hinaus zusammenhält. Eine ermordete Journalistin, die etwas aufdecken wollte. Doch wer hat was zu verbergen? In „Home Story“ von Cleo Konrad gehen wir diesem Rätsel auf die Spur.😁
Den Klappentext findet ihr auf dem zweiten Bild.😊
Erst einmal muss ich sagen: Wir bekommen es mit vielen Protagonisten zu tun. Dadurch fiel es mir anfangs etwas schwer, den Überblick zu behalten und zuzuordnen, wer wer ist. Nach und nach findet man sich aber immer besser zurecht und kann das Buch richtig genießen. Manche Figuren lernen wir sehr gut kennen, während andere eher blass bleiben. Bei der großen Anzahl an Charakteren ist das zwar verständlich, bei dem einen oder anderen hätte ich mir dennoch etwas mehr Tiefe gewünscht.
Die Kapitel sind zu Beginn etwas länger, werden im Laufe der Geschichte aber immer kürzer. Das steigert das Lesevergnügen zusätzlich. Der Schreibstil von Cleo Konrad ist sehr flüssig und spannend, sodass man – besonders bei den kürzeren Kapiteln – schnell durch die Geschichte kommt.
Auch die Spannung baut sich nach und nach auf. Vor allem die wechselnden Perspektiven der vielen Figuren sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Auflösung beziehungsweise das Motiv am Ende etwas zu banal war.🤔
Trotzdem kann ich das Buch absolut empfehlen.😊 Ein spannender Thriller, der mich insgesamt sehr gut unterhalten hat.
Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte startet spannend und konnte mich zunächst neugierig machen. Allerdings kommen im Verlauf sehr viele Personen vor, sodass es manchmal nicht ganz einfach war, den Überblick zu behalten. Zum Glück gibt es am Anfang des Buches eine Übersicht über die Bewohner des Gruberhofs, die dabei sehr hilfreich ist.
Das Buch ist sehr athmosphärisch geschrieben Leider konnte mich das Buch aber insgesamt nicht vollständig überzeugen. Während ich die erste Hälfte wirklich stark fand und gerne gelesen habe, hat die zweite Hälfte für mein Empfinden etwas nachgelassen. Die Handlung konnte mich nicht mehr so fesseln wie zu Beginn, und der Funke wollte bei mir einfach nicht richtig überspringen.
Das finde ich schade, denn die Geschichte hatte für mich durchaus Potenzial. Letztlich ist es aber einfach nicht das richtige Buch für meinen persönlichen Geschmack gewesen. Trotzdem denke ich, dass es Leserinnen und Leser ansprechen kann, die Familiengeschichten mit vielen Figuren und einem ruhigen Erzählstil mögen.
Eigentlich bin ich ein Fan der Thriller von Cleo Konrad, dieses hat mir aber leider nicht so gefallen.
Der Klappentext hat mir sehr gefallen und neugierig gemacht. Ich mag Thriller, die in der Abgeschiedenheit spielen und wo jeder Charakter so seine Geheimnisse hat. So auch hier. Ein abgeschiedener Hof mit einigen total unterschiedlichen Charakteren. Jeder hat seinen Grund warum er hier lebt. Dann taucht eine neugierige Journalistin auf und wird ermordet. Warum und von wem?
Klingt echt interessant. Das ist die Story auch. Mich konnte sie nur nicht vollkommen erreichen und überzeugen.
Der Schreibstil ist super.
Mit der Vielzahl der Charaktere hatte ich so meine Probleme. Auch konnte ich irgendwie keine Verbindung zu ihnen aufbauen.
Auch fand ich persönlich die Handlung etwas langatmig.
Ich hatte einfach zu große Erwartungen an das Buch.
Ich bin begeistert von *Home Story*! Besonders die dichte Atmosphäre hat mich komplett in die Geschichte hineingezogen – man kann sie förmlich fühlen. Zwar ist es kein hochspannender Thriller mit ständigem Nervenkitzel, aber genau diese unterschwellige Spannung hat mir richtig gut gefallen. Für mich ein absolut lesenswerter Spannungsroman.